DAX-1,07 % EUR/USD+0,02 % Gold+0,07 % Öl (Brent)-4,86 %

Börsengang von Rocket Internet - Top oder Flop? - Die letzten 30 Beiträge


ISIN: DE000A12UKK6 | WKN: A12UKK
24,580
23.10.18
Frankfurt
-3,76 %
-0,960 EUR

Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Antwort auf Beitrag Nr.: 58.955.262 von Popeye82 am 14.10.18 16:35:01
Zitat von Popeye82: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/10927632-deliveroo…



schon interessant, dass in dem Artikel nochmal die Übernahmefantasie von solchen Geschäftsmodellen erwähnt wird, egal ob durch Uber, Amazon oder wie im Falle von DH durch Naspers. Bin mir auch ziemlich sicher, dass die Firmen nicht ewig eigenständig bleiben werden. Ist halt immer nur die Frage, zu welchem Preis.
Rocket Internet bleibt unverstanden. Das birgt Risiken. Und Chancen. Noch mehr?
Wer das Geschäftsmodell nicht versteht, sollte keine Aktien von Rocket Internet kaufen. Seine zwangsläufig enttäuschten Erwartungen fressen Rendite und Nerven. Aber wenn...
http://www.intelligent-investieren.net/2018/09/rocket-intern…
Nach Adam Riese sind das 5 , 5 millionen Aktien ca
Bin ja mal gespannt wohin der Kurs jetzt wandert. Ob wir das Gap bei 28.8 ca kurzfristig schliessen ?...oder der Kurs wieder auf 25 gedrückt wird?
Rocket Internet SE: Rocket Internet gibt H1 2018 Ergebnisse für Rocket Internet & ausgewählte Unternehmen bekannt und beschließt Aktienrückkaufprogramm (News mit Zusatzmaterial)
DGAP-News: Rocket Internet SE / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis/Aktienrückkauf


20.09.2018 / 07:40
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.




--------------------------------------------------------------------------------
Rocket Internet SE: Rocket Internet gibt H1 2018 Ergebnisse für Rocket Internet & ausgewählte Unternehmen bekannt und beschließt Aktienrückkaufprogramm

- Rocket Internet erzielte im ersten Halbjahr 2018 einen Konzerngewinn in Höhe von 297 Millionen Euro

- Die ausgewählten Unternehmen erzielten im ersten Halbjahr 2018 weiteres Umsatzwachstum und Margenverbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017

- Das Unternehmen verfügt weiterhin über eine gute Kapitalausstattung mit verfügbaren liquiden Mitteln in Höhe von 2,1 Milliarden Euro

- Rocket Internet beschließt öffentliches Aktienrückkaufangebot für bis zu 150 Millionen Euro

Berlin, 20. September 2018 - Rocket Internet SE ("Rocket Internet" oder "das Unternehmen") hat in H1 2018 einen Konzernumsatz in Höhe von 24 Millionen Euro und einen Konzerngewinn in Höhe von 297 Millionen Euro erzielt. Der Gewinn pro Aktie lag im selben Zeitraum bei 1,84 Euro (-0,15 Euro Gewinn pro Aktie in H1 2017). Nach Abschluss des Rückkaufangebots für die noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen im Juli 2018 und dem anschließenden Squeeze-out hat die Gesellschaft keine wesentlichen Finanzschulden mehr. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über eine gute Kapitalausstattung mit verfügbaren liquiden Mitteln in Höhe von 2,1 Milliarden Euro zum 31. August 2018.

Die ausgewählten Unternehmen erzielten in H1 2018 weiteres Umsatzwachstum und Margenverbesserung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. HelloFresh, der führende Anbieter von Kochboxen, verzeichnete in H1 2018 ein starkes Umsatzwachstum von 41% auf 615 Millionen Euro und verringerte seine Verluste deutlich. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von -10,7% in H1 2017 auf -4,2% in H1 2018. HelloFresh plant in der zweiten Jahreshälfte 2018 weitere gezielte Wachstumsinvestitionen in sein Produkt.

Global Fashion Group, der führende Online-Modehändler in Schwellenländern, steigerte den um Währungseffekte bereinigten Nettoumsatz der Gruppe in H1 2018 um 20% gegenüber H1 2017 (5% auf Euro Basis aufgrund starker nachteiliger Währungseffekte) auf 535 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich in H1 2018 auf -7,3% (Q2 2018 -2,3%). Die Bestellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,3%.

Jumia, die führende Online-Plattform in Afrika, steigerte in H1 2018 den gesamten über die Plattform generierten Umsatz (Bruttowarenvolumen) auf 315 Millionen Euro, was einem Anstieg von 67% im Vergleich zu H1 2017 entspricht (89% um Währungseffekte bereinigt). Jumia's Zahl der aktiven Kunden erreichte 2,8 Millionen per Ende Juni 2018, ein Zuwachs von 79% gegenüber dem Vorjahr.

Das Online Home & Living Unternehmen Westwing erhöhte den Umsatz in H1 2018 um 22% auf 121 Millionen Euro. Mit Bekanntgabe der Q2 2018 Ergebnisse ist Westwing nun das dritte Quartal in Folge profitabel (adjustierte EBITDA Marge positiv) und erzielte in H1 2018 eine adjustierte EBITDA Marge von 2,3%. Für die DACH-Region erzielte Westwing eine bereinigte EBITDA-Marge von 5% in H1 2018 und in seinen übrigen Regionen ein ausgeglichenes Ergebnis. Am 13. September 2018 gab Westwing bekannt, eine Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse anzustreben.

Nach dem erfolgreichen Börsengang im regulierten Marktsegment (Prime Standard) der Frankfurt Wertpapierbörse konnte home24 den Umsatz in H1 2018, trotz des außergewöhnlich heißen und trockenen Wetters in Deutschland von April bis August 2018, um 14% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 151 Millionen Euro weiter steigern.

Einen detaillierten Überblick der Geschäftszahlen von Rocket Internet und der ausgewählten Unternehmen für das erste Halbjahr 2018 finden Sie im Anhang oder auf unserer Website.

Zudem hat Rocket Internet heute ein neues Aktienrückkaufprogramm in einem Gesamtumfang von bis zu 150 Millionen Euro und einem Volumen von bis zu 5.500.000 Aktien bekanntgegeben. Dies entspricht bis zu 3,6% der derzeit ausstehenden 154.374.884 Aktien. Der Rückkauf beginnt am 20. September 2018 und endet spätestens am 19. September 2019. Die zurückgekauften Aktien werden voraussichtlich entweder eingezogen und das Grundkapital von Rocket Internet entsprechend herabgesetzt oder für die Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Mitarbeiter Aktienoptionsprogramm genutzt. Das Rückkaufprogramm wird durch ein internationales Kreditinstitut ausgeführt im Einklang mit Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 sowie den Bestimmungen der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016. Das Aktienrückkaufprogramm kann, soweit erforderlich und rechtlich zulässig, jederzeit ausgesetzt und auch wieder aufgenommen werden. Rocket Internet SE wird regelmäßig über die Ausführung des Rückkaufprogramms auf der Webseite unter Investors/Share informieren.

"Wir nutzen unsere starke Liquiditätsposition auch für den Erwerb eigener Aktien", sagt Oliver Samwer, CEO von Rocket Internet. "Das Aktienrückkaufprogramm verdeutlicht unser Bestreben, unser Kapital bestmöglich zu allozieren und Kapitalzuflüsse der letzten Monate effizient einzusetzen."

--- ENDE---

http://dgap.de/dgap/News/corporate/rocket-internet-rocket-in…
Diese ganzen Analysten kann man doch nicht ernst nehmen. Wer bitte nimmt diese Einschätzungen ernst. Aber ich bin ein bisschen dankbar dafür, da ich noch günstiger kaufen konnte :-)
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.697.952 von Fluglotse am 14.09.18 09:53:40Und diese Meldung von JPM soll den heutigen Kursrutsch verursacht haben? Na hoffentlich ist das der Grund, dann könen wir ja ruhig weiterschlafen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.695.630 von Popeye82 am 13.09.18 22:11:17JP Morgan

Was für Verbrecher...vor 2 Monaten buy
Jetzt Herabstufung


Lächerlich

Aber danke für die Nachkaufchance
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Die DZ Bank sieht die derzeitige Korrektur als günstige Einstiegsgelegenheit und rechnet mit der Weiterführung des langfristigen Aufwärtstrends.
Empfehlung: Eröffnung einer Long-Position im Bereich 28,60 EUR mit erstem Kursziel Bereich um 31,34 EUR.

DZ Bank: Rocket Internet - eine der trendstabilsten Aktien i…
HelloFresh erwartet Umsatzplus von 32 bis 37 Prozent für das laufende Jahr: HelloFresh profitiert von Kundenzuwachs und traut sich noch …

In der Prognose ist der Ende März erworbene US-Kochboxenversender Green Chef noch nicht enthalten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.379.994 von walker333 am 06.08.18 00:39:57Hallo Walker33,

zwar ist Rocket an beiden Firmen beteiligt, aber bei DH nicht mehr sehr stark. Warum sollte sich das DH-Management von einem Minderheitsteilhaber die Geschäftspolitik bestimmen/einschränken lassen?

Dieser Wettbewerb wird auch unter anderen Beteiligungen zunehmen. Zalando z.B. könnte die Produktpalette erweitern und Home 24 oder Westwing angreifen, etc.. Solche Entwicklungen sind also völlig normal.

Gruß

Schlummschütze
Bizarr, jetzt will die eine Rocket Tochter (Delivery Hero) die andere (HelloFresh) kannibalisieren: :eek:

Delivery Hero will ins Kochboxen-Geschäft
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-08/4446008…
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.366.905 von Minusbauer am 03.08.18 11:07:00Da Berenberg RI schon seit Jahren bei 53€ sieht, dürfte das kaum einen Ausschlag zur Folge haben...
BERENBERG belässt Rocket Internet auf 'Buy'

24.07.2018, 07:21 | HAMBURG (dpa-AFX Analyser) - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Rocket Internet auf "Buy" mit einem Kursziel von 53 Euro belassen. Dank einer sich verbessernden Transparenz der Beteiligungsgesellschaft und Start-up-Schmiede habe die bereits gut gelaufene Aktie weiter Luft nach oben, schrieb Analystin Sarah Simon in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Der erfolgreiche Börsengang von Home24 sei der dritte eines Rocket-Internet-Unternehmens und habe erneut den Erfolg verdeutlicht. Weitere Börsengänge dürften folgen./mis/ck Datum der Analyse: 24.07.2018
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.351.626 von DJHLS am 01.08.18 16:48:00
Zitat von DJHLS:
Zitat von Minusbauer: RI wird heute in Top-Aktien August erwähnt:

Stefan Naerger: Rocket Internet

Mein Favorit für den August ist die Aktie von Rocket Internet (WKN: A12UKK). So langsam scheint sich der Markt mit dem Startup-Inkubator anzufreunden. Alleine in den letzten drei Monaten konnten sich die Investoren von Rocket Internet über ein Plus von etwa 23 % freuen (Stand: 23.07.2018). Kein Wunder, denn die Berliner liefern – nach Delivery Hero und Hello Fresh ist seit einiger Zeit auch Home24 an der Börse. Laut eigenen Aussagen stehen in Zukunft verstärkt die Bereiche Fintech, Software und künstliche Intelligenz auf dem Einkaufszettel. Das wäre ganz nach meinem Geschmack. Oliver Samwer scheint ebenso optimistisch zu sein. Zuletzt investierte der CEO von Rocket Internet satte 29.000.000,00 Euro in sein Unternehmen.

Stefan Naerger besitzt keine Aktien von Rocket Internet


Samwer war als Copycat erfolgreich, d. h. er hat sich in den USA angeschaut, was im E-Commerce funktioniert, hat dann das Geschäftsmodell kopiert und in D aufgebaut.

Ob ein Kopierer auch ein guter Inkubator ist, muß sich erst noch zeigen. Auf dem Markt tummeln sich jedoch einige. Vornehmlich Private Equity-Investor suchen ständig nach erfolgversprechenden Start Ups und auch der frühere Rocket Internet-Ankeraktionär Kinnevik ist da ständig auf der Suche.

Auf dem Gebiet KI grast z. B. Softbank den Markt ab. Man sollte nicht glauben, dass es nur eine Frage der verfügbaren Investitionsmittel ist, ob ausgerechnet Samwer die nächsten Perlen findet.


Es geht nicht darum, dass RI alleine die nächste Superidee findet (oder baut), sondern man wird sich an Finanzierungsrunde beteiligen. Wo auch Kinnevik, Softbank und andere teilnehmen. Alles gut...
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.349.013 von Minusbauer am 01.08.18 11:47:59
Zitat von Minusbauer: RI wird heute in Top-Aktien August erwähnt:

Stefan Naerger: Rocket Internet

Mein Favorit für den August ist die Aktie von Rocket Internet (WKN: A12UKK). So langsam scheint sich der Markt mit dem Startup-Inkubator anzufreunden. Alleine in den letzten drei Monaten konnten sich die Investoren von Rocket Internet über ein Plus von etwa 23 % freuen (Stand: 23.07.2018). Kein Wunder, denn die Berliner liefern – nach Delivery Hero und Hello Fresh ist seit einiger Zeit auch Home24 an der Börse. Laut eigenen Aussagen stehen in Zukunft verstärkt die Bereiche Fintech, Software und künstliche Intelligenz auf dem Einkaufszettel. Das wäre ganz nach meinem Geschmack. Oliver Samwer scheint ebenso optimistisch zu sein. Zuletzt investierte der CEO von Rocket Internet satte 29.000.000,00 Euro in sein Unternehmen.

Stefan Naerger besitzt keine Aktien von Rocket Internet


Samwer war als Copycat erfolgreich, d. h. er hat sich in den USA angeschaut, was im E-Commerce funktioniert, hat dann das Geschäftsmodell kopiert und in D aufgebaut.

Ob ein Kopierer auch ein guter Inkubator ist, muß sich erst noch zeigen. Auf dem Markt tummeln sich jedoch einige. Vornehmlich Private Equity-Investor suchen ständig nach erfolgversprechenden Start Ups und auch der frühere Rocket Internet-Ankeraktionär Kinnevik ist da ständig auf der Suche.

Auf dem Gebiet KI grast z. B. Softbank den Markt ab. Man sollte nicht glauben, dass es nur eine Frage der verfügbaren Investitionsmittel ist, ob ausgerechnet Samwer die nächsten Perlen findet.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
RI wird heute in Top-Aktien August erwähnt:

Stefan Naerger: Rocket Internet

Mein Favorit für den August ist die Aktie von Rocket Internet (WKN: A12UKK). So langsam scheint sich der Markt mit dem Startup-Inkubator anzufreunden. Alleine in den letzten drei Monaten konnten sich die Investoren von Rocket Internet über ein Plus von etwa 23 % freuen (Stand: 23.07.2018). Kein Wunder, denn die Berliner liefern – nach Delivery Hero und Hello Fresh ist seit einiger Zeit auch Home24 an der Börse. Laut eigenen Aussagen stehen in Zukunft verstärkt die Bereiche Fintech, Software und künstliche Intelligenz auf dem Einkaufszettel. Das wäre ganz nach meinem Geschmack. Oliver Samwer scheint ebenso optimistisch zu sein. Zuletzt investierte der CEO von Rocket Internet satte 29.000.000,00 Euro in sein Unternehmen.

Stefan Naerger besitzt keine Aktien von Rocket Internet
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.270.571 von haowenshan am 21.07.18 20:30:48
Zitat von haowenshan: aber ich stimme opa_klaus zu, es ist eine Kleinigkeit und zudem für die Bewertung des Unternehmens völlig irrelevant. ich hab mich nur daran gestört, dass dies als toller Erfolg verkauft werden soll.

was anderes: RI wandelt sich ja immer mehr zu einem späterphasigen Investor in digitale Geschäftsmodelle. kennt ihr noch andere Unternehmen, die ähnliches machen? einfallen tät mir Naspers, Softbank, und die großen chinesischen Internetkonzerne (tencent, alibaba und baidu, die ja jeweils auch sehr breit außerhalb ihres angestammten Kerngeschäfts investieren)?


Über Naspers und Softbank bin ich überhaupt erst dazu gekommen, mich mit RI zu beschäftigen. Tencent ist über Naspers ohnehin abgedeckt und Alibaba über Softbank. Andere börsennotierte Unternehmen, die sich auf Beteiligungen an spätphasigen E-Commerce und Fintech konzentrieren, fallen mir nicht ein. Allenfalls Kinnevik.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.269.296 von haowenshan am 21.07.18 15:06:19aber ich stimme opa_klaus zu, es ist eine Kleinigkeit und zudem für die Bewertung des Unternehmens völlig irrelevant. ich hab mich nur daran gestört, dass dies als toller Erfolg verkauft werden soll.

was anderes: RI wandelt sich ja immer mehr zu einem späterphasigen Investor in digitale Geschäftsmodelle. kennt ihr noch andere Unternehmen, die ähnliches machen? einfallen tät mir Naspers, Softbank, und die großen chinesischen Internetkonzerne (tencent, alibaba und baidu, die ja jeweils auch sehr breit außerhalb ihres angestammten Kerngeschäfts investieren)?
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.268.870 von sirmike am 21.07.18 13:17:07
Zitat von sirmike:
Zitat von haowenshan: ich habe das nur am Rande mitverfolgt, insofern könnten mir ein paar Zusatzinfos fehlen - bitte mich daher gegebenenfalls gerne zu korrigieren. Aber was daran insgesamt clever gewesen sein soll, erschließt sich mir überhaupt nicht. Ich gehe mal davon aus, zu dem Zeitpunkt als die Anleihe aufgenommen worden ist, brauchte man das Geld nicht unbedingt; meiner Erinnerung hatte man immer sehr viel an Cash, vermutlich wollte man die günstigen Finanzierungskonditionen nützen (einfrieren) und opportunistisch eine zusätzliche Liquiditätsreserve zu vergleichsweise günstigen Konditionen für den Fall der Fälle aufbauen, ohne wirklich eine konkrete Verwendung (bspw. eine konkrete Beteiligung) dafür im Auge gehabt zu haben; klar war es eine zusätzliche Absicherung für ein schlechteres IPO Umfeld, falls sich der Börsengang einer der Töchter länger nach hinten verschieben würde und diese benötigtes Geld nicht über die Börse aufnehmen konnten.

Im Ergebnis hat man einen Kredit zu 100% aufgenommen, ein paar Jahre später großteils zu 110% (über den aktuellen Marktwert) zurückgekauft, einen kleinen Rest zu 100% und zusätzlich Zinsen bezahlt. Einen Vorteil für RI erkenne ich darin nicht, das war klassisches Geld verbrennen...


Deine Behauptungen/Annahmen stimmen einfach nicht und daher auch Deine darauf basierenden Schlussfolgerungen ebenso wenig. Die Wandelanleihe über 550 Mio. Euro stammt aus 2015. Damals hatte Rocket Internet 1,3 Mrd. Euro auf der hohen Kante - die Beteiligungen verursachten aber Verluste von 700 Mio. Euro. Pro Jahr! Der Aktienkurs war im Keller bei deutlich unter 20 Euro und damals gab es kaum Aussichten/Hoffnungen darauf, dass Rocket Internet in den nächsten Jahren seine Beteiligungen in/an die Profitzone bringen und ggf. monetarisieren könnte. Zum Zeitpunkt der Begebung der Wandelanleihe (zuvor hatte es bereits eine klassische Kapitalerhöhung bei RI gegeben) war Rocket Internet auf weitere externe Kapitalmittel angewiesen, um selbst überleben zu können. Die Cash-Burn-Rate war extrem hoch. Die Situation hat sich inzwischen völlig geändert und wohl auch positiver, als von Oli Samwer selbst ausgemalt. Und da nun kaum/wenig frisches Geld für die bestehenden Beteiligungen benötigt wird und man darüber hinaus auf 2,3 Mrd. Euro Nettocash sitzt, ist es nur logisch - und clever - die nicht mehr benötigte Wandelanleihe abzulösen und sich die Zinsen und/oder die Verwässerung zu sparen.

Quellen/Infos
> Anleihe-Konditionen
> RI: Burn-Rate von 700 Millionen Euro im Jahr 2015


klar, ich hab meine Schlußfolgerung etwas zugespitzt formuliert, aber da stimmt jetzt einiges wirklich nicht:
zum Zeitpunkt der Anleihebegebung (14.Juli 2015) war der Aktienkurs um die 40 € (und nicht 20 €)(https://www.wiwo.de/unternehmen/it/rocket-internet-wandelanleihe-laesst-aktie-abstuerzen/12056382.html)

Rocket Internet kämpfte nie ums Überleben. Rocket Internet war (neben ihren VC Aktivitäten, die sie in der global founders capital bzw später zusätzlich in rocket internet capital partners gebündelt hatten) ein company builder und hat meist copy cats mitgegründet bzw. sich dort früh engagiert und mitgeholfen diese international (außerhalb von China und USA) auszurollen. und diese Gründungen/Beteiligungen hatten anfangs eine hohe cash burn rate und wurden in mehreren VC Finanzierungsrunden finanziert, bei denen neben Rocket internet aber immer auch Co-Investoren mit an Board waren (z.B. Kinnevik, Holtzbrinck Ventures etc.). Hätte Rocket Internet weniger Geld zur Verfügung gehabt, dann wäre halt ihr Anteil bei den nachfolgenden Finanzierungsrunden geringer gewesen. von diesen Beteiligungen haben einige ums "Überleben gekämpft" und das auch verloren.

ich denke, aus Sicht von RI war die Anleihe billiges Geld, das man vorsorglich für Opportunitäten (höhere Anteil bei zukünftigen Finanzierungsrunden in eigene Unternehmen als auch in unabhängige dritte) aufgenommen hat - ich glaub fintech war damals eine Branche, in die man sich neben den Marktplätzen für Mode,Möbel, etc. (e-commerce) und der Foodsparte stärker engagieren wollte (was aber nicht so aufging, an paymill kann ich mich erinnern (war mal im Zuge einer Veranstaltung in deren Büro), das scheiterte dann https://t3n.de/news/paymill-insolvent-pleite-701620/, ich glaub auch diverse Kreditvermittlungsplattformen sind dann nicht aufgegangen.)
Natürlich wusste man auch nicht, wieviel Geld die größeren Unternehmen wie Hellofresh und delivero hero bis zum Börsengang noch verschlingen werden, aber wie gesagt, da gab es immer Co-Investoren. Bei Deliver hero und hello fresh hat sich RI meiner Kenntnis nach auch erst in späteren Finanzierungsrunden größer eingekauft und hat auch Altinvestoren ausgekauft.

Die Anleihe war aus Sicht von RI billiges Geld (was sind schon 3% Zinsen, wenn sich damit die Möglichkeit aufgetan hätte, sich früh in einen Highfligher wie z.b. facebook zu beteiligen), aber so eine Möglichkeit hat man nicht gefunden bzw. sich nicht dafür entschieden.
am Ende des Tages war das Anleihengeld daher schon schlicht verbranntes Geld.
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.268.477 von haowenshan am 21.07.18 12:05:24
Zitat von haowenshan: ich habe das nur am Rande mitverfolgt, insofern könnten mir ein paar Zusatzinfos fehlen - bitte mich daher gegebenenfalls gerne zu korrigieren. Aber was daran insgesamt clever gewesen sein soll, erschließt sich mir überhaupt nicht. Ich gehe mal davon aus, zu dem Zeitpunkt als die Anleihe aufgenommen worden ist, brauchte man das Geld nicht unbedingt; meiner Erinnerung hatte man immer sehr viel an Cash, vermutlich wollte man die günstigen Finanzierungskonditionen nützen (einfrieren) und opportunistisch eine zusätzliche Liquiditätsreserve zu vergleichsweise günstigen Konditionen für den Fall der Fälle aufbauen, ohne wirklich eine konkrete Verwendung (bspw. eine konkrete Beteiligung) dafür im Auge gehabt zu haben; klar war es eine zusätzliche Absicherung für ein schlechteres IPO Umfeld, falls sich der Börsengang einer der Töchter länger nach hinten verschieben würde und diese benötigtes Geld nicht über die Börse aufnehmen konnten.

Im Ergebnis hat man einen Kredit zu 100% aufgenommen, ein paar Jahre später großteils zu 110% (über den aktuellen Marktwert) zurückgekauft, einen kleinen Rest zu 100% und zusätzlich Zinsen bezahlt. Einen Vorteil für RI erkenne ich darin nicht, das war klassisches Geld verbrennen...


Deine Behauptungen/Annahmen stimmen einfach nicht und daher auch Deine darauf basierenden Schlussfolgerungen ebenso wenig. Die Wandelanleihe über 550 Mio. Euro stammt aus 2015. Damals hatte Rocket Internet 1,3 Mrd. Euro auf der hohen Kante - die Beteiligungen verursachten aber Verluste von 700 Mio. Euro. Pro Jahr! Der Aktienkurs war im Keller bei deutlich unter 20 Euro und damals gab es kaum Aussichten/Hoffnungen darauf, dass Rocket Internet in den nächsten Jahren seine Beteiligungen in/an die Profitzone bringen und ggf. monetarisieren könnte. Zum Zeitpunkt der Begebung der Wandelanleihe (zuvor hatte es bereits eine klassische Kapitalerhöhung bei RI gegeben) war Rocket Internet auf weitere externe Kapitalmittel angewiesen, um selbst überleben zu können. Die Cash-Burn-Rate war extrem hoch. Die Situation hat sich inzwischen völlig geändert und wohl auch positiver, als von Oli Samwer selbst ausgemalt. Und da nun kaum/wenig frisches Geld für die bestehenden Beteiligungen benötigt wird und man darüber hinaus auf 2,3 Mrd. Euro Nettocash sitzt, ist es nur logisch - und clever - die nicht mehr benötigte Wandelanleihe abzulösen und sich die Zinsen und/oder die Verwässerung zu sparen.

Quellen/Infos
> Anleihe-Konditionen
> RI: Burn-Rate von 700 Millionen Euro im Jahr 2015
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben