Timburgs Langfristdepot 2012-2022 (Seite 4421)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.839.936 von vidar am 29.05.20 09:48:18
Zitat von vidar: Wie gesagt, man sollte besser nicht mit absoluten Wahrheiten hantieren. Mal angenommen die Italiener und Griechen würden aus dem Euro ausscheiden. Für die einen wäre das das ultimative Ende des Euros als Währung, während andere hingegen der Meinung sind, dass das Ausscheiden solcher Schwachländer den Euro nicht schwächen, sondern stärken würden.


Das ist ja leider der Witz an der Sache. Deutschland kann sich mittlerweile nicht mehr erlauben das die schwachen Länder austreten oder gar der Euro zerfällt. Man hat den Ausstieg verpasst und sich komplett erpressbar gemacht. Das wird weiter darauf hinauslaufen das Deutschland sämtliche Überschüsse ins Ausland transferrieren muss und notfalls die deutschen Bürger noch stärker abzockt.
Sollte der Euro zerfallen, dann sind auch die Target2 Konten hinfällig (Abrechnungskonto zwischen den nationalen Notenbanken und EZB).
Das bedeutet das 1 Billion euro bei der Bundesbank abgeschrieben werden müssen. (Geht natürlich nicht, wäre praktisch die sofortige Zahlungsunfähigkeit). Das heißt der Steuerzahler darf die 1 Billionen euro organisieren. Mit allen negativen Folgen. (Stichwort Inflation, Steuererhöhungen, Abgaben, Leistungskürzungen etc) Viel Spaß dabei!

Wenn ein einzelner Staat Austritt (z.b. Italien) werden 500 Milliarden Target2 Schulden der EZB auferlegt. Schlussendlich kommt natürlich auch hier hauptsächlich Deutschland dafür auf.

Der Euro ist das Vermächtnis unserer Generation für die folgende und wird Deutschland finanziell in den Bereich des kollektiven Zusammenbruchs bringen.
Es war ein fundamentaler Geburtsfehler die Auflagen der Stabilisierung einzureißen und solche Länder die finanzpolitisch schon immer ihre eigene Währung abgewertet haben mit ins Boot zu nehmen.
Ich verstehe bis heute nicht diese kolossale Dummheit der deutschen Politiker. Die Wahl die wir haben ist in Zukunft nur: Zusammenbruch des euro oder Abwertung der Währung. Schlussendlich wird der deutsche Bürger diesen Mist bezahlen (mit Inflation und Abgaben) Und da reden wir von Billionen von Steuergeldern die regelrecht in den Jahrzehnten veruntreut worden sind. Was hätte man damit alles machen können...
Wenn man wenigstens den Italienern Unternehmen, Goldvorkommen oder Ländereien dafür abnehmen würde. Aber es kommt ja noch schlimmer: mit unseren Steuergeldern finanzieren wir den Italienern ihre Sozialversicherungen, und ihre besseren nettorenten und besseren Renteneintrittsalter.
Wahnsinn.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.829.232 von Traumatron am 28.05.20 11:13:49Hallo in die Runde ich habe meine eigene Firma erstmal durch die Krise gebracht und kann mich jetzt im Sommer wieder mehr auf Aktien konzentrieren

Ich wollte euch mal die Firma Universal Corp vorstellen wurde hier glaube ich noch nicht behandelt ist Zulieferer für Altria und das Geschäft ist sehr Krisenbeständig und es gibt die Firma schon seit dem 18 Jahrhundert und man hat ein stetiges Dividendenwachstum.

Und ja ihr habt recht Dividendenwachtum ist sehr wichtig klar kann man auch HIGH Dividenden Werte mit ins Depot nehmen aber das darf dann nicht weh tun wenn die ihre Dividenden mal streichen.

Was haltet ihr davon ?von Universal Corp? auch im Forum von Universal Corp schreibe nur ein anderer User und ich mit.

Die Universal Corporation ist ein US-amerikanisches Großhandelsunternehmen. Universal handelt mit Rohtabak, hauptsächlich der Sorten Flue-Cured und Burley, und zählt unter anderem Altria zu seinen Hauptkunden

https://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Corporation

https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=24&l=0&isin=US91…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.837.356 von vidar am 28.05.20 22:52:58Eigentlich lautete das Thema: die übermäßige Verschuldung in den USA seitens der Privaten, die durchaus noch zu einem großen Problem werden könnte und wahrscheinlich auch wird, der Unternehmen und des Staates. Die Staatsverschuldung kann man mit Verweis auf das BIP natürlich auch verniedlichen. Schaut man sich jedoch die absoluten Zahlen an, wird man es möglicherweise nicht mehr so niedlich finden. Die USA hatten schon vor der "Coronakrise" ein Staatsdefizit von über einer Billion Dollar. Nun sind aufgrund der "Coronakrise" wohl noch mal 2 oder gar 3 Billiönchen hinzugekommen

Die USA haben zwischen 2008 und 2019 ihre Gesamtschuldenquote gesenkt und sind trotz dieses Deleveraging real gewachsen. Also das Gegenteil von dem was du behauptest:



https://www.nwcapitalsolutions.com/project/us-deleveraging-a…

Das in dieser Phase das Staatsdefizit ausgeweitet wurde war vermutlich nicht verkehrt. Wenn der Staat nämlich auch noch gespart hätte, hätte man evtl südeuropäische Verhältnisse risikiert (Stichwort Austeritätspolitik)
Und ich vermute das Corona diesen Trend nochmal neuen Schub gegeben hat/geben wird.

Wichtig im dem Zusammenhang auch die Zinslast. Die Zinsausgaben der USA lagen schon deutlich höher:



10 jährige US Anleihen rentieren derzeit bei 0,7%


Es gibt übrigens diverse Studien, die besagen, dass 30 bis 40% der Amerikaner nicht in der Lage sind, eine Ausgabe von 400 USD zu stemmen.

Unter Volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten doch eine irrelevante Aussage. Könnte ich dagegenhalten das in den USA jeder 10. Haushalt ein Millionärshaushalt ist (Nettovermögen),oder das Medianvermögen in den USA deutlich über dem deutschen liegt, oder in Dtl jeder 10 Haushalt schon vor Corona überschuldet war.

PPS: In den USA wurde und wird so wunderbar gewirtschaftet, dass bspw. im Zuge der sog. Finanzkrise hunderte (!!) US-Banken über die Wupper gegangen sind.

In den USA war eben nicht jede Minibank "systemrelevant", bzw man hat den Begriff eben etwas anders interpretiert als in der EU. ;)
Marktbereinigung gehört nach Exzessen bzw Fehlentwicklungen nun mal dazu. Vergleiche den heutigen amerikanischen Bankensektor mit dem der Eu und entscheide wer die besseren Entscheidungen getroffen hat.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.845.018 von filmen am 29.05.20 16:23:51Nochmal kurz ein Punkt zum US Defizit der gerne unterschlagen wird:

Die Auslandsvermögen der Amerikaner werfen deutlich mehr Rendite ab, als die US Anleihen die das Ausland den Amerikanern abkauft.
Wenn die Amerikaner jetzt ihr Defizit senken würden, bzw das Ausland nicht mehr bereit wäre dieses Defizit so billig zu finanzieren, müsste dieses Defizit bsp durch höhere Steuern ausgeglichen werden und man könnte weniger hochrentierlich im Ausland investieren.

Das Ganze läuft natürlich über einige Umwege ab, also bsp:

Defizit wird gesenkt-->Staat als Nachfrager fällt aus-->verbraucher haben weniger Kaufkraft zur Verfügung--->Unternehmen machen weniger Gewinn-->weniger Geld für lukrative Auslandsinvestitionen übrig.

Oder:--Defizit wird durch Steuererhöhungen kompensiert-->Kaufkraft sinkt ebenso,usw.

Wenn man sich die USA mal als EIN Unternehmen vorstellt, nimmt sie derzeit also billiges Fremdkapital im Ausland auf und erwirbt damit (über einige Umwege) Vermögenswerte im Ausland die höher rentieren.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-06/exportueberschuesse-u…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.845.018 von filmen am 29.05.20 16:23:51Ich habe nun schon verschiedene Quellen gesehen. Aber da war weder im Privat-, Unternehmens- (ok, Ex-Finanzsektor) noch im Staatssektor ein Schuldenabbau ersichtlich, ganz im Gegenteil ...



Unternehmensschulden ...

https://themarket.ch/grafik-der-woche/der-groesste-schuldenb…





Aber möglicherweise kommt es ja durch besondere Kreativität speziell im Finanzbereich zum Gesamtschuldenabbau, zumindest auf dem Papier, denn in der Hinsicht ist diese Branche tatsächlich sehr erfinderisch: aus der Bilanz ausgelagerte "Zweckgesellschaften", "Bad Banks" und wie sie all ihre Spezial-Vehikel sonst noch nennen. Fakt ist, dass die Verschuldung auch im Unternehmensbereich Nichtfinanzsektor definitiv nicht gesunken ist.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.841.604 von -Realist- am 29.05.20 11:53:44Ja, das ist schon ein Trauerspiel. Aber wenn wir nichts ändern, dann werden wir alle über die Wupper gehen. So wie es derzeit läuft, ist es grundverkehrt. Investival hat Herrn Stelter ja schon ins Spiel gebracht, es gäbe tatsächlich bessere Lösungen ...

https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/gastbeitrag-vo…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.845.018 von filmen am 29.05.20 16:23:51Und mir ging es bezüglich der Banken speziell um deren mangelhafte Seriösität. Die in den USA extrem legere Art und Weise der Kreditvergabe wäre nicht nur hierzulande undenkbar. Mit diesbezüglich anderen Maßstäben wären dort nicht derart viele Banken Bankrott gegangen. Und der bisher große Vorteil der US-Banken im Vergleich zu den EU-Banken, nämlich das Zinsniveau, hat sich ja nun praktisch auch erledigt.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.841.604 von -Realist- am 29.05.20 11:53:44
Zitat von -Realist-: ...

Man hat den Ausstieg verpasst und sich komplett erpressbar gemacht. Das wird weiter darauf hinauslaufen das Deutschland sämtliche Überschüsse ins Ausland transferrieren muss und notfalls die deutschen Bürger noch stärker abzockt.
Sollte der Euro zerfallen, dann sind auch die Target2 Konten hinfällig (Abrechnungskonto zwischen den nationalen Notenbanken und EZB).
Das bedeutet ........



Deine Erläuterungen sind bestimmt hundertprozentig korrekt.

Es ist bloß zu befürchten, dass die Bürokraten der EU sich schon selbst nicht mehr ernst nehmen und einfach ein bisschen mit Zahlen jonglieren.
So ist jedenfalls mein Eindruck. Da wird dann ein neuer Fonds gegründet und umgeschuldet und weitergemacht.
:yawn:
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Dividendenstatistik Mai 2020
und schon wieder ein Monat vorbei - Zeit, mal wieder die Hosen runterzulassen. ;) War natürlich auch gespannt wie es mit unserer Divi-Strategie weitergeht; speziell in der Crashphase Ende Februar bis Ende März waren ja ziemlich viele kritische Stimmen unterwegs, welche das Ende dieser Einnahmequelle totorakelt haben. Zumindestens für die nächsten 1-2 Jahre.

Nun, meine Strategie ist ja bekanntlich langfristig ausgerichtet - soll es ja auch noch geben :kiss: - und ich hatte mich ja schon mitten in der Schockstarre entschieden, einfach so weiterzumachen wie bisher. Irgendwas wird am Ende schon rauskommen. Der Mai war jetzt wie erwartet etwas schlechter als 2019, aber immerhin nicht so schlimm wie befürchtet. OK, einige Zahlungen sind für dieses Jahr definitv weggefallen, aber einige erstmal nur verschoben. Mein Ziel bleiben also um die 5000€ wie schon letztes Jahr.

Jan 315,31€
Feb 429,71€
Mär 349,08€
Apr 261,55€
Mai 767,87€
Gesamt: 2.123,53€

Zum Vergleich - letztes Jahr waren es 2590€ um diese Zeit. Muss mich also schon noch ordentlich anstrengen. Ziemlich viele Zahlungseingänge über den Monat, wobei ich als die Wichtigsten mal Nestle, Annaly, VP Bank, Altria, GIS, MüRü, AT&T, Allianz, Mayr-Melnhof, Air Liquide, BAT, OHI, Bolsa Mexicana, Procter, SAP und gestern noch Samsung aufzählen möchte.

Auch wenn Corona ein kleiner Rückschlag auf dem mühseligen Weg ist - ich finde die Dividendenstrategie nach wie vor als besten Weg für jeden, welcher nicht täglich 24h Zeit hat, um am PC zu sitzen und jeden kleine swingtrade nach unten und nach oben mitnehmen kann. Ist auf jeden Fall entspannender - was sich auch in der Gemütslage der b&h-ler widerspiegelt. Führen sich hier bei WO nicht so hektisch auf wie andere Anlegergruppen. ;) Einziges Problem nur - wir werden immer weniger. :rolleyes: Was ich natürlich sehr schade finde.

btw - hab ja mein Gerüst fertiggestellt und jetzt kommt die Kür. Hab dementsprechend vor paar tagen mal einen kleinen Fetzen Panama-Flagge ins Depot genommen und schau mich für den Juni-Kauf ebenfalls in paar Exotenländern um. Neuseeland (A2 Milk) sowie Hongkong hab ich ja bereist erwähnt. Neu auf der WL ist Island - wollte schon letzte Woche Marel hf kaufen - hab dafür sogar bei Consors angerufen. Man kann die aber partout nicht kaufen. Schade. Dann kommt noch Polen - neben CD Projekt hab ich da noch eine Asseco Poland entdeckt - scheint mir auch was passendes für meinen NBIM zu sein.

https://www.marketscreener.com/MAREL-HF-58675001/?type_reche…

https://www.marketscreener.com/ASSECO-POLAND-S-A-6491734/?ty…

Nun denn - wünsch Euch allen frohes Pfingstfest

Timburg
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.849.737 von Timburg am 30.05.20 07:18:33
Glaube ich nicht.
"Einziges Problem nur - wir werden immer weniger."

Ich komme neu dazu. Nach Jahren mit anderen Strategien und nun einem langsam anlaufenden EM Depot schichte ich gerade in diesen Bereich der Dividendenpapiere um.

Einige Probleme gab es mit den Ölfirmen, die wie Shell, mich stark überrascht haben.

Nach 87, 89, 2000 und 2008 will ich jedoch unten einsteigen und warte daher noch ab.

Für die Dividende in Prozent ist schließlich der Einkaufspreis entscheidend.

Nach der 35 prozentigen Rentenkürzung durch rot/ grün von Herrn Schröder, erwarte ich eine weg Inflationierung meiner Rente durch die Derzeitige und mit Unterstützung der EZB, dem IWF und der EU. Ersatzweise bringe ich dann noch den Demografischen Faktor des Rentensystems mit.

Wir all brauchen Sachwerte, die ein wenig Cash-flow abwerfen. Und es trifft alle Babyboomer.

Ich danke für deine Liste, auch wenn die meisten ich schon auf dem Radar hatte.

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Bitte vergewissert euch, dass eure Aktien von eurer Bank nicht verliehen werden.
Das war ein Problem bei Lehmann Bros. in Frankfurt. Dort war es dann kein Sondervermögen mehr, sondern man stand in der Gläubigerschlange. Der Unterschied soll 100 % innerhalb 14 Tagen gegen ca. 10 % nach 5 Jahren sein.
Dazu habe ich ein Schriftstück meiner Bank.
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Da Frau Lagarde so 10 % von allen Konten abbuchen lassen wollte als IWF Chefin, sollte der Plan
auch in der EZB auf dem Tisch liegen.
Kann man mir mal ein paar Banken wegen Auslandskonten und Broker per PN zukommen lassen?

Allen ein schönes Wochenende.
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