DAX-0,76 % EUR/USD+0,09 % Gold+0,12 % Öl (Brent)-0,41 %

Max Otte warnt: "Alle sind fürs Endspiel positioniert" - So retten Sie Ihr Vermögen vor de (Seite 4) | Diskussion im Forum


ISIN: DE0007664005 | WKN: 766400
174,70
18:24:05
Frankfurt
+0,40 %
+0,70 EUR

Begriffe und/oder Benutzer

 

Das ist fast schon wie ein Ritterschlag:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/…

Hätte nicht gedacht, das so etwas in einem der seriöseren Blätter gedruckt wird. Hier schreibt er aber schon etwas sachlicher.
Ganz ehrlich ... der Typ ist brilliant (aber nicht so, wie Ihr Euch das von einem "Börsenprofi" wünschen würdet) ! Er braucht eine Story ... wir machen mal auf strammer bzw. dicker Max und überlegen uns, wie wir an die Aufmerksamkeit kommen der Anleger und schlußfolgern

1) IMMER vor dem ganz großen Crash warnen, die Welt bricht wie immer zusammen, täglich aufs Neue.

2) Du musst die "Trigger" kennen, die bei den Deutschen ziehen. Und zwar Sozialromantik, Fingerzeig auf die bösen Konzerne und Anti-Amerikanismus. Für die gehobene Klientel natürlich der Hinweis auf "Ich bin kein Anti-Amerikaner" !

3) Der gute deutsche Mittelstand, in dem alle an einem Strang ziehen und natürlich die bösen Heuschrecken, namentlich Private Equity Investoren (siehe Punkt 2).

Die bescheidene eigene Performance - sein Fonds underperformt erwartungsgemäß den DAX - fällt da nicht mehr ins Gewicht. Entsorgen wir einfach seine Ergüsse durch Ignorieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.422.646 von bahalover am 06.01.16 12:06:45Ja, das ist Ottes Geschäftsmodell. Damit verkauft er seine Bücher und damit bringt seine Fonds' an den Mann.

Man muss sich Ottes Zielgruppe klarmachen: Das sind wohlhabende deutsche Senioren, älteres Großbürgertum, das aber ein relativ kleinbürgerlichen Gedankengut hat - etwas merkwürdig Deutschtümelndes und Vergangenheitsverklärendes. Da wird der preussische Staat als vorbildlich gepriesen (eine Diktatur), Sparkassen und Genossenschaftsbanken lösen die Probleme der globalen Finanzwirtschaft und die sozialliberale Wirtschaftswissenschaft der Nachkriegszeit a la Rüstow ist die Antwort auf die Probleme des 21. Jahrhundert.

Es gab ja auch nach der Finanzkrise auch eine skurille deutschtümelnde Initiative, die den "Wohlstand für alle" von Erhard ins Englische übersetzen ließ und damit den Amerikanern die Welt erklären wollten. Lächerlich und dümmlich. Hat wohl auch nicht funktioniert.

Otte glaubt wohl anscheinend selbst an den Quatsch. Die Nationalökonomie der 50er ist keine Antwort auf die riesigen globalen Wirtschaftsproblemen von heute. Und es ist vieles im Argen in der Finanzwirtschaft - da hat Otte natürlich recht. Aber da lobe ich mir die Occupy-Bewegung. Die erzählen auch viel Quatsch, aber die leben immerhin nicht in der Vergangenheit.

Alles nicht besonders aufregend - vielleicht wäre es sogar amüsant. Der Spaß hört allerdings auf, wenn Otte die rechtmäßigen "Interssen" der russische Diktatur verteidigt (Überfall anderer souveräner Länder) und unsere liberalen Demokratien in Westeuropa als von Oligarchen gesteuert diffamiert. Da zeigt sich wessen Geistes Kind Otte tatsächlich ist. Ekelhaft!
Etwas älter, aus dem Jahr 2010 - Prof. Max Otte wagt einen Abgesang auf den Finanzteil der F.A.Z. und versucht sich als Stockpicker ... er empfahl damals Praktiker und Benetton zum Kauf.

Hier ist die URL zum Artikel ! http://www.boerse.de/geldanlage/Schande-Schande-FAZ-/5379015

Und hier die entsprechenden Charts :

a) Praktiker : http://www.onvista.de/aktien/Praktiker-Aktie-DE000A0F6MD5

b) Benetton : http://www.wikinvest.com/stock/Benetton_Group_%28BIT:BEN%29

Bei Benetton wäre man "Break-Even" ungefähr, immerhin.

Bei Praktiker hätte man alles verloren, Totalverlust.

Delta Lloyd wurde von im Frühjahr 2015 zum Kauf empfohlen ("ein solides Langfristinvestment"), hier der Chart :

http://www.finanzen.net/aktien/DELTA_LLOYD-Aktie

Eine Investition in einen DAX ETF hätte zeitweise eine Verdoppelung gebracht ... wenn man 2010 eingestiegen wäre, der DAX notierte bei um die 6.000 Punkte.

Lässt doch erhebliche Zweifel aufkommen, ob aktives Management sich lohnt. Er besitzt eine wirklich hervorragende Ausbildung ... lest https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Otte ... aber leider scheint das ganze für das Vorhersagen von Kursentwicklungen herzlich wertlos zu sein. Bin da ehrlich gesagt richtig enttäuscht. Wer, wenn nicht Max ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.684.838 von bahalover am 08.02.16 13:25:13Otte hat auch vor ein paar Jahren auch Solarworld zu 6 Euro empfohlen - und das war vor dem Aktiensplit 150:1, also der Total-Enteignung. Auch ein Totalverlust.

Der DELTA_LLOYD-Chart sieht zwar scheiße aus, das würde ich ihm im Moment noch nicht anrechnen. Ein Jahr Haltedauer sagt nicht viel aus- auch wenns im Moment extrem scheiße aussieht. Den Rest muss er sich an den Hut heften.

Es lohnt auch ein Blick auf seinen langlaufenden Fonds PI Value Global. Da hatte Otte noch vor eineinhalb Jahren alle Knaller drin: Barrick, Vale, RWE, Transocean, IBM. Entsprechend sieht auch die Fondsperformance aus. Inzwischen hat Otte wohl umgeschichtet auf die Googles und so weiter.

"Wer, wenn nicht der Max?" Es gibt immer noch gute Stock-Picker. Das sind allerdings nicht unbedingt die, die bei Börse-Online und im Handelsblatt Interviews zu Geldfragen geben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.690.787 von steamy am 08.02.16 21:11:22Naja, Delta Lloyd müsste sich verdreifachen, nur um auf Einstandskurs zu kommen. Seine formale Ausbildung ist hervorragend, deshalb meinte ich "Wer, wenn nicht er ?".

Zitat Max Otte aus dem älteren Artikel :

"In den letzten Tagen liefen mir zwei interessante Investments über den Weg: Praktiker Baumärkte (WKN: A0F6MD) und Benetton (WKN: 871224). Beide sind derzeit in keiner besonders guten wirtschaftlichen Lage (aber auch nicht in einer Krisensituation, es sind also keine „Turnarounds“). Aber sie sind saubillig."
Ich muss hier mal für Otte sprechen (auch wenn ich das eigentlich gar nicht will).

Otte versteht sich als "Value-Investor" (was immer das auch heißen soll). Das heißt er nimmt für sich in Anspruch, dass es durchaus ein paar Jahre dauern kann bis eine Investment-Idee aufgeht. Also, ein aktueller Kurssturz sagt nicht viel aus. Otte fragt sich: Wo steht Delta in fünf Jahren (und nicht nächsten Monat.)

Zweitens muss man jedem Stock-Picker zugestehen, auch einmal daneben greifen zu dürfen. Otte hat aber gerade die letzten zwei Jahre zu oft danebengegriffen (siehe Berichte PI Global Value.)

Die Ausbildung sagt nun wirklich gar nichts aus. Nur weil einer einen Doktor und einen Professorentitel hat, ist er doch kein besserer Stock-Picker. Sonsts müsste doch jeder Professor ein hervorragender Anleger sein.
Es gibt doch auch so Statistiken, dass 70 bis 80 Prozend der aktiv gemanagtend Fonds den eigenen Index nicht schlagen. Die Leute haben alle studiert! Meistens BWL So gesehen müsste man eher auf Fonsmanager ohne akademische Ausbildung vertrauen.
Was der Herr Otte so von sich gibt hat Hand und Fuß und in absehbarer Zukunft werden wir es auch sehen. Mich wundert nur das dieser Otte so hoch steigen konnte mit seinen ehrlichen und nicht angepassten Behauptungen. Ein toller Mann dessen Diskussionen ich mit Spannung weiter verfolgen werde.


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben