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swatch group wkn 865126



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ein Wachstumwert in dieser Branche mit einem KGV von nur 14-15 ist selten. Ich hab da mal zugeschlagen. Über einen Gedankenaustausch würde ich mich freuen.
Aktueller Kurs 550 CHF, Kursziel 800 CHF (31.12.2014) rund 45 %

hier aktuell von der HP:

http://www.swatchgroup.com

Halbjahresbericht 2013

Biel (Schweiz), 23. Juli 2013: Swatch Group – Weiteres Wachstum beim Umsatz und Gewinn
•Bruttoumsatz des Konzerns wächst auf CHF 4 181 Mio oder um 8.7% gegenüber dem sehr starken ersten Halbjahr 2012.
•Gegenüber den Exportzahlen von Armbanduhren der Schweizerischen Uhrenindustrie mit +1.5% im ersten Halbjahr 2013 wächst die Swatch Group im Segment Uhren & Schmuck (neu inklusive Produktion) mit über 9%.
•Personalbestand erhöht sich gegenüber Ende Jahr 2012 um über 1150 Stellen, wovon 560 in der Schweiz, auf weltweit 31 000.
•Betriebsgewinn von CHF 910 Mio mit einer operativen Marge von 22.7%, dies trotz hoher Marketingausgaben, wichtigen Investitionen in innovative, revolutionäre Produkte und Produktionsmethoden und natürlich der Integration von Harry Winston.
•Konzerngewinn steigt um 6.1% gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 auf CHF 768 Mio, mit einer Netto-Umsatzrendite von 19.2%.
•Anhaltendes Wachstum in allen Regionen.
•Positive Aussichten auf ein starkes zweites Halbjahr 2013.

Überblick Gesamtkonzern

Der weltweite Leader in der Uhrenbranche wächst mit seinem Markenportfolio von neu 20 Marken um weitere 8.7% und erwirtschaftet im ersten Halbjahr 2013 einen Bruttoumsatz von CHF 4 181 Mio. Auf allen Kontinenten konnte in Schweizer Franken ein wiederum positives Wachstum gegenüber dem sehr hohen Vergleichshalbjahr 2012 verzeichnet werden. Die Integration von Harry Winston wird sich erst im zweiten Halbjahr 2013 richtig bemerkbar machen. Die Währungsentwicklung verlief im ersten Halbjahr unterschiedlich und beeinflusste den Konzernumsatz um plus 1% nur leicht positiv. Der Schweizer Franken wurde seit Jahresbeginn gegenüber dem Yen und dem Britischen Pfund noch stärker, und der US Dollar sowie der Euro korrigierten sich nur leicht positiv gegenüber unserer viel zu starken nationalen Währung.

Das Uhren- und Schmucksegment, welches nun auch die Produktionsaktivitäten beinhaltet, bleibt nach wie vor der Wachstumstreiber und legte im ersten Halbjahr 2013 um 9.1% gegenüber dem Vorjahr zu. Dieses Wachstum wurde vor allem von unseren Uhren- und Schmuckmarken getrieben. Bei allen Marken wurde intensiv in das Marketing investiert, sei dies in Verbindung mit den neuen bahnbrechenden Innovationen oder in Bezug auf die Neugestaltung der Ausstellungsstände an der Uhren- und Schmuck-Messe Basel.

Die Marke Swatch war erstmals anlässlich der Baselworld vertreten und präsentierte ihre gesamte Kollektion, welche sie über die 30-jährige Geschichte entwickelt hat. Gekrönt wurde das Jubiläum mit der Lancierung der neuen mechanischen Swatch «Sistem 51», ausgestattet mit einem absolut neuen mechanischen Uhrwerk, welches nur noch aus gerade 51 Komponenten inklusive einer einzigen Zentralschraube besteht, und stolze 90 Stunden Gangreserve leistet. Damit wurde die Herausforderung von 1983, eine Quarzuhr mit nur 51 Komponenten herzustellen, im mechanischen Bereich getoppt und sichert hiermit die einmalige Positionierung der Marke Swatch. Mit diesem herausragenden Technologiesprung setzt die Gruppe neue, bisher unerreichte Massstäbe in der Simplifikation von mechanischen Uhren. Nur schon alleine für diese bahnbrechende Innovation wurden 17 neue Patente registriert.

Mit der Akquisition der Marke Harry Winston wurde das bereits breite Markenportfolio der Gruppe nicht nur vervollständigt, sondern auch im Schmuckbereich, inklusive deren Wertschöpfungskette von der Produktion bis und mit Retailnetz, ausgebaut. In diese gesamte Infrastruktur wurden die notwendigen Mittel investiert, um das enorme Potential, welches die Marke mit ihrer Organisation bietet, besser auszuschöpfen. Zudem wurden in den ersten Monaten nach der Übernahme sämtliche Schulden abgebaut, Eigenkapital aufgestockt und in diesem Prozess auch umgehend das Inventar erhöht, dies um der Kundschaft auch die beste Auswahl und eine schnellere Verfügbarkeit der Schmuckstücke sicherstellen zu können. Da der Name Harry Winston für edelsten Schmuck aus schönsten Diamanten steht, wurde im Mai in den einmaligen und bisher grössten und reinsten Diamanten der Welt investiert. Dieser 101.73 Karat und USD 26.7 Mio teure Diamant, welcher nun den Namen «Winston Legacy» trägt, bestätigt die Nummer-1-Position von Harry Winston. Auch bei den Uhren verfügt die Marke Harry Winston über ein sehr grosses und noch wenig ausgeschöpftes Marktpotential, welches die Gruppe mit ihrer weltweiten Erfahrung jetzt weiter ausbaut. Auch hier werden die notwendigen Mittel investiert.

Da die Marken jeweils mit bestimmten Manufakturen oder Produktionseinheiten innerhalb der Swatch Group verbunden oder sogar vollständig integriert sind, wie bei Breguet oder Blancpain zum Beispiel, und neu auch bei Harry Winston, wird es zunehmend schwieriger, den Bereich Produktion als separates Segment zu betrachten. Diesbezüglich hat die Gruppe entschieden, das Produktionssegment vollumfänglich in das Segment Uhren & Schmuck zu integrieren. Nicht zuletzt bietet diese Integration ein einheitlicheres Bild der Aktivitäten, welches auch eine bessere Vergleichbarkeit zu unseren Mitbewerbern ergibt.

Eine wenn auch nur kurzfristige Belastung auf die Produktionsproduktivität in einigen Einheiten war die Umstellung von Produktionsprozessen und von MRP II (Manufacturing Resource Planning) Systemen auf SAP im ersten Halbjahr. Jedoch wurde damit das Rüstzeug für die weitere Wachstumsstrategie innerhalb der Produktion geschaffen. Dank den motivierten Teams, die auf den Projekten arbeiteten, konnten diese Umstellungen innerhalb weniger Monate vollzogen werden. Aufgrund der vollen Auftragsbücher im Produktionsbereich und auch mit dem Hochfahren der neuen Betriebe unter den aktualisierten MRP II Systemen wird hier ein stärkeres zweites Halbjahr erwartet.

Das Segment der elektronischen Systeme bleibt weiterhin direkt dem Wechselkurs des USD zum CHF ausgesetzt, und neu dazu auch noch gegenüber dem JPY, welcher sich alleine in der Berichtsperiode gegenüber dem CHF um 9.8% vergünstigt hat. Trotz des verbleibenden negativen Höhenfluges unserer nationalen Währung konnte in diesem Segment ein Bruttoumsatz von CHF 149 Mio erreicht werden. Dies entspricht einem Rückgang von 6.9% zu aktuellen Wechselkursen.

Unter den oben aufgeführten Rahmenbedingungen und auch mit der weiterhin traditionell zurückhaltenden Preisanpassungspolitik wurde von der Gruppe ein Betriebsgewinn von insgesamt CHF 910 Mio und ein Konzerngewinn von CHF 768 Mio erwirtschaftet. Zusätzlich zur Übernahme der Marke Harry Winston hat die Gruppe auch weitere CHF 295 Mio in das Vertriebsnetz und in die Produktion investiert, insbesondere auch in maschinelle Anlagen und Ausstattungen der neu aufgebauten Produktionseinheiten in der Schweiz, welche nun den Betrieb aufgenommen haben. Der Anstieg des Inventars ist vor allem auf die Integration von Harry Winston zurückzuführen. Trotz all den erwähnten Investitionen und Umstellungen in der Produktion konnte ein operativer Cash Flow von insgesamt CHF 675 Mio erwirtschaftet werden, gegenüber CHF 256 Mio in der Vorjahresperiode.

Ausblick

Die Aussichten des Konzerns in der zweiten Jahreshälfte sind weiterhin viel versprechend und es wird ein starkes zweites Halbjahr erwartet. Weitere Highlights im zweiten Halbjahr sind unter anderem die Lancierung der Omega Seamaster Aqua Terra >15 000 Gauss, der ersten wirklich antimagnetischen Uhr der Welt, wie auch der Swatch «Sistem 51», die im November im Markt eingeführt wird. Auch die weitere Integration der Marke Harry Winston wird einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, denn diese verfügt über ein enormes, noch wenig ausgeschöpftes Marktpotential im Schmuck- und Uhrenbereich.
Glückwunsch, da sich hier niemannd dafür Intressiert scheint es auch ein super Investment zu sein. die Aktien welche am wenigsten besprochen werden bei W:O sind die besten. Pratiker hat jede Menge beiträge ;)
Zitat von iggoperator: Glückwunsch, da sich hier niemannd dafür Intressiert scheint es auch ein super Investment zu sein. die Aktien welche am wenigsten besprochen werden bei W:O sind die besten. Pratiker hat jede Menge beiträge ;)


Ja danke. Aber ich denke so einfach ist das nicht. ;)

Warum Swatch?

1. Branche:

Die Luxusartikelbranche ist interessant. Seit vielen Jahren starkes Wachstum. Es gibt halt weltweit immer mehr reiche Menschen und für diese Kundengruppe werden eigene individuelle Produkte stetig nachgefragt. Hinzu kommt der Trend zur Wertanlagen in Sachwerte. Hohe Gewinnmargen.

2. Peer-Group-Vergleich:

Seit vielen Jahres starkes Umsatz- und Gewinnwachstum bei zeitgleich niedrigem KGV. Richemont ist mir schon etwas zu sehr gelaufen und hat einen erhöhten Bewertungsaufschlag zu Swatch. Das Portfolio bei swatch scheint mir ausgeglichener durch die verschiedenen Preisklassen. Damit lassen sich Wirtschaftsschwankungen etwas besser abfedern.

3. Aussicht:

China stagniert, USA und Japan gleichen das locker aus. 2. Jahreshälfte soll wieder stärker werden. Langfristig wird auch China wieder einer der stärksten Umsatzbringer werden.
Die Übernahme von Harry Winston überzeugt mich. Der Kaufpreis für solche Marken ist oft mit diesem Bewertungsaufschlag üblich. Das angekündigte vorhandene Potential/Ausbau wird langfristig die Gruppe nach vorne bringen.

4. Marktführerschaft:

gerade im Uhrenland Schweiz ist die Stellung von Swatch enorm und kann als starkes sicheres Fundament betrachtet werden. Gerade bzgl. Komponenten Lieferung. Swatch Group wird den Markt weiterhin zur Konsolidierung zwingen und kleine Hersteller zur Aufgabe zwingen bzw. übernehmen. Die aktive Rolle gefällt mir hier seit Jahren sehr gut. Sowohl das organische Wachstum als auch der Ausbau der Segmente via Übernahmen überzeugt.


negatives:

- Aktienhandel etwas gering, besser über die Schweizer Börse handeln (bei großen Stückzahlen).
- geringe Dividende
- Wechselkursrisiko kann zum Problem werden aber auch als Chance gesehen werden.
Swatch Group-Aktie: Positiver Entscheid über Uhrwerklieferungen - kaufen mit Kursziel 630 CHF

28.10.13 08:29
aktiencheck.de


Biel (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von Vontobel Research, Rene Weber, rät weiterhin zum Kauf der Swatch Group-Aktie.

Die endgültige Entscheidung der Schweizer Wettbewerbskommission über die Uhrwerklieferungen an Dritte sehe eine weitere Verringerung in den kommenden Jahren vor und wie im März 2013 vorgeschlagen, werde die Swatch Group ab 2020 von ihrer Verpflichtung befreit sein. Im Hinblick auf Assortiments sei noch keine Entscheidung getroffen worden, da noch keine alternativen Quellen zur Verfügung stünden. Es sei jedoch deutlich gemacht worden, dass in Zukunft eine ähnliche Lösung wie für die Uhrwerke gefunden werde.

Wegen des schwächeren USD (50% Umsatzanteil) und JPY (4% Umsatzanteil) werde im Geschäftsjahr 2013 ein negativer Wechselkurseffekt von -1-2% anfallen, weshalb die Analysten ihre Umsatzprognose ebenfalls um -1-2% reduzieren müssten. Da bei der Swatch Group die meisten Kosten in CHF anfallen würden, wirke sich eine Kursschwäche von JPY und insbesondere von USD auch auf die Marge aus. Dementsprechend würden die Analysten ihre Margenschätzung für das Geschäftsjahr 2013 von derzeit 25,0% senken, was zu einer Verringerung der EPS-Prognose um -3-4% führe.

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 sei positiv: Erwartet werde ein hoch einstelliges Umsatzwachstum (VontE +8%), das auch in den Schweizer Uhrenexporten vom September zu sehen gewesen sei.

Die Analysten würden den endgültigen Entscheid der Schweizer Wettbewerbskommission für Swatch Group als durchaus positiv betrachten, da er klarstelle, dass ab 2020 keine Verpflichtung mehr zur Lieferung von Uhrwerken and Dritte bestehe. Der Kommentar Hayeks, man werde das Bruttoumsatzziel von CHF 9 Mrd. (Vont E CHF 8,98 Mrd.) nicht erreichen, sei angesichts der Währungssituation keine Überraschung und werde zur Anpassung des EPS um -3-4% führen.

Das Wachstum im hohen einstelligen Bereich hingegen wurde für 2014 bestätigt und die Analysten von Vontobel Research lassen ihr "buy"-Rating für die Swatch Group-Aktie daher unverändert. Das Kursziel sehe man bei 630 CHF.

Derzeit notiert der Titel im Frankfurter Handel mit einem Plus von 0,28% auf 472,74 Euro. (28.10.2013/ac/a/a)
Uhrenhersteller sichern sich Anteile an Schweizer Teilelieferanten



Von John Revill

ZÜRICH--In der Schweizer Uhrenindustrie schreitet die Konsolidierung voran. Zuletzt hat der französische Luxusgüterkonzern Hermes, selbst Uhrenhersteller für die eigenen Marken in der Schweiz, die Joseph Erard SA, einen Produzenten von Uhren-Gehäusen, komplett übernommen. Die Franzosen sicherten sich damit für diese Komponente einen stabilen Nachschub, beispielsweise für ihren berühmten Chronometer Arceau Le Temps Suspendu.

"Wir wollten die Versorgung mit strategischen Komponenten für die Zukunft absichern", sagte Luc Perramond, Chef der Hermès-Uhrensparte La Montre Hermès.

Hermès ist nicht der einzige Uhrenhersteller, der sich Komponentenfertiger einverleibt. Die Cie. Financière Richemont SA aus Genf hat letztes Jahr geschätzt 80 Millionen Euro für Varin-Etampage ausgegeben, einen Schweizer Hersteller von unter anderem Gehäusen und Armbandschließen. Moet Hennessy Louis Vuitton LVMH hat ArteCad übernommen, einen Produzenten von Zifferblättern.

Hinter den Akquisitionen steckt die Angst vor beträchtlichen Preissteigerungen für diese Art von Komponenten. Sie ist sogar noch größer geworden, nachdem die Schweizer Wettbewerbsbehörde der Swatch Group letzte Woche gestattet hat, den Verkauf von Uhrwerken an die Konkurrenz zunächst zu reduzieren und bis 2020 vollständig auslaufen zu lassen. Swatch ist bekannt als Hersteller von Uhren unter eigener Marke, der Konzern ist aber auch der größte Hersteller von Bauteilen für die Schweizer Uhrenindustrie.

Das mechanische Uhrwerk ist die teuerste Komponente einer Uhr. Dieses Jahr ist der durchschnittliche Großhandelspreis um rund 6 Prozent auf 122 Schweizer Franken gestiegen. Zuletzt hat die Schweiz 5,3 Millionen mechanische Uhren exportiert.

Es geht den Uhrenherstellern aber nicht nur um die Uhrwerke, sondern um die Bauteile für ihre Erzeugnisse insgesamt. Sie müssen die Teile aus der Schweiz beziehen, um das beliebte Herkunftssiegel "Swiss Made" zu erhalten. Denn mit dieser Bezeichnung lassen sich Preise rechtfertigen, die bis in die Zehntausende Euro gehen können. Mindestens 60 Prozent des Wertes einer Uhr müssen in der Schweiz hergestellt werden, um sich für das Gütesiegel zu qualifizieren.

Genau das ist die Sorge, die die Hersteller umtreibt: Genügend Teile aus der Eidgenossenschaft zu bekommen, um die Mindestschwelle zu erreichen. "Die Unternehmen stehen unter dem Druck, sich zu holen, was sie brauchen", sagte Howard da Silva von Deloitte. Das werde die Integration in der Branche weiter vorantreiben, fügte der Berater hinzu, dessen Team derzeit zwei Übernahmen begleitet.

Vor zwei Jahren hat sich die Schweizer Wettbewerbsbehörde erstmals mit dem Antrag von Swatch befasst, die Verkäufe sensibler Bauteile zurückzufahren. Seither haben Uhrenhersteller fast eine Milliarde US-Dollar für Akquisitionen ausgeben, zumeist für Komponentenhersteller, wie aus den Daten von Thomson Reuters hervorgeht. Einer Umfrage von Deloitte zufolge erwarten acht von zehn Topmanagern aus der Uhrenindustrie in den kommenden 18 Monaten weitere Akquisitionen von Teileproduzenten.

In weiteren Deals hat die Uhrenfirma Ulysse Nardin SA jüngst den Zulieferer Donzé Cadrans gekauft. Anlass war der Rückzug des Inhabers in den Ruhestand. Donzé Cadrans ist spezialisiert auf Zifferblätter und Elemente, die mit Hilfe der Emaille-Technik hergestellt werden. So lassen sich filigrane, aufwendige Designs und nahezu dreidimensionale Darstellungen schaffen. Ulysse Nardin setzt die Technik beispielsweise für Uhren ein, auf denen berühmte Kriegsschiffe abgebildet sind, darunter die H.M.S. Victory, das Flaggschiff des britischen Vizeadmirals Nelson in der Seeschlacht von Trafalgar.

Konzernchef Patrik Hoffmann sagte, der Zukauf sichere Ulysse Nardin die Fähigkeit, sich mit den eigenen Uhren vom Wettbewerb abzuheben. Die Verwendung von Emaille steigere die Attraktivität der Chronometer bei den Kunden.

Der Konsolidierungsprozess in der eidgenössischen Uhrenindustrie könnte auch Verlierer hervorbringen. Einige Unternehmen fürchten, dass die Umwälzungen mehr Macht bei den größeren Herstellern wie Swatch, Richemont und LVMH konzentrieren. Sie sagen, der Rest der Branche werde abgehängt.

Die private Parmigiani Fleurier SA, die eigene Uhren fertigt und 17 andere Uhrenhersteller mit Komponenten beliefert, sagt genau das. Kleinere Firmen könnten aus dem Markt gedrückt werden, wenn sie keine in der Schweiz hergestellten Teile kaufen und damit auch keine "Swiss Made"-Gütesiegel aufweisen können. "Einige Unternehmen werden es schwer haben, richtige Schweizer Uhren herzustellen", sagte Parmigiani-Chef Jean-Marc Jacot.

Die Akquisitionen werden in nächster Zeit so nicht aufhören. Jüngst hat auch Gucci Timepieces & Jewlery, eine Schweizer Tochter des französischen Luxusgüterkonzerns Kering, zugeschlagen. Für eine unbekannte Summe übernahm sie die Fabbrica Quadranti, einen Hersteller von Zifferblättern mit Sitz in der italienischsprachigen Schweiz. Die Erzeugnisse von Fabbrica Quadranti sind ob ihrer aufwendigen Muster hochgeschätzt. Außerdem trägt die Übernahme dazu bei, dass Gucci die eigenen Uhren als Swiss Made bezeichnen darf. "Die Expertise von Fabbrica verleiht unserer Uhrenmanufaktur noch größere Autonomie", sagte Michele Sofisti, Chef von Gucci Timepieces.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/mgo/bam

(END) Dow Jones Newswires

November 19, 2013 07:34 ET (12:34 GMT)
Swatch gewinnt Rechtsstreit mit Tiffany - Swatch-CEO: Fühlen uns bestätigt (Zus)

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Bern (awp) - Die Swatch Group hat den Rechtsstreit gegen den US-Juwelier Tiffany gewonnen. Gegenstand der Auseinandersetzung ist der im Jahr 2011 gescheiterte Versuch, eine gemeinsame Uhrenmarke zu lancieren. Tiffany ist dabei von einem Schiedsgericht in den Niederlanden zu einer hohen Schadenersatzzahlung verpflichtet worden und will nun die neue Ausgangslage im Rechtsfall überprüfen. Derweil spricht Swatch-Chef Nick Hayek mit Blick auf die zu erwartende Zahlung von einem "akzeptablen Betrag".


Tiffany muss gemäss dem Schiedsspruch des niederländischen Gerichts der Swatch Group rund 402 Mio CHF Schadenersatz bezahlen, wie der Bieler Uhrenkonzern am Sonntagabend mitgeteilt hat. Die Gegenklage von Tiffany sei vollumfänglich abgewiesen worden, hiess es weiter. Swatch hatte in dem Rechtsstreit Schadenersatz von 3,8 Mrd CHF gefordert. Tiffany wiederum verlangte mit der Gegenklage 542 Mio CHF.


GEMEINSAME UHRENMARKE


Der Streit ging auf einen Zusammenarbeitsvertrag von 2007 zurück: Die beiden Unternehmen riefen gemeinsam die Uhrenmarke "Tiffany & Co" ins Leben - von Swatch hergestellte Uhren im mittleren Preissegment, die sowohl in Swatch- und Tiffany-Geschäften als auch über Dritthändler vertrieben werden sollten.


Die Geschäftsführung der 2008 für das gemeinsame Geschäft gegründeten Tiffany Watch übernahm Nayla Hayek, die heutige Swatch-Group-Verwaltungsratspräsidentin. Im September 2011 beendete Swatch die Zusammenarbeit mit Tiffany und warf dem US-Juwelier vor, die Entwicklung des Geschäfts systematisch behindert zu haben.


Mit dem geforderten Schadenersatz sollte der Verlust des langfristig geplanten Geschäfts ausgeglichen werden. Weil die beiden Unternehmen sich auf einen Drittstaat als Gerichtsstand geeinigt hatten, hatte sich das niederländische Schiedsgericht mit der Angelegenheit zu befassen.


NICK HAYEK: "GENUGTUUNG FÜR SWATCH-MITARBEITENDE"


"Der Ausgang des Rechtsstreits ist die Bestätigung von neutraler Stelle dafür, was wir von Beginn weg zu diesem Fall vertreten haben", erklärte Swatch-Chef Nick Hayek am Montag auf Anfrage von AWP. Die Zusammenarbeit sei von Seiten Tiffany gezielt torpediert worden. Insofern sei der Entscheid des Schiedsgerichts vor allem auch für jene Mitarbeitenden bei Swatch Group eine Genugtuung, die unter der Führung seiner Schwester Nayla motiviert für das Projekt gearbeitet und viel Energie dafür verwendet hätten, so Hayek weiter.


Swatch Group habe mit der ursprünglich im Rahmen der Klage geforderten Schadenersatzzahlung von 3,8 Mrd CHF das mögliche Gewinnpotential des Projekts über die Dauer von 30 Jahre aufzeigen wollen. Die nun vom Schiedsgericht zugesprochenen 402 Mio seien trotzdem ein akzeptabler Betrag, erklärte Hayek.


TIFFANY PRÜFT URTEIL


In einem Communiqué teilte Tiffany am frühen Montagmorgen mit, das Unternehmen prüfe das Urteil zusammen mit seinen Anwälten. Tiffany-Chef Michael Kowalski zeigte sich schockiert und enttäuscht. Seine Firma verfüge indessen über die nötigen Mittel, die Schadenersatzzahlung zu leisten.


Die weltweit bekannte Juwelier-Kette Tiffany wurde 1837 in New York gegründet. Ihr Geschäft an der Fifth Avenue wurde im Film "Frühstück bei Tiffany" ("Breakfast at Tiffany's") mit Audrey Hepburn aus dem Jahre 1961 verewigt.


SWATCH-AKTIE IM PLUS


An der Börse tendieren die Swatch-Titel bis am Mittag mit 0,6% auf 585 CHF im Plus. Die Papiere des Branchennachbars Richemont steigen um 0,8% und der Gesamtmarkt (SMI) gewinnt 0,14%, wobei die Marktentwicklung von den Kursverlusten der Schwergewichte Roche und Nestlé gebremst wird.


Die Analysten der ZKB sind in diesem Rechtsstreit grundsätzlich von einem positiven Ausgang für die Swatch Group ausgegangen. Die Höhe der Schadenersatzzahlung stelle aber zweifellos eine positive Überraschung dar, heisst es in einem Kurzkommentar.


Der Entscheid des Schiedsgerichts sei ein Weihnachtsgeschenk, so die Bank Vontobel. Allerdings seien weitere rechtliche Schritte möglich und daher berücksichtigen die Vontobel-Analysten die mögliche Schadenersatzzahlung noch nicht in ihren Berechnungen.


mk/rt
http://www.finanzen.ch/nachrichten/Aktien/Swatch-gewinnt-Rec…
Swatch überrascht mit Gewinnsprung



Von John Revill

ZÜRICH--Beim Uhrenhersteller Swatch läuft das Geschäft wesentlich besser als erwartet. Das Schweizer Unternehmen, das auch als ein Barometer für die Luxusgüterindustrie gilt, steigerte den Gewinn im vergangenen mit mehr als 20 Prozent wesentlich stärker als erwartet. Und auch der Ausblick auf das neue Gesamtjahr kann sich sehen lassen.

Das Unternehmen aus Biel erhöhte das Nettoergebnis 2013 um 20 Prozent auf 1,92 Milliarden Schweizer Franken. Analysten hatten Swatch nur ein Ergebnis von rund 1,73 Milliarden Franken zugetraut. Den Umsatz für das vergangene Jahr, der um gut 8 Prozent auf 8,817 Milliarden Franken kletterte, hatte die Swatch Group bereits Mitte Januar vorgelegt.

Angesichts der starken Entwicklung wollen die Schweizer die Dividende um 11,1 Prozent auf 1,50 Franken je Namensaktie und 7,5 Franken je Inhaberaktie anheben.

Der Start in das neue Jahr sei bei allen Marken vielversprechend, erklärte das Unternehmen, das auch die Uhrenmarken Longines, Tissot und Omega unter seinem Dach vereint. Nicht nur die Uhrenverkäufe seien sehr gut um Januar gewesen, auch die Schmuckverkäufe liefen positiv.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/kla/cbr

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(END) Dow Jones Newswires
Gibt es einen besonderen Grund, warum das Swatch Ergebnis so stark über den Erwartungen lag?

Technisch hat es der Aktie (noch) nicht richtig geholfen. Eigentlich lief die Aktie bereits in einen Abwärtstrend hinein, diese konnte jetzt aber teilweise wieder nach oben gebrochen werden. Allerdings scheint mir das noch nicht eindeutig. Es wäre wohl gut, wenn in den nächsten Tage das Ende November erreichte 52Wochen-Hoch bei 600Franken deutlich überwunden würde.
Zitat von sdaktien: Gibt es einen besonderen Grund, warum das Swatch Ergebnis so stark über den Erwartungen lag?

Technisch hat es der Aktie (noch) nicht richtig geholfen. Eigentlich lief die Aktie bereits in einen Abwärtstrend hinein, diese konnte jetzt aber teilweise wieder nach oben gebrochen werden. Allerdings scheint mir das noch nicht eindeutig. Es wäre wohl gut, wenn in den nächsten Tage das Ende November erreichte 52Wochen-Hoch bei 600Franken deutlich überwunden würde.

Die Schadensersatzzahlung von Tiffany wurde entsprechend berücksichtigt. Aber auch operativ läuft es gut. Die Strategie Schmuck und Uhren näher zu verknüpfen wird aufgehen. ;)
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