Nach Übernahme firmiert Burger King nun unter Restaurant Brands

eröffnet am 26.08.14 09:06:55 von
neuester Beitrag 26.05.20 19:49:31 von


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26.08.14 09:06:55
Hallo zusammen.

Es wird mal Zeit, bei diesem Wert eine Diskussion zu eröffnen, die nicht von Randnotizen geprägt ist, sondern bei der man interessante NEWS einstellen und verfolgen kann.

Ich starte mal mit ein paar Fakten:

Die Burger King Corporation wurde im Jahr 1954 mit der Eröffnung des ersten Restaurants in der NW 36th Street in Miami von James W. McLamore und David Edgerton gegründet.

Weltweit werden rund 13.000 Restaurants betrieben.

Am 2. September 2010 wurde das Unternehmen vom New Yorker Finanzinvestor 3G Capital, hinter dem vor allem brasilianische Investoren wie Jorge Paulo Lemann, Marcel Herrmann Telles und Carlos Alberto Sicupira stehen, für vier Milliarden US-Dollar (inklusive Schulden) gekauft. Die Beteiligungsunternehmen Texas Pacific Group, Bain Capital und Goldman Sachs Capital Partners, die Anteile in Höhe von 31 % am Unternehmen hielten, stimmten dem Verkauf ihrer Anteile zu. Die Aktionäre erhielten 24 US-Dollar je Aktie in bar. Im Juni 2012 kehrte Burger King an die Börse zurück. 3G Capital behält 71 % der Anteile und bleibt Hauptaktionär.

UND HEUTE???

Die US-Fast-Food-Kette Burger King will Tim Hortons schlucken, kanadische Schnellcafé-Kette und Symbol für das Land Kanada. Damit würde ein wahrer Gigant entstehen: Allein Tim Hortons hat rund 100.000 Beschäftigte.

Ottawa. Tim Hortons ist das, was man eine „Ikone“ nennt, ein Symbol für ein Land. Tim Hortons, die Schneerestaurant-Kette, gehört zu Kanada wie Ahornsirup und Eishockey. Am Montag wurden die Kanadier von der Nachricht aufgeschreckt: Tim Hortons und der US-amerikanische Burger King sind in Fusionsverhandlungen. Schluckt Burger King den Tim Hortons-Kaffee samt Donuts oder stärkt sich Tim Horton´s an den Hamburgern des Burger King?

Der „Large Double-Double“, ein großer Becher Kaffee mit einer doppelten Portion Zucker und Milch, gilt als Kanadas populärster Kaffee. Es gibt ihn bei Tim Hortons, der kanadischen Schnellcafé-Kette, die in Kanada 3630 Niederlassungen und in den USA 866 hat. Es gab ihn von 2006 bis 2013 auch in Afghanistan, auf der Militärbasis in Kandahar.

Denn Tim Hortons ist so kanadisch, dass die in Afghanistan stationierten Soldaten auf dieses Stück Heimat auch im Kampf gegen die Taliban nicht verzichten konnten. Und so ließ Tim Hortons einen in ein Rastaurant umgebauten Container mitsamt einer riesigen Mengen eingefrorenen Teigs nach Kandahar fliegen.

Und das, so merkte der damalige Chef des kanadischen Militärs, Rick Hillier, an, stärkte „die ohnehin erstklassige Beziehung zwischen zwei großen kanadischen Institutionen“ – nämlich dem Militär und Tim Hortons. Da störte es wenig, dass Tim Hortons von 1995 bis in den Herbst 2006 zum US-amerikanischen Wendys-Konzern gehörte.

Seit 2006 ist Tim Hortons als selbstständiges Unternehmen an den Börsen in Toronto und New York notiert. In den Augen der Kanadier ist es ein kanadisches Unternehmen. Seinen Namen hat es von Miles Gilbert „Tim“ Horton, einem Eishockeyspieler, der 1964 in Hamilton bei Toronto seinen ersten Coffeeshop eröffnete.

Den Aufstieg des Unternehmens erlebte er aber nicht mehr mit: Horton kam 1974 bei einem Verkehrsunfall ums Leben, aber sein Namen lebt weiter. Im Dezember 2011 eröffnete Tim Hortons seine 4000. Niederlassung. Die Niederlassungen („Franchises“) beschäftigen rund 100.000 Menschen.

Weltweit drittgrößte Kette könnte entstehen

Bei Tim Hortons lassen sich kanadische Politiker insbesondere in Wahlkampfzeiten gerne blicken, um ihre Volksnähe zu demonstrieren. Hier gibt es diverse Kaffees, Donuts und die kleinen süßen „Timbits“, Bagels in verschiedenen Variationen und Croissants, aber auch Joghut, Früchtemüsli und herzhafte Suppen.

Die Wahrscheinlichkeit, auf den Straßen kanadischer Städte und Gemeinden jemanden mit einem Tim Hortons Kaffeebecher zu sehen, grenzt an 100 Prozent. Noch ist der Deal mit Burger King nicht unter Dach und Fach und bis zu einer endgültigen Vereinbarungen wollen sich beide Unternehmen nicht mehr zu den Verhandlungen äußern. Aber einiges ließen sie am späten Sonntagabend doch raus.

Eine Fusion von Tim Hortons und Burger King würde die weltweit drittgrößte Schnellrestaurant-Ketten schaffen. „Mit 18.000 Restaurants in 100 Ländern“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Wobei die Bezeichnung „Restaurant“ für Etablissements im Stile von Burger King oder McDonald´s bei vielen vermutlich Naserümpfen auslöst.

Der gemeinsame Verkauf – Burger King hat nach eigenen Angaben weltweit 13.000 Niederlassungen in 98 Ländern mit täglich mehr als elf Millionen Gästen – liegt bei 22 Milliarden US-Dollar. Allein die Niederlassungen („Franchises“) von Tim Hortions beschäftigen rund 100.000 Menschen.

Als Bonbon für die Kanadier wurde vereinbart, dass das gemeinsame Unternehmen seinen Hauptsitz in Kanada haben soll. Hortons Sitz ist in Oakville bei Toronto, Burger King´s in Miami in Florida. 3G Capital als Mehrheitseigentümer von Burger King wird auch die Mehrheit der Aktien des neuen Unternehmens halten, die restlichen Aktien verbleiben bei den Tim Hortons und Burger King Aktionären.

Beide Unternehmensteile sollen als eigenständige Markennamen erhalten bleiben. Kanadischen Presseberichten zufolge soll der Zusammenschluss als „tax inversion“ gestaltet werden. Kanada hat niedrigere Unternehmenssteuern als die USA und mit der Verlagerung des Hauptsitzes nach Kanada könnte auch Burger King Steuern sparen, heißt es.

und jetzt kommt´s....
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26.08.14 09:10:08
!
Dieser Beitrag wurde von CloudMOD moderiert. Grund: ohne nachvollziehbare Quellenangabe, ggf. neu überarbeitet einstellen
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26.08.14 10:52:00
Fast Food
Warren Buffett

Modernes Steuersparmodell
Buffett steht Burger King bei

Wie das "Wall Street Journal" herausgefunden hat, hilft der Starinvestor Warren Buffett der Fast-Food-Kette bei der Übernahme der kanadischen Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons. Beliebt macht sich Buffett damit in Washington nicht, an der Wall Street schon.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg und das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen melden, wird Buffetts Holding Berkshire Hathaway den voraussichtlich etwa zehn Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) schweren Deal zu 25 Prozent finanzieren. Buffett wolle drei Milliarden Dollar für einen Vorzugsanteil einsetzen, hieß es den Kreisen zufolge.

Die Information, dass die Legende Warren Buffett, vermutlich der erfolgreichste Investor der letzten Jahrzehnte, bei dem Geschäft mitwirkt, dürfte viele Anleger inspirieren. Gestern sprangen die Titel von Burger King bereits um 20 Prozent an.
Obama is not amused

Die Politik ist nicht ganz so begeistert: Präsident Barack Obama und viele Kongressabgeordnete stört die steueroptimierende Übernahme von US-Unternehmen schon lange. US-Konzerne zahlen 35 Prozent ihrer Einkünfte als Unternehmenssteuern. Inklusive lokaler Steuern sind es im Schnitt knapp 40 Prozent.

Bislang machen die US-Gesetze es recht einfach, ihren Hauptsitz ins Ausland zu verlagern, um Steuern zu sparen. Demokraten und Republikaner haben sich noch nicht auf entsprechende Gegenmaßnahmen geeinigt. Zwischen Mitte Juni und Ende Juli haben fünf große Unternehmen angekündigt, diese völlig legale Steuersparmethode, die sogenannte "Inversion", anzuwenden.

Warren Buffett hatte vor einigen Jahren für Furore gesorgt, weil er höhere Steuern für Reiche forderte: "Meine Freunde und ich sind lange genug von einem Milliardär-freundlichen Kongress verhätschelt worden", ließ der Multimilliardär 2011 wissen.
Buffett-Deal hat Zukunft

Buffetts Rolle erinnert an den 23-Milliarden-Einkauf der Ketchup-Firma Heinz, die Berkshire ebenfalls gemeinsam mit dem Burger-King-Mehrheitseigner 3G Capital gestemmt hatte, einer Private-Equity-Gesellschaft. Damals hatte Buffett sich lukrative Aktienbeteiligungen gesichert, während 3G die operative Kontrolle über das Übernahmeziel bekam. Das könne bei großen Deals laut Buffett ein Muster für die Zukunft sein.

Kein Wunder, denn wie Bloomberg berichtet, wurde Buffett mit einem Aktienpaket in Höhe von rund 4,25 Milliarden Dollar versorgt. Ferner habe er für 8,0 Milliarden Dollar bevorrechtigte Aktien erhalten, für die er eine Dividende von neun Prozent jährlich erhalte.

ts

http://boerse.ard.de/aktien/buffett-steht-burger-king-bei100…
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26.08.14 12:01:08
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.609.394 von tradepunk am 26.08.14 10:52:00nur einmal ein Exkurs ins deutsche Steuerrecht:
Körperschaftssteuersatz beträgt einheitlich 15%,unabhängig ob
ausschüttend oder thesaurierend.
Beim "kleinen Anleger"dann nochmals 25%(!!)...da bin ich auch not
amused:D
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26.08.14 12:45:28
Hallo

@ tradepunk
Danke, dass Du einen ähnlichen Artikel WO-gerecht dargestellt hast.

Bin mal gespannt, wann der Deal unter Dach und Fach ist. evtl. ja schon heute. Werden sich wohl nicht mehr viel Zeit lassen, da schon sehr viele Details bekannt sind.

Ich bin gespannt.

Mit vereinten Kräften und Warren an ihrer Seite sollte das Investment in den nächsten Jahren gut performen. Ich freue mich jetzt schon.

China
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26.08.14 12:53:04
Hier ist noch ein schöner Link mit Infos zu Tim Hortons

http://www.businessinsider.com/tim-hortons-coffee-chain-burg…
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26.08.14 13:56:13
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.610.609 von chinadotcom am 26.08.14 12:45:28Gerne! ;)

Aber wieso ähnlich? Wars nicht genau dieser? Ich habe den markantesten Satz aus Deinem gelöschten Posting (welches man mit nem kleinen Trick ja wieder sichtbar machen kann) gegoogelt und bin dann bei dem Beitrag von der ARD gelandet! Scheint wohl aber eh n Agenturtext zu sein, der grad "überall" erscheint; bei Börse-Online steht er teils exakt genauso da!

Aber, back2topic: Von dem Deal halte ich gar nix! Im Gegenteil ists ne Sauerei, daß sich die Großkonzerne der Steuerpflicht in ihren Heimatländern entziehen! Mag ja kurzfristig zumindest für Burgerking und die Beteiligten positiv sein, aber langfristig kann das nicht gutgehen, je mehr Konzerne es so machen! (Das ganze Procedere erinnert irgendwie an so nen Satz aus der Seefahrt bzgl. dem Verhalten von mitreisenden Nagetieren bei vertikaler Kursänderung... :rolleyes: )

Wünsch' Dir aber trotzdem viel Erfolg bei Deinem/Deinen Investment(s)!

VG, tp
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26.08.14 14:46:28
Hallo,

als alter Betriebswirtschaftler sehe ich das natürlich grundsätzlich anders. Die Unternehmen haben die Pflicht, für die Aktionäre das Optimum herauszuholen.

So war es bei der Welle der deutschen Unternehmen, die nach China oder Osteuropa gingen, um die Lohnkosten zu senken. So war es auch bei vielen Unternehmen, die sich innerhalb von Europa den steuergünstigsten Standort suchten.

Da ist es an den jeweiligen Regierungen, für ein attraktives Investitionsumfeld zu sorgen.

Macht sich ja auch bei uns in Deutschland zur Zeit kaum einer Gedanken, dass wir durch die politischen Geschenke Invetitionen/Invetoren aus Deutschland vertreiben.

China
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26.08.14 14:47:56
Burger King wird endgültig kanadisch


26. August 2014, 14:13





Seit Wochenbeginn gab es Gerüchte, jetzt ist es fix: Die US-Fastfood-Kette schluckt den kanadischen Donut-Anbieter

New York/Toronto - Burger King und der kanadische Kaffee- und Donut-Anbieter Tim Hortons bündeln ihre Kräfte und schließen sich zur weltweit drittgrößten Schnellrestaurantkette zusammen. Das neue Unternehmen werde über mehr als 18.000 Filialen in 100 Ländern verfügen und rund 23 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaften, wie die beiden Konzerne am Dienstag bekanntgaben. Die Aufsichtsräte beider Unternehmen hätten dem Vorhaben einstimmig zugestimmt. Die Investmentgesellschaft 3G Capital, die Burger King 2010 für 3,3 Milliarden Dollar kaufte und zwei Jahre später zurück an die Börse brachte, werde an dem fusionierten Unternehmen etwa 51 Prozent der Anteile halten.


Das Vorhaben war bereits am Montag durchgesickert, beide Unternehmen hatten erklärt, sie stünden in Verhandlungen. Die Aktien der Firmen waren daraufhin um jeweils fast zwanzig Prozent in die Höhe geschossen. (Reuters, 26.8.2014)
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26.08.14 21:03:26
Ich bin dabei, und Ihr?!

Andrew


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