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Die Weltwirtschaftskrise: Was tun? / ! - (Seite 189)

eröffnet am 08.11.08 13:22:25 von
neuester Beitrag 16.04.21 21:35:24 von


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13.02.21 09:21:58
Beitrag Nr. 1.881 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.988.196 von Sternen-Staub am 12.02.21 23:40:06'...Wenn es nach den Ökonomen der Modern Monetary Theory geht, können alle Notenbanken
ad infinitum Geld aus dem Nichts schöpfen, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen....'


Bin kein Ökonom, sehe das aber genauso.

Import:

'..Dem Mann können wir vertrauen, während die meisten Silber ETFs lediglich ein Papier in der Hand halten mit einem Anspruch auf Silber....'

Einfach auf die Modern Monetary Theory ausweiten.... Licht und Feuer-werk. :)
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13.02.21 12:25:35
Beitrag Nr. 1.882 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.989.753 von Astgabel13 am 13.02.21 09:21:58@ Astgabel
Vielleicht nimmst Du Dir einfach die Zeit in diese Materie einzutauchen?

Sterni *


Zitat von Chef_III: Ich lebe im Jetzt und Jetzt ist erstmal ein Riesen Aufschwung in den USA angesagt, dank der super Erfindung des Gelddruckens.
51 von 56 Ökonomen gehen davon aus das binnen eines Jahres die Wirtschaft in den USA Vorkrisenniveau erreicht.
In der EU wird es ähnlich sein und In China läuft es sowieso.
Irgendwann gibt es mal einen Schuldenschnitt und per Knopfdruck werden die Bilanzen der FED und EZB bereinigt ohne das ihr Schwarzseher irgendetwas davon mitbekommt.😂😂......leider werden das die meisten in diesem Thread nicht erleben.



Das hört sich ja so an, als ob die Neue Ökonomie das Perpetuum mobile erfunden hätte!

Diejenigen, die diese rosarote Brille aufhaben, werden ein besonders harte Bruch - und
Bauchlandung erleben – und alle anderen mit ihnen. -

Bisher sind 99 Prozent aller Währung auf diesem Wege gescheitert.
Das exzessive Gelddrucken verlängert lediglich den Untergang.

Prof. Dr. Christian Rieck
Wann kommt die große Inflation? (Zentralbankgeld und Quantitätstheorie)




Dauer: 20 Minuten

" * 1963 ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler.
Er ist Professor für Finance an der Frankfurt University of Applied Sciences"




Kurze Zusammenfassung für die Eiligen:
>Noch ist es nicht so weit, aber wenn dieser Weg weiter beschritten wird und die Notenbanken immer größere nicht-werthaltige Assets z. b. Staatsanleihen von bankroten Staaten in ihre Bilanz aufnehmen, dann kommt es zum point of no return...<

Konkret: die EZB ist lediglich 3 bis 5 Billionen zusätzlicher Schulden von diesem Punkt entfernt.


____________________________________________________________________

Wen jemand etwas gründlicher und länger den Sachverhalt erörtert haben möchte: ca. 75 Minuten




*
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13.02.21 12:41:46
Beitrag Nr. 1.883 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.991.697 von Sternen-Staub am 13.02.21 12:25:35Selbstverständlich:

"Wenn jemand...

@ Barrios
Danke für diesen Chart-Fund:


Zitat von barrios:


Der große Auftakt hat stattgefunden.
Jetzt kommt es darauf an, ob der Gong dieser Glocke die Schlummernden und Schlafenden
bereits wecken konnte.
In der kommenden Woche findet diese Entscheidung statt, indem der Silber-Kurs eindeutig und
nachhaltig über 30,- Dollar pro Unze steigt!
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13.02.21 17:33:42
Beitrag Nr. 1.884 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.991.697 von Sternen-Staub am 13.02.21 12:25:35ok: xycv
(Das System hat leider nichts anderes zugelassen, jetzt der Kernpunkt meines Beitrages: )

warum ?
DAX | 14.049,89 PKT
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14.02.21 11:27:36
Beitrag Nr. 1.885 ()
Handel und Wandel
eigene Gedanken

Weiten wir unseren Blick:

Schon zu Anbeginn der Menschheit, als der Mensch begann aufrecht zu gehen und von der Herde zur Horde wurde gab es beides: den Handel, der einem ständigen Wandel unterliegt.

Es liegt in der Natur der Sache, dass kein Mensch jederzeit überall über die Dinge verfügt, die er grundsätzlich braucht und zusätzlich begehrt.
Jeder Mensch ist ein Individuum und einzigartig. So sind es mit ihm auch seine Bedürfnisse und sein Begehren.

Der Handel begann als reiner Naturalientausch, dessen 'Währung' regional sehr unterschiedlich war. Ein sehr begehrtes Handelsgut war das Salz. So wurde Salz zu einer der ersten überregionalen 'Währungen', die in weiten Teilen der damaligen Welt als Zahlungsmittel akzeptiert wurde.
Später kamen Bernstein und Gewürze, Farben dazu. Es entstanden weit ausgedehnte Handelsstraßen. Aus der Historie sind die Seidenstraße (Ost-West) und die Bernsteinstraße (Nord-Süd) wohl die bekanntesten.
An ihren Schnittpunkten entstanden große Handelsplätze, Märkte.
An diesem Punkt und den Beispielen aus der Alten Welt unterstelle ich den Azteken, Maya, Olmeken und Inkas in der Neuen Welt eine analoge Entwicklung.

Mit der Ausdehnung des Handels wurde ein neuartiges Tauschmittel notwendig; ein universelles Tauschmittel, das von der überwiegenden Mehrheit der Handelspartner akzeptiert wurde: das Geld.

Mit der industriellen Revolution wurde ein gewaltiger Entwicklungsschritt in der Produktion materieller Güter vollbracht; die Warenproduktion vervielfachte sich explosionsartig.
Und erst an diesem Punkt treten theoretische Ökonomen oder ökonomische Theoretiker auf den Plan und entwickeln Gedankenmodelle, wie Handel funktioniert und der Wandel erfolgt oder erfolgen sollte.

Bis dahin hatte beides ganz gut ohne jede Theorie, einfach praktisch, funktioniert.
Ich halte fest:
Der Handel hat mit und in seinem Wandel in der Praxis von Anfang an stattgefunden; die angehängten Erklärungsversuche (Theorien) kamen erst sehr viel später dazu.

Und jede (neue) Theorie versucht, den stattfindenden Wandel abzubilden und zu 'erklären'.
So auch jetzt.
Wir erleben einen großen Umbruch, der ein neues Denken erfordert.
Erstmalig ist die Menschheit in der Lage, die Grundbedürfnisse (Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf) jedes Einzelnen ihrer Individuen zu gewährleisten, zu erfüllen.
(warum sie das nicht tut, liegt in der Natur der Sache, ist aber ein anderes Thema.)

Einem überbordenden Warenberg steht eine gewisse Menge Universaltauschmittel (Geld in den einzelnen Währungen) gegenüber, die die Menge des Warenberges materieller und auch immaterieller Güter nur teilweise abbildet.
Also wird 'neues Geld gedruckt'.
Dass daraus eine gewisse 'Schieflage' des Handels erwächst, ist ein anderes, weiter führendes Thema.

Tatsache ist und bleibt aber, dass der Handel sich wandelt; mit oder ohne Theorie.
Man / wir können nur versuchen umzudenken und diesen Wandel in neuen Theorien zu formulieren.

p.s.: noch bunter wird es, wenn verschiedene Ökonomen versuchen, Diskrepanzen zu errechnen oder / und sich entrüsten.
Dann fängt der Spaß richtig an. In einer globalisierten Welt.

Das Thema ist komplex. Und die Praxis eilt voraus.

Ich wünsche einen erbaulichen und angenehmen Sonntag

p.p.s.: der Transhumanismus ... ist keine Gotteslästerung. Das ist Selbstmord. Jedes Modell / jede Theorie kann die Wirklichkeit nur abbilden.
Mit der ihr eigenen, inne wohnenden Unschärfe.
DAX | 14.049,89 PKT
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18.02.21 15:17:19
Beitrag Nr. 1.886 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.999.157 von Astgabel13 am 14.02.21 11:27:36@ Astgabel


Hab´mir ein paar Tage Pause gegönnt! :D


Trotzdem konnte ich im crash - Thread lesen, dass Herr Rieck allein schon aufgrund seiner Haartracht es schwer hat,
von Dir zugelassen, gehört und ernst genommen zu werden.

Verstehe schon, ein Braten Pitt beispielsweise, könnte den größten Quark labern und wäre Dir trotzdem sympathischer?

Aber das ist in Ordnung. So ticken wir Menschen nun einmal.
Schon Martin Luther bemerkte vor mehr als fünfhundert Jahren, dass selbst die guten Argumente von einem Menschen nicht zählen, falls er uns unsympathisch sei! -


Habe eingesehen, dass längere mühsam erstellte Beiträge hier bei w : o nicht angebracht sind.
Lieber etwas länger Nachdenken und dann die Manier von Kollege Erdmann aus dem crash - Thread praktizieren:

zielgenau und treffend eine Bemerkung, einen Gedanken oder Kommentar gleichsam aus der Hüfte abfeuern!

Danke für Deinen Beitrag zur Entwicklung des Menschen unter besonderer Berücksichtigung von Wirtschaft und Handel -
und die Theorien darüber im Wandel der Zeiten!
Eine kurze tour dé horizon. ;-)


NB. Interessant zu sehen, dass es Dir widerstrebt, das Wort Herde im Zusammenhang mit Menschen zu sehen.
Während für mich eine Horde lediglich die synonyme Bezeichnung für eine kleinere Herde ist.
Hab`keine Skrupel von einer Gesellschaft von Millionen Menschen von einer großen Herde zu sprechen. :D


PS. Schön zu sehen, wie Du Dich bei w : o ins Getümmel stürzt und Dich auch nicht vor Konflikten
und Auseinandersetzungen scheust.


*
DAX | 13.907,00 PKT
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18.02.21 17:06:26
Beitrag Nr. 1.887 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.082.844 von Sternen-Staub am 18.02.21 15:17:19Hmmm ... da isser wieder. :D

Ich lasse mir auch Zeit.

Diese Haartracht ... wurde in meiner alten Heimat mit 'langhaariger, sympathischer Bombenleger' assoziiert. Und auch so benamst. Ob das hier toleriert wird ? probiere ich gerade.

Von mir aus kann jeder aussehen wie er will, solange es gepflegt (sauber) ist.
Etwas ganz Anderes sind die Hirnknödel, die Herrn Rieck entfleuchen. Habe ich mir einmal in voller Gänze angetan, und einen zweiten Versuch abgebrochen. Das macht mich fisselich, das brauch ich nicht.
Da krieg ich meine ganz persönliche Krise !
Bin ich jetzt Weltwirtschaft oder eher eine Amöbe ?

Tja, und die Herde ... wahrscheinlich hast Du Recht, immernoch alles Schafe und Ochsen.

Sehr schön, wie Du Deinen Kollegen feierst, bemerkenswert. :D
Er macht sich in letzter Zeit rar im crash-sräd, der Gutste.
DAX | 13.880,00 PKT
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19.02.21 09:14:26
Beitrag Nr. 1.888 ()
weiter

zur sräd-Überschrift:

- es gibt eine Wirtschaft
- es gibt eine Weltwirtschaft
- es gibt keine Krise

Kann es nicht geben.
Es kommt immer darauf an, aus welcher Richtung man das betrachtet:
aus Richtung der Akteure oder der Betroffenen.

Solange die Betroffenen sich weiter wie eine Herde Schafe und Hornochsen verhalten, bleiben sie Betroffene.
Wenn Betroffene ihre Sichtweise ändern, zu Akteuren werden, haben sie das Lager gewechselt.
-> es gibt keine Krise.
DAX | 13.932,00 PKT
6 Antworten
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26.02.21 14:24:48
Beitrag Nr. 1.889 ()
Zitat von greenanke: Du meinst also, eine Gold-/Silberwährung muss her?!

Lies Dir diesen Artikel bitte mal durch:

Vorsicht Goldwährung!

https://www.guenter-hannich.com/vorsicht-goldwahrung


Ein Auszug daraus;

Falsch verstandene Funktion des Geldes

Die Vorliebe für ein Goldgeld kommt von einer völlig falsch verstandenen Funktion des Geldes. Viele Leute meinen, Geld an sich müssen einen stofflichen Wert haben, übersehen jedoch, daß die dem Geld gegenüberstehenden Waren die einzige „Deckung“ sind.

Geld ist ein Gutschein, der den Erwerb von beliebigen Waren/Dienstleistungen ermöglichen soll. Im Endeffekt geht es in jeder Wirtschaft nur darum, daß Waren und Dienstleistungen gegeneinander ausgetauscht werden – Geld ist nichts weiter als ein Tauschvermittler.



Einige weitere Absätze:

Goldgeld bedeutet: Kein Gold, kein Geld, Armut

Goldgeld bedeutet: Kein Währungspuffer mehr zwischen den Staaten

Goldgeld ist immer Zinsgeld

Keine flexible Anpassung an die Wirtschaft möglich

Machtproblem




N e i n, drei Mal Nein!

Seit der Zeit unseres Reichskanzlers Otto von Bismarck vor gut 150 Jahren hat sich sich die Anzahl
von Gütern und Leistungen global je nach Rechnungsgrundlage 9000 bis 12 000 Mal vergrößert.

Im Vergleich dazu konnte die Vergrößerung der Kantenlänge des Goldwürfels nicht mithalten (zur Zeit trotz des Einsatzes gewaltiger Technik wird lediglich eine Vergrößerung von ca. 10 cm erreicht.-)

Jetzt kommt´s, bereits Bismarck beklagte sich über die einengende Wirkung einer Goldwährung.

Seit Jahren suchte ich vergebens nach dem Originalzitat von Bismarck, dass ich einmal las.
Daher leider nur sinngemäß:

> Eine goldgedeckte Währung ist wie eine Bettdecke, an der alle Länder und Staaten zerren,
so dass nie ein Staat oder die Staaten genug von dieser Decke abbekommen und alle – frieren.<


Also, die Einführung einer Goldwährung oder besser formuliert goldgedeckten Währung würde zu einem „Erstickungstod“ der gesamten Ökonomie führen.

Eine Währung sollte dem stürmischen Wachstum gerecht werden und es angemessen abbilden!
An diesem Punkt muss die berechtigte Kritik ansetzen.

Das globale Bruttosozialprodukt hat sich in 20 bis 25 Jahren verdoppelt und was geschah in dieser Zeit bei den einzelnen Währungen???


*
DAX | 13.794,50 PKT
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26.02.21 14:25:17
Beitrag Nr. 1.890 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.096.332 von Astgabel13 am 19.02.21 09:14:26
Zitat von Astgabel13: weiter

zur sräd-Überschrift:

- es gibt eine Wirtschaft
- es gibt eine Weltwirtschaft
- es gibt keine Krise

Kann es nicht geben.
Es kommt immer darauf an, aus welcher Richtung man das betrachtet:
aus Richtung der Akteure oder der Betroffenen.

Solange die Betroffenen sich weiter wie eine Herde Schafe und Hornochsen verhalten, bleiben sie Betroffene.
Wenn Betroffene ihre Sichtweise ändern, zu Akteuren werden, haben sie das Lager gewechselt.
-> es gibt keine Krise.




Eine Weltwirtschaftskrise als eine Angelegenheit der Perspektive zu interpretieren, ist sehr doch sehr gewagt.

Auch bei der großen Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es sicherlich auch Krisengewinner, für die es eine Jahrhundertchance war reich und wohlhabend zu werden aber für die meisten anderen?

Der alte Kostolany konstatierte, dass bei einem Notenbankzins von weniger als 3 – 3. 5 Prozent mehr Kapital ins System zu als abfließt und bei einem höheren Notenbankzins Geld dem System entzogen werde.

Als die Inflation Anfang der achtziger Jahre anzog, wagte der damalige FED – Chef Paul Volcker den Notenbankzins zeitweise sogar über 20 Prozent anzuheben!

Das große Dilemma fast aller großen Notenbanken besteht aktuell und in Zukunft darin, dass Ihnen dieses wichtige Mittel der Inflationsbekämpfung nun nicht mehr zur Verfügung steht.

Schon bei einer relativ moderaten Anhebung der Notenbankzinsen von vier, fünf Prozent würden die meisten Staaten unter ihrer Schuldenlast innerhalb kurzer Zeit zusammenbrechen.


*
DAX | 13.794,50 PKT
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