Timburgs Langfristdepot 2012-2022 (Seite 4620)

eröffnet am 16.03.12 05:51:51 von
neuester Beitrag 22.09.20 16:18:19 von


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16.09.20 07:50:48
Beitrag Nr. 46.191 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.091.541 von clearasil am 16.09.20 00:22:23Mir fällt bei ARK immer 2U ins Auge. Die bieten die digitale Infrastruktur für Bildungseinrichtungen, damit diese Online Kurse anbieten können. Denke, dass da auch nach Corona noch Potential vorhanden ist. Also quasi "Hacke und Schaufel" für digitale Bildung. Hat sich die hier zufällig jemand genauer angesehen?
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16.09.20 08:22:54
Beitrag Nr. 46.192 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.692.788 von Galileo_Investments am 15.05.20 12:36:53Du postest ja immer wieder mal, dass Grenke eine Deiner Depotsäulen ist...wie schätzt Du die aktuellen Vorwürfe ein? Bleibst Du bei Deiner "durch dick und dünn"-These?

Ich könnte mir jetzt vorstellen eine kleine Position zu gönnen, habe aber etwas wirecard-Angst. Ganz so dick wird es sicher nicht kommen (Bundesbankkonten mit echtem Geld), aber ein bisschen Dreck am Stecken (getürkte Intercompany-Geschäfte) könnte schon sein...oder?


Zitat von Galileo_Investments: GRENKE: Von Corona stärker getroffen als erhofft. Aber klar, die Leasingnehmer können natürlich stärker in Zahlungsnöte kommen als vor Corona. Hat man Grenke noch nicht im Depot könnte sich hier im Sommer noch eine gute Gelegenheit zum Einstieg (unter 50€ ?) bieten. Ich werde das Unternehmen weiter langfristig halten. Ich gehe mit Grenke durch dick und dünn und werde nicht verkaufen weil ich von der Qualität des Managements überzeugt bin.
VG G
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16.09.20 08:29:42
Beitrag Nr. 46.193 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.113.700 von Low-Risk-Strategie am 21.06.20 16:53:46Aus aktuellem Anlass


Zitat von Low-Risk-Strategie:
Zitat von investival: [...]

– Etwas eigene Vorarbeit in Sachen thread-Reflexion/-Nacharbeit wie aber auch eigener Recherche darf hier inzwischen durchaus erwartet werden. Du magst an manch' anderen Neuen hier rekapitulieren, wie das funktioniert. ;)

Ich wünsche Dir nun ein wirklich zielführendes Vorgehen. Sieh' dazu von einer Stellungnahme an mich bitte ab. Ich werde sie, auch per bm, schon mangels Zeit für eine openend-Diskussion nicht beantworten. – Stattdessen gibt's die Tage hier noch einen Nachschlag ad Rom, der vlt. auch Dir »in medias res« hilft. – Und ich hoffe, ich halt' mich dann auch selbst dran, :D

[...]


Bin gespannt ;)

Noch das Fazit zu WDI der skypegruppe:

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16.09.20 11:11:19
Beitrag Nr. 46.194 ()
Je 2 cts ad tech-/Marktkorrektur, Raucher, GIS, WBA, Grenke, oil&gas, Verlustbegrenzung
... und eingeschoben TROW als aktuellen »Gegenentwurf«

Zitat von werthaltig: Lange konnte man mit sog. Zukunftswerten richtig viel Geld verdienen, obwohl teils absurde NeuerMarkt-Bewertungen erreicht wurden. Es sieht so aus, als ob diese Phase gerade zu Ende geht. Beispiel Slack Technologies. Starke Zahlen, aber nachbörslich fast 20% Minus weil der CEO ein kleines bisschen an der Euphorie-Schraube nach unten drehte:



Ohne spezifische Namen nennen zu wollen wäre ich auch bei einigen hier sehr populären Firmen aktuell SEHR vorsichtig und würde Gewinne mitnehmen, wenn ich sie hätte. Ich habe mich ja weitestgehend ferngehalten und viele Gewinne verpasst, verpasse aber nun auch gerne den Bewertungszug nach unten. Immer noch irre, welche Zukunftsphantasien da bei einigen Werten eingepreist werden....eine einigermassen vernünftige Anpassung der Bewertungen ist...so denke ich...überfällig und auch sehr wahrscheinlich. Die Zukunftsphantasien erinnern mich immer an das berühmte Märchen mit dem Milchmädchen...den Spruch kennt ja jeder...kennt auch jeder das kleine Geschichtlein im Detail? In diesem Sinne...passt auf Eure Kanne auf!!!😀

-----------------
Eine Bauersfrau ging zum Markt um Milch zu verkaufen. Sie hatte sich ein Kissen auf den Kopf gebunden und darauf trug sie den Topf, der mit Milch gefüllt war. Dieses Mal habe ich besonders viel Milch anzubieten, dachte sie und stellte sich vor, dass sie mit dem Geld, das sie damit erlösen würde, sich 100 Küken kaufen konnte. Es werde ihr ein Leichtes sein, die Küken groß zu ziehen. Dann werde sie auch diese verkaufen und sich mit dem Erlös ein Schwein kaufen. Das Schwein zu mästen, werde auch kein Problem für sie sein. Das Schwein werde sie dann teuer verkaufen und sich mit dem Erlös eine Kuh und ein Kälbchen anschaffen. Dadurch werde sie zu einer wohlhabenden Frau werden. Der Gedanke begeisterte sie sehr, dass sie zu hüpfen begann. Das aber führte dazu, dass der Milchtopf seinen Halt verlor, auf den Boden fiel und zerschellte. Verzweifelt blickte sie zu Boden und auf die Scherben. Sie fürchtete sich davor, wie ihr Mann auf ihr Missgeschick reagieren würde. Doch schließlich lachte sie darüber und dachte: Es muss möglich sein, von Erfolgen und Glück zu träumen, sich den blauen Himmel auszumalen und Luftschlösser zu bauen. „So wird der Narr zum Weisen, so gehört ihm die Welt“.

*g* ... – Der Warnung schließe ich mich mal an; auch nachdem lt. akt. 'Finanzwoche' so manche Marktindikatoren eine deutlichere 2-stellige Korrektur im tech sector nahelegen. Die FW-Autoren erwarten im Gegenzug mehr »value«, sprechen »growth« aber weiteres Wachstum nicht ab, gehe ergo nur von einer temporären Korrektur aus sind also bei @filmen, *g*

'Tighter budgets' sind for the foreseeable future sicher auch ein Punkt für Verkauf-/Gewinnmitnahmewillige den ja schon CSCO ins Feld geführt hatte, wofür es trotz dort nur moderater Bewertung noch Haue gab; v.a. im Coronamaßnahmen-gebeutelten small+midsize business sector, den ja viele hochgehievte tech entrepreneurs adressieren.

Damit nun aber wieder Richtung 'bottom-up' ...

Zitat von 1435905: Hallo Kampfkater und Mitstreiter,

wie angekündigt bin ich euch noch meine Gedanken zum Kauf von BAT schuldig. Sie beinhalten jedoch weitestgehend die allseits bekannten Aspekte.

Zunächst einmal stand ich vor der Neuausrichtung meiner ethischen Anlagegrundsätze, denn bislang hatte ich Tabak für mich ausgeschlossen.
Aber:
Rauchen ist freiwillig (Sucht hin oder her) und in meiner moralischen Bewertung nicht so negativ wie manch umweltzerstörende Rohstoffförderer. Zudem werde ich weiterhin beispielsweise nicht in Waffenhersteller investieren. Grundsätzlich hat jeder eigene Maßstäbe und wenn jemand keine No-gos hat, kann ich damit auch leben.

Kommen wir zum Unternehmen selbst:
- Zunächst einmal lockt -das will ich nicht verhehlen- bei BAT die günstige Bewertung.
- Dies natürlich nicht grundlos: Es droht an vielen Ecken und Enden Gegenwind: Mentholzigaretten-Verbot in den USA, Senkung Nikotingehalt,... Das Meiste davon halte ich jedoch bereits für eingepreist.
- In meiner Wahrnehmung sind Tabakaktien absolut out, nicht einmal die Dividendenjünger sind (anders als bei Shell) im großen Stil drauf angesprungen.
- Ich rechne mit keinem 2. Shell-Szenario einer Dividendenkürzung, da Tabakaktien gänzlich anders gelagert sind: Ölpreise sind von Unternehmen nicht zu beeinflussen, das ist bei Zigaretten diametral anders. Die Ausschüttungsquote ist zudem deutlich gesünder und könnte Gewinnrückgange besser verkraften.
- BAT hat eine steigende Gewinnreihe - wenngleich nur minimal.
- Weitere Argumente: ein starker Cashflow, die Verschuldung wird planmäßig reduziert und die Dividende erachte ich als sehr sicher (Das Payout beträgt ~2/3).
- Zigaretten sind ein konjunkturunabhängiges Geschäft und BAT stärkt den Depotanteil mit defensivem Business.

Fazit: Das Chance/Risikoprofil ist für mich - auch angesichts mangelnder Alternativen - attraktiv.

Beste Grüße
Bastian

Bei allem Respekt vor den Daumenhebern pro B.A.T. finde ich das Ausweichen auf diametral billige Segmente wie hier Tabak – wobei 'billig' hier nicht wie bspw. bei INTC auch, trotz(!) zuverlässiger FCFs, = finanzsolide bedeutet – strategich = for the long run diskutabel. Die seitens @umbre monierte »Laxheit« mache ich dabei allerdings und nicht nur die Rauchaktien betreffend eher hinsichtlich der Finanzfundamentals aus, auch wenn diese nun eine Weile noch weniger als bisher eine Rolle spielen könnten.
Ich rechne mit einem tendenziell doch stärkeren Gesundheitbewusstsein all over the world – einer der wenigen Positivaspekte, die ich dem Corona-Theater abringen kann. Zudem oder falls das bspw. infolge massenpsychologisch initiierter Kollateralschäden doch kein Punkt sein wird gibt es immer mehr alternative Drogen, die immer weniger reguliert werden (für Tilidin bspw. durfte wie ich mal las derweil ohne öffentliche Erregung »Musik« gemacht werden). Auch ist eine zunehmende Ersatzfunktion seitens des bislang wenig(er) verteufelten Alkohols latent.

[Auch die von Hansi zwischengeschaltete T ist so eine lame duck mit mäßiger Solidität. Aber was will man von einem abhöraffinen Staat im Geschäftsboot an Rendite ernsthafterweise schon erwarten, *g* ...]

– Sicher kann/mag man dann, aus ethisch-moralischen Gründen, auch
>> Cola, McDoof, Nestle, usw. usw. usw. usw. << [@werthaltig]
monieren, zumal diese Werte allesamt teurer aber zumindest die 3 Genannten auch finanzsolider sind.
Allerdings sind das Konzerne, die es sowohl produktbezogen als eben auch finanziell leichter schaffen können bzw. -werden, auf »healthy(/healthier)« umzustellen, sollte das mal geschäftlich oder regulatorisch erforderlich sein auch wenn es da mit Danone ein zumindest bislang nicht gerade überzeugendes »Vorbild« gibt. [Insbes. Nestlé sehe ich da präventiv auf einem recht guten Weg]

Die Alternative aus meiner Sicht wären billige und finanzsolide Unternehmen, wo man allerdings, wie bspw. im Fall INTC, schon mal nicht minder operative Zweifel haben kann.
– Aktuell einzige Ausnahme im mir bekannteren bzw. genehmeren Aktienuniversum und damit mein konkreter Gegenentwurf für's dividend growth investing hier scheint mir da der dividend champion TROW mit p/e ttm ~15 bei einer DR per datum von knapp 3 % bei ordentlicher Erhöhungsrate. Die Aktie korreliert zwar stark mit dem Gesamtmarkt, aber so man davon ausgeht, dass wir for the foreseable future vlt. eine Korrektur aber keine Baisse bekommen ... wären ggf. rückläufige Kurse wie hier seit jeher gehabt bessere Arrondierungschancen.

Zitat von 1435905: ...
General Mills
Ich möchte nochmal auf GIS zurückkommen, die mir operativ zuletzt wieder besser gefallen: Das coronabedingte Wachstum hat dafür sorgt, dass die Schulden schneller als geplant auf ein vertretbares Maß (Debt/EBITDA von 4,6 auf 3,2) zurückgeführt werden konnten. Ich erinnere mich noch an die Diskussion in Andernach 2018, bei der die Verschuldung von GIS thematisiert wurde. Der Malus ist nun weit weniger vorhanden.
GIS wird eine lame duck bleiben, für mich aber weiterhin eine gute Halteposition im defensiven Teil des Depots.

Wünsche ein schönes Wochenende allerseits!
Bastian

Mal abgesehen davon, das 3,2 per se betrachtet doch immer noch recht happig ist (Moodys ratet somit immer noch nur Baa2): Eine Verbesserungschance wurde GIS in Andernach m.W. ja nicht abgesprochen. [– Ich selbst hatte mich hier zuvor mit Bezug auf Nestlé mehrmals gegen GIS ausgeprochen, was per datum Andernach und auch noch eine kurze Zeit hernach als man GIS nochmal ~20 % billiger bekam immerhin nicht falsch war]

Zitat von morimori: Man hat einen neuen Chef Ernennung von John Standley zum Präsidenten

Der war vorher bei einer Drogeriekette Rite Aid. Deren Chart sieht ganz ok aus.

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12883410-walgreen…

Aristokrat mit einer Div. von ca. 4,5 % Bei PE steht bei mir noch eine 7 jedoch waren die Umsätze wg. Covid schlecht. Derzeit wird die Div. wohl noch verdient.

Die Bereiche:
Einzelhandelsvertrieb (83,4%): Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten, OTC-Mitteln, Schönheits- und Kosmetikprodukten usw. in den USA (90,1% des Nettoumsatzes) und international (9,9%). Ende August 2019 wird die Aktivität durch 13.882 Verkaufsstellen (davon 9.277 in den Vereinigten Staaten, Puerto Rico und den US-Jungferninseln) und durch das Internet sichergestellt;

Großhandelsvertrieb (15,9%): betrieben durch über 400 Zentren mit mehr als 240.000 Drogeriemärkten, Ärzten, Gesundheitszentren und Krankenhäusern.

Die Umsatzerlöse verteilen sich geografisch wie folgt: USA (76,4 %), Großbritannien (9,3 %), Europa (12,4 %) und Sonstige (1,9 %).
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/WALGREENS-BOOTS-ALL…

In den USA, GB und Rest Europa
mit mehr als 440.000 Mitarbeitern und mehr als 18.750 eigenen Apotheken und Drogerien einen Jahresumsatz von knapp 137 Milliarden US-Dollar. Drei Viertel der Erlöse kommen aus dem US-Geschäft. Anfang Juli 4.000 Stellen streichen, 48 Läden der britischen Optiker-Kette Boots Opticians zu schließen. Kosten sollen um 2 Milliarden US-Dollar gesenkt werden.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/…

Personal und Umsatz wachsen bis 2018
Gewinn schrumpft seit 2018 wegen Margenproblemen.
Seit 03.04.2019 erste Kostendämpfung
Übernahme der Rite Aid-Geschäfte auf 22,3 Prozent gesteigert werden (2017)
4,4 Milliarden Dollar teuren Übernahme
Apothekenkette Boots schließt 200 Apotheken im Vereinigten Königreich 01.07.2019
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/…

Was ist denn so alles negativ.
-Man macht Rabatt Aktionen (diesmal für Lehrer). Da fühlen sich immer viele ausgeschlossen. (USA)
- Die Online Apotheken werden auch in den USA zuschlagen.
- In Deutschland hat man Anzag übernommen. Organisationsform, Qualität und Lieferfähigkeit fallen da negativ aus. Man gewinnt Kunden nur über den Preisnachlass.
Alliance ist in Deutschland wohl der schlechtestes Großhändler ohne Masse und ohne Logistik und ohne Spezialbereiche. Da hat man echt viel aufzuholen. (Eigene Quelle)
- USA "Walgreens bietet jetzt bundesweit die kontaktlose Bordsteinkontaktabholung am selben Tag* an" so etwas ist denen eine Nachricht wert und zwar am 28.07.2020,
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12770340-walgreen…
Probleme mit der SEC- Vergleich
Aktienrückkaufprogramm eingestellt.
große Abschreibungen in GB rund 2 Mrd.

Man hat einen neuen Mitbewerber: Amazon steigt gerade in den Apothekenhandel ein.

11.07.2020
Selber neu:
In China Kooperation mit Alibaba
Einkauf in China
Optiker Gruppe gekauft in GB
136 Mrd. Umsatz
ca.4,6 %
Ausschüttungsquote 40%
24 % mehr freier Cash Flow
Nun wohl KGV 8,55%
Verschuldung/EK Frage wie viel ist davon Guter Wille?



Meine Meinung
Ich bin mir unsicher.
Hat der neue Chef etwas mit dem Kurs von Rite Aid zu tun (Übernahme 2017)
Beteiligungen in China klingen sehr gut, genau so Alibaba.
Doch liegt da auch eine China/ USA Handelskrieg in der Luft.
Sofern die Optiker in GB gut sind, war der Zukauf sinnvoll.
Der Mitbewerber heißt Fielmann und nicht der leere Apollo.
Mit den USA und einen Demokratien im Weißen Haus, könnte Obamacare wiederkommen.

Die Ausschüttungsquote und die Dividende passen.
Ich hätte lieber jemanden, der die Abläufe straffen kann und ins Internet geht.
Das ist immer noch ein fallendes Messer.

Erst mal nur Watch Liste und Rite Aid durchstöbern.

Gegenüber WBA (bis zum merger) resp. dann peer CVS war ich vor längerer Zeit auch mal aufgeschlossen, hab' mich dann aber meiner geschärften Anforderungsprämissen bzgl. business models besonnen und dem retail sector weitestgehend und nach meinem Fielmann- und dann DIS-Exit komplett entsagt ohne dass ich da auch nur etwas bereue.
Mir fehlt einfach die Phantasie, was sich für WBA nachhaltig bessern sollte; der Kostendruck im Gesundheitswesen dürfte im (regulierten) Handel am wenigsten nachlassen. Und die Corona-Maßnahmen-Konsequenz gerade für stationäres retail jedenfalls ex dem frischer Nahrungsmittel liegt sternenklar auf der Hand. [– Bordsteinkantenabholungen/-lieferungen oder Einkauf via Freunde/Nachbarn sind, sry, Mätzchen, die keine Wachstumsphantasie erlauben] Gerade unter letztem Aspekt würde ich nun zumindest mal von einer längeren Bodenbildungsphase ausgehen.

Ob der neue CEO eine Empfehlung ist, sei dahin gestellt; der Chart seines letzten Wirkungskreises sieht seit 6 Jahren alles andere als 'ganz ok' aus und ist damit keine Empfehlung.
p/e ttm ist lt. markets.ft.com, die das gemeinhin meist recht realitätsnah abbilden, >40.

---
ad Coty
erspare ich mir eine Nachreichung – die würde ohnehin nicht besser als zu WBA ausfallen, :D wobei ich Coty allerdings nie gewogen war.

– Generell finde ich es problematisch, in (korrektur)reifen Marktphasen auf turnarounds bzw. transition points zu setzen, die es in monetär sich stetig verbessernden Zeiten bei recht ordentlich prosperierender Weltwirtschaft über die Jahre nicht schafften wenigstens einigermaßen zu partizipieren. Dann nur ein Stabwechsel hin zu segment- und konkurrenzerfahrenen Leuten ohne klaren Erfolgsausweis dererseits reichte mir dafür mit investiver Ambition jedenfalls nicht hin.

>> Aus aktuellem Anlass ... << [@ L-R-S]
... finde ich den Rückverweis auf den > Nachschlag ad Rom < [Mitte Juni] wie im Speziellen, auch ad Grenke, das Austausch-Zitat aus der Skype-Gruppe
> Dieses Risiko einzugehen bei so viel anderen guten Werten <
> That's the point!!! <
gut angebracht – 👍

Aprops Grenke; @werthaltig,
ich denke, die hinterfragensbedürftige Bafin wird sich nun nicht erneut einen Fauxpas a la Wirecard erlauben können. Bis die Sache aber sauber mit per se einem 50-%-Risiko geklärt ist was Monate dauerrn dürfte, dürfte Mr.M. den Grenke-Kurs kaum nachhaltig reanimieren.
Und wenn Du schon >>Wirecard-Angst << hast: Pfötchen weg. ;)

– Aber mal ganz unabhängig davon: Mir war+wäre so ein uptrend bei so einer ausgewiesenen unsteten finanzfundamentalen Entwicklung bei einer niedrigen EK-Ausstattung bei gleichzeitig schwer einschätzbaren Risiken auf der Aktivseite einfach suspekt. [– Ja, ich weiß; betreibt man (auch) ein banking business, ist das normal ... :yawn:]
Grenke betreibt ein de fakto ~10x gehebeltes Geschäft, legt man die Gewinnrücklagenentwickung mit der FK-Ausweitung in absoluten Zahlen seit 2015 zugrunde. Der Kurs steht jetzt da wo er 2015 stand, was zu deren ausgewiesener Bilanzentwiclung in relativer Betrachtung bereits per Ulti 2019 passte.

Anders gesagt: Wenn man schon Bewertungsausweitungen vor sich hat, sollten damit über die Quartale hinweg nicht nur operative, sondern auch finanzfundamentale Entwicklungen wenigstens einigermaßen Schritt halten. Ansonsten wird ein Unternehmen resp. dessen Aktienkurs einfach(!) angreifbar.

Im übrigen wird mir nun (wie zu erwarten war) zu viel auf 'Corona' geschoben.

---
@traumatron,

ja; 'hätte' ... Ist aber auch für investival kein Fremdwort, *g* ;)
Da hast allerdings schon auch Pech mit Deiner gleich doppelten Segmentbetroffenheit, und das in einem allgemein wenn auch stark unterschiedlich erholten Markt.

Reflexion ist wichtig, aber Hadern nicht – an der Börse ist über den Tag hinaus stets der Blick nach vorne zielführend, und der sollte möglichst pragmatisch sein.
Heißt ad oil&gas konkret: Entweder nun das gute oder schlechte W erwarten; und wenn ein schlechtes mental schwierig werden könnte, mit mental stop bezogen auf ein Tief für ein gutes W arbeiten. Oder falls man aktuell schon nicht mehr gut schlafen kann => exit, und Alternativen probieren, die mit weniger handicaps daher kommen und darüber nicht schon zu teuer sind.

Was diesen Sektor angeht, waren die Suppenhaare ja kundgetan (insbes. der offene Kartellzusammenbruch ist m.E. ein echtes Manko), auch ich schrieb den Sektor aber nicht für alle Zeiten ab. Die nun eingeleiteten Investitionskürzungen dürften auf der timeline sowohl bilanzentlastend als dann sicher auch ölpreisstützend sein. Und wenn dann mal die Suppenhaare mit der im Westen – nicht in China; die bauen Kohlekraftwerke ohne Ende! – ideologisch bis zum masochistischen UNsinn befeuerten Abkehr von oil&gas an die Oberfläche der Ökosuppe treiben ...

– Reflexion beinhaltet zielführenderweise, an gemachten Fehlern aktiv auch hinsichtlich anderer Positionen resp. der Anlagezukunft überhaupt zu arbeiten. Mir scheint da mit Verlaub, dass es Dir, btw ähnlich wie @codiman, an einer Verlustbegrenzungsstrategie mangelt.
Dafür gibt's wie hier schon mal angerissen verschiedene Ansätze; anfangs ist vlt. eine statische Methode wie sie bspw. @Oberkassel mal zum Besten gab sinnvoll: Exit bei -10 % auf den Einstand. Und wenn man das exit limit bei stg. Kursen mitführt, vlt. mit einer doppelt hohen Toleranz, sollte solch' eine Unbill wie Du sie nun zu erleiden hast an einem vorbei gehen.
Ob man bei starkem Unterschritt vlt. nur teilweise exekutiert und für den Rest auf einen rebound hofft, mag man vom Korrekturauslöser abhängig machen. A la longue entwickelt man ein Gefühl dafür, lässt sich bspw. von einem unruhigen Markt oder auch einem 'sell on good news' nicht einfach so heraus kegeln.

===
Klarstellung zu meinem letzten Beitrag:

> Hätten die Mainstream-Medien in D nicht vor ziemlich genau 8 Jahren ihre Hausaufgaben verweigert ... <
–und; das ist der Punkt: seit 8 Jahren
[Wobei ich hier v.a. die damals wirtschaftsnäheren wie subventionsunabhängigen Medien wie 'Handelsblatt' wo ich besagten Schnitt als damaliger langjähriger Abonnent sehr gut nachvollziehen konnte, 'F.A.Z.', 'WiWo' oder 'Capital' meine]

---
Sry ob des wieder überlangen Beitrags.
Liegt aber auch an den eingebauten Zitaten, die es später ggf. erleichtern mögen Kontexte zu rekapitulieren.
– Immerhin hat darüber ja schon mal meine Beitragfrequenz abgenommen, :yawn: :D ;)
Dow Jones | 28.122,00 PKT
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16.09.20 11:13:39
Beitrag Nr. 46.195 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.092.492 von werthaltig am 16.09.20 08:22:54
Zitat von werthaltig: Du postest ja immer wieder mal, dass Grenke eine Deiner Depotsäulen ist...wie schätzt Du die aktuellen Vorwürfe ein? Bleibst Du bei Deiner "durch dick und dünn"-These?

Ich könnte mir jetzt vorstellen eine kleine Position zu gönnen, habe aber etwas wirecard-Angst. Ganz so dick wird es sicher nicht kommen (Bundesbankkonten mit echtem Geld), aber ein bisschen Dreck am Stecken (getürkte Intercompany-Geschäfte) könnte schon sein...oder?


Zitat von Galileo_Investments: GRENKE: Von Corona stärker getroffen als erhofft. Aber klar, die Leasingnehmer können natürlich stärker in Zahlungsnöte kommen als vor Corona. Hat man Grenke noch nicht im Depot könnte sich hier im Sommer noch eine gute Gelegenheit zum Einstieg (unter 50€ ?) bieten. Ich werde das Unternehmen weiter langfristig halten. Ich gehe mit Grenke durch dick und dünn und werde nicht verkaufen weil ich von der Qualität des Managements überzeugt bin.
VG G


Hallo Werthaltig,

Grenke liegt nach wie vor in meinem Depot. Ich bin natürlich auch von den Anschuldigungen überrascht worden.

Die Aufklärung kann Wochen oder Monate dauern. Ich persönlich glaube nicht, dass an den Vorwürfen irgendwas dran ist, aber Beweisen muss es natürlich Grenke selbst. Es ist nur mein Gefühl. Als nicht Aktionär würde derzeit nicht kaufen sondern erstmal abwarten. Natürlich wird jetzt sofort der Wirecard Vergleich gemacht und es wird von allen Seiten kommen: "Das ist die Wirecard 2.0" Die Börse ist durch Wirecard maximal vorbelastet und wird erstmal vom Schlimmsten ausgehen. Und genau das kann natürlich auch eine große Chance sein.

Die nächsten Tage wird es wahrscheinlich zu einem weiter einbrechenden Kurs und/oder massiven Schwankungen kommen. Bei 20€ würde ich meine Position blind erhöhen. Das machen aber nur verrückte, bei 20€ würde ich es aber blind machen. Das ist aber keine Empfehlung zur Nachahmung.

Ich frage mich was gechehen müsste damit man mit Sicherheit sagen kann: an den Anschuldigungen ist was dran oder ist eben nichts dran... ich weiß es nicht. Grenke müsste jede einzelne Anschuldigung beweißbar wiederlegen. Das ist eine gigantische Aufgabe den das Dokument ist über 60 Seiten lang und alles andere als struktutiert geschrieben.

Aber eins kann ich auch sagen, sollte an den Anschuldigungen nichts dran sein, dann gehört dieser Fraser Perring ins Gefängnis. Sollte etwas dran sein gilt das Gleiche natürlich für die Verantwortlichen bei Grenke.

VG G
Dow Jones | 28.132,00 PKT
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
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16.09.20 12:15:05
Beitrag Nr. 46.196 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.095.198 von Galileo_Investments am 16.09.20 11:13:39Hallo Galileo_Investments,

danke für Deinen Kommentar!

Ein weitere gute Einschätzung nebst weiterer Kommentare gibt es auf dem (von mir geschätzten) valueblog

https://valueandopportunity.com/2020/09/15/grenke-leasing-sh…

Gruss

w
Dow Jones | 28.148,00 PKT
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16.09.20 12:17:37
Beitrag Nr. 46.197 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.092.093 von clay_davis am 16.09.20 07:50:48
Zitat von clay_davis: Mir fällt bei ARK immer 2U ins Auge. Die bieten die digitale Infrastruktur für Bildungseinrichtungen, damit diese Online Kurse anbieten können. Denke, dass da auch nach Corona noch Potential vorhanden ist. Also quasi "Hacke und Schaufel" für digitale Bildung. Hat sich die hier zufällig jemand genauer angesehen?


2U finde ich ebenfalls sehr interessant.
Ich finde dieses Video super aufbereitet und sehr informativ:


https://youtu.be/TrpSavrvoik
Dow Jones | 28.152,00 PKT
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16.09.20 12:33:12
Beitrag Nr. 46.198 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.092.093 von clay_davis am 16.09.20 07:50:48
Zitat von clay_davis: Mir fällt bei ARK immer 2U ins Auge. Die bieten die digitale Infrastruktur für Bildungseinrichtungen, damit diese Online Kurse anbieten können. Denke, dass da auch nach Corona noch Potential vorhanden ist. Also quasi "Hacke und Schaufel" für digitale Bildung. Hat sich die hier zufällig jemand genauer angesehen?


eine weitere SaaS-Firma mit noch jahrelangen Verlusten ... spüre ich da eine gewisse Übersättigung in mir ... 🤔 4800 Angestellte bei einer Hacken-und-Schaufel-Firma wollen Monat für Monat bezahlt werden>>> und das bei Umsätzen von aktuell 750 mio ... stolz.

https://www.marketscreener.com/quote/stock/2U-INC-16118009/f…

chart finde ich aktuell eher nicht einladend - sieht aus wie sehr viele Nasdaq-Charts - die meisten haben ein VK-Signal auf weekly-basis hingelegt, das nach unten noch nicht abgearbeitet ist.

Dow Jones | 28.124,00 PKT
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16.09.20 16:19:05
Beitrag Nr. 46.199 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.095.198 von Galileo_Investments am 16.09.20 11:13:39
Grenke
nochmal zum leasing-Patienten:

....die bonds auch gewaltig runter!!...sind meines wissens leider keine senior secured dabei...für spezialisten sind da jetzt vielleicht schnäppchen dabei....die 2020er (oct) bei 90...die 2021er (april) bei 60...also entweder ist die okt. zu teuer oder die 21 zu billig....hach wenn man mehr einblick in deren schulden hätte.🙄
Dow Jones | 28.114,00 PKT
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16.09.20 18:03:05
Beitrag Nr. 46.200 ()
Hallo und guten Tag,
in der Tat, die CVS saß (zu) lange mit Verlust in meinem Depot fest, bis ich dann doch noch mit kleinem Gewinn davonkam (kam mir in Erinnerung bei Investivals Erwähnung oben).
Sehr erfreulich, dass die Geduld bei Borregaard und Mayr Melnhof belohnt wurde, na ja las zwischzeitlich sogar in einem Finanzjournal von Empfehlungen. Von mir aus braucht es keine Hochschreibungen, dank ihrer soliden Geschäftsmodelle, die in die Zeit passen, werden sie ihren Weg schon gehen.


Dafür halte ich weiter noch Equinor, hat nix mit "equus" zu tun, sondern mit equilibrum (Gleichgewicht), wohl zwischen Öl/Gas- und Windparkaktivitäten. Allein von der Nischen-Größe aus traue ich der Gesellschaft möglicherweise in der Energiewende schnelleren Erfolg zu als den großen Öl- und Gas-Giganten.

Danke Investival, Trow werde ich mir ansehen.

Gruß Tumle
Dow Jones | 28.224,00 PKT
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