Stinag Substanz und stille Reserven (Seite 23)

eröffnet am 30.09.09 12:32:15 von
neuester Beitrag 26.08.20 09:47:42 von

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26.05.20 20:52:37
Beitrag Nr. 221 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.806.684 von Andrija am 26.05.20 14:30:44
@andrija
Der geringere Kursrückgang im Vergleich zu anderen Immobilienaktien zeigt m.E. auch die Einschätzung des Wertes an der Börse.

Ich persönlich erwarte nach dem Hochfahren des Flugverkehrs und vor allem das wieder Stattfinden von Messen am Stuttgarter Flughafen, beginnend ab dem Jahr 2021 wieder eine langsame Annäherung an die Zeiten vor der COVID 19 Pandemie. Das wird mit Sicherheit eine länger als von mir zunächst angenommene Zeit in Anspruch nehmen. Der Mieter der beiden Hotels ist einer der größten Hotelbetreiber weltweit die ACCOR Gruppe. Die werden mit Sicherheit die Mieten nicht auf null runterfahren. Die Hotels sind ja beide weiterhin geöffnet.

Ich sehe aktuell keine Gründe meine hier im Forum mehrfach dargestellte Einschätzung zur STINAG anzupassen.

Solange die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe deutlich im negativen Bereich notiert, werden bei Einsetzen einer Inflation im Zusammenhang mit den von den Staaten rausgelegten Rettungspaketen, die Anleger noch stärker in Sachwerte wie bsbw. Immobilienaktien flüchten. Natürlich gibt es auch andere Immobilienaktien, welche deutlich unter die Räder kamen. Ich sehe STINAG aber eher im Kontext zu den Aktien von Dinkelacker und Sedlmayr, auch diese beiden Aktien haben nur geringe Kursrückgänge im Rahmen der COVID 10 Pandemie zu verzeichnen.

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26.05.20 22:11:26
Beitrag Nr. 222 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.810.788 von vermögensberater am 26.05.20 20:52:37
Hotelkonjunktur
Goldmann Sachs geht davon aus, dass das Business der Hotels der Accor Gruppe und Europa generell erst wieder 2024 auf dem Stand vor der Corona-Krise sein wird.
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26.05.20 23:11:54
Beitrag Nr. 223 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.810.788 von vermögensberater am 26.05.20 20:52:37
Zitat von vermögensberater: Die werden mit Sicherheit die Mieten nicht auf null runterfahren. Die Hotels sind ja beide weiterhin geöffnet.


Sicher nicht. Aber die verhandeln die Verträge vermutlich neu. Unsere kompetente Bundesjustizministerin hat ja allen eine Steilvorlage gegeben. Wie gesagt, sehr schlechtes Timing. Keinesfalls mit Sedlmayr zu vergleichen, die haben über 50% in Wohnimmobilien und MÜNCHEN. Auch Dinkelacker ist über 50% bei Wohnimmos wobei deren Performance über Jahre mau ist.
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27.05.20 09:22:06
Beitrag Nr. 224 ()
@Andrija

Sedlmayr hat 2018/19 bei einem Gesamtumsatz i.H.v. 117 Mio. Euro einen Umsatz i.H.v 35,6 Mio. aus Wohnungen erzielt. Das sind ziemlich genau 30% des Umsatzes.

Mir ist nicht klar, worauf sich Deine Aussage "die haben über 50% in Wohnimmobilien und München" bezieht. Die Umsatzverteilung kann es wie gesehen nicht sein. Vielleicht bist Du so freundlich und präzisierst Deine Angabe.
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30.06.20 14:14:14
Beitrag Nr. 225 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.814.772 von babbelino am 27.05.20 09:22:06
Digitale Hauptversammlung STINAG 30.06.2020
Nachstehend die Zusammenfassung der aus meiner Sicht wichtigsten Punkte der heutigen Hauptversammlung an der ich selbst teilgenommen habe
Anmerkung: teilweise schlechte Ton-und Bildqualität, habe nicht alles verstanden

Es wurden seit dem Jahr 2013 Insgesamt rund 140 Mio. € in Immobilien investiert, dadurch erklärt sich auch der Anstieg der Marktkapitalisierung der Aktie vom Jahr 2013 bis Ende 2019 in Höhe von rund 70%. Laut Einschätzung von Frau Barth ist der jüngste Kursrückgang im Zusammenhang mit der COVID 19 Krise in keinster Weise fundamental mit Blick auf das Unternehmen nachvollziehbar. Die Verkehrswerte aller Bestandsimmobilien liegen in einer Bandbreite zwischen 420 bis 450 Mio. €. In diesem Zusammenhang wurde von Ihr ein NAV in Höhe von rund 26 € genannt.

Ausblick: Es wird weiterhin nach passenden Immobilien am Markt geschaut (Größenordnung zwischen 15 und 30 Mio. €, wahrscheinlich hauptsächlich Projektentwicklungen, hierfür stehen verbindliche Kreditzusagen der Hausbank in Höhe von rund 60 Mio. € zur Verfügung. Mit Blick auf die sehr gute EK-Quote können die Kredite zu sehr günstigen Konditionen aufgenommen werden. Im Jahr 2021 soll die Immobilie Königsstraße 51 saniert werden, über die neue Nutzungsart wurde noch keine Entscheidung gefällt. Macht aktuell einen etwas herunter gekommenen Eindruck (Imbiss im EG, Spielhallen) und liegt gegenüber dem Kaufhof und nicht weit entfernt von der aktuellen Projektentwicklung Königsstraße 45.

Im Rahmen der COVID 19 Pandemie ergeben sich aktuell Mietrückstände (keine Ausfälle !) in einer Größenordnung in Höhe von rund 2 Mio. €, hauptsächlich in den Bereichen Hotel, Gastätten und Einzelhandel. Ein Großteil hiervon sollte wieder einbringbar sein.

Die Dividende sollen im Rahmen weiterer Zukäufe im Immobilienportfolio steigen, ob dies bereits ab dem Jahr 2020 möglich ist, eher unwahrscheinlich. Dabei hilft ja auch die höhere geplante FK Unterlegung. Ausschüttung bzw. Erhöhung der Dividende aus der Substanz wird es auch weiterhin nicht geben

Ein paar Zahlen zu dem Immobilienportfolio:

Darstellung Anteile Miete: 6% Gastronomie, 32% Büro und Praxen, 14% Wohnen, 8% Einzelhandel, 8% Seniorenheim, 37% Hotel und 5% Sonstige (Produktion und TG)
Die zu erbringende Erbpacht gegenüber der Betreibergesellschaft Flughafen Stuttgart bei den beiden Hotels liegt bei rund 1,2 Mio. € p.a. und ist in der Rendite bereits abgezogen. Weitere Gebäude mit Erbpacht gibt es nicht. Es wird maximal 30% der Eigenmittel in eine Immobilie investiert. Verkauft wurde im Jahr 2019 eine Wohnimmobilie zu 4,9 Mio. € (rund 29fache Miete) in Stuttgart Stammheim nicht unbedingt die beste Lage

Die Vermietungsquote liegt quasi bei rund 99%, Leerstand rund 750m² (hauptsächlich Lagerfläche in der Böblinger Straße). Die Grundsteuer beläuft sich auf rund 600 T€. Die vermietbare Fläche Immobilienportfolio Jahresende 2019 beläuft sich auf rund 94.000m² (ohne Microappartements Böblingen - Übergang erst 2020)

Aktuell ist nur das Mövenpick Airport geöffnet, Mövenpick Messe mit starker Nachfrage im Kontext mit geplanten Messen ab Sept. 2020. Verteilung fixe Pacht ,versus Umsatzabhängig bei den Hotels 65% / 35%

Mein Fazit: Die Auswirkungen der Covid 19 Pandemie sind für STINAG handelbar und auch verkraftbar, ein Großteil der ausstehenden Mietforderungen sind lt. Einschätzung Frau Barth einbringbar. Die Gesellschaft verfügt über eine EK-Quote in Höhe von 80% und zugesagte Kreditlinien in Höhe von rund 60 Mio. € und kann diese für attraktive Käufe hauptsächlich Projektentwicklungen nutzen. Ich denke die Verkehrswerte (Hauptsächlich Großraum Stuttgart CORE Immobilien viele davon A-Lagen) des Portfolios sind eher konservativ von Frau Barth angesetzt. Eine kontinuierliche Erhöhung der Dividende wird m.E. ab dem GJ 2021 nachvollziehbar kommen. Ich fühle mich unter der Führung von Frau Barth auch nach dieser HV sehr wohl in diesem Substanzwert und werde die Dividende gleich mal in Urlaub investieren und auch dieser Branche was gutes tun.

Keine Kaufempfehlung

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06.07.20 11:39:27
Beitrag Nr. 226 ()
vielen Dank für die HV-Info.
Die Story mit der Dividendenerhöhung erinnert allerdings immer stärker an das "Warten auf Godot". Sie wird seit Jahren immer wieder für die Zukunft angedeutet und wenn es dann soweit wäre erfolgt eine Verschiebung. Vielleicht erfolgt irgendwann ja wirklich mal eine Erhöhung um evtl. 25c , aber als signifikanter Kurstreiber dürfte dies für die absehbare Zukunft kaum eine Rolle spielen.
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06.07.20 17:56:29
Beitrag Nr. 227 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.304.483 von moldau am 06.07.20 11:39:27
@Moldau
ich weis wir reden ja schon länger über eine Dividendenerhöhung in der HV, vielleicht gibt man sich ja zur 150. Hauptversammlung nächstes Jahr doch überraschenderweise einen Ruck, schaun wir mal

Für mich ist dies auch nicht der entscheidende Faktor, wenn die quasi einbehaltene Dividende wieder in Immobilien investiert wird ist für mich auch völlig in Ordnung.

Bei einem Vergleich der STINAG mit einem offenen Immobilienfonds, nehmen wir mal den Hausinvest, hat dieser pro Jahr rund 2,5% Performance (inklusive Ausschüttung) in den letzten 5 Jahren p.a. generiert und die STINAG mit Berücksichtigung der ausbezahlten Dividenden lag im gleichen Zeitraum, je nach genauen Einstandskurs zwischen 6 und 7 Prozent.
Damit kann ich gut leben, ich gehe auch langfristig von weiteren Kurssteigerungen bei der Aktie aus, allein schon zum genannten NAV in Höhe von rund 26 € ist noch rund 15% Potenzial, wenn sich der Kurs in den nächsten 5 Jahren an den NAV annähert, setzt sich die Performance p.a. (inklusive Dividende) zwischen 6 und 7% dann rechnerisch weiter fort. Deshalb schätze ich das Chance-Risiko-Portfolio in dieser Immobilienaktie mit einer EK-Quote von rund 80% und CORE Immobilien oftmals in A-Lagen im Großraum Stuttgart einfach. Hinzu kommt auch noch eine gewisse Übernahmefantasie.

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26.08.20 09:47:42
Beitrag Nr. 228 ()
Halbjahresbericht 2020 ist veröffentlicht

https://www.stinag-ag.de/wp-content/uploads/2020/08/Stinag-A…

Kurze Einschätzung:

1.) Rückgang Umsatz um rund -300 T€ gegenüber 1 HJ 2019
2.) Wertberichtigung Mieten im Kontext Covid 19 Pandemie rund 500 T€
3.) Hotels am Stuttgarter Flughafen sind belastet, Rückkehr zur ursprünglichen Planungssituation im Jahr 2023. Die Objekte überzeugen weiterhin durch Toplage, Langfristigkeit und Pächterstabilität
4.) Revitalisierung Königsstraße 45 schreitet planmäßig voran, Fertigstellung Mitte 2021 und Beginn Planung Objekt Königsstraße 51
5.) Weitere Projektierungen mit wahrnehmbaren FK-Anteil im Bereich Wohnen, Büro, Pflege und Health Care sind geplant

Mein Fazit: Es ergibt sich mit Blick auf die Informationen aus der virtuellen HV am 30.06.2020 kein neuer Kenntnisstand und damit auch keine andere Einschätzung von meiner Seite

Keine Kaufempfehlung

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