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Timburgs Langfristdepot 2012-2022 (Seite 3898)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.361.492 von Diogenes48 am 28.08.19 15:40:25Naja, z. B. wenn wir z.B. eine höhere Bepreisung von Co2 bekommen und z. B. den Bahnverkehr weiter ausbauen, dürfte das nicht so toll für energieintensive Branchen sein, die sensibel auf die Verteuerung von Strom reagieren. Profitieren dürften dagegen Anbieter regenerativer Energien/ bzw. die bzgl. des Ausbaus Expertise haben (z. B. PNE, Energiekontor...) oder bzgl. der Bahn die erwähnte Funkwerk oder aber auch IVU.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.356.151 von anyway am 28.08.19 05:29:02Auch ohne Morgenbriefing fände ich Timburgs Gedanken zu seinen Neuanschaffungen weiterhin nett, TTD und Opera sind bei mir so ins Depot gewandert. Bei aller Kritik sind hier doch ganz gute Ideen versammelt.:rolleyes:
Und die Spannungen in den alternden westlichen Gesellschaften werden nun mal mehr, schlimm ist nur, dass durch die Streit-Kultur im Internet die Haltungen der Teilnehmer immer unversöhnlicher werden und jeder in seiner Ecke schmollt.
Respekt btw. für Codiman und seine Haltung nachdem er Kritik einstecken musste, bestätigt den sympathischen Eindruck den er persönlich hinterlassen hat- auch wenn ich politisch anders denke und keine Hehl draus mache Börsianer und irgendwie links zu sein:D
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.359.638 von werthaltig am 28.08.19 12:58:15Ich war auch im Ausland, allerdings immer nur in weitgehend zivilisierten Laendern, wenn man das so sagen kann (USA, Frankreich).

Deine Meinung zur Vermoegensbesteuerung teile ich vollstaendig, aber Deine Schlussfolgerung ist zu strikt und radikal. Um bei einer Vermoegenssteuer soviel zahlen zu muessen, dass es richtig ins Kontor schlaegt, muss das Vermoegen erheblich sein. Im Eingangsbereich rechtfertigen die Kosten noch keinen Umzug (zumindest in Frankreich, immerhin sind hier Wertpapiervermoegen seit Macron mittlerweile ausgenommen). In Deutschland ist die Gefahr einer Wiederaktivierung der Vermoegensteuer wohl relativ niedrig.

Es gibt auch andere steuerliche Aspekte, die nicht Vermoegenssteuer sind. Ich kann sagen, dass ich als Familienvater mit 3 Kindern in Frankreich deutlich weniger Einkommensteuer zahle als in Deutschland, und keine Kirchensteuer. Fuer eine sehr kinderreiche Familie koennte sich ein Umzug also vielleicht lohnen!

Ein legales Konto im Ausland (d.h. eines das beim Wohnsitzfinanzamt deklariert ist) bringt unterm Strich gar nichts, da die heimischen Besteuerungsregeln auf alle Einkuenfte anzuwenden sind. Es kann u.U. Cashflowunterschiede auf der Zeitachse geben, sofern beim Auslandskonto zunaechst keine Abzuege erfolgen, die dann aber spaeter zuhause nachgezahlt werden muessen.

Dem DAX-Bashing, das hier immer mehr um sich greift, schliesse ich mich nicht an. Ein DAX-ETF kann fuer den vielbeschaeftigten Anleger besser sein als misslungenes Stockpicking auch unter Einbeziehung von US-Aktien. DAX-Stockpicker sind mit Beiersdorf, Fresenius, FMC, Henkel und SAP nicht schlecht gefahren, mit BMW und Volkswagen auch nicht. Es reicht eigentlich schon aus, wenn man die Griffe ins Klo vermeidet.
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@Investival & Algol

@Algol und ich, die hier nun offenbar Deinen Ausstiegkatalysator machen sollen

da muss ich jetzt doch was klarstellen - niemand soll hier meinen Ausstiegskatalysator machen. Hab doch extra geschrieben dass mich die Diskussion allgemein irgendwann genervt hatte - es war einfach zuviel Politik im Spiel. Und manchmal schien mir, dass man mich nur ärgern will - Beiträge zu Aktien im GB und die Politik hier. Also zwängt Euch nicht in die Opferrolle da wo keine Opfer sind. :p:laugh: Im Gegenteil, Algol hat ja gut recherchiert dass die ganze Trump-Diskussion von mir ausgning. Das war wohl auch der Gund warum ich total ausgeflippt bin; zig Artikel in den Morgenbriefings welche keinerlei Reaktion gebracht haben - aber dann ein kleiner unschuldiger :D Nebensatz zu Trump und schon brennt die Hütte.

OK, wie auch immer - auf die verschiedenen Angebote für ein Jever & Co komme ich bestimmt irgendwann zurück.

@Werthaltig

Also ich kenne Timburg leider (noch) nicht persönlich,.............................Viel Glück und alles Gute Herr Timburg!

Also wenn Du mich nochmal mit "Herr Timburg" ansprichst dann wirst mich bestimmt auch nie kennenlernen. :laugh: Na ja, vielleicht kommen irgendwann zu den nächsten Treffen paar Neue welche unbedingt sehen möchten, wer sich hinter dem Rabauken "Timburg" verbirgt. :D Aber keine Angst - normalerweise beiße ich schon nicht...

@anyway
danke für Dein Verständnis. Ich glaub ich zoll gerade meinem Alter Tribut - multitasking hin oder her - ich tanz wahrscheinlich gerade (zu intensiv) auf den verschiedenen Baustellen. Darum auch mein Entschluß, hier mal kürzer zu treten. Andere genießen mit 60 schon 1-2 Jahrzehnte ihre finanzielle Freiheit, und ich muss jetzt nochmal richtig rankleckern.

Aber wenn mein Wegbleiben so einen positiven Effekt hat wie heute - richtig interessante Diskussionen, danke @all - dann kann meine Pause ruhig etwas länger dauern. ;)

Und keine Sorge - wer bissle sucht findet mein Comdirect-NBIM-II auch zwischenzeitlich - und klar werde ich auch in Zukunft meine Käufe posten. Sollen kein Staatsgeheimnis bleiben. Bin aber noch am Überlegen was als nächstes drankommt - aber wenn die Norweger ihren US-Anteil ausbauen, muss ich da mitziehen. Im Moment liegen wir (glaub ich) beide bei 45% USA.

@Ungierig
volle Zustimmung zu Deinen Aussagen zu Codiman. Letztendlich zählt immer der Mensch und nicht das Parteibuch.

@Investival
hast ja die GPI neulich am Aggenstein erwähnt. WUßte nicht mehr genau woher ich die schon mal im Visier hatte, war aber hier

https://valueandopportunity.com/wer-sind-wir/

Da hatte ich seinerzeit ja auch diese Bouvet entdeckt. GPI gefällt mir sehr gut - irgendwie total unaufgeregt und ziemlich zuverlässig in der Geschäftsentwicklung. Sollte mit 100% FR-Umsatz auch nicht in die Mühlräder des Handelskonfliktes kommen. Hab jetzt nicht ins Detail recherchiert - aber was genau bedeutet "energiebezogene Dienstleistungen für die Atomindustrie" ?? Wenn die in DE ansässig wären, wäre das schon mal ein KO-Kriterium. Denke aber in Frankreich sollte das kein (Zukunfts)problem sein. Auf jeden Fall alles andere als teuer. Übersetzt in den Achensee-slang: strong buy. :cool:

Schönen Abend
Timburg
Dow Jones | 25.950,00 PKT
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SOBI
Nachdem kürzlich eher neutrales bis negatives Feedback zu SOBI geäußert wurde, kommt von mir mal ein charttechnisches Update.



SOBI befindet sich nach wie vor in einer Korrektur. Für mich nach dem Anstieg Anfang bis Mitte 2018 nur normal und im Zuge der anschließenden Übernahme(n) nur verständlich und gesund. Ich bin jedenfalls langfristig vom Unternehmen überzeugt, auch weil die bisherige Akquisitionspolitik strategisch gut durchdacht war und ich dies für die letzten Übernahmen ebenfalls annehme. Im starken Unterstützungsbereich von 140-145 SEK werde ich daher Positionen aufbauen und im Falle eines Gap-Tests oder sogar Gap-Fills (gelb markierte Zone bei ca 115-130 SEK) nochmals nachlegen.

By the way: Algol hatte vor geraumer Zeit Pro Medicus (Bildgebundssoftware für Gesundheitswesen etc.) aus Australien erwähnt. Die Zahlen sehen auf den ersten Blick wirklich gut aus und die Aktie markiert in einem eher trüben Marktumfeld einen ordentlichen Run hin, was de facto als bullisch zu werten ist. Hat sich mit dem Wert schon mal jemand ausführlicher auseinander gesetzt. Vielleicht kannst auch Du (Algol) ein paar mehr Infos einbringen neben Marketscreener und Co.
Und nein, ich möchte den Wert jetzt nicht kaufen (zu teuer 😉), ziehe nur in Betracht, den Wert ins erweiterte HealthIT-Tableau aufzunehmen. Mir gefällt vor allem, dass die beiden Gründer gemeinsam immer noch über 50% der Anteile halten. Die Jungs haben also auch eigenes Interesse, dass die Firma weiter floriert.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.360.622 von investival am 28.08.19 14:25:28
Zitat von investival:
Zitat von longitudinalwelle: Funkwerk AG

Mal etwas weg von Anne Will und mehr hin zu Kerstin Schreiber (CEO) bitte ich um kritische Würdigung der German Wunderkerze Funkwerk AG, v.a. potenzielle Risiken betreffend!

Investment Highlights:

- Anbieter innovativer Kommunikations-, Informations- und Sicherheitssystemen für Bahnbetriebe und kritische Infrastrukturen
- Geschäftsbereiche Zugfunk, Reisendeninformationen, Überwachungskameras und IoT
- Quasimonopolartige Marktstellung im größten und mit Abstand ertragreichsten Geschäftsfeld Zugfunk (75% Marktanteil in Europa, nur 1 weiterer Anbieter) mit sehr hohen Markteintrittsbarrieren (technologisch, zulassungsprozessseitig und notwendige Gremienzugehörigkeit zur Festsetzung neuer Standards, in denen Funkwerk tief verwurzelt ist)
- Profiteur der Umstellung auf ETCS (European Train Control System) von Ende 2019 rund 7.000 km Zugstrecke auf 50.000 km im Jahr 2030
- Profiteur der in den nächsten Jahren / Jahrzehnten zur Erreichung der Klimaziele beschlossenen multimilliardenschweren Investitionsprogramme in den Bahnverkehr, in Deutschland u.a."Digitale Schiene" (Der Bund hat sich in der neu verhandelten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III (LuFV III) dazu verpflichtet, in den kommenden Jahren 86 Mrd. EUR in die Schieneninfrastruktur zu investieren. Statt der in der LuFV II vereinbarten 5,6 Mrd. EUR jährlich, sollen
von 2020 bis 2024 nun durchschnittlich 7,9 Mrd. EUR für den Erhalt des Schienennetzes ausgegeben
werden. Von 2025 bis 2029 sollen im Jahresschnitt sogar 9,2 Mrd. EUR investiert werden.
)
- Blitzsaubere Bilanz (Nettocash von knapp 30 Mio. Euro), hohe EK-Quote, nix Immaterielles, keine Aktivierung von FuE-Aufwendungen (FuE-Quote: 10%)
- Free Cashflow Maschine (der operative Cashflow übersteigt jedes Jahr zudem deutlich das Ergebnis, da jeweils Rückstellungen für langlaufende Gewährleistungen gebildet werden, die aufgrund des steigenden Umsatzvolumens zwar jeweils netto ansteigen, jährlich davon jedoch auch 1-2 Mio. aufgrund von Nichtinanspruchnahme aufgelöst werden; böse Zungen behaupten, dass auf diese Weise die Gewinne kleingerechnet werden für eine Komplettübernahme des Großaktionärs. Ich stufe dies jedoch schlicht als kaufmännische Vorsicht ein.)
- Weltmeister im Tiefstapeln und Übertreffen von Unternehmensprognosen
- Großaktionär Hörmann Industries
- Deutlich 2-stellige EBIT-Margen
- Sehr starke Halbjahreszahlen mit hohen Steigerungen im Auftragseingang und Auftragsbestand und weiterhin wohl viel zu niedriger Prognose: https://www.funkwerk.com/aktuell/pressemitteilung-zum-halbja…
- Meine Schätzung liegt bei 14 bis 15 Mio. EBIT für 2019, somit auf Basis Enterprise Value ein EBIT-Multiple von rund 8
- Steigende Dividendenzahlungen seit Aufnahme 2017
- Weitestgehend konjunkturunabhängiges Geschäft mit oftmals langlaufenden Rahmenverträgen
- Viel zu niedrige Bewertung hinsichtlich der operativen Ertragsstärke, dem äußerst soliden Finanzfundament und den Zukunftsaussichten

Risiken:

- Übernahmeangebot und Delisting seitens des Großaktionärs: nach Besuch der HV würde ich diese Wahrscheinlichkeit auf unter 5% beziffern. Eher könnte der Großaktionär im Falle eines von ihm geplanten Börsenganges mit seiner Aushängeschild-Beteiligung Funkwerk "prahlen"
- Freefloat von 22% und damit überschaubare Liquidität in der Aktie
- Kürzliche Beteiligung an der bis dato dahinsiechenden Euromicron AG (Erwerb von rund 15% zu 3,40 Euro auf Basis halbes Eigenkapital der Euromicron AG), Einsatz bis dato rund 5 Mio. Euro, überspitzt formuliert "Portokasse". Ziel von Funkwerk im Rahmen der damit verbundenen strategischen Kooperation dürfte sein, die 300 Mio Euro Euromicron Umsatz zu beackern, v.a. mit dem Geschäftsbereich Videosysteme für kritische Infrastrukturen. Euromicron kauft diese Systeme selbst nur zu, deren Asset ist die 24/7 Überwachungsdienstleistungfähigkeit, diese besitzt Funkwerk nicht. Zudem mindestens 1 Sitz im AR, um den Laden auf Vordermann zu bringen. Der Beweis, dass dbzgl. hohe Kompetenz vorliegt, wurde bei Funkwerk selbst erbracht.
- Rückstellungen in der Bilanz: siehe oben

>> bitte ich um kritische Würdigung der German Wunderkerze Funkwerk AG <<
Bei derart gründlich-(ge)wissenhaftem research input meinerseits immer sehr gerne:

– So sehen wohl gemachte Hausaufgaben aus ...
Die werte Frau Schreiber war dazu, als unternehmensthematisch fachfremd Ausgebildete, ja nicht unbedingt berufen, wie der Untenehmenswerdegang vordergründig impliziert. Sie hat aber offenbar den wirtschaftlichen turnaround [weg von automotive] hinbekommen und die Einbindung 2018 eines Co-Vorstands mit fachlicher Expertise tut sicher sein übrigens dazu.

F. war mal ein von mir in NM-Zeiten auch wegen der beschriebenen Unternehmensrelevanz stärker präferiertes Unternehmen, bis ich da, immerhin noch sehr zeitig, eines Besseren belehrt wurde ... – Ein tolles Unternehmensthema ist per se kein Erfolgsgarant. Es ist halt gehörig hardIT mit langlebiger Gebrauchgütereigenschaft dabei, was eben was anderes als reine softIT ist, wie es im Logistiksektor bspw. Descartes oder Wisetech anbieten; da helfen auch hippe Attribute wie 'IoT' faktisch nix, man ist bis auf weiteres wohl auf weitere namhafte (Staats-)Kunden angewiesen.

Ich denke, dass man im Zuge e.g. Eingrenzung auch solche Unternehmenshistorien grundsätzlich außen vor lassen kann oder als newbie auch -sollte.
Es kommt da auf die eigene Fähigkeit an, da einen operativen transition point ausmachen zu können; das fällt auch Anlageerfahrenen nicht leicht. So ein tp sollte sich an einem möglichst historisch umsatzstarken bottom breakout schon mal indikativ zeigen – was hier vor 2½y der Fall war, und weshalb ich meinen Senf mal weiter schreibe ...

Operativ wurde erstmal (2017) »nur« die ziemlich happige Umsatzerosion gestoppt. Schon vorher allerdings wurde der Margen-turnaround vollzogen, der ganz offensichtlich nachhaltig ist. Und kommen Umsatz- und Margenwachstum frisch zusammen ... => 'strong buy' Das wäre idealerweise allerdings schon vor ~1y nach Jahresabschlussvorlage 2017 zu etwa dem ½ Kurs gewesen ...
Für 2018 hat man dann die Div.zahlungen aufgenommen; auch kein schlechtes Zeichen, passt das zur Bilanz – was es tut worauf ich da Wert lege, ist ja hinlänglich bekannt.

F. sollte eines der wenigen dt. Unternehmen sein, die so oder so vom Lauf der Dinge profitieren können – so »man« Regulierung und Unternehmenssteuern + -abgaben nicht forciert. Ich sehe durchaus die Notwendigkeit, dem alten politischen Versprechen 'mehr auf die Schiene' welches dann diametral mit flächendeckenden Streckenstilllegungen desavouiert wurde Folge zu leisten, und denke, dass dies auch steuerzahlerseits mehrheitlich so gesehen wird.
Wo sich allerdings mal Umsatz und Margen einpendeln werden, k.A.; es dürfte aber im Geschäft mit klammen öffentlichen Händen üblicherweise schwer werden, überdurchschnittliche Margen zu erzielen bzw. zu halten.

Die umsatzbezogen extrem billige Euromicron-Beteiligung finde ich recht interessant um nicht zu sagen als Anleger noch spannender; dürfte sicher nicht ohne eine vom Großaktionär begleitete due dilligence passiert sein. Wobei ich allerdings keine Meinung zum selbigen habe; kommt mir produktthematisch ziemlich gemischt und sicher nicht gerade kapitalextensiv resp. (f)cf-beständig oder gar -stark daher. [Was allerdings impliziert, dass man F. börsennotiert hält, um so leichter zu Kapital für F.'s Expansion zu kommen] Anzumerken ist auch, dass (auch) Euromicron vorm. die mal börsennotierte Berliner Elektro nicht gerade ein Vorbild an Unternehmenshistorie abgibt.

Bisher gab's für F. binnen 2y einen 10-bagger, was per se immer eine Hausnr. ist. Aber ich tue mich hier schon schwer, von 'zu teuer' zu sprechen. Die lange Chartoptik lädt allerdings konservative/defensive Investoren, die auch darauf achten, kaum ein und D als Land halt auch nicht, was gegen eine nachhaltige Hochbewertung spricht; heißt, das Unternehmen operativ auch weiter liefern muss.

– Ich selbst finde im smallcapigen E-Techniksektor Gerard Perrier unter'm Strich investiv noch interessanter (da würde ich auch gerne noch feedback zu erhalten).



Besten Dank für dein Feedback!

Ad Hard IT: Ganz klar, es handelt sich hier nicht um ein hippes hochskalierbares Softwareunternehmen mit 10-facher Umsatzbewertung und chronischen Verlusten :D aber eine 10% Free Cashflow Rendite sieht man heutzutage nicht mehr allzu häufig auf Kurszetteln ;)

Unabhängig davon ist Funkwerk vor nicht allzu langer Zeit in Bremen ein Lucky Buy gelungen, die Tochtergesellschaft heißt nun Funkwerk IOT: https://funkwerk-iot.com/

Ursprünglich als Think Tank gedacht, liefern die nun zunehmend SaaS Lösungen, die auch immer mehr Einzug in die Geschäftsbereiche von Funkwerk (v.a. Reisendeninformationen und Überwachungssysteme) erhalten. So schlecht liest sich die Kundenliste nicht.

Funkwerk vertreibt softwareangereichterte hochtechnologische und komplexe Anwendungen, anders wären solche Margen nicht möglich. Ich zitiere aus dem GB: "Im Geschäftsbereich Zugfunk konzentrieren wir uns weiter auf das profitable Software-Geschäft sowie unser Service-Angebot. Wachstumspotenzial sehen wir insbesondere bei den Nachfolgetechnologien für den GSM-R Standard und den vielfältigen Applikationen ... Die Systeme im Geschäftsbereich Reisendeninformation beinhalten hochkomplexe Steuerungssoftware zur Bearbeitung und Bereitstellung von Echtzeitdaten im Schienenverkehr, die den Reiseverlauf widerspiegeln und Planabweichungen mitteilen ... Die Strategie des Funkwerk-Konzerns zielt auf ertragsorientiertes Wachstum und die kontinuierliche Weiterentwicklung der technologischen Kompetenz sowie den Ausbau bzw. Erhalt der Marktanteile ab. Wir konzentrieren uns insbesondere auf maßgeschneiderte Systemlösungen mit hohen Software-Anteilen sowie Zukunftsmärkte mit gutem Wachstumspotenzial und investieren speziell in Schlüsselkomponenten."

Ad Euromicron: mit dem Laden kann man verbal ruhig härter ins Gericht gehen. Da liegt einiges im Argen, aber genau darin liegt auch die Chance für FW. Wenn die nur ein paar ihrer Systeme bei Kunden von Euromicron platzieren (deren Kunden sind hochkarätig), dann hat Funkwerk sofort ihren Einsatz wieder raus. Ich denke jedoch die haben Ambitionen, den Laden komplett umzukrempeln oder zumindest an die Filetstücke ranzukommen.

Ad Margenbedenken: V.a. im Zugfunkbereich handelt es sich um absolut sicherheitsrelevante Systeme, da wird nicht groß geschachert. Wie sollten die Bahnbetreiber auch bei 75% Marktanteil ;)

Gerard Perrier schau ich mir gerne nach dem Urlaub an!
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Umicore
Umicore ist eine TRADING-Idee, KEINE INVESTMENT-Idee!

Wie investival bereits mehrfach angesprochen hat, ein kapitalintensives Geschäft. Allerdings werden hier seit 3 Monaten Aktienpakete zwischen 26 und 28,50 Euro in einer engen Handelsspanne hin- und hergereicht. Nachdem Umicore mittlerweile 50% vom Hoch verloren hat, könnte eine Gegenbewegung einsetzen, zumal Umicore langfristig an einer markanten Unterstützungslinie angekommen ist...siehe Monatschart



Über 29 Euro sollte man sich Umicore mal wieder genauer anschauen!
Dow Jones | 25.992,00 PKT
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@investival:
– Ich selbst finde im smallcapigen E-Techniksektor Gerard Perrier unter'm Strich investiv noch interessanter (da würde ich auch gerne noch feedback zu erhalten).

@Timburg:
aber was genau bedeutet "energiebezogene Dienstleistungen für die Atomindustrie" ?? Wenn die in DE ansässig wären, wäre das schon mal ein KO-Kriterium. Denke aber in Frankreich sollte das kein (Zukunfts)problem sein. Auf jeden Fall alles andere als teuer. Übersetzt in den Achensee-slang: strong buy.

GPI ist auch in der engeren Auswahl fuer meinen PEA-PME, in den ich in diesem Jahr allerdings nichts mehr einzahlen will. "energiebezogene Dienstleistungen fuer die Atomindustrie" sind wahrscheinlich Wartungsvertraege fuer elektrische Anlagen in den AKWs von EDF. Selbst wenn die Anzahl der Meiler in den naechsten Jahrzehnten in Frankreich zurueckgeht, wird da fuer die kleine GPI sicher genug zu tun bleiben. Falls es nicht nur Dienstleistungen sind, gehe ich davon aus, dass GPI auch elektrische Anlagen projektiert und installiert, natuerlich auch in anderen Sektoren.

Die Liquiditaet der Aktie ist sehr niedrig, sogar auf Euronext. Ein paar Tausend Euro pro Transaktion gehen aber klar.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.362.317 von ungierig am 28.08.19 16:49:32
Zitat von ungierig: Auch ohne Morgenbriefing fände ich Timburgs Gedanken zu seinen Neuanschaffungen weiterhin nett, TTD und Opera sind bei mir so ins Depot gewandert. Bei aller Kritik sind hier doch ganz gute Ideen versammelt.:rolleyes:
Und die Spannungen in den alternden westlichen Gesellschaften werden nun mal mehr, schlimm ist nur, dass durch die Streit-Kultur im Internet die Haltungen der Teilnehmer immer unversöhnlicher werden und jeder in seiner Ecke schmollt.
Respekt btw. für Codiman und seine Haltung nachdem er Kritik einstecken musste, bestätigt den sympathischen Eindruck den er persönlich hinterlassen hat- auch wenn ich politisch anders denke und keine Hehl draus mache Börsianer und irgendwie links zu sein:D

– Entscheidend ist, die Fähigkeit zum Diskurs und damit wahrscheinlich auch zur noch wichtigeren Selbstreflexion nicht zu verlieren.
Ich denke, da hat hier im thread niemand der Aktiven abseits vereinzelter verständlicher emotionaler Tonierung ein Problem.

'Links' sein ist ebenso wenig eine Schande wie 'rechts' sein. [Btw habe ich öfter links als rechts gewählt]
Das Problem ist, was Linke in der Politik, und leider auch in der Rechtsprechung, inzwischen veranstalten können, ohne dafür von der '4. Staastsgewalt' zur Rechenschaft gezogen zu werden denke ich bspw. nur mal so daran, weshalb dt. Politiker früher zurücktraten bzw. das mussten.
Der faktische Ausfall einer staatstragenden Gewalt spaltet in Konsequenz die Gesellschaft zusehends – und in eine solche fließt netto halt kein Kapital, sondern aus ihr heraus.

– Natürlich schließt das noch keine outperformance dt. Unternehmen bzw. -Aktien aus. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist, s. NZZ-Artikel, gemeinhin doch rel. geringer.
Ein Unternehmen kann noch so gut geführt und fortschrittrelevant sein; es ist darüber, über den Tag hinaus, nie unabhängig von den Rahmenbedingungen.
Macht man sich da kein X für ein U vor, alles gut.

---
>> Ich kann sagen, dass ich als Familienvater mit 3 Kindern in Frankreich deutlich weniger Einkommensteuer zahle als in Deutschland, und keine Kirchensteuer. Fuer eine sehr kinderreiche Familie koennte sich ein Umzug also vielleicht lohnen! << [@El_Matador]
– So erschließt sich Frankreich's bessere Demografie (Fertilität 1½x) ...
Dazu kommt eine hier vom Matador mal beschriebene Altersvorsorgemöglichkeit, die den Namen verdient, und die Investition in Kinder erleichtert.
Könnte man als deutscher linker Politiker auch mal reflektieren ...

---
@flipflap,

>> eine höhere Bepreisung von Co2 <<
-kommt faktisch einer Mwst.erhöhung gleich und dürfte die Binnennachfrage tangieren.
In einer Zeit, in der warum letztendlich auch immer die Exportwirtschaft Federn lässt und zu lassen droht.

>> den Bahnverkehr weiter ausbauen <<
Sinnvoll, und sicher in größter Breite akzeptanzfähig so denn auch die Sicherheit in Bahnen und auf Bahnhöfen (wieder) hergestellt wird.
Es bleibt indes mehr oder wie im Fall Funkwerk vlt. auch weniger die Abhängigkeit dort operierender Unternehmen von staatlichem goodwill bei absehbar immer klammerer Staatskasse.
Wobei man darauf spekulieren mag, dass Unternehmen wie Funkwerk und IVU Traffic – da würde mich die Meinung der Longi-Welle und ggf. anderer auch interessieren – einen neuen dt. Exportschlager begründen können, so der »artificial-intelligente« Bahnausbau auch woanders betrieben wird; immerhin hat man da schon namhafte Referenzkunden. [– Was Funkwerk angeht, ist die tendenziell stärkere Hinwendung zur softIT sicher positiv; insofern darf man vlt. auch noch Margenphantasie haben]

>> Anbieter regenerativer Energien <<
Mal abgesehen von der schwindenden Akzeptanz auch infolge der hoffentlich weiter zunehmenden Einsicht wider medial reflexionslos promovierter grüner Phantasien, dass die Regenerativen nicht die nötige Grundlastsicherung in D gewährleisten werden können: Da wäre ich, auch eingedenk bisheriger Unternehmensentwicklungen ehemals hochgelobter eco techs gerade in D, sehr vorsichtig. – Eco tech ist eine per se kapitalintensive Angelegenheit mit in realiter seichten moat-Chancen.

+ @El_Matador:
Was die DAXe angeht, werden/würden die besseren resp. fortschrittrelevanteren firmensitzmäßig über kurz oder lang ins Ausland umgesiedelt, wird's in D zu bunt => Blaupause Linde. Deren Aktionariate indizieren das inzwischen jedenfalls schon ziemlich deutlich. Von daher bieten die sich bei deflationierter Bewertung durchaus »strategisch« an. Die sind m.M.n. dann sicherer als dt. Spezialisten, denen nicht zuletzt infolge anhaltend hoher Steuer+Abgabenlast die Fachkräfte ausgehen, was sie meistens nicht so leicht im Ausland kompensieren können (via Zukäufe geht das, was aber i.d.R. sehr teuer und nicht ohne Integrationsrisiko ist).
Natürlich können produktionsmittelEXtensive Spezialisten wie Nemetschek oder Atoss mal ruckzuck ins Ausland siedeln.
Und natürlich können sich die politischen Dinge immer noch zeitnah zum Besseren wandeln.

---
@tumle,

Danke für Dein wiederholtes Kompliment. Ich war das allerdings nicht allein, der diese – erst drüben im Zuge der damaligen Ereignisse in D [=> IKB-Pleite für mich als Initial; beschrieb ich mal] entwickelte – Anlagephilosophie hier vertreten hat. ;)
Dow Jones | 26.010,00 PKT
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.362.731 von Timburg am 28.08.19 17:26:54Last not least but for the next days @Timburg,

>> manchmal schien mir, dass man mich nur ärgern will - Beiträge zu Aktien im GB und die Politik hier <<
Na komm'; das ist jetzt nur gefühlt. – Wer sollte Dich denn warum 'ärgern', oder gar 'nur ärgern'?

>> zig Artikel in den Morgenbriefings welche keinerlei Reaktion gebracht haben - aber dann ein kleiner unschuldiger :D Nebensatz zu Trump und schon brennt die Hütte <<
Es mag gut sein, dass ob der ja sich draußen allgemein zuspitzenden Lage die Sensibilität für Politik vs. der für (neue) Aktienanlagen gestiegen ist.
Aber die Hütte brennt deswegen hier doch nicht; die ist doch aus Stein, :yawn: ...

Vertrau' hier wie schon mal bedeutet einfach auf Deine Mitstreiter, die das bei allem Diskurs im Griff behalten. Und der Diskurs war+ist in Deinem thread ja nun wirklich nicht sachfremd, wenn auch zeitweilig emotional überbetont.
Kurzum: Sieh' es positiv, dass in Deinem thread so ein Diskurs möglich ist, wo der fast allerorten obsolet wurde; sogar dort, wo er angedachterweise geboten ist und wo Zeitgenossen für bezahlt werden.

>> Andere genießen mit 60 schon 1-2 Jahrzehnte ihre finanzielle Freiheit, und ich muss jetzt nochmal richtig rankleckern. <<
Die anderen sind eine verschwindende Minderheit.
– Anders, und nochmal, gesagt: Stell' mal Dein Licht nicht unter den Scheffel Deiner Lebensleistung.

>> wenn mein Wegbleiben so einen positiven Effekt hat wie heute - richtig interessante Diskussionen <<
Yo, weil Du hier abgehen willst ... – :laugh: – War allerdings auch nicht wenig Politisches dabei, ;)

>> tanz wahrscheinlich gerade (zu intensiv) auf den verschiedenen Baustellen. Darum auch mein Entschluß, hier mal kürzer zu treten. <<
Mach' das mal – wohlverdient-wohldosiert. ;) :cool:

– Umso mehr Danke für Deine Kurzreflexion ad Gerard Perrier.

Der von Dir zitierte frühere WO-Mitstreiter mit dem ich mich mal noch anfangs meiner WO-Zeit wegen Gold kurz in die Haare kriegte, *g* beherzigt meinen ausgeschriebenen nick weit mehr als ich, :D ...
Er hat seit ~6y mit G.P. einen market outperformer im Portfolio, ohne dass er aktuell Sorge um 'zu teuer' haben muss.
Freilich kein burner; dafür ist deren business zu service-lastig und damit margenbegrenzt.
Und man darf für F auf Sicht nicht schwarz sehen, was ich nicht tue; jedenfalls passt zu diesbzgl. Risiken deren Bewertung.
Ob es was for the long run ist, weiß ich noch nicht; industry resp. MRO ist nicht mein core segment.

>> was genau bedeutet "energiebezogene Dienstleistungen für die Atomindustrie" ?? <<
Die Atomindustrie ist ein Adressat von mehreren, dem Industrieanlagen- und IT-Überwachung nebst Risikoanalytik und Wartung elektrotechnischer Anlagen angeboten werden; ferner hat G.P. Ambitionen in der Automatisierung(skonzeption). – Mit besserer Eigendarstellung/-vermarktung wäre man ein uniquer Universalist in AI/IoT/ML, :D

Mein co investment case ist wie schon bei Fabasoft die EU-Perspektive resultierend aus sich international wohl so oder so verschärfenden Handelskonflikten zwischen den 3 dominanten Wirtschaftsblöcken mit der jeweiligen politisch gewollten Präferenz »eigener« Unternehmen.
Dass G.P. bislang praktisch nur F-basiert ist, kann sich durchaus mal ändern – immerhin gibt's schon eine englische und deutsche website, *g* So G.P. es denn mal als nötig erachtet oder motiviert ist, wird man sich international sicher (besser) vermarkten.
Dass D wegen seiner Energiewende als Adressat ausfällt mag sein, ist aber auch nicht gottgegeben. Irgendwoher muss D seine fehlende Grundlast mal beziehen (oder halt noch [bald] ihre Energiewende wenden), und die Anlagen dazu müssen effizient arbeiten, überwacht und gewartet werden [gilt übrigens auch für die Regenerativen]. In dem Maße wie die dt. Regierung Dtlds. Industrie malträtiert könnten bzw. dürften EU-peers profitieren.

– Hier von besagtem Mitstreiter mal die basics; natürlich mit alten (für Käufer in punkto Bewertung Traum-)Zahlen und -Daten:
https://valueandopportunity.com/2013/03/06/gerard-perrier-sa…
Seine 'Competitive advantages?' waren für mich ein co-initial, G.P. damals in mein industry|MRO tableau zu nehmen. Anf. 2016, bei meiner letzten größeren Investitionstour, hatte ich G.P. trotz deren für mich zeit»idealer« Konso noch nicht auf meiner Kaufagenda. D.J. <50 legte ich dann trotz einige Zeit lang wackeligem 'guten W' mal los – will halt nicht nur zu teure Aktien im Portfolio hegen, *g*
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