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MLP-System am Ende? Provisionsberatung vs. Honorarberatung (Seite 16)


MLP
ISIN: DE0006569908 | WKN: 656990 | Symbol: MLP
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Antwort auf Beitrag Nr.: 52.539.812 von globalplayer5 am 03.06.16 23:19:13
SMS
Hi,

mache ich doch.
globalplayer - Vertragskündigung und AVAD
Hallo globalplayer,

als Nichtjurist kann ich nur meine Ansicht nachfolgend beschreiben und dir dringend anraten sofort einen Fachanwalt anhand dessen zu bemühen.

Bei der Kündigung eines Handelsvertreters nach HGB 84 seitens des Auftraggebers (hier: MLP) ist der Kündigungsgrund bei einer ordentlichen Vertragskündigung nicht zwingend. MLP muss in einem derartigen Fall also keinen Kündigungsgrund nennen. Bei einer außerordentlichen (fristlosen) Kündigung allerdings sehr wohl.

Du nenntst nicht, ob die Kündigung fristgerecht oder fristlos seitens MLP erfolgte.

Nur bei Angestellten ist in jedem der beiden Fälle die Angabe des Kündigungsgrundes seitens des Arbeitgebers zwingend.

Ein wesentlicher Punkt ist zudem die AVAD. Die Auskunftsstelle über Versicherungs-/Bausparkassenaußendienst und Versicherungsmakler in Deutschland e.V., kurz AVAD, ist eine der Schufa vergleichbare Institution.
Der AVAD dient den dort beteiligten Versicherungsunternehmen dazu, Informationen über Versicherungsvermittler auszutauschen.
Dies betrifft die Aufnahme oder Beendigung der Zusammenarbeit von Unternehmen mit einem Vermittler (Vertragskündigungen) wie auch Probleme bei Provisionen, Storno, Vermittlersalden oder angeblichen Straftaten.

Ein negativer AVAD Eintrag bleibt 3 Jahre (früher sogar 4 Jahre) bestehen und verhindert damit in dieser Zeit eine Neueinstellung in der Branche „Banken und Versicherungen“. Was m.M.n. einem Berufsverbot in der Branche von nahezu Dauer gleichkommt.

Bei der AVAD finden sich in jedem Fall also Informationen darüber wer wem gekündigt hat. In diesem Fall also der Hinweis, dass MLP den Vertrag aufgehoben hat. (=Negativeintrag) Die Angabe des Kündigungsgrundes ist auch bei der AVAD nur bei einer fristlosen Kündigung erforderlich. Allerdings unterbleibt selbst dies zuweilen.

Die AVAD muss diese Meldungen zudem nicht nach deren Wahrheitsgehalt überprüfen. Damit können Branchenunternehmen m.M.n. x-beliebige Behauptungen über einen Vermittler dort hinterlassen.

Zumindest eine rechtzeitige Vorabinformation des betroffenen Vermittlers bei einem geplanten negativen Eintrag sollte erfolgen, um die Möglichkeit offen zu halten, rechtliche Schritte gegen fehlerhafte AVAD-Meldungen vor ihrer Verbreitung einleiten zu können. Anstrengungen des Vermittlerverbandes AfW, welcher Mitglied des AVAD ist, dies durchzusetzen, blieben aber bisher fruchtlos.

Das Seltsame dabei ist, dass der betroffene Vermittler selbst keinerlei Anspruch darauf hat, einen Eintrag seines vormaligen Arbeitgebers (z.B. MLP) seitens der AVAD zu erhalten, da er selbst ja nicht Mitglied bei der AVAD ist und nur diese Mitglieder eine Auskunft erhalten. Just damit kann der ausgeschiedene Vermittler einen AVAD Eintrag gleich welcher Art zu einem etwaigen strittigen Sachverhalt nicht überprüfen.

Die Verfahrensregeln des AVAD sehen für die von einem nachteiligen Eintrag betroffenen Vermittler bisher lediglich eine Widerspruchsmöglichkeit mit nachfolgender Sperrung der Eintragung vor. Dazu müsste der Vermittler aber den wichtigen Grund für eine Sperrung im Widerspruch nennen können. Ohne Kenntnis des AVAD Eintrages ist das aber kaum möglich.

Inwieweit der Vermittlerverband AfW, welcher Mitglied des AVAD ist und damit auskunftsberechtigt, hierzu zu geg. Zeit Hilfestellungen für einen Vermittler liefern könnte, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nur als allgemeiner Hinweis und nicht etwa als Rat zu verstehen:

Jeglicher AVAD Eintrag dürfte meiner Meinung nach seitens der AVAD dann gesperrt werden, wenn ein Arbeits- und/oder Sozialgerichtsverfahren zur Klärung z.B. zur Sozialversicherungspflicht (Angestellter oder Selbstständiger) begonnen wurde.
Denn dies ist auch bei der AVAD von grundlegender Bedeutung (beispielsweise Kündigungsgrund) und berechtigt den Vermittler zur AVAD Sperrung bis die Gerichtsverfahren über die Instanzen endgültig entschieden wurden.

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich sich mit MLP zu einigen und um eine Eigenkündigung zu bitten. Dann allerdings unter Verlust jeglicher weiterer Rechtsansprüche deinerseits.

BG an dich
De profundis
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.541.846 von De_profundis am 04.06.16 14:00:13
P.S.
Die Sperrung einer Negativeintragung bei der AVAD ist für alle dort beteiligten Unternehmen ersichtlich und wirkt damit trotz einer z.B. berechtigter Sperrung des AVAD Eintrages negativ für eine Neueinstellung in der Branche.

Denn damit wird den Branchenunternehmen klar, dass eine Klage gleich welcher Art seitens des Vermittlers gegen den früheren Vertragspartner (Unternehmen) läuft.

Insofern erscheint es mir wesentlich einen Negativeintrag bei der AVAD von vorne herein zu verhindern. Die Frage ist: Wie?


Dazu nur als spontane Idee:

Der Vermittler müsste mit einer konkreten Klage gegen eine z.B. Vertragskündigung enorm flott sein und über seine anwaltschaftliche Vertretung auch bei der AVAD die konkrete Klage kundtun. Also noch bevor beispielsweise MLP dort einen Negativeintrag platziert.

Ob das allerdings funktioniert, kann ich nicht ermessen. Einen Versuch wäre es aber wert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.667.405 von radsprinter am 22.06.16 08:20:24
Eine realistische Prognose für Versicherungsvermittler: Vertrieb wird kräftig schrumpfen
http://www.versicherungsjournal.de/vertrieb-und-marketing/st…

Für den Vertrieb rechnet Oliver Wyman ein drastisches Schrumpfungs-Szenario vor. „Den klassischen Versicherungs-Vermittlern […] stehen schwere Zeiten bevor“, so die Studienautoren.

Ein verändertes Kundenverhalten und verschärfte regulatorische Vorgaben zur Vertriebsvergütung sorgten für, dass von den derzeit gut 230.000 Vermittlern (VersicherungsJournal 5.4.2016) bis 2025 rund 100.000 aus dem Markt ausschieden.

Dies ist laut der Unternehmensberatung für viele eine wirtschaftliche Notwendigkeit, da das erzielbare Provisionsvolumen im Markt ebenfalls drastisch um 40 bis 50 Prozent sinke.

Was sagt der Vorstand der MLP:

Ab 2017 steigt das Konzernergebnis wieder!
Logisch?
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.679.846 von Subsidiaritaetsprinzip am 23.06.16 16:34:23
Schwund von Beratern
Guten Abend Subsidaritaetsprinzip,

selbst 130.000 Berater halte ich für noch zu viel. Bei (gerundet) 80.000.000 Menschen in Deutschland komme auf etwa mehr als 600 Menschen pro Berater (Babys, Schüler, Hartz IV-Empfänger (nicht despektierlich) etc. eingerechnet). Gehen wir mal davon aus, dass wir ca. 40.000.000 Haushalte in Deutschland haben und davon sich gigantische 80% umfänglich beraten ließen (inkl. alleinstehender alter Witwen etc., Kinder etc.). Das wären 32.000.000 € "beratbare, einigermaßen interessante Kunden".

32.000.000 / 130.000 = 246 Haushalte pro Berater


Und das halte ich für zu wenig, denn es gibt ja noch Banken und Banker, Ausschließlichkeitsberater etc.

"Gesund" wären meiner Meinung nach 64.000 Berater, was im Schnitt 500 Haushalte ergäbe. Die (ca.) 64.000 sollten dann auch ausreichend ausgebildet sein, ordentlich verdienen und natürlich auch im digitalen Bereich zur Spitze gehörten.

Doch neben 230.000 - 64.000 = 166.000 freien Arbeitsplätzen gäbe es auch weniger Bedarf an Menschen bei den Versicherungen und Banken.

Tja, wir sollten umdenken.

Zu MLP: Nun die haben ja schon mal reduziert und kommen so ungefähr auf 500 Kunden / Berater. Das sollte sich doch etwas draus machen lassen.


Schönen Abend noch - interna
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.079.440 von radsprinter am 31.05.14 13:40:48http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/finanzberatung-und-…

Ganzer Artikel kostenpflichtig...

Akademiker haben es den Vertretern des Finanzvermittlers MLP offensichtlich angetan. Die Berater sind zu Dauergästen an Hochschulen geworden: Sie locken die jungen Leute mit kostenlosen Seminaren, spendieren Currywurst und bieten Gewinnspiele an - immer mit dem Ziel, möglichst viele Versicherungen zu verkaufen. An der Technischen Universität Darmstadt hatten sie wegen ihrer aufdringlichen Werbemethoden zwischenzeitlich sogar Hausverbot.

Ein kleiner Sieg für Stephan Voeth, der sich für den Werbebann starkgemacht hatte. Er selbst hatte sich einmal testweise von einem MLP-Vertreter beraten lassen und dabei Denkwürdiges erlebt. Der Vermittler empfahl dem Studenten eine Berufsunfähigkeits- und eine Rentenversicherung - und legte Voeth sogleich ein Formular vor: Er solle darauf verzichten, dass die Beratung protokolliert wird. "Der Berater sagte, dass das für einen schnellen Abschluss nötig sei", berichtet Voeth.

Seit einigen Jahren sind die Finanzvertreter verpflichtet, das Beratungsgespräch zu protokollieren: Welche Produkte wurden besprochen? Wurden Risiken thematisiert? Das Protokoll soll es Kunden erleichtern, später gerichtlich gegen eine Falschberatung bei Finanzprodukten vorzugehen. Denn fühlen sie sich über den Tisch gezogen, müssen sie den Beweis erbringen. Was der Student Voeth erlebt hat, ist ein Beispiel dafür, wie manche Versicherer tricksen. Aber ist es auch illegal? Und wie können sich Kunden wehren?
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.937.017 von gras-plus-halm am 28.07.16 13:23:56Na prima, da kam mir schon einer zuvor mit dem Posten des Artikels..:D

Dann bitte den Artikel kräftig bezahlen und herunterladen.... Der Erlös geht sicherlich zu Teilen an all die, die von dem ach-so-hervorragenden und fundierten Verkaufsgespräch mit zig LVs, KLVs, RVs mit BU, die nach einer Zeit (so ca. 5 Jahren;) ) umgedeckt wurden, "profitiert" haben...

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.939.534 von radsprinter am 28.07.16 17:58:17Für ein MLP mit Zukunft

https://karlbiesinger.de/

Interessanter Blog wie ich finde
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.966.375 von gras-plus-halm am 01.08.16 22:42:54wenn mlp-ler zu bausparfüchsen werden, muss die verzweiflung wirklich riesengross sein

https://mlp.de/lebenssituationen/wohnen/jetzt-kaufen-und-spa…

"Jetzt kaufen und später gezielt modernisieren
Das Traumhaus ist gefunden. Aber absehbar ist: Mittelfristig stehen Modernisierungen an. Ein Bausparvertrag bietet eine verlässliche Planungsgrundlage – und Zinssicherheit... "
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