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CytomX - ein bahnbrechender Ansatz in der Tumortherapie


ISIN: US23284F1057 | WKN: A14158 | Symbol: CTMX
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Neuigkeiten zur CytomX Therapeutics Aktie


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Ich hatte neulich in einem anderen Thread ein (bislang ungenanntes) Unternehmen erwähnt, dessen therapeutischer Ansatz möglicherweise das Potential hat, die Tumortherapie entscheidend voranzubringen. Mein Vorhaben, das Unternehmen gelegentlich ausführlicher vorzustellen, habe ich bislang jedoch wegen Zeitmangels leider nicht umsetzen können. Da sich ein Investment wirklich lohnen könnte und nicht abzusehen ist, wann es mir möglich sein wird, detailliertere Informationen ins Netz zu stellen, möchte ich wenigstens den Unternehmensnamen nennen, damit sich interessierte Forumsteilnehmer ggf. selbst vorab informieren können: Es handelt sich um CytomX, ein US-Biotech-Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, therapeutische Antikörper und ADC´s so zu maskieren, dass sie im Idealfall - nach Abtrennung maskierender Peptidketten durch tumorspezifische Proteasen - nur im Tumorgewebe wirksam werden können, an gesundes Gewebe infolge ihrer Maskierung jedoch nicht binden. Präklinisch hat sich das Konzept bereits bewährt, die erste klinische Studie müsste in Kürze starten. Kooperationspartner, die gemeinsam mit CytomX entsprechende "Probodys" entwickeln möchten, gibt es auch bereits, darunter AbbVie, Bristol-Myers Squibb, ImmunoGen und Pfizer. Die Börsenkapitalisierung beträgt derzeit 368 Mio. USD, der Unternehmenswert angesichts der NetCash-Position (182 Mio. USD) gerade mal 187 Mio. USD. Die Aktie notiert aktuell unter Ausgabewert (Börsengang war im November 2015), aus meiner Sicht bietet dies eine interessante Einstiegsgelegenheit. Handel an der Nasdaq (ob in Deutschland möglich, weiß ich nicht), wegen der relativen Marktenge sollte man nicht ohne Limits arbeiten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.743.319 von Joschka Schröder am 01.07.16 16:03:16Sorry, NetCash natürlich 181 Mio. USD, dieser Betrag sollte in jedem Fall bis Ende 2018 ausreichen, um die umfangreichen F&E-Aktivitäten vollumfänglich zu finanzieren.

In der Pipeline befinden sich u.a. ein maskierter PD-L1 checkpoint-Inhibitor und ein maskiertes anti-CD166-Immunkonjugat (CD166 kann mit konventionellen ADC´s nicht angesteuert werden, weil CD166 in größerem Umfang auch von gesundem Gewebe exprimiert wird).

Grundsätzlich kann die Probody-Technik zur Maskierung therapeutischer Antikörper (konventionell, bi- oder trispezifisch), Antikörper-Toxin-Konjugate und CAR-Therapeutika eingesetzt werden kann. Eigentlich sollte die Probody-Technik in der Lage sein, das Wirkungs-/Nebenwirkungsprofil eines jeden in der Onkologie eingesetzten Biotherapeutikums entscheidend zu verbessern.

Entscheidend ist nun, dass das Probody-Konzept in der Klinik das erfüllt, was es gemäß Theorie und Präklinik verspricht.

In Investorenkreisen ist CytomX weitgehend unbekannt, in Internetforen wird man dazu vermutlich kaum etwas finden. Nach Beginn der klinischen Studien (Start in Q3 2016) dürfte sich dies jedoch ändern.
Handel in Deutschland nur Frankfurt wie ich gesehen habe.

Habe veranlasst dass die WKN an den Thread angehängt wird. Dürfte im Laufe des Tages erledigt werden.

Werde einmal mitlesen sollten sich andere User zu Wort melden.
Nach den jüngsten nebenwirkungsbedingen Todesfällen in Junos ROCKET-Leukämiestudie, die in der vergangenen Woche von der FDA gestoppt worden ist, gerät nun die gesamte chimeric antigen receptor T cell (CAR-T)-Therapie unter Druck und wird von der FDA eingehend analysiert.

Einen Ausweg könnte auch hier die Probody-Technologie der CytomX Therapeutics bieten, die für eine Maskierung des chimären Antigen-Rezeptors in gesundem Gewebe konzipiert worden ist (die Demaskierung erfolgt erst im Tumorgewebe mit Hilfe Tumorspezifischer Enzyme). CytomX kooperiert auf diesem Gebiet mit dem MD Anderson Cancer Center.

"NK cells are cytotoxic lymphocytes in the innate immune system that play a key role in defending the body. When these cells are coupled with CARs to target proteins found on cancer cells, they create a powerful therapy and an attractive alternative to CAR T-cell therapies. By combining the promise of CAR-NK cell therapies with the added safety of the Probody technology, CytomX looks to create safer and more effective therapies that realize the full potential of the therapeutic class. CytomX is collaborating with MD Anderson Cancer Center in research around this promising field, leveraging the institution’s expertise in creating durable NK cell therapies."
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.985.593 von Joschka Schröder am 04.08.16 01:35:29Den letzten Beitrag habe ich versehentlich zu früh abgeschickt, deshalb noch einmal in vernünftiger Form:


Erfreuliche Entwicklungen bei CytomX. Ausbau der NetCash-Position durch Upfront- und Meilensteinzahlungen von 185,7 Mio. USD zum 31.12.15 auf 195,8 Mio. USD zum 30.6.16. Die Produktentwicklungen schreiten mit gutem Tempo voran. Der anti-PD-L1-Probody CX-072 steht unmittelbar vor dem Eintritt in die klinische Studienphase und soll gleich in Kombinationstherapien mit Yervoy (ipilimumab)/BMS or Zelboraf (vemurafenib)/Roche getestet werden. Konventionelle anti-PD1-Antikörper wie nivolumab und pembrolizumab oder anti-PD-L1-Antikörper wie atezolizumab und durvalumab lassen sich nur schwerlich in Kombination mit ipilimumab und vemurafenib verabreichen, weil das Nebenwirkungsprofil zu schaurig ist. Dieses Problem könnte durch die Maskierung der FAB-Region des CX-072 behoben werden.

Die Entwicklung des maskierten anti-CD166-ADC´s liegt ebenfalls voll im Plan. Außerdem wird es 2017 und 2018 mehrere klinische Studieneintritte aus Kooperationen mit großen Pharmakonzernen wie BMS, AbbVie und Pfizer geben.

Bis 2017 sollte der Börsenkurs deutlich anziehen, weil ab 2017 mit ersten klinischen Studiendaten zu rechnen ist.
Heute gab es schon mal eine erste kleine Aufwärtsbewegung des Aktienkurses um 7,5 % auf 11,37 USD. Dabei dürfte der Studienflopp des anti-PD1-Antikörpers nivolumab (BMS) in der Lungen-CA-Studie (Indikation "advanced non-small cell lung cancer") von wesentlicher Bedeutung gewesen sein. BMS setzt nun vorerst ersatzweise alle Hoffnung in eine Kombinationstherapie mit nivolumab und dem anti-CTLA-4-Antikörper ipilimumab.
Ich denke schon, dass eine derartige Kombinationsbehandlung wirksam sein wird, NUR ... das Nebenwirkungsprofil wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht akzeptabel sein. In früheren Kombistudien mit nivolumab und ipilimumab, die in der Indikation "malignes Melanom" durchgeführt worden sind, sind bei 55 % aller Patienten Nebenwirkungen der Grade 3 und 4 aufgetreten, bei 36 % der Patienten mußten die Studien wegen der Nebenwirkungen sogar abgebrochen werden.
Derartige Probleme ließen sich vermutlich durch die Maskierung der FAB-Segmente der threapeutischen Antikörper mittels der Probody-Technologie umgehen (im Tierversuch hat das bereits prima funktioniert). CytomX wird deshalb in Kürze seinen maskierten anti-PD-L1-Antikörper CX-072 in die Klinik bringen. Gleichzeitig arbeitet BMS - ebenfalls mit CytomX´s Probody-Technologie - an der Maskierung eines eigenen anti-CTLA-4-Antikörpers. Mit der Kombination derartiger Probodys sollte eine gleich wirksame Tumortherapie möglich sein, ohne dass jedoch die gefürchteten Nebenwirkungen konventioneller Immuntherapeutika auftreten.
Hinsichtlich meines CytomX-Investments bin ich weiterhin hoffnungsvoll.
Gestern Abend habe ich mich mit einigen aktuellen Entwicklungsarbeiten von CytomX beschäftigt, darunter folgendes interessantes Projekt: Es handelt sich um einen maskierten Antikörper gegen löslichen IL-6-Rezeptor. Je nach Linker kann der Antikörper bei Tumorerkrankungen oder bei entzündlichen Erkrankungen (wie z.B. der rheumatoiden Arthritis) eingesetzt werden. Kurz zur Erklärung: Der Linker stellt das Verbindungsteil zwischen dem Antikörper und dessen Maskierung (= Polypeptidkette, die die FAB-Fragmente, also die spezifischen Bindungsstellen des Antikörpers, verdeckt ... um den Sachverhalt leicht verständlich darzustellen). Dieser Linker wird am gewünschten Zielort (Tumor, entzündliche Synovia o.ä.) durch spezifische Enzyme gespalten, so dass die Bindungsstellen des Antikörpers freigelegt werden und der Antkörper am gewünschten Ort mit dem Zielmolekül eine Verbindung eingehen kann. Im gesunden Gewebe bleibt der Antikörper hingegen maskiert, so dass etwaige Nebenwirkungen minimiert werden. Für die Tumorindikation nimmt man einen Linker, der speziell durch tumorspezifische Peptidasen gespalten wird, bei Autoimmunerkrankungen z.B. einen Linker, der durch bestimmte Enzyme gespalten wird, die sich hochkonzentriert in entzündlichem Milieu finden. Die CytmoX´s Maskierungstechnologie ist konzeptionell so einfach wie genial. Der erste Klinikgang steht nun unmittelbar bevor, auf die Ergebnisse der klinschen Studien bin ich gespannt.
Mit dem Eintritt in die Klinik sollte auch der Bekanntheitsgrad des Unternehmens deutlich zunehmen ... vielleicht bin ich dann irgendwann auch nicht mehr ein Alleinunterhalter.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.125.233 von Joschka Schröder am 24.08.16 10:58:02Unternehmen ohne laufende Studie und ohne deren Ergebnisse (zunächst ja P1) wird aktuell einfach nicht viel an Wert zugestanden, Notierungen um den Cashbestand oder darunter sind da ja häufig, von daher ist in dieser Hinsicht der Titel gar nicht so günstig, relativ gesehen... In der Theorie und vom wissenschaftlichen Ansatz sieht zB Ohad Hammer den du sicher auch kennst/liest eine LIFE (atyr Pharma) als extrem aussichtsreich (und riskant, da noch dehr wenige Daten vorliegen) an, die notieren auch um den Cashbestand... in so frühen Phasen brauchen die Firmen halt in Zukunft auch noch viel Geld, was idR Verwässerung bedeutet, somit relativiert sich die vermeintlich günstige Bewertung auch... lese aber sehr gerne deine Beiträge, vielen Dank für den immer interessanten und fundierten Input
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