Vorsorgen für den Worst Case ? Ideensammlung

    Beiträge: 37
    neuester Beitrag 26.02.11 07:44:57
    eröffnet am 29.01.09 16:35:22
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      #37
      Rette sich, wer kann!
      Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, bereiten sich Menschen auf den nächsten, vielleicht endgültigen Finanzcrash vor: Sie legen Gärten an, horten Konserven und kaufen Bücher über Selbstversorgung. Alles Spinner und Verrückte? ... http://www.zeit.de/2011/09/Aussteiger-Endzeitstimmung?page=a…

      Also ich sehe das eher so:
      http://www.wallstreet-online.de/community/posting-drucken.ph… (Thread: Schönes neues Deutschland)
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      #36
      Klar kann es theoretisch zu bürgerkriegsähnlichen Mad_Max-Zuständen kommen

      Nein, das kann es nicht.
      Der Staat ist verpflichtet die öffentliche Ordnung sicherzustellen.
      Die gesetzlichen Grundlagen sind gem. Grundgesetz/Notstandsverordnunhgen vorhanden, womit auch sogenannte Schießbefehle legitimiert sind. Jeder gegen jeden, oder Faustrecht, ist auch in wirtschaftlich schlechtesten Zeiten ausgeschlossen. Der Staat behält immer das Gewaltmonopol, übrigens richtigeweise.
      Die EU hat sich erst vor ein paar Monaten die Rechtsgrundlage geschaffen, öffentlichen Aufruhr gewaltsam niederschlagen zu können, will sagen, auch zu schießen.
      Somit ist diesbezüglich nationales Recht auch EU-Recht.

      Es gibt Leute, die Deine Gedanken nicht teilen, die Sache verhöhnen und an den ewigen Sozialstaat in seiner heutigen Form glauben. Das bleibt diesen Leuten unbenommen.
      Du siehst das anders, machst Dir Gedanken, übernimmst Verantwortung und ergreifst Zukunftsvorsorge. Ich finde, Du bist damit auf dem richtigen Weg.

      Nun mußt Du nmE. entscheiden, was Dir wichtig ist, weil da auch mehrere Wege sind. Willst Du von der befürchteten Entwicklung/Notlage Anderer profitieren und reich werden, oder selber nur einigermaßen überleben und Deiner Familie Sicherheit bieten?

      So, wie ich Dich verstanden habe, ist Dir letzteres wichtig, also die Sorge um die Familie.
      In dem Fall geht nichts über die sogenannte weitestgehende Selbstversorgung, auch im erweiterten Sinn (Strom, Wasser, Brennmaterial, Fleisch, Brot usw.)

      Worst-Caseszenarien sind zwar zu erwarten, aber nicht absolut sicher. Niemand kann veraussagen wann die eintreten werden und was noch viel wichtiger ist was der Auslöser sein wird. Die allgemeine Annahme, dass der Zusammenbruch der Geldsysteme Urasache ist, muß so auch nicht eintreten. Es sind noch einige andere Urasachen denkbar/möglich.
      Abhängig von der auslösenden Ursache, müßtest Du auch entsprechend unterschiedlich vorsorgen.
      Wenn z.B. Geld hyperinflationiert, sind neben der Selbstversorgung Tauschobjekte geboten, will sagen alles Geld in Tauschobjekte wechseln.
      Bei einer 5 Jahre andauernden extremen Rezession hingegen, bringt Dich Geld am sichersten über die Runden, während die eben besprochenen Tauschobjekte, praktisch an Wert verlieren, noch bevor diese bezahlt sind.
      Apokalyptische Naturereignisse bedürften wieder andere Vorsorge.

      Wenn Werte/Reichtümer/Ersparnisse erhalten werden sollen isses auch schwierig den alleinigen richtigen Weg zu finden, weil Werthaltigkeiten immer von der Zeit und den umgebenden Umständen abhängen.
      Wenn der Staat z.B. Goldbesitz verbietet, nützen die heute angeschafften Nuggets gar nichts, weil der Besitz oder Handel mit Höchststrafen geahndet wird.
      Ein schuldenfreies Haus z.B. muss auch nicht das Allheilmittel sein, weil z.B. in Notsituation zwangsweise, obdachlose Menschen eingewiesen werden können, oder das Haus mit einer Zwangshypothek belastet werden kann.
      Kunstsammlungen helfen im Zweifel auch nicht weiter und es gilt das Sprichwort, wie man es macht ist es verkehrt. Man könnte das beliebig fortsetzen.

      Es bleibt also nichts weiter übrig, als Werte breit zu diversifizieren. Da mal was und dort mal was, in Abhängigkeit der Vermögenslage. Niemals aber alles auf eine Karte setzen.

      Auf gute Zeiten folgen schlechte Zeiten und danach wieder gute Zeiten. Also Vorsorge nicht bis in alle Ewigkeit planen und das gesamte Vermögen in die Vorsorge werfen.
      Für den Fall, daß eventuell schlechten Zeiten nicht aushaltbar sind, nach besserer Umgebung suchen, also Fluchtwege organisieren und planen.

      Hoffen wir mal, dass dies uns alles erspart bleibt, aber die Geschichte läßt kaum andere Schlüsse zu. Also ist Vorsorge allemal richtig.

      Gruß
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      #35
      Ach ja, AKTIEN!-Und zwar ausgewählte Werte! Die werden zwar allesamt auch einiges an Wert einbüßen, aber hinterm (eventuellen)Crash fangen sich diese wieder.

      Verrat auch bitte gleich welche das sind! ;)
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      #34
      #33 (40.631.486) Bürgerkriegsähnliche Zustände können vielleicht schneller als gedacht geschehen - man denke nur mal an die Streiks in Griechenland und Frankreich und da hat die Versorgung prinzipiell noch funktioniert und es hatte keiner Panik. Was bei einem echten Notfall los ist, wenn Millionen hungern, das kann man sich bei Millionen Schußwaffen in falschen Händen leicht ausmalen. Ganz entscheidend sind die Zukunftsaussichten, d.h. es passiert nicht viel, wenn alle auf eine baldige Besserung hoffen doch wenn klar ist, dass Millionen sterben werden, dann geht es so richtig rund. (imho)

      PS: http://www.wallstreet-online.de/community/posting-drucken.ph… (Thread: Schönes neues Deutschland)
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      #33
      @H.: Ganz ehrlich, mir gehts in erster Linie darum, die Kleinfamilie zu erhalten und erstmal mit dem Arsch im Warmen zu bleiben.

      Klar kann es theoretisch zu bürgerkriegsähnlichen Mad_Max-Zuständen kommen. Dann hilft nur noch ne Selbstschußanlage und ein kräftiger Generator für den Hochspannungszeaun. :D

      Hinsichtlich der Zwangshypothek und Staatsanleihenerwerb (wie in den 30ern staatlich durchgezogen) gibt es eine halbwegs gute Lösung, so man einen guten Freund mit ebenfalls bezahlter Immobilie hat. Man trägt sich (quasi als Überkreuzbeteiligung) gegenseitig eine Hypothek ein, damit die Grundstücke beide zu Gunsten des jeweils Anderen belastet sind. :rolleyes:
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      #32
      #31 (40.624.785) Nettes Hobby oder wenn man sonst nix besseres zu tun hat ...

      Der Punkt ist, dass das bei dir eine Wohlstandssicherung ist, die sich Millionen nicht leisten können und die auch nur was hilft, solange Recht und Ordnung weitgehend erhalten bleiben.

      Ganz praktisch sollte man auf Wasser, Essen und Bargeld für ein paar Tage achten (... Batterie-Radio, Taschenlampe, usw. halt das übliche). Wer es sich leisten kann, macht mit physischen Edelmetallen wohl auch nix verkehrt.

      Ganz wichtig ist es (wie in http://www.wallstreet-online.de/community/posting-drucken.ph… erwähnt) einen guten Staat zu erhalten, denn dann können viele langfristig überleben.

      Der Staat muss sich Gedanken machen, wie er sich (und die Bevölkerung) am besten auf Notfälle vorbereitet und dazu gehören sicher auch autarke unterirdische Lebenmittelfabriken - jedenfalls kann man sich ja mal ohne Panik überlegen, was man so gegen einen Supervulkanausbruch (z.B. Yellowstone) tun könnte. (alles imho)

      PS: nicht die Millionen Schußwaffen in falschen Händen vergessen, da besteht dringend Handlungsbedarf (Thread: Waffen in Deutschland).
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      #31
      Als Fred-Eröffner mal ein Backup:

      Ich hab im Februar 2009, nach meinen Überlegungen, einen Teil des freien Cashs in 1kg-Silbermünzen (Kookaburra, Koala) angelegt, weil darauf nur 7% MwSt. zu zahlen sind.
      Die Münzen sind ca. 100mm im Durchmesser und ca. 14 mm hoch und Volumen zu Wert in einem vernünftigen Verhältnis. Der Preis pro Feinunze lag damals um € 11,40/Feinunze 999/1000, heute bei ca. € 19,00 bis € 20/ Feinunze

      Gegen größere Mengen Gold habe ich mich damals entschieden, weil die Werthaltigkeit im Vergleich zu Brot/ Lebensmitteln besser ist und die Lagerfähigkeit ebenso gut.

      Bis jetzt fühle ich mich damit sicher. Um im Ernstfall auch kleinere Mengen Silber zum Tauschen zu haben, steht im Keller ein kleiner Elektroschmelzofen eines ehemaligen Juweliers, mit dem man bei max. 1200°C Silber, Gold und Kupfer einschmelzen kann, dazu hab ich ein Keramiksieb für die Granulatherstellung.

      Einen weiteren Teil habe ich in Schweizer Franken angelegt, um eine Barmittelreserve jenseits des Euro zu haben.

      Als dritten Baustein habe ich die Energieversorgung des Hauses für eine komplette Eigenversorgung vorbereitet.
      - eine kleine Solaranlage (erweiterbar auf Batteriespeicher und Eigenverbrauch),
      - eine Solarthermieanlage für Warmwasser und Heizung in der Übergangszeit, sowie
      - einen Heizkessel für Holzscheite, der parallel neben dem Gaskessel

      Was mir Sorgen bereitet, sind z.B. Bestrebungen in Ungarn, per Gesetz die privaten Rentenrücklagen zu privatisieren, um damit die Staatsschulden zu reduzieren.

      Auch ne Zwangsanleihe auf Immobilien kann letztlich jede Regierung innerhalb weniger Wochen durchsetzen, weil der Eigentümer damit immobil wird.

      Um dann schnell wegzukommen, bräuchte man eigentlich nen Zweitwohnsitz außerhalb der EU. Die Immobilie is dann natürlich entsprechend weniger Wert.

      Gruß E.
      Avatar
      #30
      Das Wichtigste ist es, einen guten Staat zu erhalten und ein Unrechtsregime zu verhindern.

      Alle Vorsorgemaßnahmen helfen in einem Unrechtsregime wenig. Je mehr man besitzt, desto eher wird man ausgeraubt. In der Wildnis können sich nur wenige verstecken und das längerfristige Überleben ist selbst mit Gewehr nicht trivial (man denke an harte Winter, Stürme, Räuber und Dronen des Regimes, die auf der Suche nach Regimegegnern vielleicht einfach mal so eine Rakete auf heimliche Behausungen abfeuern).

      Wenn ein Unrechtsregime nicht mehr verhindert werden kann, wandert man am besten aus. Wenn das mit dem Auswandern nicht klappt, dann wird es halt bitter. Tipp: (moralisch) sauber bleiben und ggf. rechtzeitig Suizid begehen (derzeit haben wir noch lange kein Unrechtsregime aber wenn ein neues kommt, dann vielleicht so richtig übelst, siehe Thread: Leben wir in der Endzeit?). (alles imho)
      Avatar
      #29
      Hallo User,

      aufgrund aktueller Nachfrage haben wir diese Diskussion wieder eröffnet.

      Mit freundlichen Grüßen,
      JVogel
      Avatar
      #28
      Zum Thema Ersatzwährung/ Tauschware:

      In erster Linie gilt es für einen Zeitraum von 2 - 4 Jahren in lebenswichtigen Bereichen eine angemessene Vorsorge zu treffen.
      Dabei sind vorrangig Lebensmittel- und Energievorräte (Öl, Gas, Holz, Kohle) von entscheidender Bedeutung.

      Wenn Währungen ihre Funktion verlieren, wird der direkte Tauschhandel Ware gegen Ware und Dienstleistung gegen Ware wieder usus.

      Ich denke, ich werd mal meinen Weinhändler kontaktieren. Der macht gerade Januar-Ausverkauf und hat einige gute Weine preisreduziert.

      Wenn keine Krise kommt, kann ich das Zeuch in den nächsten Jahren ohne Wertverlust selber trinken, wenn doch, hab ich was Handfestes zum Tauschen.

      Gruß E.
      Avatar
      #27
      Die Szenerie aus MadMax und Waterworld ähnelt sich aber auch ziemlich ...
      Avatar
      #26
      Wie wär´s noch mit ´nem Snake Plisken-Outfit ?
      Avatar
      #25
      Irgendwie läuft gerade ein MadMax-Szenario vor meinem inneren Auge ab:

      1. gepanzertes Wohnmobil mit Runflat-Tires und 30mm-Schnellfeuerkanone aufm Dach

      2. -Dreiachsanhänger mit 10.000 Ltr. gutem Diesel.

      Die bessere Alternative wäre allerdings ein ausreichend großes Segelboot, pflegeleichter Aluminiumrumpf, vielleicht sogar ein Katamaran, obwohl die Liegegebühren für diese Dinger wesentlich teurer sind.
      - Mit genügend Vorräten, eigene Solar- und Wasserentsalzungsanlage
      - gut bewaffnet und dann ab in internationale Gewässer.

      Gruß EcCo
      Avatar
      #24
      #21

      "...Ausserdem pack Dir mal Dein Haus auf den Buckel wenn man mal verschwinden muss.... einen grösseren Klotz kann man sich nicht ans Bein binden.

      Edelmetall? Scheint momentan wirklich nicht die dümmste aller Ideen zu sein,sich zum Teil damit einzudecken..."


      Sieht ganz nach einem sich gerade auf der Flucht befindlichen mit Goldbarren vollgestopftem Wohnwagen aus...

      :laugh:
      Avatar
      #23
      Ich werde meinen Schuppen zum Hühnerstall umbauen. 15 Legehennen mit Gockel reichen erstmal.

      Mit den überschüssigen Eiern kann ich Kartoffeln eintauschen.
      :cool:
      Avatar
      #22
      Ausserdem pack Dir mal Dein Haus auf den Buckel wenn man mal verschwinden muss....

      Was hast du ausgefressen ? :laugh:
      Avatar
      #21
      Blue Max hat mit seinem konsumieren vollkommen recht,aber:

      Wer will schon sein erarbeites komplett ausgeben?
      War da nicht was mit Firmen die sich in Gewinnerhöhungen masslos übertroffen haben?
      Also schaff ich mir auch was beiseite,ob es nun 10,20 30 oder mehr % vom Einkommen sind oder auch nur 5.
      Damit sind wir beim Bargeld: Darauf würde ich im worst-case nicht allzuviel setzen,andererseits wirst Du nicht plötzlich ohne welches dastehen.

      Mit dem schuldenfreien Eigenheim ist ein bisschen schwierig:
      Wenn nicht geerbt oder Geld im Überfluss schaffst Du das nicht.
      Ich gehe davon aus,dass wir von den nächsten 2-5 Jahren reden.

      Ausserdem pack Dir mal Dein Haus auf den Buckel wenn man mal verschwinden muss.... einen grösseren Klotz kann man sich nicht ans Bein binden.

      Edelmetall? Scheint momentan wirklich nicht die dümmste aller Ideen zu sein,sich zum Teil damit einzudecken
      Avatar
      #20
      Man sollte auch an Bargeld denken,gewisse Dinge gibt es immer zu kaufen.
      Avatar
      #19
      #18

      "...Vielleicht sollte man mit einfachsten Dingen beginnen,d.h. Lebensmittelvorräte anlegen..."

      Vorräte sollte man immer haben.

      :eek:
      Avatar
      #18
      Vielleicht sollte man mit einfachsten Dingen beginnen,d.h. Lebensmittelvorräte anlegen - wie schnell kommt man von der momentanen Finanzkrise in eine Versorgungskrise.Nichts ist mehr undenkbar.
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