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Peak Oil und die Folgen (Seite 1409)



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@TME90

Vielen Dank, hab mir schon um meinen ETF (ETC) Sorgen gemacht, dass der eines Tages wertlos wird ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.988.941 von extriakel am 09.02.18 20:03:02
Zitat von extriakel: Hallo keepitcool,
die USA haben im Dezember 17 für ihren gigantischen Ölimport von 8 Millionen Barrel pro Tag für den gesamten Monat gerade mal läppische 11,15 Milliarden Dollar ausgegeben. Wenn man bedenkt, dass das monatliche Inlandprodukt in den USA bei fast 1,5 Billionen Dollar liegt (o.k., um vermutlich 20% hedonisch aufgehübscht), so sieht man, dass die USA für diese riesige Importmenge des wichtigsten Universalrohstoffs nicht mal 1% ihres BIPs ausgeben müssen. Sozusagen fast garnichts. Glaub mir, das destabilisiert die Wirtschaft der USA in keinster Weise.


Hallo Triakel,
ja das sieht erstmal nach fast gar nichts aus.

Aber das ist ja nur das Öl und nur die direkten Importe.

Berücksichtigen muss man für das ganze Bild auch die anderen Energiearten, als Kohle, Gas, Kernenergie etc.

Außerdem sind die USA ja bekanntlich ein gewaltiger Importeur von Güter aller Art aus China, Europa usw.

Und in all diesen Waren steckt auch jede Menge Energie, die ebenfalls berücksichtigt werden muss, wenn es um die Frage geht, ob die Energiekosten den DOW bzw. die US-Wirtschaft abwürgen können.

Nur die US-Öl-Importe zu betrachten wäre, um dich mal wieder zu zitieren "Tunnelblick".
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.938.973 von keepitcool am 05.02.18 20:08:01
Zitat von keepitcool: CS und MS sind die Wärmekapazität und Masse der Erdoberfläche, die erwärmt wird. Ich habe keine Ahnung, wie groß beide sind. Daher kann ich auch nicht berechnen, wie groß die Erwärmung durch das Erdöl ist.
Da sie sich aber rauskürzen, sind beide für das Ergebnis egal und ohne Bedeutung.


Ok, verstanden, hatte ich überlesen, mein Fehler!

Zur Erdölförderung mit anderen Energieformen:
Energie ist nicht gleich Energie. Wärmeenergie bei kleinen Temperaturunterschieden ist fast nutzlos. Elektrizität ist die am besten verwendbare Energieform. Typischerweise wird sie aus fossilen Brennstoffen erzeugt, und man kann typischerweise ein Drittel der fossilen Energie in Elektrizität umwandeln, mehr nicht.


Verstanden bzw. bekannt.


Beim Elektroauto wird die Elektrizität direkt verwendet, warum sollte man mit Ölförderung eine teure Zwischenstufe einbauen ? Und: Wenn die Rohölförderung zu teuer wird, warum sollte man mit einem noch teureren Verfahren Rohöl fördern ? Wo ist da die Logik ?

Es ist so gut wie sinnlos, Diesel mit Elektrizität zu erzeugen, wenn dafür der Wirkungsgrad ein Drittel ist. Der Dieselmotor hat wieder nur ein Drittel Wirkungsgrad. Der fette SUV zum Transport von einer Person hat bei 2 Tonnen Gewicht für eine 100 kg Person einen Wirkungsgrad von 5 %. Alles zusammen ergibt einen Wirkungsgrad von 5 Promille, und der Energieaufwand zur Herstellung des SUV ist nicht einmal betrachtet.


War mir klar, daß das keinen Sinn machen würde, aber danke dafür nochmal zu verdeutlichen WIE sinnfrei das wäre...

Da Öl ganz überwiegend für Verkehr - Schiffe, Autos, Flugzeuge - verwendet wird, bedeutet das, daß mit dem Ölzeitalter auch der Waren- und Personentransport endet, weil die Umstellung auf andere Energieträger - selbst wenn die ausreichend zur verfügung stehen würden... - Jahrzehnte dauern würde.

Was das bedeutet, wenn das Ölzeitalter um 2029 enden sollte, mag sich jeder selbst ausmalen... die Allermeissten werden aber angesichts der Folgen davor zurückschrecken.

Ich hab's gemacht, da mir die Filter für die nötige Verdrängung wohl fehlen.

Der Witz dabei ist: ich habe dadurch meinen inneren Frieden gefunden.

Wenn man das Schlimmste erwartet, dann ist vieles worüber man sich gesorgt hat, einfach nicht mehr wichtig...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.998.533 von Doomina am 11.02.18 17:46:59Hallo Doomina,
wenn wir also für die Ölimporte 1% des BIP berechnen (Zahlen über die Kosten für den Ölimport stammen von den "Querschüssen", die sich immer auf offizielles statistisches Material der Länder beziehen, und wenn wir für die eigene Förderng noch einmal Kosten von 1% des BIP veranschlagen, dann sind das schon mal die Kosten für den anteilsmäßig wichtigsten Energieträger plus Universalrohstoff. Für Kohle und Gas dürften die Kosten jeweils etwas niedriger liegen. Aber gehen wir auch da mal von je 2% aus, dann sind wir also bei 6% des BIP. Eher wird es weniger sein.
Und dann noch mal 1% für Uran (dürfte stark aufgerundet sein), dann sprechen wir von 7% Kosten vom BIP für die gesamte fossil-atomare Rohstoffbasis. Daran geht keine Volkswirtschaft zugrunde, selbst wenn sie so unbekümmert und ineffizient mit Energie umgeht, wie die US-amerikanische.
Klar, das Energiethema wird sich innerhalb der nächsten 3...5 Jahrzehnte noch heftigst stellen, aber eben derzeit und auf Sicht der nächsten Jahre noch nicht.
Wobei ich durchaus prognostiziere, dass der OECD-Raum innerhalb der nächsten Jahre in strukturzerstörerische Turbulenzen geraten wird. Aber zunächst (!) wird das noch nicht an einer erodierenden Energiebasis liegen, sondern an den auf die fossil-atomare Superblase aufgepfropften Sub-Blasen, insbesondere der riesigen Schulden- und Buchvermögensblase. Und aus der immer stärkeren Spaltung zwischen der Welt der Vermögenden und Verschuldeten. Solchen Zukunftsverbrauch kann kein Wirtschaftssystem überstehen.
Übrigens: wenn diese Subblase platzt und das System strukturell beschädigt, wird das das Platzen der Energieblase sogar erst einmal etwas nach hinten verschieben. Denn durch diesen Strukturbruch wird es tatsächlich erst einmal zu einem Peak Energy demand kommen.

So, Realität, komm! Widerleg mich!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.998.782 von extriakel am 11.02.18 18:49:30
Die Schuldenkrise und die Energiekrise sind zwei Seiten einer Münze
Man kann das nicht getrennt betrachten.
Tim Morgan verknüpft die Zusammenhänge.
https://surplusenergyeconomics.wordpress.com/

Während ich immer betone, dass ein Naturgesetz (2.HS) das baldige Ende des Ölzeitalters als unausweichliche Folge hat, kommt Michael Dittmar zu demselben Schluss, indem er vorliegende Daten zur Ölproduktion untersucht:

Start bei:
By 2020 it may be clear to everyone that oil decline has begun
http://energyskeptic.com/2018/by-2020-it-may-be-clear-to-eve…
und den Links Folgen

oder ein deutscher Startpunkt:
https://www.freizahn.de/2018/02/der-aufziehende-sturm-am-oel…
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