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Corestate Capital - Mit Studentenwohnheimen zum Erfolg? (Seite 114)

eröffnet am 30.11.16 06:10:06 von
neuester Beitrag 07.05.21 13:59:53 von


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20.08.18 04:20:51
Beitrag Nr. 1.131 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.484.367 von Turbocharlotte1 am 19.08.18 20:16:40
Zitat von Turbocharlotte1: Es ist keine Frage, natürlich sollten Übernahmen konsolidiert werden, bevor man weiter zukauft.
Größere Zukäufe dürften m.E. angesichts der Verschuldung wohl nur mittels Kapitalerhöhung erfolgen.

Wie "aggressiv" zugekauft wurde, kann man an der Verschuldung (ca. 593 Mio EUR) ablesen; ich vermute resultierend aus den Übernahmen Helvetic und HannoverLeasing. Der bilanzierte Goodwill liegt bei über 550 Mio EUR.
Gegenbeispiel: Patrizia AG; trotz großer Übernahmen hat Patrizia immer noch eine Nettoliquidität von ca. 216 Mio EUR per 30.06.2018. Geschäfts- und Firmenwerte sind mit ca. 275 Mio EUR bilanziert.

Die Bereinigung des Überschusses bei Corestate geschieht nicht nach gleichbleibenden Kriterien, vgl. die Bereinigungserläuterungen im GB 2017 und Halbjahresbericht 2018.

M.E. wird sehr deutlich, wieso die von vielen erwarteten Kursziele jenseits der 60 EUR/Aktie längere Zeit nicht erreichbar sein werden.

VG


Man erkennt dass du einfach nur mit halbwissen um dich schmeisst. Hoer dir doch mal den CC an und guck dir die ganzen Finanzberichte und PPTs an und poste danach wieder. Deine "Vermutungen" sind hier wertlos. Offensichtlich hat die Verschuldung was mit den Zukäufen zu tun, aber es gibt noch weitere Faktoren zu beachten, aber die kannst du selber suchen gehen..
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20.08.18 15:26:14
Beitrag Nr. 1.132 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.485.405 von Pep92 am 20.08.18 04:20:51Sagen wir mal so: Zahlen sind konkrete objektive Tatsachen. Gegen diese von mir Genannten hast Du offensichtlich nichts einzuwenden.

Der sog. enterprise- Value (Marktkapitalisierung zzgl. Nettoverschuldung) dürfte bei Corestate und Patrizia in etwa gleichauf liegen (wenn ich falsch liegen sollte, wäre ich für einen Hinweis dankbar):

Corestate: 906,50 Mio EUR (bei 42,50 EUR/Aktie) + 593 Mio EUR (Verschuldung) = 1.499 Mio EUR

Patrizia: 1.662 Mio EUR (bei 18,00 EUR/Aktie) - 216 Mio EUR (Nettoguthaben) = 1.446 Mio EUR

Das EK der Patrizia (ca. 1,1 Mrd. EUR) ist zudem doppelt so hoch, wie das der Corestate. Die bereinigten Gewinne der Gesellschaften sind der Höhe nach vergleichbar.


VG
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20.08.18 16:24:17
Beitrag Nr. 1.133 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.489.293 von Turbocharlotte1 am 20.08.18 15:26:14
Zitat von Turbocharlotte1: Sagen wir mal so: Zahlen sind konkrete objektive Tatsachen. Gegen diese von mir Genannten hast Du offensichtlich nichts einzuwenden.

Der sog. enterprise- Value (Marktkapitalisierung zzgl. Nettoverschuldung) dürfte bei Corestate und Patrizia in etwa gleichauf liegen (wenn ich falsch liegen sollte, wäre ich für einen Hinweis dankbar):

Corestate: 906,50 Mio EUR (bei 42,50 EUR/Aktie) + 593 Mio EUR (Verschuldung) = 1.499 Mio EUR

Patrizia: 1.662 Mio EUR (bei 18,00 EUR/Aktie) - 216 Mio EUR (Nettoguthaben) = 1.446 Mio EUR

Das EK der Patrizia (ca. 1,1 Mrd. EUR) ist zudem doppelt so hoch, wie das der Corestate. Die bereinigten Gewinne der Gesellschaften sind der Höhe nach vergleichbar.


VG




Die Nettoverschuldung kannst du schlecht an einem beliebigen Zeitpunkt raussuchen, wo gerade working capital Effekte sie aufgebläht haben. Der Vorstand sagt nicht ohne Grund, dass sie am Jahresende eher bei 420 Mio liegen wird, und das lässt sich auch realistisch darstellen.

Zudem ist der Vergleich mit Patrizia aufgrund des Geschäftsmodells schwierig, sowohl was die Vermögenswerte angeht als auch die Bewertung an der Börse. Normalerweise müsste Corestate ein höheres EV/Buchwert und EV/Ebitda und KGV zugesprochen bekommen. Aber das es noch nicht so ist, könnte an der noch jungen Börsenhistorie liegen.
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20.08.18 16:31:50
Beitrag Nr. 1.134 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.489.791 von katjuscha-research am 20.08.18 16:24:17"Normalerweise müsste Corestate ein höheres EV/Buchwert und EV/Ebitda und KGV zugesprochen bekommen."

Wieso?
Weil die Wachstumsraten höher sind, die Marge höher, die Einnahmesituation sicherer, das Geschäftsmodell dynamischer?
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20.08.18 16:43:41
Beitrag Nr. 1.135 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.489.791 von katjuscha-research am 20.08.18 16:24:17die Buchwertbewertung (ex. Verschuldung!) liegt aktuell bei Corestate bei ca. 1,6; bei Patrizia bei ca. 1,4; mit Verschuldung liegt das Verhältnis bei Corestate aktuell bei ca. 2,6, bei Patrizia bei ca. 1,3.

Meine "Halbwissen-Logik" a la Pep92: Wenn Corestate aus 22 Mrd. AuM soviel Ertrag zieht, wie Patrizia aus ca. 40 Mrd. EUR AuM, dürften die Potentiale wohl kaum bei Corestate liegen, oder?

VG
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20.08.18 16:57:49
Beitrag Nr. 1.136 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.489.944 von Turbocharlotte1 am 20.08.18 16:43:41Dazu müsste man halt überlegen, warum Patrizia ein höheres AUM hat, aber Corestate höhere Margen. Stichwort Geschäftsmodell. Das Immobilienvermögen an sich sagt noch nichts über die Cashflows aus. Deswegen macht ein Buchwertvergleich hier auch keinen Sinn.
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20.08.18 17:16:21
Beitrag Nr. 1.137 ()
Das beste Beispiel wäre da wohl die Automobilindustrie, VW hat den höchsten Umsatz aber die niedrigsten Erträge bzw Gewinnmargen während zwar BMW und Daimler um einige geringere Umsätze erwirtschaftet aber dafür viel höhere Margen einstreichen.
Lässt sich zwar nicht eins zu eins übernehmen, aber ich glaube Ihr wisst eh worauf ich hinaus möchte.
Die haben zwar das gleiche Geschäftsmodell aber unterschiedliche Strukturen. Weswegen ich bezweifle das VW in näherer Zukunft die Margen auf dem gleichen Nivo heben kann.
Bei Patrizia wird die Zeit schon zeigen ob die zu der ersteren Kategorie gehört mit dem Automobilbeispiel oder nicht.
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20.08.18 18:00:18
Beitrag Nr. 1.138 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.490.118 von katjuscha-research am 20.08.18 16:57:49Angaben zum HJ 1 /2018

Patrizia:
Umsätze: ca. 160 Mio EUR
EBITDA: ca. 69 Mio EUR
Überschuss: ca. 50 Mio EUR
Mitarbeiter: ca. 650

Corstate:
Umsätze: 125 Mio EUR
EBITDA: ca. 69 Mio EUR
Überschuss: ca.43 Mio EUR
Mitarbeiter: ca. 570

Sicher, Corestate ist etwas profitabler; aber nicht in Dimensionen; die Bereinigungen habe ich ausgeklammert.

VG
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20.08.18 20:28:14
Beitrag Nr. 1.139 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.490.715 von Turbocharlotte1 am 20.08.18 18:00:18Patrizia hat explizit darauf hingewiesen, dass im ersten Halbjahr Verkaufserlöse aus Bestandsimmobilien angefallen sind, die es so im zweiten Halbjahr nicht noch einmal geben wird. Man kann/sollte also das Halbjahresergebnis weder einfach linear aufs Jahr hochrechnen, noch sollte man dies bei Vergleichen mit anderen unter den Tisch fallen lassen.
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20.08.18 20:59:10
Beitrag Nr. 1.140 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.490.715 von Turbocharlotte1 am 20.08.18 18:00:18
Mit die wichtigste Kennzahl fehlt da aber - Return auf das Kapital
Zitat von Turbocharlotte1: Angaben zum HJ 1 /2018

Patrizia:
Umsätze: ca. 160 Mio EUR
EBITDA: ca. 69 Mio EUR
Überschuss: ca. 50 Mio EUR
Mitarbeiter: ca. 650

Corstate:
Umsätze: 125 Mio EUR
EBITDA: ca. 69 Mio EUR
Überschuss: ca.43 Mio EUR
Mitarbeiter: ca. 570

Sicher, Corestate ist etwas profitabler; aber nicht in Dimensionen; die Bereinigungen habe ich ausgeklammert.

VG



Wenn ich mal einfach die Schätzungen von Finanzen.net nehme, dann komme ich für P2018 auf folgenden Vergleich:

Patrizia:
Nettoergebnis: 69 Mio.
eingesetztes Eigenkapital: 1.035
eingesetztes Gesamtkapital (vereinfachend die Bilanzssumme): 1.784

Corestate:
Nettoergebnis: 105 Mio. (mit Adjustments 125)
eingesetztes Eigenkapital: 615
eingesetztes Gesamtkapital (vereinfachend die Bilanzssumme): 1.401

Damit komme ich für Corestate auf eine REndite auf das eingesetzte EK von 17% (bzw. 21%) bei Partrizia gerade einmal 6,7%

Jetzt kann man argumentieren, dass der Leverage bei Corestate sehr hoch ist. Aber auch bei Betrachtung des gesamten eingesetzten Kapitals kommt Corestate auf 7,5% (bzw. 9%) während Patrizia nur auf 3,9% kommt. Der Leverage ist damit ein Faktor - aber nicht die Ursache für die Profitabilitätsunterschiede.

Natürlich ist eine Firma mehr wert, die ihr Eigenkapital jährlich um 15% bis 20% steigern kann (oder ausschütten), als eine Firma, die nicht mal (oder gerade mal) ihre Kapitalkosten verdient.

Anders wäre das nur zu bewerten, wenn man argumentiert, dass dieser Unterschied nicht nachhaltig ist. Klar, wenn Patrizia deutlich profitabler würde (bezogen auf das Kapital, das eingesetzt werden muss) oder die Margen von Corestate in der Höhe nicht nachhaltig wären, dann kann man zu einem anderen Schluss kommen. Der Unterschied ist aber wohl im unterschiedlichen Geschäftsmodell zu suchen und keine Momentaufnahme.
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