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Deutsche Rohstoff AG: Meldungen, Analysen, Meinungen (Seite 2898)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.794.347 von Origineller_Name am 13.06.19 05:05:01Zitat:
"1. Gesamtmarkt
Es herrscht Unsicherheit über die zukünftige Weltwirtschaftsentwicklung. Sollte der Handelskrieg eskalieren, dürfte sich das negativ auf die Weltwirtschaft auswirken, das wiederum negativ auf die Ölpreise, das dann negativ auf die Finanzen von XOG, und das ganze wirkt sich jetzt schon einmal negativ aufs Sentiment aus.

2. Ölmarkt -> Man muß sich auf jeden Fall ehrlich machen über den Ölmarkt. Trotz der Tatsache, daß aus Venezuela und Iran jeweils Millionen Barrel Öl auf der Angebotsseite weggefallen sind, daß die OPEC sich eine strikte Förderbeschränkung auferlegt hat, daß Saudi-Arabien, wie man 2016 gesehen hat, problemlos deutlich mehr Öl fördern könnte, als sie vor den Förderkürzungen schon verkauft haben, gibt es immer noch einen Angebotsüberhang. Dieser wird durch die rapide steigende US-Förderung (die sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren um 4 Mio. Barrel erhöhen wird) noch mehr vergrößert. Und ständig werden irgendwo neue Ölfunde gemeldet. Eine Ölknappheit im Sinne der technisch derzeit und zukünftigen verfügbaren Mengen wird es auf abshebare Zeit nicht geben."


-> Heute hat die IEA ihren ersten Ausblick für 2020 veröffentlicht:


"Oil Market Report: 2020 vision"


https://www.iea.org/newsroom/news/2019/june/omr-june.html


Zitate:
"In May, the OECD published an outlook for global GDP growth for 2019 of 3.2%, lower than our previous assumption. World trade growth has fallen back to its slowest pace since the financial crisis ten years ago"


-> Das Weltwirtschaftswachstum ist auf den geringsten Wert seit 10 Jahren.


"This suggests that global oil demand growth will have scope to recover from 1.2 mb/d in 2019 to 1.4 mb/d in 2020."

-> Für 2019 wird ein Ölnachfrageanstieg von 1,2 Mio. Barrel/Tag erwartet, für 2020 von 1,4 Mio. Barrel/Tag. Klingt gut, aber...


"Meeting the expected demand growth is unlikely to be a problem. Plentiful supply will be available from non-OPEC countries. The US will contribute 90% of this year’s 1.9 mb/d increase in supply and in 2020 non-OPEC growth will be significantly higher at 2.3 mb/d with US gains supported by important contributions from Brazil, Canada, and Norway."

-> Der Nachfrageanstieg ist kein Problem. Die Angebotsseite wird "reichlich" bedient durch die Nicht-OPEC-Staaten mit 2,3 Mio. Barrel. Damit steigern allein die OPEC-Staaten dieses Jahr den Output um 0,7 Mio. Barrel/Tag mehr als es für den Nachfrageanstieg erforderlich wäre. Dieser Angebotsüberschuß steigt nächstes Jahr auf 0,9 Mio. Barrel/Tag. Wohlgemerkt ohne die OPEC-Länder!


"Ministers will note that OECD oil stocks remain at comfortable levels 16 mb above the five-year average."

-> In den Tanks der OECD-Länder schwappen schon jetzt 16 Mio. Barrel mehr herum als im 5-Jahres-Schnitt. (Grafik dazu: https://twitter.com/staunovo/status/1139445549927673857)


"A clear message from our first look at 2020 is that there is plenty of non-OPEC supply growth available to meet any likely level of demand, assuming no major geopolitical shock, and the OPEC countries are sitting on 3.2 mb/d of spare capacity."

-> wörtlich: Eine klare Aussage unseres ersten Ausblicks nach 2020 ist, daß, vorausgetzt, es gibt keine geopolitischen Schocks, ein reichlicher Nicht-OPEC-Angebotszuwachs verfügbar ist, um jedes nur mögliche Nachfrage-Niveau zu befriedigen, während die OPEC-Staaten auf einer ungenutzten Fördermenge von 3,2 Mio. Barrel/Tag sitzen.

-> Die Welt schwimmt im Öl, und könnte in noch viel mehr Öl schwimmen. Danmit stehen die Chancen auf nachhaltig steigende Ölpreise schlecht. Und je mehr die OPEC auf die Bremse tritt, desto stärker werden die US-Fracker die Pumpen anwerfen. Das OPEC-Kartell hat seine über Jahrzehnte aufrechterhaltene Drohkulisse wahrscheinlich auf absehbare Zeit komplett eingebüßt.

-> Ein Traum nicht nur für Ölkonsumenten, sondern auch für eine Welt, in der den Expansionsgelüsten radikaler Islamisten hoffentlich zunehmend der ökonomische Boden bisheriger üppiger Finanzierung durch Iran, Saudi-Arabien und sonstige selbsternannte geistige Anführer der islamischen Welt, entzogen werden könnte.

-> Ein Alptraum für reine (Fracking-)Ölproduzenten, die im Gegensatz zu Konzerngiganten wie Shell und Equinor nicht in der finanziellen und organisatorischen Lage sind, nach und nach auf Erdgas und vor allem auf erneuerbare Energien umzuschwenken.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.812.242 von Origineller_Name am 14.06.19 22:17:28
... interessante Auflistung ... und deine Hoffnung ehrt dich ...
Zitat von Origineller_Name: ...
-> Ein Traum nicht nur für Ölkonsumenten, sondern auch für eine Welt, in der den Expansionsgelüsten radikaler Islamisten hoffentlich zunehmend der ökonomische Boden bisheriger üppiger Finanzierung durch Iran, Saudi-Arabien und sonstige selbsternannte geistige Anführer der islamischen Welt, entzogen werden könnte ...


... aber der Nahe Osten scheint so gespalten ... und die USA mit ihren taktischen Spielchen und Waffenlieferungen an die Saudies mögen zwar weit weg sein ... and the winner of Deals now ... aber sie waren im Iran schon so verhasst und zwingen das Land dank ihrer wirtschaftlichen, militärischen Taktik förmlich in die Knie ... toll ... you are the winner ...
... aber dafür das Risiko eines Krieges in der Region ... ich kann es nicht glauben ...

... da wird ganz sicher noch mehr Hass gesät ... und wenn du nix mehr zu verlieren hast ...

... die alten Spielchen aus dem letzten Jahrhundert ... und man muss sich schon fragen, ob die Menschheit diese Stufe je überspringen wird.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.812.242 von Origineller_Name am 14.06.19 22:17:28Gibt es reine "Fracking-Ölproduzenten"? - Im Q1 förderte der DRAG 253 BO Öl und 313 BOE Gas.

Die DRAG als Finanzinvestor könnte jederzeit auch aus dem Ölgeschäft in den USA aussteigen. Z.B. jetzt die neuen 11 2-Meile Bohrungen bei CCE und die Mitinvestitionen bei EOG NICHT durchführen und mit der Liquidität und dem weiter anfallenden Cash ihre Schulden zurückzahlen.

Machen sie aber nicht. Weil sie z.B. beim neuen CCE-Bohrvorhaben mit einer IRR-Rate von 20 - 42 % bei einem durchschnittlichen Ölpreis von 54 USD bezogen auf die Fördermenge rechnen.

Die Kernfragen sind also weiter, ob die USA sämtlich Öl-Importe durch WTI-Öl ersetzen können. Also ob das von den Raffinerien her geht und ob es auch von den inneramerikanischen Transportkapazitäten West-/Ostküste/Golf-von-Mexiko/Alaska.

Offenbar funktioniert das derzeit (noch?) nicht, den sonst würden die US-Ölvorräte nicht so rasant ansteigen. Wobei ich davon ausgehe, das Trump noch nicht signifikant mit dem Abbau der strategischen Erdölreserven zur Geldgenerierung begonnen hat.

Ist also die nächste Frage, wer in der Welt das ganze US-Öl kaufen soll, wenn sich Trump gegenüber immer mehr Staaten "als kleiner Gott" aufspielt mit seinem Instrument der Strafzölle und der Handelsembargos durch die Kontrolle der Leitwährung USD.

Meine These war bisher, das sich Trump mit China einigt und China dann für Billionen USD Produkte aus den USA - wesentlich Öl, Gas und landwirtschaftliche Produkte - kauft. Nachdem die chinesische Führung aber angefangen hat das Volk auf einen langen entbehrungsreichen Wirtschaftskrieg der USA vorzubereiten, dürfte sich diese Hoffnung erledigt haben. "Die USA ertrinken in WTI-Öl".

Noch mehr, wenn die Handelspolitik auf die US-Firmen durchschlägt und Millionen Jobs kostet, wie gerade eine Kampagne von großen US-Firmen aus den Kernwahlgebieten von Trump verdeutlicht. So ein Narzist wie Trump ist unfähig zum Eingeständnis einer Niederlage. Die kommunistische Partei sitzt Trump schlicht aus - wie die Taliban in Afghanistan die westlichen Streitkräfte.

Renommierte Hedgefonds-Profi und ehemalige Partner von George Soros steigt aus Aktien aus und kauft massiv US-Staatsanleihen

https://www.focus.de/finanzen/boerse/stattdessen-flucht-in-s…

Der verkauft natürlich nicht alle Aktien, weil das gar nicht geht. Der tätigt im größeren Umfang Leerverkäufe von Aktien und Put-Geschäfte, so dass er unter dem Strich bei egal welcher Bewegung nach oben oder unten den Status quo halten kann.

Der Experte meint auch, das Trump nicht erkennen wird können, das er falsch liegt. Die FED wird sich durch die verheerende Politik von Trump genötigt sehen die Zinsen wieder auf null zu senken meint der Experte. Das macht die heute höher verzinslichen US Staatsanleiehn attraktiver und die würden im Kurs zulegen. Trump kann dann zu erstmal ganz geringen Kosten noch mehr Schulden machen und mit dem Geld aufgerissene Probleme zukleistern, wie er es mit der Umwandlung von stolzen am Weltmarkt agierenden US-Farmern zu am Staatstropf hängenden Almosenempfängern bereits gemacht hat.

Das ist ja das Verrückte: Die USA sind ohne grundlegende starke Steuererhöhungen rasant auf dem Weg die Verschuldungsmarken von Italien und Griechenland zu überholen. Aber alle Welt kauft trotzdem US Staatsanleihen, weil alle Angst haben, das Trump die Weltwirtschaft und damit die Aktienkurse in den Abgrund reisst. Irgendwann wird diese Blase der US-Staatsanleihen platzen und das Weltfinanzsystem wie nie zuvor erschüttern.

Diese Ängste zeigen sich meiner Meinung nach eben auch im Allzeittief des XOP-ETF, obwohl der WTI Ölpreis noch ca. doppelt so hoch ist als beim Tief zuvor Anfang 2016. Es erscheint zwangsläufig, das der WTI-Ölpreis in absehbarer Zeit nochmal unter 30 USD fällt. Und Trump das als tolle Sache ansieht, weil US Autofahrer billig tanken können und die US Industrie mit billigen Energiepreisen super laufen müsste.

"Trump zerstört die Welt" - es gibt kein Entrinnen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.812.683 von Wertefinder1 am 14.06.19 23:47:51Du übertreibst.

Die USA sind mitnichten dabei die Verschuldungsquote von Italien und gar Griechenland (!) zu übertreffen. Dazu wächst das BIP viel zu stark. Gemessen daran sind die Schulden von 2016 bis 2018 sogar zurückgegangen. Einfach mal die Stichwörter "verschuldungsgrad usa bip" bei einer Suchmaschine Deiner Wahl eingeben.

Auch im Forecast sieht es nicht so düster aus wie von Dir beschrieben.
Hier sind bis 2021 etwa 110% des BIP als Staatsverschuldung zu erwarten. Bei weiterhin niedrigen Zinsen (sieht ja aktuell sogar noch stärker danach aus) dürfte ein guter Teil real weginflationiert werden und das Problem dämpfen. Das soll nicht bedeuten, dass ich die Trump'sche Wirtschaftspolitik gut finde, ganz im Gegenteil.
Aber damit schrumpft Deine Aussage in Ihrer Wirkung von "Trump zerstört die Welt" sehr deutlich zusammen.

Quellen:
https://tradingeconomics.com/forecast/government-debt-to-gdp
https://www.cbo.gov/publication/53651
Ich glaube, das einige hier völlig zu unrecht die USA bzw. Herrn Trump unterschätzen. Die USA ist die - einzige - Weltmacht. Punkt. Sie kann handeln mit wem Sie möchte und wenn sie dabei sich selbst oder dem jeweiligen Staat Schäden zufügt, ist das in Ordnung - die wissen, was sie tun!

Und die Amerikaner zwingen niemanden, niemand muss an deren Stärke glauben. Der Amerikaner sagt nur, wer mit dem IRAN handelt, der wird sanktioniert. Und wenn die eh so dumm sind wie alle hier meinen, dann ist das doch super :)

Weder das Ol noch ein Bundesstaat noch sonst jemand hat die Lage bei der DRAG zu verantworten!!! Oder war Obama am Tekton-Deal behilflich??
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.812.683 von Wertefinder1 am 14.06.19 23:47:51
lächerlich
nur mal am Rande:

20% IRR bedeutet nicht, dass am JE auf jeden Fall ein positives Konzernergebnis raus kommt.




Auf das restliche gejammere will ich gar nicht eingehen... lustig und traurig zugleich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.813.277 von howdeep am 15.06.19 08:35:57Moin Howdeep, kannst du mir bitte vielleicht paar deiner grösseren Positionen verraten in die du investiert bist? Und sollten diese mein Depot nicht tangieren. Würde ich mich gern dort an der Diskussion beteiligen und jedes mal wenn es mal etwas runter kracht fragen, warum wohl keiner kauft? :)Wie wärs. Ich freue mich schon mal auf die Dividende. Zur HV werd ich leider nicht kommen. Da der Weg leider von Bremen aus zu weit ist. Und die Dividende ist auch schon für einen OLED verplant :) Jedes Jahr gönn ich mir was schönes von der DRAG divi. Ist die einzige die ich nicht zum reinvestieren nutze. Es wird schon laufen mit unserer DRAG. Seit 3 Jahren nicht das erste mal die Stimmung am tief.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.813.574 von Krankus1989 am 15.06.19 09:52:35DRAG ist bislang noch nicht nach unten gekracht...


es kann aber jederzeit passieren.




Die hohen Schulden vs. MK sind beachtlich; hinzu kommt das Währungsrisiko, etc.

Heiße Wette auf mehrere Faktoren gleichzeitig.
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Aktiendividende und Informationen auf der Homepage
In der Einladung zur Hauptversammlung wird die Möglichkeit einer Aktiendividende beschrieben. Details sollen unter www.rohstoff.de/investorrelations/hauptversammlung2019 zu finden sein. Dieser Link führt aber ins Leere. Auch sonst habe ich auf der Homepgae keine Informationen zur Aktiendividende gefunden.

Kann mir jemand weiterhelfen?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.814.900 von Uwe__ am 15.06.19 16:32:26Den Link scheint es noch nicht zu geben
Im übrigen sehe ich den Sinn der Aktiendividende bei der DRAG nicht ein. Ist doch nichts anderes als eine Kapitalerhöhung, für die ich keine Notwendigkeit sehe. Und mit viel Aufwand verbunden bzgl. Teilrechten pp.
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