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Outokumpu - jetzt kommt der Turnaround (Seite 14)

eröffnet am 26.10.11 13:49:30 von
neuester Beitrag 16.03.22 18:50:01 von

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    11.04.12 20:09:29
    Beitrag Nr. 3 ()
    Inwieweit ist hier eine Trendwende zu erwarten?
    Lt.sind die meinen Infos schreiben die seit 2008 nur Verluste....und nun der Deal mit Thyssen....
    Wie wird das bezahlt?


    Outokumpu ist klein....subventioniert....und kauft ne Edelstahlsparte die Thyssen abstoßen will weil unrentabel...?
    1 Antwort
    Avatar
    24.01.12 11:27:51
    Beitrag Nr. 2 ()
    Gestern wurde bekannt, dass ThyssenKrupp als eine der Optionen, die Edelstahlsparte abzugeben, sich mit Outokumpu schon in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Fusion zwischen Outokumpu und Inoxium befindet.
    Dabei ist offensichtlich beabsichtigt, Outokumpu die Mehrheit an dem neuen größten Edelstahlproduzenten der Welt zu überlassen.

    http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE80M025201…

    Die Aktie stieg gestern um ca. 18% und übersprang gestern Nachmittag kurzfristig die 8-€-Marke.

    Gruß
    elmago
    Avatar
    26.10.11 13:49:30
    Beitrag Nr. 1 ()
    Am 20. Oktober hat Outokumpu, ein finnischer Produzent von Edelstahl, die Ergebnisse des 3. Quartals 2011 veröffentlicht: das 9. oder 10. negative Quartalsergebnis in Folge.
    Seit Ende 2008 hat Outokumpu mehr als 600 Millionen € verbrannt und hat es offensichtlich schwerer, aus der Verlustzone herauszukommen als die 3 europäischen Mitbewerber ThyssenKrupp Stainless, Aperam (Spinn-Off von Arcelor) und Acerinox. Hauptsächlich gibt es 2 Gründe dafür:

    Zuerst der hausgemachte: Der im Frühjahr ausgeschiedene CEO Juha Rantanen hat vor 4 Jahren dem Konzern eine komplexe und zu komplizierte Organisations- und Vertriebsstruktur verordnet. Verantwortlichkeiten waren oft schwammig geregelt, Entscheidungswege lang und bürokratisch und in der Folge Teile der Mitarbeiter und des mittleren Managements demotiviert. Viele Stammkunden haben sich von Outokumpu abgewandt, weil die Lieferzeiten, Qualität und Preise oft nicht konkurrenzfähig waren und noch sind.
    Der 2. Grund liegt in den Überkapazitäten in Europa, seitdem China sich von einem Nettoimporteur von Edelstahl zu einem Nettoexporteur entwickelt hat. Es gibt nachhaltigen Druck auf Preise und Margen, worunter Outokumpu besonders leidet.

    Der neue CEO Miko Seitovirta versucht, das Steuer herumzureißen (Pressemitteilung vom 20.10.2011):
    • Der Vorstand wurde im laufenden Jahr fast komplett ausgetauscht
    • Die besonders verlustträchtige Rohrsparte wurde ausgegliedert und wird nun als Joint-Venture mit einem italienischen Stahlspezialisten gemanagt
    • Die komplexe Firmenstruktur soll vereinfacht und das Vertriebsnetz gestrafft werden
    • Ca. 1.300 der ca. 8.000 Mitarbeiter sollen gehen
    • Man will in Asien ein weiteres Standbein aufbauen, um die Euroland-Lastigkeit zu entschärfen
    Outokumpu ist heute mit ca. 1,2 Mrd. € m. E. krass unterbewertet, wenn man folgendes berücksichtigt:
    • Der Buchwert dürfte bei mindestens dem Doppelten liegen
    • Die Einsparungen nach der Ankündigung vom 20. Oktober sollen pro Jahr 100 Mio. € betragen und durch straffes Liquiditäts-Management soll das Working Capital um 250 Mio. € reduziert werden
    • Ein laufendes 400-Mio-Investmentprogramm soll bis 2013 die Produktion von Ferro-Chrom-Materialien mit Hilfe der eigenen Mine in Kemi nahe des größten Werkes in Tornio, Finnland verdoppeln
    • Wegen der nachhaltigen Überkapazitäten wird eine Konsolidierung im Edelstahlmarkt unausweichlich sein und Outokumpu ist Übernahmekandidat bzw. möglicher Partner eines Zusammenschlusses.

    Sobald die am 20. Oktober angekündigten Maßnahmen konkret werden und sich der Turnaround ankündigt, dürfte der Aktienkurs zügig in Richtung 10 € gehen.

    Gruß
    elmago
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    Outokumpu - jetzt kommt der Turnaround