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Bundeswertpapiere - Die letzten 30 Beiträge



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Government Shutdown ....

Heißt wörtlich übersetzt „herunterfahren der Regierung“. Regierungspartei und Opposition konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Haushaltsplan einigen und damit die Verschuldungsgrenze hoch setzen. Es geht bei diesem formellen Akt nicht darum einen durchgeplanten Haushalt zu haben, sondern lediglich darum, sich darauf zu einigen noch mehr Schulden anzuhäufen. Trump, in seiner naiv - kindlichen Art hat zwischendurch vorgeschlagen, diesen formellen Akt einfach abzuschaffen. Und sind wir ehrlich- es handelt sich lediglich um einen formellen Akt, eine einmalige Einigung über eine automatische Anpassung der Schulden und man ist das ganze Hick-Hack los. Ja, denkste. Dieser formelle Akt hat ganz schön Sprengkraft in sich. Die Regierungspartei muss sich die Zustimmung der Opposition erkaufen. Die jeweilige Opposition ist damit in der Lage, ihre Interessen durchzusetzen. Insofern wird keine Oppositionspartei jemals darauf verzichten. Jetzt wird ab Montag die Regierung heruntergefahren, sprich Staatsbedienstete müssen Zwangsurlaub machen. Der letzte Shutdown hat einen Schaden von 24 Milliarden USD angerichtet- in zwei Wochen? Auf die Aktienmärkte hatte der (letzte) Shutdown nicht „die“ Auswirkung. Es stellt sich also die Frage- wird es diesmal anders? „Diesmal wird alles anders“ könnte- diesmal- wirklich Realität werden. Die Big Player am Markt brauchen scheinbar einen Grund ihre Positionen aufzulösen. Der Government Shutdown könnte so ein Grund sei, allerdings nicht unmittelbar sondern in Folge weiterer Faktoren, die durch die Wallstreet bisher standhaft ignoriert wurden. Zum einen, die Fahnenstangen- Chart. Geht das? Aus einem Aufwärtstrend nach oben ausbrechen? Dann ist damit zu rechnen, dass die USA nicht nur durch die chinesische Dagong , sondern auch durch Moody`s, Fitch und S&P, herabgestuft werden. Das schickt die amerikanischen Anleihen weiter auf Talfahrt und erhöht die Zinsen. Geld wird weiter teurer, Gift für die Aktienmärkte. Da sich das Klima zwischen China und den USA weiter abgekühlt hat, könnte China wieder „laut“ darüber nachdenken, zumindest die Anleihenkäufe einzuschränken. „Das“- könnte zu dem seit Jahren immer wieder thematisierten Crash am Anleihemarkt führen. Und wenn die Anleihen crashen... .
Zudem stellt sich die Frage- wie lange wird der Shutdown andauern? Der ganze Schlamassel ist entstanden, weil sich Trump wieder wie ein Elefant im Porzellanladen benommen hat. Wenn der weiter herumbockt, kann sich die Angelegenheit hinziehen. Auch die Verschwörungstheorie darf nicht außer Acht gelassen werden. Gibt es eine bessere Gelegenheit, einen unliebsamen Präsidenten zu diskreditieren? Genau ein Jahr nach Amtsantritt ist das Land pleite. Ich, als Demokraten, würde die Verhandlungen schön ziehen. Trump provozieren, ihn damit zu weiteren unbeholfenen Twitter- Aussagen animieren. Den Schwarzen Peter hat er jetzt ja schon. Muss man halt aufpassen, dass ...

... die Welt nicht heruntergefahren wird ...
Bildung ...

Nachdem mir meine Zaubermaus vorletztes Jahr mit der Maßgabe in den Arsch getreten hatte, ich solle mir gefälligst einen Job suchen, überlegte ich, was wäre ein krisenfester Job. Und- wo muss ich nicht zuviel arbeiten. Ich erinnerte mich daran, dass ich schon während meines Studiums als Wachschutzmensch gearbeitet habe. Schön die Nachtschicht, wo man seine Ruhe hat und mit wenigen Ausnahmen nicht gestört wurde. Damals vor zwanzig Jahren gab es noch richtig Geld fürs Nichtstun in diesem Job. Leider leben wir in Deutschland in einer Schein(e)gesellschaft, so dass heutzutage eine Sachkundeprüfung oder Unterrichtung nötig ist, um als Wachmann zu arbeiten. Ich entschied mich für einen dreimonatigen Kurs als Sicherheitsfachkraft. Die Kosten mit dreitausendsiebenhundert Euro empfand ich als annehmbar, wenn man bedenkt, was Bildung sonst so kostet. Nur leider hat mir niemand gesagt und der „Studienberater“ dieser Sicherheitsakademie wohlweislich auch nicht, dass die Mehrheit, quatsch Mehrheit- alle außer mir, also die Teilnehmer dieses Kurses vom Arbeitsamt mehrheitlich dazu verdonnert wurden. Von den fünfundzwanzig Teilnehmern waren lediglich fünf oder sechs dabei, die den Kurs aus freien Stücken besuchten und auch einen Plan hatten. Ein großer Teil der Bocklosen bestand aus jungen Erwachsenen, die zu blöd waren, sich die Schuhe zuzubinden und der andere Teil aus Menschen, die noch nicht solange in Deutschland leben und die Sprache Deutsch nicht sicher beherrschen. Wobei- ein sehr großer Teil der jungen Erwachsenen waren nach ihren ethnischen Merkmalen sehr wohl Volksdeutsche, allerdings bestand zwischen mir und ihnen am Anfang durchaus eine Sprachbarriere. Jetzt verstehe ich auch wirklich, was bildungsferne Schicht bedeutet. Überdies schienen ihnen Umgangsformen vollkommen fremd zu sein. Und der lapidare Lernstoff wurde ebenfalls nicht verstanden. Da man als Wachmann auf die Öffentlichkeit losgelassen wird und der Job eigentlich eine große Verantwortung in sich birgt, ist es echt gerechtfertigt eine Prüfung abzulegen- bevor man die auf die Menschheit losgelassen wird. Bei der Sachkundeprüfung vor der IHK fällt bereits die Hälfte im schriftlichen Test durch. Kein Wunder, wenn man kein Bock hat und zudem strohdoof ist. Nein, ich bin nicht arrogant. Die sechs Teilnehmer, die wollten, haben alle bestanden, selbst ein Iraker der nicht so richtig deutsch konnte, hat mit hängen und würgen bestanden, weil er unbedingt wollte. Also einerseits bezahlt die BA Leuten einen Bildungskurs für schlappe viertausend Euro den die überhaupt nicht wollen und anderseits sind die Kurse unter aller Sau und ihr Geld nicht wert. So ein Kurs steht und fällt mit den Dozenten. Es gab durchaus gute Dozenten- den wesentlichen Rest allerdings konntest du in der Pfeife rauchen. Da wurden tatsächlich Filme gezeigt, um die Kursteilnehmer zu beschäftigen. In einem Fall ist der Dozent dabei eingepennt. Meine Regressansprüche scheiterten- weil ich alle Prüfungen bestand. Und solange diese Sicherheitsakademie ihre Zertifizierung bekommt ist eh alles in Ordnung. Am Ende des Kurses habe ich mich mit dem Chef vons Ganze mal unterhalten. Fazit, es gibt „Premiumkurse“ und es gibt Kurse bei denen man von vornherein weiß, dass jeder Aufwand umsonst wäre und da die BA zahlt- was soll`s. Ich sag ja, du wirst beschissen, wenn du dabei stehst. Gut ich hab den Schein und darf jetzt offiziell Wachmann spielen. Okay, die Branche ist anrüchig und sollte stärker reguliert werden. Nichtsdestotrotz ist es ein Wachstumsmarkt und wenn man sich weiterbildet kann man auch schon jetzt ordentliche Stundenlöhne erzielen. Vor allem ist der Job krisensicher. Wachpersonal wird immer gebraucht. Außerdem ist es die einzige Branche die ich kenne wo Alter, Gewicht, Krankheit oder Intelligenz nicht die Rolle spielen. Fakt ist eins: Wir gehen wirtschaftlich schwierigen Zeiten entgegen. Die Hochkonjunkturphase wird nicht für immer anhalten. Das einzig was uns vor Armut schützt ist Bildung. Bildung sollte auf jeden individuell ausgerichtet sein, den nur so ...
... kann man sein Leben gestalten ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.747.343 von Geniator am 17.01.18 19:36:44Na ja, so eine Erwartungshaltung hatte ich ursprünglich auch. Aber in allen Bewerbungsgesprächen ging es u.a. darum, wie man mit Mehrarbeit zurechtkommt und ob man eine effektive Arbeitsweise hat. Nächste Woche habe ich ein zweites Gespräch (!) in einem Auswahlverfahren. Entweder ich hab mir die falsche Behörde ausgesucht oder der Wind wird rauher.:keks:
Resümee ...

Ob die Erholung an der Kryptofront heute Nacht (aus unserer Sicht) nachhaltig sein wird, bezweifle ich. In Seoul und Tokio ist es jetzt Nachmittag. Kleine, arbeitslose, koreanische und japanische Jugendliche haben den Vormittag über die Kurse nach oben gezockt. Nun wird es Zeit die Gewinne mitzunehmen und die Kurse wieder nach unten zu prügeln. Sind eigentlich die einzelnen Kryptobörsen abgeschlossene Handelsräume? Bei so vielen erheblichen unterschiedlichen Kursen muss es ja so sein. Irgendwann habe ich mal gehört einer Börse gehen die Bitcoins aus. Schöne Scheiße. Deswegen sind die Kurse an den vor allem koreanischen Börsen wesentlich andere als an den übrigen Börsen, weswegen das Portal coinmarketcap ein Teil der koreanischen Börsen bei der Preisfindung ausgeschlossen hat. Im Übrigen- sind die Bestrebungen der koreanischen und chinesischen Regierungen, die Zockerwut einzudämmen vom Tisch? Insofern ist immer noch Vorsicht angesagt. Die amerikanischen Börsen steigen weiter. In Hinblick auf den Zeitpunkt einer Konsolidierung haben ich mich verschätzt, dass wäre nicht so ein Problem. Allerdings hat der ungebremste Anstieg bereits nachhaltige Spuren bei den Short – ETF`s hinterlassen. Die Pfadabhänigigkeit schlägt langsam zu Buche (Berechnung von Schlusskurs zu Schlusskurs). Das heißt, Dienstag muss ich mir wohl oder übel Gedanken darüber machen die Positionen wieder aufzulösen. Morgen ist kleiner Verfall. Bis dahin werden die Kurse in die richtige Richtung für die Stillhalter von Optionen geschoben. Ob dann ab Dienstag/Mittwoch angefangen wird, Kasse zu machen, wird sich zeigen. Vielleicht zeigt ein morgiger Government Shutdown Wirkung. Für Gold könnte es ab Anfang Februar schwerer werden. Neujahrsfest ist am 16.02.2018 und die Vorbereitung darauf fangen Anfang Februar an. Sprich- Kohle muss her. Dies gilt auch für Kryptowährungen, wahrscheinlich sogar mehr noch. Das war es dann mit meiner halbmonatlichen Zwischenbilanz. Sieht nicht so prickelnd bei den kurzfristigen Anlagen aus. Sollte die Korrektur dann mal endlich starten, werde ich mal Faktorzertifikate ausprobieren. Nur irgendwelche Trades auf dem Papier sind langweilig und zeichnen auch nicht wirklich die Anlegersituation wieder. Deshalb sind Kryptos zum Zocken so interessant- kaum Gebühren. Da kann man auch mit wenig Einsatz ein paar Prozent mitnehmen. Wer echt blöd, wenn die Chinesen und Koreaner einem den Spaß versauen. Gut, der kurzfristige Plan steht erstmal grob. Heute werde ich mal anfangen Bewerbungen für ein Minijob im Wachschutz schreiben. So richtig Bock habe ich gerade nicht-

... aber Plan bleibt Plan ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.734.014 von spielkind0815 am 16.01.18 19:16:49Es gibt keine Langeweile im öffentlichen Dienst, glaube mir. Was meinst du, wie eine Dienststelle routiert, die im Grunde absolut nichts zu tun hat! Bedarfe erfinden und Lösungen entwickeln, dat isset. .......... Mir steht noch der Schweiß auf der Stirn. :cool:
Geduld ...

Fragt mich nicht woher, aber irgendwo her habe ich den Spruch, dass Frauen geduldiger seien als Männer. Frauen müssen zehn Monate ein Ei ausbrüten und das dauert halt. Da kann nichts beschleunigt werden und da muss Frau und Mann (weil Mann gerechterweise die Unleidlichkeiten der Frau ertragen muss) durch. Wenn Frau sich die ganze Zeit mit, „wann kommt das Kind, wann kommt das Kind“- aufreiben würde, wäre doch die Vorfreude dahin. Insofern Eile mit Weile. Meine Erfahrungen mit dem Geduldigsein habe ich im letzten Jahr gemacht. In der heutigen Zeit werden Menschen die es ruhiger angehen lassen oft Opfer des Zorns ihrer Mitmenschen. Die Frage ist nur- handeln diese Stoiker zwar langsamer aber dafür genauer oder handelt es sich wirklich um Typen, denen man die Schuhe im Gehen besohlen kann? Weil man selbst so ungeduldig ist, bekommt man das nicht mit. Nicht selten kommt es dann vor, dass man selbst von diesen Typen überholt wird. Gerade jetzt weitet sich zum Bleistift die Konsolidierung bei den Kryptowährungen aus. Heute Nacht wurde meine letztes Stopp bei 1,24 EUR gerissen, heute Morgen waren wir 1,30EUR und jetzt dümpelt der Ripple bei 1,13 EUR herum. Zwischen 0,60 und 0,70 EUR hoffe ich wieder zu kaufen. Klar, als ich heute Morgen meinen Kaffee in der Hand hatte, der Stopp gerissen und der Kurs wieder in Richtung Norden marschierte, gab es den kurzen Impuls- kaufen, kaufen, der Kurs rennt dir weg. Erfolgreich konnte ich diesen unterdrücken. Und nun? Warten, darauf was passiert. Warten ist langweilig. Momentan warte ich darauf, dass eines der vielen Bewerbungsgespräche auch einmal zum Erfolg führt. Mein Ziel ist klar, ich weiß was ich will und weiß warum ich es will. Das sowohl als auch ist hier wichtig. Nur das dauert. Auch das weiß ich(das es dauert, meine ich). Und weil es dauert birgt das Warten Gefahren in sich. Doch einen Job annehmen, den ich nicht will, Langeweile haben und die daraus resultierenden Dummheiten, stinkig werden und meine Freundin ärgern. Also ist es notwendig sich Beschäftigung zu suchen. Sinnvolle Beschäftigung- und das wird schwer, erfordert es doch ein hohes Maß an Selbstmotivation. Und ehrlich- die habe ich gerade überhaupt nicht. Das hohe Maß an freier Zeit hat ein gerade ein Überangebot über die Zeit geschaffen, das meinen Tatendrang erheblich einschränkt. Ich werde mir also einen Job suchen, so einen 450 EURO Job, den die SPD unter Schroeder mit seiner Agenda 2010 geschaffen hat, um den Arbeitsmarkt zu destabilisieren. Das Wachgewerbe habe ich mir dafür ausgesucht. Den Schein hab ich und wenn ich nur einen kleinen Teilzeitjob will, dürfte die „Überqualifikation“ nicht so die Rolle spielen. Auch hier werde ich sehen. Wichtig ist es jedenfalls einen Plan zu haben. Die Zeit mag immer schnelllebiger geworden sein, allerdings sind wir Menschen es nicht. Wenn man mal einen Schritt zurückgeht, erkennt man, dass diese Schnelllebigkeit desaströse ist, weil selbst die Antreiber nicht mitkommen und sich Fehler über Fehler einschleichen, die entweder nicht behoben werden und zur Mittelmäßigkeit führen oder der ganze Scheiß korrigiert werden muss, was im Endeffekt mehr Zeit in Anspruch nimmt als ursprünglich eingeplant war. Etwas anderes ist es, sich eine effektive Arbeitsweise anzueignen, die Zeitersparnis bei guter Qualität schafft. Die Fülle an Sprichwörtern zur Geduld zeigt, welchen Stellenwert diese Eigenschaft (heute: Soft Skill) schon in vergangener Zeit eingenommen hat. Manchmal ist ...

... langsamer nicht wirklich schlechter ....
Zynismus ...


Bei meinem Streifzug durchs Internet habe ich ein Witz gelesen, „Trifft ein Asylant eine Fee“. Gibt man bei google den entsprechenden Suchbegriff ein finden sich mindestens zwei Varianten. Inhalt des Witzes ist, dass ein Asylbewerber viele materielle Wünsche hat, welche die Fee mit Verweis auf das deutsche Gesetz erfüllt. Erst als der Asylbewerber sich wünscht ein Deutscher zu werden, lösen sich die zuvor gewährten Wünsche wieder auf und die Fee sagt zu dem Asylbewerber, er sei jetzt Deutscher und müsse arbeiten. In der DDR gab es auch eine Menge dieser Art von Witze: Warum ist das Toilettenpapier so hart? Damit das letzte Arschloch rot wird, KONSUM= Kauft ohne nachzudenken schnell unseren Mist usw. und fort. Aber eigentlich handelt es sich nicht um Witze, auch nicht politische Witze, sondern um blanken politischen Zynismus. Oskar Wilde sagt einmal, Zynismus ist die Kunst, die Dinge so zu sehen, wie sie sind und nicht, wie sie sein sollten. Insofern prangert der politische Zynismus einen gesellschaftlichen Umstand an, mit dem zumindest ein Teil der Gesellschaft nicht zufrieden ist bzw. ihn unerträglich findet. Da sich dieser Umstand nicht oder nicht auf Dauer ändern lässt und er in der Gesellschaft insgesamt nicht öffentlich diskutiert werden kann oder darf, stellt der politische Zynismus ein Ventil dar, welches versucht den Frust abzubauen und gleichzeitig Widerstand gegen die von wenigen aufgestellten Konventionen zu leisten. Nehmen wir die durch die Alt -Parteien verursachte Flüchtlingskrise in Deutschland. Ein breiter öffentlicher Diskurs wird der Gesellschaft verwehrt. Wer nicht bedingungslos für Flüchtlinge in Deutschland ist, ist grundsätzlich menschenverachtend gegen Flüchtlinge. Es gibt nur eine staatliche Doktrin. Wer dieser Doktrin nicht folgt, muss sich jedes von ihm gesprochene oder geschriebene Wort zweimal überlegen, da an jeder Ecke Spitzel regierungsnaher Organisationen oder Weltverbesserer stehen, die nur darauf warten, betreffende Äußerungen zur Anzeige zu bringen, damit dieses nicht konforme Verhalten sanktioniert wird. Politischer Zynismus, so wie ich ihn verstehe, ist immer ein Indikator (einer von vielen) dafür, wie frei eine Gesellschaft ist. Es wird deshalb interessant zu beobachten sein, inwiefern sich der Zynismus in nächster Zeit ausbreiten und welche Themen er aufnehmen wird. In Betracht könnte als nächstes die Entscheidung der SPD-Basis kommen. Heute habe ich mit halben Ohr gehört, wie jemand von der SPD-Generalität die Basis aufforderte „ihrer Führung doch Vertrauen zu schenken“. Ich kann mich natürlich auch verhört haben. Sollte die SPD- Basis einknicken, könnte daraus bestimmt ein schöner Gassenhauer werden. So unter dem Motto: „Die SPD verriet ihr Wort und die Geschichte spülte sie dann fort ...“ Wir werden sehen, wie unfrei wir in der nächsten Zeit werden und wie zynisch wir dem begegnen werden.

... unser Dämel sitzt in Memel ...
Warten wir es ab ...

Ein Land, dass von außen zerstört wird, kann wieder aufgebaut werden, ein Land welches von innen zerstört wird, ist dem Untergang geweiht. Die Parteiführungen von CDU/CSU und SPD haben sich also darauf geeinigt, erneut zum Wohle unseres Landes eine große Koalition zu bilden. Am 21.01. wollen Martin Schulz und der Rest seiner Führungsriege der Basis empfehlen, die getroffenen Vereinbarungen anzunehmen und eine Koalition zu bilden. Es wird interessant zu sehen, wie die Basis der SPD hiervon überzeugt wird. Gibt es eigentlich noch Müntefering, der hat doch immer den Einpeitscher gespielt, wenn es etwas Unliebsames durchzuboxen galt. Nicht umsonst wird die Basis auch mit dem gemeinen Fußvolk, den Parteisoldaten, verglichen. Aber auch in einer Armee oder Partei kann es zu einer Meuterei kommen, wenn zu viele schlechte Entscheidungen getroffen werden. Denn es stellt sich immer die Frage, wem nützt es? Eine große Koalition, sprich eine Beteiligung an der Regierung, nutzt unmittelbar nur der Clique um Martin Schulz (der noch in der Wahlnacht- ohne dazu gezwungen worden zu sein- aber wahrscheinlich ohne Absprache mit der SPD- Generalität, einer großen Koalition eine Absage erteilt hatte). Die Großen bekommen ihre Posten zurück und damit ihren Salär (sprich die dreißig Silberlinge). Das es mit den Überzeugungen von Berufspolitiker nicht sehr weit her ist, konnte man im letzten Monat sehen, indem zwei abgewählte Politiker gleich in die Lobbyarbeit von Steinkohle und Paketdienst wechselten. Und je weiter man zurückschaut, desto mehr Beispiele finden sich. Insofern frage ich mich immer auf welcher Grundlage diese Frauen und Männer Politik betreiben. Das ist jetzt keine Floskel. Welche Überzeugungen treiben Parteibonzen aller Couleur an, eine Politik zu betreiben, die sich in ihrer wesentlichen Ausrichtung und Ausführung gegen das Land und die seine Bürger richtet? Nicht falsch verstehen. Es geht nicht um einzelne Parteien. Es geht darum, dass ein gewählter Volksvertreter eigentlich das Beste für sein Land will. Das die Herangehensweise gemäß der politischen Überzeugungen eine andere ist als die einer anderen politisch ausgerichteten Partei, ist klar und macht die Meinungsvielfalt aus. Niemand hat die einzig richtige Lösung. Nein, ich meine die Tatsache, dass der bestehende Parteienblock seit Jahren nicht mehr wirklich Politik für Deutschland betreibt sondern für andere, Außenstehende. Es ist doch nicht verwunderlich, dass Verschwörungstheoretiker davon ausgehen, dass Politiker in ihren Handlungen fremd bestimmt sind. Der Mensch braucht einfache Erklärungsmuster und – manchmal stellt sich im nachhinein heraus, dass ein Fünkchen Wahrheit bestand. Interessant wird es, wie die Parteisoldaten der SPD entscheiden. Die Basis hat nicht wirklich etwas davon, dass oben mitregiert wird. Die einzelnen bekommen die Gemütslage der Bevölkerung ungeschminkt mit. Die erkennen die langsame Erosion ihrer Partei in die Bedeutungslosigkeit –und sie werden nicht von Machtansprüchen korrumpiert. Ich glaube schon, dass auch ein Martin Schulz das erkannt hat. Allerdings hat der das Problem, dass er dem Machthunger der Parteigeneralität ausgesetzt ist. Warten wir ab, wer sich durchsetzt. Solange nicht gegen uns regiert wird, ist die weitere Zerstörung zumindest unterbrochen. Also abwarten, ...

... und Tee trinken ...
Sudden Death ...

Letztens wusste ich nicht mehr genau, wann der Neue Markt begann zusammenzubrechen. In seinem „Morning Call“ kommentiert Ronald Gehrt die Geschehnisse an der Börse und gibt einen vermeintlichen Ausblick. Thema war die absolute Sorglosigkeit an den Börsen in USA. In diesem Bezug verwies er darauf, dass der Neue Markt im März 2000 den „Sudden Death“ erlebt. So wie der Markt gestern in Amiland gleich zu Beginn hochschoss war schon Wahnsinn. Euphorie nennt man so etwas. Es stellt sich schon die Frage, wie ein Markt steigen kann, wenn eigentlich schon alle investiert sind. Aha ja richtig, man kann einen Wertpapierkredit aufnehmen. Wenn ich einen Artikel zu den Margin Loans richtig verstanden habe, sind zur Zeit die Wertpapierkredite zwar schon ziemlich hoch- aber es wäre noch Platz nach oben. Die Party könnte also noch weitergehen. Allerdings glaube ich immer noch, dass die „Großen“ irgendwann den Stecker ziehen werden, wenn sie meinen es reicht. Außerdem fangen die Zinsen für Anleihen wieder zu steigen, zehnjährige amerikanische Anleihen sind über den Widerstand von 2,5 Prozent gegangen, was eine interessante Alternative zum Aktienmarkt bietet. Welchen Vorteil hätte die Umschichtung? Für große Anleger hat dies immense Vorteile. Ein großer, liquider Markt, der überdies sicher erscheint und nunmehr die gleiche Rendite aufweist wie die durchschnittliche Dividendenrendite des S&P 500. Geht man davon aus, dass es sich bei einem Teil der Großen um Pensionskassen und Funds handelt, die nicht die Absicht haben „morgen Reich zu werden“ sondern deren oberstes Gebot Sicherheit heißt entsteht ein plausibler Grund, warum die Party demnächst vorbei sein könnte. Hinzu kommt- Geld wird immer teurer werden und die Zinsen werden steigen. Mal sehen wie sich der Bund Future entwickelt. Wenn er unter 159 geht, werde ich mal einen Short versuchen. Bis auf die Short ETF`s läuft es. Aufgrund des geringen Hebels ist der momentane Verlust einkalkuliert. Besser als Aktiensparen in Long - ETF im Moment. Der Cost- Average wird so manchem ETF- Sparer im Bärenmarkt auf die Füße fallen. Genauso, wenn alle aus den ETF`s raus wollen. Momentan gibt es am Markt mehr Gefahren als Chancen für den Kleinen Mann. Die größte Gefahr entsteht allerdings in ihm selbst. Aus Faulheit oder bloßer Ignoranz alles ausblenden. Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Aber solange die Paletten in Deutschland Mangelware werden muss ich mir keine Sorgen machen. Oder? Klar, die Nachricht hat bei mir ein Lächeln hervorgebracht. Allerdings gibt es einen Hintergrund zu dieser Nachricht, die mich auch den Kopf schütteln ließ und Befürchtungen hinsichtlich einer möglichen Rezessionsbewältigung durch Unternehmen erstarken lässt. Ein entfernter Bekannter von mir arbeitete als Ing. für Holztechnik für einen Hersteller für Paletten. Irgendwann liefen wir uns über den Weg und er erzählte, die Firma habe pleite gemacht, weil zu viele Fehlentscheidungen durch die Geschäftsführung getroffen worden seien. Obwohl sie mehrfach durch das Fachpersonal darauf hingewiesen wurde, kam es nicht zu einem Umschwenken in der Firmenpolitik. Also eine Palettenfirma geht in der Boom-Zeit für Paletten Pleite. Dann kann man sich ausmalen, was passiert, wenn der Wind rauer zu wehen beginnt und die Zeiten des billigen Geldes zur Neige gehen. Eine unangenehme Folge des Sudden Death ist es, er ...

... kommt plötzlich und unerwartet ...



https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt
Murmeltiertag ....

Ich denke jeder kennt den Film „Murmeltiertag“ mit Bill Murray. Der Protagonist muss ein und denselben Tag wiederholen. An einer Stelle des Films erkennt man- es vergehen Monate. Zuerst spielt der Held wilde Sau nachdem er festgestellt hat, dass seine Handlungen keine Konsequenzen haben. Dann jedoch verfällt er in Depressionen, die sogar im mehrfachen Suizidversuchen münden. Er stirbt schon- wacht allerdings immer wieder um 6:00 Uhr in Punxsutawney in seinem Bett auf- den es ist Murmeltiertag. Irgendwann bekommt er den Rat seiner Kollegin, die er anhimmelt aber trotz diverser Manipulationen nicht ins Bett bekommt, der „Ewigkeit“ doch einen Sinn zu geben. Und siehe da- nachdem er geläutert wird bricht der neue Tag an. Was stellt man mit der Ewigkeit an? Ob bewusst oder unbewusst setzt sich der Film mit dem Spannungsverhältnis zwischen dem Konzept des Ewigen Lebens und dem menschlichen Sein auseinander. Ich glaube es gibt es gibt einige Menschen bei denen der Sättigungseffekt nie einsetzen würde. Das sind Menschen, die sich für alles interessieren und für alles zu begeistern sind. Ausnahmen. In der Regel leben wir als Menschen in abgesteckten Bahnen und obwohl da noch viel für einen selbst zu entdecken wäre- es interessiert uns nicht wirklich. Insofern würde die Sättigung wesentlich früher einsetzen. Natürlich wird es auch die Egoisten geben, die sich wahrscheinlich sieben Mal ein neues Herz einsetzen lassen, weil sie nicht von ihren Imperien loslassen wollen. Selbst wenn wir alle vom Ewigen Leben betroffen wären, nicht nur der einzelne, sondern alle die wir lieben- irgendwann könnten wir die Hackfressen wahrscheinlich nicht mehr sehen. Die menschliche und technische Entwicklung wäre gehemmt, einfach weil der Antrieb fehlt- wieso etwas angehen, dass man auch noch in hundert Jahren probieren könnte- oder in zweihundert? Solange der Mensch keine evolutionäre Entwicklung macht, was wie gesagt in den nächsten paar Jahren nicht zu erwarten ist, können wir mit dem ewigen Leben nichts anfangen. Deshalb ist es gut, dass wir irgendwann alt und gebrechlich werden und die Schnauze voll haben. Dann will man nichts mehr groß erleben. Ich setze mich immer noch mit meiner Midlife Crisis auseinander oder vielleicht mit den generellen Veränderungen in meinem Leben. Insofern ist es jetzt wichtig für mich zu akzeptieren- ich werde alt. Und das zu akzeptiert passiert nicht so von heute auf morgen. Das heißt aber auch, dass Leben muss ausgenutzt werden. Damit meine ich jetzt keinen blinden Aktionismus- ich bin doch nicht blöd. Einfach mal anfangen seine Träume zu verwirklichen. Was hindert uns daran? Meistenteils unser Sicherheitsbedürfnis und unsere Faulheit. Als Deutsche zeichnet uns gerade unser Sicherheitsbedürfnis aus. Das andere und am schlimmsten- unsere eigenen Politiker der alten Blockparteien- dies zu unserem Nachteil ausnutzen- geschenkt. Aber an unserer eigenen Faulheit können wir arbeiten. Selbst hierbei ist es schwer über den eigenen Schatten zu springen. Schließlich ist morgen wieder ...

... Murmeltiertag ...

Wer lernen will muss leiden ...


Die Kryptowährungen sind nach ihrem Anstieg im Dezember in eine Korrektur übergegangen. Ja- außer Ethereum. Ich persönlich habe noch eine 1/3 Position Rippel die bei 1,24 EUR ausgestoppt wird. Da liegt keine Marke. Lediglich ein Gewinn von fünfhundert Prozent wird da abgesichert. Danach wäre ich erstmal raus und momentan warte ich darauf, dass die Korrektur abgeschlossen ist und ich neue Einstiege finde. Bis auf letztens den Ausrutscher, habe ich hervorragendes Risiko- und Gewinnmanagement betrieben. Seit ich mich an diese Grundsätze halte, klaps auch mit Nachbarn. Das war nicht immer so. Vielfach wird bei den Kryptowährungen der Vergleich mit der Tulpenblase gezogen. Die Tulpenblase fand zwischen 1636 und 1637 statt, also vor 380 Jahren. Wer bitte schön hat Bezug zu einer Sache, die solange vorbei ist? Wen könnte man nach seinen Erfahrungen und Gefühlen fragen? Niemand. Wenn ich irgendwas über die Tulpenblase lese, stehen da nur nüchterne Fakten. Hilft mir persönlich nicht weiter. Der Neue Markt fand zwischen 1998 und 2002 statt. An die Börse hat es die Deutschen und auch mich durch die Telekomaktie gespült. Nachdem der erste fette Gewinn eingefahren wurde, war ich Aktienprofi. Alle redeten und ich konnte mitreden- ich war ja schließlich Aktienprofi. Wenn eine Aktie nicht sofort in einer Woche ein neues Hoch machte flog sie raus aus dem Depot. In dieser Woche hatten schließlich andere Aktien zweistellige Zuwächse gemacht. Die Old Economy wurde bereits für tot erklärt. Friedhelm Busch stellt in einem Börsenkommentar einmal fest, dass sich Drogen- und Waffenhandel bald nicht mehr lohnen würden, weil die Renditen am Neuen Markt wesentlich höher sein. Gleichzeitig warnte er vor dem Platzen der Blasen. Die ersten Warnhinweise, dass der Markt kollabieren könnte tauchen im Januar auf. Ich glaube im April 2000 fingen die Kurse dann an zu fallen. Ich glaube- weil ich es nicht mehr so genau weiß. Was ich aber bis heute weiß: Während des Höhepunktes hatte ich das Gefühl unbesiegbar zu sein. Wissen über die Marktmechanismen musste ich mir nicht aneignen. In Boards oder auf der Straße gab es immer jemanden der einen Geheimtipp hatte. Als die Blase platzte sah ich zu, wie erst meine Gewinne und dann mein investiertes Geld über den Jordan gingen. Von Risikomanagement keine Spur, ich sah zu- ich sah zu- wie sich mein Depot auflöste. Hatte ich daraus gelernt? Nö. Als nächstes kamen Minenaktien. Jeder Pennystock ein nächster Tenbagger. Eine Minengesellschaft nach der anderen ging Pleite, wurde übernommen oder dümpelt vielleicht heute noch als Mantel umher. Keine Ahnung wie viel Geld ich in den Jahren verloren habe. Viele Deutsche hatten danach die Schnauze so gestrichen voll von Aktien, dass die Auswüchse des Neuen Marktes der Aktienkultur in Deutschland nicht nur nachhaltig geschadet haben sondern diese auf Dauer zerstörten.
Heute wiederholt sich das Geschehene gerade in Gestalt des Kryptomarktes. Neben den ständigen Fragen wann steigt das und das, warum steigt das nicht; alles andere steigt doch, fangen bei einigen schon die Durchhalteparolen an: muss ja steigen weil..., wegen der und der Nachricht kann es nicht weiter runtergehen .... und der und der hat doch das gesagt ... . Bei Youtube gibt es Typen die haben tausende Zuschauer und sagen sechs minutenlang- nichts. Nur heiße Luft und die sagen das einem auch, dass sie keine Ahnung haben. Aber diejenigen, die zur Vorsicht mahnen werden hingegen in den Kommentaren blöd angemacht. Verständlich. Jeder muss sich selbst die Finger verbrennen. Das ist nicht zynisch gemeint. Wie soll man jemanden der neu an den Markt kommt erklären, dass er seine Position absichern muss. Und was soll man ihm sagen, wenn der Stopp loss ausgelöst wird und der Markt sich ins Plus dreht? Nö, nö, die Erfahrungen sollen die Newcomer selbst machen. Sind schließlich ...

... alles Profis ...
Die Pfuscher ...

Das alte Jahr ist vorbei und mein Tag X und die Geschehnisse danach werden langsam zu bloßen Erinnerungen und damit entzaubert. Nachdem ich aus dem Krankenhaus heraus und mit der neuen Situation vollkommen überfordert war, musste ja irgendwas passieren. Wie werde ich ihn wieder los? Den Bluthochdruck meine ich. Es wollte mir nicht in den Kopf- jeden Morgen, jeden Abend Tabletten schlucken. Und das den Rest meines Lebens. Also beschloss ich- ich werde den Bluthochdruck wieder los. Alles was dazu notwendig ist: Youtube-Videos und jede Menge Bücher. Punkt eins meiner Feststellungen: Ich bin nicht alleine. Tausende, wenn nicht Millionen, suchen einen Weg ihren Bluthochdruck wieder loszuwerden. Erkenntnis Nr.2: Wir werden alle von Scharlatanen beschissen. Am schlimmsten sind wie immer diejenigen, welche du nicht sofort erkennst. Wenn man aus einer Familie von Ärzten kommt, dann entwickelt man ein Gespür dafür, was die Schulmedizin kann und was sie eben nicht kann. Dazu kommt etwas, was der „normale“ Patient nicht so direkt erfährt: Die persönlichen Einstellungen, Erfahrungen und Überzeugungen von Ärzten. Es ist das eine, ob dir ein Arzt sachlich deinen gesundheitlichen Zustand erklärt, etwas anderes, wenn die Sachlichkeit mit einer individuellen Note kombiniert wird. Die Schulmedizin ist nicht allmächtig, Ärzte sind nicht allmächtig. Von unrühmlichen Ausnahmen abgesehen, wissen „die Ärzte“ das auch. Zu „Halbgöttern in Weiß“ werden sie von ihren Patienten gemacht. Ein verantwortungsvoller Arzt kann dir eben nicht sagen: alles wird gut- einfach weil er es nicht weiß. Viele Ärzte wissen- das sie nichts wissen. Warum wird in der Mehrzahl der Fälle essentieller Bluthochdruck festgestellt? Einfach, weil die Wissenschaft noch nicht so weit ist und die Ursache nicht feststellen kann. Ja, aber ... . Nichts mit ja aber. Die Schulmedizin steckt seit zweitausend Jahren immer noch in den Kinderschuhen. Jeden Tag kommt es zu neuen Erkenntnissen. Die böse Medizinlobby hält mit den neuen Präparaten hinter dem Berg, weil so mehr zu verdienen ist. Durchaus möglich in dieser bösen Welt. Allerdings wäre das mit der Geheimhaltung ein bisschen schwer. Warum starb dann ein Mann wie Steve Job trotz seiner Milliarden? Ich glaube nicht, dass es einen „Club der Unsterblichen“ gibt.( Es mag eine zwei Klassenmedizin geben- aber die verläuft nicht zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Ich favorisiere sowieso eine einzige Volkskrankenkasse. Bis dahin braucht die Politik nur die Abrechnungsmodalitäten ändern und schon sind gesetzliche und private Krankenversicherung gleichgestellt. Alles andere ist Augenwischerei.) Unsere Verschwörungstheorien entspringen dem Umstand unserer Hilflosigkeit. Und da setzen die ganzen Pfuscher an, die sich Naturheilkundler nennen. Ich halte Naturheilkunde nicht per se für schlecht. Allerdings kann sie meiner Ansicht nach nicht die Erwartungen auf Heilung erfüllen und anderseits öffnet sie Scharlatanen Tür und Tor. Naturheilkunde basiert auf einer langsamen und nachhaltigen Umstellung der Lebensgewohnheiten. Kurzfristig kann sich da nichts ändern. Am eindruckvollsten sind die Enthusiasten, die mir übergewichtig, rauchend und im E-Smog lebend was von Naturheilkunde erzählen. Ist halt dem heutigen Umstand geschuldet, anders wollen zu sein. Sich von der breiten Masse abzuheben. Idioten hat es und wird es immer geben. Gefährlich sind die Pfuscher für uns. Das Schema ist immer gleich. Sie präsentieren pseudowissenschaftliche Erkenntnisse, die nur sie erlangt haben und die von der Pharmaindustrie unterdrückt werden- dann geben sie Erlebnisberichte wieder von Menschen, die sie geheilt haben. Einen –greifbaren- Beweis bleiben sie allerdings schuldig. Ich stelle nicht einmal in Abrede, dass es zu Spontanheilungen kommt, dafür ist die Einheit zwischen Körper und Geist zu phantastisch. Ich stelle aber in Abrede- das dies dem Erfolg der Quacksalber geschuldet ist. Sonst könnten sie aus einem Einzelfall eine Mehrzahl an Fällen machen, welche dann auch wissenschaftlich untermauert werden können. Die böse Pharmalobby könnte dies nicht unterdrücken. Während ein klassischer Arzt jedes Wort dokumentiert, kann ein Naturheilkundler herumschwadronieren was er will. Mein eigene Erfahrung hierzu: Ich habe eine Ärztin aufgesucht, die Naturheilkunde als Alternative anbot. Was die mir für einen Scheiß erzählte hat, dem Fass den Boden ausgeschlagen. Wenn ich deren Ratschläge (die natürlich nicht dokumentiert wurden) befolgt hätte, wäre ich mit Sicherheit in gesundheitliche Schieflage geraten. Dann eine zweite reine Naturheilkundlerin aufgesucht. Wieder derselbe Scheiß- diesmal eine Vitamin K Therapie um die Gefäße zu säubern- aha. Hätte auch das Aneurysma geheilt. Ich stehe ja nicht so auf Verbote aber in Anbetracht der Tatsache, dass man die Pfuscher auf Menschen loslässt, die in ihrer Zurechnung eingeschränkt sind, muss man den „Beruf“ Naturheilkundler oder Heilpraktiker restriktiven Regularien unterwerfen. Was für einen Erkenntnisgewinn hat mir das nun gebracht? Umstellung der Ernährung auf ketogene Ernährung (hat bei mir das Gewicht am schnellsten heruntergebracht), meine achttausend Schritt am Tag, Null Alkohol, Null Zigaretten, explizit- kein Zucker, die Gewöhnung an mentale Ruhe und Ausgeglichenheit. Alles ein langer Prozess und vielleicht werde ich irgendwann weniger Tabletten nehmen müssen und ganz vielleicht wird man die Ursache (meine) für den Bluthochdruck finden. Und ganz wichtig für mich- ich akzeptiere meine Lage. Damit die Pfuscher ...

... keine Chance haben ...
Diesmal wird alles anders ...

Ist meist der letzte Satz eines Händlers oder Investors wenn er das Risikomanagement außer Acht lässt und nachher alles so wird wie es immer war- sprich die Blase zerplatzt. Ich sage immer: Wenn du das tust, was du immer tust, bekommst du auch nur was du immer bekommst. Ja, das wird gerade zum Mantra bei mir, damit es irgendwann im Schädel hängen bleibt. Nur ein einfaches Beispiel: Am Wochenende hatte ich schöne Gewinne im Kryptomarkt. Eigentlich wollte ich keine neue Position eingehen. Aber nein- ich musste einfach zocken. Dabei roch es schon nach Korrektur. Der Bauch schrie nein, lass es. Und- dann begann am frühen Nachmittag die Korrektur. Ich könnte mir vor Wut in den Hintern beißen. Wegen einen Verlust? Weniger. Was ich gemacht habe ist mein Risiko und einen Gewinn komplett rausgenommen. Aber- ich ärgere mich über- wenn sonst- mich selbst. Ich bin wider besseres Wissen erneut in gleiche Handlungsmuster verfallen. Es war nicht so sehr die Gier, sondern eher die Angst etwas zu verpassen- und zwar den Kick. Kryptowährungen zu handeln- wenn man sie nicht mit bedacht handelt- sind besser als jedes Spielcasino. Aufgrund dessen, dass wir als Menschen nach immer wiederkehrenden Verhaltensmustern agieren ist eine persönliche oder gesellschaftliche Entwicklung so schwer. Diejenigen, welche aus diesen Mustern ausbrechen können werden auf Dauer erfolgreich. Und das ärgert mich gerade wieder. Etwas verstehen ist das eine, dass andere ist, genau dieses Verständnis in die Tat umzusetzen. Ein Kleinkind fasst einmal vielleicht ein zweites Mal auf die heiße Herdplatte, wenn es sich ein drittes Mal in voller Absicht die Hand verbrennt, würde ich mir als Eltern Sorgen machen. Wir Erwachsenen fassen immer wieder und wieder und wieder auf imaginäre heiße Herdplatte. Wenn also jemand sagt: Diesmal wird alles anders, muss die Gegenfrage lauten: Warum? Die Aussage suggeriert doch schon, dass alles anders werden soll, weil sich äußere Faktoren geändert haben und nicht die innere Einstellung. Wenn die Antwort lautet: „Weil sich die äußeren Umstände geändert haben“- vergiss es. Lautet die Antwort: „Weil ich mich geändert habe“- hat man eventuell ein Vertrauensproblem. Einem alten Hund bringt man keinen Tricks mehr bei. Da müssen Taten über Taten folgen. Nur irgendwo muss man anfangen. Vielleicht so:

... Das nächste Mal werde ich anders sein ...
Von Arschlöchern und Helden ...

Bis zur Überschrift habe ich es geschafft. Dann geht die Tür auf und meine kleine Zaubermaus kommt raus. Übrigens es ist 5: 30 Uhr. Es ist dunkel, der Kaffee ist heiß und es ist still- und vor allem- ich kann die frühen Morgenstunden allein genießen. Ach und jetzt muss ich das Teilen. Teilen wäre ja okay- aber ich will mich jetzt nicht unterhalten oder kommunizieren! Ich will einfach nur meinen Gedanken nachhängen und meinen Kaffee trinken. Aber so ist das wohl, wenn man die Arbeit mit nach Hause bringt und die einen nicht schlafen lässt. Kenn ich nur zu gut. Auf lange Sicht macht es einen schleichend fertig. Na gut. Ich hab sie mit lieben Worten wieder ins Bett geschickt. Der Beitrag schließt an den vorhergehenden an, quasi der dritte Teil. Die Arschlöcher. Es handelt sich um diejenigen Mitbürger, die meinen, aufgrund ihrer beruflichen Stellung über dem Rest zu stehen. Jetzt anzufangen, Berufe zu benennen würde dazuführen Klischees zu bedienen. Das wäre nicht gerecht all denen gegenüber, die dem Klischee nicht entsprechen, eben weil sie normal sind. Natürlich macht es mir jetzt schwieriger, an Einzelfällen zu demonstrieren, was ich meine. Arschlöcher bilden sich pauschal etwas auf ihren Beruf ein, egal ob sie da wirklich gut sind. Oder sie haben Erfolg gehabt. Bei näherer Betrachtung stellt man dann fest, dass dieser Erfolg entweder auf tönernen Füßen steht oder durch amoralische Handlungen erlangt wurde. Ich habe festgestellt, dass diejenigen, die ihren Erfolg durch Tränen und Schweiß errungen haben, überwiegend auf dem Boden der Realität geblieben sind und diejenigen, welche die größte Klappe haben indes Schaumschläger sind. Eine Berufsgruppe kann ich nennen, weil sie überall gleichermaßen verhasst ist- der Berufspolitiker. Wenn man deren Lebensläufe liest, liest man meist die Vita von Versagern. Versagern, die sich selbst die Taschen voll stopfen und uns mit gesalbten Worten den Gürtel und damit die Luft abschnüren. Und dann gibt es die sogenannten unterqualifizierten Jobs. Jobs die Deutschland in den Niedriglohnsektor verdammt sind, dort aber nicht hingehören. Um bei der Überschrift zu bleiben, nehme ich mal das Wachschutzgewerbe. Von der Bezahlung und dem Ansehen her gleichauf mit der Klofrau. Wenn du nichts kannst wirst du Wachmann, dafür brauchst du lediglich eine Unterrichtung oder schon anspruchsvoller die Sachkundeprüfung. Durch letztere fallen viel durch, weil das Wachschutzgewerbe als Sammelbecken für gescheiterte Existenzen missbraucht wird aber gleichzeitig der Bedarf an Personal so riesig ist. Aber auch das ist ein Thema für sich. Wenn wir uns einen Wachmann vorstellen, sehen wir einen sich langweilenden, in der Nase popelnden Typen vor uns. Neulich so gesehen. Das ist ein schlechtes Aushängeschild wahrlich. Nun ist Deutschland das Land (wie meistens oder eigentlich immer) in Europa wo die niedrigsten Löhne in der Branche gezahlt werden. Schlechte Ausbildung und geringe Löhne führen zu geringer Motivation. Nur was wäre am 15.11.2015 bei Fußballspiel Frankreich- Deutschland in Saint Denis in Paris passiert, wenn der oder die Ordner des Sicherheitspersonals nicht ihren Job gemacht hätten? Das Dumme in diesem Gewerbe ist es, wenn der Job richtig gemacht wird fällt nicht auf das er gut gemacht wird. Aber ist es nicht sowieso generell so, dass gerade (schlecht bezahlte) Dienstleistungsjob dann auffallen, wenn sie schlecht ausgeführt werden? Auch das führt zu widersinnigen Klischees. Auch in diesen „unterqualifizierten“ Jobs kann man sich, wie in jeder anderen Tätigkeit, zu Höherem aufschwingen. Liegt immer an einem selbst, ob man ...

... Held der Arbeit wird ...
Schminkt Euch das ab ! ...

Im letzten Beitrag habe ich davon geschrieben, dass die Jüngeren immer dümmer werden. Das stimmt natürlich nur bedingt. In einem Beitrag der sich lediglich auf einer Seite zumeist komplexen Themen widmet, kann nicht auf jede Facetten eingegangen werden. Das wird zu lang und wenn es zu lang wird schaltet ihr eh ab. Jedenfalls ist mir das bei einem anderen Beitrag gerade passiert. Ein sehr guter Beitrag- aber eben zu lang. Klar, ein Teil der Jugendlichen ist dumm wie Brot. Meine letzten persönlichen Erfahrungen hierzu sind gar nicht mal so lange her. Da war der schriftliche Polizeitest, danach flog schon die Hälfte raus und dann noch die IHK Prüfung nach §34a GewO –alles beide simple Tests. Und das meine ich jetzt auch so. Keinen komplexen Aufgaben lösen sondern lediglich Multipel Choice. Aber um diese Jugendlichen geht es gar nicht. Es geht um die NEETs und Freeter. NEET (Not in Education, Employment or Training) bezeichnet Jugendliche die keine Schule besuchen, nicht arbeiten oder in einer beruflichen Ausbildung sind und keinen Bock darauf haben. Freeter sind Jugendliche, die feste Arbeitsverhältnisse vermeiden und ständig wechselnden Gelegenheitsjobs nachgehen. Bezüglich der Ursachen gibt es seitenweise Abhandlungen von klugen alten Männern ((und Frauen - natürlich auch Frauen wegen der Gleichberechtigung). Kann ich das mit MännerInnen abkürzen? )) Ich denke jedoch, der einfache Kern lautet- „Nicht mit uns!“. Der Wertekanon dieser Gruppe Jugendlicher ändert sich einfach. Mein Haus, mein Auto, mein Boot zieht bei denen nicht mehr. Wer sich nicht in den Konsumsumpf ziehen lässt ist auch mit Gelegenheitsjobs immer noch freier als jemand der einen Sack von finanziellen Verpflichtungen hinter sich herschleppt oder immer en vogue sein muss. Und einige dieser Jugendlichen sind darüber hinaus noch gut ausgebildet. Japan hat mit diesem Phänomen ein echtes Problem. Ein Land in dem alte Männer bestimmen und das den einzelnen auf Gleichschritt trimmt. Keine Ahnung, ob sich bei uns jemand mit der Thematik auseinandergesetzt hat, persönlich habe ich einige NEETS und Freeter im Laufe der Zeit kennengelernt. Wobei es schwer erscheint zwischen den Gesellschaftsverweigerern und den Schmarotzern zu unterscheiden. Der Unterschied zwischen diesen Gruppen liegt wohl darin, dass die Gesellschaftsverweigerer sich einer widersprüchlichen Arbeitsgesellschaft entziehen nachdem sie verarscht wurden. Die Arbeitswelt postuliert sich als Leistungsgesellschaft- nur Leistung muss entsprechend belohnt werden. Wird es aber nicht. Wieso soll ich einer Gesellschaft meine Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Verfügung stellen wenn sie mich nur ausnutzen will? Die Schmarotzer legen sich in die soziale Hängematte bevor sie überhaupt versucht haben Leistung zu bringen. Und nein- sie sind nicht klüger (klüger sowieso nicht). Sie kommen in ihrer Entwicklung einfach nicht über die Befriedigung ihre Grundbedürfnisse (FFFF) hinaus. Insofern stellt sich die Frage, wie es mit dem Land weitergehen wird. Na, schlecht würde ich mal sagen. Es gibt jetzt viel Probleme und viel Probleme die sich im Laufe der Zeit verschärfen werden oder neu entstehen. Für jedes Problem gibt es auch eine Lösung. Je früher gesellschaftliche Probleme angegangen werden desto höher sind die Erfolgsaussichten. Wenn unsere Gesellschaft schon jetzt sichtbar Risse bekommt –Altersarmut (jetzt und verstärkt in der Zukunft), Perspektivlosigkeit der Jugend (verschuldete, unverschuldete), Versäumnisse hinsichtlich Industrie 4.0 und Digitalisierung und der Verfall von Werten und Kultur- dann sollte diese Probleme jetzt angegangen werden. Der Gesamtlösung der Probleme steht eins im Wege ...

... zu viele alte MännerInnen ...
Participation Rate ...

Ist die Quote in der amerikanischen Arbeitslosenstatistik die eine Aussage darüber trifft, wie viel Menschen überhaupt noch Arbeit suchen. Heute kommen glaube ich die neuen Arbeitslosenzahlen in USA raus. Man kann sie auch die Entmutigungsquote nennen. Gibs die eigentlich auch bei uns in Deutschland? Da weiß ich eigentlich nur, dass Arbeitslose und vor allem Langzeitarbeitslose durch Statistiktricks aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden. Abrakadabra, Hex, Hex, weg sind sie. Obwohl offenkundig die Statistik frisiert wird, stößt sich kein Mensch daran auf. Bis auf diejenigen die es betrifft. Kein Wunder wenn die dann ganz pöse Parteien wählen, wenn sie sauer sind. Ich glaube schon, dass die irgendwann einfach keinen Bock mehr haben. Warum? Ich erleb das derzeit am eigenen Leib. Vor zwei Jahren aufgehört, ein Jahr herumgegammelt (auf eigene Kosten- möchte ich hier nur mal betonen) bis mir meine Freundin in den Arsch getreten hat. Dann hatte ich recht schnell Erfolg bei der Bewerbung in den Polizeidienst, na ja dann hat es Bumm gemacht. Das war es dann. Nachdem ich vom Arzt grünes Licht bekommen habe, lege ich jetzt wieder los. Einen Job in der Privatwirtschaft kann ich kurzfristig bekommen. Das heißt Arbeiten (okay), länger als vereinbart Arbeiten (nicht okay), trotz vieler schöner Gesetze keine Arbeitnehmerrechte haben (gar nicht okay) und vermutlich einen Chef haben der Scheiße ist (absoluter Mist). Zu pauschal? Das mit dem bösen Chef? Im Laufe der Jahre habe ich meine Erfahrungen gemacht. Reicht. Deswegen wollte und will ich keinen „Chef“ mehr über mir haben. Zudem befinden wir uns gerade in einem Generationswechsel. Eigentlich müssten die alten Chefs in Rente gehen und die neue Generation ans Ruder lassen. Ich lese immer –nur- Firmeninhaber finden keinen Nachfolger und müssen schließen. Durchaus ist es auch so, dass die Firmeninhaber überhaupt keinen Nachfolger aufgebaut haben, der sich mit der Firma identifizieren kann und organisch in ihr gewachsen ist. Und –plötzlich- über Nacht sind sie alt geworden und brauchen einen Nachfolger. Oder aber der Nachfolger war da und hat dann entgeistert aufgegeben, weil der alte Sack von Chef die „Führung“ der Firma nicht aufgeben wollte und nur seine Entscheidungen die richtigen sind. Es gibt ganz tolle Chefs, insbesondere in kleinen Handwerksbetrieben oder Kleinstfirmen, aber die Mehrzahl kannst du in der Pfeife rauchen. Bleibt nur der öffentlich Dienst oder ein großer Konzern. Große Konzerne sind wie VEB`s. Wenn du es richtig machst, kannst du da auch eine ruhige Kugel schieben. Kungelst ein bisschen und dann passt das schon. Aber- meine Meinung über die große Stagflation ändert sich nicht von heut auf morgen. Bleibt nur der öffentliche Dienst. Ist nicht so einfach, dort einen Job zu ergattern. Momentan gibt es eine Absage nach der anderen. Meistens flieg ich schon beim Onlinetest raus. Ich möchte wirklich mal die Auswertung meines persönlichen Profils und die gestellten Anforderungen daran sehen. Gut ich hab noch einige Bewerbungsgespräche offen und mittlerweise weiß ich es geht ausschließlich um die Soft Skills. Aber es ist schon ungewohnt, wenn nicht die Leistung ausschlaggebend ist sondern wie lieb ich bin. Ich bin, wegen der Überalterung und der Tatasche, dass die jüngeren immer dümmer werden, guten Mutes. Ich kann aber auch jemanden verstehen, der irgendwann keinen Bock mehr hat. Und dann jemanden finden der einem in den Hintern tritt ist schwer. Muss man sich selbst ins Hinterteil treten- Selbstmotivation. Fakt ist doch eins- die Industrialisierung und die Digitalisierung stehen vor der Tür. Arbeitsplätze werden massenweise wegfallen. Also muss ich mich persönlich jetzt aufstellen- antizyklisch reagieren. Sonst wird man eines Tages wirklich ...

... entmutigt ...
1+1 =

Ein wichtiger Punkt in unsere Zeit ist die Informationsbeschaffung. Ich meine jetzt nicht die von Geheimdiensten zur Terrorabwehr sondern die eigene. Wenn- es so einfach wäre, sich nur die Information zu beschaffen. Nicht umsonst hat sich der Begriff Fake News im Sprachgebrauch etabliert. Bei einer Fake News handelt es sich nicht nur um eine Falschmeldung sondern um eine manipulative Falschmeldung mit unterschiedlichsten Facetten in ihrer Ausprägung. Es ist schon interessant sich die Definition bei Wiki anzusehen. Und selbst bei Wikipedia darf man nichts eins zu eins übernehmen, weil Unternehmen und staatliche Institutionen versuchen unliebsame Einträge zu ändern und damit zu manipulieren. Und ehrlich- wir lassen uns doch zu gern manipulieren. Wenn man eine Information von außen abruft, dann liegt zumeist bereits eine innere Einstellung oder Erwartung der Informationsbeschaffung zugrunde. Sprich- man will sich selbst eigentlich nur bestätigt wissen. Stößt man bei seinen Recherchen auf eine gegenteilige Aussage wird diese vielleicht noch wahrgenommen aber sich in den meisten Fällen nicht unbedingt mit ihr auseinandergesetzt. Denken tut weh. Das trifft es allerdings nur bedingt. Vielmehr steht einem das eigene Ego im Weg. „Ich hab immer Recht“. Der größte Teil unserer Mitmenschen hat ein schwaches bis gar kein Selbstbewusstsein. Das ist meine Meinung und darüber kann selbstverständlich seitenweise diskutiert werden. Aber auch hier trifft der Spruch zu: Wer am lautesten schreit hat nicht unbedingt ein gefestigtes Selbstbewusstsein. Dieses fehlende Selbstbewusstsein resultiert meiner Ansicht aus dem permanenten Versuch der Umwelt uns als Individuum zu unterdrücken, fehlender Erfahrung und der intellektuelle und emotionalen Missbildung basierend auf dem bestehenden staatlichen Bildungssystemssystem. Das Problem für den einzelnen ist es, dem entgegenzuwirken. Das gravierendste Problem ist überhaupt für sich selbst festzustellen, dass man ein schwaches Selbstbewusstsein hat. Eine Selbstreflextion lassen wir nicht zu. Warum auch? Viel zu anstrengend. Stimmt aber gar nicht. Selbstreflextion ist nicht gleichzusetzen mit Selbstkritik sondern mit der Frage- Was will ich? Und Wohin will ich? Wenn man sich selbst verstanden hat, erstarkt das eigene Bewusstsein und damit das Selbst. Sollte es jedenfalls. Und ein wahres Selbstbewusstsein führt zu Erhabenheit. Und was hat das jetzt mit der Informationsbeschaffung zu tun? Mmh. Eigentlich nichts. Na klar, doch. Wenn wir es schaffen selbstbewusst zu sein, dann können uns Fake News nicht manipulieren, neben vielen anderen Dingen des täglichen Lebens die man mit uns nicht abziehen kann. Aber darum geht es nun mal. Als Menschen leben wir nun einmal in einem hierarchischen Grundsystem. Dagegen ist nichts einzuwenden, da dies unserer Natur entspricht. Nur versucht man uns gerade vermehrt weiß zu machen: eins plus eins ist ...

... 3 ...
Patch Adams ...

Kennt einer den Film mit Robin Williams? Guter Mann- leider tot. Er spielt in dem Film einen Non- Konformisten der Medizin studiert und die Patienten in den Mittelpunkt seiner Fürsorge stellt. Auch vertritt er die These, dass der Tod zum Leben gehört und die Menschen nahe dem Tod nicht ausgegrenzt werden sollen. Ich glaube die Fernsehserie „Club der roten Bänder“ geht in ähnliche Richtung, wobei ich die nie gesehen habe. Aber Fakt ist- der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabuthema. Wahrscheinlich wegen der atheistischen Werteeinstellung, was soll man jemanden sagen der am sterben ist, „Mensch, Alter das wird schon wieder.“? Ist schwer jemandem ungezwungen zu begegnen, der bald das zeitlich segnen wird. Es fällt dem meisten ja schon schwer jemand anderes im Krankenhaus zu besuchen. Nee, dann meldet man sich lieber nicht und erst wenn der andere aus dem Gröbsten raus ist, dann- ja dann will man wieder gut Freund sein. Echt- da ist drauf ... . Wenn ich jemanden im Krankenhaus besucht habe, also bevor ich da selbst gelandet bin, kam es des Öfteren vor, dass ich erst mal umkippte und noch schlechter aussah als derjenigen, den ich besuchen wollte. Durchaus verständlich, dass man ein mieses Gefühl hat, der Krankenhausgeruch, die ganzen Versehrten. Das kann schon ängstigen. Aber man steht nicht im Mittelpunkt sondern der andere, der Angst hat, vielleicht leidet und von der Welt abgeschnitten ist. Da reicht schon einfacher Smalltalk aus, jemanden aus der Tristesse zu holen. Denn das Schlimmste neben den Schmerzen und der Angst ist die Langeweile und Ödnis, wenn du zu nichts anderem in der Lage bist als zu liegen. Wenn du da liegst und kein Silberstreif am Horizont siehst, beginnst du dich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Oder auch nicht. Jedenfalls muss ich mal zum Thema kommen, um das ich mich schön herum schreibe. Als ich im Krankenhaus wegen der Todesangst psychische Unterstützung suchte, versuchte der Psychiater nur herauszukriegen, ob ich selbstmordgefährdet sei. Hey, ich hatte angst abzunippeln und der wollte nur wissen, ob ich suizidal gefährdet sei. Was für ein Arschloch. Als ich wieder draußen war, habe ich mich mal mit einem Bekannten unterhalten, der irgendwas am Herzen hat. Der verstand, dass man sich nichts mehr zutraut und einem immer die Frage quält: Was ist wenn? Die Antwort war erschreckend und einfach- du musst es akzeptieren. Wenn du es nicht akzeptierst, frisst die Angst dich von innen auf. Zu dieser Zeit hatte ich ein riesiges unversorgtes Aneurysma im Kopf und einen Blutdruck jenseits von gut und böse. Und irgendwann habe ich akzeptiert, dass das Teil platzen könnte und das Ende aller (meiner) Dinge gekommen war. Nur das durfte ich dann nicht in der Familie kundtun. War echt ein Aufreger. Wollten die nicht hören. Dann kamen die Angiographien. Ist ne coole Sache. War das erste Mal seit vierzig Jahren, dass ich Narkosen bekam. Naja- wann bekommt man schon mal ne Narkose. So stell ich mir das Sterben vor, dir wird nicht schwarz vor Augen sondern du bist von einem Moment zum anderen weg. Ob ich die Akzeptanz jetzt zu einem Teil meines Lebens gemacht habe kann ich nicht sagen. Es geht mir gut und ich setze mich nicht mit dem Tod auseinander, es sei den ich habe Albträume was zum Glück nur sehr selten vorkommt. Ich kann nur sagen, dass der Tod ein Teil des Lebens ist und man leichter lebt, wenn man ihn akzeptiert. Ich glaube auch, dass ich jetzt die Altvorderen verstehen kann, deren Lebensende abzusehen ist. Früher habe ich mich immer gefragt wie ich selbst damit wohl umgehen werde. Man muss es wohl lernen zu akzeptieren. Wissen tue ich es nicht und jeder Mensch ist sowie anders. Mein Schwiegervater mit seinen dreiundachtzig Lenzen sagt zwar immer, dass lohnt nicht mehr und das macht er nicht mehr, weil seine Zeit absehbar ist. Aber ihn zu fragen, wie er die Sache sieht traue ich mir auch nicht so richtig. Aber muss ich auch nicht unbedingt, ich muss nur ...

... dasein ...
Midelife Crisis ...

Hab ich sie oder hab ich sie nicht? Gestern war Sylvester. Neben Weihnachten und dem eigenen Geburtstag besteht an diesen Tagen die Gefahr des emotionalen Entgleisens. Plötzlich denkt man über das Leben nach und wird rührselig. Ich denke, da ist es ganz normal wenn einem ein bisschen Pipi in den Augen steht. Und nee, gestern war ich nicht rührselig. Eher etwas genervt, auf irgendetwas zu warten kotzt mich an. Am besten noch auf Kommando gute Laune verbreiten und das mit einer Tasse Tee in der Hand. Man, was hat meine kleine Zaubermaus gekämpft, bei mir gute Laune zu entfachen. Dass das genaue Gegenteil bei solchen Aktionen eintritt, wird von ihr eh immer ignoriert. Der Gedanke, ich könnte in der Midelife Crisis stecken beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Gut, in fünfzehn Jahren werde ich sechzig. Bei mir herrscht so die Vorstellung- ab sechzig ist man ein alter klappriger Runzelopa. Woran merkt man, dass man alt wird? Wenn seine Helden sterben. Gut, was mir passiert ist, ist harter Tobak. Das verarbeitet man nicht mal so eben und es ist wichtig- dass man das Geschehene für sich verarbeitet. Ich mache dies eben so, dass ich jedem der es nicht hören will erzähle, dass ich ein Invalide bin. Zwar noch kein anerkannter, der Schwerbehindertenantrag läuft noch, aber halt ein Eingeschränkter. Daran kann es aber auch nicht liegen. In der Reha habe ich junge Menschen gesehen, deren Leben durch so ein Schlaganfall soweit eingeschränkt wurde, dass mir angst und bange war. Das was vielen von uns passiert- Schlaganfall oder Herzinfarkt oder sonstige Erkrankungen- sind Krankheiten. Mit der Midelife Crisis hat das nichts zu tun. Fehlender Erfolg im Job? Auch nicht. Ich hab meinen Job vor zwei Jahren hingeschmissen. Und das war auch gut so. Gut, ich muss mir jetzt einen neuen suchen, weil es meiner Zaubermaus auf den Sack geht, dass sie jeden Morgen los muss und ich mir die Sonne auf den Bauch scheinen lasse. Das heißt- ich hab keine großartigen Ziele. Ja, manchmal schleichen sich mal kurz Gedanken in den Kopf, „wenn“ du damals zielstrebiger gewesen „wärs“ oder dich mehr angestrengt „hättest“, dann „wärst“ du jetzt dort und dort. Bullshit. Hätte ich das und das gemacht, dann wären mir viele gute Dinge nicht passiert und ich wäre heute vermutlich so ein verknöcherter alter Kackfrosch. Ein Mann der sich Mitte vierzig wie sechzig benimmt. Neulich erst wieder so einen getroffen- erzählt mir mit Ende dreißig, welche Aufwendungen er für die Rente tätigt und wann er in Rente gehen kann. Also echt jetzt. Klar soll man frühzeitig für den „Lebensabend“ vorsorgen. Aber sein Leben schon so früh darauf ausrichten? Ich denke, dass Alter spielt keine Rolle erneut oder erst jetzt durchzustarten- egal- was man meint verwirklichen zu wollen. Und da nach meiner Erfahrung alles seine Zeit hat, ist es durchaus möglich das Jetzt erst die Zeit ran ist und Jetzt erst möglich wird, was vor zehn Jahren unmöglich war obwohl man sich die Arme und Beine ausgerissen hatte. Nee, während ich hier beim Schreiben meine Gedanken ordne, denke ich die Sache ist profaner. Es sind die einfachen Dinge in meiner Jugend, die ich nicht getan habe. Nicht getan, einfach weil noch zu unerfahren und in der Persönlichkeit zu unreif. Ich heul nicht meiner vergangenen Jugend hinterher. Ich bin jetzt im Nachhinein sauer, damals nicht die Erfahrungen gehabt zu haben, die man heute als Erwachsener hat. Und das dies ein alltäglich Problem ist, sieht man schon daran wie viele Filme über das Thema gedreht wurden- die Reise zurück in die Jugend. Man ist das ärgerlich. Wie viele Mädchen hätte ich .... Vorbei. Wir leben im hier und jetzt. Ich werde mich immer wieder darüber ärgern aber wenn ich weiß wo der Hund begraben ist ...

... kann man es abstellen ...
Traditionen, Chancen, Risiken und der innere Schweinehund ...

In ein paar Stunden fängt das neue Jahr und ich habe immer noch keine Guten Vorsätze- nicht mal im Ansatz. Nun hab ich seit gestern auch nicht viel gemacht, was dazu geführt hat, dass neue Eindrücke auf mich einwirkten. Na gut, ich hab gestern den Rippel (böse Krypto-Währung der Banken) getradet. Wahnsinn, ich musste eben das Korrekturprogramm meines Schreibprogramms mit neuen Wörtern füttern. Da sieht man- die Entwicklung macht selbst vor dem Wortschatz nicht halt. ---Rippel---, --- Kryptowährungen ---. Ja okay. Ich hab Heringshäckerle gemacht. Das erste Mal in meinem Leben. Sonst hat das ja meine Oma immer zusammengerührt. Die ist aber jetzt tot und zu Weihnachten gab es schon keins. Nicht das ich das Gericht essen kann. Ich bin allergisch gegen Fisch. Aber es war immer Tradition, dass es zu Weihnachten bei uns selbstgemachten Kartoffelsalat, Heringshäckerle von meiner Oma und Frikassee von meiner Schwiegermutter gab. Oma ist wie erwähnt schon tot und meine Schwiegermutter (und auch Schwiegervater) ist über achtzig und fühlt sich mittlerweile von vielen Dingen überanstrengt. Auch zum Frikassee machen. Was bleibt einem da übrig? Entweder man übernimmt das Althergebracht oder man lässt es bleiben oder ja klar- man schafft sich neue Traditionen. Nur letzteres gelingt weitaus schwieriger. Damit eine Handlung zur Tradition wird braucht es Zeit. Beständiges wiederholen, Akzeptanz und das Wollen aller insbesondere der jüngeren Generation, die Sache fortzuführen. Und wenn die nicht will- dann wird das nichts mit der Tradition. Warum will die nicht? Da gibt es bestimmt viele Ursachen. Die für mich gravierende Ursache ist, -- Achtung! Verschwörungstheorie--- das der Leviathan Traditionen ausmerzen will. Traditionen geben Sicherheit. Wenn irgendwas schief läuft besinnen sich die Menschen auf Althergebrachtes. Auf ein Fundament, das ihnen erlaubt Kraft zu schöpfen. Laufen die Menschen wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen herum, sind sie leichter zu manipulieren und zu kontrollieren. Natürlich hat niemand vor, Traditionen auszumerzen. Das ist einfach der gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet. Die neuen Generationen werfen alte Verhaltensmuster über Bord auf dem Weg zur eigenen Selbstverwirklichung ( ich sag nur „frühkindliche Sexualerziehung- in der Kita“). Anders herum könnte man Traditionen auch fördern, einfach nur in dem man ihnen in der Bildungserziehung und damit staatlichen Erziehung Akzeptanz einräumt. Aber wie viel Akzeptanz der Tradition eingeräumt wird sieht man gerade in der Bundeswehr. Ach immer wieder dieses Politisieren. Wollte ich gar nicht. Meine Schwester hat den selbstgemachten Kartoffelsalat unabhängig von mir zubereitet, ich das Frikassee und das Heringshäckerle mach ich jetzt zu Sylvester. Besser spät als nie, wie Mr. Hops zusagen pflegte. Ich werde jetzt gleich mal schauen, ob der Rippel genug konsolidiert hat und sich ein Wiedereinstieg lohnt. Dieser neue Kram macht echt Spass. Es hat zwar eine Weile gedauert sich die ganzen technischen Dinge anzueignen und alles habe ich immer noch nicht umgesetzt aber langsam kommt es. Nein- ich habe kein Bitcoin 2011, 2013 noch irgendwann gekauft als er so niedrig stand. Ich wollte- aber das erschien mir damals einfach zu kompliziert und der innere Schweinehund hat mich davon abgehalten, eine vielleicht interessante Chance zu ergreifen. Vielleicht eignet sich als Guter Vorsatz für das kommende Jahr dem wirklich Neuen noch flexibler aufgeschlossen gegenüber zu treten. Aber trotz allem ...

... Traditionen geben Sicherheit ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.568.280 von Geniator am 29.12.17 15:21:10Klar hab ich. Bin doch jetzt ein ganz Lieber.:D
Auch dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Gute Vorsätze ...

2018 steht vor der Tür. Am Anfang diesen Jahres dachte ich noch, dass wird mein Jahr. Super motiviert bin ich im Januar gestartet. Doch dann ---kawumm--- hatte es sich ganz schnell erledigt. Es ging nicht mehr darum, wie starte ich durch sondern eher- wie stehe ich das Ganze durch. Die üblichen Vorsätze im neuen Jahr sind doch „Ich nehme ab“, „Ich treibe Sport“, „Ich ernähre mich gesünder“ oder „Ich trinke weniger“. Ja,... ja..., ja mach ich- und das mach ich auch. Notgedrungen und vom Überlebenswillen angetrieben habe ich die allgemeinen Vorsätze erst unter Zwang und nun als Gewohnheit implementiert. Letztens hat man mich echt abgelinkt. Während einer Veranstaltung auf der die Hauptgetränke Bier, Sekt oder Wein waren, habe ich drei Kannen Tee getrunken. Das hat zwar zur allgemeinen Belustigung beigetragen aber was soll` s- nur als die Rechnung kam durfte ich 27 Euro für drei Kannen Tee blechen. Da hätte ich von fünf halben Weizen mehr gehabt. Ich habe aber auch überhaupt keinen Spass mehr am Trinken. Alkohol und Tabletten- das passt für mich nicht zusammen. Manche Umsetzung der Guten Vorsätze war also nicht ganz freiwillig. Aber auch die Guten Vorsätze auf der zweiten Ebene der – Wie man soll das Ganze nennen ? – sagen wir mal die Pyramide der Weiterentwicklung, wurden von mir mehr als nur angegangen. Sei nett zu deinen Mitmenschen zum Beispiel (ohne mir die Butter vom Brot nehmen zu lassen- und meine andere Backe halte ich bestimmt nicht hin). Damit kommen meine Mitmenschen und im speziellen meine Familie nicht so ganz klar. Noch immer wird hinter jeder Nettigkeit meinerseits eine Finte oder Gemeinheit vermutet. Ich denke es wird noch eine Weile dauern bis dahingehendes Vertrauen aufgebaut ist- und ja ich muss in den wenigen Momenten der Schwäche dem Impuls widerstehen gemein zu sein. Man sagt, wer schreit hat Unrecht. Das ist durchaus richtig, wem die Argumente ausgehen der muss sich anders versuchen durchzusetzen. Aber nicht nur wer unrecht hat kann dem Brüllen verfallen. Stößt der Rechtschaffene auf Ignoranz kann er auch ganz schön laut werden. Es gibt nicht umsonst den Spruch: Wer nicht hören will, muss fühlen. Je lauter man wird, auf desto größeren Widerstand trifft man beim Gegenüber. Also lehnt man sich entspannt zurück und wartet bis das prognostizierte Ereignis eintritt und der andere sich vermutlich die Finger verbrannt hat. Nichts ist nachhaltiger als wenn das Leben einen überzeugt. Wichtigste Voraussetzung- Geduld. Toll. Das sind Sprüche die von einem Altvorderen stammen könnten. Manche Ereignisse können die Lebenserfahrung beschleunigen wenn man aus seinem alten Trott herausgerissen wird. Wer immer das macht, was er immer tut, bekommt das was er immer bekommt. Jedenfalls muss ich mir bis Silvester noch ein paar neue Gute Vorsätze überlegen. Oder ich setze wegen Planübererfüllung aus. Schließlich darf man seine Umwelt nicht zu sehr überfordern. Insofern wünsche ich einen guten Rutsch und man hört sich ...

... im nächsten Jahr ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.543.368 von spielkind0815 am 26.12.17 06:54:57Oh Mann Spielkind! Ja die ganz neuen Erfahrungen und Empfindungen lassen doch so manches im neuen Lichte erscheinen. Die Maus kann inzwischen zaubern, klar. Und dann war da doch dieser Vollpfosten, dieses selten dämliche Arschloch, der wo in der Familie aufgenommen werden sollte oder wollte. Haste?

Spaß beiseite, wünsche schon mal gut rein zu rutschen ins Neue.
Alles wird gut ...

Bekommen wir nun eine neue Regierung und damit die Neuauflage der GroKo? Ich hoffe doch schon. Nicht, weil ich ein begeisterter Anhänger von Schulz, Merkel und Co. bin. Eher das Gegenteil ist der Fall. Warum also dann? Pauschal gesagt: Damit es genauso schlecht weiterläuft wie bisher. Für mich gilt immer noch der Spruch, bevor es besser laufen kann, muss es noch mal richtig scheiße werden. Nur so kann es zu einem Paradigmenwechsel kommen. Nehmen wir doch die Bundestagswahl im September als gravierenden Punkt hin zu diesem Paradigmenwechsel. CDU, CSU und SPD sind abgewatscht worden. Warum wählt die eigentlich noch jemand, wenn sie gefühlt dafür verantwortlich sind, dass dieses Land an die Wand fährt? Weil für viel Menschen diese Parteien momentan alternativlos sind. Es geht nicht vordergründig darum, dass die AfD eine angeblich anrüchige Ideologie vertritt. Oder das die Staatspropaganda aus allen Rohren gegen diese Partei schießt. Die gleiche Staatspropaganda hat mit genau den gleichen Phrasen damals gegen die Linke gewettert. Oder vor Jahrzehnten war es die DKP deren Anhänger mit Berufsverboten belegt wurden. Momentan haben wir gerade ein linkes Staatsdogma. Die etablierten Parteien sind für viel Menschen alternativlos weil sie einzuschätzen sind. Sie sind zwar übel aber man weiß so ungefähr was auf einen zukommt. Wenn- ich mich mit normalen Leuten unterhalte bekomme ich in den seltensten Fällen zu hören, „die sind mir zu rechts“. Mehrheitlich kann diese Partei nicht eingeschätzt werden. Insbesondere, wenn es um die Sozialpolitik geht. Und Unsicherheit drückt nun einmal das Wahlergebnis. Dass die Menschen sich in jeder Hinsicht nicht mehr sicher fühlen haben die etablierten Parteien an ihren Wahlergebnissen gesehen. Interessiert es sie? Nö. Frau Bundeskanzlerin Merkel hat es doch schön ausgedrückt, wenn sie meint, die CDU habe den Regierungsauftrag erhalten. Gut, aus ihrer Sicht mag es mit der Regierungsbildung halt ein bisschen länger dauern – aber was soll es. Ob nun richtige Bundeskanzlerin oder nur geschäftsführende Bundeskanzlerin- wo ist da der Unterschied? Irgendwer wird schon nach der Macht sabern. Das die Situation für ihre Machtposition brandgefährlich ist, scheint sie nicht wahrzunehmen. Die FDP will die neu gewonnene Wählergunst nicht gefährden und die SPD wollte sich unter Schulz neu aufstellen und der Erosion der Wählergunst vorbeugen, indem sie in die Opposition geht. Persönlich glaube ich nicht, dass es zu einer Neuauflage der GroKo kommt. Es kommt darauf an, ob die Parteispitze aufgewacht ist und an einem nachhaltigen Wiederaufbau denkt oder diesen wegen vier Jahren mitregieren dürfens aufs Spiel setzt. In der jetzigen Situation kann es nur besser werden. Wir haben zur Zeit keine Regierung. Aber die Parteien müssen sich zu allen wichtigen Themen erklären obwohl sie nicht für vier Jahre sicher im Sattel sitzen. Theoretisch müssen sie sich jetzt an ihrem Wahlkampf messen lassen. Der Spruch: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“, kann in der jetzigen Situation schnell zum Bumerang werden. Kommt es im April zu Neuwahlen wird es sehr schwer den Wählern zu erklären, warum man die Wahlversprechen aufgeben musste (brechen ist so ein hartes Wort) obwohl man noch nicht einmal an der Regierung beteiligt war. Sollte es zu einer Regierungsbildung kommen dauert es halt länger bis die „Volksparteien“ soweit in der Wählergunst erodieren bis sie zu einem Paradigmenwechsel gezwungen werden. Veränderungen geschehen langsam. Schreien bringt überhaupt nichts. Nehmen wir doch einfach mal die verhärteten Fronten um die Migrationspolitik. Die einen sagen, Flüchtlinge sind wertvoller als Gold, die andere Seite meint es sind alles Schmarotzer und Invasoren. Warten wir es ab. Die Propaganda jeglicher Couleur wird von der Realität eingeholt. Bis zu einer Entscheidung gilt es die möglichen persönlichen Kollateralschäden möglichst gering zu halten. Nicht die Menschen passen sich auf Dauer der Politik an sondern die Politik passt sich den Menschen an. Das ist keine Frage des Ob sondern lediglich eine Frage des ...

... Wann ...
Idiokratie ...

„Demokratie ist zweifellos die größte Errungenschaft, zu der wir Menschen es gebracht haben. Was aber, wenn die Klügeren, die Besonnenen und Rücksichtsvollen immer öfter den Schreihälsen weichen, den Wichtigtuern und den Selbstherrlichen? Dann wird aus der Demokratie ganz schnell eine Idiokratie, eine Diktatur der Dummen.“
Wenn man sich mit dem Warum beschäftigt- Warum unsere Gesellschaft und schauen wir über den Tellerrand- Warum scheinbar gerade die westliche Gesellschaft gegen die Wand gefahren wird, raucht einem irgendwann der Kopf. Die Thematik erscheint so komplex, dass- wenn man meint einen Zusammenhang hergestellt zu haben, die Argumentation löchrig erscheint, eben weil ein ganzes Themengebiet unberücksichtig geblieben ist. Irgendwann habe ich mir den Film „Idiocracy“ reingezogen. Der Inhalt: Die Menschheit wird im Verlauf der Jahrhunderte immer dümmer und ein Typ mit einem heutigen Durchschnitts-IQ ist, nachdem er tiefgefroren wurde, plötzlich der intelligenteste Mensch der Welt. Ich dachte deshalb der Begriff Idiokratie sei lediglich eine Wortschöpfung für einen Film. Weit gefehlt- es gibt unzählige Publikationen die sich mit der Herrschaft der Dummen auseinandersetzen. Die Idiokratie ist natürlich keine anerkannte Regierungsform jedoch erscheinen mit ihr viele Handlungswidersprüche in der Gesellschaft erklärbar. Die Idiokratie ist das verzerrte Spielbild der Demokratie. Quasi die dunkle Seite zu der jede Demokratie wird, wenn sie sich erschöpft hat, bis sie sich zur vollendeten Diktatur wandelt. Ein Bindeglied oder auch Übergang. Die Menschen wählen in einer Demokratie immer die Schreihälse, Wichtigtuer und Selbstherrlichen. Wer lässt sich schon von einer grauen Maus vertreten? Und sind diese erstmal an der Macht, werden sie alles tun um diese Macht zu erhalten. Das erreicht man im Wesentlichen mit Wahlgeschenken und Massenverdummung. Je dümmer das Wahlvolk umso besser für die Herrschenden. Und der einzelne Mensch muss nicht wirklich dumm sein, es reicht, wenn er nur partiell intelligent ist. Fokussiert auf sein „Fachgebiet“ aber nicht in der Lage komplexe allgemeine Zusammenhänge zu erkennen- ein Fachidiot. Und dann natürlich die Wahlgeschenke- in Form von sozialen Zuwendungen, die irgendwann sogar zur Notwendigkeit werden, da durch Fehlentscheidungen zuviel Geschirr zerschlagen wurde. Und zu guter Letzt hat die Summe der Fehlentscheidungen ein solches Ausmaß angenommen, dass selbst das Dummvolk nicht mehr mitspielt. Staatslügen, Sanktionen und Repressalien gegen einzelne oder Personengruppen und schließlich die Einführung einer Diktatur, um sich den Machterhalt auf Dauer zu sichern. Immer wenn eine Äußerung durch irgendwelche Volksvertreter getätigt wird, bei der sich der normale Bürger an den Kopf fasst, muss man sich nur fragen- Wie soll diese dem Machterhalt dienen? Oder: Welche Fehlentscheidung soll damit vertuscht werden? Die Lage erscheint auf den ersten Blick hoffnungslos, wenn man sich das ganze Dilemma ansieht. Aber wie in jedem System gibt es Gegenkräfte, da jedes System sein Idealzustand anstrebt, ... dem Gleichgewicht ...
Demut ...

Da immer noch Weihnachten ist und der letzte Beitrag nicht im Ansatz erreicht hat, was ich ausdrücken wollte, versuche ich es halt noch mal. Anfang des Jahres wäre ich fast gestorben. Im Krankenhaus die Diagnose Schlaganfall, Bluthockdruck und oben drauf noch ein schönes großes Aneurysma. Egal wie ich jetzt manches beschreibe: Auf die Ärzte lasse ich nichts kommen. Während die Ärzte an mir herumzerrten kam ich eigentlich nicht dazu, mir irgendwelche Gedanken zu machen. Erst als ich versorgt war und auf den Monitor starrte der meinen Blutdruck überwachte, fragte ich mich, ob es das jetzt gewesen war. Überall führten Schläuche in mich hinein und die Überwachungsmonitore piepten. Eben hatte ich noch vor dem Fernseher gesessen und jetzt lag ich im Krankenhaus. Gerade hatte man sich noch unbesiegbar gefühlt und plötzlich wurde man mit dem eigenen Tod konfrontiert. Drei Wochen lag ich im Krankenhaus und bei meiner Entlassung wollte ich eigentlich nicht raus. Denn auf einmal sollte ich wieder selbst Verantwortung für mein Leben übernehmen. Stück für Stück habe ich mich dann ins Leben zurückgetastet. Immer wieder (kontrolliert) zurück ins Krankenhaus um das Aneurysma auszuschalten. Jetzt schluck ich morgens und abends wie Millionen anderer Mitbürger Tabletten um die Maschine am Laufen zu halten. Tabletten die ich wirklich brauche, anders als so mancher Naturheilkunde Quacksalber vielleicht meinen würde. Aber diese Geschichte wird ein andermal erzählt.
Knapp ein Jahr später kann ich sagen, dass ich wieder fast wieder körperlich hergestellt bin. Ich könnte jetzt behaupten, ich habe ein Jahr verloren, weil ich Dinge machen musste die nicht geplant waren und von meinem gewollten Lebensweg abweichen musste. Aber das ist Quatsch. Und diese Erkenntnis reift in mir gerade jetzt eben heran, während ich schreibe. Ich habe mich oft abgehängt gefühlt, so als ob das Leben weiterläuft und ich auf der Bank sitze und dem Spiel nur zuschauen darf. Jetzt gerade realisiere ich, dass dieses Jahr ein Teil meines Lebens ist, welches in der Summe Erfahrungen und Empfindungen hat entstehen lassen, die meine zukünftigen Entscheidungen komplex beeinflussen werden. Wichtig für mich ist, dass ich nicht in den alten Trott verfalle. Ich war jetzt eine lange Zeit einer Extremsituation ausgesetzt aufgrund derer ich zu neuen Erkenntnissen gekommen bin und auch danach gelebt habe. Mit der zunehmenden Genesung merke ich, wie sich alte Verhaltensmuster wieder einschleichen. Das Vergessen und Verarbeiten des Gewesenen hat eingesetzt- und das ist auch gut so. Wenn man nachher wieder das alte Arschloch ist, das man vorher war ist es doch gut so. Jedenfalls aus der eigenen Sicht. Man hat alles überwunden und ist wieder normal. Ich für meinen Teil habe gemerkt, dass die Veränderung meiner Persönlichkeit während des vergangenen Jahres mir gut getan hat. Ich habe mein Leben in seiner Wechselwirkung zur Umwelt anders wahrgenommen. Nur ums eins klar festzustellen- ich bin nicht geläutert. Ich bin schließlich immer noch ein Mensch. Man soll seine gemachten Erfahrungen annehmen, sich aber nicht von ihnen bezwingen lassen. Was meiner Meinung nach bei der Behandlung von solchen Extremsituationen zu kurz kommt, ist die psychologische Betreuung. Plötzlich ist alles anders, du weißt nicht wie es weitergeht und ob es überhaupt weitergeht. Die Gedanken gehen immer weiter und malen sich ein Schrecksszenario nach dem anderen aus. Und ja- man ist körperlich angeschlagen. Der eine Mehr , der andere Weniger. Genauso wie der Körper heilt, heilt auch die Seele, nur die Narben, die auf der Seele bleiben, machen einem mehr zu schaffen. Das Problem ist, dass die Angehörigen und Freunde damit überfordert sind und man irgendwann die Klappe hält. So, noch einen Tag Weihnachten ertragen ...

... und dann wieder alles auf Anfang ...
Weihnachten ....

Wie bringt man Gott zum Lachen? Erzähle ihm von deinem Plan. Man könnte es auch ein wenig weltlicher halten: 1. Kommt es anders und 2. als man denkt. Je mehr Lebenserfahrung man erlangt, umso mehr kann man diese alten Volksweisheiten unterschreiben. Die meisten klugen Sprüche stammen nun mal von alten Knackern und KnackerInnen. Gerade die Altvorderen haben noch die ultraschweren Zeiten nach dem Krieg erlebt und haben zwangsläufig das Auf und Ab auf ihrem Lebensweg gelebt. Heute Pfui morgen Hui. Dazu noch eine Zeit, in der die ursprünglichen Werte noch gestimmt haben. Und zu diesen Werten gehörte auch die Demut. Nicht die Demut im sklavischen Sinne sondern die Erkenntnis, dass das eigene Leben und das eigene Selbst einen Wert hat. Einen Wert für sich selbst und auch für andere. Aus diesem Wissen entspringt die Kraft immer wieder aufzustehen, wenn es mal nicht so gut läuft und das Leben Backpfeifen austeilt. Gibt genug Lieder darüber. Selbst so ein Film wie „Fuk you Goethe“ (Teil1) sagt nichts anderes aus. Ist das jetzt richtig falsch geschrieben? Na egal. Ist doch sowieso schon unerheblich wie die deutsche Sprache verkauderwelscht wird. Wo war ich? Ach- bei der Demut vor dem Leben und wie das nun nach meiner Auffassung im Zusammenhang zu Weihnachten steht. Ich hatte so tiefgründige Worte in meinem Kopf, die ich noch heruntertippen wollte. Alles weg. Meine Zaubermaus ist gerade aufgestanden und will den Tag mit mir durchsprechen, ständig quatscht sie mich von der Seite an und bringt mich aus dem Konzept. Also kurz und bündig: Die nächsten Tage können stressig werden. Manchen mag die aufgesetzte Weihnachtsfröhlichkeit wie Heuchelei vorkommen und anstatt das Weihnachtsfrieden herrscht, ist man vielleicht Sticheleien ausgesetzt und möchte dem Gegenüber lieber das Tranchiermesser in den Hals rammen anstatt ihn zu umarmen. Der Mensch ist schlecht, durch und durch. Nur die Menschheit hat es seit ein paar tausend Jahren geschafft zu überleben. Immer wenn es ganz übel wurde hat man sich am Riemen gerissen. Der Weg zu einem höheren Bewusstsein fängt im Kleinem an. Weihnachten ist so ein Trigger an dem versucht wird, jedenfalls an den drei Tagen, besser als sonst zu sein. Das mag nach Heuchelei aussehen, ist jedoch ein Anfang. Und dieser Anfang läuft jetzt seit knapp zweitausend Jahren. Insofern sollte man seinen eigenen Wert erkennen und dem Leben seinen Tribut zollen. Also nicht so stressige ...

... Weihnachten ...
Wann kommt der Crash, Wann kommt der Crash ...

Bekanntlich sagt man, dass ein Crash an den Börsen ein plötzliches Ereignis ist, dass aber ausfällt, wenn alle Marktteilnehmer davon ausgehen, ein Crash sei wahrscheinlich. Begründet wird dies mit dem Argument, die Marktteilnehmer seien dann ja darauf vorbereitet. Dieses Argument ist für mich nicht schlüssig und schon gar nicht nachvollziehbar. Aber- ich las mich gerne eines Besseren belehren. Also gut. Schwarzer Schwan kommt, Schwarzer Schwan landet. Dann ist die nächste Frage, ob es die breite Masse überhaupt interessiert. Übrigens ich gehe hier von dem amerikanischen Markt und den amerikanischen Anlegern aus. Die sind immer noch die Leitbörsen der Welt und haben eine entsprechende Aktienkultur, während die Aktienkultur in Deutschland praktisch nicht vorhanden ist. Gut, interessiert die breite Masse der Schwarze Schwan, schreien alle : „Verkaufen, Verkaaaufen ...“. Aber auch das reicht für einen Crash noch nicht aus. Dann kommt es zur Volatilitätsunterbrechung, der Handel wird ausgesetzt, damit sich die Gemüter beruhigen. Der Handel wird wieder ausgenommen. In diesen paar Minuten entscheiden sich die „Big Boys“ ob sie den Crash nicht zulassen wollen oder er ihnen gelegen kommt. Bisher wurden jegliche rasanten und alle normalen Kursrücksetzer aufgekauft soweit an den Märkten überhaupt Schwarze Schwäne, na gut Schwänchen, zur Kenntnis genommen wurden. Natürlich gibt es auch noch die Plunge and Protect Teams, die lange Zeit als Verschwörungstheorie abgetan wurden, deren Aufgabe es ist die Märkte abzusichern. Wahrscheinlich ist damit gemeint- ein Crash kommt nicht so einfach. Die Voraussetzung ist also, dass ein Crash zugelassen werden muss. Heute können in Sekunden unbegrenzte Geldmengen zum Kauf von Aktien zur Verfügung gestellt werden und Algorithmen können in Sekunden fallende Märkte auffangen. Warum sollte man überhaupt einen Crash zulassen? Ist doch schön wie es ist. Alle werden reich. Es können nicht alle Reich werden. „Reich werden“ ist ein Prozess der Umverteilung. Du hast im Lotto eine Million gewonnen und bist jetzt reich? Die Einsätze aller Spieler wurden an dich umverteilt. Du hast ein tolles Produkt geschaffen, dass der Rest haben will und dir aus den Händen reist? Umverteilung. Du beutest als Unternehmer deine Angestellten aus? Umverteilung. Du willst an der Börse Reich werden? Umverteilung. Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. Es sieht so aus, dass bei den Amis auch der letzte Privatanleger in den Markt strömt und die Cashquote ziemlich niedrig ist. Dafür liegt die Margin debt auf Allzeithoch. Die Privatanleger treiben die Börsen auf Allzeithoch und zwar jetzt vielleicht ganz alleine. Die Großen werden bald damit beginnen ihre Aktien den Privatanleger überzuhelfen und dann Short gehen. Es stellt sich nur die Frage, ob sie bis in den Januar warten oder die Ersten noch zwischen Weihnachten und Neujahr anfangen. Die Ersten bekommen die besten Kurse, die Meinung von Ronald Gehrt. Stellt sich die Frage, ob Korrektur oder Crash. Es wird jetzt eine Korrektur zwischen 6 und 10 Prozent erwartet, bevor die Rallye erneut startet. Was wird die Gier der Big Player zulassen? Eine Korrektur wird von allen eingepreist und beschädigt das Vertrauen der Privatanleger nicht. Ein Crash von 40 oder fünfzig Prozent ist schon eine andere Hausnummer. Warum ein Crash und keine längere Korrektur? Wegen der Zeit. Schließlich sollen die Börsen wegen der Steuerreform wieder steigen. Warran Buffett soll mit 100 Milliarden Dollar an der Seitenlinie stehen und auf den Einstieg warten, andere wahrscheinlich ebenfalls mit hohen Summen. Lohnt sich da eine Korrektur von lediglich 10 mickrigen Prozent? Das ist die Frage. Was mach ich mit der „Erkenntnis“? Die möglichen Kursverluste aussitzen oder jetzt aussteigen und eventuell ein bisschen Performance verlieren. Für mich war letzteres die Bessere Alternative. Dazu noch ein paar Short ETF mit dem Risiko des Rollverlustes. Schauen wir mal. Ein bisschen Gold und USD/Yen Short, also sichere Häfen. Und wenn alles anders kommt- was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Denn Erstens kommt es anders ...

... und zweitens als man denkt ...
Hoffnungen, Erwartungen und Schulden ...

Derzeit opfern wir unsere Zukunft um die Gegenwart zu retten. Vielleicht opfern wir nicht unsere eigene Zukunft aber jedenfalls die unserer Nachkommen. Also die des eigenen Kindes oder der Kinder die gerade neben einem an der Hand laufen und vertrauensvoll in die Zukunft schauen. Könnte mir egal sein- ich hab keine Kinder. Diese Art des isolierten Denkens ist abstoßend und unpatriotisch. Es ist entweder der Ausdruck totaler Ignoranz oder Kurzsichtigkeit. Aber das ist eine andere Geschichte. Es wird also in der Zukunft ein Schaden eintreten der erheblich sein wird. Ich meine einen wirtschaftlichen Schaden basierend auf dem Schuldenmachen der letzten Jahre und dem weiteren Schuldenmachen in der nächsten Zeit. Der Beitrag ist der Aussage zweier Meinungen geschuldet, die ich gelesen haben. Die erste Aussage war, jeder Schuld steht auch Vermögen gegenüber und zweitens, das System braucht Schulden um zu funktionieren. Vermögen stellt die Summe aller goldwerten Güter dar, eigentlich. Jedenfalls stellt es die Summe aller geldwerten Güter dar. Auf den Augenblick bezogen ist Vermögen eine statische Größe. Erst wenn diese Vermögen investiert wird, fängt es an sich zu bewegen. Wirft also Rendite ab oder nicht. In diesem Moment des Investierens wird aus dem Vermögen eine Forderung. Die Forderung besteht einem Dritten gegenüber mit der Maßgabe das eingesetzte Kapital plus der vereinbarten Rendite zum vereinbartem Termin zurückzuzahlen. Kann der Schuldner die vereinbarte Summe nicht zurückzahlen, ist die Forderung wertlos und das anfängliche Vermögen ist weg. Zahlt der Schuldner eine Schuld zurück erlischt die Forderung und Vermögen entsteht wieder mit einem Vermögenszuwachs. Vermögen und Schulden stehen sich also nicht gegenüber. Insofern stimmt die Aussage, dass unser jetziges System Schulden braucht, damit es zu einem Vermögenswachstum kommen kann- wenn der Schuldner seine Schuld tilgen kann. Schulden sind immer zurückzuzahlen. Angesichts einer weltweiten Schuldensumme in Höhe von 200 Billionen oder 250 Billionen Dollar (wer weiß das schon) wird oft behauptet die Schulden sind nicht zurückzuzahlen. Damit ist wohl eher gemeint die weltweiten Schulden können nicht zurückgezahlt werden. Schulden sind immer zurückzuzahlen. Das Staaten sich immer weiter verschulden können, bedeutet nicht, dass Schulden nicht zurückzuzahlen sind. 2017 nahm der Schuldendienst in Deutschland mit 6% den vierten Platz bei den Staatsausgaben ein. Investoren investieren in unsicherer Anlagen mit der Erwartung höhere Renditen dafür zu bekommen. Die Belohnung für ein gesteigertes Risiko des Zahlungsausfalls stellt die in Aussicht gestellte höhere Rendite dar. Das ist dann für mich aber kein Investment sondern reine Zockerei mit der Gefahr des Totalverlustes. Wenn ein Staat seine Schulden nicht zurückzahlen kann, ist er pleite. Per Definition besteht der „Staat“ aus einem Staatsgebiet, einem Staatsvolk und einer Staatsgewalt (Verfassung). Wenn die Bevölkerung pleite ist, dann ist auch der Staat pleite, es sei denn, man sieht den Staat als abgekoppelten Leviathan an, was man uns gern zwecks Unterdrückung weiß machen will, das aber nicht zutritt, da ein Staat eben aus Menschen besteht. Warum aber opfern wir unsere Zukunft und insbesondere die Zukunft unserer Kinder um die flüchtige Gegenwart zu retten. Schulden müssen immer zurückgezahlt werden und zwar in der Zukunft. Um Schulden bedienen zu können, muss der Staat Mehreinnahmen haben oder Sparen (Drucken von Geld verlagert nur das Problem nach hinten, bis das Vertrauen der Geldgeber weg ist). Mehreinnahmen werden durch Steuererhöhungen oder durch Verkäufe von Volkseigentum generiert. Alles was im staatlichen Eigentum steht ist Volkseigentum, weil das Volk der Staat ist und die Anschaffung durch staatliche Mittel aufgebracht wurde. Natürlich werden auch Staatsanleihen an den Mann gebracht werden. Nur diese stellen eher eine Umschuldung da, bei welcher der Schuldenberg hinterher höher ist. Ungesund hohe Schulden gefährden damit das System und fördern es nicht.
Bei Unternehmen ist es ähnlich, wenn die Gewinne wegbrechen, muss gespart werden. Entlassungen, niedrige Löhne damit fehlende Nachfrage und die Deflationsspirale beginnt sich zu drehen, weil die Menschen darauf angewiesen sind, dass die Preise weiter fallen. Wie sagt, meine Erwartung ist, dass es Deutschland besonders hart treffen wird. Die Deflation wird schon schlimm. Aber mittlerweile ist soviel Geld in die Vermögensanlageklassen geflossen, dass diese irgendwann platzen, wenn die Renditeerwartungen der Anleger nicht mehr erfüllt werden. Dieses Geld wird sich seinen Weg suchen und die Inflation anheizen. Dann landen wir in der Stagflation.
Rezession plus Inflation. Mir ist klar, dass dies nicht Hundertprozentig die Definition der Stagflation ist. Also meine Meinung Konsumpreise runter, Verbraucherpreise hoch und damit einhergehend eine weitreichende Verelendung breiter Bevölkerungsmassen. Damit es uns jetzt gerade gut geht aufgrund der ausufernden Schulden und so mancher Schreihals meint, wir leben in der Besten aller Welten opfern wir unsere Zukunft für eine Wohlstandillusion. Irgendwann wird die Zukunft zur Gegenwart , dass ist unveränderbar. Hoffnung ist ...

... hinausgezögerte Enttäuschung ...
Diskussionskultur ...

Wenn ich mit anderen diskutiere, kommt es des Öfteren vor, dass ich als Einleitung zu hören bekomme: „Blödsinn, Unsinn usw. ...“. Ich habe meine Meinung oder Einschätzung zu einem Thema abgegeben und gleich kommt von meinem Gegenüber „Das ist doch Blödsinn.“ Nö, da wird über das eben Gehörte nicht einmal kurz nachgedacht sondern gleich Kontra gegeben. Ja klar, diese Geflogenheit war schon immer in uns Menschen innewohnend. Aber im Moment fällt es mir halt mal wieder besonders auf. Je emotionaler das Thema desto aggressiver die Reaktion. Gehen die Argumente aus wird entweder herumgebrüllt oder der Gesprächspartner bricht das Gespräch mit dem Argument ab, dass man auf dieser Grundlage nicht diskutieren könne. Auf welcher Grundlage bitte schön? Derjenigen, dass man Recht hat? Am Besten sind sowieso Frauen. Erst beklagen Sie sich, dass man als Mann nicht genug redet und sein Innerstes nach außen stülpt- und dann „redet“ Mann und die wollen das scheinbar gar nicht hören. Nee jetzt echt mal. Wenn Mann dann ganz entnervt ist (also ich) und mitteilt, das Reden doch wieder einzustellen, weil es ohne Reden viel harmonischer war, bekommt man (also ich) wieder zu hören: „Das ist jetzt aber auch Blödsinn.“ Es nervt voll ab. Wobei die Diskussion mit Frauen eh noch so eine Sache für sich ist. Aber ich frag mich schon, weshalb es immer schwerer wird in einem gesunden Maß Argumente auszutauschen. Es kann ja nur daran liegen, dass die Grundregel für eine Diskussion heute lautet: „Regel Nr.1, Ich habe immer Recht.“ „Regel Nr.2, „Beachte Regel Nr.1“. Lassen wir die Trolle mal beiseite die nur diskutieren um den Diskussionspartner zu provozieren. Die ziehen ihre Lebensenergie aus den negativen Schwingungen, die sie verursachen. Das sind Parasiten. Die Reaktion fällt umso heftiger aus je „abwegiger“ die eigene Ansicht wird, wenn der Gegenüber Recht behält und wenn die eigene Ansicht mit einer konkreten Handlungsentscheidung verknüpft ist. Die Entscheidung kann dann als Fehlentscheidung interpretiert werden. Da belügt man sich doch lieber selbst, so lange es eben geht. Und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann sind selbstverständlich alle anderen daran schuld. Der Spruch: „Ich hab es dir ja gleich gesagt.“, hat bestimmt schon zu so mancher Affekthandlung geführt. Man kann sich alles denken, aber manchmal sollte man die Klappe halten. Ach so ja. Ich wollte noch meine Meinung zum Bitcoin kundtun. Man lässt sich den Bitcoin richtig aufblasen und dann verbietet man ihn einfach oder sorgt dafür, dass er zusammenbricht. Dem Bitcoin steht keine Forderung gegenüber. Wenn der Crasht ist man auf einen Schlag eventuell ein paar Billionen von Papiergeld aller Währungen los, die das Wirtschaftsgefüge gefährden. Nicht umsonst heißt es : „Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es ist egal wer die Gesetze macht.“ Warum wohl wurde die FED gegründet. Ich glaube nicht, dass die sich jetzt auf einmal die Butter vom Brot nehmen lassen. Mensch, das Thema Bitcoin ist ja auch so ein Reizthema bei dem viele ihre gute Kinderstube vergessen. In diesem Sinne ...


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