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Deutsche habe die höchste Sparquote in der EU,höchste Einkommen und gleichzeitig das niedrigste Ver



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Deutsche habe die höchste Sparquote in der EU,höchste Einkommen und gleichzeitig das niedrigste Vermögen
Und jetzt würd ich gerne mal erklärt kriegen, wie diese 3 Dinge miteinander in Einklang zu bringen sind:






Ich denke es liegt an der Form des Sparens. Während die höhere Aktienquote in anderen Ländern das Vermögen mehr, wird es in D auf Sparkonten und im Tresor eher zerstört. Negativzinsen dynamisieren den Prozess noch einmal. Man kann ironisch attestieren: wir sind selber daran Schuld :-(

Gruß Bernecker1977
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.853.266 von Bernecker1977 am 18.07.16 07:19:02
Zitat von Bernecker1977: Ich denke es liegt an der Form des Sparens. Während die höhere Aktienquote in anderen Ländern das Vermögen mehr, wird es in D auf Sparkonten und im Tresor eher zerstört. Negativzinsen dynamisieren den Prozess noch einmal. Man kann ironisch attestieren: wir sind selber daran Schuld :-(

Gruß Bernecker1977


Ich hätte dazu mal eine Frage, weil ich schon immer ein Problem mit dem Begriff Sparquote habe.

Wenn ich mir eine Immobilie kaufe, zählt dass dann als Sparen, oder als Konsumieren? Wenn ich z.b ein Haus für 200.000 Euro, habe ich dann 200.000 Euro gespart, oder gar nichts. Und macht es einen Unterschied, ob ich dass Haus vorher auf Kredit gekauft habe, oder nicht. Wenn ein Spanier z.b einen Kredit aufnimmt von 200.000 Euro und davon ein Haus kauft für 200.000 Euro, hat derjenige ja zunächst kein Vermögen, da er gleich viele Schulden hat wie Vermögen. Wenn der Spanier dann den Kredit langsam abzahlt, geht dass dann in die allgemiene Sparquote ein, oder nicht. Wenn der Spanier dann irgendwann seinen Kredit abbezahlt hat, hat er dann insgesamt 200.000 Euro gespart, denn am Ende hat der Spanier dann ja 200.000 Euro Vermögen,ider wird das womöglich gar nicht in die Sparquote eingerechnet?Wenn ein deutscher hingegen langsam 200.000 Euro anspart auf dem Konto, also nie einen Kredit aufnimmt,und erst dann dass Haus kauft, wenn genug Geld beisammen ist,zählt dass dann als Sparen? Also kann es sein ,dass es je nachdem, in welcher Reihenfolge man den Hauskauf macht,also über Kredit oder ohne, dass es einmal in die Sparquote eingeht , und ein andernmal nicht?
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.853.602 von superdaytrader am 18.07.16 08:28:51Wenn ich dich recht verstehe, geht es um den Unterschied zwischen "Sparen" und "Anlegen". Der Kauf von Aktien beispielsweise dürfte kaum als "Sparen" definiert werden.
Spart aber einer Geld, z. B. mit Bausparverträgen, um davon ein Haus zu kaufen, so wäre es, denke ich, zunächst "Sparen" bis zu dem Zeitpunkt, da das Geld ausgegeben wird - in diesem Fall zum Hauskauf.
Ich will jetzt nur mal erklären ,wie ich jetzt auf diesen Thread kam, dass ich die Sachen rausgesucht habe, ich habe am Wochenende einen Spanier getroffen, und habe als klugscheisseriger Deutscher zu dem gesagt, dass das Problem an Spaniern ist, dass die Spanier auf Pump leben, während die Deutschen für die Zukunft vorausplanen. Darauf hat er entgegnet, dass das alles Blödsinn ist, und ob ich alles glaub, was die Politiker und Medien mir versuchen einzureden, die Spanier sorgen viel mehr vor als die Deutschen und haben viel mehr Vermögen, dass würde man schon daran sehen, dass die Spanier alle eigene Immobilien haben, während die Deutschen mehrheitlich zur Miete leben. Den Spaniern würde es viel mehr privat vorsorgen. Ich habs ihm als klugscheissender Deutscher nicht geglaubt.

Ich hab ihn auch auf die hohen Arbeitslosenzahlen in Spanien angesprochen, er hat gesagt ,auch dass würde nicht stimmen, die Spanier sind mehrheitlich selbstständig, und die hohen Arbeitslosenzahlen ergeben sich dadurch, dass die Arbeitslosenquote relativ zu dem Bevölkerungsanteil der arbeitenden Bevölkerung angegeben werden, also sozusagen, wenn in Spanien 30 Millionen Menschen selbstständig sind, eine Million Arbeiter sind, und 200.000 arbeitslos, dann hat man eine Arbeitslosenquote von 20 Prozent.

Ich habe gedacht, dass er nur ein Dummschnacker ist mit allem. aber inzwischen zweifel ich, ob ich nicht der Dummschnacker war, und wir tatsächlich in Deutschland systematisch belogen werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.854.811 von superdaytrader am 18.07.16 10:51:42Also - ein Haus auf Pump zu kaufen/bauen hat den Vorteil, daß man gleich drin wohnen kann und Mietausgaben spart, die ja Kosten sind und nicht zum Abtragen von Schulden dienen.
Voraussetzung: sicheres Einkommen. Kein Wohnortwechsel.
Ja, die Deutschen meinen, sie seien reich, aber die Statistik sagt etwas anderes.
Vor allem der Median Haushaltsvermögen 51.000 ist ein Armutszeugnis, gerade mal 1-2 Jahreseinkommen auf der hohen Kante und halb so viel wie Europa im Durchschnitt. Und das obwohl die Einkünfte zur Vermögensbildung durchaus vorhanden wären.

Die Ursachen kann man unterschiedlich vermuten. Schlechte Anlage in Festgeld statt Aktien, keine Steuerfreiheit bei Veräußerungsgewinnen, damit aktienfeindliche steuerliche Rahmenbedingungen, Annahme eines soliden Rentensystems, so dass auf Vermögensvorsorge verzichtet wird, Schulden der Staaten sind das Vermögen der Bürger in den Mittelmeerländern und diese wurden durch Euroeinführung aufgewertet, usw usw

Vielleicht wird in Deutschland trotzniedriger Eigenheimquote trotzdem viel Geld in Immobilien gesteckt, dank soliderer Bauausführung und -standards und geringerer Fremdfinanzierung (ist das so?).

Sparquote "privat" ist das nicht (für Konsum) ausgegebene Einkommen.
(Volkswirtschaftlich muss man natürlich anders rechnen, denn da dienen die Bankguthaben der Privaten dem Staat oder der Wirtschaft als Finanzierungen.)

Ersparnis und Investition hängen natürlich auch bei den Privathaushalten zusammen.
(Wenn zum Beispiel bei einem Hauskauf zur Eigennutzung auch beide Seiten zu betrachten sind. Es ist eine Investition, die Kreditaufnahme und vorheriges Sparen des Eigenkapitalanteils voraussetzt. Der Ertrag der Investition ist der Nutzungswert, den die deutsche Steuer nicht erfasst, der aber das Einkommen erhöht, aber nicht gespart, sondern konsumiert wird. Das kann sich aber ändern, falls mal vermietet wird, oder Wertverluste oder -gewinne zusätzlich als Einkommen anfallen. Jede Kredittilgung ist natürlich "sparen".

Wer reich werden will muss investieren. Zinseszinseffekt und Wertzuwächse können nur aus Kapital und Vermögen erwachsen, während Löhne und Renten meist vergleichsweise geringe Dynamik entfalten. Die kalte Progression lässt immer weniger netto vom Brutto. Fleißig arbeiten und vielleicht ein Eigenheim abbezahlen reicht nicht unbedingt, um Anschluss zu halten.
Was soll dieses dumme Sozi-Gaga zum tausendsten Mal?
Die Rentner/Pensionisten in Schland haben irre Ansprüche
an Staatsknete + Betriebsrenten + steuerfinanzierte Zuschüsse.
Wer das nicht nennt, ist ein Lügenbold allererster Schlechtigkeit.
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