Timburgs Langfristdepot 2012-2022 (Seite 4420)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.838.292 von -Realist- am 29.05.20 07:40:51Peter Lynch beschreibt in einem seiner Bücher, wie er nach Japan zum Zwecke der Investition eingeladen wurde, nach ein paar festiven Reiswein-Tagen gerne doch Bilanzen gesehen hätte, verständnislos angeguckt wurde und dann den Satz bekam: "Unnötig, wir wissen, wo nächste Woche die Kurse stehen werden." :D:eek::D

the rest is history.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.837.782 von vidar am 29.05.20 01:04:18
Zitat von vidar: Und noch etwas zu deinen verkündeten absoluten Wahrheiten bezüglich der Währungsentwicklung. So sicher sollte man sich in der Hinsicht nicht sein. Der Euro an sich existiert noch nicht so lange, aber mittels Währungsanpassung/Gewichtung der Vorgängerwährungen kann man einen Euro/Dollar-Langfristchart konstruieren. Je nach Einstieg war eine hohe Dollargewichtung eine feine Sache oder halt auch eine sehr bescheidene ...

EUR/USD (Euro / US-Dollar) seit 1971



https://www.boerse.de/langfristchart/Euro-Dollar/EU000965275…



Und weil das so ist, vermeide ich u.a. auch große Währungswetten und streue über viele verschiedene Währungen wie bspw. GBP, CHF, SKR, NKR, DKR und diverse asiatische Währungen.



Aber jetzt gilt's: Gute Nacht! :)


Das ist doch Mumpitz. Sorry.

Du kannst doch den euro nicht runter rechnen auf die damaligen Notenbanken und Währungen. Da hat jeder seine eigene Strategie gehabt. Die es so nicht mehr gibt. Und schon gar nicht in den letzten 10 Jahren wo praktisch jegliche Stabilität komplett eingerissen wird. Der Euro wird auf jeden Fall (weiter) abgewertet. Blöd für uns Deutsche, aber wir sind ja Kummer gewohnt. Und haben zum Glück eine Bevölkerung die Probleme mit dem logischen Denken hat. Dafür aber gerne anderen alles bezahlt. :D
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Viele Marktakteure scheinen eingefleischte Keynesianer zu sein. Aus zwei Gründen könnte sich das mit deutlichen Verlusten rächen.

Zustimmen oder nicht, das ist hier die Frage........

Für die meisten Privatanleger sind die wohl besten Waffen in der momentanen Situation Geduld und ein hoher Cash-Anteil. Dieser Ratschlag ist keineswegs einfach zu befolgen, vor allem, wenn die Börsen gerade einen Spurt von mehr als 30% hingelegt haben. Vielleicht hilft eine Allegorie: Im Moment ähnelt die Situation der Investoren einer Fahrt im Auto durch den Nebel. Wenn einen jemand mit 120 Kilometern pro Stunde überholt, mag das für den Raser gut ausgehen. Vernünftig ist es nicht. Und ganz sicher ist das Überholtwerden kein Grund, den eigenen Wagen zu beschleunigen und ähnliche Risiken wie der Raser einzugehen. ODER ?

ganzen Artikel lesen :

https://www.nzz.ch/finanzen/fonds/staatliche-hilfspakete-ste…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.838.292 von -Realist- am 29.05.20 07:40:51Ok, es gibt Blasen, es gab sie schon immer und es wird sie sicherlich auch in Zukunft immer wieder geben und zu allen Zeiten gab es immer Leute, die felsenfest davon überzeugt waren, dass diese gerechtfertigt sind und immer und ewig so andauern werden.

Realist, wie hoch ist die aktuelle Börsenmarktkapitalisierung der USA hinsichtlich der Weltaktienmärkte und wie hoch ist die tatsächliche Wirtschaftskraft der USA im Weltvergleich? (Ich weiß es und sehe da eine erhebliche Diskrepanz.)

Und nochmals zum Dollar: Wie der von mir eingestellte Chart aufzeigt, ist der Dollar eben keine stabile Währung, speziell seit der Aufgabe des Goldstandards im Jahr 1971 durch Präsident Nixon.

https://www.welt.de/finanzen/article13546275/Vor-40-Jahren-b…

Der Artikel stammt aus dem Jahr 2011 und die Situation hat sich seitdem weiter verschlechtert. Zur Verschuldungssituation in den USA: Meines Wissens hat allein der Herr Präsident Obama in seiner Amtszeit mehr Schulden angehäuft als alle US-Präsidenten vor ihm zusammen seit dem Bestehen der USA. Auch hier hat sich die Lage seitdem weiter verschlechtert. Bemerkenswert und erschreckend finde ich die Tendenz, die Größenordnung und die Geschwindigkeit in der sich all das vollzieht.


Ich finde, darüber sollte man mal nachdenken. Aber man kann es natürlich auch lassen, klar.



Guten Morgen allerseits!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.838.382 von -Realist- am 29.05.20 07:49:55Wie gesagt, man sollte besser nicht mit absoluten Wahrheiten hantieren. Mal angenommen die Italiener und Griechen würden aus dem Euro ausscheiden. Für die einen wäre das das ultimative Ende des Euros als Währung, während andere hingegen der Meinung sind, dass das Ausscheiden solcher Schwachländer den Euro nicht schwächen, sondern stärken würden.
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Hallo,

wie wäre es denn, wenn Ihr einen eigenen Thread aufmacht.
Oder wollt Ihr Euch immer nur bei anderen auslassen, um sie zu stören.

Hansi
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.840.059 von hansi11 am 29.05.20 09:56:21Hallo Hansi,

ich werde es nun dabei belassen.



vidar
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.836.735 von Felix80 am 28.05.20 21:51:07
Zitat von Felix80: Guten Abend Realist und alle anderen,

möchte mal kurz auf die Anmerkungen zu Wirecard eingehen, da eventuell einige etwas unerfahrenere Anleger dies missinterpretieren könnten. Dazu noch der Hinweis, bin nicht investiert und es geht mir um kein Wirecard Bashing!

>> Es gibt auch keine "Fake-Bilanzen" die sind testiert mit Ausnahme von etwa 8% des Gesamtumsatzes (die Zahlungen sind eingegangen, können aber nicht bis auf den Kunden zurückverfolgt werden). Typisches Problem bei Drittanbietern die nicht über eine gemeinsame Buchführung verfügen. <<

Es steht bislang nicht fest, ob es sog. „Fake Bilanzen“ gibt. EY hat nicht ohne Grund den Termin für das Testat wiederholt verschoben. Auch der Jahres- oder Konzernabschluss mit nicht bestätigten Umsatzerlösen von ca. 8% wäre übrigens wesentlich falsch und würde eine Einschränkung oder im schlimmsten Fall einen Versagungsvermerk nach sich ziehen. Ich weiß nicht genau, wie Du auf etwa 8% kommst, dennoch wären 8% der Umsatzerlöse mehr als wesentlich! Des Weiteren kann man aufgrund von eingegangenen Zahlungen überhaupt nicht auf die Validität (den Nachweis) von Umsatzerlösen schließen. Wer im Bereich der Umsatzerlöse etwas „aufhübschen“ möchte macht dies gerne über nahestehende Unternehmen bzw. Personen. In solchen Fällen werden die Forderungen auch immer über einen gewissen Zeitraum beglichen (d.h. bezahlt). Ich möchte nicht behaupten, dass dies bei Wirecard der Fall war, jedoch kann man aktuell festhalten, dass das Gegenteil eben auch noch nicht bewiesen ist! Somit wäre ich weiterhin vorsichtig.

>> Und damit kommen wir schon zum Problem bei Wirecard (und einzigem Problem). Das mangelhafte Compliance. Hier stellt man sich allerdings sowohl personell wie auch von der Ablauforganisation neu auf. Rein fundamental betrachtet im Branchenvergleich müsste die Aktie allein für dieses Jahr bei mindestens 160€ stehen. Daran erkennt man was da alles an Negatives bereits eingepreist ist. <<

Die Compliance ist auf jeden Fall ein großes Problem bei Wirecard. Bin mir jedoch aufgrund des zuvor beschriebenem nicht sicher, ob es das einzige Problem ist. Du hast selbst hier vor einigen Tagen kundgetan, dass man ab und zu etwas übersieht, was Mr. Market wohl sieht… dann sollte man sich hinterfragen. Warum steht denn Wirecard nicht bei 160 EUR, wenn dies fundamental berechtigt wäre? Nur wegen der „schlechten“ Compliance? Oder den verhassten Shortsellern? Einfach mal drüber nachdenken… völlig losgelöst von Meinungen und eingegangenen Positionen.

Fazit von meiner Seite:
Man kann gerne Wirecard spekulativ kaufen… als Trading-Position und dem Wissen dabei, dass es schief gehen kann! Als Langfristinvestor lasse ich lieber die Finger davon und konzentriere mich im Paymentsektor, sofern man darin investieren möchte, auf besser geführte Unternehmen (z.B. GPN, V; MA etc. – sind u.U. nicht 1-1 mit Wirecard vergleichbar). Damit kann man gut schlafen und muss sich eine solche Posse wie um Wirecard nicht antun!

Beste Grüße und einen schönen Abend!
Felix80 :)

>> Des Weiteren kann man aufgrund von eingegangenen Zahlungen überhaupt nicht auf die Validität (den Nachweis) von Umsatzerlösen schließen. <<
= eine der Kernlehren aus dem NM-Desaster.

>> konzentriere mich im Paymentsektor, sofern man darin investieren möchte, auf besser geführte Unternehmen (z.B. GPN, V; MA etc. – sind u.U. nicht 1-1 mit Wirecard vergleichbar) <<
V+MA+GPN betreiben im payment sector kein Bankgeschäft im Gegensatz btw zu PYPL, und sind von daher per se weniger riskant.

– @-Realist-; ad GPN:

>> Die haben die Share-Anzahl massiv ausgeweitet und somit ein negatives Wachstum im Umsatz und Gewinn per Share seit 3 Jahren. <<
Wirecard hat seine Aktienzahl in letzter Dekade lt. financials.morningstar.com um ~20 % ausgeweitet, GPN bis vor 2 Jahren konstant gehalten. Dann hat GPN via KE aggressiv anorganisches Wachstum angeleiert, wo wie fast immer in solchen Fällen erstmal ? im Raum stehen.
GPN ist intern in Richtung PAYC+ADP [HR- + payroll solutions] diversifiziert; muss man angesichts bereits weitgehend unternehmensverankerter peers freilich auch nicht goutieren.

Was das offensive(!) Einkaufen angeht, ist die extrem fungible und volatile Wirecard eine dankbare Aktie, solange es noch genügend fundamental Überzeugte gibt, die immer wieder 'nachkaufen' oder long traden. Das monierte hohe short interest ist, wie bei TSLA oder VW St vor 12y, dem Kurs gar nicht unbedingt abträglich.
– Offensives Einkaufen lenkt allerdings nicht selten vom research und/oder controlling im Kernbestand ab und kostet darüber schon mal mehr als man mit seinem offensiven Einkauf an Gewinn generiert; so jedenfalls meine Erfahrung mit mir, *g*

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@vidar,

>> In den USA wurde und wird so wunderbar gewirtschaftet, dass bspw. im Zuge der sog. Finanzkrise hunderte (!!) US-Banken über die Wupper gegangen sind. <<
Das war auch schon in früheren Krisen so – im Gegensatz zur EU wird in USA Bereinigung von Exzessen praktiziert.
Und solange das so ist ...

>> Der US-Dollar ist wirklich eine wunderbare Währung <<
... ist das so. Ein Alter von >200y ist rein psychologisch ein Pfund. Dass Gold auch eines ist ... – yo.

Was den Vgl. mit dem EUR angeht, würde mich bedenklich stimmen, dass letzterer in den letzten Jahren trotz der von Dir beschriebenen US-Eskapaden gegen den USD dahin siecht. Was im Kern an den 2 zuvor beschriebenen Fakten liegen dürfte.

– Kurzum: Ich denke, wir sollten uns um unseren Saustall kümmern. In USA können wir gar nix ändern.

>> wie hoch ist die aktuelle Börsenmarktkapitalisierung der USA hinsichtlich der Weltaktienmärkte und wie hoch ist die tatsächliche Wirtschaftskraft der USA im Weltvergleich? <<
Du musst da aber auch bedenken, dass gerade in USA traditionell »alles« an die Börse kommt. In Europa hingegen hat die FK-Finanzierung von Unternehmen eine größere Tradition.

Was die Überschuldung angeht, ist die ganze Welt involviert, und die dräuende Entschuldungsanstrengung wird die ganze Welt betreffen. Bin da, »leider«, durchaus bei Stelter, Sinn und Ehrhardt: Sich dem als »Einzelkämpfer« nun noch entgegenstellen, bringt einen nur eher in die Bredouille; ohne plausibel anzunehmen geschweige denn zu wissen, dass man darüber dann eher herauskommen wird. Wichtig ist indes, was mit dem gedruckten Geld veranstaltet wird, aber auch da bin ich ad USA optimistischer als für diese EU resp. diesen EUR-Raum.

>> warum immer wieder Japan ins Spiel gebracht wird. Das war damals eine Blase, da war der neue Markt ein Dreck gegen. << [@-Realist-]
Der NM sowieso, aber auch die 'new economy' nebst Enron et al. worldwide.
Japan hatte Ende der 80er eine Doppelblase, die parallel platzte: Immobilien+Aktien; sozusagen eine Synthese aus den Krisen in USA 2000+2008.

---
Für den Hinterkopf ad big tech:
ab ~14:30

– Wie letztens schon mal bedeutet, revidiere ich meine Meinung ad GOOG und bin fortan im nunmehr relevanten Aufspaltungshinblick in Erwartung eines 'guten W' gewogen. Deren Einzelteile sind auch in meinen Augen »the very best of peergroup«; ex MSFT.
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Halbleitertrends gelten als Frühindikatoren für Technologie und eine breitere Nachfrage nach Elektronik. Im weiteren Sinne gelten Halbleiter- und Technologiewerte als Frühindikatoren für die Märkte im Allgemeinen. Eine starke Rallye im Technologiebereich hat viele dieser Unternehmen vor ein paar Monaten auf neue Höchststände gebracht. Angesichts des aktuellen Zustands des Coronavirus werden Halbleiter jedoch der entscheidende Faktor sein, wenn die Märkte wieder auf Rekordniveau zurückkehren wollen.

https://247wallst.com/technology-3/2020/05/28/short-sellers-…
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10 Forces Driving the Stock Market Gains and the Economic Recovery

https://247wallst.com/economy/2020/05/22/10-forces-driving-t…

ob es denn so kommt werden wir sehen. Investing is simple but not easy. Schöne Pfingsten
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