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Aktiensplit bei Google mit Abgeltungsteuer bei ING-DiBa


ISIN: US02079K3059 | WKN: A14Y6F | Symbol: GOOGL
1.337,60
21.01.20
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Hallo,
bei Google gab es am 2.4.2014 einen Aktiensplit 1 : 1.
Durch den Split halbierte sich der Wert der Google-
Altaktien A0B7FY, und zum Ausgleich kam die gleiche
Zahl Google-Split-Aktien A11UNH hinzu. Das Vermögen
der Aktionäre blieb unverändert. Der einzige Unterschied
zwischen den Altaktien und den Split-Aktien besteht darín,
dass letztere kein Stimmrecht verkörpern.
Seit 3.4.2014 werden die Split-Aktien A11UNH an deutschen
Börsen gehandelt.
Erst am 8.4.2014 buchte die Depotbank die Split-Aktien
den Google-Aktionären ein, zog aber zugleich auf den
Wert dieser neu eingebuchten Split-Aktien Abgeltungsteuer
ab, so dass das beim Split unverändert gebliebene
Aktionärsvermögen mittels Steuern erheblich vermindert
wurde.
Auf telefonische Reklamation wurde seitens ING-DiBa
behauptet, es habe bei Google keinen Split gegeben,
sondern einen "Spin-off", weshalb die Bank auf die
neuen Google-Aktien Abgeltungsteuern habe abziehen
müssen.
Die Behauptung der ING-DiBa vermag nicht zu überzeugen.
Es gab bei Google einen Split, keinen Spin-off.
Daran kann auch die Tatsache nichts ändern, dass
auf die stimmberechtigten Aktien mit stimmrechtslosen
Aktien gesplittet wurde. Die urspr. Anschaffungskosten
sind auch in diesem Fall nach dem Split gleichermaßen
auf alle Google-Aktien zu verteilen.
Die Abgeltungsteuer kann nicht rechtmäßig sein, weil
das Vermögen der Aktionäre durch den Split keinen
Wertgewinn erfuhr. Auch in der Tatsache, dass die
Split-Aktien kein Stimmrecht bekamen, liegt keinerlei
werterhöhender Faktor. Diese Besteuerung kann niemals
rechtmäßig sein.
Gute Nacht
guensing
Diese Kapitalmaßnahme ist definitiv KEIN Split, da die Aktienzahl nicht einfach verdoppelt wird. Vielmehr handelt es sich (nach deutscher Rechtsauffassung) um eine Ausgabe von Bonusaktien, die steuerpflichtig ist. Schließlich gibt es eine neue WKN.

Ob die Steuerpflicht wiederum gerecht ist, sei dahingestellt - sie existiert jedenfalls.

Zu diesem Thema (Spin-Off-Besteuerung allgemein und Google im speziellen) gibt es bereits Threads.
Bei dem Google-Aktiensplit vom April 2014 handelt es sich laut ausdrücklicher Angabe von Google und der Börse Nasadaq wie
auch nach dem wirtschaftlichen Charakter um einen Split
nicht um Spom-off oder Ausgabe von Bonusaktien. Spin-off
würde voraussetzen, dass von der Aktiengesellschaft Aktien
einer anderen Aktiengesellschaft auf die Aktionäre übertragen
werden. Bonusaktien würden begrifflich erfordern, dass es einen
Bonus, also etwas Gutes für die Aktionäre gibt. Von all dem
kann keinerlei Rede sein. Es geht nicht an, mit formaljuristischen
Tricks aus dem wirtschaftlich unveränderten Vermögen deutsche
Steuern nur deshalb herauszupressen, weil die Aktien sich
im Stimmrecht und in der Wertpapierkennnummer unterscheiden.
So eine wirtschaftsfremde Betrachtung zwecks ungerechtfertigter
Begünstigung des Fiskus kann wohl nur Deutschen einfallen...
Zu meinem Beitrag Nr. 3 von 23:35:37 möchte ich zum einen den Scchreibfehler "Spom-off" korrigieren; Verzeihung, das heißt natürlich
"Spin-off", und auf einen "Spin-off" kann bei dem Google-Aktiensplit
doch keinesfalls abgestellt werden, nachdem es hier nur Google-Aktien und
keine Aktien anderer Gesellschaft gegeben hat.
Zum anderen darf zu dem Aktiensplit bei Google ergänzend auf Folgendes
hingewiesen werden:
Dieser Google-Aktiensplit hatte nicht die Bedeutung einer Dividende oder von etwas Vergleichbarem. Es wurde kein Geld und auch nichts vergleichbar
Positives aus einem Bilanzgewinn oder als Bonus-Zuwendung oder Ähnliches
an die betroffenen Google-Aktionäre ausgeschüttet. Vielmehr ging es
darum, über diesen Aktiensplit 1 : 1 in zwei unterschiedliche Aktiengattungen Aktionären Stimmrechtsanteile zu entziehen. Das war der
eigentliche Sinn und Zweck der Transaktion, bei der im übrigen das
Kspital von Google und das Vermögen der Aktionäre unverändert bleiben
sollte und im Ergebnis auch blieb. Diesen Sachverhalt einer Reduzierung
von Stimmrechtsanteilen gleich einer steuerpflichtigen Dividende oder
als vergleichbaren Bonus werten zu wollen. ist in wirtschaftlicher
Hinsicht abwegig und steuerrechtlich genauso falsch.
fazit:
erst von google um stimmrecht betrogen und dann vom finanzamt abgezockt
Heutzutage versucht der deutsche Fiskus mitunter, wirtschaftlich neutrale
Tatbestände ohne Gewinn und ohne Vermögenszuwachs durch Paragraphentricks
oder amtliche Vorgaben so zu verbiegen, dass aus dem objektiv gewinnlosen
und vermögensneutralen Vorgang Steuern herausgepresst werden. Gegen solch
unertägliches und Wirtschaftstatsachen missachtendes Fiskalverhalten muss man sich wehren. Ehrenhaftes Ziel bleibt es zu erreichen, dass sich der deutsche Fiskus bei der Besteuerung seiner Bürger redlich verhält und Aktionäre nicht durch die Bank übers Ohr haut, wie es beim Google-Aktiensplit allem Anschein
nach versucht wird.
Auch ich bin über Nacht um einen vierstelligen Betrag vom deutschen Fiskus erleichtert worden. Der ganze Vorgang kann nur als feudalabsolutistische Auslegung der Steuergesetze interpretiert werden. Deutsche Google-Aktionäre sollten nicht bis auf die Steuererklärung 2014 mit einem Widerspruch warten. Hier ist massive Beschwerde beim Finanzministerium wohl die Wahl der Stunde.
Weitere Infos sind hier zu finden:
http://www.sem.berlin/sem-news/
konnte es zuerst nicht glauben, aber hier steht es nun schwarz auf weiß. nachdem sich der deutsche fiskus steuern auf milliarden-einnahmen von US-unternehmen entgehen lässt durch geschicktes umherbuchen nach luxemburg, in die niederlande und zurück rächt er sich nun am deutschen aktienanleger... krass, aber wahr. fazit: US-unternehmen aus depot verbannen.

Nach Aktiensplit Deutsche Google-Aktionäre müssen für Gratis-Aktien Steuern zahlen

08.04.2014


http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/google-aktienspli…
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.793.635 von Hiobsbote am 09.04.14 15:49:20Ich würde mit Verweis auf Rz. 67 des BMF-Schreibens vom 22.12.2009 argumentieren. Wenn schon die Umwandlung von VZ-Aktien in Stammaktien etc. keine anschaffungsähnlichen Vorgänge auslösen, sollte der Split neutral laufen.

Eine "Enteignung" findet allerdings nur für alle Anleger statt, die noch Altbestände (vor 2009 gekauft) haben oder die Verluste in den Altaktien haben und keine Verrechnung mit Aktiengewinnen vornehmen können.

Für alle anderen sollte der sofortige Verkauf der neuen Aktien i.W. steuerfrei sein und der Verkauf der Altaktien entsprechend zu einem niedrigeren Verkauf Gewinn führen. In Summe wird dann der Gesamtbestand korrekt besteuert.

Gruß
Taxadvisor
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.794.175 von Taxadvisor am 09.04.14 16:51:08Leider stimmt das nicht ganz. Da das FA den Aktiensplit als Dividendenausschüttung behandelt ist eine Verrechnung mit Aktienverlusten aus Verkäufen auch nicht möglich.
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