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Procter & Gamble - zu langweilig für w:o? (Seite 3)



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Kann man m.M.n. so und so sehen. Hatte mir auch Colgate Palmolive angesehen.
Hier hat mich aber letztlich die geringe EK-Quote abgehalten...
KBV > 15 :eek:
Zitat von benny_mdas problem bei PG ist, dass sie m.M. nach immer noch zu teuer sind, wenn man mal die zig Enttäuschungen der letzten 2-3 Jahre betrachtet. KGV 12 wäre sicherlich angebrachter als KGV 16.

PG lebt von der Historie und von den Marken, aber operativ versagen sie nur ncoh. Da ist Colgate ne Klasse besser.


Kaufpriorität muss man P&G momentan nun zwar nicht zuweisen, aber gerade bei dir wundert mich die Präferenz von CL dann doch ein bisschen. Ich dachte du goutierst hauptsächlich Unternehmen mit Net-Cash?
Zitat von provinzler
Zitat von benny_mdas problem bei PG ist, dass sie m.M. nach immer noch zu teuer sind, wenn man mal die zig Enttäuschungen der letzten 2-3 Jahre betrachtet. KGV 12 wäre sicherlich angebrachter als KGV 16.

PG lebt von der Historie und von den Marken, aber operativ versagen sie nur ncoh. Da ist Colgate ne Klasse besser.


Kaufpriorität muss man P&G momentan nun zwar nicht zuweisen, aber gerade bei dir wundert mich die Präferenz von CL dann doch ein bisschen. Ich dachte du goutierst hauptsächlich Unternehmen mit Net-Cash?


Colgate ist aber ein starkes Unternehmen. Da kann man sowas mal wagen. Außerdem kaufen die ja Aktien zurück.

Ich habe PG und CL 2008 gekauft und letztes Jahr verkauft. Wobei CL natürlich deutlich besser gelaufen ist.

CL hat halt rechtzeitig die EMs entdeckt und da hängt PG jetzt hinterher.

PG enttäuscht in letzter Zeit halt ständig. Deswegen habe ich sie letztes Jahr auch verkauft. Ohne den unzyklischer Konsumhype wären sie wohl eher bei KGV 10-12 angesiedelt.
Zitat von benny_mColgate ist aber ein starkes Unternehmen. Da kann man sowas mal wagen. Außerdem kaufen die ja Aktien zurück.

Das hatte ich ja gar nicht bezweifelt.

Kommt halt immer auf die verwendeten Kennzahlen. Gemessen am Net-Debt to Equity steht Colgate mit einem Wert von weit über 1 eher schlecht da. Verwendet man Net-Debt to Total Earnings so siehts hingegen mit einem Wert von unter 2 ganz ordentlich aus. Mich überraschte in erster Linie, dass du offenbar neuerdings der "Ertragskraft" mehr Bedeutung einräumst als irgendwelchen Buchwerten.

Was ich bzgl P&G noch zu bedenken gebe ist, dass man sich von diversen Randaktivitäten verabschiedet hat, was entsprechende Gewinneffekte nach sich zieht (einmaliger Erlös im Verkaufsjahr, fehlende Gewinne in den folgenden Jahren).

Dass man Käufe von Staples bei aktuellen Kursen nicht priorisieren muss, ist ein andres Thema. Da finde ich etwa Microsoft oder den ein oder andern Medtechwert im Moment interessanter (oder wenn auch mit Abstrichen die von dir immer wieder genannte Tesco)...
naja...

du kannst halt nicht schlechte werte (wie Lufthansa, Peugeot, Thyssen oder sowas) mit den gleichen Zahlen bewerten wie Colgate oder die ebenfalls EK-armen Yum oder PM.

M.M. kommt es auf das Geschäft und die CF-Stärke an.

Colgate braucht kaum EK um gute stabile FCF zu erzielen und kann somit schön Rückkäufe und Dividenden bezahlen. Geht mal was schief, dann gäbe es halt mal 1-2 Jahre keine Dividende oder Rückkäufe.

Lufthansa, Peugeot und Konsorten müssen mit hohen Hebeln arbeiten, da ansonsten eine lächerliche EK-Rendite rauskommen würde. Geht dann mal was schief, dann stehen EK-Erhöhungen zu Witzkursen (Peugeot, RWE oder Daimler 2009) an oder man muss seine Assets wie jetzt LH veräußern.

Net Cash ist schön, da man dann unahängig vom Markt agieren kann, aber wichtig ist EV/FCF oder FCF/MarketCap. Zweiteres zeigt für mich eben die potenzielle Dividende an. Und wer da halt zur tatsächlichen Dividende noch Luft hat, kann 1. auch in schwierigen Jahren seine Dividende steigen und 2. kann Rückkäufe ohne Schuldenaufnahme bzw. Cash-Reduzierung durchführen.
Ah ok, du fährst da also komplett zweigleisig. Ich dachte eigentlich eher an so Fälle wie MO bei denen wesentliche Assets zu unrealistischen (niedrigen) Bewertungen in der Bilanz stehen. Schief gehen darf halt nix, weshalb man speziell die Relation Net-Debt-To-Earnings/FCF im Auge behalten sollte, genauso wie die Dividendenausschüttungsquote.
Wegen Nichterfüllung diesbezüglicher Anforderungen steht etwa RWE bei mir inzwischen auf der Abschussliste. Da werd ich wohl in den sauren Apfel beißen und den Verlust realisieren. Mal ne andre Frage, welche FCF/EV-Rendite (evtl. in Verbindung mit Minimalanforderung an ROE oder ROA) forderst du eigentlich?
Man sollte alles im Auge behalten, deswegen finde ich es persönlich sehr wichtig, dass man auch sein Depot mal "bilanziert". Bei mir kommen z.B. nur 2.5% Dividende aus 2011 raus, aber halt auch 4,5% Aktienrückkäufe und insgesamt quasi Net Cash.

Natürlich musst du Net Debt ins Verhätnis zum CF (bzw. FCF) setzen. Fast alle meiner Aktien können <2Jahren mit dem operativen CF ihre Netto-Schulden zahlen. Bei Thyssen bezweifle ich das mal :D

Außer Tesco dürften alle meiner größeren Käufe die letzen 2 Jahre mind. 8% Free Cash Flow / Market Cap gehabt haben. MSFT und CSCO waren m.W. bei 12%. MDT, ZMH und WAG bei rund 9%.

Es sollte halt das Gesamtbild m.M. nach stimmen. Nur FCF-starke Software zu KBV >3 wöllte ich auch nicht haben. Tesco bietet z.B. eben betrachtlichen Immo-Anteil. MSFT/CSCO haben hohe Margen und WAG/TESCO geringe Margen...

Bei PG weiss ich halt nich wo die Kursphantasie herkommen soll. Man ist immer noch zum 16-fachen des FCF bewertet. Man hat Netto-Schulden. Man wächst nicht mehr usw. usf.
Ja eine solche Bilanzierung mach ich auch desöfteren. Bei mir ergibt sich nur die Problematik, dass die Kapitalstruktur fast völlig von der Münchner Rück dominiert wird. Mit meinem Unterbuchwertkauf in Verbindung mit dem Branchenhebel und einem kaufpreisgewichteten Depotanteil von 25% dominiert das alles. Für 1000 Euro kriegt man da halt schon mal 12.000 Euro Assets, bei 1200 Euro EK, andernorts (JNJ,MSFT) hat man dann vielleicht eher 400 Euro EK und 700 Euro an Gesamtassets.

Das mit den Immos ist halt so ne Sache. Werthaltig sind die halt auch nur solange mit den Läden jemand Geld verdient...
Finanztitel habe ich zum Glück nicht...

Beim Buchwert verzerrt meine Mini-Position Peugeot auch einiges...

Aber man bekommt relativ gute Auskunft über Gewinn und (Free)-Cashflow und auch über die Schuldentillgungsdauer der einzelnen Positionen...

Bei ner Tesco-Immobilie kann halt im Zweifel auch Metro oder Walmart rein. Wenn ich aber bspw. Carrefour anschaue, dann gibts da nach Abzug des Goodwills gar keinen Buchwert mehr ...

Man kann halt schecht alles haben. Hoher FCF, Net Cash, KBV <1, hohe EKR usw. das gibts halt nicht. Am besten trifft das bei mir noch auf CSCO zu. Corning falls sie die Margen halten können auch... Oder eben JNJ...

Ansonsten muss man sich halt entscheiden: Will ich Buchwert (Lufthansa usw), hohen FCF (MSFT, CSCO usw), NetCash und hohen FCF = niedr. EV/FCF (CSCO, MSFT, Oracle...)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.302.849 von warthog am 20.06.12 16:14:11ging mir ähnlich-wert lange beobachtet, gestern gekauft, 2 stunden später umsatz- und gewinnwarnung

mal wieder super gelaufen:D


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