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Innogy wie geht es nach dem SpinOff weiter (Seite 73)


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20.07.18
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ein schnelles durchziehen hat man sich mit diesem mickrigen angebot imho völlig verbaut

am ende wird es auch bloss teuer, wenn man nun mühsam 8% zusammenkaufen muss, um ab 90% den wahrscheinlich noch teureren squeeze out durchzuziehen

mir ist die strategie schleierhaft, aber gut, warten wir ab
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.200.206 von annalytiks am 12.07.18 19:35:56
Zitat von annalytiks: ein schnelles durchziehen hat man sich mit diesem mickrigen angebot imho völlig verbaut

am ende wird es auch bloss teuer, wenn man nun mühsam 8% zusammenkaufen muss, um ab 90% den wahrscheinlich noch teureren squeeze out durchzuziehen

mir ist die strategie schleierhaft, aber gut, warten wir ab


Die Gesetze sind nunmal so, dass sich diese auf den ersten Blick scheierhafte Strategie logisch ergibt.
Beim Pflichtangebot muss man nur einen am Börsenkurs orientierten Preis zahlen, also gibt es wenig Anlass einen höheren Preis anzubieten. Beim Squeeze-out hingegen muss man den gutachterlichen Preis zahlen, also kann man diesen Preis nicht beeinflussen.

Schon beim Pflichtangebot einen höheren Preis zu bewilligen, würde nur dann Sinn machen, wenn man absehbar dadurch die erforderlichen Stimmrechte für den Squeeze-out erlangt. Und selbst wenn das der Fall wäre, dann macht es immer noch Sinn, den Börsenkurs eher unten zu halten, indem man ein tiefes Angebot macht, denn das verbessert die eigenen Chancen, selbst* über den Markt oder über Verhandlungen mit anderen Paketaktionären Aktien günstig zu erwerben. Bei einem Pflichtangebot zu beispielsweise 45 wäre sofort weder an der Börse, noch bei Hedgefonds, Abgabebereitschaft unter diesem Preis.

* selbst darf man erstmal gar keinen höheren Preis zahlen, aber die Trittbrettfahrer positionieren sich da schon ganz instinktiv, sammeln Aktien am Markt in der Absicht, diese später an e.on weiter zu verkaufen. Und je billiger diese Trittbrettfahrer einsammeln, umso billiger wird später weitergereicht.

Trotzdem kann es passieren, dass man einem Paketaktionär einen strategischen Preis zahlen muss, um auf die 90% zu kommen, was den Squeeze-out ermöglichen würde. Aber auch diesen Preis muss man nicht allen Aktionären zahlen, da bei der gutachterlichen Unternehmensbewertung nicht zwingend jeder zuvor gezahlte Preis in die Bewertung einfließt.

Letztlich wird die Sache nicht über den Preis verhandelt, ahnungsloslose Kleinanleger kann man mit einem läppischen Angebot über den Tisch ziehen und hartnäckige Squeeze-out Spekulanten kann man auch mit einem großzügigen Pflichtangebot nicht abwimmeln.
ja, deine ausführungen machen sinn, das stimmt


leider können wir hier auch nicht auf beistand durch elliott und co. rechnen, denn es ist nicht machbar, am markt oder irgendwie anders eine 10,00 plus 1 positionzusammenzukaufen


es wird ein langer weg für eoan jetzt, dabei bleibe ich

meine bescheidenen stücke hätte ich zu 42,5 abgeliefert, auf mich kommt es ja nicht an, aber das angebot war ein schlechter witz für alle, die ernsthaft mit dem gedanken der andienung gespielt haben
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.200.989 von honigbaer am 12.07.18 21:00:42Gute Zusammenfassung!
Überlege ja noch immer , wann der beste Zeitpunkt zum Nachkaufen wäre?

WWW
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.201.070 von annalytiks am 12.07.18 21:07:12
Zitat von annalytiks: ...
leider können wir hier auch nicht auf beistand durch elliott und co. rechnen, denn es ist nicht machbar, am markt oder irgendwie anders eine 10,00 plus 1 position zusammenzukaufen

es wird ein langer weg für eon jetzt, dabei bleibe ich
...


Im Börsenhandel kann man nicht viel kaufen, aber angeblich liegen doch fast alle Streubesitzaktien bei institutionellen Investoren in UK / USA. Wenn es da Verschiebungen von Anteilen von Fonds zu Hedgefonds gibt, das kriegen wir doch gar nicht mit. Und das kann auch mit Optionen und Kurssicherungsgeschäften gemacht werden. Wie Blackrock sich verhalten wird (verhalten muss bzw bereits verhalten hat?) weiß man doch auch nicht. Nachdem unter 3% gemeldet wurde, kann blackrock ohne weitere Meldung alle Aktien abgeben. Ist das schon passiert und wann fliegt innogy aus dem MDAX? Verkauft blackrock ggfs dann?
Eine Ware, die knapp ist, aber dringend benötigt wird, steigt im Kurs.
Das gilt natürlich auch für Eon und die restlichen Innogy-Aktien.

Ob es schließlich zu einem Delisting, Beherrschungsvertrag, einer Verschmelzung oder zu einer Übernahme kommt (ich tippe auf 3 oder 4) und in welchem Zeitrahmen sich das abspielt, läßt sich noch nicht sagen.
Ich glaube nicht, daß sich in der weiteren Annahmefrist noch viel tut und auch danach haben die - fast ausschließlich Insti-Investierten - keinen Grund, ihre Anteile billig an Eon abzugeben; ich rechne deshalb mit langsam steigenden Kursen bis zu dem Zeitpunkt wo Eon begreift, daß es handeln muß, wenn der Deal nicht scheitern soll.
Einzige Einschränkung : ich weiß nicht, wie sich ein möglicher / notwendiger Verkauf aus ETF-Anteilen auswirken könnte.

Wie eilig es Eon hat siehe :
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=20181240…
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.202.585 von aris1 am 13.07.18 03:47:16
Zitat von aris1: ...
Ich glaube nicht, daß sich in der weiteren Annahmefrist noch viel tut und auch danach haben die - fast ausschließlich Insti-Investierten - keinen Grund, ihre Anteile billig an Eon abzugeben; ich rechne deshalb mit langsam steigenden Kursen bis zu dem Zeitpunkt wo Eon begreift, daß es handeln muß, wenn der Deal nicht scheitern soll....


Der Grund für institutionelle Anleger ist, dass sie ein Problem haben, in wenig liquiden Aktien investiert zu sein. Ein Delisting halte ich für unwahrscheinlich, aber es würde sofort viele institutionelle Anleger zum Verkauf nötigen. Ein Ausscheiden aus dem MDAX würde ähnlich wirken.

Man muss befürchten, dass e.on insoweit leichtes Spiel hat, zumal man ja bereits die erforderlichen 75% der Stimmrechte sicher hat, und somit jederzeit satzungsändernde Beschlüsse fassen kann, um Strukturmaßnahmen umzusetzen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.203.440 von honigbaer am 13.07.18 08:17:01Eon will Innogy - offiziell angekündigt - zerschlagen, sprich von der Bildfläche verchwinden lassen und die Unternehmensteile auf Eon und RWE verteilen; um so etwas vornehmen zu können, reichen keine 75%, sondern nur 100%.
Und die 77% hat Eon noch gar nicht und will sie offensichtlich auch erst übernehmen, wenn die kartellrechtlichen Genehmigungen vorliegen.
Das aktuelle ÜA ist "freiwillig" und betrifft nur die 23% freefloat, was Sinn macht, wenn es denn klappen würde / geklappt hätte, weil man dann schon hat, was man in absehbarer Zukunft sowieso unabweisbar braucht.
Was die instis angeht, sind die 23% weitgehend in US/GB-Händen; angedient haben sie ihre Aktien aber nicht und sie warten mit Sicherheit auch nicht auf sinkende Kurse, sondern erkennen die Zwangslage, in der Eon steckt.
Für Elliott mag ein Engagement in Innogy zu klein sein (obwohl sie bei Uniper mW beteiligt waren), aber eine Scherzer AG z.B. hat schon angekündigt, nachlegen zu wollen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.204.031 von aris1 am 13.07.18 09:03:55
Zitat von aris1: Eon will Innogy - offiziell angekündigt - zerschlagen, sprich von der Bildfläche verchwinden lassen und die Unternehmensteile auf Eon und RWE verteilen; um so etwas vornehmen zu können, reichen keine 75%, sondern nur 100%.
Und die 77% hat Eon noch gar nicht und will sie offensichtlich auch erst übernehmen, wenn die kartellrechtlichen Genehmigungen vorliegen.
Das aktuelle ÜA ist "freiwillig" und betrifft nur die 23% freefloat, was Sinn macht, wenn es denn klappen würde / geklappt hätte, weil man dann schon hat, was man in absehbarer Zukunft sowieso unabweisbar braucht.
Was die instis angeht, sind die 23% weitgehend in US/GB-Händen; angedient haben sie ihre Aktien aber nicht und sie warten mit Sicherheit auch nicht auf sinkende Kurse, sondern erkennen die Zwangslage, in der Eon steckt.
Für Elliott mag ein Engagement in Innogy zu klein sein (obwohl sie bei Uniper mW beteiligt waren), aber eine Scherzer AG z.B. hat schon angekündigt, nachlegen zu wollen.


stimme dir auch größtenteils zu, nur nicht in der frage elliott

für elli ist das nciht zu klein, das problem ist, das er es nicht schafft, bei dem geringen freefloat die 10,00 plus eins zusammenzukaufen
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.204.031 von aris1 am 13.07.18 09:03:55
Zitat von aris1: Eon will Innogy - offiziell angekündigt - zerschlagen, sprich von der Bildfläche verchwinden lassen und die Unternehmensteile auf Eon und RWE verteilen; um so etwas vornehmen zu können, reichen keine 75%, sondern nur 100%.
Und die 77% hat Eon noch gar nicht und will sie offensichtlich auch erst übernehmen, wenn die kartellrechtlichen Genehmigungen vorliegen.
Das aktuelle ÜA ist "freiwillig" und betrifft nur die 23% freefloat, was Sinn macht, wenn es denn klappen würde / geklappt hätte, weil man dann schon hat, was man in absehbarer Zukunft sowieso unabweisbar braucht.
Was die instis angeht, sind die 23% weitgehend in US/GB-Händen; angedient haben sie ihre Aktien aber nicht und sie warten mit Sicherheit auch nicht auf sinkende Kurse, sondern erkennen die Zwangslage, in der Eon steckt.
Für Elliott mag ein Engagement in Innogy zu klein sein (obwohl sie bei Uniper mW beteiligt waren), aber eine Scherzer AG z.B. hat schon angekündigt, nachlegen zu wollen.


Deine Weisheiten:

- Zerschlagung ==> MAN wird zerschlagen mit 75% der Stammaktien. Mit VZ-Aktien hat man noch deutlich weniger

- Scherzer? Was willst du mit denen? 100 mio -Portfolio mit 3% Innogy. Denkst du, dass diese Mega-Investoren bei 20000 mio Börsenwert Innogy was zu sagen haben? :D

- Honigbärs Blackrock: Hier gibt es klare Regeln: >50% nehmen Angebot an ==> Eingereichte kommen in den MDAX ==> ETFs müssen einreichen. Eingereichte fliegen mangels Freefloat raus (falls genügend einreichen) ==> Eingereichte fliegen aus dem ETF. Aber mit Sicherheit kann Blackrock nicht einfach mal an Singer verkaufen

Es fehlt einfach ein BigPlayer der zocken will und kann. Dazu stellt sich Eon, z.B. mit den ETFs, suboptimal an.

Dafür konnte man gestern ganz gut eingereichte zu 36,20 Euro kaufen.
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