Liberale wollen freie Krankenkassen

    Beiträge: 346
    neuester Beitrag 10.01.12 06:50:49
    eröffnet am 09.02.09 11:29:34
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      #346
      ...
      Auch Bedrohung rechtfertigt aus BGH-Sicht eine Versicherungskündigung: Nach einer Herzoperation bekam ein krankgeschriebener PKV-Kunde Besuch eines Außendienstmitarbeiters des Versicherers. Der PKV-Kunde war darüber wohl nicht erfreut - er griff den Außendienstler mit einem Bolzenschneider tätlich an und bedrohte ihn. Auch das rechtfertigt laut BGH eine Sonderkündigung (IV ZR 105/11). Sein Sonderkündigungsrecht kann ein Krankenversicherer laut BGH aber nur für die Krankenkosten-Versicherung geltend machen: Die private Pflegeversicherung dürfe unter keinen Umständen gekündigt werden. Ftx

      http://www.morgenweb.de/ratgeber/geld_und_karriere/20120103_…

      PKV-Außendienstmitarbeiter leben gefährlich :laugh:
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      #345
      Die Privaten wehren sich :D

      Die Welt kompakt
      Private Kassen dementieren Flucht von Versicherten

      Berlin - Der Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV) hat einem Medienbericht widersprochen, wonach die privaten gegenüber den gesetzlichen Kassen ins Hintertreffen geraten seien. "Tatsache ist, dass jedes Jahr weitaus mehr gesetzlich Versicherte in die private Krankenversicherung wechseln als umgekehrt", sagte PKV-Sprecher Stefan Reker den "Stuttgarter Nachrichten". Wenn die gesetzlichen Versicherungen einen anderen Anschein zu erwecken suchten, sei das "unseriös". Die gesetzliche Krankenversicherung müsse ihre Beiträge um zehn Prozent erhöhen, "bekäme sie nicht 15 Milliarden Euro jährlich Zuschuss auf Kosten der Steuerzahler, ganz zu schweigen von Praxisgebühren, Zuzahlungen und Leistungskürzungen".
      ...

      http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/artic…

      Der Zuschuss der Steuerzahler ist für die versicherungsfrei gestellten Kinder, nicht erwerbstätigen Ehepartner und für ALG II-Empfänger - fällt unter gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Ehrlicher wäre eine andere Argumentation der Privaten, nämlich, wenn die GKV die Beitragsfreiheit für diese Gruppe abschaffen würde, könnte der Beitragssatz um 10 % wenn nicht noch stärker sinken. Stattdessen vergleichen sie Äpfel mit Birnen. Die GKV ist ein Sozialsystem, die Privatversicherer nicht, da zahlt jeder, ob Baby oder Arbeitsloser oder Rentner und für seine gesundheitlichen Risiken wird er auch zur Kasse gebeten über höhere Beiträge.
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      #344
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      #343
      diese Tricks würden mich schon sehr interessieren. Wenn der Arbeitgeber zustimmen muss, dann funktioniert das vermutlich nur, wenn vorübergehend auf Teilzeit umgestellt wird oder aber das Gehalt für eine bestimmte Zeit unter die Beitragsbemessungsgrenze gedrückt wird. Wird dann nach einem Jahr nachgezahlt, liegt das Gehalt vermutlich weit über der Beitragsbemessungsgrenze und die Gesetzliche KV profitiert davon dann nicht.

      Ein Wechsel von Privatversicherten in die gesetzliche KV sollte nur möglich sein, wenn der Privatversicherte seine Altersrückstellung mitbringt, quasi als Risikoausgleich. Was unter den privaten Versicherten üblich ist, sollte auch so gehandhabt werden bei einem Wechsel in die GKV.

      Und dann sollte man für diese Klientel noch eine Extraklausel einführen, nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder müssten einen Mindestbeitrag zahlen - ich nehme an, dass privat versicherte Familien mit fliegenden Fahnen in die GKV wechseln werden.

      Letzten Endes zeigt die Beitragsentwicklung der Privatversicherungen, dass sich unser KV-System, auf der einen Seite die Zwangsversicherung der GKV, auf der anderen Seite die private Versicherung für Gutverdiener, in dieser Form erledigt hat.

      Vielleicht führt die Flucht aus den Privatversicherungen in die Gesetzliche über kurz oder lang zu einer Bürgerversicherung, die auch Sinn machen würde. Jeder muss gesetzlich versichert sein, und zwar unabhängig davon ob er ein eigenes Einkommen hat oder nicht. Da sollten wir uns am Schweizer System als Beispiel nehmen.
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      #342
      Flucht aus der privaten Krankenversicherung
      ... Viele private Krankenversicherungen haben zum 1. Januar 2012 ihre Beiträge erhöht, zum Teil bis zu 50 Prozent. ...

      ... Wem es ernst mit dem Wechsel ist, dem helfen manche Kassen dabei, Schlupflöcher zu finden: "Es gibt Tricks, mit denen wir Privatpatienten helfen können", sagt ein Krankenkassenmanager dem SPIEGEL. "Vorausgesetzt, der jeweilige Arbeitgeber macht mit." http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,807762,00.ht…

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      #341
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      #340
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      #339
      Im Gesundheitssystem versickern Milliarden
      Die Zahlen sind alarmierend: Fast jeder vierte Euro wird im deutschen Gesundheitssystem für die Verwaltung ausgegeben. Eine Studie beziffert das Sparpotential nach SPIEGEL-Informationen auf 13 Milliarden Euro. ... http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,806445,00.h…
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      #338
      30.000 Französinnen sollen Brustimplantate entfernen lassen
      ... Seit mehr als einem Jahr leben Tausende Frauen in Frankreich und auch in Deutschland in Angst: Sie haben sich ihre Brüste mit Silikonkissen vergrößern lassen, bei denen eine erhöhte Gefahr von Rissen und Brüchen besteht. Die Folgen können Entzündungen sein, inzwischen ist sogar die Rede von einer krebserregenden Wirkung der Implantate. ...

      ... Die Silikonkissen stehen im Verdacht, nicht mit medizinischem, sondern mit Industriesilikon gefüllt zu sein, das sich in der Brust verteilen und Entzündungen auslösen könnte. ...

      ... Allein in Frankreich sind von rund 500.000 Frauen mit Brustimplantaten rund 30.000 betroffen. Zudem exportierte PIP rund 90 Prozent seiner Produktion. Unternehmensangaben zufolge werden die Implantate in mehr als 60 Ländern vertrieben, auch in Deutschland. ... http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,804829,00.…

      Wahnsinn ... oder eher typisch skrupellose Geldgier und ein Versagen der vom Lobbyismus zerfressenen Politik, die nicht für konsequente Aufklärung sorgt? Wie schaut eigentlich die Kosten-Nutzen-Relation von Brustimplantaten aus? Denkbar schlecht, oder?
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      #337
      Private Krankenkasse Central erhöht massiv Beiträge
      Die Dumping-Angebote der vergangenen Jahre setzen vielen privaten Krankenkassen zu: Central, die fünftgrößte Kasse der Branche, bittet ihre Mitglieder nun massiv zur Kasse. Versicherten drohen Aufschläge von mehr als 40 Prozent. ... http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,799857,00.ht…
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      #336
      Kliniken und Kassen wehren sich gegen Pillenflut
      Nur jedes fünfte Medikament ist wirklich neu. Scheininnovationen überfluten den Arzneimarkt und kosten die Versicherten Milliarden. Jetzt wollen Ärzte, Kliniken und Kassen gegen die Pharmafirmen vorgehen.

      Es gibt zu viele neue Mittel, die nicht wirksamer, dafür aber teurer sind. So beschreiben Kritiker den Arzneimittelmarkt in Deutschland. Unter den 50 umsatzstärksten Arzneimitteln fanden sich letztes Jahr 15 Analogpräparate, so werden neue Medikamente genannt, die im Vergleich zu bisherigen Arzneimitteln keinen Zusatznutzen haben. Sie allein bringen der Pharmaindustrie laut dem neuen Arzneiverordnungsreport Einnahmen von mehr als zwei Milliarden Euro im Jahr.

      Und jedes Jahr kommen neue dazu. "Nur 10 bis 30 Prozent aller Medikamente, die in Deutschland neu auf den Markt kommen, sind tatsächlich innovativ und bedeuten therapeutischen Fortschritt", sagt Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft. Auf die anderen 70 bis 90 Prozent könne man verzichten. ... http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,798253,00.…
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      #335
      Arzneimittelbehörde meldet Hunderte Todesfälle
      Allein in Deutschland nehmen rund eine Million Menschen den Blutverdünner Marcumar ein - doch das Medikament ist unbeliebt. Mehrere Pharmaunternehmen haben Ersatzmittel entwickelt. Im Zusammenhang mit einem der Präparate kam es nach SPIEGEL-Informationen zu einer auffälligen Häufung von Todesfällen. ...

      ... Der Marcumar-Ersatz gilt als künftiges Milliardengeschäft. Schon mit den Blutverdünnern alten Typs setzte die Industrie 2010 weltweit rund fünf Milliarden Dollar um. Bis 2015, schätzen Experten, wird der Markt auf über elf Milliarden Dollar anschwellen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,797367,00.…

      Okay, im Krankenhaus und bei bettlägerigen Problemfällen braucht man u.U. Gerinnungshemmer aber schon mal daran gedacht, dass man in anderen Fällen auch viel mit angepasster Ernährung, genug trinken und Bewegung erreichen kann?
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      #334
      Frühchen starben an gefährlichem Bakterium
      Drei Frühchen sind in einem Bremer Krankenhaus gestorben - offenbar hatten sie sich mit einem gefährlichen Bakterium infiziert. Wie sich die Babys anstecken konnten, ist noch unklar. Zwölf weitere Kinder tragen den Keim in sich, sind aber außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. ... http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,795527,00…

      Gefährliche Keime auch in Hamburg aufgetaucht
      Politiker fordern nach dem Tod von drei Frühchen in Bremen neue Hygienegesetze. Doch Ärzte sehen vor allem ein Problem: Es gibt zu wenig Personal. ...

      ... Nach Schätzungen sterben in Deutschland jedes Jahr rund 7500 bis 15.000 Menschen an einer Infektion, die sie sich bei einer stationären oder ambulanten Behandlung zugezogen haben. ... http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,795924,00.…
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      #333
      Unnötige Rückenoperationen
      "Die Medizin verführt die Patienten"
      ... Schiltenwolf: Operationen werden einerseits sehr gut bezahlt, und wir haben zu viele Operateure. Gerade in der Orthopädie und in der Neurochirurgie sind immer mehr Leute auf den Rücken spezialisiert. Das hat Folgen: Die Menge der Operationen korreliert ausschließlich mit der Menge der Operateure. ... http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,789403,00.…
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      #332
      Der Deutschland-Atlas der flinken Skalpelle
      Unnötig operiert? Oder wo wurde nicht behandelt, obwohl es nötig wäre? Eine Deutschlandkarte gibt Auskunft über medizinische Willkür im deutschen Gesundheitswesen. ... http://www.welt.de/gesundheit/article13628993/Der-Deutschlan…
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      #331
      Gutachten: Vielen Krankenkassen droht die Insolvenz
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,788313,00.h…
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      #330
      Japan:
      ...
      Allein der Staat hält das Heft der Finanzierung fest in Händen. Er läßt private Krankenversicherungen nicht zu. Allenfalls die Abdeckung von Zusatzleistungen wie Einzelzimmer bei Krankenhausaufenthalten kann privat abgesichert werden. Die öffentlichen Pflichtversicherungen gliedern sich in zwei Bereiche: die Nationale Krankenversicherung und die Krankenversicherung für Arbeitnehmer. Ihre Gesamtausgaben werden nach offiziellen Angaben zu 6 Prozent durch Regierungszuschüsse, zu 16 Prozent durch behandlungsabhängige Eigenbeteiligungen der Patienten und zu 78 Prozent durch Versicherungsbeiträge abgedeckt. Da der Fiskus fast alle Verwaltungskosten medizinischer Einrichtungen trägt, gibt es auch inoffizielle Berechnungen. Danach deckt die Regierung 30 Prozent, Eigenbeteiligungen 20 Prozent und Versicherungsbeiträge 50 Prozent der Ausgaben ab.
      ...
      Träger der Nationalen Krankenversicherung sind die 3200 Kommunen und deren 160 Vereinigungen. In ihr sind Mitarbeiter kleiner Firmen, Kurzbeschäftigte, Langzeitarbeitslose, Selbständige, Bauern und deren Familien. Darüber hinaus gibt es eine Spezialkasse für Rentner, die sich aus Transferzahlungen, Subventionen, Eigenbeteiligungen und Prämien speist. Die Nationale Krankenversicherung hat 52 Millionen Mitglieder. Die Höhe der Beiträge legen die Kommunen fest. Sie richten sich am Einkommen, dem Vermögen und der Familiengröße des Versicherten aus. Der Spitzensatz liegt bei 300 Euro im Monat. Der durchschnittlich gezahlte Beitrag ist allerdings kaum halb so hoch. Die Ausgabe je Versicherter beträgt fast 2000 Euro im Jahr.

      http://www.faz.net/artikel/C30770/japan-der-staat-hat-die-ho…

      Das ist mit dem britischen System nicht zu vergleichen, und auch nicht mit dem DDR-Gesundheitssystem.
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      #329
      bist Du schon einmal in den Genuß des britischen Gesundheitssystems gekommen? Vermutlich nicht, sonst würdest Du mir zustimmen. Ich habe das britische kennen gelernt, damals aber war es noch besser als heute aber für mich war es damals schon Klassen schlechter als das deutsche System.

      Mitte der 90er musste ich mal einen Zahnarzt in einer thüringischen Kleinstadt aufsuchen, ich bin rückwärts wieder aus der Praxis raus, habe meinen Aufenthalt vorzeitig abgebrochen und bin nachhause gefahren. Ich sah da ein museumsreifes, altes Bohrgerät, das bei uns in den 50er/60ern üblich war. Möglicherweise war ja der Zahnarzt sehr nett, aber diese Uraltgeräte waren nicht vertrauenerweckend und diese versiffte Praxis ließ mangelnde Hygiene vermuten.

      Vor einiger Zeit war ich in einem Krankenhaus im Osten und konnte noch einen alten Gebäudetrakt im DDR-Zustand besichtigen in dem Patienten untergebracht waren - Junge, Junge, das kannst Du Dir nicht vorstellen, wie das aussah und welche Gerätschaften da rumstanden. Da standen Rollstühle, die ich nur aus sehr alten Filmen der 30er und 40er Jahre kannte und die wurden auch noch benutzt.

      Ne, ne, das DDR-System mag für die Bonzen gut gewesen sein, für den Durchschnittsmenschen glaube ich das nicht, nach dem was ich gehört habe und was ich selber gesehen habe.

      Ich bin der Meinung, dass unser Gesundheitssystem nicht schlecht ist, dass es aber gelingen muss, die Ärzte an die kurze Leine zu nehmen.
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      #328
      Staatliche Gesundheitssysteme sind insgesamt untauglich, man muss sich nur das britische anschauen.

      Ein typischer Spruch von Neoliberalen, der nichts mit der Realität zu tun hat, und der meint, alles was privat ist ist gut und alles wo Staat draufsteht sei schlecht.

      Die nachfolgenden Zahlen sind aus 2008.

      Die Amerikaner haben ein Gesundheitssystem, das bisher ausschliesslich privat finanziert war. Für ihre Gesundheit geben die Amerikaner weltweit am meisten nämlich 16,5% ihres BIP aus.

      Die Deutschen haben ein Mischsystem aus privater und staatlicher Vorsorge und geben dafür 10,5% ihres BIP aus.

      Die Japaner haben eine allgemeine staatliche Gesundheitsvorsorge, die ihen 8,5% ihres BIP kostet.

      In Japan ist die Lebenserwartung der Menschen am höchsten, in den USA am niedrigsten. Wir liegen dazwischen.

      Es ist offensichtlich welches System effizienter ist.
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      #327
      ja, ja, und manch ein Arzt verdingte sich bei der Stasi um in den Genuß von mehr Geld oder sonstiger Vorteile zu kommen. Ärzte haben schon immer verstanden ihre Pfründe zu sichern, das war im 3. Reich so, das war in der DDR so und das ist auch heute bei uns so.

      Staatliche Gesundheitssysteme sind insgesamt untauglich, man muss sich nur das britische anschauen.

      Bei uns ist das Problem, dass die gesetzlichen Kassen von der Politik kontrolliert werden. die Beitragshöhe von der Politik festgelegt wird und der Einfluß auf die Ärzte eher gering ist. Vielleicht wäre es besser, dass die Krankenkassen Ärzte anstellen - aber ob das unsere Probleme löst, da bin ich mir auch nicht sicher.

      Letzten Endes weckt der Gesundheitsfonds Begehrlichkeiten bei den Ärzten, die wollen den ganzen Kuchen unter sich aufteilen, der reicht aber nicht um alle Ärzte zufrieden zu stellen, also fährt man die Leistung runter und hält sich so schadlos. Der Dumme ist der Zwangsbeitragszahler, der gesetzlich Versicherte, dem man, obwohl er jeden Monat seine Beiträge bezahlt, am Quartalsende die Leistung verweigert mit der Begründung dass das Budget ausgeschöpft ist.
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