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Investmentclub – Handeln mit Eurex-Optionen



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Hallo liebe Community.

Ich wohne und arbeite in Frankfurt. Neben meinen unternehmerischen Tätigkeiten beschäftige ich mich intensiv mit der Strukturierung und Handel von Eurex-Optionen. Dabei interessiere ich mich vor allem für komplizierte Optionsstrategie die sehr defensiv ausgelegt sind und trotzdem eine vernünftige jährliche Rendite abwerfen.

Ich suche ein Investmentclub wo ich mit gleichgesinnten Anlegern eigenes Kapital durch die Eurex-Optionen investiere. Ebenso würde mich interessieren ob es Interessenten gibt die bei einer Gründung von o.g. Investmentclub gerne mitmachen würden.

Freundliche Grüße aus Frankfurt
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.123.475 von mmiikkii am 19.02.15 22:57:49Die Anzahl an aktiven Optionentradern ist klein und wenn man die Zahl derjenigen, die dann mehr als nur DAX Optionen zu verkaufen abzieht, dann wird es noch enger. Deshalb finde ich es schwer Leute aus der Umgebung zu finden. Wie stellst Du Dir einen solchen "Club" vor?

Grundsätzlich liebe ich den Umgang mit Optionen - insbesondere wenn es etwas komplexer wird :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.218.668 von OptionenBlog am 02.03.15 17:29:35Regel Nummer 1 bei so einem Investment Club (IC) wäre, Verkauf von ungedeckten Dax-Optionen ist verboten. Ich persönlich halte von Stillhaltergeschäften überhaupt nicht da es sich hier um ein sehr riskantes Geschäft handelt und Risiko in keinem angemessenen Verhältnis zum Gewinn steht. Um eine ordentliche und konstante Rendite erwirtschaften zu können, muss man unbedingt auf komplexe Optionsstrategien zurückgreifen. Sie setzen auch voraus dass unten Umständen die erste Postionen mit einer- oder mehreren Folgestrategie gehedgt werden.

Ansonsten, die gesetzliche Regeln die für andere IC gelten, sollen auch hier verwendet werden. Ein Mitglied kann man auch dann werden wenn man nicht in meiner Umgebung wohnt. Mindestanlagesumme soll 2.500 EUR pro Mitglied betragen. Eine Summe von mindestens 200.000 EUR als Gesamtkapital des IC wäre schon erwünscht da die Transaktionskosten und andere Spesen nicht ins Gewicht fallen und somit die Rendite nicht zu sehr negativ beeinflussen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.225.565 von mmiikkii am 03.03.15 12:47:06Was ist eine "komplexe Strategie"?

Ist ein Mice Ear Iron Condor schon komplex?
Und was wäre eine Deckung? Deckt ein Bear Put Spread bereits einen verkauften Put mit Strike unterer Wing des Spreads?

Das ist alles sehr schwammig. Ich muss allerdings zugeben, dass ich noch niemals Teil eines IC gewesen bin und auch die Vorteile noch nicht sehe.
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.226.357 von OptionenBlog am 03.03.15 14:08:05Jede Strategie die mehr als nur eine Position beinhaltet ist für mich eine komplexe Optionsstrategie. Von dir angesprochener Mice Ear Iron Condor ist damit natürlich auch komplex weil hier bei der Eröffnung sechs Positionen gehandelt werden. Sollte man im weiteren Verlauf glücklich bzw. hilflos bis zum Ende warten, so ist die angesprochene Strategie statisch weil sich man bei der Eröffnung positioniert hat und wartet bzw. vorzeitig schließt. Falls man aber daraufhin eine Folgestrategie eröffnet um die ursprüngliche Strategie zu retten oder die Gewinne einzufrieren, handelt es sich dann um einem dynamischen Optionshandel wo die Positionen gehedgt oder umkonstruiert werden.

Du fragst was eine richtige Deckung für den Mice Ear Iron Condor wäre. Ich glaube dass man solche Fragen öffentlich nicht diskutieren sollte. Die Hedge-Fonds veröffentlichen eigene Handelsstrategien basierend auf diversen Optionsstrukturen auch nicht öffentlich. Nichts desto trotz, skizziere dir eine Strategie und erkenne wo die Schwachpunkte der Strategie sind. Versuche dann die Felder die im Minus liegen mit einer neuen Strategie abzudecken. Achtung, du sollst dich dabei nur auf Body auf der Skizze konzentrieren. Erst danach finde die Lösung welche Folgestrategie du eröffnen musst, um deine neue Abdeckung zu bekommen. Anders gesagt, welche Positionen musst du eröffnen um deine erste Strategie zu retten bzw. in die Gewinnzone zu kommen.

Zu dem Thema „Bear Put Spread in Verbindung mit verkauften Puts weiter aus dem Geld“. Du spielst wahrscheinlich mit den Gedanken, irgendwo unten ein oder mehrere Puts zu verkaufen und mit dem Geld oder mindestens mit einem Teil der eingenommene Prämie ein oder mehrere Bear Put Spreads auf dem Geld zu kaufen. Achtung, sollte sich um einen statischen Trade handeln (siehe oben), könnte das Ganze sehr gefährlich sein. Gewinn aus den Bear Put Spreads ist auf den Abstand zwischen zwei Basen begrenzt und wird erst am Verfallstag zu dem vollen Preis ausbezahlt da sich Theta auf den Preis positiv auswirkt. Wir sind mit dem Spread Long ausgerichtet und hoffen dass bei einer niedrigen Vola die Zeit endlich ausläuft damit bei dem Spread nur Innerer Wert bleibt (Abstand zwischen LP und SP eines Bear Put Spreads). Bei den verkauften Puts aus dem Geld sieht es aber ganz anders aus. Verkaufst du Puts die aus dem Geld liegen, gehst du das Risiko ein zu einem enorm höheren Preis deine Puts zurückkaufen zu müssen. Wie hoch das sein kann hängt vor allem davon ab, wie hoch Vola angestiegen ist und wie schnell der Basiswert die Basis der verkauften Puts erreicht hat. Es ist nicht ungewöhnlich wenn sich die LP verzwanzigfachten während sich ein Bear Put Spread nur nahezu verdoppelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.232.159 von mmiikkii am 03.03.15 23:26:30Danke für die Antworten - auch wenn mir dies alles klar ist und ich eigentlich eher wissen wollte was einem ein IC als Einzelperson bringen kann. Und natürlich auch was es für Dich bringen soll - schließlich scheinst Du zu wissen auf was es ankommt.

Zumindest lese ich aus Deinen Angaben heraus wie Du die Begriffe "komplex" und "gedeckt" definierst. Das sehe ich genauso.
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.232.984 von OptionenBlog am 04.03.15 08:16:12Ein sehr großer Vorteil für private Einzelpersonen liegt darin, dass sie bereits bei einem kleinen Anlagebetrag von der Know How & Team Work des gesamten Clubs profitiert. Zudem sind aufgrund des größeren Ordervolumens die anteiligen Transaktionskosten viel geringer als bei der individuellen Geldanlage. Man Arbeitet als ein Team, zerbricht sich den Kopf zusammen mit anderen Clubmitgliedern über komplexen Optionsstrategien, man korrigiert sich gegenseitig und mit vereinten Kräften wird nach einem Königsweg an der Börse gesucht.

Was meine Interessen angeht, für mich persönlich ist es viel einfacher mit einem Investmentclub zu starten und bei einer gewissen Höhe es in einen Hedgefond umzuwandeln, als jetzt gleich am Anfang einen Hedgefond in Luxemburg zu gründen und jährliche Gebühren von 40.000 EUR zu entrichten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.243.205 von mmiikkii am 04.03.15 22:48:10Wie sieht dies vertraglich aus? Wird ein solcher IC wie ein Verein geführt?
Falls Du noch an einem Investmentgründung interessiert bist:
Ich suche für den Bezug der sündhaft teuren Börsenbrief-Anlagenvorschläge Mitstreiter,
um die Kosten mit meheren zu teilen.
Es handelt sich hier um den Optionen-Investor.
Auf ariva.de läuft gerade ein Thread "Optionshandel mit einem 10.000€ Echtgeldkonto". Sieht interessant aus.


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