Aktuelle Verfassung der Weltbörsen - Keine Charttechnik!! (Dafür Wirtschaftsindikatoren, Leitzins, S (Seite 296)



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US Importe aus China, prozentual seit 2018 rückläufig

S&P 500 | 3.249,50 PKT
anno 2014
Vielleicht passt das hier ganz gut rein, was ich im September 2014 geschrieben habe. :)

Kursziel S&P 500

Das Shiller-KGV lässt sich nun auf den S&P 500 anwenden und historisch vergleichen. Das aktuelle Shiller-KGV für den S&P 500 beträgt 27, bei einem Kurs von ca. 2.000 Punkten. Das ist ein absoluter Höchstkurs.

Der Median seit 1880 liegt bei 15, der Durchschnitt bei 16. Für mich ist das einer der Gründe, warum ich von einer Überbewertung der amerikanischen Börsen ausgehe. Die aktuellen Gewinne und Gewinnschätzungen basieren auf historisch niedrigen Zinsen und einer Notenbank, die Geld quasi zinsfrei zur Verfügung stellt und dazu noch selbst Anleihen von Unternehmen aufkauft. Darin sehe ich die Gründe für die hohe Bewertung des S&P 500.

Gehen wir mal von 20% "Ungenauigkeit" der historischen Mittelwerte des KGV10 aus. Bei einem Median von 15 ergibt das einen Bereich von 12 bis 18, in dem der S&P 500 im historischen Median liegt. Als konservativen Ansatz wähle ich also ein KGV10 von 18 als Kursziel für den S&P 500.
Mit 18 müsste der Kurs aktuell bei 1.340 Punkten liegen. Hier noch eine Sicherheit von 20% aufgerechnet und das Kursziel liegt immer noch bei 1.600 Punkten.
Wann diese Kurse wirklich eintreffen kann ich nicht sagen, ich bin mir aber sicher, dass es dazu kommen wird.
Das KGV10 von 27 ist übrigens auch im Internationalen Vergleich sehr viel. In Griechenland liegt er bei 3,4, in Deutschland bei 16.

Fazit

Natürlich ist es schwer, in Zeiten in denen die Börsen von Rekord zu Rekord jagen, etwas von zu hohen Kursen zu erzählen. Doch ich bin überzeugt davon und nenne damit mein Ziel für den S&P 500 von 1.300 - 1.600 Punkten. Das ist wohlgemerkt eine konservative Schätzung.
Ein Kurs von 1.100 Punkten (KGV10 von 15) halte ich aber auch für realistisch, vor allem wenn es zu einer Panik kommt. Jeder der sich mit dem Thema beschäftigt weiß, dass die Kurse auf ein gesundes Maß sinken müssen. Entweder mit einem Knall oder langsam, es ist aber unvermeidlich.

Wenn man sich an die Prinzipien von Value Investing hält und danach den Markt und einzelne Unternehmen bewertet, dann kommt man zu dem Schluss, dass die westlichen Aktienmärkte überbewertet sind, und damit auch die Unternehmen.

Man braucht Disziplin und Geduld, wenn man bei Apple, Facebook oder dem S&P 500 short geht, die Kurse aber jede Woche steigen. Doch das ist genau die Disziplin, die man benötigt um langfristig Erfolg zu haben.
Auf fallende Kurse zu setzen ist Spekulation, zumindest das Derivat dazu aber ich erachte es als bessere Alternative, als nur auf niedrige Kurse "zu warten". Wieso nicht schon an fallenden profitieren? Aber noch mal, das Kerngeschäft von Investing sind Unternehmen mit stabilen Finanzdaten und einem ansprechenden Gewinn. Alles andere kann nie der Kern des eigenen Portfolio sein, dass muss man sich immer wieder klar machen.

Langfristig hat nicht der Erfolg, der bei steigenden Märkten viel gewinnt, sondern der, der bei fallenden am wenigsten verliert. Ziel des Value Investing sind nicht möglichst hohe Gewinne, sondern der Schutz vor Verlusten.
S&P 500 | 2.280,00 PKT
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