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Francotyp-Postalia -- Kurz vor dem Breakout - Die letzten 30 Beiträge



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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.842.786 von Teiser am 05.11.19 17:22:08Interessanter Artikel.

Da stellen sich aber zwei Fragen.


1. Was machen Röhrig und Elgeti, wenn schlicht das Basisgeschäft mittel/langfristig nicht funktioniert, sprich stetig schrumpft, und sie auch hinsichtlich IOT keine gemeinsame Strategie finden? Verkauft dann einer oder sogar beide, und wer soll die Stücke dann aufnehmen?

2. Mal angenommen, sie haben eine nachvollziehbare operative Strategie. Profitieren wir Privatanleger dann auch davon? Oder werden wir vorher rausgedrängt?


Na ja, erstmal müssen die Q3-Zahlen in zwei Wochen überzeugen. Das wäre schon enorm wichtig, damit wenigstens ansatzweise hier mal Fantasie reinkommt. Die 2020er Prognosen hat Günther ja eh niemand mehr abgenommen. Aber wenigstens muss man jetzt nach Verkaufsstart der neuen Produkte und dem höheren Porto eigentlich in den wesentlichen Segmenten überzeugen. Wenn man selbst das nicht packt, stehts echt schlimm um das Unternehmen, denn eigentlich müsste man jetzt in ein zyklisches Hoch laufen, also nicht konjunkturell/makroökonomisch, sondern vom eigenen Produktzyklus. Bin mal gespannt, ob man wenigstens die verringerte Jahresprognose erreicht, also wenigstens noch leichten Umsatzanstieg im Gesamtjahr. Nach dem ersten Halbjahr kann man ja selbst da noch skeptisch werden. Die Aussage zum Ebitda war eh mal wieder Günther-Style. Klar, dass man die unbereinigten Vorjahreszahlen klar überbieten will. Alles andere wäre ja auch skandalös. Aber so kommuniziert Günther ja schon seit Amtsantritt, und er lässt sich fürstlich entlohnen. Bin mal gespannt, wann er endlich sein Versprechen wahrmacht und mal ordentlich Aktien kauft. Dieser Minibetrag nach den Q2-Zahlen kann ja nicht sein ernst gewesen sein, wenn ich das mit der Diskussion auf der Hauptversammlung in Beziehung setze.


Ich würd mal behaupten, die nächste Hauptversammlung könnte noch interessanter werden als die Letzte, denn wenn FP operativ die kommenden 2-3 Quartale kaum vorankommt, dann müssen ja Röhrig und Elgeti eine Strategie vorlegen. Und ich bin mal gespannt, ob das entgegen Elgetis Beteuerungen auch noch mit Günther funktioniert oder ob man den Aufsichtsrat umbesetzen muss, um die Eigeninteressen zu wahren.
Francotyp-Postalia Holding | 3,510 €
05.11.19

Elgeti scheucht Francotyp-Postalia auf
Von Michael Hedtstück

Der Finanzinvestor Rolf Elgeti hält nach FINANCE-Informationen nun schon fast 20 Prozent an Francotyp-Postalia. Ein Aktivist will er nicht sein – erhöht aber trotzdem den Druck auf Vorstandschef Rüdiger Günther.

https://www.finance-magazin.de/wirtschaft/deutschland/elgeti…
Francotyp-Postalia Holding | 3,570 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.369.003 von katjuscha-research am 29.08.19 12:27:17Vollste Zustimmung!

Wenn Insider derart prahlen, sollten diese auch signifikant Aktien kaufen....alles andere nur Geblubbere......für mich wertlos.

Die "neuen Geschäftschancen" ja bisher noch nicht der Hit, in den Zahlen........nicht an ihren Worten sollt ihr sie messen, sondern an ihren Taten....

Bleibe weiter Beobachter bei dieser Aktie
Francotyp-Postalia Holding | 3,495 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.368.949 von Kampfkater1969 am 29.08.19 12:19:05
Zitat von Kampfkater1969: Wie würdigen die hier bereits Investierten die Zahlen?

Mein Eindruck......viel heiße Luft....bei der Außendarstellung....und der Elgeti kann Immobilien...aber sonst??? Nur meine subjektive Meinung


Wie gesagt, die Prognosen waren eh viel zu hoch. Und da der Markt das eigentlich immer schon wusste, gibt's aktuell wegen der Rücknahme der Prognose auch keinen Kursverfall mehr. Das war eh eingepreist.

Die Halbjahreszahlen an sich waren mies, aber da erst ab Juni die neue Postbase in den USA ausgeliefert wurde und jetzt ab Q3 in Europa, konnte man vom 1.Halbjahr eh nicht viel erwarten. FP muss jetzt zumindest die margenstarken Bereiche weiter auf Schiene halten. Wenn da jetzt mit den neuen Maschinen mehr Nachfrage aufkommt, sollte man zumindest mal wieder die Gewinnniveaus in den Jahren 2016/17 vor der großen Investitionsoffensive erreichen. Alles Andere ist dann Zugabe, die insbesondere Herr Günther aber dringend braucht, da diese ganze 2020er Fantasie ja auf seinen Mist gewachsen ist.

Apropos Herr Günther. Ich hoffe doch malm diese 21k € gekaufter Aktien ist nicht alles. Das wäre ja lächerlich, wenn man seine festen und variablen Gehälter der letzten 2-3 Jahre anschaut. Der ist Großverdiener. 21k € verdient er umgerechnet in 2-3 Wochen.
Francotyp-Postalia Holding | 3,450 €
Wie würdigen die hier bereits Investierten die Zahlen?

Mein Eindruck......viel heiße Luft....bei der Außendarstellung....und der Elgeti kann Immobilien...aber sonst??? Nur meine subjektive Meinung
Francotyp-Postalia Holding | 3,450 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.342.333 von Versucher1 am 26.08.19 13:21:15
Zitat von Versucher1: Dein letzter Absatz zeigt mir, dass Du meinen Beitrag #1581 völlig mißverstehst.


Kann sein!

Dann mach es doch wie ich und sage was ich vielleicht missverstanden haben könnte! Nur so macht die Diskussion ja Sinn.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.341.811 von katjuscha-research am 26.08.19 12:15:17Dein letzter Absatz zeigt mir, dass Du meinen Beitrag #1581 völlig mißverstehst.
Francotyp-Postalia Holding | 3,500 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.341.790 von Versucher1 am 26.08.19 12:10:56Wer tummelt sich denn alles in dem IOT-Umfeld von FP?

Dafür braucht man ja erstmal die Expertise und Marktstellung bzw. die Hardwareprodukte von FP.


Vielleicht hast du mich ja missverstanden. Mir ging es nicht darum, dass Elgeti den IOT-Bereich bei FP rauslösen möchte, sondern dass er innerhalb des FP-Konzern dort die größte Fantasie sieht und dementsprechend diese Bereiche sozusagen schon allein einzeln einen gewissen Wert zugesteht, der einen nicht unbeträchtlichen Teil der FP-Bewertung ausmacht.
Francotyp-Postalia Holding | 3,500 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.315.144 von katjuscha-research am 22.08.19 09:26:22
... sehe es eher andersherum
Zitat von katjuscha-research: Letztlich ist es ja auch immer eine Bewertungsfrage.

Trotz aller Enttäuschungen bei FP, aber Elgeti könnte sich ja anschauen, was theoretisch aus einzelnen Bereichen von FP rauszuholen ist. Und wenn er da Druck auf den AR ausübt, könnte er diese Potenziale vielleicht heben. Vielleicht tritt er auch nur als Weißer Ritter für einen größeren Finanzinvestor auf. Ich spekuliere da jetzt zwar ins Blaue, aber das er auf eigene Rechnung die HV-Mehrheit an einem sinkenden Schiff kauft, würd ich mal eher nicht glauben. Und wie gesagt, es ist ja nicht so, dass FP teuer wäre. Da ließe sich ex der großen Investitionen durchaus ordentliche Renditen rausziehen. Vielleicht hat er es auch nur auf die noch kleinen IOT-Töchter abgesehen. Schwer zu sagen.


Weiss jetzt nichts über den Elgeti, also was für ein Investor-Typ der ist und ob er eine Nähe zu Hightec/Internet/IOT/Digitales hat ... Wenn das Letztere nicht, so glaub' ich eher, der Elgeti bezahlt für FPH das was ihm das Basis-/Stamm-Geschäft wert erscheint und die IOT-Themen lässt er aussen vor dabei bzw. bewertet sie mit 0. Denn ob FPH damit je einen EURO verdienen wird das steht in den Sternen ob der Konkurrenz ... denn ich schätze da kämpfen andere Wettbewerber mit in diesem Umfeld bekannteren Namen/Grössen/Firmen als die FPH es ist um die Marktanteile.
Francotyp-Postalia Holding | 3,500 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.341.583 von Merrill am 26.08.19 11:42:52Beim Thema Prognoseverfehlung bzw. zu große mittelfristige Ankündigungen habe ich dir bereits zugestimmt, wobei man auch da teilweise genau hinschasuen sollte, was denn prognostiziert wurde. Oft hat man explizit ex Sonderfaktoren prognostiziert und diese dann auch erfüllt, auch wenn das für uns nicht zufriedenstellend war.

Was das Wachstum anbetrifft, bin iuch anderer Meinung.

Umsatz seit 2009

129,0
147,3
159,4
165,6
168,9
170,3
190,9
203,0
206,3
204,2

Man sieht, außer 2018 gab es jedes Jahr Wachstum. Der Umsatz hat sich seit 2009 stark entwickelt.

Was den Gewinn angeht, ging es bis 2016 fast stetig nach oben, außer in schwachen Währungsjahren. Ab Ende 2017 gabs dann die Investitionsoffensive.


Ich will hier wirklich nicht alles besser reden als es ist. Der Vorstand enttäuscht mich auch, vor allem in Sachen Komunikation. Weniger wäre bei FP mehr gewesen. Das rächt sich jetzt. Aber die Fakten hinsichtlich Wachstum und Investitionen kann man nicht einfach wegwischen, nur weil die letzten zwei Jahre enttäuscht haben.
Francotyp-Postalia Holding | 3,500 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.341.286 von katjuscha-research am 26.08.19 11:02:18Kleine Blick auf die Fakten:

1) Die Prognosen des Vorstands wurden jahreslang konstant verfehlt!
2) Umsatzanstieg?!?! Der Umsatz stagniert jetzt im vierten Jahr in Folge um
205 Mio - und dieses Jahr gibt es wahrscheinlich ein deutlicher Rückgang,
nach -7% in HJ1.
3) Ertragsanstieg?!?!?
Zur Gewinn(rückgangs-)-Reihe
6,2 Mio, dann 4,6 Mio, dann 0,9 Mio - und für 2019 wahrscheinlich ein Verlust.

Blick auf die Konjunktur:
https://boerse.ard.de/anlagestrategie/konjunktur/ifo-zeichen…

Ich werfe dem Vorstand "nur" konstant zu positive Prognosen vor.
Letztlich verdient im Druckanlagenbereich kaum jemand nennenswert Geld.
Francotyp-Postalia Holding | 3,500 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.340.662 von Merrill am 26.08.19 09:52:24
Zitat von Merrill: Letztlich bekommt Francotyp seit Jahren - trotz x-Maßnahmen - weder Umsatzanstieg,
noch Profitabiltät hin.


Das ist schlicht nicht wahr. FP ist jahrelang gewachsen (von 2009 bis 2017 jedes Jahr), auch wenn die großen Ankündigungen des Vorstand immer mal für Ernüchterung sorgen. Auch die Profitabilität wurde ex Währungsschwankungen jahrelang gesteigert. Erst seit 2018 sieht beides anders aus, wobei man beim Umsatz sagen muss, dass es vornehmlich am margenschwachen Bereich Mail Service liegt. In den margenstarken Bereichen wächst man auch aktuell. Dass der Gewinn trotzdem seit letztem Jahr nicht steigt, liegt an den großen Investitionen, auch wenn man über Sinn und Zweck gerne kritisch streiten darf/muss.

Fakt ist aber eben auch, dass die großen Ankündigungen des Vorstand nicht eingetreten sind und auch für 2020 und Folgejahre nicht eintreten werden. Das ist so schlecht wie erwartbar gewesen. Ich hatte trotzdem auf deutlich bessere Zahlen gehofft. Die Frage ist, was in der Börsenbewertung enthalten ist, in beide Richtungen. Mal unabhängig vom Bereich Mail Service ... Ist das Geschäft mit Frankiermaschinen, Software/IOT ex der Sonderinvestitionen nur 57 Mio € wert? Schwer zu sagen, aber zu behaupten, FP ist kein Kauf weil man angeblich seit Jahren nicht wächst, ist faktisch auch nicht haltbar.
Francotyp-Postalia Holding | 3,500 €
Letztlich bekommt Francotyp seit Jahren - trotz x-Maßnahmen - weder Umsatzanstieg,
noch Profitabiltät hin. Schaut man die Konkurrenten an, so liegt dies ja nicht an Francotyp,
sondern es gibt einfach zu wenig Aufträge für alle Firmen am Markt.

Ein Umsatzrückgang von 7 Prozent auf währungsbereinigt nur noch 97 von rd 105 Mio. €
zum Halbjahr, lässt auch auch für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang berechtigt vermuten.
Bereits jetzt wird zudem ein (Zitat) "deutlich unter Vorjahresniveau liegender bereinigter
Free Cashflow" prognostiziert.

FP ist auf gar keinen Fall eine Aktie, die man kaufen sollte.
Auch halten ist aufgrund der schlechten Aussichten nicht sinnvoll.
Francotyp-Postalia Holding | 3,440 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.315.051 von hugohebel am 22.08.19 09:16:48Letztlich ist es ja auch immer eine Bewertungsfrage.

Trotz aller Enttäuschungen bei FP, aber Elgeti könnte sich ja anschauen, was theoretisch aus einzelnen Bereichen von FP rauszuholen ist. Und wenn er da Druck auf den AR ausübt, könnte er diese Potenziale vielleicht heben. Vielleicht tritt er auch nur als Weißer Ritter für einen größeren Finanzinvestor auf. Ich spekuliere da jetzt zwar ins Blaue, aber das er auf eigene Rechnung die HV-Mehrheit an einem sinkenden Schiff kauft, würd ich mal eher nicht glauben. Und wie gesagt, es ist ja nicht so, dass FP teuer wäre. Da ließe sich ex der großen Investitionen durchaus ordentliche Renditen rausziehen. Vielleicht hat er es auch nur auf die noch kleinen IOT-Töchter abgesehen. Schwer zu sagen.
Francotyp-Postalia Holding | 3,460 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.315.006 von katjuscha-research am 22.08.19 09:13:12Mal schauen ob Elgeti irgendwann die Schnauze voll hat und den Phrasen-Günther vor die Tür setzt... Elgeti ist im Immo Bereich die Messlatte, außerhalb mittlerweile ein klarer Kontraindikator.

Zitat von katjuscha-research: ja, die Zahlen sind echt enttäuschend, aber beeindruckend was da seit Wochen auf Xetra aufgesaugt wird. Ich bin überzeugt, Elgeti stockt gewaltig auf. Früher hätten solch ein nervöser Gesamtmarkt und solche Zahlen für fallende Kurse gesorgt. In den letzten Wochen und heute wird das aber alles durch die ganzen Kauforders bei 3,40-3,45 € aufgesaugt. Langsam müsste Elgeti die 20% Grenze erreicht haben.
Francotyp-Postalia Holding | 3,490 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.314.895 von hugohebel am 22.08.19 09:02:33ja, die Zahlen sind echt enttäuschend, aber beeindruckend was da seit Wochen auf Xetra aufgesaugt wird. Ich bin überzeugt, Elgeti stockt gewaltig auf. Früher hätten solch ein nervöser Gesamtmarkt und solche Zahlen für fallende Kurse gesorgt. In den letzten Wochen und heute wird das aber alles durch die ganzen Kauforders bei 3,40-3,45 € aufgesaugt. Langsam müsste Elgeti die 20% Grenze erreicht haben.
Francotyp-Postalia Holding | 3,380 €
Die neuen Produkte von Francotyp floppen am Markt. Eigentlich hätte im Q2 eine massive Umsatzbeschleunigung einsetzen müssen.

Francotyp-Postalia Holding AG: Vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr 2019 - Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2019 angepasst

Berlin, 22. August 2019 - Francotyp-Postalia Holding AG (FP), (ISIN DE000FPH9000), hat heute vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr 2019 veröffentlicht und die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2019 angepasst. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen die EBITDA-Prognose sowie die Erwartungen an den bereinigten Free Cashflow.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 erzielte der FP-Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatz in Höhe von 99,0 Mio. EUR im Vergleich zu 104,8 Mio. EUR im Vorjahr. Bereinigt um positive Währungseffekte lag der Umsatz bei 97,4 Mio. EUR.

Das EBITDA erreichte im ersten Halbjahr 2019 11,6 Mio. EUR im Vergleich zu 12,8 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bereinigt um positive Währungseffekte in Höhe von 0,8 Mio. EUR und Aufwendungen für das Projekt JUMP in Höhe von 2,2 Mio. EUR erreichte das EBITDA 13,1 Mio. EUR gegenüber einem bereinigten EBITDA von 13,7 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das entspricht einer bereinigten EBITDA-Marge von 13,4 % (H1 2018: 13,1 %).

Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Abschwächung, dem deutlichen Umsatzrückgang im margenschwachen Segment Mail Services, einer teilweisen Umsatzverschiebung im Kerngeschäft Frankieren sowie einer positiven, aber dennoch hinter der Planung liegenden Umsatzentwicklung im Software/ Digital-Segment, hat der Vorstand heute beschlossen, die Umsatzprognose für den Konzern für das Geschäftsjahr 2019 anzupassen. Demnach erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019 einen leicht über Vorjahresniveau liegenden Umsatz. Ursprünglich war für das Jahr 2019 ein stark steigender Umsatz prognostiziert worden. Gleichzeitig bestätigt der FP-Konzern seine EBITDA-Prognose und erwartet bereinigt um Aufwendungen für das Projekt JUMP über das Gesamtjahr 2019 weiterhin eine starke Steigerung.

Zudem bestätigt das Unternehmen die Prognose für den bereinigten Free Cashflow. Vor dem Hintergrund weiterer Investitionen in ACT sowie in neue Produkte und Dienstleistungen geht FP für das Gesamtjahr 2019 unverändert von einem positiven, deutlich unter Vorjahresniveau liegenden bereinigten Free Cashflow aus.

Die erwartete Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2019 steht grundsätzlich unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse.

Nähere Angaben zur Berechnung der Kennzahlen EBITDA und Free Cashflow enthält der Geschäftsbericht 2018 auf Seite 35.

Die Francotyp-Postalia Holding AG wird den vollständigen Halbjahresfinanzbericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2019 am 29. August 2019 veröffentlichen. Dieser kann über die Website der Gesellschaft www.fp-francotyp.com abgerufen werden.
Francotyp-Postalia Holding | 3,480 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.782.509 von Rossknecht am 11.06.19 19:17:02jetzt könnt's interessant werden.

noch würd ich den Ausbruch nicht als klar und nachhaltig ansehen, aber wenn nächste Woche noch etwas höher geht, sollte der Weg frei sein.


Francotyp-Postalia Holding | 3,650 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.744.576 von Rossknecht am 05.06.19 22:55:53
Zitat von Rossknecht: FP rüstet Energiekonzern E.ON aus

Angesichts der überragenden Größe und Stellung dieses Kunden sehe ich diesen ersten Auftrag vor allem als ziemlich wichtigen Türöffner an! :):cool:


Peter Niedermeyer von 'finanztrends' scheint, wie der folgende, noch etwas zurückhaltende Artikel zeigt, bereits ähnliche Gedanken durch den Kopf zu gehen:

Francotyp Postalia Aktie: Großer Name!

Natürlich ist E:ON für potenzielle IOT-Kunden eine erstklassige Referenz, die ihnen die Entscheidung noch etwas mehr erleichtern sollte.
Nicht wenigen potenziellen Kunden im IOT-Bereich dürfte FP ja bereits jetzt schon nicht ganz unbekannt sein. Etwa als Hersteller der von ihnen verwendeten Frankiermaschinen! Eine gewisse Kundenbindung dürfte da also durchaus schon vorhanden sein. Wenn auch nicht gerade auf diesem Gebiet. Hier dürfte nun die Aufmerksamkeit bei den potenziellen IOT-Kunden erhöht worden sein!
Ein mittelfristig nicht gerade unwahrscheinlicher Folgeauftrag von E:ON wäre dann geeignet, das Bild vollends abzurunden! (Oder auch ein nächster Kunde dieses Kalibers!)

Im Nachhinein lässt sich eine erfolgreiche Entwicklung einer Firma immer an einer Reihe verschiedener Weichen und Marken festmachen. Der Einstieg von E:ON könnte sich vielleicht durchaus als eine solche Marke erweisen! :cool:
FP stellt bei E.ON Fuß in die Tür!
FP rüstet Energiekonzern E.ON aus

Angesichts der überragenden Größe und Stellung dieses Kunden sehe ich diesen ersten Auftrag vor allem als ziemlich wichtigen Türöffner an! :):cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.730.215 von katjuscha-research am 04.06.19 13:37:22ps

was ich noch vergessen hatte.

Nach Amtsantritt von Günther im Januar 2016 ist das bereinigte Ebit zumindest 2016 und 2017 weiter gestiegen, um jeweils 10-15%. 2018 gabs dann auch bereinigt einen Rückgang, aber da muss man sicherlich die Probleme bei Freesort und die Zyklik bei den Frankiermaschinen berücksichtigen, die ja jetzt erst Mitte 2019 neu vermarktet werden.


Aber grundsätzlich geb ich dir schon recht. Günther muss jetzt ab Q3/19 fortlaufend überzeugen. Sonst sind seine Gehälter nicht nachvollziehbar. Interessant, dass der (vor allem durch Elgeti) auf der HV nicht entlastete AR nun den Vertrag mit Günther um fast drei Jahre verlängert hat. Um weiteren Fragen auszuweichen, sollte man wirklich darüber nachdenken, diesen Vorstandsvertrag komplett auf der Homepage zu veröffentlichen. Gerade die schon angesprochenen Themen zum variablen Gehalt und möglicher Aktienoptionen dürften interessieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.729.963 von hugohebel am 04.06.19 13:05:56
Bislang hat der Vorstand den Aktionären ja nur sinkende Gewinne und sinkende Dividenden gebracht.



na ja, ich bin ja alles andere als zufrieden über die Unternehmensentwicklung und vor allem die Kursentwicklung.

Aber man sollte das mit den sinkenden Gewinne und Dividenden mal relativieren bzw. klarstellen. So langsam macht sich in den Foren eine Art Wahrnehmung breit und verfestigt sich, die nur sehr begrenzt wirklich wahr ist.

Denn mal unabhängig davon was man von der neuen Strategie und den hohen Investitionen (ACT) halten mag, aber das es diese Effekte nun mal gab, ist ja unbestritten. Im Jahr 2017 lagen die Währungsverluste aufs Ebitda bezogen bei 1,2 Mio €. Hinzu kamen 3,5 Mio € für die ersten ACT-Aufwendungen im 2.Halbjahr.
Im Jahr 2018 beliefen sich die Währungsverluste aufs Ebitda auf 1,5 Mio € und die ACT-Aufwendungen auf 8,0 Mio €.

Die Dividende wäre sicherlich konstant bei 12-16 Cents pro Aktie geblieben, wenn man mehr hätte ausschütten dürfen. Durch den geringen Jahresüberschuss gabs dann halt nur die 3 Cents.


In 2019 erwarte ich nun leichte Währungsgewinne und deutlich geringere ACT-Aufwendungen in der GUV. Durch IFRS steigt zudem das Ebitda etwas überproportional, was unterm Strich durch höhere Abschreibungen aber wieder aufgewogen wird. Wir werden also immer noch nicht den großen Wurf sehen, aber wenn man mal nur 5% Wachstum unterstellt (kommt leider fast vollständig erst durchs 2.Halbjahr zustande), sollte eine Dividende von mindestens 12 Cents (40-50% des EPS) eigentlich garantiert sein, einfach aufgrund des stark steigenden Überschuss, der ja um mindestens 4-5 Mio € (beim Ebit) durch geringere Sonderaufwendungen belastet ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.724.461 von katjuscha-research am 03.06.19 19:24:00Man hätte den Vertrag ja auch erstmal bis Ende 2020 verlängern können. Zu dem Zeitpunkt weiss man dann ja definitiv ob die Neuausrichtung erfolgreich war. Bislang hat der Vorstand den Aktionären ja nur sinkende Gewinne und sinkende Dividenden gebracht. Greift die neue Strategie kann man immer noch einen langfristigen Vertrag machen.

Zitat von katjuscha-research: Na ja, du hast zwar recht, aber was wäre denn die Alternative gewesen?

Wäre ja ein verheerendes Signal an den Markt gewesen, wenn man den Vertrag nicht verlängert hätte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.721.053 von hugohebel am 03.06.19 13:14:02Na ja, du hast zwar recht, aber was wäre denn die Alternative gewesen?

Wäre ja ein verheerendes Signal an den Markt gewesen, wenn man den Vertrag nicht verlängert hätte.

Wobei mich ja mal die Vertragsdetails interessieren würden, gerade was so Themen wie variables Gehalt, Aktienoptionen betrifft. Das war ja die Hauptkritik auf der HV an Günther. Und auch vorher schon hab ich die Intransparenz dabei beklagt, welche Parameter für das variable Gehalt genutzt werden. Das wurde trotz der Frage/Antwort-Runde auf der HV weiterhin nicht wirklich klar. Fakt ist, bisher hat Günther entschieden zu viel verdient und im Vergleich dazu viel zu wenig FP-Aktien gekauft. Wenn FP seine Ziele bis 2020/21 erreicht und dann über 40 Mio Ebitda ausweist und um die 1 € EPS, wunderbar, dann gönne ich Günther jeden Euro. Aber wenn nicht, muss sich der (nicht entlastete) Aufsichtsrat fragen, wieso man Herrn Günther schon in der Frühphase (2017-2019) der Neuausrichtung so sehr beschenkt hat. Mittlerweile würden ihn ja nicht mal Aktienkäufe im Wert von 100T € stören, wenn die sich dann nicht gut entwickeln.
Und wenn er nächstes Jahr dann nicht das liefern kann was er versprochen hat dann wird er halt rausgeworfen und bekommt aufgrund des noch lange lfd. Vertrages eine satte Abfindung. Er gewinnt am Ende so oder so :)

FP-Aufsichtsrat verlängert Vertrag von CEO Rüdiger Andreas Günther bis Ende 2022

Berlin, 3.06.2019 - Der Aufsichtsrat der Francotyp-Postalia Holding AG, Experte für sicheres Mail-Business und sichere digitale Kommunikationsprozesse, hat den Vorstandsvertrag mit Rüdiger Andreas Günther bis Ende 2022 verlängert.

Mit seiner ACT Strategie entwickelt sich FP zu einem dynamischen Wachstumsunternehmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Röhrig erklärt: "Das Vorstandsteam von FP ist richtig aufgestellt für die kommenden Aufgaben. Ich begrüße es sehr, dass Rüdiger Andreas Günther als CEO und CFO sowohl den eingeschlagenen Weg der Neupositionierung von FP fortsetzen wird, als auch die Profitabilität durch JUMP steigern wird. Gemeinsam mit den Vorstandskollegen Sven Meise und Patricius de Gruyter treibt er die nachhaltige Wachstumsstrategie des Konzerns in digitalen Märkten wie dem Internet of Things konsequent und engagiert voran und wird FP dabei als erfolgreichen globalen Player am Markt positionieren."

Günther, seit 2016 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, bleibt bei seinen ehrgeizigen Zielen für das Jahr 2023, dem 100-jährigen Firmenjubiläum von FP und betonte: "Die Ärmel bleiben aufgekrempelt, denn wir werden Substanz und Werte schaffen. So gewinnen wir langfristig Vertrauen und Stabilität. Ich freue mich über die Möglichkeit, die Umsetzung der ACT Strategie weiter voranzutreiben. Dies ist für mich nachhaltige Verpflichtung gegenüber unseren Aktionären, Kunden und Mitarbeitern."
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.584.689 von Rossknecht am 16.05.19 16:27:50
Red Dot Award Auszeichnung vom März erst heute veröffentlicht...
Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt.

Um die so-la-la Zahlen aus dem Focus zu holen,
haben sie sich die Meldung etliche Wochen aufgehoben.

Artikel vom 25. März 2019:
https://designbote.com/die-sieger-des-red-dot-award-product-…

Ehrlich geht anders.
Welche Rolle bei der Etablierung einer Marke spielt neben der reinen Technik eigentlich das Design eines technischen Produktes? Nun, bei Autos war deren Wichtigkeit wohl schon immer unbestritten. Aber auch bei den Produkten von Apple hatte Steve Jobs dessen Wichtigkeit schon früh erkannt und extra eine Designerfirma aus dem Schwarzwald engagiert, die dann gelegentlich in Mannschaftsstärke bei Apple in Kalifornien einrückte. (Btw: Ein Bekannter, der dort mal dabei war, wusste sogar ein paar Dinge über von Jobs dazu geäußerte Vorstellungen und Ziele zu berichten.) Das Design hat seinerzeit sicher mit dazu beigetragen, Apples Ruf als Kultmarke auszubauen.

Daran erinnerte ich mich bei der folgenden Meldung von heute:

FP IoT-Gateway erhält Red Dot Award

Nun, welche Rolle das Design etwa bei einem IoT-Gateway von FP spielen soll, kann ich nicht so einschätzen. Aber auch bei FPs Kunden dürften psychologische Faktoren beim Erwerb eines Produkts eine Rolle spielen, zu denen die Optik auch mit beitragen kann. CEO Günther will diesen Aspekt auf jeden Fall nicht vernachlässigen!

Was die Einschätzung der Zahlen angeht, möchte ich mich den Aussagen von Katjuscha hier anschließen! Was die Entwicklung über 2020 hinaus angeht, so glaubt der Markt im Augenblick sowieso niemand an Günthers 'Visionen' (Anderes Wort für Ziele'). Sonst stünde der Kurs ganz woanders. Aber Günther scheint seine Ziele konsequent zu verfolgen und seine Erfolge bei seinen früheren Firmen (s. frühere Postings) zeigen, dass man ihm auch so einiges zutrauen kann. Voraussetzung für das angestrebte Wachstum ist natürlich der erfolgreiche Ausbau der digitalen Sparte am Markt! :cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.582.694 von katjuscha-research am 16.05.19 11:40:17Gerade daran darf man Zweifel haben. Ich gehe ja auch davon aus das Francotyp hier ein solides Produkt in den Wettbewerb wirft. Aber ein Verkaufsschlager? Warum? Ich glaube nicht das die Poststelle im Betrieb momentan bei den Managern die höchste Aufmerksamkeit genießt wenn es um die Herausforderungen der heutigen Zeit geht.


Zitat von katjuscha-research:
Zitat von hugohebel:



Was die 2019er Prognose angeht, ist die nach wie vor erreichbar, aber Voraussetzung ist natürlich, dass die neue Postbase einschlägt.

.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.581.216 von hugohebel am 16.05.19 08:12:37
Zitat von hugohebel: Hmm... Mit den Zahlen enttäuscht man auch wieder die niedrigsten Erwartungen. Im Grunde kann man jetzt drauf warten bis die Prognose 2019 und die Prognose 2020 auf ein realistisches Niveau gesenkt werden.


na gut, dass die 2020er Zielsetzung erreicht wird, damit rechnet wohl eh kein Schwein, zumindest nicht organisch und bei der 17% Ebitda-Marge. Organisch könnt ich mir 235 Mio Umsatz bei 14% Marge aber gut vorstellen. 15 Mio müsste man zukaufen, um die 250 Mio zu erreichen, aber eine 17% Marge halte ich für unrealistisch, es sei denn der margenstarke Softwarebereich geht richtig steil in den nächsten Quartalen.

Was die 2019er Prognose angeht, ist die nach wie vor erreichbar, aber Voraussetzung ist natürlich, dass die neue Postbase einschlägt.

Letztlich lag das schwache Q1 einzig an dem stark gefallenen Umsatz im margenschwachen Bereich Mailservice. Dass man das nicht vorher kommuniziert hat, ist mal wieder typisch FP. Aber es gibt ja durchaus in den Zahlen auch Anlass zur Hoffnung, aufgrund der Fortschritte im Softwarebereich. Dennoch müsste man natürlich für ein Umsatzwachstum im oberen einstelligen Bereich (wie für 2019 angekündigt) nun schon 10-11% in den nächsten drei Quartalen durchschnittlich wachsen. Wird schwer.


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