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Mario Draghi und die Bazooka



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Betreibt Mario Draghi die Amerikanisierung Europas? Nein!

In Europa will Herr Draghi gegen drohende Deflation ankämpfen und Inflation erzeugen. Er gibt also 1,2 Billion aus um das Leben der Europäer teurer zu machen.
Das ist natürlich Unfug, weil es in Europa zunächst keine wahre Deflation gibt. Es bleibt auch Draghis Geheimnis, wie er die Konjunktur ankurbeln will, wenn gleichzeitig die Bevölkerungsarmut größer wird. Der in Deutschland allseits rumgereichte Geld/Wirtschaftskreislauf bleibt jedenfalls ein Märchen. Er funktioniert so nicht.

Der wahre Grund ist, dass ab Frankreich südwärts alle Staaten vor der Insolvenz stehen und nur das einzig brauchbare Elixier GELD das natürliche Ende der EU ein wenig in die Zukunft schieben kann. Dank Draghi darf der Europäische Gedanke fortleben und der Euro bekommt ein paar Jahre weitere Gnadenfrist.
Ohne das Handeln des Chefbänkers wäre die Europäische Union längst Geschichte.
Das ändert jedoch nichts daran, dass Draghi gegen wesentliche Europäische Vereinbarungen verstößt, die Maßnahmen in keiner Weise mit Deutschem Recht vereinbar sind.
Deutschland muss nach den heutigen Ankündigungen aus der EU austreten wenn nationale Gesetze der Maßstab für das weitere Handeln sind und jenes Handeln von Deutschen gesetzlichen Vorgaben bestimmt bleiben soll.
Draghi ist die tragische Figur der nahen Geschichte. Er ist Retter und Vebrecher zugleich. Mario Draghi ist viel zu sehr Südeuropäer, als dass Er zur Rettung seiner Heimat nicht als kleineres Übel ein paar Nullen in der EZB- Bilanz dranhängt.
Was wurde getan um die Konjunktur anzukurbeln, einzig Banken, Großkonzerne und Staaten haben sich die Gelder einverleibt, mal abgesehen von den steuerlichen Vorteilen des Geldadels.

Das einzige Mittel die Konjunktur anzukurbeln, um eine leichte oder mittlere Inflation zu bekommen, ist die Geldmenge der Allgemeinheit zu erhöhen (mehr Lohn, weniger Steuern u. Abgaben). Mann muss kein Prophet sein, um zu wissen, je mehr ich an Geldern zur Verfügung habe, desto mehr gebe ich auch aus.

Das Geheimnis lautet: Geld des kleinen Mannes bleibt im Kreislauf, während die Gelder des Geldadels, der Banken und Großunternehmen aus dem Kreislauf auf nimmer wiedersehen verschwinden.

Nicht Draghi ist das Problem, das wirkliche Problem sind unsere Regierungen und ihre Lobby der Hochfinanz und Großunternehmen, die sich den gesamten Globus einverleiben und die breite Masse für dumm verkaufen und auf´s abartigste ausbeuten.

Denke es dauert nicht mehr lange, dann wird auch dem Letzten hier im Lande klar, welche Schei... er die letzten Jahre gewählt hat und dass letztendlich auch er mit seiner Stimmabgabe die Verantwortung dafür trägt.

Europa ist ein Segen, aber nur wenn man bei den oberen 10 000 mitspielt, der Rest bezahlt die Rechnungen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.859.475 von buchi1971 am 23.01.15 08:05:01Europa ist ein Segen, aber nur wenn man bei den oberen 10 000 mitspielt, der Rest bezahlt die Rechnungen.

Damit unterscheidet sich Europa kein Stück vom Rest der Welt.

"Obere Zehntausend" gibt es immer, gab es immer und wird es immer geben. In jedem System!
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.859.490 von Doppelvize am 23.01.15 08:08:07Ich hab immer noch nicht verstanden, was da mit der EZB passiert, und es wird auch nirgendwo genau erklärt. Die EZB druckt also eine Billion Euro, und kauft dafür Staatanleihen, ber nicht neu emittierte, sondern nur betehende, und zwar von anderen Haltern(Banken) Dieses Geld sollen die Banken dann als Kredit weitergeben, um die Inflation anzukurbeln. Wenn nun aber keiner einen Kredit aufnimmt?... Die Staaten, deren Anleihen gekauft werden, müssen trotzdem den Nominalwert zurückzahlen, und zwar an die EZB, die nun die Anleihen hat. Die Staaten haben also gar nichts davon, lediglich deren Zinsen fallen, dass nützt aber nur was, wenn sie neue Anleihen raugeben, für die Altchulden bringt es nicht.

Wenn die EZB jetzt 1 Billion druckt, und dafür Staatsanleihen aufkauft, die dann die Staaten wieder zurückzahlen, kann man dann sagen ,dass die EZB 1 Billion Gewinn macht, da sie das Geld ja einfach gedruckt hat Und wenn ja, wer bekommt dann den Gewinn. Diese beiden Fragen werden in keinem einzigen Zeitungartikel oder irgendwo im Internet behandelt. Weiss es hier irgendwer?
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.858.968 von Plus am 23.01.15 01:39:28Normal ist, dass der bestimmt, der auch die Zeche zahlt! Nicht so in der EU

Zitat: Wie kann es sein, dass Deutschlands Stimme genauso viel oder wenig wert ist wie die aller anderen Ländern, wir aber, wenn das Projekt schief geht, mit wesentlich mehr haften als alle anderen? Demokratie sieht für uns anders aus – die Diktatur des Geldes schreitet immer weiter voran.

Quelle:

Draghi druckt Europa in den Bankrott
http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/ezb-anlei…
hier regt sich keiner groß auf, vermutlich resigniert oder weil nun endlich das ende dieses ungeliebten € naht.

was der "geldspuckende drache" macht, ist geeignet, die währungsunion zu sprengen.
faktisch werden nun die schlechten haushälter belohnt und die guten bestraft. pädagogisch gesehen ein übler rohrkrepierer – das ist gerade so als ob man lebensretter in den knast schickt und totschläger einen orden verpasst.

draghi ist italiener – ich unterstelle, daß ihm sein bella italia mehr am herzen liegt als andere länder und für mich erklärt das auch sein handeln!
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.867.461 von Effektentiger am 23.01.15 17:14:53Draghi kommt von Goldman Sachs.
draghi ist italiener – ich unterstelle, daß ihm sein bella italia mehr am herzen liegt als andere länder und für mich erklärt das auch sein handeln!

Ich glaube nicht, daß es damit zu tun hat, daß er "Italiener" ist. Das hat geopolitische Gründe. Mein Verdacht: Nachziehen mit der Hyperverschuldung der USA.

Nur ein Verdacht. Zu Mehr reicht meine Kenntnis von der Materie einfach nicht, trotz jahrlanger Befassung mit diesem Thema.

Auf alle Fälle kommen JETZT die Folgen des ESM
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.859.844 von superdaytrader am 23.01.15 08:44:32Wenn die EZB jetzt 1 Billion druckt, und dafür Staatsanleihen aufkauft, die dann die Staaten wieder zurückzahlen, kann man dann sagen ,dass die EZB 1 Billion Gewinn macht, da sie das Geld ja einfach gedruckt hat Und wenn ja, wer bekommt dann den Gewinn.


So einfach ist es nicht mit dem Gewinnmachen. Ich bin kein Banker oder Betriebswirtschaftler, aber nach meiner Kenntnis geht die "gedruckte" Billion als Passiva in die Bücher, daher mit einem Minus als Vorzeichen. Die gekauften Anleihen stehen als Aktiva-Position gegenüber. Wenn man diese mit ihrem Kaufwert betrachtet, macht das letztlich eine Null als Gesamtposition (Aktiva und Passiva).
Wenn über die Jahre alle Anleihen von den Staaten zum Nullzins zurückgezahlt werden, ist die von der EZB bei sich selbst verschuldete Billion wieder abgezahlt und es ist dann wirklich alles wieder bei Null. Jeder noch so magere Zins der EZB wäre dabei theoretisch ihr Gewinn.


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