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Timburgs Langfristdepot 2012-2022 (Seite 3834)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.064.338 von Galileo_Investments am 19.07.19 13:04:09>> "Treue Kunden" kann man im Falle von SAP auch übersetzen mit "Kunden welche keine Chance haben, sich aus den Abhängigkeiten zu Lösenm das aber sehr gerne tun würden, wenn es Alternativen gäbe." Will man als IT Firma diese Art von "treuen" Kunden? <<
Idealerweise natürlich nicht.
Und als adressierter Anwender muss einem das natürlich noch weniger gefallen.

MSFT steht in diesem Punkt SAP allerdings nicht nach, ;)
Als Anleger haben wir ja pragmatisch zu sein; wollen/können Kunden wegen der Wechselkosten trotz allem nicht weg, ist das für uns gut.
– Was SAP selbst angeht, bin ich wirklich gespannt auf den Oberkasseler, wie er die SAP-Politik in punkto Fitness für die Zukunft einschätzt.

Was den 'tech'-Begriff angeht, kann man auf akademischem Niveau never ending diskutieren; wie 'value' ./. growth.

Mir wird da einfach zu viel + zu auch undifferenziert ich sage mal: auch Peripheres = nicht i.e.S. Fortschrittrelevantes hinein projeziert. Ich orientiere ich mich in Sachen web/cloud an Marktpenetranzen wie aber auch user reviews in Sachen b2b, welches ich im softIT-Universum ganz grundsätzlich dem per se moat-seichteren, viel mehr auf advertising basierenden b2c vorziehe. Ich werde in punkto b2b in den letzten 20y – bezogen auf die softITs, die ich auch nach hinlänglich bekannten anderen Kriterien auf meine Agenda nahm – eindeutig von Mr.M. bestätigt.

Dass namentlich Tencent dem nicht nachstand, hatte vielmehr »nur« landesspezifische Gründe. Tencent et al. haben keine derart [wie SAP, oder MSFT, ADBE, ANSS etcpp.] gewachsene on-premise-Softwarebasis, woran ich 'tech' in punkto softIT immer noch festmache; und in hardIT-Innovation inkl. Chipdesign hängt China nachwievor, ist da zudem immer noch primär Auftragsfertiger.
AMZN hat es via bzw. im Zuge ihres zeitigen IaaS-Angebots augenscheinlich geschafft, wettbewerbsfähige ERP-addons als SaaS zu kreieren; insofern ist AMZN per datum ein Zwischending.
Das mag Tencent et al. für »ihre« Region auch geschafft haben und schaffen – insofern Relativierung meiner Aussage. Aber die Gewinne von Tencent et al. resultieren überwiegend aus deren b2c und hinlänglich bekannte Extra-Risiken gibt's obenauf. Was da noch b2b geht k.A., aber ich wäre da vorsichtig; unternehmerische Überrenditen in explizit planwirtschaftlichen Systemen würde ich jedenfalls nicht mal eben so for the long run fortschreiben.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.064.536 von Galileo_Investments am 19.07.19 13:27:18Statt "financial Engineering" und Geld für Abfindungen sollte SAP lieber massiv in nachhaltige Qualität, ihre Produkte, den Ausbau des Portfolios und die Kundenzufriedenheit investieren.
Machen sie doch.
[ich beobachte zunehmend in -D- einen ausgeprägten Hang, die eigenen Weltmarktführer überkritisch zu sehen und zu beurteilen. Sind das schon die direkten Auswirkungen der fehlenden Neutralität in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung, die von weiten Teilen der Bevölkerung übernommen wird ? Wie dem auch sei, ein weiter Grund -D- als Investment zu meiden.

Versteht mich bitte nicht falsch, auch ich möchte das es in Deuschland wenigstens einen großen IT Weltmarktführer gibt, das liegt mir wirklich am Herzen. Bald kommt alles nur noch aus USA und China, das gefällt mir gar nicht.



Dank der uns auf-oktroyierten DSGVO wird das aber zukünftig nicht mehr möglich sein.
In der EU startet man dann den Hürdenlauf mit einem Rucksack voller Pflastersteine.
[Die Befürworter dessen, stammen übrigens aus der gleichen Ecke, wie der FFF Iniatoren, KKW-Gegner, Klimahysteriker, Windkraftbefürworter ohne geeignete Speichermöglichkeiten, "Böse Konzern Feinde" und industriefeindlichen Gruppen]

Zurück zu SAP: Abfindungskosten von heute sind die Gewinne von morgen? Ah-ja, man könnte auch sagen ....sind die fehlenden MA von morgen, welche die Produkte und die Marktposition von SAP nachhaltig verbessern
Ganzheitliche Betrachtung
Es kommt ja auch drauf an, wo abgebaut und wo aufgebaut wird. Verschiebt sich der Schwerpunkt nach Asien, benötigt man das Personal dort, nicht jeder ist so flexibel dort hin zu ziehen.

VG codiman
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.063.879 von investival am 19.07.19 12:12:33
Zitat von investival: [...]

~42:
D'accord ad seiner Einschätzung Aktien./.Anleihen.
Aktien sind bis zur Währungsreform primär angesagt ... ääh, bis sie ein p/e von (100/Anleihenrendite+2) haben, :D
Seine These, auch im Kontext mit der massenpsychologischen Komponente im historischen Kontext [ab ~57'; yo], unterschreibe ich.
– Der offene Punkt ist halt nur, wann die 'Währungsreform' kommt, *g* ... Und da will er sich nur nicht so festlegen wie Krall; widerlegen kann bzw. will er Krall indes nicht weshalb Vorndran ja auch physisches Gold anrät.

[...]

---
> p/e von ~50 [100/(~2 % treasuries + 2 % Sicherheitsaufschlag)] als 'fair value' <
:D :O – forget it, please.

Vorndran bezog das zudem ja auf die Marktbewertung. Und da der Markt stets aus guten und schlechten Unternehmen besteht, darf man den Besten der Guten eine höhere Bewertung als aktuell p/e 25 zubilligen.
Die Frage ist inzwischen wohl nicht nur bei MSFT, wo 'höhere' dann limitiert ist ... Macht man das einfach nur von der aktuellen Marktbewertung abhängig wie Vorndran es wohl macht? Im Bestand und/oder mit genügend Liquidität im Kreuz sicher nicht grundfalsch, imho – aber mal gut, dass ich mir da keinen Kopf zerbrechen muss; jedenfalls nicht, solange AMZN >> MSFT liegt, *g*


Sehe ich seit Jahren genauso, habe ich auch hier des öfteren kommuniziert.

Herr Krall hat m.E. mit seiner Analyse vollkommen recht, bezüglich der dt. bzw. eu Banken.
Seine Herleitung, über die CIR, von "Ende 2020" ist ebenfalls schlüssig. (Dt. Bank zeigt es ja nun auch mit dem Stellenabbau...)
Jedoch unterschätzt Herr Krall die Systemerhaltungskräfte - auch wenn 50% der Banken rote Zahlen schreiben, wird es wahrscheinlich noch einige Zeit länger dauern bis zum "Big Bang".

Um den Bogen nochmal zu spannen: Aktien sind bis zur Währungsreform primär angesagt!
In der Währungsreform primär Sachwerte u.a. Aktien.
Nach der Währungsreform ggf. wieder Geldwerte neben Sachwerten inkl. Aktien.

Schönes WE
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.065.490 von Low-Risk-Strategie am 19.07.19 15:23:07@Low Risk Strategie: Glaubst du wirklich, dass Aktien über eine Währungsreform hinaus, also nach dem Kollaps unseres Währungs-und Finanzsystems ein gutes Investment sind? Klar, einige Bluechips werden es irgendwie überleben...Ich hätte in so einem Fall lieber 200 Krügerrand im Keller als ein 200k Depot an Aktien.

Ich persönlich halte eine Währungsreform und einen Kollaps aber für fast ausgeschlossen. Ist mit viel zu viel Schmerz und auch Mut seitens der Politik verbunden. Es wird nichts reformiert werden sondern nur gedruckt und gedruckt, inklusive finanzieller Repression. Eine schleichende Entwertung werden die Menschen nicht realisieren, bis sie plötzlich merken, dass es sich von der Rente nicht mehr so dolle leben lässt. Grade die Deutschen mit ihren Billionen an Euros auf irgendwelchen Festgeldkonten werden blöd aus der Wäsche gucken. Man hofft ja immer noch auf höhere Zinsen dafür...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.065.589 von neuflostein am 19.07.19 15:33:50
Zitat von neuflostein: @Low Risk Strategie: Glaubst du wirklich, dass Aktien über eine Währungsreform hinaus, also nach dem Kollaps unseres Währungs-und Finanzsystems ein gutes Investment sind? Klar, einige Bluechips werden es irgendwie überleben...Ich hätte in so einem Fall lieber 200 Krügerrand im Keller als ein 200k Depot an Aktien.

Ich persönlich halte eine Währungsreform und einen Kollaps aber für fast ausgeschlossen. Ist mit viel zu viel Schmerz und auch Mut seitens der Politik verbunden. Es wird nichts reformiert werden sondern nur gedruckt und gedruckt, inklusive finanzieller Repression. Eine schleichende Entwertung werden die Menschen nicht realisieren, bis sie plötzlich merken, dass es sich von der Rente nicht mehr so dolle leben lässt. Grade die Deutschen mit ihren Billionen an Euros auf irgendwelchen Festgeldkonten werden blöd aus der Wäsche gucken. Man hofft ja immer noch auf höhere Zinsen dafür...


Was kommt vor/nach dem drucken?

Die wahrscheinlichsten Szenarios sind m.A:

1. deflatorischer Schock (Hier wird wie in 2008 querbeet alles verkauft), danach wird gedruckt als gebe es kein Morgen, gefolgt von Inflation, ggf. Währungsreform (wann? später als gedacht...)
2. Japanszenario: hier kömmt keine Inflation, da das Geld nicht beim gemeinen Bürger ankommt. Kein Wirtschaftswachstum, Jahrzehnte Siechtum

Ich hätte lieber Aktien und Krügerrand.

Wenn man die letzten 100 Jahre bezüglich Währungsreformen anschaut, gab es immer nur sehr kurze Zeitfenster in denen Gold das nonplusultra waren.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.065.589 von neuflostein am 19.07.19 15:33:50Ich persönlich halte eine Währungsreform und einen Kollaps aber für fast ausgeschlossen. Ist mit viel zu viel Schmerz und auch Mut seitens der Politik verbunden. Es wird nichts reformiert werden sondern nur gedruckt und gedruckt, inklusive finanzieller Repression. Eine schleichende Entwertung werden die Menschen nicht realisieren, bis sie plötzlich merken, dass es sich von der Rente nicht mehr so dolle leben lässt. Grade die Deutschen mit ihren Billionen an Euros auf irgendwelchen Festgeldkonten werden blöd aus der Wäsche gucken. Man hofft ja immer noch auf höhere Zinsen dafür...


Das ist auch meine Meinung. Die EU wird geldpolitisch den Wege Japans gehen bzw. zumindest einen ähnlichen Weg. (geht ihn ja eigentlich schon)
Bin aber sehr skeptisch ob dieses Modell für die EU genauso funktionieren wird.

Japan hat aber eben nur das Problem der schrumpfenden Bevölkerung, es ist eine homogene Gesellschaft und ein homogener Wirtschaftsraum.
Ausserdem fahren die Japaner nicht so eine dämliche Einwanderungs+Wirtschaftspolitik und sind mathematisch/naturwissenschaftlich wesentlich besser gebildet als die Europäer. (dazu scheinen sie besonders von einem wohl zunehmenden Braindrain aus China zu profitieren)

Japan hat es die letzten 20 Jahre immerhin geschafft trotz schrumpfender Bevölkerung das Bip/Kopf zumindest leicht zu steigern.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.065.457 von codiman am 19.07.19 15:19:41Hallo Codiman,

grundsätzlich Zustimmung aber bei dem Thema hier:

Zitat von codiman: ich beobachte zunehmend in -D- einen ausgeprägten Hang, die eigenen Weltmarktführer überkritisch zu sehen und zu beurteilen. Sind das schon die direkten Auswirkungen der fehlenden Neutralität in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung, die von weiten Teilen der Bevölkerung übernommen wird ? Wie dem auch sei, ein weiter Grund -D- als Investment zu meiden.


Ich mache mir ernsthaft Sorgen um Deutschlands Industrie. Kann nicht erkennen, dass diese Unternehmen von den Medien und der Politik derzeit -überkritisch- gesehen werden sondern ganz im Gegenteil die Probleme will man -noch- nicht wahrhaben und die Risiken für die Deutsche Wirtschaft werden eher unterschätzt.

Denk ich an den Wirtschaftsminister in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.

Das unwissende Volk glaubt doch, dass wir unseren Level problemlos halten können werden. Da kommen Entlassungswellen, dann wird unser Sozialstaat zeigen können, was er Wert ist.

Deutschland ist derzeit noch erfolgreich trotz der politischen Rahmenbedingungen.

Stimme dir aber vollkommen zu bei - D - als Invest zu meiden.

VG G
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.065.988 von Galileo_Investments am 19.07.19 16:20:32
Zitat von Galileo_Investments: Stimme dir aber vollkommen zu bei - D - als Invest zu meiden.

Auf der Arche befinden sich z.Zt. sieben deutsche Verzehn(+)facher.

Selbst bei Automobilzulieferern kann man sowas finden, außerhalb
www.gentex.com
Ich habe aber auch keine Zeit (mehr) mich mit Seiten- und Wochenlangen hin und her
zu Abbvie Et al. und sozialpopulistischen Rechtsbefindlichkeiten selbige totzuschlagen
um mich nicht um meinen eigenen scheiß Seelenverkäufer kümmern zu müssen.
Entschuldigung, komme gerade aus dem Garten und habe gedanklich noch die Gummistiefel an.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.066.318 von HenryScheinulf am 19.07.19 16:58:24
Kann Dir nur zustimmen ...
Seiten- und Wochenlangen hin und her zu Abbvie Et al.



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Japan lebt gut. Aber da hat die Notenbank auch 50% der Schulden des Staates. Wie gesagt: Ob das Experiment weiter so laufen kann?`

Lest den Dalio, das ist zumindest ein sehr wahrscheinliches Szeanrio für die nächste Dekade. Ich denke auch nicht, dass die Zinsen am langen Ende weiter fallen. Wir bekommen nämlich INflation ab Herbst.
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