DAX-0,40 % EUR/USD-0,06 % Gold+0,26 % Öl (Brent)+0,99 %

REE-Aktien / Boom bei Seltenen Erden: Wo ist das höchste Potential? (Seite 106)


WKN: A0RD0N | Symbol: S82
0,020
08:00:27
Frankfurt
-16,67 %
-0,004 EUR

Begriffe und/oder Benutzer

 

Ja die Bedenken sind schon groß. Damals war kalter Krieg und die seltenen Erden wurden benötigt und koste es was es wolle. Wie sieht es jetzt aber aus? Haben die Russen die Produktion nur eingestellt da sich die Produktion nun plötzlich in Kirgisistan befand, die Erlöse durch die Chinesen unrentabel wurden oder warum?
Zitat von KrabataJa die Bedenken sind schon groß. Damals war kalter Krieg und die seltenen Erden wurden benötigt und koste es was es wolle. Wie sieht es jetzt aber aus? Haben die Russen die Produktion nur eingestellt da sich die Produktion nun plötzlich in Kirgisistan befand, die Erlöse durch die Chinesen unrentabel wurden oder warum?


... leider wird dir keiner sagen können, wer zuerst als Konkursfaktor da war, denn sicherlich werden sowohl der Zusammenbruch des Warschauer Paktes (1989/1990) als auch das damalige Fluten des Marktes mit billigen chinesischen REE´s (so grob ab 1992, bzw eher etwas früher) ihres dazu beigetragen haben Kutessay II mit seinem geringen TREO unrentabel gemacht zu haben ... aber:

Plant 3

Plant 3 separated the MRE and HRE concentrates into final oxides, metals and alloys. This Plant was where the various complexing, elutriation, and regeneration solutions were prepared. The process was carried out on a batch system where the conditions in the ion exchange columns (linear flow, solution, complexing, elutriating solution concentration solution, etc.) were specific for each REE. The Rare Earths were then precipitated as the oxalate (carbonate), filtered and washed and then dried and calcined to rare earth oxide (REO). The RE metal section involved the production of metals from the REOs through various electrical, induction and arc furnaces.

The Soviets never used Plant 3 to its full capacity as uses for HREEs were limited between 1965 and 1990. In the late 80s, the Soviets initiated plans for the Plant’s expansion to process 3-4 times the amount at which it was operating. The industrial building expansion was completed when the Plant stopped operating in 1991, and some new equipment is on site but not installed.

The Plant continued to process remaining small amounts of HRE concentrate into final metals up until 2009. The last of its HREE concentrate and final products were sold in 2010. Plant 3 is in good working condition.


http://www.stansenergy.com/press-releases/stans-energy-corp-…

... also wurden anscheinend "die Reste" noch bis 2009 aufgearbeitet und verkauft auch wenn in den anderen Plants bereits die Lichter aus waren, evtl. um die Instandhaltungskosten für den Laden zu finanzieren - oder weil es kaum jemnd anders in der Güte konnte.

... und ehrlich gesagt: Außer dem Plant 3 ist die komplette Technologie auch irgendwo in der restlichen Welt zu finden - nur HREO können anscheinend nur die Chinesen (und Stans) - weswegen sich ja GWG bezüglich der Separation mit GQD aus China zusammengetan hat.

GWG verarbeit dann (in Zukunft) sein Zeug auftragsbezogen selbst und nimmt die zusätzlich produzierte HREO-Menge als interner Abnehmer für die HREE direkt wieder vom Markt - also viel mehr HREE wird außerhalb Chinas auch mit GWG in Produktion nicht entstehen ... und GWG wird nicht den ganzen ROW-Bedarf allein decken können - egal wie oft Steens noch aufgebohrt wird.

Ein-Lieferanten-Politik gibt es z.B. in der Automobilindustrie fast nie. Man versucht immer mehrere Lieferanten aufzubauen - um sie dann gegeneinander ausspielen zu können. Von daher wird es immer ein Streben geben die Ketten des Monopols so weit wie mmöglich aufzuweichen, momentan ist es China ... und GWG wird in seinem Segment auch nicht alleine sein/bleiben.

Meiner Vorstellung nach sollte Stans den alten Crusher reaktivieren, dazu einen neuen/größeren bauen und die Thorium-/Uranabtrennung auf den Stand der Technik bringen. Dann seine LREOs als Concentrate verkaufen und die hochspeziellen Nischenproukte bei hoher Marge selbst produzieren (macht GWG im Prinzip genauso mit etwas mehr eigenem Downstream, wegen der Alloyproduktion). In kleinen Mengen und mit wenig Konkurrenz (wenn man schnell am Markt ist), springt da am meisten raus.

... und ob sich das alles bei Stans finanziell lohnt, dies ist hier momentan die Wette, um die es geht.

MfG, FaxenClown
Mir die chinesen und stans koennen HREE separieren stimmt so nicht. Der CEO von Silmet hat klar gesagt dass auch Silmet HREE separieren koennte nur die Kosten ihres Prozesses sind zu hoch. Die Frage ist also zu welchen Kosten hat Stans 2009 separiert und wo liegen sie im Vergleich zu den Chinesen. Da jetzt hoehere Umweltanforderungen einzuhalten sein werden wirds nicht einfacher dafuer wird man wohl die einst geplante Vergroesserung Umsetzen was wieder die Kosten senken koennte. Da man aber das russische Institut mit der verbesserung des Prozesses beauftragt hat nehm ich mal es geht bereits um die Kosten. Das wird in Umbauten und Ergaenzungen enden. Vorallem aber in Zeitaufwand. Zuerst ist der Prozess zu finden dann die Finanzierung. Ich halte es wirklich fuer moeglich das sie es hinbekommen aber nicht schnell. Da passt der angebliche Besuch bei Rhodia schon ins Bild. Wobei die bestimmt auch keinen sehr billigen Prozess haben sonst wuerd Lynas Phase 1 nicht fremdseparieren. Aber sie koennten das finden des Prozesses finanzieren und technisch unterstuetzen.
nur weil es Bedarf an HREE gibt werden bestimmt keine unwirtschaftlichen Projekte finanziert.
Frage...vielleicht an den Fachmann @FaxenClown !

Wie war es zur Zeit der UdSSR bzw Sowjetunion mit der Produktion von HREE u. LREE im Zusammenhang des REE-Preises bzw heute muss man ein vielfaches für REE auf dem Tisch legen ...ehrlich ich habe da kein überblick ?

kann sein das es von mir eine milchmädchenrechnung ist ...dennoch sehe ich großes Potenzial in der Erwirtschaftung bei stans in der heutigen ära von REE bzw HREE...also sehe da kein problem bei stans E. im verhältnis kosten vs. gewinn...

besten gruß , H.
Zitat von 4nowMir die chinesen und stans koennen HREE separieren stimmt so nicht. Der CEO von Silmet hat klar gesagt dass auch Silmet HREE separieren koennte nur die Kosten ihres Prozesses sind zu hoch. Die Frage ist also zu welchen Kosten hat Stans 2009 separiert und wo liegen sie im Vergleich zu den Chinesen. Da jetzt hoehere Umweltanforderungen einzuhalten sein werden wirds nicht einfacher dafuer wird man wohl die einst geplante Vergroesserung Umsetzen was wieder die Kosten senken koennte. Da man aber das russische Institut mit der verbesserung des Prozesses beauftragt hat nehm ich mal es geht bereits um die Kosten. Das wird in Umbauten und Ergaenzungen enden. Vorallem aber in Zeitaufwand. Zuerst ist der Prozess zu finden dann die Finanzierung. Ich halte es wirklich fuer moeglich das sie es hinbekommen aber nicht schnell. Da passt der angebliche Besuch bei Rhodia schon ins Bild. Wobei die bestimmt auch keinen sehr billigen Prozess haben sonst wuerd Lynas Phase 1 nicht fremdseparieren. Aber sie koennten das finden des Prozesses finanzieren und technisch unterstuetzen.
nur weil es Bedarf an HREE gibt werden bestimmt keine unwirtschaftlichen Projekte finanziert.
@4now

deine Behauptung stimmt nicht über die Seperation
von HREE.... nähmlich nach den EXperten des "theaureport"ist das nur in China und bei Stans E. möglich !!!;)

Hier nachzulesen :

http://www.theaureport.com/pub/co/2270:eek::eek::eek:
Zitat von HaussseFrage...vielleicht an den Fachmann @FaxenClown !

Wie war es zur Zeit der UdSSR bzw Sowjetunion mit der Produktion von HREE u. LREE im Zusammenhang des REE-Preises bzw heute muss man ein vielfaches für REE auf dem Tisch legen ...ehrlich ich habe da kein überblick ?

kann sein das es von mir eine milchmädchenrechnung ist ...dennoch sehe ich großes Potenzial in der Erwirtschaftung bei stans in der heutigen ära von REE bzw HREE...also sehe da kein problem bei stans E. im verhältnis kosten vs. gewinn...

besten gruß , H.


... die Frage ist gar nicht mal so einfach zu beantworten, da es keine Commodity-Börse wie die Comex oder ähnliches für "seltene Erden gleichen Standards" gibt.

Angaben oder Quellen, die man findet sind immer mit vorsicht zu genießen, gerade wenn man "fiskalisch in die Vergangenheit" reist. Denn einerseits bilden die nackten Zahlen keinen Kontext ab, also fehlt die Einordnung in die zur Preisgestaltung gegebenen Umstände, wie Inflation, zum Betrachtungszeitpunkt aktueller technologischer Stand, etc., etc. ... und zum anderen ist REO ja auch nicht gleich REO, da es sich hier um 15 bis 17 verschiedene Elemente handelt (je nach Definition und Zuordnung von Sc und Y), die dann auch noch in diversester Reinheit (99 bis 99,999% und mehr) vorkommen und alle ihr eigenes Gefüge von Angebot und Nachfrage haben. Und Diagramme mit einer Linie (=ein REO Sammelsurium) findet man häufiger, als klar differenzierte Aussagen. Am Ende bleibt die Frage, welche REO-Zusammensetzung diese "eine Linie" denn eigentlich hat.

So, mit dieser Vorwarnung mal direkt zum Zahlenfriedhof, ein paar alte Daten ausgraben:



Quelle für diese Diagramme sind die Daten der USGS:

http://minerals.usgs.gov/ds/2005/140/ds140-raree.pdf

... wobei ich - in Bezug auf Stans - die reinen RE-Metallpreise der USGS interessanter finde:

http://minerals.usgs.gov/minerals/pubs/commodity/rare_earths…

... und zum Abgleich die entsprechende Zeitlinie für die Produktionsmengen:



Im Vergleich der Produktionsmengen und der Preise sieht man recht gut, dass der Start von Mountain Pass in den 60ern zu einem größeren Preisverfall geführt hat (Angebot und Nachfrage, evtl. gab es auch Inflationseinflüsse und technologische Fortschritte in dieser Zeit, die kostengünstigere Produktion ermöglichten). Die Preisdelle in den 80ern war ein erster Anlauf der Chinesen, die Macht um die Vorherrschaft im REE-Bereich an sich zu reißen. Mit der zweiten Offensive und Produktionsmengenerhöhung in den 90ern haben die Chinesen den Sack zugemacht (Herstellungskosten je kg sinken mit zunehmender Menge), so dass auch MCP im Zeitraum 1998/2000 der gar ausgemacht wurde, da bei dem damaligen Preisniveau nicht genügend Gewinne übrig blieben, um nötige umwelttechnische Verbesserungen (Abwasserpipeline war gebrochen und Thorium in die Wüste Nevada´s gesickert) umzusetzen.

Diese Umweltsorgen hatten die Chinesen damals nicht ... aber das recht sich jetzt anscheinend - wenn man den ganzen vorgeschobenen Umweltschutz-Begründungen denn glaubt.

So, g´nug G´schwätzt! Gute Nacht!

MfG, FaxenClown

PS: Ich bin kein "Fachmann" was REO betrifft, bin aber sehr gut in diesem Sektor eingelesen und bringe den chemischen Background für´s Verständnis berufsbedingt mit (=Rohstoffbereich) - manchmal sogar gepaart mit der Fähigkeit zum mathematischem Dreisatz.
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.047.000 von FaxenClown am 17.04.12 02:51:40... muss natürlich "rächt" heißen und nicht "recht" ... so ist das manchmal mit der Rächtschreibung ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.047.000 von FaxenClown am 17.04.12 02:51:40Hallo FC,
danke für Deine historische Aufarbeitung des Themas, sehr interessant!

Wenn man ndie beiden Diagramme übereinanderlegt, dann sieht man, dass die Auswirkungen des chinesischen REE-Angebots seit 1984 einen wesentlich geringeren Effekt auf den Preis hatten, als der Beginn der amerikanischen REE-Produktion 1960. Damals hatten die Amis ja den REE-Preis extrem in den Keller geschickt. Des Weiteren könnte man aus den Diagrammen ableiten, dass es erst seit der Dominanz von China eine relative Preisstabilität bei den REE-Preisen gibt.
Warum sollte China jetzt nicht den selben Weg gehen, den die Amerikaner zur Jahrtausendwende gegangen sind Die Umweltstandards zu evaluieren und entsprechend entweder die Produktion nachbesseren oder die Produktion zurückfahren?

Ich halte das nicht nur für legitim, sondern auch für erforderlich...

LG, ER
Zitat von extremrelaxerDes Weiteren könnte man aus den Diagrammen ableiten, dass es erst seit der Dominanz von China eine relative Preisstabilität bei den REE-Preisen gibt.


... naja, die Skala im Diagramm ist schon noch logarithmisch, was dann die "relative Preisstabilität" wieder in sich relativiert ;) Mit einem festen Bezugspunkt, sieht das nicht mehr ganz so glatt aus. Ist halt immer eine Frage des Bezugspunktes.



... der gesamte Kontext um die Diagramme wird übrigens hier erklärt:

http://inflationmonkey.blogspot.de/2012/02/rare-earths-price…

MfG, FaxenClown
 Filter


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben