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Bundeswertpapiere (Seite 189)

eröffnet am 05.11.08 12:40:59 von
neuester Beitrag 26.10.21 11:19:17 von

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13.11.08 23:05:06
Beitrag Nr. 12 ()
Ich finde es schon lustig, vor drei Monaten haben unsere ehrenwerten Politiker absolut verneint, dass Deutschland in eine Rezession abgleiten könnte. So nun haben wir sie offiziell. Alle Zeitungen sind voll davon. Und nun? Na, wahrscheinlich wird sie nur bis in die Mitte des nächstes Jahres dauern, aber dann … . Dann aber geht es wieder aufwärts. Bis dahin- kauft bitte ökologische Autos, denn wir haben euch ja von der KFZ- Steuer befreit. Wir legen auch ein Konjunkturprogramm auf, um die Wirtschaft zu stützen. Blöd nur, wohin sollen die ganzen Produkte verkauft werden, wenn weltweit niemand Geld hat, um sie abzunehmen. Die Konjunktur global hat sich erledigt. Allerdings stellt sich die Frage, wer wird vom Konjunkturprogramm profitieren? Der Mittelstand mit einer Eigenkapitaldecke von 10% oder irgendwelche Großkonzerne, die sich bis jetzt immer arm gerechnet haben. Der erste Autozulieferer steht vor dem aus. 2100 Arbeitsplätze sind gefährdet. Als Nokia ihr Werk geschlossen hat und 2300 Arbeitsplätze wegfallen sollten, noch ein Riesen Aufschrei. Nun, bis jetzt kein Wort von den Volksvertretern. Na ja, dass wird bald normal werden, da lohnt kein Protest mehr. Hauptsache ihr wählt eueren Volksvertreter wieder. Der verspricht euch alles wird besser, wenn ihr ihn wählt. Im Bedarfsfall kann er immer noch auf Art. 38 GG verweisen, bin nur meinem Gewissen unterworfen (oder der Parteiführung).

Politik muss sich immer den Gegebenheiten anpassen. Natürlich könnt ihr mal bei ihm vorbeischauen, wenn es dann bei euch zu betriebsbedingten Kündigungen gekommen ist. Ganz höflich fragen, warum es mit den Versprechungen nicht geklappt hat.

Was ich eigentlich damit sagen will ist, hört auf zu Glauben der Staat wird euch helfen. Wer jetzt nicht anfängt selbst zu denken und alles was einem vorgesetzt wird in Frage zu stellen, verliert. Das gilt gerade für den konservativen Anleger, der sein hart erarbeitetes Vermögen und damit seine Familie schützen will.
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12.11.08 20:03:07
Beitrag Nr. 11 ()
Heute mal eine Überlegung zur sicheren Anlage Immobilie. Okay Finanzkrise, bevorstehende Wirtschaftskrise. Ich lege mein Geld in einer Immobilie an. Was für eine? Ein Haus, eine Eigentumswohnung oder ein Mietshaus?
Solange ich ein Hausgrundstück zu privaten Zwecken kaufe, könnte die Rechnung aufgehen. Ich spare mir die Miete und wende das Wohngeld zu eigenen Zwecken auf. Gut, weil das Wohngeld ( also die laufenden Kosten ) geringer ist als der Mietzins . Allerdings sollte ich auch hier einige Dinge beachten. Kaufe ich ein gebrauchtes Haus sollte ich Besonderheiten - wie hoch ist der Grundwasserspiegel, Schichtwasserproblematik, bin ich auf Grunddienstbarkeiten angewiesen, - bedacht werden. Außerdem sollte ich mir die Bauunterlagen vor Vertragsabschluss vollständig aushändigen lassen. Meist können hier Mängel im Vorfeld festgestellt werden. Wie hoch sind meine finanziellen Reserven; sollten doch versteckte Mängel auftreten. Ein Verfahren dauert lange, doch wenn öffentlich rechtliche Auflagen zu erfüllen sind, muss gleich bezahlt werden.
Ist das Haus neu sollte ich mir die Bauunterlagen auch ansehen, da die Gewährleistung in der Regel auch nur fünf Jahre beträgt.
Will ich eine Eigentumswohnung kaufen, sollte ich als erstes auf die Rücklagen schauen, sonst kann es ein böses Erwachen geben, wenn auf einmal das Dach neu gedeckt werden soll. Außerdem sollte ich feststellen, wie sich die Eigentümergemeinschaft zusammensetzt.
Beim Mietshaus sollte ich darauf achten, wie solvent die Mieter sind, gerade in Bezug auf die künftige Krise- nicht dass eine Zwangseinweisung droht, womit ich in der nächsten Zeit rechnen muss.
Bei all dem ist zu beachten, dass ich nicht in die Fänge von Lone Star gerate. Diese Heuschrecken haben Sicherheitsgrundschulden aufgekauft und dann über die Grundschuld in bediente Kredite zwangsvollstreckt. Unsere Politik wollte ja entgegenwirken, allerdings haben sie , nachdem diese Unmöglichkeit schon bekannt waren, die IKB an Lone Star für 800 Millionen verkauft, nachdem sie 10 Milliarden in sie hineingesteckt haben.
Unsere Steuergelder. Politikervertrauen pur.
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11.11.08 22:52:36
Beitrag Nr. 10 ()
Wenn ich mal mein Portfolio beschreibe komme ich momentan auf 60% physisches Gold und Silber. Warum dieses archaische Investment. Erstmal liebe ich es, wenn es glänzt. Mein Schatz. Aber im Ernst. Seit 2001 steigt Gold und auch Silber fortwährend. Wer dort eingestiegen ist, hat schon ein beachtliches finanzielles Polster. Okay, ich habe erst 2005 meine erste Position aufgebaut. 2005 habe ich mich das erste Mal wirklich mit der Materie befasst. Ausschlaggebender Punkt war die Onlineüberwachung der Konten durch das Finanzamt. Mittlerweile haben wir ja eine einheitliche PIN , mit der jede Behörde deinen finanziellen Status abfragen kann. Und da sind wir an dem Punkt. Jede Anlage bei der Bank oder vergleichbaren Institutionen kann abgefragt werden. Ich bin ein offenes Buch. Was aber passiert , wenn ich arbeitslos werde und keine Arbeit mehr finde? Was passiert, wenn meine Frau oder ich plötzlich krank werden und plötzlich in eine der tollen staatlichen Reha- Einrichtungen eingeliefert werden ( in der ich liebevoll umsorgt werde) und meinem Partner saftige Rechnungen jeden Monat präsentiert werden ? Bis 10.000 Euro kann ich Gold/ Silber momentan noch anonym kaufen. Ich stelle hier eindeutig klar, dass jeder im betreffenden Fall seine gesamten Vermögensverhältnisse im Fall von Hartz IV oder ähnlichen Konstellationen nach dem SGB offen legen muss!!!
Gold/ Silber sind also bei den Banken verhasst, weil ich dem System Geld entziehe. Mein Bankberater kann nicht permanent mein Portfolio umschichten, um Provisionen zu kassieren. Zinsen bekomme ich keine, aber eine permanente Wertsteigerung. Dem Staat entziehe ich mich der Kontrolle, das Schlimmste was es gibt.
Noch was, ihr müsst den Chart seit 2007 vernachlässigen, denn der ist nur Spekulation.
20% halte ich in konservativen Minenwerten, dass heißt große Produzenten. Ich denke diese Werte werden eine gute Rendite bringen. 10% in spekulativen Werten, wobei ich hier Rückschläge hinnehmen muss. Der Rest Cash.
Ich glaube dieser Staat ( eine Minderheit von Entscheidungsträgern) zieht uns die Hosen aus.
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11.11.08 20:44:48
Beitrag Nr. 9 ()
da mir langweilig ist und das Thema sichere Anlage trotzdem interessant bleibt, hier mal ein Link zum sicheren Geld. die wiwo beschäftigt sich momentan recht intensiv mit dem thema.

http://www.wiwo.de/finanzen/gibt-es-eigentlich-sichere-anlag…
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09.11.08 22:11:08
Beitrag Nr. 8 ()
Nann das war es wohl hier, vielleicht hätte man den Thread so umschreiben sollen: Wie komme ich als konsevativer Anleger durch die Krise. Sorry, wenn ich ihn abgewürgt habe. Hätte mich auf auf eine Diskussion gefreut, manchmal sieht man nicht über den Tellerrand.
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07.11.08 18:38:26
Beitrag Nr. 7 ()
Momentan bleibt dir als konservativem Anleger nichts anderes übrig. Allerdings würde ich nicht länger als ein Jahr anlegen. Die Banken werden Montag die Zinsen für die bestehenden Sparanlagen senken. Anfang des Jahres hätte ich dir vorgeschlagen, 40% physisches Gold, 40 % kurzfristige Sparanlagen und den Rest Cash. Allerdings ist der Goldmarkt für Privatanleger fast ausgetrocknet.
Die Höchstanlagedauer beträgt in Deutschland 30 Jahre

http://www.bundesschuldenverwaltung.de/
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07.11.08 16:07:44
Beitrag Nr. 6 ()
Mich würde die längste aktuell mögliche Laufzeit interessieren?
In Frankreich gibts doch Anleihen mit 50 Jahre Laufzeit? :confused:
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07.11.08 07:32:03
Beitrag Nr. 5 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.857.897 von spielkind0815 am 06.11.08 19:01:19So betrachtethast du Recht!
Also "Finger weg von Bundeswertpapieren" und lieber als Tagesgeld anlegen?:confused:
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06.11.08 19:01:19
Beitrag Nr. 4 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.849.817 von MOAB am 06.11.08 08:59:14Nur wenn du der Ansicht bist, dass die staatlich verordnet Inflation von 3 % real ist. Gebildet aus einem Warenkorb von 750 Produkten, die je nach belieben unterschiedlich gewichtet werden. Ich halte mich lieber an die Gleichung Inflation = Geldmengenwachstum – Wirtschaftswachstum. Dafür spricht der Grundgedanke, dass einer entsprechenden Geldmenge eine gleiche Menge an Sachgütern entgegenstehen muss. Danach haben wir eine Inflationsrate von etwa 12%. Natürlich vernachlässige ich mal die momentane Deflation bei Konsumgüter ich kauf mir ja nicht jeden Tag ein Fernseher oder Auto- aber Essen muss ich jeden Tag.
Die zehnjährigen Anleihen haben 3,8 % gebracht. Nach der hedonischen Inflationsberechnung hast du dein Kapital erhalten nach der Wiener Schule einen erheblichen Teil deines angelegten Vermögens verloren. Und jetzt überleg mal, wie du vor zehn Jahren mit 2000 DM über den Monat gekommen bist und wie weit du heute mit 1000 Euro kommst, bei gleichem persönlichem Lebensstandard. Das geht dann in Richtung gefühlter Inflation die Einkommensabhängig ist. Also eine Wertvernichtung von 8% finde ich schon übel
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06.11.08 08:59:14
Beitrag Nr. 3 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.843.897 von spielkind0815 am 05.11.08 19:19:24Nein, eher von der gefühlten Inflation.
Ich bin mir bewusst, dass die Anlage (und damit auch die Verzinsung) von Bundeswertpapieren z. Zt. bestenfalls die Inflationsrate kompensieren kann.
Wenn man aber bedenkt, dass die EZB wahrscheinlich noch in dieser Woche den Leitzinssatz um bis zu 0,75 Punkte senken wird, erscheinen m.E. die "Bundespapiere" doch nicht das "größte aller Übel" zu sein??
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