Fair Value REIT

eröffnet am 03.03.11 13:41:27 von
neuester Beitrag 29.06.20 12:27:49 von


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03.03.11 13:41:27
Kaum zu glauben, daß der letzte Beitrag zu Fair Value REIT vor weit über zwei Jahren gepostet wurde.

Während der eine oder andere Immobilienwert schon ordentlich angezogen hat, liegt FVR bei einem Kurs von z.Zt. 4,70€ meilenweit unter dem kürzlich ausgewiesenen NAV von 7,96€. Zudem gibt es voraussichtlich eine Dividende und das Unternehmen arbeitet äußerst profitabel.

Anbei der Link zur Firmenhomepage zur eigenen Meinungsbildung:
http://www.fvreit.de/index.php?inhalt=home

Viele Grüße :) OKDDW
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03.03.11 14:51:35
Habe die FairValue nun scho sehr lange beobachtet!

Es wird wohl so sein, dass man 10, eher 20 cent Dividende zahlt. Das ist wohl auch verdient worden.

Nur finden ständig Jahr für Jahr Wertabschreibungen stand. Das Portfolio ist so beschaffen, dass nach und nach der Wert weiter abgibt.
Besonders in dem Bereich den man allein hält. Das sind grösstenteils in Schleswig Hollstein eher kleinere Geschäftshäuser, teilweise Wohn-und Geschäftshäuser, in denen sich Sparkassenfilialen befinden.

Es wird sichtbar, dass immer mehr dieser Filialen schliessen. Daneben lieben diese Immobilie mehr in Klein- und MIttelstädten, die ohne den Sparkassenmietvertrag fast keine Chance haben zu ähnlichen Konditionen weiter vermieten zu können.

Zwar ist grundsätzlich die jeweilige Nettomiete im Verhältmis zum Kaufpreis relativ hoch, man erzielt also zunächst einmal eine gute Verzinsung bei den vermieteten Objekten. Aber immer mehr Flächen, teilweise ganze Häuser stehen leer.

Die Idee hinter dieser FairValue war und ist ja gerade, primär Ladenlokale, aber auch Bürohäuser in Mittelstädten zu halten und zu vermieten. Die Mietrendite ist da sehr viel besser als in Grossstädten oder den besten Lagen .

Alles spricht dafür, der Trend geht so weiter, dass immer mehr die Klein- und MIttelstädte verlieren zugunsten der Grossstädte und Metropolen. Wenn wir uns heute Klein und Mittelstädte ansehen, da stehen zig flächn leer. Büroräume werden extrem billig angeboten und es werden mietfreie Zeiten von bis zu einem drittel der Mietzeit gegeben. Die Ladenlokale, das ist für jeden Sichtbar, sind ausser in 1a Lagen der Mittelstädten immr mehr von Leerstand betroffen. Teilweise lassen sich solche Ladenlokle mal wieder vermieten, aber jede erkennt, dass die dann vertretenen Branchen, bzw. die Geschäftsstruktur niemals dazu in der Lage sein werden, "vernünftige" Mieten zu zahlen.

Fair Value ist von weiter hohem bis sehr hohen Wertverlust bedroht.
Es sieht nicht unbedingt danach aus, dass man mit steigenden Gewinnen oder Ausschüttungen rechnen kann.
Für ein Unternehmen was vielleicht 25 cent Gewinn erwirtschaftet, und 20 cent ausschüttet, sind Kurse von 4 Euro hoch genug!

Ich sehe hier keine grossen Chancen!

Nach etwa 8 Monaten Beobachtungen ist meine Entscheidung hier nicht, wohl niemals zu kaufen. Unter 4 Euro war ich noch sehr interessiert aber nachdem der Werterlust in 2010 wieder erfolgt ist, und mit weiteren Werverlusten zu rechnn ist wäre auch noch 3,30 zu viel, nach meine Meinung.

Eigene Überlegungen, keine Beratung, keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen, Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.
1 Antwort
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03.03.11 15:26:38
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.140.717 von gate4share am 03.03.11 14:51:35Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.

Ich beobachte den Wert erst seit ungefähr November vorigen Jahres und habe mich bei den aktuellen Zahlen über die erneuten Abschreibungen, die das Ergebnis verhageln, gewundert.
Scheibchenweise wird abgeschrieben.

Für mich war der relativ große Abstand zum NAV der Grund meiner Beobachtung. Und nun hat man Dividendenfähigkeit erreicht. Ich bin auch gespannt, ob weiter abgeschrieben werden muß oder wird. Für mich ist auch die Frage, ob sich dieser Wert langfristig lohnen könnte. Ich denke auch, 10 Cent Dividende ist das Minimum.

Viele Grüße :) OKDDW
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03.03.11 17:29:21
Sorry wenn ich jetzt lese was ich geschrieben habe, dann war das doch wohl sehr negativ!

So schlimm sollte es nicht aussehen! Meine, Fair Value verdient Geld, hat hohen Mieteinnahme, und im Verhältnis zum bilanzierten Wert sehr hohe Mieten. Selbst 12 % Mietrendite werden einige Objekte an, und 7 % oder noch weniger, ist eher die Ausnahme.

Aber genau darin, eben niedriger Kaufpreis im Verhältnis zu den Vermietsungserlösen, spiegeln sich auch die Erwartungen zur Wertentwicklungen wieder.
Wenn alle Werte jährlich im Schnitt nur 1 % zurück gehen und der Leerstand nicht grösser wird, dann werden die Gewinne in Zukunft sogar steigen.
Hier muss auch jeder ein wenig für sich beurteilen, wie er die Lage von gewerblihen Objekten in Mittelstädten beurteilt und insbesondere auch die an Sparkassen Filialen in Schleswig Hollstein vermieteten Objekte.
Die Objekte die ich mir angesehen haben- 4 Stück in guter bis sehr guter Innenstadtlage, von schon Grossstädten , das sind aber nur 8 Objekte von ca 100 Objekten,und 3 in Kleinstädten, waren alle gut gepflegt.Also machten alle ob vermietet oder frei einen sehr guten Eindruck. Ein vermietetes Objekt , das hatte nach Darstellung von Fair Value über 10 % Mietrendite, hatte eine besondere Problematik.
Also diese Lage, wo FairValue ein grosses und 3 mittlere bis kleinre Ladenlokale hat, war abhängig von dem grossen Verbrauchermarkt.
Wüsste nicht , warum der wegziehen sollte aber wenn, sind wohl die Objekte nur die Hälfte wert.
Läuft alles noch 10 oder 15 Jahre bei diesem Objekt hat man längst wieder raus, was man an Wertminderung etl später verlieren könnte.

Übrigens auch eine sehr faire Sache - Fair Value listet ALLE Objekte, mit ihrer Grösse,genauen Adresse, Wertansatz, genauer Miete, gegebenenfalls Fair Value Anteil (von vielen Objekten werden nur 20 bis 90% der Anteile gehalten) und in dem Jahr jeweils erfolger Ab- oder Höherbewertungen.

Man müsste echt wissen, ob noch mit weiteren Abwertungen eher zu rechnen ist, oder eher nicht. Und das kann keiner von uns so beurtelen,selbst wenn er die genauen Zahlen des Objektes kennt.

Viele Dank für deine lieben Worte OKDDW
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12.05.11 16:37:01
Und täglich grüßt das Murmeltier ....

Es werden "gute" Zahlen veröffentlicht, Quartal für Quartal die Prognose angehoben um dann mit Jahresabschluß Abwertungen des Portfolios vorzunehmen, die den Gewinn/Aktie versaubeuteln. Das kennen wir schon vom letzten Jahr. Warum sollte das dieses Mal anders sein?

Gruß :confused: Hyperven

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- IFRS-Konzernüberschuss steigt um 50% auf 1,8 Mio. EUR (Vj.: 1,2 Mio.
EUR)

- Bereinigtes Konzernergebnis nach EPRA mit 1,3 Mio. EUR um 25% über Plan

- Deutliche Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr 2011 sowie für 2012

München (euro adhoc) - München, 12. Mai 2011 - Die Fair Value REIT-AG ist sehr
erfolgreich ins Jahr 2011 gestartet. Der Konzern konnte das erste Quartal 2011
mit einem Konzernüberschuss von 1,8 Mio. EUR bzw. 0,20 EUR je Aktie und damit
deutlich über dem Vorjahreswert von 1,2 Mio. EUR bzw. 0,13 EUR je Aktie
abschließen. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus
der ergebniswirksamen Erhöhung der Marktwerte von Zinssicherungsgeschäften in
den ´at equity´ bewerteten Beteiligungen.

Das um Marktwertänderungen und sonstige, nicht operative Effekte bereinigte
Konzernergebnis (EPRA-Ergebnis) schloss mit 1,3 Mio. EUR bzw. 0,14 EUR je Aktie
ab (Vorjahreszeitraum: 1,5 Mio. EUR bzw. 0,16 EUR je Aktie) und lag damit um 25%
über dem quartalsbezogenen Planwert für 2011.

Das Betriebsergebnis lag mit 1,2 Mio. EUR erwartungsgemäß und überwiegend
aufgrund von nachvermietungsbedingten Aufwendungen um 40% unter dem
Vorjahreswert von 2,0 Mio. EUR. Demgegenüber haben sich die Ergebnisse aus den
´at equity´ bewerteten Assoziierten Unternehmen um 1,0 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR
mehr als verdoppelt. Der Anstieg resultierte zu 20% aus gestiegenen
Nettovermietungserträgen und zu 80% aus einer Verbesserung der in der Gewinn-
und Verlustrechnung zu erfassenden Bewertung der derivativen Finanzinstrumente.

Zum Bilanzstichtag summierte sich das Konzern-Eigenkapital auf 77,8 Mio. EUR
(31. Dezember 2010: 74,6 Mio. EUR). Somit erhöhte sich der bilanzielle Net Asset
Value je in Umlauf befindlicher Aktie im Berichtszeitraum um 4% auf 8,35 EUR je
Aktie (31. Dezember 2010: 8,00 EUR). Unter Einbeziehung der Minderheitsanteile
in Tochterunternehmen stieg die Eigenkapitalquote gemäß § 15 REITG auf 51,3% des
unbeweglichen Vermögens (31. Dezember 2010: 49,6%).

Frank Schaich, Vorstand der Fair Value REIT-AG, sieht die erfreuliche
Geschäftsentwicklung des Konzerns in einer stabilen Ertragsbasis und im
positiven Marktumfeld begründet: ´Mit einem Vermietungsstand unseres anteiligen
Immobilienportfolios von rund 93% bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit der
Mietverträge von 6 Jahren haben wir weiterhin eine hohe Planungssicherheit. Das
stabile Marktumfeld hilft uns bei Anschluss- und Neuvermietungen. Infolge der
zwischenzeitlich eingeleiteten Zinswende haben sich zudem die Marktwerte unserer
Zinssicherungsgeschäfte erhöht. Dies hat sich positiv auf den Konzernüberschuss
ausgewirkt und zusätzlich erfolgsneutral zur Erhöhung des Konzerneigenkapitals
beigetragen.´

Ende April 2011 wurde eine ursprünglich noch bis zum Jahresende 2014
festgeschriebene Objektfinanzierung in einem Assoziierten Unternehmen durch
einen neuen, variablen Immobilienkredit mit einer Laufzeit von 5 Jahren in
Verbindung mit einem Zins-Cap-Geschäft abgelöst. Dadurch können bereits ab dem
Jahr 2011 mehr als 50% des bisherigen Zinsaufwands in der betreffenden
Beteiligungsgesellschaft eingespart werden. Dies hat positive Auswirkungen auf
die Fair Value-anteiligen IFRS-Ergebnisse aus ´at equity´ bewerteten
Beteiligungen in Höhe von voraussichtlich 0,6 Mio. EUR p.a.

´Im Verhandlungswege gelang es, die Bankentschädigung für die vorzeitige
Ablösung auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau festzulegen. Damit können
wir bereits ab Mai 2011 die Reduzierung des Zinsaufwandes um mehr als die Hälfte
für eine nennenswerte Ergebnisverbesserung nutzen´, erläutert Frank Schaich.
´Unter Einbeziehung der Ergebnisse aus dem ersten Quartal erhöhen wir daher
unsere Prognose für das laufende sowie für das folgende Geschäftsjahr. Für das
Gesamtjahr 2011 rechnen wir nunmehr mit einem Anstieg des bereinigten
Konzernergebnisses von 4,3 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR (0,54 EUR je Aktie); für
2012 gehen wir von einem Anstieg von 5,1 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR aus, was 0,61
EUR je Aktie entspricht´.

Seit heute steht der Zwischenbericht für das erste Quartal 2011 unter
www.fvreit.de im Bereich Investor Relations zur Verfügung.

Ausgewählte Finanzkennzahlen der Fair Value REIT-AG:

Januar - März 2011 Januar - März 2010
Mieterträge 2,6 Mio. EUR 3,1 Mio. EUR
EBIT 1,2 Mio. EUR 2,0 Mio. EUR
Bereinigtes Konzernergebnis (nach EPRA) 1,3 Mio. EUR 1,5 Mio. EUR
EPRA EPS 0,14 EUR 0,16 EUR
IFRS-Konzernergebnis 1,8 Mio. EUR 1,2 Mio. EUR
IFRS-EPS 0,20 EUR 0,13 EUR

31. März 2011 31. Dezember 2010
Bilanzieller NAV pro Aktie 8,35 EUR 8,00 EUR
EPRA-NAV je Aktie 9,05 EUR 8,93 EUR
Eigenkapitalquote nach § 15 REIT-G 51,3% 49,6%
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29.06.11 15:11:17
Nach tagelanger Lethargie nun plötzlicher Kursanstieg bei hohen Umsätzen
- hat jemand eine Idee, was da los ist?
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30.06.11 09:54:09
Wieso ist denn der Mieteingang so stark gesunken im Vergleich zum 1. Quartal 2010?

Sind das Mindermieten, oder sind das so erhebliche Mietkürzungen?

Januar - März 2011 Januar - März 2010
Mieterträge 2,6 Mio. EUR 3,1 Mio. EUR


Also eine halbe Mio weniger Mieten, bei mehr Eigenkapital.....

Warum?
1 Antwort
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30.06.11 19:26:30
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.721.420 von gate4share am 30.06.11 09:54:09Vielleicht folgende Erklärung?
Nettovermietungsergebnis in 2010 gegenüber 2009 um 12% von 8,5 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR gesteigert, d.h. 2,375 MIO EUR im Schnitt pro Quartal. Evtl. Sondereffekt? - Vielleicht, da erstmals eine Ertragskonsolidierung des Tochterunternehmens IC 13 vorgenommen wurde? (wurde im 2010er Bericht erwähnt)
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30.06.11 19:46:27
Danke Orgue.

Wenn man im Schnitt in 2010 nur unter 2,4 Mio hat im Quartal, dann sind 2,6 Mio im ersten Quartal schon ganz gut!

Da müsstet im 1.Quartal 2010 irgend ein Sondereffekt gewesen sein.
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30.06.11 19:55:15
Sehr störrend finde ich diese Bewertungen aus derivaten Finanzinstrumenten und Zinsicherungsgeschäften.

Denn da ist ja de facto nichts gewonnen oder verloren worden! Sondern dies Bewertung ändert sich immer dann, wenn sich das Marktzinsniveau ändert.
Man sichert damit ja die zukünftigen Zinsen ab. Und defintiv macht man damit über die gesamte Laufzeit des einzelnen Transaktion- der Zinsicherungsvereinbarung, keinen Gewinn und keinen Verlust, sondern hat eben die Sicherheit bzw. den Ausgleich, dass der Zinssatz für xx Verbindichkeiten bei xx prozent liegt.

Das nutzen aber viele Unternehmen für sich aus. Wenn Gewinne daraus erzielt wurden, wird das gross gefeiert und der Gewinn inl. dieser Sache herausgestellt.

Wenn man allerdings Verluste damit machte, wird das zwar erwähnt, aber wird unter "nicht zahlungswirksam" abgetan und man konzentriert sich auf die operativen Zahlen und feiert wieder!

Diese Veränderungen müssten zwar genannt werden, aber sind eben eher unwichtig und vergleichbgar sind nur die Zahlen ohne diese Veränderungen.
1 Antwort
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