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Bundeswertpapiere (Seite 136)



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Der Anschiss lauert halt überall. Meine Shorts verabschieden sich so langsam über die Stopps. Was nicht runter will, dass steigt eben. Bisher habe ich keine stichhaltige Begründung gefunden, womit der Anstieg an den Börsen gerechtfertigt wäre. Ach ja- Sommerrallye, wobei eigentlich die Saisonalität von schwachen oder zumindest schwierigen Märkten ausgeht. Soviel zum Thema Saisonalität. Wenn die Snap-Zahlen nichts bringen, kann ich mir morgen kein Eis kaufen. Ärgerlich, aber das gehört zum Spiel dazu. Bloß nicht an den Stopps herumfummeln und meinen gleich, aber gleich dreht es. Das einzige was sich dreht ist der Magen, wenn man den Verlust noch künstlich vergrößert. Sollte der Snap- Short auch nichts werden, dann schaue ich mir das ganze Börsengeschehen erst einmal von der Seitenlinie an. Auf den Hang Seng habe ich noch einen Short mit weiten Stopp und kleinen Hebel. Das kann da nicht gut gehen. Die Chinesen fangen schon wieder an Leerverkäufe zu verbieten. Jetzt auf den Yuan und als nächstes wahrscheinlich auf Aktien. Hatten wir alles schon mal und dann hat es, soweit ich mich erinnern kann bum gemacht. Wie sieht es eigentlich mit der „Flüchtlingsbewegung“ aus, die jetzt auf Spanien zu kommt? Gibt es da schon Berichte und Zahlen? Ich glaube gelesen zu haben, dass Deutschland im Rahmen einer „Kleinen Koalition“ weiter Flüchtlinge aufnehmen sollte. Ausnahmsweise wird die Bundeskanzlerin Merkel mal gelobt, weil „sie die Ehre Europas gerettet“ hat, als sie die unkontrollierte Einreise von „Flüchtlingen“ zuließ. Natürlich kommt das Lob aus Spanien selbst, welches die Flüchtlinge schnell wieder loswerden will. Ich bin tatsächlich gespannt, wie Mutti Merkel den Zuzug weiterer „neu Dazugekommener“ begründen will. Ach so ja- Deutschland der Schmelztiegel für Menschen aus Afrika, dem Nahen Osten und natürlich Europa. Alles klar. Ich vergaß. Klar ärgert es mich, dass die Börsen wider erwarten in diesem Ausmaß steigen, insbesondere, weil ich den Grund nicht erkennen kann. Aber ehrlich dieses Hochgepusche macht mich nur sauer, weil ich kein Stück vom Kuchen abbekomme. Viel wichtiger wird sein, ob China ernsthafte Schwierigkeiten bekommt und somit der Auslöser für die nächste Welle der Finanzkrise wird und ob wir wieder von einer Flüchtlingswelle überrannt werden und gute Miene zum bösen Spiel machen sollen. Und das was mir am meisten auf den Sack geht- warten wir`s ab.
Na? Ist Elon Musk zu weit gegangen? Aus seiner Sicht war das sicher eine unorthodoxe Methode die ganzen Shorties loszuwerden. Aber ob da tatsächlich die SEC mitspielt- das wird spannend. Schon bei seinem letzten April-Scherz-Tweet, in dem er schrieb Tesla sei pleite, dachte ich es würde gegen ihn ermittelt werden. Vielleicht kann er bzw. Tesla schlüssig darlegen, dass es sich um keine Fake-News gehandelt hat- aber das würde ich bezweifeln. Wir könnten im Schlussakt von Tesla und Elon Musk angekommen- ja,ja- ich weiß, Totgeglaubte leben länger und Elon Musk erst recht. Aber irgendwann sind auch die sieben Leben einer Katze aufgebraucht. Zumindest hat Elon ein weiteres Leben verbraucht. Ich persönlich habe kein Problem, wenn die blöden Shorties die Beine in die Hand genommen haben, wurde doch durch sie der Abgang der Aktie bisher verhindert. Wenn sich jetzt die Ermittlungen der SEC intensivieren sollten, könnte es einen schönen Erdrutsch bei Tesla geben. Schauen wir mal, was die Musk-Jünger heute noch veranstalten. Aus Börsensicht ist morgen leider schon wieder Freitag. Sprich die Bullen müssen zumindest heute noch stabilisierend eingreifen, bis morgen der erlösende Anstieg aus heiterem Himmel ansteht. Der kleine Verfall am 17.08.2018 steht auch schon wieder ins Haus. Vielleicht sollte ich den Short auf den Dow, den ich gestern eingegangen bin enger absichern und gegebenenfalls ab 26.650 Long gehen. Snap hat ein bisschen was zum weiterspielen gebracht, aber so überwältigend war das nun auch nicht. Vorhin bin ich noch auf Tesla mit sehr engem Stopp Short gegangen, vielleicht kommt ja noch eine Negativmeldung. Ansonsten werden wir sehen, ob die weitere „Verschärfung“ des Handelskrieges am 23.08.2018 etwas bringt. Für jeweils kurze Momente beschleicht mich immer der Gedanke, wir sitzen einer großen Scharade auf. Absprachen auf höchster Ebene. Aber das ist zuweit um die Ecke gedacht. Nach Abschluss der Berichtssaison heißt es intensiv die Kurse und die Berichterstattung zu verfolgen. Ich fange schon an, die Aktien auf eine Watchlist zu setzen, welche bereits jetzt vor höheren Kosten warnen. Dafür, dass die Kryptowährungen out zu sein scheinen, hält sich der Bitcoin echt gut. Da fragt man sich, wer da seine Finger drauf hat. Aber wenn man bedenkt, dass ein einstelliger Prozentbereich der Community etwa 90 bis 95 Prozent der Bitcoin hält, vielleicht kein Wunder. Die anderen Währungen haben jedenfalls gewaltig Feder lassen müssen. So langsam weicht die Phantasie der Realität.
Also jeden Monat ein paar Euros zur Seite packen, damit man dann, wenn keiner Kryptowährungen mehr haben will, einsteigen kann. Alternativ könnte man auch Gold kaufen, aber ich weiß nicht so recht.
Sag mal Spieli, würde sich das für mich lohnen, vertrauensvoll dein Spielgeld aufzustocken? :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.417.989 von Geniator am 10.08.18 10:26:43Definitiv nein. Dann wäre es doch kein Spiel mehr. Außerdem liege ich momentan im Minus- so um die fünfundzwanzig Prozent. Trotz der heutigen fetten Beute. Die Blumen nehme ich gerne, auch wenn sie unverdient erscheinen. :)
So,so. Die amerikanischen Börsen sind wegen der Türkenkrise abgeschmiert? Wo bitte liegt die Türkei? Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Händler an der Wallstreet wirklich weiß, wo die Türkei liegt. Eher fliest der Dollar noch schneller aus der Türkei ab, nachdem Erdogan sein Volk aufgerufen hat, Gold und Devisen in Lira umzutauschen. Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf- auch der Nationalstolz? Gold gab ich für Eisen, fällt mir dazu ein. Ich denke, die Türkei ist finanziell am Ende. Die Türkei muss dieses Jahr dreistellige Milliardenbeträge in Dollar notiert zurückzahlen. Woher nehmen, wenn nicht stehlen. Wahrscheinlich rauscht die Türkei demnächst in eine Hyperinflation. Hyperinflationen entstehen immer dann, wenn von außen kein frisches Geld mehr ins Land kommt und die Umlaufgeschwindigkeit zunimmt. Hyperinflation heißt ja nicht- es ist zu viel Geld da- sondern es ist zu wenig vorhanden, um den Vertrauensverlust auszugleichen. Wenn dann die ganzen Türken hereinströmen- Mann das wird es kuschelig in Deutschland. Und alle sind dann natürlich auf der Flucht vor Erdogan- wetten?
Der Dollar ist ruckartig unter die 1,15 gefallen, eigentlich viel zu schnell für meinen Geschmack. Und- oh Wunder- Gold ist nicht weiter abgeschmiert. Insofern ein Beleg dafür, wie wir verarscht werden. Oder ist Gold doch die letzte Instanz? In der letzten halben Stunde kommen wieder die grünen Kerzen aus dem Nichts. Zwischendurch haben sie es am Nachmittag auch schon mal probiert, aber der Anstieg wurde genauso schnell wieder abgebaut. Es könnte sich damit endlich einmal die Gelegenheit bieten, dass der kleine Verfall am Freitag als Katalysator für den crashartigen Abwärtstrend taugt. Die Frage ist dann nur- wann die Stillhalter anfangen Absicherungsgeschäfte zu tätigen. Sollte Montag der Abwärtstrend anhalten, werde ich OS mit einer Laufzeit von ein paar Tagen kaufen, hat heute prima funktioniert. Gerade im Umfeld fallender Börsen und des Verfalls bietet sich dieses Risikogeschäft an. Das Beste daran ist, die OS sind aufgrund des immensen Zeitwertverlustes saubillig. Hatte ich vergessen, dass so was geht- bis in den Nachrichten kam, dass irgend ein Trader aus 60.000 $ wohl 800.000 $ beim Anstieg von Tesla mit dieser Methode gemacht hat. Normalerweise halte ich Optionsscheine für den größten Beschiss unter den Anlageklassen für den kleinen Mann. Die Emittenten schrauben an der implizierten Volatilität herum ohne, dass du es nachvollziehen kannst. Ich hatte mir am Donnerstag fünf Scheine von unterschiedlichen Emittenten mit gleichen Parametern auf die Liste gesetzt. Unterschiede von vier-fünf Prozent-okay, aber zwanzig und dreißig find ich dann nicht mehr okay. Das heißt die Emittenten durchtesten. Ich finde, es fängt schon an allen Ecken an zu qualmen. Wenn die Amis ihre Dollars weiter aus der Welt zurückholen, könnte es alsbald ungemütlich werden. Irgendwann verpufft die Wirkung den Dollar schwach zu reden, einfach weil die Anleger zu sehr damit beschäftigt sind den Dollar zurück zu holen.
Es stellt sich die Frage, ob der Anstieg im Dow der Glattstellung von Short- Gewinnen geschuldet war oder ob die Bullen gleich zu Handelsstart versuchten die Momentum Trader in Boot zu holen. Ist jedenfalls egal, denn wir nähern uns wieder der Ausgangslage von heute Morgen. Na ja – egal ist es nicht, weil ich einen Einstieg für eine Short-Position im Dow verpasst habe. Vielleicht versuchen es die Bullen (oder Stillhalter) nachher noch mal. Dafür bin ich im USD/CNH Long gegangen. Ich habe die Befürchtung wir stehen erst am Anfang der Abwertung des Yuan. Einstieg war bei 1,99 inklusive aller Gebühren 2,11, 100 StK (VA5KV8), Stopp bei 1,05. Die Knockout auf EUR/TRY kann man gar nicht mehr bezahlen. Wahrscheinlich haben die Emittenten die weitere Abwertung schon eingepreist und bringen keine neuen Scheine mehr raus. Dann kann es gut sein, dass die Emittierung neuer Scheine auf den Yuan auch alsbald aufhört. Ist natürlich nur eine Mutmaßung. Hier musste ich meinen Beitrag unterbrechen, weil meine Maus von der U-Bahn abgeholt werden wollte. Den Rutsch von siebzig Punkten im Dow hab ich verpasst. Da das Ganze nach mehr aussieht bin ich eben noch Short in den Dow mit dem OS CA1Q71 LZ 17.08.2018 zu 0,091 (alle Kosten inklusive- 2300 STk) gegangen. Heute Morgen bei Dax hat das nicht funktioniert, da bin ich ausgestoppt worden. Mal sehen was hier passiert. Wenn sich nicht bewegt bin ich nachher wieder draußen. Da sie jetzt ständig irgendwas von mir will, hab ich den Faden verloren. In diesem Sinne lassen wir uns überraschen.
Die Hexen tanzen schon in Vorfreude auf den Freitag aber die Bullen scheinen sich zumindest an den amerikanischen Märkten zu behaupten. Der OS auf den Dow ist mit sechzig Prozent Minus rausgeflogen. Das wird nichts mehr. Gerade bei diesen Spekulationen ist es wichtig den Überblick zu behalten. Und den hatte ich nicht. Mist. Wesentliche Elemente habe ich nicht gesehen, als ich kaufte. Der Dow tauchte während ich weg war ab, als ich wieder am Bildschirm war, sah ich 25.188 Punkte also unter den von mir für einen Absacken auf 25.000 präferierten 25200 Punkten. Was ich aber nicht sah- der Dow war schon wieder am stiegen. Also Anschiss. Aber diese Käufe aus dem Affekt heraus knallen bei mir immer wieder rein. Immer die Angst was zu verpassen. Ich bin schon gespannt wie es im Urlaub wird. Aber natürlich bin ich nicht schuld, sondern meine bessere Hälfte. Die- hat mich davon abgehalten am Bildschirm zu sein, wegen der habe ich ins steigende Messer gegriffen. M. Fugmann meint in seiner heutigen Ausgabe, die Carry Trades werden abgewickelt, weshalb unter anderem der amerikanische Aktienmarkt so stark ist. Vom Dow jedenfalls würde ich dies nicht behaupten. Es gibt momentan genug Krisen, die bis Freitag noch die Begründung für einen Kurssturz nachreichen können. Und ab Montag bin ich gespannt, wie steigende Aktienmärkte begründet werden wollen. Obwohl ich Erdogan nicht mag und er nach meiner Ansicht mit dem Rücken zur Wand steht, macht er doch den Mund auf und versucht den Amerikanern Widerstand zu leisten. Okay, es wird nichts bringen. Hat dieselbe Wirkung, als wenn eine Maus gegen den Stamm einer deutschen Eiche pisst. Aber im Gegensatz zu den Chinesen versucht er es wenigstens. Die Jammern scheinbar nur herum, anstatt etwas zu tun. Nicht das Vertrauen in die Wirtschaft leidet, sondern das Vertrauen in die Führung.
Natürlich ärgert es mich. Der OS von gestern wäre jetzt zumindest auf Einstand- und wäre ich sorgfältiger bei der Auswahl überhaupt gewesen, wären jetzt die hundert Prozent in einem anderen Schein drin gewesen. Aber wie sage ich so schön- auf hätte, wäre, wenn- ist geschissen. Jedenfalls ist der Verlust schon wieder drin, zumindest im abgesicherten Bereich. Die zweite Abwärtswelle läuft zumindest im Dow. Jetzt ist der Kampf um die 25.000 entbrannt. Die Stillhalter werden sich Gedanken machen, ob sie noch einmal versuchen den Markt im Umfeld steigender Unsicherheit hoch zu kaufen und hoffen das es zu Gewinnmitnahmen der Bären kommt- oder langsam Absicherungsgeschäfte vornehmen. Ich glaube allerdings, wir sehen gleich die 24 vor dem Punkt, wahrscheinlich noch, während ich das hier schreiben. Ich habe bei 25080 noch mal eine Position Short ( GM5D94 zu 0,57 188 Stück) ohne Stopp eröffnet. Dann ist das Trading- Konto leer. Heißt 200,00 EUR kommen erst wieder zum 31.08. hinzu. Klar juckt es mir in den Finger weitere Positionen und vor allem größere Positionen zu eröffnen. Zumal die Hebel der jetzigen Knockout weit gesetzt sind, so dass ich erst einmal nicht mehr spielen kann. Aber- wie macht man ein kleines Vermögen als Daytrader an der Börse? Indem man mit einem großen Vermögen anfängt. Der Ausspruch „Die Bank gewinnt immer“ hat seine Relevanz sowohl im Casino wie auch an der Börse. Außerdem- wo bleibt der Sportsgeist, wenn ich jetzt Geld nachschieße. Es geht ja gerade darum, entspannt zu spielen. Wie ich gerade sehe, gibt es Ermittlungen gegen Tesla und die Aktie gibt massiv ab. Mich würde interessieren, ob Elon Musk nach Abzug seiner Schulden noch Milliardär geschweige denn Millionär ist. Vielleicht haben seine letzten Eskapaden einen existenziellen Grund. Auch wenn es böse klingt, es würde mich nicht wundern, wenn der ins Wasser geht, im Falle eines Bankrottes. Denn, wie schon einmal erwähnt, nach meiner Empfindung hat er sich nur an den Erfolg anderer angehängt. Gut. Mittlerweile scheint an der Wallstreet auch angekommen zu sein, dass China ein Problem hat. Die Abwertung des Yuan geht munter weiter. Auf die EUR/TRY kann man auch keine Optionsscheine kaufen. Es wird kein Brief mehr angezeigt. Wenn ich mich irre, bitte einen dezenten Hinweis. Nachdem der Dow gerade unter die 25 getaucht ist, kam eine schnelle Gegenbewegung. Ja, die Hexen tanzen. Insofern entspannt bleiben. Das fehlt mir noch zu sehr.
Da kam die Nachricht von den Gesprächen zwischen China und den USA für die Stillhalter gerade recht. Ja, natürlich auch starke Unternehmenszahlen. Aber zurück zu den Gesprächen zwischen China und den USA. Deshalb schätze ich „finanzmarktwelt.de“. Die Finanznachrichten, die man braucht, auf den Punkt gebracht. Enttäuscht war ich, als Ronald Gehrt mitteilte, dass er mit dem „ing morning call“ aufhört. Den Neuen hab ich mir ein oder zweimal angehört. Um 4:30 Uhr morgens kann ich den nicht ertragen. Aber das ist nur mein subjektives Empfinden. M.Fugmann beleuchtete kurz die Situation und stellte fest, die Märkte stiegen mit der Nachricht, weil die Märkte steigen wollten. Relevanz, im Sinne von ernsthaften Möglichkeiten der Beilegung des Handelskrieges, ist dem Treffen nicht beizumessen. Trump wird einen Teufel tun und aus der Position der Stärke sich zumindest auf einen Kompromiss einzulassen. Diejenigen, welche ihr Gesicht verloren haben, scheinen die Chinesen zu sein. Die lassen sich echt vorführen. Trump hat sie echt bei den Eiern. Ich bin gespannt, wie sie es da wieder herausschaffen wollen. Irgendwann werden Fakten geschaffen.
Gut- oder nicht gut. Im Wesentlich bin ich ausgestoppt worden um die entstandenen Verluste durch Gewinne abzusichern.
Der Schein auf den Yuan ist noch im Spiel. Der Schein von gestern auf den Dow ohne Stopp ist ausgeknockt worden. Die Entscheidung vertrete ich auch jetzt noch. Bei 25590 bin ich erneut Short gegangen (UW9pt2 0,902 500 STK). Der Hebel ist moderat und der Abstand des Knockouts mit 26500 weit weg. Wobei- das hab ich gestern auch gedacht. Wenn morgen nicht noch ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert wird, müsste der Hexentanz langsam abnehmen. Und für mich sehen die Märkte immer noch nach Short aus. Insofern muss ich auch beachten, dass ich am Tage so gut wie nicht handeln kann. Insofern kann ich nicht kurzfristig die Richtung wechseln, sondern muss mich spätestens am Vorabend bis 21:30 Uhr festlegen. Ist zwar blöd, aber einem Feierabend- Trader bleibt halt nichts anderes übrig. Und die 15 Milliarden, welche Katar in die Türkei investieren will, werden nur ein Tropfen auf den heißen Stein bleiben, bei den dreistelligen Milliardenforderungen, die alle in Dollar notieren, denen sich die Türkei noch in diesem Jahr ausgesetzt sieht. Die Türkei wird sich der normativen Kraft des Faktischen über eher kurz beugen müssen. Oh, Trump hat getwittert. Die Chinesen können keinen akzeptablen Deal anbieten. Und? Fallen jetzt die Börsen? Sieht nicht so aus. Soviel zur Relevanz der Nachricht von heute Nacht. Es wurde ein Grund zum Steigen gesucht und jetzt wird der Grund zum Fallen geflissentlich überhört. Mal sehen, wann der Tweet zum Fallen der Märkte herhalten muss. Aber das Schöne bei dieser Volatilität ist es, dass es nie langweilig wird und sich jeden Tag neue Möglichkeiten ergeben. Jetzt noch eine kleine Beleidigung Trumps in Richtung China hinterher gezwitschert und der wir sind schneller da wo wir gestern aus dem Handel gegangen sind.
Der letzte Tag der Handelswoche. Krisen wurden heraufbeschworen, dann wieder abgesagt und flammen erneut auf. Die Hexen sind diese Woche so wild getanzt, wie schon lange nicht mehr. Erst ab Montag bzw. Dienstag wird sich zeigen, ob die Anstiege beständig bleiben oder lediglich dem kleinen Verfall geschuldet waren. Welche Gründe hatten die Kursbewegungen der letzten Tage? Die sich anbahnenden Krisen in China und der Türkei dürften es eigentlich aus Sicht der Wallstreet nicht wirklich gewesen sein? Was geht uns fremdes Elend an? Wie oft haben wir erlebt, dass Krisen in den letzten zwei Jahren wirklich dazu geführt haben, dass sich die amerikanischen Märkte davon beeinflussen haben lassen? Wenn überhaupt, dann kurzfristig, um daraufhin auf neue Höchststände zu klettern. Es ist für die amerikanischen Märkte ziemlich wurscht, ob es irgendwo in einer Ecke der Welt brennt. Ebenso soll der Anstieg, gerade des Dow auf einer möglichen Entspannung zwischen China und den USA beruhen- obwohl Humpi Trumpi bereits gestern mitgeteilt, dass es ihn herzlich wenig interessiert, was die Chinesen da nächste Woche vom Stapel lassen. Die Frage ist also, was könnte die Märkte langfristig dazu bewegen, zu steigen oder den Rückwärtsgang einzulegen. Für das konsequente Steigen fallen mir nur die Aktienrückkaufprogramme ein und die Wahrscheinlichkeit, dass die ganzen ins Land zurückgeholten Dollars irgendwo angelegt werden müssen. Nur für letzte Möglichkeit ist der Aktienmarkt zu klein und zu gefährlich. Es besteht durchaus die realistische Möglichkeit, dass dieses Geld in den Anleihemarkt fließt und so die Finanzierung der USA in der nächsten Zeit sicherstellt. Ob da nun ein perfider Plan dahintersteckt oder dies einfach nur Teil des Systemausgleiches ist, kann dahin gestellt bleiben. Bisher haben Verkäufe einzelner Länder von amerikanischen Staatsanleihen keine Reaktion hervorgerufen. Wie auch, wenn die Welt nach Dollar lechzt und jeder eingenommene Dollar sofort wieder zum Begleichen von Schulden ins System gepumpt werden muss. Man könnte sogar auf den Gedanken kommen, die Abwicklung der Carry-Trades dient dazu, die Welt bis aufs letzte Hemd auszuziehen. Es wird doch gerade gemutmaßt, dass Goldreserven von Schwellenländern verkauft werden- die eigentlich auf der Käuferseite standen, um an Dollars zu kommen. Wer kauft dann bitte schön das Gold? Vielleicht wird Fort Knox gerade wieder gefüllt um pünktlich zu einer Goldzählung in hellem güldenen Glanz zu erstrahlen. Vielleicht aber nur vielleicht haben wir es mit einem bis ins kleinste durchdachten Plan zu tun. Wahrscheinlich nicht- aber vielleicht. Es ist schon richtig, dass China die USA aufgrund der immensen Reserven an amerikanischen Staatsanleihen sprichwörtlich an den Eiern hat. Nur was nutzt das, wenn man den Trumpf nicht ausspielt, um wenigstens Stärke zu zeigen. Stattdessen wird durch dieses schwache Auftreten die eigene Position sowohl nach innen, wie außen geschwächt. Nach innen wird dies umso schlimmer wirken, wenn plötzlich der neu entstandene Mittelstand in China wieder in Lehmhütten umziehen und auf´s Plumpsklo gehen muss. Ich glaube nicht, dass China die Ressourcen hat, einen langen Handelskrieg mit Amerika zu überleben. In der letzten Finanzkrise hat China die Welt wirtschaftlich gerettet (eine Krise die primär durch die Amerikaner ausgelöst wurde) und sich dafür verschuldet. Jetzt bedankt sich Amerika dafür, indem es diese Schwäche ausnutzt. Aber wenigstens haben die Deutschen laut einer Umfrage bestätigt, dass man mehr zu Russland und damit zu China halten sollte, als zu den Amerikanern, welche die Welt als ihren eigenen Selbstbedienungsladen sehen.
Ein kleiner Exkurs, ich hatte seit langem wieder einmal einen Mittagsschlaf. Also ich glaube nicht, dass die nach Amerika fließenden Dollar unbedingt in den Aktienmarkt fließen. Man sagt bekanntlich, der Aktienmarkt nimmt die Zukunft vorweg. Insofern ist davon auszugehen, dass die Gewinnwarnungen und der negative Ausblick einzelner Unternehmen Marktteilnehmer dazu bewegen werden auszusteigen, von einzelnen Eskapaden, wie gestern zum Beispiel, mal abgesehen. Dementsprechend kommen Unternehmen wie Applied Materials und NVidia auf meine Liste, um den Markt zu beobachten. Beide Unternehmen hätte man entspannt mit Ansage ab Morgens Shorten können. Auch das zeigt, dass die Reaktionen zwar im Ergebnis heftig ausfallen, aber der Erkenntnisprozess langsam einsetzt. Die letzte Analyse bei guidants fragt, warum der US Markt seit gestern wieder steigt? Na wegen der Nachricht. Welcher Nachricht? Na der Nachricht, dass eine chinesische Handeldelegation nach Amerika reist. Aber der Donald hat doch gesagt ... Interessiert gerade kein Schwein, was der Donald sagt.
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