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Kursprognose MLP und Beitrag der Bestandsprovisionen (Seite 104)


MLP
ISIN: DE0006569908 | WKN: 656990 | Symbol: MLP
5,550
17.01.20
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Antwort auf Beitrag Nr.: 50.937.729 von Subsidiaritaetsprinzip am 26.10.15 20:23:08
Prognose 2015 - 2016 etc.
Zum Jahresende wird es Zeit, sich mal wieder an den Ausblick zu setzen:

Die Aktie hat besser gehalten als ich vermutet hatte. Die Gründe dafür sehe ich in:


a) besseren Erträgen als gedacht in der Sparte Vermögensmanagement (sprich Erträgen aus der Geldanlage)

b) den immer härteren Regelungen für Berater am Markt (das führt möglicherweise dazu, dass weniger Berater es sich zutrauen, frei am Markt als Makler zu agieren)

c) und sicher auch den Kostensenkungen des Unternehmens bzw. der Verbesserung der Qualität im Marktvergleich (sollte man auch als "Konkurrenz" immer fair erwähnen) - so mancher GL scheint doch weitblickender zu sein als man im Durchschnitt vermuten würde

d) Zusatzerträgen aus dem Finanzierungsgeschäft (mit dickeren Margen als der normale Berater vermuten würde)


Insgesamt rechne ich für die Branche für 2015 rückblickend und 2016/2017 vorausschauend für eine massive Konsolidierung - insbesondere aufgrund der neuen Vorgaben beim LVRG und bei Immobilienfinanzierungen. MLP wird, wie alle am Markt, mit schrumpfenden Margen und Umsätzen im Bereich LV rechnen müssen. Rückgänge der Erträge im Vermögensmanagement halte ich für gut möglich. Kompensiert werden könnte das durch erheblich höhere Erträge im Bereich Immobilienfinanzierung.

Ich gehe insgesamt von einem Kursrückgang auf ca. 3,40 - 3,50 € zum Jahresende 2015 und etwas über 3,00 € Ende 2016 aus und bin wirklich gespannt, wie gut ich Ende 2016 gelegen habe.

Konstruktive Gegenmeinungen sind herzlich willkommen.


Schönes Wochenende - interna
Ich würde auch sagen, dass mit einem 12er KGV MLP derzeit fair bewertet ist. Siehe auch hier:
http://www.investresearch.net/mlp-aktie/
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.156.594 von comiter am 23.11.15 18:40:42
@comiter: MLP - Vergleich mit Energieversorgern
Es gibt positive und negative Faktoren in der Einschätzung der Aktienkursentwicklung MLPs und wir können meinethalben davon ausgehen, dass der Markt bei MLP ein KGV von 12 akzeptiert.

Positiv ist, dass der vermögensverwaltende Teil einen ordentlichen Ergebnisbeitrag abgeliefert hat.

Negativ ist, dass es im zweiten Halbjahr 2015 einen Ergebniseinbruch gab, weil die Performance der Anlagen nicht ausreichend hoch war.
Was passiert in einem Umfeld steigender Zinsen?
Aktienkurse runter, Bonds runter => Negativer Ergebnisbeitrag der Vermögensverwaltung?
Möglich, da die Berater eher vom Festgehalt leben.

Warnsignal:
Der Finanzdienstleister hat zum ersten Mal seit über 10 Jahren ein negatives Quartalsergebnis eingefahren.
Die Ursachen liegen in einem Vorsorgegeschäft mit Lebensversicherungen, das hauptsächlich durch beitragsdynamische Altverträge gespeist wird.
Das gesamte Neugeschäft 2015 wurde in den guten Jahren schon im ersten (schwächsten) Quartal eingefahren.
Die Entwicklung dieser Sparte bleibt negativ.

Ähnlich verhält es sich bei den privaten Krankenversicherungen:
Beim Neugeschäft läuft viel über die "Optimierung im Bestand".
Politisch ist das Geschäft mit Privater Voll-Krankenversicherung ein Auslaufmodell.
=> Ein KGV von 5 auf diesen Teil des Ergebnisses würde ich deshalb als optimistisch ansehen.
Wer bietet mir in 5 Jahren noch das 5-fache auf meine Bestandsgewinne, wenn diese jährlich um 15-20% abschmilzen?

Für mich hat MLP ein Geschäftsmodell wie EON, RWE oder ENBW:

Die "Atomkraftwerke-Lebensversicherung und Krankenversicherung" werden per Gesetz abgeschaltet mit kalkulierter Restlaufzeit.
Die Erträge aus der Vermögensverwaltung sind abhängig vom Wind und Sonne <=> Zinsentwicklung.
Die kleine Sparte Sachversicherungen erscheint wie die Stromerzeugung aus Wasserkraft:
Stetig und kalkulierbar, aber langweilig und lange Jahrzehnte vernachlässigt, deshalb unbedeutend.


MLP wird nicht untergehen.
Die Aktionäre müssen sich nur auf sinkende Gewinne einstellen, die auch noch unkalkulierbar schwanken. (Als Beweis für meine These führe ich die überraschende Gewinnwarnung 2015 im vierten Quartal an; da waren schon 3/4 des Jahres vorbei und das Ergebnis eben nicht sicher prognostizierbar!)
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.159.573 von Subsidiaritaetsprinzip am 24.11.15 08:33:51
Produkt, Marke und Geschäftsmodell der MLP Aktie
MLP Aktienanalyse

Eine Bewertung des Artikels Aktienanalyse 23. November 2015 (Autor: Philipp Haas) auf „investresearch“ bzw. „FinanzNachrichten“ erspare ich mir. Siehe:

http://www.investresearch.net/mlp-aktie/



http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-11/35681496…
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.172.287 von De_profundis am 25.11.15 12:51:12
Provisionsabgabeverbot
Hallo an Alle,

fällt das Provisionsabgabeverbot? Dann würden MLP möglicherweise massiv leiden. Denn die Konkurrenz könnte mörderisch sein.

http://www.presseportal.de/pm/117942/3149565url]


Denn ein Profiberater könnte für 50% der Provision aus den Beständen + Honorarberatung prächtig leben - nicht aber der MLP-ler.


Ok, für Ende 2016 werde ich neu bewerten müssen. Derzeit kann ich das für MLP nicht, muss erst mal den Januar 2016 abwarten. Man beachte auch die Möglichkeit, dass bei Nichtzahlung von BP evtl. der Beitrag reduziert werden kann.

:eek:

Upps, den fitten Beratern steht für 2017 ein Geldsegen bevor, den MLP-lern möglicherweise ein massiver Bestandsverlust.

Subsidiaritaetsprinzip, ich bitte um Deine Stellungnahme.


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Denn ein Profiberater könnte für 50% der Provision aus den Beständen + Honorarberatung prächtig leben - nicht aber der MLP-ler.


Ok, für Ende 2016 werde ich neu bewerten müssen. Derzeit kann ich das für MLP nicht, muss erst mal den Januar 2016 abwarten. Man beachte auch die Möglichkeit, dass bei Nichtzahlung von BP evtl. der Beitrag reduziert werden kann.

:eek:

Upps, den fitten Beratern steht für 2017 ein Geldsegen bevor, den MLP-lern möglicherweise ein massiver Bestandsverlust.

Subsidiaritaetsprinzip, ich bitte um Deine Stellungnahme.


interna
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.197.649 von interna am 28.11.15 19:29:48
@Fall des Provisionsabgabeverbotes - Preisdruck für Berater
Absolut richtig, interna

Der Fall des Verbotes, die Vermittlungsprovision teilweise an den Kunden abzugeben, wird zu einem starken Preisdruck führen.
Online-Portale werden immer ausgefeiltere Lösungen bieten und die Kunden sind zunehmend online-affin.
Ohne Berater vorhalten zu müssen, die Büroräume brauchen, kann man auch die Abschlussprovision stark reduzieren.

Ein Beispiel:
Der Abschluss einer Rentenversicherung bei MLP kostet:
500€ Monatsbeitrag x 35 Jahre = 210.000€ (Provisionsgrundlage ist die geplante Beitragssumme)
Davon beansprucht der Makler vorab ca. 3,6% bis 4,5%. Das entspricht 7.560€-9.450€.
Die ersten 15-20 Raten wird also nur eine Abschlussgebühr bezahlt.

FYI:
Die gesetzliche Deckelung des Provisionsbetrages greift beim Vorsorgemanagement MLPs nicht, weil MLP für die Bestandsverwaltung, das Inkasso und die Schulung der Mitarbeiter eigens entlohnt wird.

Ein Online-Vertriebsmodell zum Vergleich könnte allein von den ratierlich gezahlten Provisionen gut existieren. (Das wird der Trend der Zukunft; die reine Masse bringt den Ertrag)

Wenn wir die alternativen Verträge vergleichen, dann ergibt sich folgender Unterschied:

1) Der MLP-Vertrag beginnt seinen Ansparvorgang erst nach 15 Monaten, in denen der Vertrieb bezahlt wird.
Nehmen wir an, das gewählte Produkt ist eine Versicherungslösung von der Allianz, die beide Produktvarianten anbietet, die Variante 1) mit eingerechneter Provision und die 2) Honorarberater-Variante ohne Provision, so dass wir von 3% "Rendite" auf den Beitrag ausgehen dürfen.
Dann ergibt sich folgender Unterschied:
2) 370.781€ im Online-Vertrieb nach 35 Jahren (Honorarvertrag)
1) 349.799€ im Fall 3,6% Vertriebskosten. (Standard-Vertrag)

20.000€ höhere Ablaufleistungen sind für viele Kunden ein Argument für einen Online-Abschluss.
Bei unterstellter Rendite von 5% steigt die Differenz schnell über 40.000€.

Das gleiche Problem haben die Zeitungsabo-Vertriebe, wenn die Kunden ihre Zeitungsabo online abschließen und online lesen.
Früher gab es 200-300€ für einen neuen Abonnenten der FAZ, heute schließt der online ab und erhält dafür ein IPad.

Schau einmal, was mit der Musikbranche passiert ist.
Früher gab es Schallplatten, dann Cds, jetzt nur noch online-Streaming.
Das wird die Versicherungsvertriebe genau so treffen.

MLP ist positioniert wie ein alter stationärer CD-Vertriebsladen.
Die betreiben noch klassische Ladengeschäfte, in denen man vorbeischauen musste, um nach Beratung seine Hardware mitzunehmen.
Damit verdient man heutzutage nur noch sehr geringe Margen.
Die Käuferschicht ist wird auch immer kleiner.
Leider hat es MLP versäumt, die eigene Marke hochwertig zu positionieren.
So wie es aussieht, scheidet MLP morgen aus dem SDAX aus. Ist schon ein Trauerspiel DAX => MDAX => SDAX => CDAX :-(
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.227.397 von Franzmo am 02.12.15 21:24:57ich würde das nicht als trauerspiel bezeichnen, das ist viel mehr der verdiente lohn für die erfolglosen anstrengungen des CEO, der schon vor jahren öffentlich sagte, dass er keine mlp-aktien hat und auch keine kaufen wird.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.231.003 von gras-plus-halm am 03.12.15 11:50:59Seit einigen Tagen wenn nicht sogar Wochen frage ich mich ernsthaft, jetzt wo die Aktie bei 3,75 steht, wo all die selbsternannten Analysten und Aktienmarktkenner geblieben sind, die noch vor paar Monaten die MLP-Aktie bei fast 8 € Ende des Jahres sehen wollten???
Sehr still ist es um die geworden...
Wo ist denn diese überschäumende Euphorie? Tschakka, wir bzw. die Aktie schafft das schon?

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.244.815 von radsprinter am 04.12.15 18:49:30Nun, die böse Börse konnte doch keiner sehen - oder?

Kurzum, alle Vertriebe (oder fast alle) haben derzeit schweren Gegenwind. So möglicherweise auch MLP.

Was will man denn? Der Wert von MLP belief sich immer noch auf ca. 400 Millionen €.

In meinen Augen sehe ich hier - rein persönlich - immer noch eine Überbewertung aufgrund der möglichen Risiken in den nächsten Jahren.

Die hohen Bestände und Erträge aus dem Vermögensmanagement mögen das noch eine Zeitlang kompensieren...
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