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Das Ei des André Kostolany



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Der alte Meister



A. Kostolany, inzwischen im Spekulantenhimmel, hat viel über das Börsengeschehen geschrieben. Er hat sich intensiv mit dem Markettiming auseinandergesetzt. Hier die kompakteste Darstellung des alten Querdenkers. Sie war Bestandteil vieler Veröffentlichungen u.A. im Econ Verlag. Und nun der alte Meister:



Meiner Erfahrung nach besteht jede zyklische Bewegung (bei Aktien, Anleihen, Edelmetallen, Währungen, also in allen Märkten, auf denen spekuliert wird) aus drei Phasen:

die Phase der Korrektur, die Phase des Stimmungsumschwungs und die Phase der Übertreibung.

Nehmen wir als Beispiel die Wende nach der tiefsten Baisse:

- In der ersten Phase der Korrektur wird der Kurs (der unberechtigt tief gefallen war) ganz allmählich auf ein Niveau gehievt, das gewissermaßen realistisch und berechtigt ist.


- In der zweiten Phase bessert sich die zuvor schlechte Stimmung mehr und mehr und steigt nun zusehends mit jedem Tag.


- Es beginnt die dritte Phase, in der die Aktienpreise von Stunde zu Stunde anziehen. Kurse und Stimmungen treiben sich gegenseitig in die Höhe. Es herrscht Euphorie. Sie lässt die Kurse weiter ins Kraut schießen und ist ausschließlich von Massenhysterie bestimmt.


Im Zyklus der nächsten Baisse folgen die Phasen in derselben Reihenfolge aufeinander:

- Phase der Korrektur - die Preise waren zu hoch gestiegen.


- Phase des Stimmungsumschwungs - ungünstige Ereignisse (steigende Zinsen, nachlassende Wirtschaft, Pessimismus und so weiter) verunsichern die Spekulanten.


- Phase der Übertreibung - die sinkenden Kurse erzeugen einen tiefen Pessimismus, der wieder auf die Preise drückt. Die Kurse fallen wie die Blätter im Herbst. Das ist die Panik, die Papiere werden verschleudert.


Die Baisse- oder Hausse- Welle der letzten Phase dauert immer so lange, bis ein psychischer Elektroschock aus irgendeiner Richtung den Teufelskreis durchbricht. Wenn dieser reinigende Schock nicht kommt, dann tobt sich diese letzte, rein psychologisch bedingte Phase an den Märkten langsam aus. Und eines Tages wendet sich die Börsentendenz ohne jeden erkennbaren Grund zur Überraschung des Publikums und sogar der Experten, die darauf nicht vorbereitet sind. Nun beginnt die zyklische Gegenbewegung. Das ist die ewige Rotation an der Börse - so wie in der Natur Ebbe und Flut einander abwechseln. Die Gründe für das Gezeitenspiel: Es gibt zwei Arten von Aktienbesitzern, die Hartgesottenen und die Zittrigen. Ihre Entscheidungen sind das Ergebnis der drei großen G.

Das erste G steht für Geld , das zweite für Geduld und das dritte für Gedanken . Unter Geduld verstehe ich die Nerven, nicht auf jedes kleine Ereignis heftig zu reagieren. Wer Gedanken hat, handelt intellektuell - nicht unbedingt richtig oder falsch, aber doch mit Überlegung und Vorstellungskraft.

Es genügt nicht, Geduld zu haben, wenn man über kein Geld verfügt. Geld allein nützt auch nichts, wenn man keine Geduld hat. Und wenn man keine Geduld hat, kann man nicht abwarten, bis sich die Gedanken verwirklichen. Und wer keine Gedanken hat, kann auch mit Geduld nichts anfangen.

Diese drei G sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn eines von ihnen fehlt, ist der Börsenteilnehmer ein Zittriger. Er reagiert zu schnell auf jedes noch so unbedeutende Ereignis. Er hat keine Vorstellungskraft und handelt somit nicht mit dem Kopf, sondern rein emotional. Kaufen die anderen, kauft er auch; verkaufen sie, verkauft auch er. Er ist ein Molekül der Masse und handelt mit ihr (die "verrückte Menge", wie Sir Isaac Newton, auch leidenschaftlicher Spekulant, sagte).

Die große Frage besteht also darin, in welchen Händen die große Masse der Papiere liegt. Besitzen die Hartgesottenen den größten Teil der Aktien, ist die Börse - sogar wenn die Nachrichten ungünstig ausfallen - zu einer Aufwärtsbewegung bereit. Wenn eine gute Nachricht eintrifft, explodiert sie sogar. Ist jedoch das Gros der Papiere in den Händen der Furchtsamen, kann es schon bei der ersten schlechten Nachricht zu einem Debakel kommen.

Fallen die Kurse bei steigenden Umsätzen, ist es ganz sicher, dass eine Riesenquantität von Aktien von den Ängstlichen zu den Nervenstarken übergeht. Es kommt sogar zu einem Moment, in dem die Zittrigen ausverkauft haben und die Aktien nur noch in den sicheren Tresoren der Hartgesottenen liegen. Jetzt haben die Zittrigen das Geld und die Abgebrühten die Papiere.

Wenn nach dem generellen Ausverkauf die Kurse einen Boden finden und dort eine Zeit lauern und sogar auf schlechte Nachrichten hin nicht zurückfallen, ist das ein Beweis, dass der Markt bereit ist zu einer neuen Aufwärtsbewegung - auch ohne gute Nachrichten.

Dutzende von Beispielen können diese Theorie untermauern, die vom Anleger verlangt, sich antizyklisch zu verhalten. Das ist leicht gesagt, aber schwer getan. Man muss dazu ein wirkliches Training absolvieren, einen starken Charakter haben und vielleicht sogar zynisch sein, um bei zu Tode betrübter Stimmung einzusteigen.

Es gibt unter den Marktteilnehmern 90 Prozent Zittrige und maximal zehn Prozent Hartgesottene . Das sagt mir jedenfalls meine Erfahrung.

"Sie ist halt wert, was sie wert ist", wie der große General Charles de Gaulle so oft sagte.


Kaufen sollte man schon in der Übertreibungsphase der Abwärtsbewegung, wenn hohe Umsätze auf Panikverkäufe schließen lassen; aufstocken kann man diese Positionen in der ersten Phase der Aufwärtsbewegung, solange es mit niedrigen Umsätzen abgeht.

Umgekehrt verkauft man schon in die letzte Haussephase mit hohen Umsätzen sowie bei bröckelnden Kursen (erste Baissephase) mit niedrigen Umsätzen.

Folglich soll man in den Übertreibungsphasen gegen die Tendenz gehen, in den Korrekturphasen mit der Tendenz mitgehen und in den Phasen des Stimmungsumschwungs ruhig abwarten.

Um im Bild zu bleiben: Die Börsenmanöver eines erfahrenen Spekulanten zielen darauf ab, das Ei möglichst weit unten (beim Kauf) und oben (beim Verkauf) abzukappen, ohne sich dabei in den Finger zu schneiden.


Eine Leseprobe aus Kostolanys beste Tips für Geldanleger...., erschienen im Econ Verlag (ISBN 3-430-15629-7).

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André Kostolany

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

http://de.wikipedia.org/wiki/André_Kostolany

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André (Bertholomew) Kostolany (* 9. Februar 1906 in Budapest; † 14. September 1999 in Paris) war ein Finanzexperte, Journalist, Schriftsteller und Spekulant ungarischer Herkunft.

Kostolany stammte aus einer wohlhabenden, jüdischen Industriellenfamilie und wollte zunächst Kunstkritiker werden. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte und absolvierte dann auf Wunsch seiner Familie ab Mitte der 20er Jahre eine Lehre bei dem französischen Börsenmakler Adrien Perquel. Die Familie flüchtete nach Beginn des 2. Weltkriegs 1940 in die USA. Dort wurde Kostolany zwischen 1941 und 1950 Generaldirektor, Präsident und Hauptaktionär der G. Ballai and Cie Financing Company. Ab 1950 lebte er in Paris, München und an der Côte d’Azur.

Den Status eines Börsengurus erwarb sich Kostolany als Spekulant und durch seine zahlreichen Bücher, Kolumnen, Vorträge und Seminare zum Thema Börse. Er selbst wehrte sich jedoch gegen diese Bezeichnung. Insgesamt schrieb er 13 Bücher, die in acht Sprachen übersetzt und rund drei Millionen Mal verkauft wurden. Im deutschen Finanz-Magazin Capital veröffentlichte er 414 Kolumnen. Vorträge und Fernsehauftritte hatte er unter anderem auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos und in der Harald Schmidt Show. Vielen Deutschen ist er aus einer Audi-Werbung bekannt, die Ende der 1990er Jahre lief ("Denken Sie mal über Aluminium nach"). Zusammen mit Gottfried Heller war er Mitbegründer der Münchener Vermögensverwaltung FIDUKA. Dort arbeitete er auch lange Jahre von seinem Münchener Büro aus.

Kostolany starb am 14. September 1999 aufgrund von Herzversagen durch eine Lungenentzündung.
Bekannt ist Kostolany auch für seine Börsenweisheiten, die immer wieder von Börsenkommentatoren und in Beiträgen in Internet-Diskussionsforen zitiert werden.

Investmentphilosophie

Kostolanys Philosophie ist von einer profunden Abneigung gegen die klassische Volks- und Betriebswirtschaftslehre gekennzeichnet. Damit meinte André Kostolany nicht, dass man nur aufgrund von Intuition und Phantasie investieren soll, sondern dass man sich inhaltlich sehr intensiv mit dem jeweiligen Investment auseinandersetzen und dieses verstehen muss. Und dann benötigt man eben noch die Phantasie, um sich eine spätere positive Entwicklung z. B. einer bestimmten Aktie vorstellen zu können. Denn, wenn alle schon investiert haben, braucht man keine Phantasie mehr, um sich vorstellen zu können, dass dies Papier schon gestiegen ist, dann ist es aber meist schon zu spät. Wenn man aber nur blind billige Papiere kauft, ist die Gefahr auch hoch, dass diese Papiere billig bleiben.


Thesen zur Golddeckung

Kostolany war ein vehementer Verfechter der These, dass der Goldpreis von den Währungen abgekoppelt sein müsse, weil sonst die Wirtschaft Schaden nehme. Auch in seinen populärwissenschaftlichen Abhandlungen kommt er immer wieder auf diese These zurück.

Werke

Der Friede, den der Dollar bringt (1957)
Das ist die Börse (1961)
... und was macht der Dollar? Im Irrgarten der Währungsspekulationen (1987)
Kostolanys Börsenpsychologie, Econ Verlag, (1991), ISBN 3-430-15637-8
Die Kunst über Geld nachzudenken (2000)
Geld und Börse
Kostolanys Börsenseminar
Kostolanys beste Tips für Geldanleger
Kostolanys Bilanz der Zukunft
Kostolanys beste Geldgeschichten
Kostolany's Wunderland von Geld und Börse
Kostolanys Notizbuch
Weisheit eines Spekulanten. Im Gespräch mit Johannes Gross

Zitate

"Was schon jeder weiß, macht mich nicht heiß." - Kostolanys Börsenseminar. Für Kapitalanleger und Spekulanten
"Wenn es um Geld geht, gibt es nur ein Schlagwort: MEHR!" - Kostolanys Börsenseminar. Für Kapitalanleger und Spekulanten
"Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren." - Die Kunst, über Geld nachzudenken


Börse

"An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil."
"An der Börse ist eine halbe Wahrheit eine ganze Lüge."
"An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten."
"Anleger sollten Aktien kaufen, dann Schlaftabletten schlucken. Nach ein paar Jahren können sie sich über einen hübschen Gewinn freuen."
"Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft."
"Börsengewinne sind Schmerzengeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld."
"Das Verhältnis von Börse und Wirtschaft ist wie das eines Mannes auf einem Spaziergang mit seinem Hund. Der Mann geht langsam vorwärts, der Hund rennt vor und zurück."
"Das wenige, was ich über Wirtschaft und Finanzen weiß, habe ich nicht an den Universitäten oder aus Fachbüchern, sondern im Dschungel gelernt. Bestimmt habe ich mehr Schulgeld bezahlt, als es mich in Harvard gekostet hätte."
"Die Börse reagiert gerade mal zehn Prozent auf Fakten. Alles andere ist Psychologie."
"Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien."
"Die Kursentwicklung hängt allein davon ab, ob mehr Dummköpfe als Papiere da sind oder mehr Papiere als Dummköpfe!"
"EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus."
"Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit."
"Entscheidungen über Geld trifft man, indem man die Zeitungen zwischen den Zeilen liest."
"Gewinnen kann man, verlieren kann man, aber zurückgewinnen: unmöglich."
"Gewinnen kann man, verlieren muss man."
"Ich empfehle nicht meinen Lesern und Freunden, nicht am Neuen Markt teilzunehmen - ich verbiete es ihnen."
"Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln."
"Spekulieren kann jeder. Es zur richtigen Zeit zu tun - das ist die Kunst."
"Verwenden Sie auf den Aktienkauf ebensoviel Zeit wie auf den Kauf eines Gebrauchtwagens!"
"Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief."

Investitionen

"Aktien kaufen und Baldrian trinken, wenn Sie wieder aufwachen, haben Sie Geld verdient."
"Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen."
"Wer gut essen will, kauft Aktien; wer gut schlafen will, kauft Anleihen."
1. Resignation:

- Marktkonsens: Aktien sind zu risikoreich

- langfristiges Ertragspotential wird weitgehend in Frage gestellt

- kaum Handel

- auch Langfristinvestoren verabschieden sich vom Markt

- Aktie gerät in "Vergessenheit"

- Anleger schwören nie wieder in Aktien zu investieren


2. Erste Lebenszeichen
-
- Erste "Mutige" wagen sich zurück an die Börse

- Stimmung weiter schlecht

- Verkäufer fehlen: Markt beginnt zu steigen


3. Beginn der Hausse

- Unternehmensergebnisse steigen schneller als der Markt

- freundliche Börse

- noch viele Zweifler


4. Stabile trendstarke Märkte

- Aktien verstärken Aufwärtstrend

- Stimmung wird positiver

- reger Handel

- Investoren kehren zurück

- stabile, trendstarke Börsen auf breiter Basis


5. Erste Übertreibungen

- Spieler kehren zurück und treiben einzelen Segmente in schwindelerrgende Höhen

- die "Story" zählt vereinzelt bereits mehr als fundamentale Bewertungen

- Bewertungsniveau des Gesamtmarktes auf vernüftigen Niveau


6. Euphorie

- Aktie gilt wieder als "das" Investment

- Fundamtalanalyse wird in den Hintergrund gedrängt

- unerfahrende Anleger drängen an die Börse (und haben jede Menge Tipps parat...)

- es zählt einzig allein die Hoffnung auf das "schnelle Geld"


7. Ende der Hausse

- Stimmung weiter euphorisch

- allerdings erste Enttäuschungen

- Aktienquoten bei vielen Investoren weit überdurchschnittlich


8. Enttäuschungen

- Gewinne erreichen mehrheitlich nicht die hohen Erwartungen


9. Abwärtstrend

- Abwärtsspirale dreht sich schneller

- verängstigte Investoren steigen aus


10. Breite Verkaufswelle

- Aktien werden gemieden

- Verkaufswelle trifft auch etabilierte Unternehmen


11. Baisse

- Aktienquote wird generell gesenkt: bei privaten und institutionellen Investoren
Kostolany-Zitat

Nicht wegen der eigenen Klugheit, sondern an der Dummheit der anderen verdient der erfolgreiche Börsianer.
Wer an der Börse Geld schöpfen will, muss die Aktien dann kaufen, wenn alle anderen verkaufen (dann sind die Aktien billig) und muss dann die Aktien wieder verkaufen wenn alle anderen die Aktien kaufen (dann sind die Aktien teuer).


Daher sind die anderen (das sind die Meisten) dumm, da sie prozyklisch handeln.

Kostolanys Spuch zielt auf eine antizyklische Strategie.

Diese ist jedoch sehr schwer, wie folgendes Beispiel zeigt:

Würdest Du eine Aktie kaufen, die seit 2 Jahren immer nur nach unten ging oder würdest Du eine Aktie kaufen die in den letzten 2 Jahren immer nur nach oben ging?

Kostolany ging davon aus, dass so ziemlich alles an der Börse psychologisch läuft. Wenn man Aktien kauft, so hofft man auf jemanden, der dumm genug ist, morgen einen höheren Preis dafür zu bezahlen. Nun ja, so läuft das Geschäft eben.

Ich habe alle Bücher von Kostolany gelesen, weil ich auch seine Kolumne in Capital gut fand, und ich habe mich halb tot gelacht mit ihm. Jedenfalls fährt man gut, wenn man sich an einige seiner Weisheiten hält.

Die Börse regelt sich nur durch Angebot und Nachfrage. Was Kostolany ausdrücken wollte, ist dass es manchmal Sinn machen kann, dann zu kaufen, wenn andere verkauft haben und bestimmte Papiere günstig zu haben sind.

Seine Maxime war ja immer, zu moderaten Kursen zu kaufen und dann abzuwarten (uns ich nicht von der Nervosität des Marktes anstecken lassen). Langfristig ist das eine Strategie, die meistens aufgeht und die z.B. auch Investment-Tycoons wie Warren Buffet befolgt (Qualitätstitel im Ausverkauf erwerben).

Man könnte auch sagen :" Jeden Tag kommt am Hbhf. ein Dummer an." ...die Kurse steigen und steigen...

Am besten gefiel mir:

Zitat:

"Diesmal wird alles anders sein" sind die fünf teuersten Worte an der Börse


Dieses sagte auch Sir John Templeton
"Aktien kaufen und Baldrian trinken, wenn Sie wieder aufwachen, haben Sie Geld verdient."

Kostolany hat in allen Büchern und Interviews SEHR viel Wert auf einen kleinen, aber eminent wichtigen Zusatz gelegt:

"Erstklassige Aktien kaufen und Baldrian trinken ..."


Wobei wir wieder bei den berühmten G wären, denn um zu wissen was "erstklassig" ist, gehören Gedanken ... und damit hat er Recht, da können sich die Zeiten ändern wie sie wollen.
Standortbestimmung der Börse

1. Konjunkturphase
2. Erwartungen
3. Lageeinschätzung

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1. Rezession
2. Negativ
3. Negativ

1. Aufschwung
2. positiv
3. negativ

1. Boom
2. Positv
3. Positiv

1. Abschwung
2. Negativ
3. Positiv

*gemäß der im IFO + ZEW Geschäftsklimaindex verwendeten Systematik

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Rezession

Die Rezession (Abschwung, kontraktive Phase) bezeichnet die Konjunkturphase, in der eine Stagnation bis hin zum Abschwung der Wirtschaft auftritt. Die am meisten verbreitete Definition besagt, dass eine Rezession vorliegt, wenn die Wirtschaft zwei Quartale nacheinander nicht wächst, bzw. ein Rückgang zu verzeichnen ist (sinkendes Bruttoinlandsprodukt), allerdings verglichen mit dem jeweiligen Quartal des Vorjahres (nicht im Vergleich zum Quartal direkt vor dem betrachteten!). Eine Rezession hat üblicherweise Kursverluste an der Börse zur Folge. Verschärft sich eine Rezession bzw. kommt es zu einer längeren kontraktiven Phase, spricht man von Depression.

Die Rezessionsphase ist gekennzeichnet durch:

* Abschwächung der Hochkonjunktur
* pessimistische Beurteilung der Wirtschaftslage
* Rückgang der Nachfrage
* überfüllte Lager
* Abbau von Überstunden und beginnende Kurzarbeit
* fehlende Investitionen
* teilweise Stilllegung von Produktionsanlagen
* stagnierende bzw. sinkende Preise, Löhne und Zinsen


Konjunkturtief (Depression)

Ein Konjunkturtief ist der Tiefstand nach dem Abschwung einer Volkswirtschaft. Verstärkt wird sie durch Strukturkrisen, in denen über einen längeren Zeitraum die wirtschaftliche Tätigkeit (wie es etwa das Bruttoinlandsprodukt anzeigt) zurückgeht, die Börsenkurse fallen, die Arbeitslosigkeit stark ansteigt und Deflation aufkommt, d. h. das Preisniveau sinkt, Güter werden billiger.

Die ebenfalls häufig verwendete Bezeichnung Depression (von lat. deprimere = niederdrücken) meint im eigentlichen Sinne nicht ein Konjunkturtief, sondern eine negative Wachstumsrate, also ein sinkendes, absolutes Bruttoinlandprodukt. Häufig wird der Begriff Depression mit der Weltwirtschaftskrise am Ende der 1920er Jahre in Zusammenhang gebracht, wo er erstmals genannt wurde. Diese Depression war geprägt von einer Massenarbeitslosigkeit bisher unbekannten Ausmaßes. Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise war der Zusammenbruch der Börsen am so genannten schwarzen Freitag.

Den Befürwortern psychologischer Gründe für Wirtschaftskrisen zufolge liegt der Hauptgrund für eine Depression in einem Vertrauenszusammenbruch der Bevölkerung in das Wirtschaftssystem. Angst vor Jobverlust führt ihnen zufolge zu verminderten Ausgaben, die wiederum zu vermehrten Entlassungen führen. Andere machen wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen verantwortlich (im Fall der Weltwirtschaftskrise z. B. übermäßiger Protektionismus und mangelnde Maßnahmen um Einflüsse von Kursverlusten auf wichtige Märkte zu reduzieren) oder andere Faktoren - exogene Einflüsse, Herdentrieb bei Investitionen, usw.

Expansive Phase (Aufschwung)

Als expansive Phase bezeichnet man die Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs. Sie ist geprägt durch steigende Auftragsbestände und Produktionen, das Sinken der Arbeitslosenquoten, eine tendenziell wahrnehmbare jedoch noch geringe Preissteigerung (Inflation), niedrige Zinsen mit steigender Tendenz sowie optimistische Prognosen betreffend der wirtschaftlichen Entwicklung.

Hochkonjunktur (Boom)

In der Phase der Hochkonjunktur (obere Wendepunktphase, Boom) sind aufgrund von starker Nachfrage die Kapazitäten einer Wirtschaft voll ausgelastet. Es herrscht Vollbeschäftigung. Das Lohnniveau steigt, allerdings ziehen auch die Preise und die Zinsen weiter an. Die Produktion wird solange gesteigert, bis eine Überhitzung des Marktes eintritt - wenn also steigende Zinsen aufgrund erhöhter Kreditnachfrage und vermehrte Fehlinvestitionen aufgrund übermäßig optimistischer Erwartungen immer mehr Unternehmen Probleme bereiten. Man spricht auch von Marktsättigung. Merkmale eines gesättigten Marktes:

* Marktvolumen steigt nur noch in geringem Umfang
* Teilmärkte werden von Stagnation oder Schrumpfung erfasst
* Preisverfall
* weniger produktive und viele kleine Unternehmen scheiden aus dem Markt aus
* Unternehmensübernahmen verstärken Konzentrations- und Konsolidierungsprozesse
* polypolistische Marktstrukturen werden durch oligopolistische Strukturen ersetzt

Von nun an nimmt das Bruttoinlandsprodukt zwar noch weiter zu, jedoch mit sinkenden Wachstumsraten, eine Wende wurde somit eingeleitet. Die Phase des Abschwungs wurde eingeleitet.
Die Anleger-Legende Sir John Templeton sagte einmal:

"Bullenmärkte entstehen aus Pessimismus, wachsen in der Skeptik, reifen im Optimismus und sterben in der Euphorie."

Nun die Quizfrage an euch - Hatten wir schon eine Euphorie?

:look:
2 Aktien sind vom Chartbild fast identisch - sie liegen in einem ruhigen Aufwärtstrend.

Beide Titel unterscheiden sich aber drastisch in ihren fundamentalen Daten. Aktie A ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und hat auch die Earnings stetig erhöht. Aktie B wächst nicht, Earnings stehen still.

Welche Aktie sollte ich kaufen?
Kosto wurde nur zu richtige Zeit, am richtigen Ort und er hatte
die richtige Idee, und wahrscheinlich das Schicksal hat aus ihm das
gemacht, was heutzutage ihn Millionen Menschen dafür bewundern.

Also bitte ...
Er muste dafür einen hohen Preis bezahlen,
was hier viele nicht wissen, und er hat ihn mit Anstand
bezahlt.
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