Prokon Genussrechte (Seite 23)


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Neuigkeiten zu PROKON Regenerative Energien Unternehmensanleihe 3,50 % bis 06/30


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Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß Prokon überlebt. Dafür müßten 95% der Gelder stehen bleiben, es dürften von 1,4 Mrd. EUR also nur rd. 70 Mio. EUR gekündigt werden. Die Kündigungen belaufen sich aber aktuell auf rd. 216 Mio. EUR.

PS: Die Zahlen sind von der Prokon-Website
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Prokon bekommt immer mehr Ärger, überleben wird es wohl mit Sicherheit nicht. Und selbst wenn es ein paar Monate wären, was bringt das.

Ich gehe davon aus das min. 2/3 aller Kundengelder, wenn nicht noch mehr weg sind.

Nur was will man mit Anwalt, man ist bewusst auf die Firma zugegangen und hat Genussrechte gekauft.
Wenn ich Geld aus den Fenster werfe, so bringt es ja auch nichts zum Anwalt zu Rennen. Auch wenn man das Fenster verklagen könnte.

Man muss es mal sehen, das Thema erneuerbare Energien, wird sich mehr und mehr ( von den großen Energiekonzernen gewollt ) erledigen. Von der Regierung die eine Mitschuld am ganzen hat hört man auch nichts mehr von der Energiewende.

Man muss zumindest sagen, gewonnen haben die Vögel. Die knallen mit den laufenden Windräder zusammen und wenn diese sich nicht mehr drehen scheißßen sie drauf.
Zitat von NickelChrome: Die Menschen unterscheiden sich: Die einen wollen mit Hilfe des Geldes, das sie nicht zum täglichen Leben benötigen, Sinnvolles für sich selbst, für die Gemeinschaft und für die Umwelt produzieren. Sie begreifen, dass wir anders wirtschaften müssen. Dazu gehören Prokon und „Wir Prokoner“.
Ja dann spendet doch an Greenpeace, den BUND, die Caritas, und steckt euer Geld nicht in nachrangige Genussrechte einer Firma, die es nicht für nötig befindet (nach 2 Jahren!) einen geprüften Jahresabschluss vorzulegen. Stattdessen salmvolle Worte, das Unternehmens sei „gesund“. Was bitte ist „gesund“? Menschen können gesund oder krank sein, aber nicht Unternehmen. Unternehmen können knapp oder üppig kapitalisiert sein, sie können rentierlich oder defizitär arbeiten, und das Ganze verändert sich kontinuierlich, gesteuert durch endogene (interne) und exogene Einflüsse.

Zum Thema „Geld verschwindet nicht, sondern wechselt nur den Besitzer“: Was mit eurem Geld „sinnvolles“ geschehen ist

* 6% sind bei der Werbeindustrie und den Hochganzbroschürendruckereien sowie bei den Vermittlern gelandet.
* vielleicht 20% sind bei irgendwelchen Banken gelandet, bei denen mit eurem Geld Kredite abgelöst wurden. Dieser Vorgang war ökonomisch gesehen besonders unsinnig und schädlich, da er die versprochene Mindestrendite von 6% unwahrscheinlicher machte.
* ca. 10% werden in irgendwelchen Kosten stecken, also Steuern, Gebühren, Miete/Pacht usw..
Der Rest steckt im Anlagenbau und in den Projektierungskosten für Windparks in D, PL und FIN, in Kaufpreisen für Ölmühle und Holzfabrik und den dieser angegliederten Wäldern in Rumänien

Im Liquidationsfall (der jetzt droht) kann nur letzteres, und das oft nur mit Abschlägen, durch Veräußerung wieder in Geld „umgewandelt“ werden, und nach Befriedigung der vorrangigen Gläubiger, als Restbetrag an euch ausgekehrt werden.

Es war den meisten klar, Stiftung Warentest „Finanzen“, der SdK und andere hatten schon seit längerem gewarnt: 8% kann dieses Investment auf Dauer nicht bzw. nur unter extrem optimistischen Annahmen einspielen, es sei denn man betreibt Substanzausschüttung. Ohne jeglichen Geschäftsbetrieb und Kosten würde es 12,5 Jahre dauern, bis das „System“ in sich zusammenbricht und das Kapital verloren ist. Mit (kostenintensivem) Geschäftsbetrieb kann es aber, wie man sieht, auch schneller gehen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 46.242.057 von Neuberger am 16.01.14 16:57:25wenn man sich die website von Prokon so durchliest, bleiben nur 2 Varianten für die Unternehmensführung, die plausibel sind:

a) die sind besonders dreist
b) die sind besonders naiv

Da weder Variante a) noch b) für die Leitung eines Milliardenkonzerns qualifizieren, wird es neben der finanziellen Sanierung darauf ankommen, das Führungstrio entweder auszutauschen oder zu ergänzen. Hier muß ein Sanierer gefunden werden, der zügig den Laden so umkrempelt und aufstellt dass er wieder zukunftsfähig ist. Dabei darf er vor harten Schnitten beim Genussrechtskapital keine Scheu haben, zur Befriedung der Anleger und um deren Rückzahlungswünsche aufzufangen kann man ggf. Besserungsscheine anbieten.

Ob das der Sanierer bei der Planinsolvenz leisten kann, bleibt abzuwarten.

Ich fürchte, ohne diesen Herrn Rodbertus zumindest zu entmachten (beratend kann er ja weiter tätig bleiben), fährt der Laden relativ ungebremst gegen die Wand.
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.242.719 von HelicopterBen am 16.01.14 18:22:06Noch ein schönes Zenario!
Insolvenzverwalter Niering im tagesschau.de-Interview.
"Für überschuldete Firmen kann eine Insolvenz sehr verlockend sein"
und
"Es gibt in einem Insolvenzverfahren schließlich ja auch andere Gläubigergruppen. Das können Zulieferer sein, Mitarbeiter, Vermieter, Sozialkassen, klassischerweise Banken - also all jene Akteure, denen das Unternehmen womöglich Geld schuldet.
Es kann also passieren, dass die Genussrechtsinhaber,
auch wenn sie die größte Gruppe sind und das meiste Geld in der Firma haben,
überstimmt werden. Hinzu kommt: Genussrechtskapital ist sogenanntes nachrangiges Kapital - aus einer möglichen Insolvenzmasse
werden die Genussrechtsgläubiger als letzte bedient."

tagesschau.de: Ist bei der vom Unternehmen im Pleitefall angestrebten Planinsolvenz in Eigenverwaltung folgendes Szenario denkbar:
Die Genussrechtsinhaber verlieren einen großen Teil ihres Geldes -
und die Geschäftsführung kann mit einem entschuldeten Unternehmern weitermachen?
Niering: So muss es nicht kommen. Aber es ist auch nicht auszuschließen.

Dann lach ich mir nen Ast.... die Kleinen Anleger werden bluten und die Großen bleiben noch an der Macht
Ich hätte da mal noch eine Frage.
Gehören die Anlagen eigentlich noch dem Unternehmen, oder gehören sie (teilweise) Dritten, so dass der Insolvenzverwalter auf die entsprechenden Vermögenswerte keinen Zugriff hätte?
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Wem diese Anlagen gehören ist ja nicht ganz klar, Profon ging ja auf diese Fragen nie ein. Im Gegensatz zu Aktionären kommen Genussinhaber nicht dran.

Gebäude und Anlagen können geleast sein. Dann gibt es einen anderen Besitzer, der muss sich ein neuen Mieter suchen, Anspruch auf dies vermögen haben aber nicht die Prokon Gläubiger.

Es gibt auch Anlagen, die zum Teil bezahlt werden, der Rest aber auf Kredit läuft. Kann der Kredit nicht bezahlt werden, können Ansprüche dieser Leute mit in die Insolvenzmasse fließen. Zum Beispiel nicht gezahlte Kreditzahlungen.

Neben den Mitarbeitern, was wurde an Fremdfirmen etc. nicht gezahlt = ? Mitarbeiterlöhne = ? usw.

Zum Thema, eine Insolvenz könnte gut sein.

Mal ganz Ehrlich, so lange die Firma besteht fliesst mit Sicherheit ein Millionengehalt an die Chefs, die würden doch niemals Freiwillig in die Insolvenz gehen. Das ist Quatsch.
Eines der Gründe, warum es im Gesetz das Thema Insolvenzverschleppung etc. gibt.

Ein Beispiel für Insolvenzverschleppung gab es letztes Jahr bei der Kayi Tour, zu dem auch die deutsche Firma GTI Travel gehörte. Deren Chef ist auf der Flucht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.243.069 von Graustark am 16.01.14 19:11:30Davon kannst du ausgehen:

Durch Gewinnentnahmen aus SEINEN GmbHs auf die Konten seiner Lebensgefährtin, Kumpels, Schweizer Banken usw. ....

Die Zinsen hat er ja schließlich aus dem Verkauf von Genußrechten finanziert ;)

Ist doch alles ganz legal, dieses GmbH-Geflecht gehört doch niemand anderem als IHM!

Jetzt noch ne ordentliche Insolvenz hingelegt und er kann sich in Ruhe um die Aufforstung des Regenwaldes kümmern, in einem Land, das nicht nach Deutschland ausliefert.

(Nur so eine Vermutung :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.237.411 von HelicopterBen am 16.01.14 05:18:21Ich traue diesem Herrn Rodbertus und seinen Aussagen nicht über den Weg

Gebetsmühlenartig wiederholen Rodbertus und die Freunde von Prokon, dass eine Kündigung keinen Sinn macht, weil im Insolvenzfall alle GR-Inhaber gleich behandelt werden.

Jetzt mal ganz fies gedacht: Der Halbgott im Dacia könnte ja auch ein Wolf im Schafspelz sein, der sich Folgendes ausgedacht hat:

Er versucht, mit der Insolvenzdrohung möglichst viele GR-Inhaber von einer Kündigung abzuhalten. Gleichzeitig lässt er seine Verwandte und Freunde wissen: Kündigt die Genussrechte, ich kenne einen Weg, wie ihr ohne Verlust aus der Nummer rauskommt. Nächste Woche stehen wir bei 250 Millionen Kündigungen und 750 Millionen Treuebekundungen. Die Sache nimmt eine überraschende Wendung. Rodbertus findet eine Bank, die gegen Verpfändung aller WEA als Sicherheit einen Kredit gewährt, der es Prokon ermöglicht, alle fälligen Zinsen und gekündigten Genussrechte zu bezahlen. Prokon wurschtelt anschliessend nach altbewährtem Muster weiter bis Ende Oktober die treuen Seelen endlich auch kündigen dürfen und Prokon endgültig pleite geht. Die Banken erhalten die WEA, für die GR-Inhaber bleibt eine mininmale Insolvenzquote.

Sind das nur bösartige und haltlose Spekulationen oder ein durchaus realistisches Szenario?
Ich möchte in diesem Zusammenhang an die hanebüchenen Lügenmärchen erinnern, die z.B. der Rockstädt-Mies bei Getgoods und der Balz bei Windreich vor der Insolvenz erzählt haben. Uns außerdem natürlich daran, dass der BGH im Comroad-Fall entschieden hat, dass Anlegern nicht generell ein Schadenersatzanspruch zusteht, wenn sie auf solche Märchen hereinfallen.

Ich würde jedenfalls die GR kündigen, weil nur im Falle der sofortigen Insolvenz dies nichts bringt. Kommt es zu einer überraschenden Wendung, dann hat man die Chance, dass die gekündigten GR ausbezahlt werden.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 46.244.143 von noch-n-zocker am 16.01.14 21:46:18Genährt wird Deine These durch die Tatsache, dass dieser Herr Rodbertus nicht erst seit gestern versucht, Anleger zu verschaukeln und über den Tisch zu ziehen. Siehe zum Beispiel dieser Thread hier
http://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/112…

Man sieht, dass das dummdreiste und zum Teil vertragswidrige Umgehen mit Investoren und mehr oder weniger Erpressungsmethoden bei Prokon zur guten Tradition gehören.

Damals versuchte man, Kommanditisten aus mies laufenden Windkraftprojekten herauszudrängen, für die Prokon zum Verkaufsstart Ertragsgarantien herausgab, diese dann aber einfach, als es ernst wurde, kündigte. Man bot angeblichen „Vorzugskonditionen“, die Anleger könnten ihre Kommanditanteile in PROKON-Genussrechte tauschen mit schöner Verzinsung. Falls sie nicht mitspielten, so Prokon, würde man die Gesellschaft dann eben liquidieren, und sie erhielten nur einen niedrigeren Liquidationserlös.
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