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Anleihen der Photon Power AG - Geld der Anleger in Gefahr? (Seite 3)


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Persönliche Worte zu den Anleihen und einige Fragen zu einem eventuellen Rechsstreit
Hier ein paar persönliche Worte zu den Anleihen, sowie anschließend einige Fragen, die eventuell relevant für rechtliches Engagement sein könnten:

Wie vermutlich auch andere Anleihezeichner, haben wir die Anleihen nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gezeichnet. Außerdem waren unsere Rendite- und Sicherheitserwartungen anders als bei vergelichbaren finanziellen Produkten.

Die Anleihen konnten nur von Abonennten der "Photon" gezeichnet werden. Wir wir, waren also vermutlich auch andere Zeichner begeisterte Befürworter der Solarenergie, als Alternative zur Abhängigkeit von politisch und menschenrechtlich fragwürdigen Regimes, die wir mit unserern Erdölimporten stützen, gefährlicher Atomenergie und klimaverändernder Kohleverbrennung. Auf uns traf genau zu, was in dem Prospekt für die Zeichner stand: wir hatten mittlerweile eine eigene kleine Anlage auf unserem Dach und keine weitere Fläche zur Verfügung. Da kam die Gelegenheit, Geld SICHER anzulegen und dabei noch die Solarenergie zu fördern gerade richtig.

www.photon.info/upload/Flyer_PHOTON_Power_12_2010_651.pdf

Als die Photon ihren Prospekt herausgab, wurde bei uns gerade etwas Geld frei, welches wir bis dato sehr sicher in sukzessiven Sparverträgen angelegt hatten, da es unsere private Altersicherung sein sollte. Man mag meinen, bei so guter Verzinsung sollten wir uns des Rislikos bewusst gewesen sein. Das traf hier jedoch nicht zu: Mit den Anleihen sollte der Bau von Photovoltaikanlagen finaziert werden, deren Einnahmen durch das Einspeisegesetz staatlich garantiert waren. Wir hätten also erwartet, dass es 20 Jahre lang, das heißt über die Laufzeit der Anleihen = der Laufzeit der staatlichen Einspeiseverträge! keine Probleme geben sollte. Eben so wie mit unserer eigenen Anlage auf unserem Dach, so wie es in dem Prospekt geschrieben war. Probleme wären demnach frühestens in zwanzig Jahren zu erwarten gewesen, wenn die Power AG auf einen Schlag all das geliehene Geld zurückzahlen müsste! Bis dahin hätte sie die Überschüsse irgendwo anlegen müssen, und das konnte natürlich auch schief gehen. Aber bis dahin hätten wir zumindest unser Geld in Form der Zinesn zurückerhalten, und falls die Power AG dann in 20 Jahren pleite gegangen wäre, wären halt die Solar-Anlagen noch da, so dass man sich vielleicht mit den anderen Gläubigern auf etwas hätte einigen können, wie z.B. die Fortsetzung der Einspeisung mit einem neuen Vertrag, Ablösung der Auszahlung der Gesamteinlagen durch kleine weitere Zahlungen oder sonst was. Dies war keine Risikoanlage, als ob wir unser Geld bei einer zypriotischen Bank angelegt hätten, sondern eher vergleichbar einer eigenen Solaranlage, gemäß dem Prospekt! Mit dem zusätzlichen Vorteil all der Expertise der "Photon", und dass sie als Großauftrag billig an die Panels kommen, Was hätte da schief laufen können?

In dem ausführlichen Anleiheprospekt

http://www.photon.info/photon_pp_Dokumente.photon?ActiveID=2171

sind die Risiken ausführlich erläutert. Man sieht daraus, dass Risiken vor allem aus Änderungen der derzeitigen Bedingunegn erwachsen, wie eventuelle rückwirdende Gesetzesänderungen, Lieferanten kommen Pflichetn nicht nach etc. Also Dinge, die ehr nicht zu erwarten sind! Interessant ist allerding Punkt f, Seite 13: "Risiken aus Geschäftsbeziehungen mit nache stehenden Personen". Da steht unter anderem:

"Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat bestehen
aus Personen, die auch für die übrigen Unter-
nehmen der Aktionärin bzw. der PHOTON-Unter-
nehmensgruppe tätig sind. Allein aufgrund dieser
Personenidentität kann nicht vollständig ausge-
schlossen werden, dass Interessenkonflikte ent-
stehen, z.B. dadurch, dass im Rahmen von Ge-
schäftsbeziehungen mit anderen Unternehmen
der PHOTON-Gruppe vertragliche Regelungen zu
Ungunsten der PHOTON Power AG geregelt werden."

Ich verstehe das allerdings nicht so, dass die Photon Power AG zur Melkkuh für die Schwester- und Muttergesellschaften gemacht werden darf, so dass sie quasi nur als potemkinsches Dorf diente, Menschen zur Finazierung des gesamten Photonkomplexes zu bewegen.

Mir stellen sich vor allem folgende Fragen:

1. Ich hätte gerne sämtliche Geschätsberichte. Was hat die Photon Power AG eingenommen, was ausgegeben und wofür? Insbeondere: wieviel Geld wurde tatsächlich für Solaranlagen ausgegeben?

2. Wofür hat sie die Bankkredite bekommen, und was diente ihr dazu als Sicherheit? Insbesondere: Wurden mit unserem Geld Solaranlagen gebaut (die wir ja gesehen haben), die dann aber als Sicherheit, ggf. mit Grundbucheintrag, für die Bankkredite gedient haben? Falls ja: Wäre so etwas zulässig - sowohl von Seiten der
Power AG als auch von Seiten der Bank? Laut Prospekt waren ja die Anlagen so etwas wie die Sicherheiten für die Anleger - können also nicht gleichzeitig Sicherheit für was anderes sein.

3. Hat Anne Kreutzmann Recht mit ihrer Ansicht, dass die Gläubiger von Photon Holding etc, nicht auf die Power AG zugreifen dürfen? Wurde die Photon Power genutzt, Güter vor den Gläubigern der Holding und anderen "in Sicherheit" zu bringen?

Wir müssen wohl auf die Geschäftsberichte warten! Bis dato könnte man sich erkundigen
- inwieweit ein rechtsstreit gegebenenfalls sinnvoll sein kann
- welche Freiheiten überhaupt bestehen und worüber es einen Rechtsstreit geben könnte (wo nix ist, ist nichts zu holen; anders als z.B. VW hat die Holding nix als Schulden; und wenn Finanzamt und Banken unbestreitbar vorrangig bedient werden, wüsste ich nicht, wofür man streiten sollte. Inwiefern ist die Verteilung der Insolvenzmasse nach einem Haircut eh per default geregelt, welche Freiheiten bestehen?)
- was ein Rechtsstreit gegebenenfalls kostet für jeden einzelnen, und was wären die zu erwartenden Zahlungen, die über das hinausgehen, was wir eh kriegen würden (falls wir denn was kriegen)?

An "Photonopfer": Wir haben uns mal die Website der Kanzlei Müller, Seidel und Vos angeguckt; sie scheinen auf so was spezialisiert zu sein. Im Prinzip habe ich nix dagegen einzuwenden, wenn sie hier ihre Dienste anbieten - wir haben bislang keine Anwälte kontaktiert und wüssten auch keine, die sich da speziell auskennen. Und wenn dann eine Kanzlei checkt, dass hier Menschen eventuell Interesse an ihrem Angebot haben und sie erst mal mit einigen allgemeinen Infos versorgen, warum nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.410.079 von KleinNemo am 04.01.16 21:45:50
Wer hat welche Motive?
Es wundert sehr, dass Frau Kreutzmann nun fragt, ob jemand 400.000 Euro hat. Denn:

Photon Power hat die Forderung von 4 Mio. Euro an die Photon Holding anfangs nicht anmelden wollen, weil diese nicht werthaltig sei. Jetzt auf einmal soll diese Forderung 400.000 Euro wert sein? Komisch, komisch...

Die Photon Holding würde, sofern deren Insolvenzverfahren abgeschlossen wäre, wieder Zahlungen leisten können.... woher soll die Photon Holding denn Einnahmen erzielen? Denn:
Kürzlich wurde eine neue Gesellschaft gegründet mit 25.000 Euro Startkapital. Geschäftsführerin Annegret Kreutzmann: http://peoplecheck.de/handelsregister/BR-HRB_28271_P-120942
Warum wurde dieses Geld zur Gründung einer neuen Gesellschaft verwendet und nicht als Teil der gesuchten 400.000 Euro? Da sollen andere Leute Geld geben zur Rettung der Photon Holding, aber irgendwelche Leute gründen eine neue Photon? Diese hat zum Zweck "Die Herstellung und Publizierung von Druck- sowie Onlineerzeugnissen, insbesondere von Fachmagazinen für die Solarbranche". Sitz ist nicht in Aachen, sondern in Potsdam. Gehört diese Gesellschaft zur Photon Holding? Ich sehe keinen Hinweis darauf. Wenn nicht, wird sie wahrscheinlich kein Geld an die Photon Holding zahlen. Und aus welchen Geschäftsbereichen wenn nicht aus dem Verlegen von Zeitschriften soll Geld verdient werden, welches dann an die Holding fließt und mit der die 400.000 Euro zurückgezahlt werden können?

Ich frage mich, welche Motive hinter der vermeintlichen Rettung der Photon Holding stehen, für die halt andere Leute 400.000 Euro aufbringen sollen. Würde damit irgendwie die Photon Power gerettet? Ich sehe dafür keine Anzeichen.

Warum ruft Frau Kreutzmann nicht dazu auf, Geld für einen Anwalt zu sammeln, der gegen die Verantwortlichen der Photon Power, deren Vorstand und Aufsichtsrat vorgeht? Sind das evtl. Personen, die mit Frau Kreutzmann irgendwie verbunden sind? Warum soll gegen den vorläufigen Insolvenzverwalter vorgegangen werden (der ja nur seinen Job macht) und nicht gegen diejenigen, welche für die drohende Zahlungsunfähigkeit verantwortlich sind? Schon vor mehreren Jahren gab es Ungereimtheiten, komische Zahlungen der Photon Power an die Photon Publishing:
http://www.pv-magazine.de/downloads/interview-ralf-heuser-vorstand-der-photon-power-ag/?L=1


Warum schreibt Frau Kreutzmann Rundbriefe zur Photon Power und nicht der Vorstand der Photon Power AG - immerhin ist dort auch Herr Heuser dabei, welcher lt. Anleiheprospekt Gesellschafter der Photon Holding ist/war? Hat Frau Kreutzmann überhaupt eine Funktion bei der Photon Power AG (Vorstand? Aufsichtsrat?). Falls sein, sollten Sie sich fragen, welche Motive Frau Kreutzmann hat.

Frau Kreutzmann ist Geschäftsführerin einer neuen Gesellschaft aus Potsdam, die Solar-Medien herausgibt. Diese Gesellschaft heißt Photon International GmbH. Wo liegen die Namensrechte, darf diese Gesellschaft überhaupt den Namen Photon verwenden oder braucht sie dafür evtl. eine Erlaubnis der Photon Holding? Deren Geschäftsführerin ist ebenfalls Frau Kreutzmann, doch momentan läuft dort ein Insolvenzverfahren.

Sehr sonderbar: wer heute ein Photon-Abo abschließt, macht dies mit der Photon International GmbH: http://www.photon.info/upload/PHOTON_Abo_Bestellformular_3988.pdf
Das Geld daraus fließt somit nicht an die Photon Publishing, welche zur Photon Holding gehört, sondern an eine andere Gesellschaft. Wie soll die Photon Holding davon profitieren? Dies sollte der Insolvenzverwalter der Photon Holding gefragt werden.

Überhaupt würde ich, bevor ich nur einen Euro investiere, ausführlich mit dem Insolvenzverwalter der Photon Holding und dem der Photon Power sprechen und den beiden Vorständen der Photon Power. Ich finde sehr sonderbar, dass Frau Kreutzmann all diese Rundmails schreibt, all diese vermeintlichen Rettungsaktionen (für die Holding!) anschieben will, aber z.B. Herr Heuser, seit vielen Jahren Vorstand der Photon Power AG nicht groß an die Öffentlichkeit geht.

Ein guter Anwalt könnte prüfen, ob z.B. der Aufsichtsrat der Photon Power haftet für die Verwendung der Mittel, sofern diese (dies ist bislang nicht bewiesen, nur eine Möglichkeit) nicht prospektgemäß verwendet wurden. Eventuelle gibt es Versicherungen, welche Ansprüche aus dem Handeln von Vorstand und Aufsichtsrat abdecken. Dies wäre zu prüfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.410.067 von KleinNemo am 04.01.16 21:44:29
Zitat von KleinNemoDie Anleihen konnten nur von Abonennten der "Photon" gezeichnet werden.

Gerade dies war auch für mich eher ein Pluspunkt in der Investitions-Entscheidung, denn welcher Unternehmer würde bei seinen Stammkunden (und das sind die Abonnenten neben den Inserenten ja bei der Photon-Gruppe) das Risiko eingehen, diese durch ein fragwürdiges Produkt früher oder später zu vergraulen?

Zitat von KleinNemoMir stellen sich vor allem folgende Fragen:

1. Ich hätte gerne sämtliche Geschätsberichte. Was hat die Photon Power AG eingenommen, was ausgegeben und wofür? Insbeondere: wieviel Geld wurde tatsächlich für Solaranlagen ausgegeben?

2. Wofür hat sie die Bankkredite bekommen, und was diente ihr dazu als Sicherheit? Insbesondere: Wurden mit unserem Geld Solaranlagen gebaut (die wir ja gesehen haben), die dann aber als Sicherheit, ggf. mit Grundbucheintrag, für die Bankkredite gedient haben? Falls ja: Wäre so etwas zulässig - sowohl von Seiten der
Power AG als auch von Seiten der Bank? Laut Prospekt waren ja die Anlagen so etwas wie die Sicherheiten für die Anleger - können also nicht gleichzeitig Sicherheit für was anderes sein.

3. Hat Anne Kreutzmann Recht mit ihrer Ansicht, dass die Gläubiger von Photon Holding etc, nicht auf die Power AG zugreifen dürfen? Wurde die Photon Power genutzt, Güter vor den Gläubigern der Holding und anderen "in Sicherheit" zu bringen?

Wir müssen wohl auf die Geschäftsberichte warten! Bis dato könnte man sich erkundigen
- inwieweit ein rechtsstreit gegebenenfalls sinnvoll sein kann
- welche Freiheiten überhaupt bestehen und worüber es einen Rechtsstreit geben könnte (wo nix ist, ist nichts zu holen; anders als z.B. VW hat die Holding nix als Schulden; und wenn Finanzamt und Banken unbestreitbar vorrangig bedient werden, wüsste ich nicht, wofür man streiten sollte. Inwiefern ist die Verteilung der Insolvenzmasse nach einem Haircut eh per default geregelt, welche Freiheiten bestehen?)
- was ein Rechtsstreit gegebenenfalls kostet für jeden einzelnen, und was wären die zu erwartenden Zahlungen, die über das hinausgehen, was wir eh kriegen würden (falls wir denn was kriegen)?


Ich befürchte nur, dass auch die Geschäftsberichte, wie sie z.B. von AG`s veröffentlicht werden müssen (z.B. im Bundesanzeiger, ich gehe mal davon aus diese sind in oben stehendem Zitat gemeint), nicht ausführlich genug sind, um solche Fragen zu klären. Dafür müsste man wahrscheinlich einen detaillierteren Blick in die Bücher und Aufsichtsratsprotokolle etc., also prinzipiell in vertrauliche, interne Unternehmensinformationen erhalten. Und das bekommt, meiner laienhaften Einschätzung nach, am ehesten nur jemand, der ein berechtigtes Interesse rechtlich abgesichert nachweisen kann, und dann sollte dieser die Daten auch verstehen du interpretieren können.
Liebe PHOTON-Foristen,

zunächst wünsche ich alles Gute für das Jahr 2016! In der PHOTON-Thematik haben wir die Auswirkungen eines Insolvenzverfahrens speziell auf die Ansprüche von Anleihegläubiger in einem weiteren Fachbeitrag aufbereitet:

http://www.muellerseidelvos.de/photon-power-ag-insolvent-handlungsmoeglichkeit-fuer-anleiheglaeubiger/

Für unser Engagement in der Angelegenheit ist ein möglichst breiter Rückhalt bei den Anleihegläubigern entscheidend. Daher lade ich an dieser Stelle nochmals zur Kontaktaufnahme unter vos (at) muellerseidelvos.de ein. Dabei geht es im ersten Schritt ausschließlich um die Bündelung und Koordination von Anlegerinteressen, sodass durch Ihre Meldung keine Kosten ausgelöst werden.

Im Falle von Rückfragen stehe ich auch gerne telefonisch zur Verfügung (0221/277 589-0).

Beste Grüße
Daniel Vos
Hallo,

aufgrund der bisherigen Fragestellungen in euren Beiträgen , der fehlenden Bündelung der Interessen, sowie der bruchstückhaften Information werde ich mich bei ReineckeFuchs melden, mit dem Ziel einen zentralen Ansprechpunkt zu schaffen.

Ich wüßte sonst nicht wie dieser zu bilden wäre.

Außerdem müßen sämtliche Anleger informiert werden, sich bei Müller, Siedel, Vos zu melden.
Das könnte Frau Kreutzmann durchführen, wenn sie es ehrlich meint mit dem Anlegerschutz.
Leider ist damit nicht zu rechnen. Der Insolvenzverwalter wird das auch nicht machen.

Ich denke die entstehenden Kosten durch die Kanzlei werden gut angelegtes Geld sein, gegenüber dem Schaden der bisher angerichtet wurde.

Ich setze auf den Sachverstand von ReineckeFuchs auf die richtigen Knöpfe zu drücken.

Wir brauchen ein gemeinsames Sprachrohr!

Meldet euch auch bitte beim SDK oder bei vielleicht bei WDR " Könnes kämpft..."
In diesem Sinne
Einnahmen, Bestand an Solaranlagen und Schulden der Photon Power AG
Hier ein Link auf die jährlichen Einnahmen durch die Solaranlagen der Power AG:

http://www.photon.info/photon_pp_Ertraege.photon?ActiveID=2068

2014 hatten sie also 1 250 000 Euro Einnahmen aus Solarstrom. Leider gibt es noch keine Daten für 2015; es dürfte aber in derselben Größenordnung sein.

Außerdem kann man der Site die bestehenden Solaranlagen der Power AG entnehmen.

Im März 2015 hat Photon Power allerdings die kleinste ihrer Anlagen, Camp Astrid 2, an Colexon Energie verkauft:

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/neue-vermarktungsoffensive-fuer-das-camp-astrid-1.1057699

http://www.solarparken.com/cms-assets/documents/221957-233979.strategy-guidance-2015-17--1.pdf
Seite 7

Diese Anlage hatte 2014 knap 90 000 Euro Einnahmen aus Solarstrom eingebracht.

Die Vermögenswerte, Schulden etc. der Power AG kann man dem Unternehmensregister entnehmen:

https://www.unternehmensregister.de/ureg/

Hier ein Auszug:

" Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Art der Verbindlichkeit Gesamt- davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2013 betrag kleiner 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahren Sicherheiten

Anleihen 7.742.500,00 - 80.000,00 7.662.500,00
gegenüber Kreditinstituten 5.400.310,00 449.832,00 1.799.328,00 3.151.150,00 1, 2, 3, 4
Lieferungen und Leistungen 702.886,37 702.886,37 - -
sonstige 2.084.457,34 703.160,81 43.882,00 1.337.414,53
Summe 15.930.153,71 1.855.879,18 1.923.210,00 12.151.064,53

Die Nummern der Sicherheitsvermerke bedeuten:

1 = Buchgrundschuld

2 = Selbstschuldnerische Bürgschaft

3 = Sicherungsübereignung

4 = Abtretung Einspeisevergütung"

Wie schön. Man sieht, dass alle Sicherheiten bei den Kreditinstituten sind und für uns Anleihezeichner nix als Sicherheit da ist. (Leider habe ich etwas Probleme mit den Formatierungen, sie scheinen beim Absenden verloren zu gehen. Deswegen bitte auf der Site des Unternehmensregisters schauen!)

Große Frage: Hätten die Kreditinstiture nach dem Flyer und den Infos an die potentiellen Anleger

http://www.photon.info/upload/Flyer_PHOTON_Power_12_2010_651.pdf

Zitate:

"Ertrag und Rendite wie bei der eigenen PV Anlage"
"Viele Leser von PHOTON betreiben bereits eine eigene PV-Anlage und haben ihr
Dach schon ausgenutzt. Andere Leser sind begeisterte Anhänger der Photovoltaik,
haben aber kein geeignetes Dach oder suchen eine weitere Geldanlage im Bereich
der erneuerbaren Energien."
"Dach schon voll? Zu wenig Platz? Kein eigenes Dach? Mit der Photon Power-Anleihe bieten wir Ihnen eine Alternative!"
"Die PHOTON Power AG wird als Tochter der PHOTON-Verlagsgruppe ab 2011 Solar-
stromanlagen errichten und betreiben. Die geplanten Photovoltaikanlagen werden
2011 zunächst in Deutschland gebaut.
Leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz und tragen Sie zur Energiewende bei.
Lassen Sie uns gemeinsam den Weg zur preiswerten PV beschreiten, mit dem Ziel, eines
Tages wettbewerbsfähig zu moderner Kohleverstromung zu sein.
Die PHOTON Power AG wird mit Ihrer Geldanlage zeigen, dass sich mit Photovoltaik noch
immer eine attraktive Rendite erwirtschaften lässt – trotz Senkung der Einspeisever-
gütung für Solarstrom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)."


überhaupt diese Kredite so vergeben dürfen, dass "unsere" Anlagen als Sicherheit für die Bankkredite dienen?

Wäre meine erste Frage an einen Anwalt! Ansonsten sehe ich für uns absolut schwarz. Wo nix zu holen ist, hat auch der Kaiser sein Recht verloren.
Kontaktaufnahme
Sehr geehrte Damen und Herren, dies ist mein erster Beitrag in einem Forum, meine Kinder mussten mir dabei helfen. Bitte sehen Sie mir eventuelle Fehler oder nicht eingehaltener Forenregeln aus Unkenntnis nach.
Ich bin auch ein Geschädigter und ein zutiefst enttäuschter Anleiheschuldner der Photon AG.
ich habe auch gedacht das die Erlöse ja 20 Jahre garantiert sind und mein Engagement in der Gesellschaft damit sicher, weil staatlich abgedeckt, sind. Noch mehr bin ich vom Vorstand, von Frau Kreutzmann und den anderen Gaunern enttäuscht. In den letzten zwei Jahren haben sie mit keinem Wort erwähnt, dass Schwierigkeiten oder Probleme im Zeitschriftenverlag Anliegen. Jetzt kommen auf einmal im Wochentakt Mails mit diversen Vorschlägen, den ich aber kein Wort mehr glaube und leider auch nicht verstehe. Heute ist wieder eine Mail gekommen in der ich auf die jährliche Zinszahlung verzichten soll.
Ich bin es gewöhnt solche Probleme persönlich zu regeln und es fällt mir schwer hier einen vernünftigen Beitrag zu schreiben.
Da es sich ja einigen so geht wie mir, ich finde auch dass sich bisher sehr wenige Leute zu diesem Thema geäußert haben, könnten wir Geschädigten uns doch auch einmal treffen. Mein Anfahrtsweg ist etwas länger, aber ich würde dies auf mich nehmen um mich mit anderen Leuten von Angesicht zu Angesicht, eventuell an einem Samstag oder Sonntag, in Aachen vor dem Eingangstor der Photon AG zu treffen. Wir könnten ja auch einmal Präsenz zeigen, um den Damen und Herren unser Missfallen kund zu tun. Ich bin auch bereit mich an einem Prozess oder an einer Anzeige (wegen Untreue vielleicht) zu beteiligen. Leider habe ich von diesen Dingen nicht so viel Ahnung und bin auf eure Mithilfe angewiesen. Ich wäre sehr daran interessiert andere Geschädigte kennen zu lernen. bei Bedarf würde ich hier auch meine Telefonnummer angeben.
Ich habe am Freitag Urlaub und werde mich bei der oben genannten Kanzlei melden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.422.055 von Photonopfer am 06.01.16 11:13:47
Aufruf zum melden beim WDR und der Aachener Zeitung
Betroffene Anleger sollten sich beim WDR Lokalzeit Aachen und der Aachener Zeitung melden. Nur wenn sich dort möglichst mehrere Betroffene melden, werden diese eine Veranlassung sehen, etwas zu berichten.

Hier die Kontaktdaten:

Email an Lokalzeit Aachen des WDR:
http://www1.wdr.de/studio/aachen/kontakt/index.html

Email oder Tel. Aachener Zeitung:
Aachener Zeitung, Lokalredaktion Aachen
Telefon 0241/5101-311
az-lokales-aachen@zeitungsverlag-aachen.de

Wenn Frau Kreutzmann ein tatsächliches Interesse hat, dass die Anleger die Hintergründe erfahren, wird sie sich bereit erklären, aus ihrem privaten Geld einen Beitrag an die Kanzlei Müller, Siedel, Vos zu zahlen, damit diese unabhängig die Hintergründe der Situation der Photon Power recherchieren und für alle offen legen kann ohne dass dafür die Anleger die Zeche zahlen müssen. Fragen Sie sie danach! Ich halte es allerdings als sehr unwahrscheinlich, dass Frau Kreutzmann solch ein Vorgehen möchte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.427.635 von Mosaikleger am 06.01.16 19:41:05
Wie Öffentlichkeit herstellen
Hallo,

damit sich die Info-Wellen weiter ausbreiten, habe ich beim WDR angefragt, ob sie schon was von der Photonpleite gehört haben. Bin mal gespannt ob sich jemand meldet.
Eine weitere Möglichkeit ist Facebook, die Info über die vorläufige Insolvenz weiter zu tragen.

Beste Grüße
Hallo allerseits
Als Anleger der PHOTON Power AG bin ich kürzlich auf diese Diskussion gestoßen. Ich bin übrigens auch Gläubiger bei Solar Millennium, deren Insolvenzverfahren seit mehreren Jahren läuft und bei dem schlussendlich mit einem Verlust von 85 bis 90 Prozent der eingebrachten Anlagen zu rechnen ist.
Außerdem war ich in das Insolvenzverfahren von PROKON involviert und habe als Aktiver des Vereins „Freunde von Prokon“ (FvP) an dessen Begleitung von Anfang an mitgewirkt. Hier betrug letztendlich der Verlust knapp 40 %, aber das Unternehmen wird in Form einer Genossenschaft weitergeführt und wird voraussichtlich in absehbarer Zeit wieder Gewinne an die Genossenschaftsmitglieder ausschütten. Der Energiewende konnte m. E. durch die Bildung der Genossenschaft und nicht zuletzt durch die Tätigkeit des Vereins FvP ein guter Dienst erwiesen werden.
Nun zur PHOTON Power AG:
Den Ärger, der aus den Zeilen spricht, die „Photonopfer“ am 30.12.2015 geschrieben hat, kann ich gut nachvollziehen. Dass mit fremden Geld, das in guter Absicht zur Verfügung gestellt wurde, immer wieder verantwortungslos umgegangen wird, ist zweifellos ein Skandal. „Die verantwortungslosen Typen, die das angerichtet haben zu finden“ dürfte allerdings kein Problem sein. Im Falle von PROKON ist an erster Stelle Carsten Rodbertus (C. R.) zu nennen. Bei PHOTON Power AG blicke ich noch nicht ganz durch, aber auch hier kommt nur ein sehr überschaubarer Personenkreis in Betracht, der namentlich bekannt ist. Allerdings warne ich vor einer eilfertigen Verurteilung, ohne sich mit den Motiven der Akteure auseinandergesetzt zu haben. Es ist guter Brauch, vor einer Verurteilung immer auch die Beschuldigten anzuhören und sich mit deren Argumenten auseinanderzusetzen. An der Person von C. R. Kann ich übrigens nach wie vor positive Zuge erkennen, obwohl er sicher die Hauptverantwortung für einen erheblichen Vermögensschaden trägt, von dem ich auch persönlich betroffen bin. Das Verhalten von C. R. im Insolvenzverhalten beurteile ich allerdings negativ, kann es menschlich aber durchaus verstehen. Darum geht es jedoch nur am Rande.
Wir Anleger sollten in erster Linie nach vorne blicken. Zunächst muss es darum gehen, das Insolvenzverfahren abzuwenden und nach meinem Eindruck ist Frau Kreutzmann für dieses Ziel ehrliche engagiert. Sollte es dennoch zum Insolvenzverfahren kommen, ist noch längst nicht alles verloren oder perspektivlos (wie das Beispiel von PROKON zeigt). Durch engagiertes Handeln der Anleger/-innen ist auch im Insolvenzverfahren noch viel zu erreichen! Im Übrigen sollte unser Verhältnis zum Kern der PHOTON Power AG m. E. von kritischer Solidarität geprägt sein.
Deshalb unterstütze ich ausdrücklich die Idee von „Photonopfer“, als ersten Schritt zu einer „Versammlung aller interessierten Anlagezeichner“ zu gelangen. Wo ich mit „Photonopfer“ nicht übereinstimme, ist das Einschalten der Medien zum jetzigen Zeitpunkt. Die Medien verfolgen eigene Interessen und man sollte ihre Einschaltung erst dann in Betracht ziehen, wenn man sich davon einen Nutzen erhoffen kann. Sollte es zum Insolvenzverfahren kommen, muss man dies natürlich erneut überprüfen.
Die vorliegende Plattform von wallstreet-online halte ich für denkbar ungeeignet, um über unsere Probleme zu diskutieren und zwar hauptsächlich aus zwei Gründen
1. Die Diskussion ist öffentlich und kann von diversen Interessengruppen für Ziele genutzt werden, die nicht die unseren sind. Das Beispiel von PROKON hat gezeigt, dass sofort Rechtsanwälte zur Stelle sind, wenn Mandate erhofft werden. (Der Geruch nach Aas lockt stets auch Geier an.) Ich weiß definitiv, dass im Falle von PROKON Rechtsanwälte versucht haben, Anleger/-innen in zum Teil abenteuerliche Verfahren zu locken! Inwieweit hier einige Personen noch zusätzlich viel Geld verbrannt haben, wird wohl ein Geheimnis bleiben! Außerdem muss in Betracht gezogen werden, dass auch im Umfeld der PHOTON-Gruppe (z.B. unter den Gläubigern) möglicherweise erhebliche Interessengegensätze bestehen könnten, was für sich alleine schon ein hinreichender Grund ist, die Debatte nicht auf dem Marktplatz zu führen. Vielleicht stehen auch schon Investoren bereit, die sich die PHOTON Power AG zum Ramschpreis unter den Nagel reißen wollen. Wer weiß!
2. Die Diskussion hier ist anonym. Dafür mag es gute Gründe geben. Ich möchte allerdings wissen, mit wem ich es zu tun habe und ich denke, dass unter uns genügend Vertrauen bestehen sollte, innerhalb einer geschlossenen Plattform unsere Identitäten preiszugeben.
Ich fange damit schon einmal an: Ich wohne in Dortmund und bin unter der E-Mail-Adresse
EckhardAlthaus@gmx.de zu erreichen. Diese Adresse enthält übrigens auch meinen Klarnamen.
Ich schlage also vor, dass alle, die am Aufbau einer solchen geschlossenen Diskussionsplattform interessiert sind, mir ihre E-Mail-Adresse zukommen lassen. Ich werde die Adressen sammeln und allen Personen, deren Adresse bei mir eingeht, auch alle anderen Mail-Adressen schicken, die bei mir eingehen.
Ich verpflichte mich ausdrücklich dazu, die Daten nur für den hier beschriebenen Zweck zu verwenden, was aber eigentlich selbstverständlich und darüber hinaus datenschutzrechtlich erforderlich ist.
Ich werde übrigens auch noch auf einem anderen Weg versuchen, eine Plattform der beschriebenen Art einzurichten. Wenn das gelingt, werdet Ihr davon erfahren, es kann allerdings ein paar Tage dauern.
Was KleinNemo am 04.01.2016 über die Motivation der Anleger/-innen geschrieben hat,
„Wir ... waren ... begeisterte Befürworter der Solarenergie, als Alternative zur Abhängigkeit von politisch und menschenrechtlich fragwürdigen Regimes, die wir mit unserern Erdölimporten stützen, gefährlicher Atomenergie und klimaverändernder Kohleverbrennung“ gilt in jedem Fall auch für mich; lediglich die Vergangenheitsform „wir waren“ möchte ich in die Gegenwartsform übertragen und auch die Windenergie hier ausdrücklich einbeziehen (siehe PROKON).

Abschließende Erklärung: Ich bin in keiner Weise in das operativen Geschäft der PHOTON – Gruppe eingebunden. Meine hier geäußerten Vorstellungen sind in erster Linie von meinem Engagement für die Energiewende getragen, wobei natürlich in zweiter Linie die möglichst weitgehende Werterhaltung für die Anleger/-innen eine wichtige Rolle spielt.
Ich bin auch nicht als Anwalt, Anlageberater oder in ähnlicher Form tätig. Meine ökonomischen Interessen in Sachen PHOTON Power AG sind ausschließlich durch meine Geldanlage begründet.


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