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CDU will um abgewanderte Wähler „kämpfen“ (Seite 3)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 52.226.917 von Blue Max am 19.04.16 18:42:23Das sich eine höhere Verrentung auch in höhere Beiträge manifestiert ist nachvollziehbar.
Wir sprechen bei einer 40 jährigen Beschäftigung immerhin von ca 20 Prozent Unterschied in der prozentualen Höhe des Rentenbetrags.

Hinzu kommt das in Frankreich die 25 Jahre mit den höchsten Einkommen verrechnet werden.

Auch in Frankreich gilt , Beamte und Freiberufler sind grundsätzklich beitragspflichtig!

Bei uns hingegen wird jedwede Diskussion die in diese Richtung zielt unterlassen!
Rente Schweiz!

in der Debatte über ein zukunftsfestes Rentensystem werfen viele deutsche Experten gern einen Blick hinüber zu den Eidgenossen.
Denn das Schweizer Drei-Säulen-Modell für die Rente taugt zwar nicht in Gänze als Vorbild, einzelne Elemente werden jedoch für kopierfähig gehalten.

Bei der erste Säule handelt es sich in der Schweiz um eine verpflichtende Rentenversicherung, die wie in Deutschland umlagefinanziert ist:
Was die Jüngeren einzahlen, wird unmittelbar an die Rentner ausgezahlt.
Im Vergleich zum deutschen System gibt es jedoch zwei ganz entscheidende Unterschiede: Zum einen besteht die Versicherungspflicht für die ganze Bevölkerung, also auch für Selbstständige, Hausfrauen oder Beamte.
Zum anderen ist die Höhe der Beiträge anders als in Deutschland nicht bei einem bestimmten Betrag gedeckelt. Begrenzt ist aber die ausgezahlte Rente.
Das in Deutschland geltende Äquivalenzprinzip, wonach die Höhe der Einzahlungen die Höhe der Rente bestimmt, gibt es in der Schweiz also nur teilweise.
Andererseits ist damit der Solidargedanke – die Reichen stehen für die Schwachen ein – sehr ausgeprägt.

Ein Selbstständiger in der Schweiz muss insgesamt 9,7 Prozent seines Einkommens in die erste Säule einzahlen, die vor allem aus der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) besteht.
Bei Arbeitnehmern beträgt der Satz 10,3 Prozent, wovon die Arbeitgeber die Hälfte übernehmen. Rentenzahlungen gibt es dann bei Männer ab 65 und bei Frauen ab 64 Jahren.
Die Mindestrente aus der AHV beträgt derzeit umgerechnet 965 Euro, die Maximalrente 1931 Euro.
Dabei müssen allerdings die deutlich höheren Lebenshaltungskosten in der Schweiz berücksichtigt werden.

Die zweite Schweizer Rentensäule beruht auf kapitalgedeckten Versicherungen für Arbeitnehmer. Das sind vor allem Pensionskassen.
Die Beiträge sind je nach Alter und Lohn gestaffelt.
Sie betragen zwischen sieben und 18 Prozent des Bruttolohnes und werden paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Ab einem bestimmten Einkommen ist die zweite Säule für Arbeitnehmer verpflichtend, Selbstständige können auf freiwilliger Basis beitreten.

Die dritte Säule ist rein freiwillig und nur kapitalgedeckt!
Auch mal interessant wie es die Dänen handhaben.

Dänemark und seine Volksrente.
Im dänischen Volksrentensystem ist jeder versichert, der in Dänemark wohnt. Die Mitgliedschaft im Volksrentensystem hängt nicht davon ab, ob man eine Beschäftigung oder Tätigkeit ausübt. Auch Hausfrauen können Rentenansprüche erwerben.

Das Volksrentensystem ist ein Grundsicherungssystem, das bei Invalidität oder im Alter eine ausreichende Grundversorgung des Einzelnen sicherstellen soll. Es können Frührenten wegen Invalidität und Volksrenten gezahlt werden. Renten an Witwen, Witwer und Waisen kennt das Volksrentensystem nicht. Dennoch bleiben sie nicht unversorgt.


Die Volksrente setzt sich aus dem sogenannten Grundbetrag und der Rentenzulage zusammen. Hierbei handelt es sich um gesetzlich festgelegte Pauschalbeträge. Die Höhe dieser Pauschalbeträge hängt von der Wohnsitzdauer in Dänemark und vom Familienstand ab. Der vor dem Rentenbeginn erzielter Verdienst hat keinen Einfluss auf die Höhe der Pauschalbeträge und beeinflusst auch nicht die Höhe Ihrer Rente.

Die volle Rente erhält man, wenn man zwischen dem 15. Geburtstag und dem Beginn der Rente mindestens 40 Jahre in Dänemark gewohnt hat. Die monatliche Rente setzt sich dann aus den folgenden Beträgen zusammen:
dem vollen Grundbetrag in Höhe von 5254 DKK (rund 705 Euro) und
der vollen Rentenzulage in Höhe von 5289 DKK (rund 709 Euro).
Wer weniger als 40 Jahre in Dänemark gewohnt hat, erhält eine anteilige Rente. Die Volksrente wird monatlich gezahlt und jährlich an die Lohnentwicklung angepasst. Bezieher anderer Einkommen können der Grundbetrag und die Rentenzulage gekürzt werden.

Das System wird in erster Linie aus Steuermitteln finanziert.
Arbeitnehmer, Selbständige und Arbeitgeber sind daher nur indirekt an der Finanzierung beteiligt. Sie sind verpflichtet, einen Pauschalbeitrag zum sogenannten Arbeitsmarktfonds zu zahlen. Aus dem Fonds wird dann ein Teil der Leistungen finanziert.
Als Pauschalbeitrag zahlen Arbeitnehmer und Selbständige einen Betrag in Höhe von acht Prozent ihres Arbeitsverdienstes beziehungsweise Gewinns. Arbeitgeber behalten den Beitrag gleich vom Gehalt ein und führen ihn an die dänischen Finanzbehörden ab.
@Rente

Natuerlich wuerde die CDU gerne andere Themen diskutieren als Merkels Jahrtausendfehler in der Zuwanderungsfrage. Und wie dieser Thread beweist, gehen ihr viele dabei auch auf den Leim. Jahrtausendfehler und Kulturbrueche haben es aber an sich, dass diese auch die Randbedingungen aller anderen Themen diktieren werden, dass die Karten voellig neu gemischt werden und es auf lange Zeit ueberhaupt nichts zu verteilen geben wird. Die Diskussion dreht sich daher um Eier, die in Zukunft gar nicht mehr gelegt werden.

Nach der Prognose unserer besten Volkswirtschaftler wird uns jeder "Fluechtling" 450.000 Euro kosten. Bei allein bis zum Jahr 2020 von Buschkowski "konservativ" geschaetzten 10 Millionen Armutsmigranten summiert sich dies auf 4500 Milliarden Euro. Das haben wir nicht und werden es auch niemals mehr erwirtschaften.

Das heisst, es wird umverteilt, aber in erster Linie wird weggenommen werden.

Wo werden unsere Blockparteien wohl wegnehmen? Bei den jungen, kraeftigen Migranten, die in Kuerze ebenfalls waehlen koennen und deren Anzahl sehr schnell weiter wachsen wird? Oder bei den den Alten und Schwachen, die demnaechst sowieso das Zeitliche segnen werden. Sollen die doch erst ihre Haeuschen verkaufen, ehe es in Zukunft noch Staatsgeld gibt und wenn das nicht ausreicht, gibt es meist noch berufstaetige Kinder.

Es ist eigentlich damit voellig klar wohin das Rentensystem unter den Randbedingungen von Merkels Jahrtausendfehler laufen wird, ganz gleich, was die Blockparteien sich so ausdenken moegen und womit sie bei den naechsten Wahlen die Gehirne der Waehler ohne Unterlass waschen werden.

So wird es aussehen und nicht anders:

Rente -> Minirente -> Taschengeld -> Essensmarken -> Suppenkueche -> und dann gar nichts mehr.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.228.240 von carrincha am 19.04.16 20:57:34Schweiz ? Dann müsste man aber auch deren Einkommenssteuern, stabile Währung, Demokratie und Einwanderungsrecht übernehmen...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.228.342 von carrincha am 19.04.16 21:10:48Dänemark:

"...Die monatliche Rente setzt sich dann aus den folgenden Beträgen zusammen:
dem vollen Grundbetrag in Höhe von 5254 DKK (rund 705 Euro) und
der vollen Rentenzulage in Höhe von 5289 DKK (rund 709 Euro)..."

Klingt auf den ersten Blick nach viel, aber wenn man sich dann mal die extrem hohen Steuern und Lebenshaltungskosten in Dänemark anschaut, oder was dort zb der Kauf eines Neuwagen kostet, dann ist das doch eher bescheiden.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.233.553 von Blue Max am 20.04.16 12:47:08http://www.tyskret.com/index.php?id=17&tx_ttnews[tt_news]=24…

Dänemark ist anders

"...Die persönliche Steuerbelastung in Dänemark ist hoch. Es bestehen nur außerordentlich geringe Freibeträge. Schon ab einem Jahreseinkommen von 390.000 DKK (Wert für 2011), also umgerechnet ca. 52.400 Euro, ist der Spitzensteuersatz ("Topskat") von (abhängig von der Höhe des kommunalen Steuersatzes) 59,6% fällig. Der Splittingvorteil ist in Dänemark unbekannt. Eheleute werden jeder für sich nach dem jeweiligen Einkommen besteuert..."

"...Die Umsatzsteuer in Dänemark beträgt 25 %. Allein aufgrund dieses Satzes ist das generelle Preisniveau in Dänemark in vielen Bereichen deutlich höher als in Deutschland..."

"...Extrem ist die Steuerbelastung nämlich im Bereich der Personenfahrzeuge: Hier wird auf den Netto-Preis des Herstellers eine 180 %ige (!) sogenannte Gewichtsabgabe gezahlt (die mit dem Gewicht nichts zu tun hat), bevor 25 % Umsatzsteuer hinzugerechnet werden..."

:eek:
Denke das ein Blick über den Zaun hilft, schon allein deshalb um Argumente zu sammeln die dem überkommenden Rentensystem argumentativ etwas entegegen zu setzen haben.

Das Schweizer Modell spricht mich persönlich am ehesten an.
Klingt logisch ist flexibel und hat einen starken Solidarcharakter dem eine Schiksalsgemeinschaft zum Besten steht.

Den hiesigen Politprolls fällt gar nichts ein.
Seit Jahrzehnten die selbe Leier.
Dabei hat sich unsere Gesellschaft schon längst aus einer industriegeprägten Arbeitswelt weitgehend verabschiedet.
Andere Formen müssen her.
Sonst wird es richtig heftig werden!
und hat einen starken Solidarcharakter

Und welche Partei soll diesen Weg gehen? Solidarität klingt nach DDR und miefig. Weder die CDU noch die AfD werden diesen Weg einschlagen. Allerdings eine Chance für die Sozen und Ex-SEDler auf diesen Zug aufzuspringen. Bis die allerdings in der Richtung was präsentieren ist es 2040 :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.240.462 von Doppelvize am 21.04.16 07:51:16Es liegt doch auf der Hand das die jetzige gültige Regel komplett abgewirtschaftet hat!
Es muss nur kommuniziert werden.
Aber hier gibt es offensichtlich von interessierter Seite her keinerlei Bestrebungen dieses Thema überhaupt vollumfänglich anzupacken.

Finde es immer wieder erstaunlich das genau diese Personengruppen die in keinster Weise mit dem Rentensystem kollidieren sich über das Rentensystem auslassen.

Vorrangig Politiker, Rentenexperten, leitende Angestellte und Beamte.

Also muss der betroffene Bürger es selbst in die Hand nehmen!

Arbeiten wir daran!!


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