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Dialog - Fundamentale Chancen & Risiken (Seite 221)


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18.04.19
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Die Dividende ist auch ein guter Punkt. Ich habe ehrlich gesagt in den letzten Tagen auch darüber nachgedacht.
Wenn Dialog sich jetzt auf kleinere Übernahmen konzentriert, das ARP erst einmal beendet wird und man die Profitabilität in allen Bereich halten kann, spricht mMn nichts dagegebn. Das alte Argument des „starken“ Wachstums sollte man nochmal überdenken. Die Kriegskasse ist voll und der Cashflow sollte weiterhin gut bleiben. Große Übernahmen verursachen mE nur Bauchschmerzen und sind mMn in der aktuellen Zeit, wo man schnell und flexibel auf Trends reagieren muß, auch nicht mehr sinnvoll. Silego ist sicherlich eine ganz besondere Perle gewesen, die man wohl so schnell nicht wiederfindet. Aber es gibt bestimmt noch andere sinnvolle Ergänzungen. Die Argumente von Dialog gegen eine Dividende weichen immer mehr. Von 20% Wachstum spricht keiner mehr (wie noch beim CMD2015). Ich habe ja bei Dialog eigentlich nie an eine Dividende geglaubt aber die Hoffnung stirbt zuletzt ;-). Das wäre mein Wunschvorschlag für die HV. :-)
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.721.441 von -weitblick- am 27.01.19 13:54:04Mal wieder ein paar Gedanken von mir:

1) Den neuen Shortie und den leichten Ausbau der Norges-Position kann man sicherlich als non-event bezeichnen

2) Etwas vom Apple/iPhone-Papst: "MacRumors: Ming-Chi Kuo Says 'Worst Soon Over' in Regards to Slowing iPhone Sales" (https://www.macrumors.com/2019/01/27/kuo-worst-soon-over-for-2019-iphone-shipments/)

3) Zu der Diskussion mit der Dividend bzw. sonstigen Verwendungsmöglichkeiten hatte ich neulich im AMS-Forum etwas geschrieben:

"Mit EINER möglichen Kombinatio­n/Fusion hingegen kann ich mich jeden Tag mehr anfreunden­ - und zwar ein Zusammensc­hluss mit Dialog Semi. 

=> Die beiden Unternehme­n kennen sich gut (Fusionsge­spräche vor ein paar Jahren, Dialog hat AMS‘ LED Backlight Geschäft in 2017 übernommen­, gleiche Kunden, etc.).

=> AMS ist ordentlich­ verschulde­t, wohingegen­ Dialog eine Riesenport­ion Überschuss­liquidität­ hat; eine perfekte Kombinatio­n. Eine Fusion würde sowohl eine der Hauptbefür­chtungen bei AMS eliminiere­n (Verschuld­ung) als auch bei Dialog (zu hoher Preis für eine nächste Großüberna­hme a la Synaptics)­. Beide Unternehme­n zusammen hätten wieder mehr strategisc­he Freiheit für weitere Ergänzungs­-Übernahme­n.

=> Beide Unternehme­n haben „sowieso“ einen Apple-Ante­il von mind. 40-50%, eine Fusion würde daher an diesem Umstand nichts ändern (hier könnte man aus Sicht von Dialog jedoch argumentie­ren, dass die Übernahme eines anderen Unternehme­ns die Apple-Konz­entration deutlich sinken lassen würde).

=> Von der (Unternehm­ens-)kultu­r (beides europäisch­e, größtentei­ls deutschspr­achige Unternehme­n) sollte das passen. Keine teure transatlan­tische Integratio­n (der Daimler-Ch­rysler-Fli­eger :-)). Man kreiert keine Probleme im Rahmen der momentanen­ US-China Auseinande­rsetzungen­ verglichen­ mit einer Übernahme in China/den US.

=> AMS könnte sich die geplante KE in 2019 sparen (falls die bei dem heutigen Kurs nicht sowieso schon vom Tisch ist), was auch zu Short-Eind­eckungen führen sollte (wie auch die Gesamttran­saktion).

=> Beides sind stark wachsende Unternehme­n (Dialog pro-forma wenn man den Verlust des PM-Geschäf­ts außen vor lässt), man kreiert ein europäisch­es Chip-Power­house mit >3 Mrd. Euro Umsatz p.a.

=> Dialog will im Bereich Sensorik wachsen/zu­kaufen, genau das bietet AMS.

=> Beide Unternehme­n sind in vielen Bereichen im Moment gleichzeit­ig unterwegs bzw. wollen dort wachsen (Power Management­, IC Charger, Automotive­, Industrial­, medical sensing/co­nnection, Audio; wenn auch teilweise mit verschiede­nem Fokus), sprich: hier sollten signifikan­te Synergien (R&D und Einkauf) zu erzielen sein.

=> Könnten für Teile von Dialogs Produkten evtl. freie Kapazitäte­n in AMS Singapur Fabrik genutzt werden?

=> AMS gibt teilweise interessan­te Bereiche auf (environme­ntal sensing), da man sich bei gegebenen Kapazitäte­n auf die Kernbereic­he fokussiere­n will/muss;­ bei Dialog hingegen sollten nach dem Apple Deal R&D Kapazitäte­n freiwerden­, die für solche Bereich genutzt werden könnten.

=> Dialog müsste normalerwe­ise ein Restruktur­ierungspro­gramm für deren Stabsfunkt­ionen starten, da man einen ordentlich­en Teil der Umsätze verlieren wird; im Falle einer Fusion ist das evtl. nicht mehr nötig, da das kombiniert­e Unternehme­n wesentlich­ größer wäre.


Wie ich mir das „technisch­“ vorstellen­ könnte? Es wird keine Übernahme,­ sondern eine Fusion der beiden Unternehme­n und das Anteilsver­hältnis bestimmt sich anhand der aktuellen Bewertung beider Unternehme­n (oder 3-Monats-D­urchschnit­t, Berücksich­tigung des Cashs, etc. - irgendeine­m Investment­banker fällt da schon ein gutes Konzept ein). Entweder gibt es Co-CEOs oder Dialogs CEO übernimmt für die Phase der Integratio­n der ersten 2-3 Jahre die Führung, um dann mit vollendete­m Lebenswerk­ in Rente zu gehen. Everke kann in dieser Zeit ein bißchen dazu lernen und übernimmt dann alleine die Führung mit Bagherli als AR-Vorsitz­ender/Chai­rman. Läuft.
"
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.777.205 von dlg am 02.02.19 19:29:07Hallo @dlg,

danke für Deine Gedanken.

Nachdem heute die Zahlen und der Ausblick von AMS & Nordic auf Tisch liegen ein paar Gedanken von mir:

AMS:
Ich kann mir nicht vorstellen (und wünsche mir auch nicht), dass Dialog mit AMS in irgendeiner Form zusammen geht. Das würde mE nicht zu der bisherigen Strategie („kleine“ Zukäufe) passen, und man hätte wohl auch nicht das AMS Backlight Geschäft gekauft. AMS scheint vor sehr großen Herausforderungen zu stehen, die sich Dialog mE nicht aufhalsen sollte. Der starke Kursanstieg bei AMS kam offensichtlich mit der großen Hoffnung durch Face-ID bei Apple. Das Problem was ich sehe (und meine auch schon vor längerer Zeit erwähnt zu haben) ist, dass es hier (Face-ID) auf jeden Fall zu weiterer Integration (Verkleinerung) und damit natürlich zu einem Umsatzrückgang kommen wird. Und die asiatische Konkurrenz wird auch nicht schlafen. Ich sehe daher viel mehr Probleme/Nachteile für Dialog als Chancen durch einen Kauf/Zusammenschluß.

Nordic:
Die stehen offensichtlich ebenso vor großen Problemen. Ich habe mal kurz in die Präsentation und den Bericht geschaut. Ich habe Nordic in der Vergangenheit überhaupt nicht verfolgt, und wenn ich jetzt lese, dass die ins IoT Geschäft mit einem (Mobilfunk) Modem einsteigen wollen - aua. Die prognostizieren in der Präsi:

* plan to achieve lobg range break even in 2020 requires less than 10% market share, we aspire for more“
* current ASP at >10X Bluetooth

Wovon träumen die ? Dass die Asiaten (HiSilicon, MediaTek, Unisoc (Spreadtrum), Xiaomi?…) und Qualcomm/Intel tief schlafen ? Dafür müssen mMn enorme Entwicklungsaufwände betrieben werden, oder haben die schon irgendetwas ? Das klingt für mich sehr nach Verzweifelung. Auch hier sollte Dialog mE natürlich die Finger von lassen. Den Bluettoth Marktanteil holt man sich offensichtlich auch so.

Um damit die Brück zu Dialog zu schlagen: Bis jetzt (in den letzten Monaten) hat Dialog wohl (mMn) alles richtig gemacht und die Situation (nach außen hin) ausgesessen und eigene Aktien zumindest bis jetzt günstig eingekauft. Um die 2019er Prognose zu erreichen braucht man aber mMn noch 1-2 volumige Design-Wins.
Ich hoffe daher, dass die Twitter Meldung Ende Januar „We have a lot of events and exciting announcements planned for 2019! Have you registered for our newsletter?“ nicht nur eine übliche Phrase ist, sondern man tatsächlich einiges konkret melden kann/wird. Bis zum 6.3 ist es noch eine Weile.

PS: Ich wünsche Dir trotzdem Erfolg mit AMS!
Daß Infineon bei der jüngsten zahlenvorlage ausgerechnet im Bereich PM besonders geschwächelt hat, war ein Hinweis.

Könnte mir vorstellen, daß es die nächste Zeit im Halbleitersektor zu vermehrter Konkurrenz samt Preisnachlässen kommt, die eigenen Kapazitäten nur irgendwie auszulasten. Preisnachlässe, welche um die Situation wissenden Abnehmer fordern werden - schon weil sie selbst nachfragebedingt weniger einnehmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.354.281 von faultcode am 01.08.18 21:57:16Dialog Semiconductor hat konzeptionell im MDAX nichts zu suchen

=> bei der nächsten (US-)Rezession werden sie auch wieder - mit Verzögerung - da rausfliegen, und wieder in den für sie richtigen SDAX kommen
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.129.387 von faultcode am 18.03.19 13:41:37
Begründung?
jetzt bin ich aber gespannt wie Sie das erklären.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.130.332 von marvikev am 18.03.19 15:09:00
das dt. "Auswahlindex"-System
ich habe mich schon oft (an anderer Stelle) dazu geäussert; z.B. Steinhoff früher (und viel zu früh) im MDAX

=> das dt. "Auswahlindex"-System der Dt.Börse ist (vorgeblich) rein technisch orientiert und hat dadurch erhebliche Schwächen, z.B. ggü. den US-Auswahlindizes SP500, DJIA, und, und, und, ...

=> kein Wert kommt dort automatisch in den SP500 oder DJIA; sondern nur nach Diskussion (beim SP500 weniger; beim DJIA viel mehr) --> dort dienen die technischen Kenngrößen wie Volumina etc. nur zu einer Vorauswahl, ohne aber eine Entscheidung festzulegen wie bei der Deutschen Börse AG

--> das verhindert z.B. die automatische Aufnahme von Tesla in den SP500 nach zwei "profitablen" Quartalen (im NDX waren sie und können auch dort vorerst bleiben)

=> ganze Wertegruppen können von einer Auswahl nach Diskussion ausgeschlossen werden, obwohl sie die techn. Voraussetzungen dazu locker erfüllen würden, wie z.B. die großen US-BDC's beim SP500 (Business Development Companies)

=> ein Grund für diese maßgebliche Schwäche ist die Quasi-Monopolstellung der Deutschen Börse AG hierzulande


--> aber gut, wenn der dt.Aktienmichel das mit sich machen lässt, was will man tun...

--> manche/viele Anleger hierzulande - und in Zentraleuropa - haben dadurch (sehr überraschend) Geld verloren, teilweise sogar erheblich individuell, und werden auch so in Zukunft Geld verlieren!


Garantiert.
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