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IBM Thread gibts nicht - geht nicht (Seite 63)


IBM
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Can IBM Retain Its First-Mover Advantage in the AI Space?
https://finance.yahoo.com/m/874b9cec-4eda-3c85-b4b2-a9eca790…

=> eigentlich nur wg. dieser Charts:



=> na ja, 2018Q1 liegt leicht über 2017Q1 (und davon mal die Inflation abgezogen... ;) )



=> hier Disziplin im letzten Jahr



(ganz OK würde ich sagen)



=> hier sieht man (2017Q1 --> 2018Q1), wie IBM "zu Hause" unter Druck geraten ist und mit Sicherheit auch in Zukunft unter Druck stehen wird... (ein eigener US-Chart wäre noch gut gewesen ;) ...)
Mir ist ein Rätsel, warum die Aktionäre solange an Ginni Rometty festhalten. Sie mag während ihrer Karriere im Vertrieb Verdienste um IBM gesammelt haben, ist aber als CEO eine Katastrophe.

Wenn ihr der Stuhl vor die Tür gesetzt wird, ist eine Erleichterungsrallye nicht unwahrscheinlich.
Welche konkretes Fehler siehst du bei ihr?

Das Verschlafen der Cloud erfolgte ja eher in der vorherigen "Legislaturperiode".
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.980.736 von DJHLS am 13.06.18 22:35:19Ist doch eigentlich super, was IBM da gerade macht.
Also ich bin als Aktionär vollkommen zufrieden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.986.307 von TME90 am 14.06.18 15:22:59
Zitat von TME90: Welche konkretes Fehler siehst du bei ihr?

Das Verschlafen der Cloud erfolgte ja eher in der vorherigen "Legislaturperiode".


Schau Dir den Aktienkurs an, seit sie CEO ist.

Im übrigen glänzt sie bei Analysten Calls zu Trading Statements und Quartalsberichten stets durch Abwesenheit.

Sie übernimmt halt keine Verantwortung und das wirkt sich auf die Performance des Unternehmens und des Kurses aus.
"Schau Dir den Aktienkurs an, seit sie CEO ist."

Ist der Zusammenhang denn kausal? Ich sehe, dass IBM arge Probleme hat, da sie zuvor Cloud verschlafen haben und dadurch Marktanteile an Amazon/MSFT verlieren. Die beiden stellen eine Disruption dar, führen insgesamt zu niedrigeren IT-Kosten. Ich sehe, dass IBM viel getan hat, um aufzuschließen und Kunden neuen Wert zu liefern (Fokus auf KI, Healthcare und Wetter in Verbindung mit Cloud). Nur kompensiert das den Rückgang eben nur teilweise. Amazon und Co. machen einen guten Job. Der Wettbewerb nimmt zu.

Denkst du, ein anderer CEO hätte bessere Ideen gehabt? Ich denke, dass IBM Sachzwängen unterliegt und dass IBM mit jedem CEO schwache Jahre gehabt hätte. Mir ist kein konkreter Managementfehler in den letzten Jahren aufgefallen (z. B. Fehlallokation von Kapital oder Verpassen eines weiteren Trends).
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.995.058 von TME90 am 15.06.18 15:22:58
Zitat von TME90: "Schau Dir den Aktienkurs an, seit sie CEO ist."

Ist der Zusammenhang denn kausal? Ich sehe, dass IBM arge Probleme hat, da sie zuvor Cloud verschlafen haben und dadurch Marktanteile an Amazon/MSFT verlieren. Die beiden stellen eine Disruption dar, führen insgesamt zu niedrigeren IT-Kosten. Ich sehe, dass IBM viel getan hat, um aufzuschließen und Kunden neuen Wert zu liefern (Fokus auf KI, Healthcare und Wetter in Verbindung mit Cloud). Nur kompensiert das den Rückgang eben nur teilweise. Amazon und Co. machen einen guten Job. Der Wettbewerb nimmt zu.

Denkst du, ein anderer CEO hätte bessere Ideen gehabt? Ich denke, dass IBM Sachzwängen unterliegt und dass IBM mit jedem CEO schwache Jahre gehabt hätte. Mir ist kein konkreter Managementfehler in den letzten Jahren aufgefallen (z. B. Fehlallokation von Kapital oder Verpassen eines weiteren Trends).


Rometty ist jetzt seit 6,5 Jahren CEO. Nach 6,5 Jahren noch alles bei den Vorgängern abladen und selbst keinen Einfluss haben zu wollen, hieße auch, dass man die Dame gar nicht braucht.

Zumal sie ja auch vor 2012 schon bei IBM in Führungspositionen war und nicht von außen reingekommen ist. Von einer sehr, sehr gut bezahlten CEO erwartet man zu Recht, dass sie entweder eine entsprechende Leistung abliefert oder - falls sie der Meinung ist, mit dem Unternehmen keine Leistung abliefern zu können - den Job gar nicht erst antritt.

Seit 6,5 Jahren vertröstet Rometty die Aktionäre mit Marketinggeschwafel, was naheliegt, da sie ja aus dem Vertrieb kommt. Investoren wie Warren Buffet hat sie damit auch schon verscheucht.
"hieße auch, dass man die Dame gar nicht braucht."

Sehe ich genauso. Ich denke, dass die Rolle des CEOs oft überschätzt wird. Genauso wie ein guter Trainer eine schlechte Mannschaft nicht zum Pokal bringen kann, ist es schwierig IBM profitabel wachsen zu lassen, wenn die Lage so ist, wie sie ist.

Allerdings begehen viele CEOs Kardinalfehler, die ihren Interessen entsprechen, aber nicht denen der Aktionäre: konkret große Übernahmen mit hohen Prämien oder Verdiversifizierung im Allgemeinen. Immerhin sah ich so etwas bei Rometty nicht. Mir schien die Allokation relativ rational zu sein und das ist der wichtigste Job eines CEOs. Ich würde nur bei der Beurteilung nicht das Ergebnis mit den Entscheidungen verwechseln.

Evtl. hat sie mitzuverantworten, dass vor 2012 kein relevanter Einstieg ins Cloudgeschäft erfolgte. Das kann ich nicht beurteilen. Als Vertrieblerin war sie aber sicherlich nicht die zentrale Kraft, was die Unternehmensstrategie angeht.

Zu Buffett: Ich denke eher, dass Buffett wie auch der Kapitalmarkt allgemein deutlich unterschätzt hat, wie sich das Geschäft transformiert und wie stark IBM dabei Ertragskraft verlieren wird.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.997.674 von TME90 am 15.06.18 20:45:32
Zitat von TME90: "hieße auch, dass man die Dame gar nicht braucht."

Sehe ich genauso. Ich denke, dass die Rolle des CEOs oft überschätzt wird. Genauso wie ein guter Trainer eine schlechte Mannschaft nicht zum Pokal bringen kann, ist es schwierig IBM profitabel wachsen zu lassen, wenn die Lage so ist, wie sie ist.

Allerdings begehen viele CEOs Kardinalfehler, die ihren Interessen entsprechen, aber nicht denen der Aktionäre: konkret große Übernahmen mit hohen Prämien oder Verdiversifizierung im Allgemeinen. Immerhin sah ich so etwas bei Rometty nicht. Mir schien die Allokation relativ rational zu sein und das ist der wichtigste Job eines CEOs. Ich würde nur bei der Beurteilung nicht das Ergebnis mit den Entscheidungen verwechseln.

Evtl. hat sie mitzuverantworten, dass vor 2012 kein relevanter Einstieg ins Cloudgeschäft erfolgte. Das kann ich nicht beurteilen. Als Vertrieblerin war sie aber sicherlich nicht die zentrale Kraft, was die Unternehmensstrategie angeht.

Zu Buffett: Ich denke eher, dass Buffett wie auch der Kapitalmarkt allgemein deutlich unterschätzt hat, wie sich das Geschäft transformiert und wie stark IBM dabei Ertragskraft verlieren wird.


Da beurteilst Du eben nach anderen Maßstäben. Nur solte man eben nicht die eigenen Maßstäben mit Allgemeingültigkeit verwechseln.

Ich für meinen Teil, halte nicht das Vermeiden von Fehlern für den Hauptbestandteil der unternehmensführung, sondern erwarte von einem CEO auch strategische richtige Entscheidungen. Das schafft Bezos bei Amazon auch und zwar auch nach 2012.

Rometty hat viel Geld in financial engineering gepackt. Das hat sie zu verantworten. Blockchain-Technologie und auch Cloud- Business waren Anfang 2012 noch in den Kinderschuhen. Da hätte sie für konsequenteres Investieren sorgen müssen. Das hat Microsoft auch geschafft.

Rometty hat aber ihre Rolle als Vertrieblerin nie wirklich abgelehnt. Vorher hat sie Soft- und Hardware verkauft, jetzt verkauft sie Aktien. Sie ist eine Verwalterin und Bestandswahrerin und könnte gut eine Behörde leiten.

Wenn aber 2012 die würfel bereits so gefallen waren, wie sie es Deiner Meinung sind, hätte sie konsequenterweise das Unternehmen aufspalten müssen, in ein legacy business, strategic imperatives und Rest. Dann hätten die Aktionäre entscheiden können, welche von den drei Aktie sie halten wollen.

Auch wenn sie CEO des größten der drei Unternehmen geworden wäre, hätte sie aber vermutlich eine niedrigere Vorstandsvergütung zu erwarten gehabt, da das Unternehmen eben kleiner gewesen wäre. Daher kann man berechtigterweise annehmen, dass sie aus Gründen persönlicher Gehaltsoptimierung einen für die Aktionäre sinnvollen Schritt verzögert und verhindert hat.
"Da hätte sie für konsequenteres Investieren sorgen müssen."

Das kann gut sein, ich denke aber, dass wir das von außen schlecht beurteilen können.

Aufspalten gerne, wobei das nicht nur Vorteile hat. Ein Konzern mit mehreren Segmenten kann Kapital reibungsfreier (Steuern, Transaktionskosten) von einem Segment zum anderen transferieren. Ein gewichtiger Grund für Berkshires Performance z. B.

"Ich für meinen Teil, halte nicht das Vermeiden von Fehlern für den Hauptbestandteil der unternehmensführung, sondern erwarte von einem CEO auch strategische richtige Entscheidungen."

Keine Entscheidungen oder schlechte Entscheidungen würde ich als Fehler zählen. Daher liegen wir hier wohl nicht zu weit auseinander.

Mal sehen, ob IBM zurück auf einen gewissen Wachstumspfad findet.
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