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Bundeswertpapiere (Seite 138)



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Montag war es dann an der Börse doch eher langweilig. Und nein- keine zwei-drei Prozent Minus im Dax in einem Rutsch. Erst ab Dienstag tanzte der Bär und er tanzt noch immer. Die letzten Tage habe ich ab Dienstag auf einem Stühlchen draußen auf der Weide bei den Schafen verbracht, immer in der Hoffnung, dass die Internetverbindung nicht zusammenbricht. Mit dem heutigen Tag habe ich meine Verluste im Depot ausgeglichen. Das hatte mit Trading nichts mehr zu tun, sondern war reine Zockerei mit Kurzläufern. Hätte auch ins Auge gehen können. Lediglich die zweihundert Euro zum Ersten des Monats kamen als frisches Kapital dazu. Inzwischen ist es wieder weitaus angenehmer mit dem eigenen Internetzugang zu spielen. In den letzten Tagen war die Stimmung dementsprechend ein –wenig- angespannt. Kann passieren. Ich überlege mir jetzt diese mobile Internetverbindung von Vodaphone zuzulegen. Mal schauen. Die Knockout, die laufen werde ich nachher eng absichern. Keine Ahnung wie die Börsen reagieren, wenn die Entscheidung über die Handelssanktionen veröffentlich werden. Ich tippe auf 10 Prozent mit der „Option“, dass die Sanktionen kurzfristig aufgehoben werden, wenn die Chinesen „Die“ und „Die“ Bedingung erfüllen. Das könnte einen Spike nach oben schon in der Nacht bei den Asiaten geben. Eigentlich müsste man die Gewinne der Woche mitnehmen. Für Teilgewinne sind die Positionen zu klein. Der Yuan zeigt jedenfalls noch keinen Stress an. Jetzt muss ich die Stimmung erst einmal wieder geradebiegen. Möglichst ohne finanzielle Aufwendungen- sonst ist das Konto wieder leer.
Nun hat Humpi Trumpi auch Japan ins Visier genommen. Soll er mal machen. Keine Ahnung, ob das wieder ein (Hahnen)Kamm aufblasen war oder da noch etwas nachkommt. Jedenfalls scheinen die groß angedrohten Sanktionen gegen China plötzlich nicht mehr relevant zu sein. Wahrscheinlich sind die schwebenden Verhandlungen mit Kanada momentan wichtiger. 14:30 Uhr werden die Arbeitslosenzahlen und die Stundenlöhne veröffentlicht. Mich persönlich interessieren vor allem die Stundenlöhne. Schauen wir doch mal, ob sich die Inflation bereits in den Löhnen niedergeschlagen hat. Also nachdem FED-Paule schon in seiner Antrittsrede im März bemängelte, dass die Mehrheit der Amis wenig qualifiziert sind und auch in manchen Analysen in der letzten Zeit geäußert wurde, dass das Wirtschaftswachstum von zu wenig qualifizierten Arbeitskräften behindert wird, gehe ich von einem geringen Jobwachstum aus. Gleichzeitig aber werden die Lohnkosten über 0,3 Prozent gestiegen sein. Warum sollte man auf ein gutes Gehalt verzichten? Brauche ich nur vor die eigene Tür zu schauen. Mangel an qualifizierten Arbeitskräften führt zu Konkurrenzkampf um die Arbeitskräfte, führt zu höheren Löhnen und führt zu erhöhter Inflation. Das sieht nach einer weiteren (von vielen) Zinserhöhung im Dezember aus. Einem stärken Dollar und weiter absackenden Börsen. Oder? Wir werden sehen. Bis kurz vor Start an den Amibörsen halte ich sowieso die Füße still. Möglich Ausschläge werde ich mir anschauen, warten bis der Pulverdampf verzogen ist und dann handeln. Natürlich reizt es mich Recht zu haben und vorher ein entsprechende Position zu eröffnen. Nur nachher ist Kohle weg, bloß weil man (also ich) nicht noch zehn Minuten gewartet hat. Ich frage mich sowieso immer, wie die extremen kurzfristigen Ausschläge bei solchen Event zustande kommen. Was bringt das? Blind in den Markt hineinzukaufen und drei Minuten später ist alles anders? Da soll mir jemand mal erklären. Nee, wirklich. Ich denke, der Nasdaq wird weiter abschmieren. Auf den werde ich mich konzentrieren. Gespannt bin ich auf die Kurse von Gold und Dollar im kurzen Zeitfenster. Höhere Inflationserwartung gleich ein steigender Goldpreis, aber gleichzeitig erhöhte Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung und damit Dollarstärke. Eigentlich geht das nicht.
Das war gestern voll die Verarsche. Nicht einen Euro Rendite. Die Stundenlöhne deuten mit 0,4 Prozent auf einen erheblichen Inflationsdruck hin und dementsprechend die Börsen erst einmal im Rückwärtsgang und der Dollar stark. Okay. Nun hatte ich mich persönlich für einen Short im Nasdaq entschieden und dort für einen kurz laufenden Optionsschein- so wie in den letzten Tagen auch. Kaum war die Order ausgeführt, war der Schein „plötzlich“ dreißig Prozent weniger wert, obwohl der Nasdaq immer noch fiel. Schön in die Falle des Emittenten reingetappt. Mal schnell die Vola heruntersetzen und so den Schein von eben nach gleich verbilligen. Die dreißig Prozent Verlust sofort in Kauf nehmen oder in der Annahme, die Börse fällt weiter, den Schein halten und wenigstens zum Einstand rauskommen. Was dann passierte ist bekannt. Kurz nach Eröffnung der Monsteranstieg im Nasdaq. Erst dachte ich, irgendein FED-Mitglied hat große Reden geschwungen. Okay, muss man mit rechnen. Wie sich nachher herausstellt, hat Mr. Kudlow seine Sicht der Dinge in einem CNBC Interview kundgetan und die Börsen temporär hochgejagt. Ist zum Schluss nicht viel übrig geblieben- und das an einem Freitag. Das war dann so ein Tag, an dem die Praxis die Theorie eingeholt hat. Es hat sich gestern wieder sehr schön gezeigt, die Börse ist zu einem großen Spielcasino verkommen und der Großteil der Teilnehmer spielt falsch. Das ist kein Klagen (auch wenn ich sauer bin- keine Rendite), sondern das verinnerlichen einer einfachen Wahrheit. Womit habe ich nicht gerechnet? Das der Emittent bescheißt. Lösung: Nicht abwarten, Verlust hinnehmen (den Verlust hinnehmen- sich eingestehen, dass man beschissen wurde, den Verlust realisieren- akzeptieren, dass man selbst verantwortlich ist) und ein anderes Produkt wählen. Jetzt wo wir wahrscheinlich in eine sehr volatile Börsenphase eintreten, wird es ratsam sein, einen großen Bogen um Optionsscheine zu machen. Die Emittenten werden vermehrt ihre Interessen wahren und die Optionsscheine über die Vola anpassen. Und da sieht man wieder- jede Medaille hat zwei Seiten: Keine Rendite am Freitag, aber die Erkenntnis ab jetzt einen Bogen um Os`s zu machen. Das hat gestern nicht nur den einen Emittenten betroffen. Ich habe noch OS auf Tesla bei dem der starke Kursrückgang den Wert des OS hätte nach oben katapultieren müssen, hat sie auch erst- bevor der Schein abschmierte. Hat also nichts mit Zeitwertverlust zu tun. So wie es derzeit aussieht ist der Weg an den Börsen vorerst nach unten offen. Das größte Potential für die nächste Woche sehe ich immer noch im Nasdaq/Short oder im Hang Seng. Gerade, weil der Anstieg am Freitag im Nasdaq wieder abverkauft wurde. Allerdings ist jetzt zumindest mit vermehrten Verbalinterventionen zu rechnen, solange alles noch in der Schwebe ist. Der Yuan ist aufgrund der Dollarstärke bei fast 6,87- und das unmanipuliert. Nach Jochen Stenzel damit am Anfang des roten Bereichs. Das heißt die Schwellenländer geraten mit ihren Währungen ebenfalls wieder unter Druck. Jetzt muss wirklich eine Menge verbaler Dünnschiss in die Luft geblasen werden, damit alles zusammengehalten werden kann oder- der Trump muss gehen. Nach Schiller: Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen. Trump hat es geschafft, die Rezession in den USA nach hinten zu verschieben und die Börsen nach Amtsantritt zu pushen. Und toll- dieses Jahr kann laut Definition sowieso keine Rezession mehr in den USA einsetzen- dafür sind zwei aufeinanderfolgende Quartale mit Stagnation oder Rückgang notwendig. Ein stiller Abgangs Trumps- (egal wie) könnte den Abschwung noch einmal für eine ganze Weile aufhalten. Trump ist zu Risikofaktor geworden, weil er es vermasselt hat. Hoffentlich passiert ihm nichts. Zumindest sollte der Deal mit Kanada abgeschlossen werden, damit die amerikanischen Börsen und damit der Rest der Welt aufatmen können. Wir werden abwarten müssen, ob Trump Zugeständnisse gegenüber Kanada macht, damit der Deal über die Bühne geht.
Heißt es nicht, dass die Saisonalität auf fallende Kurse im September schließen lässt? Und insbesondere in Jahren von Zwischenwahlen gilt dies ohnehin? Bis jetzt sehe ich, jedenfalls an den amerikanischen Börsen nichts davon. Während alle anderen Märkte am Abkacken sind, steigen und steigen die amerikanischen Börsen. Wäre insofern nicht problematisch, wenn ja, wenn die amerikanischen Börsen nicht die Leitbörsen der Welt wären, mit einem Anteil von über fünfzig Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung. Kommentatoren haben schon mehrfach auf diese ungesunde Divergenz zwischen den amerikanischen Märkten und dem Rest der Welt hingewiesen. Weiterhin wird vorgetragen, dass Trump so kurz vor den Zwischenwahlen nur gute Nachrichten braucht und um Himmelswillen keine sinkenden Börsen. Wie man Börsen oben hält oder sinkende Börsen nach oben bringt, haben wir letzten Freitag gesehen, als ein Mr. Kudlow sich nur hinstellen musste und von der besten aller Welten schwärmte und diese Woche, dass die USA wieder hochrangige Gespräche mit China aufnehmen wollen. Das Zwischengrätschen von Trump am Freitag hat lediglich ein weiteres Ansteigen der Börsen verhindert. Auf der anderen Seite hat man (also ich) das Gefühl, mit jeden weiteren Ansteigen der Börsen wird die Luft dünner und die Marktteilnehmer vorsichtiger. Kein Wunder. Die Konflikte sind nicht geklärt und schweben wie ein Damoklesschwert über dem Markt. Anderseits überall die Meinungen, keine Rezession in Sicht, vielleicht erst in 2020, Schulden- kein Problem usw. Schon eine schwierige Lage, wenn man nicht in kürzeren Zeitfestern in unterwegs ist. Als nächster Trigger ist jetzt der kleine Verfall am Freitag in Sicht. Und danach ist es die FED-Sitzung am 24.09.. Anfang der Woche, nachdem ich mir beim Nasdaq noch mal die Finger leicht verbrannt habe, bin ich Flat. Der nächste Trade ist erst bei der Zinserhöhung der FED vorgesehen, wenn der Dollar einen Impuls erhält. Vor- und Nachspiel des kleinen Verfalls schaue ich mir von der Seitenlinie an, es sei den, des ist ein möglicher Trend Short zu erkennen. Long, selbst kurzfristig werde ich nicht gehen. Aufwärtstrends beruhen momentan lediglich auf Fake News und Propaganda, d.h. sie können jederzeit in sich zusammenbrechen und ich dann mittendrin. Es ist durchaus möglich, dass jetzt noch einmal eine Phase der zeitlich begrenzten Entspannung im Umfeld der amerikanischen Zwischenwahlen einsetzt, nur das dies nachhaltig sein wird- daran glaub ich nicht. Das Wirtschaftswunder in den USA frisst sich selbst auf. 2019 wird die FED mit der Erhöhung der Leitzinsen wahrscheinlich nicht hinterherkommen. Aber das ist jetzt noch Zukunftsmusik. Wer sich immer noch mit Kryptowährungen beschäftigt, der hat bereits festgestellt, dass viele Währungen ihre Ausbruchslevel vom Dezember 2017 erreicht haben. Lediglich Bitcoin hält sich noch entsprechend. Auch so eine Divergenz ...
Trump scheint ja nun doch Zölle einführen zu wollen. Allerdings wie erwartet lediglich in Höhe von 10 Prozent. Die Ami-Märkte scheinen es nicht ganz zu glauben. In freudiger Erwartung mal in Dow mit Knock out und Nasdaq mit Hebelzertifikat Short gegangen. Allerdings enger Stopp, sollten die Zölle nicht kommen oder die Märkte in blinden Patriotismus steigen. Der Verfall könnte deshalb zum Katalysator nach unten werden. Da die Zölle wahrscheinlich erst nach Börsenschluss verkündet werden (könnten), gehe ich das Risiko jetzt schon mal ein.
Keine Ahnung, was in den Köpfen amerikanischer Anleger vorgeht. Aber die Wallstreet hat sich die Dinge schon immer schön geredet. Heute ist FED- Sitzung. Da mit einer Zinsanhebung zurechnen ist, bin ich eben EUR/USD Short gegangen, da vermutlich zumindest nach der Zinsanhebung der Dollar zeitweise stärker werden sollte. Insofern hoher Hebel UV7X1X Einstand 0,87 Stopp 0,44 Limit 1,70. Schauen wir mal.
Also echt jetzt. Ich bin in den öffentlichen Dienst gegangen, damit ich weniger arbeiten muss und entspannter abends nach Hause komme. Ich habe den Eindruck, dass ich in einer Abteilung gelandet bin, in der nie Schluss ist. Dazu habe ich nach dem Urlaub mein Ressort übernommen und bin fast ausschließlich damit beschäftigt, den übernommenen Haufen an Akten soweit aufzuarbeiten, dass ich und jeder andere Dritte damit arbeiten kann. Und das bei laufendem Geschäftsverkehr. Dementsprechend schaue ich mir abends lieber noch einen Anime an, als das ich mich mit dem Thema Börse auseinandersetze. Und da bin ich beim nächsten leidigen Thema, welches mir die Laune verhagelt. Wie sagte M.Fugmann jüngst in seinem Marktgeflüster: Alles voll normal. Der Markt steigt im Vorfeld, in der Hoffnung, dass es eine Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit geben wird. Humpi Trumpi erlässt die Strafzölle- und der Markt steigt, weil er nicht sofort fünfundzwanzig Prozent, sondern erst einmal nur zehn Prozent verhängt hat. Kurz nachdem die FED die Zinsen angehoben hat, wird der Dollar nicht etwa stärker- nein, er wertet erst einmal bis 1,18 ab- weil die Marktteilnehmer die Aussagen der FED falsch verstanden haben. Da sieht man wieder, wie weit es mit dem rationalem Denken der Menschen her ist. Anderseits: Verrückt ist der, der immer das gleiche tut und andere Ergebnisse erwartet. Wobei, meinen Spruch finde ich besser: Wer immer das tut, was er immer tut, bekommt auch nur das, was er immer bekommt. Damit meine ich natürlich mich. Nicht der Markt ist schuld, dass ich verliere, sondern ich selbst. Wenn ich ein bis drei Positionen im Markt habe, ist die Wahrscheinlichkeit sowieso schon recht hoch, dass es schief geht. Wenn von zehn Positionen, die zudem nicht miteinander korrelieren dürfen, vielleicht zwei oder drei ins Plus laufen, ist man gut. Wie ich erwartet habe, nimmt die Volatilität zu und wird vermutlich noch weiter zunehmen (bevor sich der Markt für eine Richtung- natürlich nach unten entscheidet). Da darf ich aber nicht bockig sein, wenn der Markt in die entgegengesetzte Richtung dreht, wenn ich gerade eingestiegen bin. Ob der Richtungswechsel nun durch Fake News ausgelöst wird oder weil den Marktteilnehmer gerade so ist. Warum nun diese Volatilität? Die Mutmaßung: Schlicht und einfach Unsicherheit. Während ich vom Grundtenor ein Bär bin, sind unsere amerikanischen Freunde halt in der Mehrheit des Marktes Bullen. Allerdings können auch die sich auf Dauer nicht den Gegebenheiten entziehen. Eine Gradwanderung zwischen Hoffen und Bangen. Was heißt das für mich? Dem Markt in dieser Phase fernbleiben. Kann ich nicht. Jeder Tag birgt eine neue Chance, nicht nur an der Börse. Ich habe angefangen Positionen mit niedrigem Hebel aufzubauen. Vornehmlich mit Faktorzertifikaten, die dann aber eng abgesichert sind. Mal sehen, wie weit ich komme. In diesem volatilen Umfeld werde ich bei Knockouts vermehrt die Kombiorder einsetzen. Wirtschaftlich gesehen, sitzen die USA meiner Meinung nach auf dem Schleudersitz. Die Veränderung in Form der Inflation wird wahrscheinlich schlagartig kommen. Inflation ist keine mathematische Größe, sondern ein von Menschen durch Vertrauensverlust hervorgerufener Zustand. Nicht umsonst wird von Inflationserwartung gesprochen. Und wir alle wissen, wie unstetig wir Menschen sind. Das klappt schon mit der Inflation. Der nächste Verfall ist am 19.10.. Aus meiner Sicht wurden die Börsen im Vorfeld der Verfallstage nach oben getrieben und blieben dann dort oben liegen, bevor eine –noch- bessere Nachricht über die Ticker lief. Es stellt sich deshalb schon, die Frage, wie weit die Stillhalter die Börsen (natürlich nur ein Faktor) noch nach oben treiben können. Der Verfallstag liegt in den Blackout Periode und die Börsenkurse sind bereits bis Anschlag hochgefahren. Die Luft wird dünner. Wird wohl eine Menge von den Ausblicken der Unternehmen anhängen, wenn sie erste Schätzungen unter den Strafzöllen abgeben können. Insofern können ab jetzt allein die Verfallstag das System destabilisieren. Muss Kudlow eben sein Bett bei CNBC aufstellen.
Die ansteigende Inflation kann sehr schnell zu einer krassen Schuldendeflation führen.
Konto wie Flasche leer. Nicht ganz, aber fast. Leider habe ich vergessen die Stopp-Marken über den Monatwechsel zu erneuern und beim Anstieg des Dows hat es dann eine Position zerrissen. Nach gut. Muss ich erstmal wieder Geld nachschießen. Auch das erinnert mich irgendwie an ein Spielcasino, wenn Omi`s oder Hausfrau an der Kasse den Kassierer drängend fast weinerlich auffordern, die EC-Karte doch noch mal durch zuziehen, obwohl das Limit schon längst erreicht ist. Na gut, so weit ist es bei mir noch nicht- aber trotzdem ein teureres Hobby. So langsam habe ich meine Gewinne aus der Kryptomanie Anfang des Jahres an die Emittenten abgetreten. Es kommen wieder runde Marken in Sicht, die ziehen. Dow 26800 und Nasdaq 7700 Punkte und die 3000 Punkte in S&P sollten durchaus auch noch drin sein. So wie ich mir an den Kopf fasse und davon ausgehe, jetzt müsste der Markt fallen, gehen die immer optimistischen Amerikaner bei Kenntnis der gleichen Informationen genau vom Gegenteil aus. Durchsetzen tut sich derjenige mit der größeren Brieftasche. Derzeit bringt es bei den Amerikaner nichts, auch nur irgendein noch so durchdachtes Szenario zu entwerfen. Aufgrund der Tatsache, dass der Anstieg den amerikanischen Börsen keinen fundamentalen Grundlagen folgt, sondern vielmehr den reinen Emotionen der Marktteilnehmern unterworfen ist, ist es gefährlich sowohl Short wie auch Long zu gehen. Natürlich kann man auch darauf spekulieren, dass die in die USA zurückkehrenden Dollarse munter in die amerikanischen Börsen investiert werden. Na dann ist noch genug Platz nach oben. Ich habe in irgendeinen Buch von Kostolany mal gelesen, dass die Börsen kurz vor dem zweiten Weltkrieg stiegen, weil der Beginn des Krieges absehbar war und man nicht wusste, was man mit den Geld noch tun sollte. Langfristige Investitionen waren eh sinnlos. Irgendwie finde ich die Situation vergleichend. Niemand scheint Bock auf große Investitionen zu haben, weil man vielleicht durchaus davon ausgeht, dass das Kartenhaus alsbald zusammenfällt. Die Big Boy am Markt sind doch nicht blöd und investieren stumpfsinnig in Long, anders vielleicht als Homer Simpson. Und anders als Homer Simpson stehen die mit ihren Geld ganz schnell an der Seitenlinie, während es irgendwelche trägen Pensionsfonds oder Privatinvestoren im Crash zerreißt, weil die nicht schnell genug reagieren können. Ich finde die Marktlage eher gefährlich als eindrucksvoll. Genauso sieht es in Europa mit Italien aus. Während der Finanzkrise gingen die Horrorszenarien reihum, was passiert, wenn Italien den Weg Griechenland gehen würde. Die Jahre vergingen- und nun nach sechs Jahren wird es „endlich“ gefährlich. Man muss nur warten können. Und warten ist mein Problem- wenn ich zocken will. Jetzt werde ich mich ganz dolle zusammenreißen und auch mal warten. USD/CNH habe ich wieder auf der Watchlist, wahrscheinlich steige ich bei 6,86 ein. Ebenso warte ich, dass der Hang Seng noch mal zurückkommt. Bei MIB habe ich mir mal ein paar Papiere auf die Liste gesetzt, mal sehen wie die sich so entwickeln. Letztens wollte ich ein Short auf Tesla kaufen, die Order wurde einfach nicht ausgeführt. Also der Emittent (Buchmacher) hat die Wette nicht angenommen. Und wir wissen ja- Emittenten sind verpflichtet rein kommende Oders auszuführen, auch wenn sie die Scheine verkauft haben.
Meine Fresse. Es ist vier Uhr und ich liege seit drei Uhr wach. Und das am Wochenende. In der Woche stehe ich um vier auf- und da will ich lieber noch im Bett bleiben. Eine Woche Stress liegen vor uns. Wir haben jetzt entschieden, unsere Zeit in der Uckermark zu beenden. Dementsprechend muss das Haus ausgeräumt werden und diverse Rückbauten müssen angefangen werden. Mittlerweile kostet uns dieser Schritt keine Überwindung mehr. So kann es auch kommen. Angeschafft wurde das Grundstück da draußen als Fluchtburg- vor der Hektik und dem Stress der Großstadt aber auch vor brennenden Großstätten. Insofern muss ich mir überlegen, was mit fünfhundert Kilo Dosen passiert. Alles andere fliegt in den Container und gut ist. Die Vermieter gingen mir schon immer auf den Sack, aber jetzt haben sie es halt übertrieben. So ein typisches linksliberales Paar, denen es wichtiger ist „Ihre“ Äpfel aus dem Garten zu ernten (wegen Bio und so) als das Haus in Schuss zu halten. Wenn man kein Geld auf der Naht hat, drei Kinder und einen teuren gehobenen Mittelklasselebensstandard pflegt, ist man auf jede Mark angewiesen. Wir dachten man kann das Haus vor dem Verfall retten und ihnen abkaufen. Das war dann zu blauäugig gedacht. Solange Einnahmen fließen, werden die ihr Goldene Gans nicht hergeben. Na jedenfalls wird die Kündigung ein Schock. Ohne einen erheblichen Kapitalaufwand lässt sich die Immobilie am Arsch der Welt nicht mehr einfach so vermieten- und wer weiß, wenn denen das Geld ausgeht und die Deflation zuschlägt, dann kann man billig einsammeln. Aber das ist so ein typischer Fall, der darauf schlissen lässt, dass gerade dem Mittelstand eine (mögliche- sehr wahrscheinliche) Deflation ganz böse auf die Füße fallen wird. Ich kaufe Dinge, wenn ich sie mir leisten kann. Unter Umständen kann ich mir daher Dinge nicht sofort kaufen. Dann muss ich erstmal verzichten. Der Standard hingegen ist- wir geben Geld aus, was wir noch nicht haben. Und da die Zukunft eine unkalkulierbare Schlampe ist und der Mensch generell vom Ist-Zustand ausgeht, fallen viele gerade derzeit noch gut verdienende Mittelstandsfamilien nachher böse auf die Schnauze. Meine Schwester hat mich gerade letztens per Mail darüber informiert, dass sie mich zu Weihnachten auslädt. Zu sehr sei es mir anzusehen, wie sehr ich ihren Mann hasse. Bevor sie ihren jetzigen Mann kennenlernte, hatte sie ein dickes Plus vor ihrem Vermögen. Nach vier Jahren Ehe steht da ein dickes Minus, Tendenz weiter abnehmend. Der Typ ist nichts, hat nichts (mitgebracht), wird niemals etwas sein (kognitiv schwach)- hat aber ein riesiges Ego. Wenn wir alle demnächst den Gürtel enger schnallen müssen, kann es durchaus sein, dass aus verschuldet ganz schnell überschuldet wird. Gibt man diese Statusänderung auch bei Facebook an? Ein Jahr oder zwei Jahre sind schnell vorbei. Nicht umsonst heißt es, die Zeit verfliegt. Wir werden jetzt sehen, ob FED-Paule dem Markt jetzt seine Partystimmung nachhaltig verdorben hat oder ob dies jetzt oder im nächsten Quartal die Unternehmen selbst sein werden, die ihre Gewinnprognosen weiter senken. Aber die Gefahr kommt eh vom Anleihemarkt. Allerdings stellt sich für mich gerade eine interessante Frage: Die Inflationserwartungen in den USA steigen, mittlerweile wird schon ganz leise darüber gesprochen, dass die FED aus dem Zyklus der Zinsanhebung nicht so schnell aussteigen kann. Ursache für die Inflation ist die Überhitzung der Wirtschaft und der Handelskrieg (der noch nicht mal richtig ausgebrochen ist). Wenn sich die amerikanische Wirtschaft abkühlt, würde die FED einfach die Zinsen senken, also den wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen. Kann sie das aber? Was ist mit der Inflationswirkung des Handelskrieges? Solange der (Handels)Krieg tobt, könnte die FED doch die Zinsen überhaupt nicht senken. Nicht zu vergessen, dass die Anleiherenditen steigen, weil unter anderem die ausländischen Käufer amerikanischen Staatsanleihen wegen des starken Dollars fernbleiben. Respektive China klammheimlich seine amerikanischen Staatsanleihen verkauft, um Druck auf Amerika aufzubauen. Langsam, um keine Panik auszulösen aber dennoch so stark, um die Amerikaner zur Aufgabe zu zwingen. Und über Europa brauchen wir nicht zu sprechen. Italien ist nicht Griechenland. Und in diesem Umfeld ist es mir wichtig, meine Kohle zusammenzuhalten, Schulden habe ich zum Glück nicht und einen vielleicht nicht so gut bezahlten Job zu haben, der aber „sicher“ ist.
Knappe vier Tage und das Gröbste des Auszuges liegt hinter uns. Die Möbel, welche in unserer Wegwerfgesellschaft für Umme rangeschafft wurden, sind innerhalb von zehn Minuten in einem Knack-Auto verschwunden. Das gleiche gilt für technische Geräte, wie Rasenmäher, Bodenhacke usw., wie auch diverse Haushaltsgeräte. Quasi alles, was die Nachbarn nicht wollten. Was weg ist, brummt nicht mehr. Klar, diese Dinge hatten irgendwann mal einen Anschaffungspreis. Wenn man auf Flohmärkten unterwegs ist, bekommt man von den Verkäufern oft zu hören: „Neu hat das mal ... gekostet.“ Oder auf den Flohmarktbörsen wie ebay- Kleinanzeigen werden fast Neupreise mit der Begründung aufgerufen, die Sache sei erst ein halbes Jahr alt und daher fast wie neu. „Fast wie neu“- ist eben nicht neu. Alltägliche materielle Dinge haben keinen Wert. Deshalb ist es meines Erachtens nach so wichtig, sich zu überlegen, wofür man sein sauer verdientes Geld ausgibt und dem Drang zu widerstehen, sich sein Leben mit nutzlosen Dingen zu verstopfen. Es gibt einen deutschen Song, der das alles sehr gut beschreibt. Also weg den Scheiß. Die Unmengen an Textilien, ob Kleidung, Bettzeug und was weiß ich, wurde in den Kleidercontainern der umliegenden Dörfer verteilt. Der Rest wird nach und nach auf dem Wertstoffhof abgegeben. Das einzige was kosten wird ist der Maler, der die Bude noch mal durchweißt. Spätestens Ende Januar sind die laufenden Kosten beendet. Anfang Februar steht dann ein erheblicher Batzen freigewordenes Geld zur Verfügung. Während die Vermieter unter Zugzwang geraten werden. Keine Einnahmen, dafür monatlich laufende Kosten- und die Aussicht so schnell keinen Mieter mehr zu bekommen. Jedenfalls nicht, ohne entsprechende Investitionen zu tätigen, die mindesten zwei bis drei Jahresmieten entsprechen werden. Vielleicht haben sie Glück, allerdings in Anbetracht der durch die Vernachlässigung verursachten Schäden, brauchen sie ziemlich viel Glück. Wahrscheinlicher versuchen sie ohne finanziellen Aufwand die Bude zu vermieten. Das wird dauern. Bis dahin werden die Zinsen soweit gestiegen sein, dass sich der Immobilienmarkt abkühlt. In den Großstädten wahrscheinlich nicht so schnell, in den unbewohnten Randgebieten der Republik eher exponential. Gleichzeitig fallen immer mehr und mehr Käufer aus, weil das Geld nicht mehr so locker sitzt und nach und nach kommt die beginnende Rezession zum tragen. Die Zinsen sind gestern etwas zurückgekommen- na und? Der langfristige Trend kennt nur eine Richtung. Auch hier heißt eben die Devise warten. Natürlich wird man später als Aasgeier beschimpft werden. Warum eigentlich? Weil man den eigenen Konsum nicht vorweggenommen hat, sondern sein Geld zusammenhielt? Unsere Elitennieten haben die Zukunft der nachfolgenden Generationen geopfert. Der normale Pöbel hat seine eigne Zukunft verkonsumiert. Klar ist es noch nicht sicher, ob wir jemals in unser kleines Häuschen als Eigentümer zurückkehren werden. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür steht nicht schlecht. Und wenn es das nicht ist- viele verarmte Hausbesitzer werden dann schöne Grundstücke haben. Dieses Jahr gab es keine Chance für mich den dicken Reibach zu machen. Aber wie gesagt- jeder Tag kann aus heiterem Himmel die Chance bieten, das große Los zu ziehen. Nur man muss sie halt erkennen –und- den Mut haben zu zugreifen. Mal sehen, was so außer der Reihe kommt. Jedenfalls wird die große Korrektur an Aktienmärkten die Möglichkeit eröffnen, aus einem kleinen Geld ein großes zu machen. Klar habe ich gerade mein Konto leer gemacht und musste nachfüllen. Allerdings habe ich meinen Handel angepasst, die gewonnene Erkenntnis mitgenommen und jetzt geht es auf einem ganz anderen Level von vorne los (hoffentlich). Ohne Fleiß kein Preis, ohne Moos nixs los.
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