DAX+0,72 % EUR/USD-0,47 % Gold0,00 % Öl (Brent)0,00 %

DSK im Juni 2014: Nach Jahren des Niedergangs das Delisting


ISIN: DE000A1TNLL3 | WKN: A1TNLL
3,300
30.09.19
Valora
+385,29 %
+2,620 EUR

Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Diese Aktie ist mein persönliches Horrorinvestment mit jetzt ca. 95 % Verlust. Gedacht war es im Jahr 2007 und nach der Finanzkrise als Investment im Baubereich, weil der absehbar vor einem Boom stand.

Das mit dem Boom ist auch eingetreten unn ganz viele Baufirmen un dim Bauumfeld aktive Firmen profitieren davon wahnsinnig. Nur eben die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG nicht - hier habe ich voll die Niete gezogen.

Die Unternehmenslage ist m.E. hoffnungslos. Die Situation mit den Besserungsscheinen ist erdrückend. Operativ kommt man einfach nicht in die schwarzen Zahlen. Der Konkurrenzdruck von viel größeren süd- und osteuropäischen Herstellern scheint enorm zu sein. Wenn man sich rückblickend die Entwicklung der letzten Jahre bei der Norddeutschen Steingut anschaut, dann muss man auch feststellen, das das Management hier viel falsch gemacht hat.

Jetzt läuft es wohl den 3-Monatsdurchschnittskurs vor der Meldung von gestern hinaus. Also dann kann ich zu irgendwas um 0,25 Euro verkaufen - bei einem Kaufkurs von ca. 4 Euro. Das Eigenkapital liegt aber immer noch bei ca. 1 Euro/Aktie. Allerdings erscheint der nächste Kapitalschnitt bzw. sogar die Insolvenz der AG unausweichlich.

Da die Handelbarkeit der Aktie aber an 2 Nebenbörsen aufrechterhalten werden soll und die Umsätze an den Börsen ohnehin minimal sind, ist die Begründung, dass potentielle Investoren nicht in eine börsennotierte AG einsteigen wollen, für mich nicht recht nachvollzihbar.

Mal schauen, was die Zocker hier veranstalten.
Bis zum delisting dauert es noch ein wenig....und wie du richtig schreibst es wird ja dann trotzdem weitergehandelt ;)
Der 3-Monatsdurchschnittskurs vor der Ad-Hoc-Mitteilung von gestern ist kein Thema für mich. Dürfte er für niemanden der hier extremst gebeutelten Aktionäre sein.

Man muss sich vergegenwärtigen, das wir hier kein KUV von 1 oder günstigen 0,1, haben. Nein - es liegt bei 0,01. Das ist eine Größenordnung die mir in meinen 20 Jahren Börsenbeschäftigung für ein normal existierendes Unternehmen ohne akute Insolvenzgefahr eigentlich noch nicht untergekommen ist.

Meine 4 Euro werde ich nie wieder sehen - das ist klar. Das höchste der Gefühle wäre es, wenn Zocker den Wert auf 1 Euro treiben. Durch die ganzen heftigen Kapitalherabsetzungen der letzten Zeit ist meine Aktienanzahl auch arg geschrumpft, so dass es dann kein Problem wäre, nur mit 75 % Verlust über die Börse zu verkaufen.

Also hoffe ich mal, das andere nicht so gut informierte wie ich, die das Unternehmen seit 10 Jahren verfolgen, hier wild rumzocken.
Ich glaube nicht an Wohltäter an den Kapitalmärkten. :cry:

Der Vorstand hat sicherlich gute Argumente, seinen Anteil mittels Übernahmeangebot aufzustocken.

Ich werde mich in den nächsten Tagen mal intensiv mit dem GB auseinandersetzen.
Zitat von rootsofcanada: Ich glaube nicht an Wohltäter an den Kapitalmärkten. :cry:

Der Vorstand hat sicherlich gute Argumente, seinen Anteil mittels Übernahmeangebot aufzustocken.

Ich werde mich in den nächsten Tagen mal intensiv mit dem GB auseinandersetzen.


Ich habe alle Zahlen seit dem Jahr 2005 in meinem PC und alle Geschäftsberichte gelesen. Für die AG gibt es in dieser Aufstellung keinerlei Hoffnung. Ohne grundlegende Änderung ist die Insolvenz sicher.

2009 haben die Kreditgeber gegen einen Besserungsschein auf über 30 Mio. Euro an Krediten verzichtet - sonst wäre die AG schon damals in die Insolvenz gegangen. Falls die AG jemals doch wieder einen Gewinn schreiben sollte, geht der erstmal an die Kreditgeber. D.h. mit hoher Wahrscheinlichkeit, das die Aktionäre niemals einen Gewinn sehen werden.

Seit 2009 schmilzt das Eigenkapital weiter ab - derzeit sind es nur noch rund 8 % der Bilanzsumme bzw. knapp 10 Mio. Euro. Ohne baldige neue Kapitalmaßnahmen ist das Ende nicht mehr lange. Die Lage in der Fliesenbranche ist durch die langanhaltende Baukrise in Europa einfach durch riesige Überkapazitäten gezeichnet, die die Preise nach unten drücken. Alle Restrukturierungen und Teilverkäufe wie die Baumarktfliesen und alle neuen Vertriebsansätze der vergangenen Jahre haben am traurigen Gesamtbild nichts geändert.

Im Baubereich - speziell in Deutschland - läuft fast alles "wie Sau". Fenster, Türen, Dämmungen. BASF, Sto, Saint-Gobain, Rockwell, Steico, Nemetschek, Innotec TSS, Helma Eigenheim ... was man auch nimmt. Nur die Branche Fliesen - die ist seit Jahren absolut ruinös und keine Besserung in Sicht - das Gegenteil ist bezogen auf die DSCB der Fall, wie man den Geschäftsberichten entnehmen kann.

Der italienische Branchen-Großaktionär Gruppo Concorde S.p.A. hatte Ende 2012 unter 10 % reduziert. Sie verfolgen strategische Ziele. Gut möglich, das angesichts des wieder immer näherkommenden Insolvenzszenarios ein Zusammenhang besteht und nun doch endlich ein Käufer in Sichtweite ist. Dazu müssten aber auch die Gläubiger wohl erneut auf viel Geld verzichten. Die Aktionäre haben ohnehin in den letzten Jahren schon ca. 95 % ihres Investments verloren und können nichts (!) mehr erwarten.
Ertragswertgutachten das einen Wert je Aktie von 0,157 Euro feststellt.

Da ist das Angebot von 0,32 Euro je Aktie des VV geradezu generös.

Ich werde dann wohl auch mit 95 % Verlust dieses Horrorinvestment beenden.

M.E. ist die AG ein sicherer Insolvenzkandiat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.216.074 von Wertefinder1 am 26.06.14 17:07:37So - ich habe heute dann nach 7 Jahren Investitionszeit dieses düsterste Börsenkapitel mit einer Realisierung von rund 92 % Verlust endgültig abgeschlossen.

Die Idee mit der Investition in Bauaktien war richtig. Nach der Finanzkrise ist sie mit anderen deutschen Bauaktien auch voll aufgegangen. Türen, Fenster, Dämmung, Veschalung ... "läuft alles wie Sau".

Nur die Aktie der Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG war das im nachhinein unglücklichste Investment überhaupt das man machen konnte. Und das liegt nicht unbedingt am Fliesensektor, wie die Aktie der Norddeutschen Steingut gezeigt hat. Es liegt auch am Unternehmen, dem Verhalten der Großaktionäre, der Aufstellung der AG und den Managmententscheidungen.

Ende des Horrortrips.
DGAP-Adhoc: Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG: Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Berlin genehmigen Delisting

Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG: Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Berlin genehmigen Delisting

Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG / Schlagwort(e): Delisting

28.07.2014 17:15

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Ad-hoc Mitteilung nach § 15 WpHG

Emittent:

Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG Servaisstraße 53347 Alfter-Witterschlick Deutschland ISIN: DE000A1TNLL3 WKN: A1TNLL

Die Frankfurter Wertpapierbörse und die Börse Berlin haben den Anträgen der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG (DSCB AG) auf Widerruf der Zulassung ihrer Aktien zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse, auf XETRA und im regulierten Markt der Börse Berlin stattgegeben.

Der Widerruf der Zulassung zum Handel wird am 30. September 2014 (Börse Berlin) bzw. am 28. Oktober 2014 (Frankfurter Wertpapierbörse und XETRA) wirksam werden.

Vom 29. Oktober 2014 an werden die Aktien der DSCB AG daher nicht mehr in einem regulierten Markt gehandelt werden.

Alfter-Witterschlick, den 28. Juli 2014

Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG Vorstand

28.07.2014 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de

Sprache: Deutsch Unternehmen: Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG Servaisstraße 9-31 53347 Alfter-Witterschlick Deutschland Telefon: +49 (0)228 391-1206 Fax: +49 (0)228 391-301206 E-Mail: info@deutsche-steinzeug.de Internet: www.deutsche-steinzeug.de ISIN: DE000A1TNLL3 WKN: A1TNLL Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Frankfurt (General Standard); Freiverkehr in Düsseldorf, Stuttgart Ende der Mitteilung DGAP News-Service

ISIN DE000A1TNLL3

AXC0207 2014-07-28/17:15


© 2014 dpa-AFX http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2014-07/30963764…
Ich bin sehr gespannt, ob der Großaktionär börslich für die letzten freien Aktien noch einen Aufschlag zahlen wird (muss). Ein squezze out kostet nochmals Geld und erfordert ein Gutachten, insoweit denke ich, dass börsliche Kurse rund um einen Euro für alle Beteiligten eine faire Lösung wären.

Aber alles nur meine persönliche Meinung, keine anlageempfehlung.
Zitat von Wertefinder1: So - ich habe heute dann nach 7 Jahren Investitionszeit dieses düsterste Börsenkapitel mit einer Realisierung von rund 92 % Verlust endgültig abgeschlossen.

Die Idee mit der Investition in Bauaktien war richtig. Nach der Finanzkrise ist sie mit anderen deutschen Bauaktien auch voll aufgegangen. Türen, Fenster, Dämmung, Veschalung ... "läuft alles wie Sau".

Nur die Aktie der Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG war das im nachhinein unglücklichste Investment überhaupt das man machen konnte. Und das liegt nicht unbedingt am Fliesensektor, wie die Aktie der Norddeutschen Steingut gezeigt hat. Es liegt auch am Unternehmen, dem Verhalten der Großaktionäre, der Aufstellung der AG und den Managmententscheidungen.

Ende des Horrortrips.


Hallo Wertefinder1,

ist Steinzeug wirklich ein Insolvenzkandidat?

Auf Ariva wird für die Jahre 2010-2012 ein positiver CF ausgewiesen.

2008: -0,23
2009: -0,52
2010: 0,95
2011: 0,18
2012: 0,14

Komischerweise ist trotz positiven CF kein FK zurückgeführt worden. Woraus resultieren denn die Verluste der letzten Jahre?
 Durchsuchen


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben