Steinhoff International (Seite 5400)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.727.018 von the_aa am 19.10.19 21:06:36The_aa,
das angegebene Zitat führt zum Zeitraum
01.10.2018 bis 31.10.2018.
Damals lag das EK schon bei rund 1.6 Milliarden Dollar.
Wie hoch lag es am Ende des Geschäftsjahres 2018/9?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.727.168 von Ines43 am 19.10.19 22:21:31
Zitat von Ines43: The_aa,
das angegebene Zitat führt zum Zeitraum
01.10.2018 bis 31.10.2018.
Damals lag das EK schon bei rund 1.6 Milliarden Dollar.
Wie hoch lag es am Ende des Geschäftsjahres 2018/9?


Also bei mir führt der Link zum Zeitraum 01.07.2019 bis 30.09.2019. Gegenüber Ende März 2019 ist das Eigenkapital zu Ende September 2019 um über 0,5 Mrd. US-Dollar gesunken, von 1,659 Mrd. US-Dollar auf 1,124 Mrd. US-Dollar. Hauptgrund: Abschreibungen auf Goodwill & Intangible Assets.
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MGQ,

Danke. Durch öffnen kam ich auf die frühere Seite, durch Herunterladen auf die richtige.
Stimmt. Total stockholders equity 1.1 Milliarden Dollar.
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Da stehen ja immer noch 1.1 Milliarden Dollar an good will.
Man kann und muss also noch eine Menge abschreiben.
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Mf besitzt außer Einrichtungen und dem Inventar der Läden offenbar nichts an Wertgegenständen.
Keine Grundstücke und keine Gebäude. Man hat den guten Namen und offenbar noch viel vor.
So stellt sich MF mir vor.
Nun muss es nur noch mit dem Geldverdienen auch klappen.
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Die MF Zahlen sind ja für das Insolvenzgericht bestimmt, daher auch immer mit Vorbehalt zu interpretieren und zu analyieren.

Habe mal versucht, diese mit dem Businessplan MF zum Insolvenzantrag abzugleichen, aber ich kann nicht so richtig eine Tendenz ableiten, zumal ja 19 ein Übergangsjahr sein sollte.

Meine Eindrücke sind
- woher stammt der hohe Abschreibungsbedarf auf "Identifiable Intangible Assets" von 547 Mio$ ?
- betriebswirtschaftlich scheinen Optimierungen zu greifen (Umsatzsteigerung vs Waren auf Lager)
- es werden aber keine Skaleneffekte generiert (Umsatzsteigerung vs Kosten). Deutet auf Marktsättigung hin.
- Die Schulden (Exit Term Loan und Unsecured HoldCo PIK Loan) sind meineserachtens zum jetzigen Zeitpunkt schon relativ hoch.

vorsichtiges Fazit: Die Umsatzvorgaben nach Businessplan werden etwa getroffen, die Margen wohl noch nicht erreicht. Zudem könnten die Zahlen auch auf den Wechsel auf höherwertige Zulieferer zurückzuführen sein. Weiter spannend.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.731.085 von the_aa am 20.10.19 21:54:09Ich probiere mal etwas:

Identifiable intangible assets are those that can be separated from other assets and can even be sold by the company. These are assets such as intellectual property, patents, copyrights, trademarks, and trade names.

Hier sind die Luftbuchungen versteckt, die zu einem zu hohen Ausweis von Werten in den Bilanzen geführt haben. Und warum hat man das getan? Um Kredite zu erhalten. Denn Kredite bekommt man ja nur, wenn man Sicherheiten hat. Jetzt, wo man keinerlei Kredite mehr erhält, egal, ob man Sicherheiten hat oder nicht, kann man diese Beträge abschmelzen lassen. In welcher Größenordnung man das macht, richtet sich wohl vor allem nach steuerlichen Gesichtspunkten.

Umsatzsteigerungen gegen Waren auf Lager: hier war wohl eine Optimierung des Warenlagers möglich. Es deutet darauf hin, dass man Ladenhüter loswerden konnte und so einen Umsatz kreiert hat, um gleichzeitig dann das Warenlager zu minimieren. Hier handelt es sich aber um einmalige Entwicklungen. Der weitere Zeitablauf dürfte dieser Annahme Recht geben.

Umsatzsteigerungen gegen Kosten: Skaleneffekte können ja nicht kreiert worden sein, weil aufgrund des vorherigen Aspektes so etwas nicht möglich ist. Die Annahme, dass der Markt gesättigt ist, halte ich für richtig. Auch ist es wohl so, dass man Kosten nicht weiter reduzieren konnte. Der Punkt, dass man Ladenhüter loswerden konnte, hat lediglich dazu geführt, dass die Liquiditätssituation bzw. Verschuldenssituation verbessert werden konnte, man also Abhängigkeiten reduzieren konnte.

Die Schulden waren nicht nur zum jetzigen Zeitpunkt schon relativ hoch. Die waren immer sehr hoch. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn ich dann noch an die 10 % Zinsen denke, glaube ich, dass hier nur noch der Bekanntheitsgrad als Aktiva Sinn macht, die Firma nicht zu schließen zum jetzigen Zeitpunkt... und mittel- bis langfristig man es vielleicht schafft, durch eine Verbesserung des Marktes zu einem Oligopol-Anbieter zu werden, so dass man dann höhere Preise durchsetzen kann, die zu einer verbesserten Ertragslage bei gleichen Kosten führen KÖNNEN (nicht MÜSSEN).

Und natürlich: je höher der Umsatz in der Gesamtgruppe ist, um so höher ist die wirtschaftliche Machtstellung in den Verhandlungen mit den Gläubigern und den anderen Anspruchstellern. Denn wenn man alles den Bach heruntergehen lässt, dann macht der letzte das Licht aus. Und das ist in jedem Fall Steinhoff und nicht Arbeitnehmer, Gläubiger oder sonstwer.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.727.681 von SirRolfi am 20.10.19 09:01:24
Zitat von SirRolfi: https://www.fool.de/2019/10/20/steinhoff-dreht-am-ruder-geht…


Über die letzten Monate schwand die Hoffnung der Anleger zusehends, was die Zukunft der Aktie von Steinhoff International (WKN: A14XB9) angeht. Die Schulden, die schwache operative Profitabilität und das aufgebrauchte Eigenkapital legen nahe, dass die Gläubiger vielleicht noch mit einem blauen Auge davonkommen, aber für Aktionäre nichts mehr bleibt.

Noch ist jedoch nicht aller Tage Abend: Wenn jetzt ein paar Dinge richtig laufen, dann kann Steinhoff möglicherweise doch noch den Hals aus der Schlinge ziehen.

:keks:
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.742.410 von prinzregent am 22.10.19 12:07:56Klar... die Hoffnung stirbt zuletzt.

Aber wenn außer Hoffnung nichts mehr überzeugend vorhanden ist, dann ist tatsächlich die Lage nicht mehr nur ernst, sondern fast unmöglich. Wie kann man nur 10 % Zinsen querschreiben...

Bei Insolvenzen gibt es ja eine recht klare Erfahrung: besser ein Ende mit Schrecken als ein Ende ohne Schrecken... und je schneller das Ende kommt, um so geringer sind die Schulden. So auch bei Steinhoff: jeder Tag länger erhöhen sich die Schulden. Klar... man hat durch die gewaltigen Aufarbeitungen der Buchführung es geschafft, gerichtsverwertbare Beweise zu kreieren, die dazu geeignet sind, diejenigen, die noch bei Steinhoff sind, vor dem Knast zu bewahren. Aber jetzt... welchen Sinn macht jetzt noch die Weiterführung des Unternehmens, wenn Gläubiger den Firmenwert so stark zerstören, indem sie das, was es zu verteilen gibt zur Zeit, komplett für sich beanspruchen?

Da macht es doch wirklich mehr Sinn, wenn Leute wie z. B. Ines die Insolvenz für das Unternehmen beantragen, um wenigstens noch etwas für sich selber zu retten bzw. den Gläubigern vor den Koffer zu ... . Denn so wie ich Ines verstanden habe, findet er ja nicht, dass sich die Steinhoff-Gläubiger gegenüber Steinhoff so verhalten wie er gegenüber seinem notleidenden säumigen Mieter, dem er noch ein Darlehen gegeben hat, um ihn vor dem Hunger zu schützen.
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