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Anleihen der Photon Power AG - Geld der Anleger in Gefahr? (Seite 2)


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Photon Power AG insolvent
Hier gibt es die Information über die Insolvenz der Photon Power AG:

www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl

Das steht da:

Amtsgericht Aachen, Aktenzeichen: 92 IN 299/15

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen

der im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 16441 eingetragenen PHOTON Power AG, Avantisallee 80, 52072 Aachen, gesetzlich vertreten durch den Vorstand Michael Pohl, Avantisallee 80, 52072 Aachen und Ralf Heuser, Avantisallee 80, 52072 Aachen



Geschäftszweig: Erzeugung von Elektrizität durch regenerative Ressourcen u.a.



ist am 22.12.2015, um 13:17 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth, Theaterstr. 30-32, 52062 Aachen bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).

92 IN 299/15
Amtsgericht Aachen, 22.12.2015
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.036.738 von tfv am 08.11.15 20:43:40
Insolvenzverfahren Photon Power AG eröffnet
Hier kann man die Information über das Insolvenzverfahren der hoton Power AG erhalten:

https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl

Das steht da heute:

Amtsgericht Aachen, Aktenzeichen: 92 IN 299/15

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen



der im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 16441 eingetragenen PHOTON Power AG, Avantisallee 80, 52072 Aachen, gesetzlich vertreten durch den Vorstand Michael Pohl, Avantisallee 80, 52072 Aachen und Ralf Heuser, Avantisallee 80, 52072 Aachen



Geschäftszweig: Erzeugung von Elektrizität durch regenerative Ressourcen u.a.



ist am 22.12.2015, um 13:17 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth, Theaterstr. 30-32, 52062 Aachen bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).

92 IN 299/15
Amtsgericht Aachen, 22.12.2015
Ich bin selbst kein Anleger der Photon Power AG, würde aber zu Folgendem raten:

1. Fragen Sie sich, warum Frau Kreutzmann Rundbriefe schreibt und nicht der Vorstand der Photon Power AG? Hat Frau Kreutzmann überhaupt eine Funktion bei der Photon Power AG (Vorstand? Aufsichtsrat?). Falls sein, sollten Sie sich fragen, welche Motive Frau Kreutzmann hat. Daher würde ich dringend empfehlen, den Vorstand der Photon Power AG, Herrn Ralf Heuser, zu kontaktieren und diesen zu fragen (möglichst schriftlich), wie es zu der Lage kommen konnte und was er von den Vorschlägen von Frau Kreutzmann hält. Ebenso können Sie dies den zweiten Vorstand der Photon Power AG fragen. Auch eine Kontaktaufnahme mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter ist sinnvoll. Sammeln Sie einige Stellungnahmen, um sich ein abschließendes Bild zu verschaffen. Verlassen Sie sich keinesfalls nur auf eine Sicht der Dinge. Diese Sicht kann von Eigeninteressen geprägt sein. Falls Sie selbst diese Fragen nicht stellen wollen, wenden Sie sich telefonisch oder per Email z.B. an die Aachener Zeitung, die Aachener Nachrichten oder Lokalzeit Aachen des WDR und schildern Sie dort die Situation. Ich denke, da auch Aachener Geldanleger betroffen sein könnten, würden diese das Thema dann sauber recherchieren und Sie lesen bzw. sehen dann Hintergründe in den Medien. Dadurch könnten Sie wichtige Informationen erlangen. Klar ist aber auch, dass Medien nur dann tätig werden, wenn man als Betroffener auf sie zugeht. Sie selbst können, wenn Sie dies den Medien sagen, in der Berichterstattung in aller Regel anonym bleiben. Das kann man mit den Medien besprechen.

2. Kürzlich wurde eine neue Gesellschaft gegründet mit 25.000 Euro Startkapital. Geschäftsführerin Annegret Kreutzmann: http://peoplecheck.de/handelsregister/BR-HRB_28271_P-120942
Warum wurde dieses Geld zur Gründung einer neuen Gesellschaft verwendet und nicht zur Rückzahlung der Schulden der Photon Power AG?

3. Sofern Geld der Photon Power AG an andere Gesellschaften der Photon-Gruppe gezahlt wurde: stand diese Möglichkeit im Anlegerprospekt? Hat der damalige Aufsichtsrat der Photon Power AG hier seine Pflichten erfüllt? Ich würde Ihnen dringend empfehlen, dies durch einen Anwalt prüfen zu lassen und Ihren Anwalt zu fragen, ob es sinnvoll sein kann, hier rechtlich vorzugehen. Evtl. kommt ja eine Haftung der damals tätigen Organe in Betracht. Dies ist aber hier nur eine Mutmaßung und heißt noch nicht, dass die damals tätigen sich irgend etwas zu Schulden haben kommen lassen. Aber es wäre zu prüfen.

Insgesamt gilt in solchen Fällen: je mehr Öffentlichkeit Sie schaffen, desto mehr wird recherchiert, desto mehr Hintergründe kommen ans Licht. Selbst alleine werden Sie es nur schwer schaffen, diese Infos zu recherchieren. Daher: Medien kontaktieren. Neben den Lokalmedien könnten auch z.B. Wirtschaftswoche, Süddeutsche oder FAZ an solchen Themen Interesse haben. Oder das Medienmagazin ZAPP - schließlich ist ja indirekt eine Zeitschrift irgendwie beteiligt. Diese berichten immer mal wieder solche Themen. Wichtig dabei: Sie müssen wahrscheinlich mehrere Medien anrufen, bis einer berichtet. Ich wünsche Ihnen hierbei viel Geduld und auch Erfolg. Gut möglich, dass wir bald noch manches erfahren, was bislang nicht bekannt war - und was Ihnen als Anleger nutzt, um Ihre Ansprüche durchzusetzen. Die Alternative ist, dass das Thema versandet, Gelder halt einfach verloren gehen und sich niemand darum kümmert, zu recherchieren. Denken Sie an den Fall Prokon: wahrscheinlich nur, weil die Medien viel recherchiert und berichtet haben, kam Vieles ans Licht.
Ich war schon Anleihezeichner bei Prokon. Leider bin ich schon wieder reingefallen. Es ist unglaublich wie unfähige Geschäftsführungen mit fremdem Geld , das zu treuen Händen gegeben wurde, umgehen.
Ich bin im Umgang mit den Medien nicht geübt. Ich würde gerne erfahren wie das gelaufen ist.
Wie stellt man es an , die verantwortungslosen Typen, die das angerichtet haben zu finden?

Ich habe dort Geld investiert im guten Glauben, das wenn die Anlagen laufen, keine Gefahr besteht Geld zu verlieren, da die Zahlungen aus der EEG - Umlage sicher sind.
Eine Versamlung aller interressierten Anleihezeichner wäre für mich ein erster Schritt.
Wer auch so denkt, sollte sich hier oder beim SDK äußern, um eventuell mit vereinter Kraft und dem Insolvenzverwalter einen Plan zu erarbeiten, der weniger Geld vernichtet.

Die Infos der Frau Annegret Kreutzmann über das Trio Schmitz, Pohl und Schell lassen nichts Gutes vermuten. Verursacher der jetzigen Situation sind allerdings die, die die Zeitschrift über ihr Ableben hinaus mit dem Geld der Photon Power AG finanziert haben.

Also wer glaubt ein Treffen von Anleihezeichner ist eine gute Idee, sollte sich hier oder beim SDK melden. Bei genügend großem Interesse sind vielleicht die Medien zu wecken und zu bewegen sich einzuschalten. Es müßten doch wohl mindestens über 500 Anleihezeichner sein, deren Geld da in GEFAHR ist.
Photon Power - spannend wie ein Krimi?
Da mittlerweile unter anderem auch einige Rechtsanwaltsbüros auf die Angelegenheit aufmerksam geworden sind und sie offensichtlich verfolgen und kommentieren, hier ein paar Hintergrundinfos; auch für sonstige Interessierte und Presseleute etc.:

Zum einen der tolle Flyer, der zeigt, was die Anleger eigentlich wollten:
http://www.photon.info/upload/flyer_photon_power_12_2010_651.pdf

Sowie dasselbe kurz in Englisch:
http://www.photon.info/photon_pp_start_en.photon?ActiveID=5931

Dies sind die Informationen, die wir bislang so erhielten darüber, was mit dem von uns gegebenen Geld geschah:
www.photon.info/photon_pp_start.photon

Die Anleihen konnten nur von Abonnenten der Zeitschrift "Photon" gezeichnet werden. Diese ist laut Wikipedia 1996 gegründet worden. Herausgeber war Philippe Welter und Chefredakteurin Anne(gret) Kreutzmann. Später wurde aus der Zeitschrift eine ganze Anzahl Firmen, Photon Laboratory, Photon Europe, Photon Consulting,
Photon Holding etc. Z.B.:
http://www.photon.info/photon_site_consulting_en.photon?ActiveID=1116
http://www.photon.info/photon_laboratory_en.photon?ActiveID=1117
Wobei ich, ehrlich gesagt, den Überblick etwas verliere über die jeweiligen Geschäftsformen und Gruppen und wie sie zueinander stehen, GmbHs, AGs, Tochter- und Muttergesellschaften mit im Wesentlichen denselben Hauptakteuren.

Und dann 2011 halt die Photon Power AG.

In den letzten Jahren sind die ganzen Firmen dann mehr oder weniger schnell pleite geworden. Das muss ziemlich dreckig abgelaufen sein, wie man aus den Beiträgen der Site PhotonWatchBlog ersieht:
http://photonwatch.blogspot.de/
Da scheinen einige Menschen sehr verbittert zu sein und erzählen böse Geschichten; wie wahr sie im Einzelnen sind, kann ich nicht beurteilen.

Zur Person von Annegret bzw. Anne Kreutzmann lässt sich leicht googlen. Sie soll Bio und Physik studiert haben, war mal bei Greenpeace und hat die Zeitschrift "Photon" gegründet, dafür den Umweltmedienpreis 2007 in der Kategorie Printmedien bekommen:

http://www.duh.de/ump_2007.html

2011 wurden dann die ersten schönen Solarfelder der Power AG eingeweiht und, ebenso wie das eindrucksvolle Labor, in einer großen Veranstaltung den Zeichnern der Anleihe gezeigt und erklärt:
http://www.photon.info/photon_pp_Die_Anlagen.photon

Sie haben dann ja auch Super-Erträge geliefert:
http://www.photon.info/photon_pp_Ertraege.photon?ActiveID=2068

http://www.photon.info/photon_pp_start.photon?ActiveID=5222

Allerdings fällt auf, dass viele Einträge auf der Photon Power AG Info Site mehr oder weniger früh abbrechen und nicht weiter aktualisiert worden sind.

Dennoch kam für uns die mail von Anne Kreutzmann am 8.11.2015 völlig überraschend. Darin schreibt sie u.a.:


"Wie sie vermutlich wissen, ist die PHOTON-Gruppe im Zuge der Solarkrise durch eine schwere Zeit gegangen. Viele Mitarbeiter mussten entlassen werden, einige Tochtergesellschaften sind in die Insolvenz gegangen. Trotzdem ist es uns gelungen, die wichtigsten Strukturen zu erhalten und mit Auffanggesellschaften die Geschäfte fortzuführen. Bei der PHOTON Power AG waren derartige Maßnahmen aber nicht erforderlich. Wie Sie selbst wissen, sind Berichte und Unterlagen nie beanstandet worden, alle Zahlungen an die Anteilseigner wurden pünktlich geleistet.

Ich kann deshalb keinen vernünftigen Grund dafür erkennen, dass Mitte Oktober der Insolvenzverwalter der Muttergesellschaft PHOTON Holding GmbH, Rechtsanwalt Andreas Schmitz aus Aachen, bei der PHOTON Power AG einen neuen Aufsichtsrat und einen neuen Vorstandsvorsitzenden installierte. Mehr noch: Die Art und Weise des Vorgehens ist alarmierend. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ralf Heuser wurde zum nicht eigenentscheidungsbefugten Nebenvorstand degradiert, Philippe Welter wurde als Aufsichtsratsvorsitzender und ich selbst als Aufsichtsrat abgesetzt. ...

Trotzdem kann der neue Vorstand mit Rückendeckung des neuen Aufsichtrats jetzt Fakten schaffen. Wir befürchten, dass ebendies auch der eigentliche Grund für das Vorgehen ist und dass hieraus erhebliche negative Konsequenzen für die Anleihezeichner entstehen können."

Sie fordert dann die Anleihezeichner/Anzeilseigner auf, sich anwaltlich zu angagieren, dass ihre Interessen gewahrt werden.

Darauf entstand dann der vorliegende Diskussionsstrang hier in der Wallstreet Online.

Die wichtigste Information dabei war m.E. der Hinweis, dass aus dem Unternehmensregister

https://www.unternehmensregister.de/ureg/result.html;jsessionid=A86C7AB11C739019889AEAE5D97222BA.web01-1

ersichtlich ist, dass zwischen 31.12.2012 und 31.12.2013 ein "nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" von fast 4 1/2 Millionen Euro entstanden ist.

Wir haben dann, wie andere in diesem Diskussionsforum, gerätselt, was das zu bedeuten hat. Es ist bislang nur eine Vermutung, dass diese 4 1/2 Millionen dieselben sind, von denen Anne Kreutzmann in ihrer mail vom 19.12.2015 spricht:

"Die PHOTON Power AG selbst hat eine Forderung von rund 4 Millionen Euro gegen die Holding, ist also selbst Gläubiger. Altvorstand Heuser hatte diese Forderung nicht zur Tabelle angemeldet, weil ohnehin keine Aussicht bestand, von der insolventen Holding hiervon irgendeinen spürbaren Betrag zurück zu erhalten. Die Forderung wurde jetzt aber vor wenigen Tagen von dem neuen Vorstand auf bestreben des Insolvenzverwalter Schmitz angemeldet und muss jetzt von mir berücksichtigt werden. Damit dies die Beendigung des Verfahrens nach Paragraph 213 (Einigung mit allen Gläubigern) nicht kaputt macht, habe ich folgenden Vorschlag: Es findet sich ein Käufer für diese Forderung, der bereit ist, mindestens 10 Prozent des Nennwertes zu zahlen. Das ist jetzt nicht so absurd, wie es sich auf den ersten Blick anhören mag. Die Forderung steht derzeit in den Büchern der PHOTON Power AG mit Null Euro -
weil in
einem normalen Insolvenzverfahren kaum eine nennenswerte Befriedigung des Forderung zu erwarten wäre. Wenn die Holding aus der Insolvenz kommt, wäre die Forderung sofort wieder werthaltig. Es ist zwar unklar, ob, wann und in welcher Höhe diese Forderung beglichen wird, aber bei einer nicht insolventen Holding sind mit Sicherheit Zahlungen zu erwarten. ...

Also noch mal: Wer bereit ist, diese Forderung ganz oder teilweise zu zehn Prozent des Nennwertes zu kaufen, also für rund 400.000 Euro, melde sich bitte umgehend bei mir. Der Kaufvertrag würde erst nach Beendigung der Holding-Insolvenz in Kraft treten und wäre nichtig, wenn die Insolvenz nicht beendet wird. ..."

Außerdem ersieht man dem Anhang zur Bilanz 2013 im Unternehmensregister, dass es gut 7,7 Millionen in Anleihen gibt, und dazu noch gut 5,4 Millionen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Da sind 4,49 Millionen, die man mal einfach so der Holding schenkt, kein vernachlässigbarer Pappenstil.

Was ist da geschehen ist und wer ist dafür verantwortlich?

Ich halte "Photonopfer"s Idee, über diese Site in Kontakt zu bleiben, für gut. Und falls sich wer von der Presse dafür interessiert, etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen, wäre es mir auch sehr recht, ebenso wie Erläuterungen, was jetzt sinnvoll zu tun ist. Erst mal abwarten?
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.390.762 von KleinNemo am 31.12.15 04:53:41Vielen Dank für die Zusammenfassung. Ich bin auch Anteilseigner

Erst mal einen guten Rutsch und weiter viel Sonne
ich bin ebenfalls als Anleger der Photon Power betroffen, und habe mittlerweile per Post ein Schreiben der Rechtsanwaltskanzlei Andres&Partner erhalten, in welchem der vorläufige Insolvenzverwalter über das Insolvenzeröffnungsverfahren der Photon Power informiert.
Ich nehme an, dieses Schreiben haben alle Anleihe-Eigner erhalten?

Ich halte es ebenfalls für sehr sinnvoll, wenn eine Plattform zum Austausch zwischen interessierten Betroffenen und zur gegenseitigen Abstimmung nutzbar wäre.
Liebe PHOTON-Foristen,

in der PHOTON-Thematik darf ich auf unseren Beitrag aufmerksam machen.

http://www.muellerseidelvos.de/photon-power-ag-anleiheemittent-im-vorlaeufigen-insolvenzverfahren/

Ich beabsichtige mich hier zu engangieren und würde mich über einen Austausch freuen. Beispielsweise könnte eine gemeinsame Telefonkonferenz zum Ende der 1. KW 2016 sinnvoll sein. Dies würde seitens unserer Kanzlei koodiniert werden. Soweit hieran Interesse besteht, können Anleger mir eine E-Mail an vos (at) muellerseidelvos.de senden.

Beste Grüße
Daniel Vos
Photon Power AG
Schön, das sich hier Betroffene und Interessierte zum Thema " vorläufiges Insolvenzverfahren der Photon Power AG " finden und äußern.

In meiner Vorstellung müßten allerdings wesentlich mehr Anleihezeichner mit einem Beitrag hier zugegen sein, wenn 4,5 Millionen Euro laut Bilanz schon ausgebucht sind.

Eine Bündelung der Interessen auch gegenüber dem Insolvenzverwalter scheint mir alternativlos.
Ich bin grundsätzlich bereit mir durch eine unabhängige Kanzlei helfen zulassen.

Allerdings frage ich mich:

Was zeichnet Müller, Seidel und Vos aus, um genau hier tätig zu werden?
Ist es richtig jetzt oder nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine Kanzlei zu beauftragen?
Sollte jeder einzelne oder eine Gruppe jemanden beauftragen?
Was kann eine Kanzlei wirklich durchsetzen?
Was darf die Hilfe kosten?


Ich wäre dankbar für weitere Anregungen.


Schon mal Besten Dank.
Hier ein paar persönliche Worte zu den Anleihen, sowie anschließend einige Fragen, die eventuell relevant für rechtliches Engagement sein könnten:

Wie vermutlich auch andere Anleihezeichner, haben wir die Anleihen nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gezeichnet. Außerdem waren unsere Rendite- und Sicherheitserwartungen anders als bei vergelichbaren finanziellen Produkten.

Die Anleihen konnten nur von Abonennten der "Photon" gezeichnet werden. Wir wir, waren also vermutlich auch andere Zeichner begeisterte Befürworter der Solarenergie, als Alternative zur Abhängigkeit von politisch und menschenrechtlich fragwürdigen Regimes, die wir mit unserern Erdölimporten stützen, gefährlicher Atomenergie und klimaverändernder Kohleverbrennung. Auf uns traf genau zu, was in dem Prospekt für die Zeichner stand: wir hatten mittlerweile eine eigene kleine Anlage auf unserem Dach und keine weitere Fläche zur Verfügung. Da kam die Gelegenheit, Geld SICHER anzulegen und dabei noch die Solarenergie zu fördern gerade richtig.

www.photon.info/upload/Flyer_PHOTON_Power_12_2010_651.pdf

Als die Photon ihren Prospekt herausgab, wurde bei uns gerade etwas Geld frei, welches wir bis dato sehr sicher in sukzessiven Sparverträgen angelegt hatten, da es unsere private Altersicherung sein sollte. Man mag meinen, bei so guter Verzinsung sollten wir uns des Rislikos bewusst gewesen sein. Das traf hier jedoch nicht zu: Mit den Anleihen sollte der Bau von Photovoltaikanlagen finaziert werden, deren Einnahmen durch das Einspeisegesetz staatlich garantiert waren. Wir hätten also erwartet, dass es 20 Jahre lang, das heißt über die Laufzeit der Anleihen = der Laufzeit der staatlichen Einspeiseverträge! keine Probleme geben sollte. Eben so wie mit unserer eigenen Anlage auf unserem Dach, so wie es in dem Prospekt geschrieben war. Probleme wären demnach frühestens in zwanzig Jahren zu erwarten gewesen, wenn die Power AG auf einen Schlag all das geliehene Geld zurückzahlen müsste! Bis dahin hätte sie die Überschüsse irgendwo anlegen müssen, und das konnte natürlich auch schief gehen. Aber bis dahin hätten wir zumindest unser Geld in Form der Zinesn zurückerhalten, und falls die Power AG dann in 20 Jahren pleite gegangen wäre, wären halt die Solar-Anlagen noch da, so dass man sich vielleicht mit den anderen Gläubigern auf etwas hätte einigen können, wie z.B. die Fortsetzung der Einspeisung mit einem neuen Vertrag, Ablösung der Auszahlung der Gesamteinlagen durch kleine weitere Zahlungen oder sonst was. Dies war keine Risikoanlage, als ob wir unser Geld bei einer zypriotischen Bank angelegt hätten, sondern eher vergleichbar einer eigenen Solaranlage, gemäß dem Prospekt! Mit dem zusätzlichen Vorteil all der Expertise der "Photon", und dass sie als Großauftrag billig an die Panels kommen, Was hätte da schief laufen können?

In dem ausführlichen Anleiheprospekt

http://www.photon.info/photon_pp_Dokumente.photon?ActiveID=2171

sind die Risiken ausführlich erläutert. Man sieht daraus, dass Risiken vor allem aus Änderungen der derzeitigen Bedingunegn erwachsen, wie eventuelle rückwirdende Gesetzesänderungen, Lieferanten kommen Pflichetn nicht nach etc. Also Dinge, die ehr nicht zu erwarten sind! Interessant ist allerding Punkt f, Seite 13: "Risiken aus Geschäftsbeziehungen mit nache stehenden Personen". Da steht unter anderem:

"Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat bestehen
aus Personen, die auch für die übrigen Unter-
nehmen der Aktionärin bzw. der PHOTON-Unter-
nehmensgruppe tätig sind. Allein aufgrund dieser
Personenidentität kann nicht vollständig ausge-
schlossen werden, dass Interessenkonflikte ent-
stehen, z.B. dadurch, dass im Rahmen von Ge-
schäftsbeziehungen mit anderen Unternehmen
der PHOTON-Gruppe vertragliche Regelungen zu
Ungunsten der PHOTON Power AG geregelt werden."

Ich verstehe das allerdings nicht so, dass die Photon Power AG zur Melkkuh für die Schwester- und Muttergesellschaften gemacht werden darf, so dass sie quasi nur als potemkinsches Dorf diente, Menschen zur Finazierung des gesamten Photonkomplexes zu bewegen.

Mir stellen sich vor allem folgende Fragen:

1. Ich hätte gerne sämtliche Geschätsberichte. Was hat die Photon Power AG eingenommen, was ausgegeben und wofür? Insbeondere: wieviel Geld wurde tatsächlich für Solaranlagen ausgegeben?

2. Wofür hat sie die Bankkredite bekommen, und was diente ihr dazu als Sicherheit? Insbesondere: Wurden mit unserem Geld Solaranlagen gebaut (die wir ja gesehen haben), die dann aber als Sicherheit, ggf. mit Grundbucheintrag, für die Bankkredite gedient haben? Falls ja: Wäre so etwas zulässig - sowohl von Seiten der
Power AG als auch von Seiten der Bank? Laut Prospekt waren ja die Anlagen so etwas wie die Sicherheiten für die Anleger - können also nicht gleichzeitig Sicherheit für was anderes sein.

3. Hat Anne Kreutzmann Recht mit ihrer Ansicht, dass die Gläubiger von Photon Holding etc, nicht auf die Power AG zugreifen dürfen? Wurde die Photon Power genutzt, Güter vor den Gläubigern der Holding und anderen "in Sicherheit" zu bringen?

Wir müssen wohl auf die Geschäftsberichte warten! Bis dato könnte man sich erkundigen
- inwieweit ein rechtsstreit gegebenenfalls sinnvoll sein kann
- welche Freiheiten überhaupt bestehen und worüber es einen Rechtsstreit geben könnte (wo nix ist, ist nichts zu holen; anders als z.B. VW hat die Holding nix als Schulden; und wenn Finanzamt und Banken unbestreitbar vorrangig bedient werden, wüsste ich nicht, wofür man streiten sollte. Inwiefern ist die Verteilung der Insolvenzmasse nach einem Haircut eh per default geregelt, welche Freiheiten bestehen?)
- was ein Rechtsstreit gegebenenfalls kostet für jeden einzelnen, und was wären die zu erwartenden Zahlungen, die über das hinausgehen, was wir eh kriegen würden (falls wir denn was kriegen)?

An "Photonopfer": Wir haben uns mal die Website der Kanzlei Müller, Seidel und Vos angeguckt; sie scheinen auf so was spezialisiert zu sein. Im Prinzip habe ich nix dagegen einzuwenden, wenn sie hier ihre Dienste anbieten - wir haben bislang keine Anwälte kontaktiert und wüssten auch keine, die sich da speziell auskennen. Und wenn dann eine Kanzlei checkt, dass hier Menschen eventuell Interesse an ihrem Angebot haben und sie erst mal mit einigen allgemeinen Infos versorgen, warum nicht.


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