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Corestate Capital - Mit Studentenwohnheimen zum Erfolg? (Seite 412)

eröffnet am 30.11.16 06:10:06 von
neuester Beitrag 13.05.21 16:57:00 von


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14.05.20 16:01:09
Beitrag Nr. 4.111 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.678.610 von Turbocharlotte1 am 14.05.20 13:53:17
Zitat von Turbocharlotte1: ... Aktien kaufen und liegen lassen muss nicht zwingend zu positiver Rendite führen

Mach es doch bitte mal konkret:
1. Welche veräußerbaren Assets aus der Bilanz per 31.03.2020 meinst Du, wenn Du von ausreichenden Assets sprichst und welche Werte sind bei diesen unterlegt?
2. Welche Auswirkungen hätte die Veräußerung der Assets ggfs. auf die künftigen Einnahmen?

Danke für die Antworten

VG


Du könntest dir auch selber mal ein wenig Mühe machen, statt immer nur auf deinem EV herum zu hacken. Das ist eine Kennzahl von vielen und isoliert betrachtet nicht aussagekräftig.

1. Per Ende 2019 hatte CC ~60 Mio. € Warehousing Assets in der Bilanz. Bei üblicher fair value Betrachtung entsprach das zu Ende 2019 also dem voraussichtlichen Marktpreis. Per 31.3.2020 hat man 33 Mio. € Warehousing Debt ausstehend. Das kann aus meiner Sicht entweder bedeuten, dass CC von den 60 Mio. € Warehousing Assets 33 Mio. € fremdfinanziert hat (Rest eigenfinanziert), oder, dass man Assets im Wert von 27 Mio. € zwischenzeitlich verkaufen konnte und aktuell noch 33 Mio. € in Assets hält. Gemeinsam mit dem vorhandenen Cash hätte man bei vollständigem Verkauf also ~115-140 Mio. € Cash auf der hohen Kante.

Zur Höhe und Struktur der Warehousing Assets habe ich eine E-Mail an die IR geschickt und werde berichten.

2. Laut Q1/20 Präsentation hat man in Q1 1,9 Mio. € Umsatz aus Warehousing erzielt. Wenn man die Assets nun vollständig verkauft und die Mieterlöse wegfallen, würde dies einem reduzierten Umsatz von ~4-5 Mio. € für das verbleibende Jahr bedeuten (wir haben jetzt bereits in Mitte Mai).
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14.05.20 16:44:56
Beitrag Nr. 4.112 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.680.956 von Locodiablo am 14.05.20 16:01:09
Zitat von Locodiablo:
Zitat von Turbocharlotte1: ... Aktien kaufen und liegen lassen muss nicht zwingend zu positiver Rendite führen

Mach es doch bitte mal konkret:
1. Welche veräußerbaren Assets aus der Bilanz per 31.03.2020 meinst Du, wenn Du von ausreichenden Assets sprichst und welche Werte sind bei diesen unterlegt?
2. Welche Auswirkungen hätte die Veräußerung der Assets ggfs. auf die künftigen Einnahmen?

Danke für die Antworten

VG


Du könntest dir auch selber mal ein wenig Mühe machen, statt immer nur auf deinem EV herum zu hacken. Das ist eine Kennzahl von vielen und isoliert betrachtet nicht aussagekräftig.

1. Per Ende 2019 hatte CC ~60 Mio. € Warehousing Assets in der Bilanz. Bei üblicher fair value Betrachtung entsprach das zu Ende 2019 also dem voraussichtlichen Marktpreis. Per 31.3.2020 hat man 33 Mio. € Warehousing Debt ausstehend. Das kann aus meiner Sicht entweder bedeuten, dass CC von den 60 Mio. € Warehousing Assets 33 Mio. € fremdfinanziert hat (Rest eigenfinanziert), oder, dass man Assets im Wert von 27 Mio. € zwischenzeitlich verkaufen konnte und aktuell noch 33 Mio. € in Assets hält. Gemeinsam mit dem vorhandenen Cash hätte man bei vollständigem Verkauf also ~115-140 Mio. € Cash auf der hohen Kante.

Zur Höhe und Struktur der Warehousing Assets habe ich eine E-Mail an die IR geschickt und werde berichten.

2. Laut Q1/20 Präsentation hat man in Q1 1,9 Mio. € Umsatz aus Warehousing erzielt. Wenn man die Assets nun vollständig verkauft und die Mieterlöse wegfallen, würde dies einem reduzierten Umsatz von ~4-5 Mio. € für das verbleibende Jahr bedeuten (wir haben jetzt bereits in Mitte Mai).


Hab mir gerade das letzte Statement von Corestate nochmal genau angesehen. CC hält derzeit Inventories i.H.v. 62,3 Mio. €, was m.W. ausschließlich die Warehousing Assets umfasst. Ggü. Ende 2019 hat sich hier also nichts verändert.
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14.05.20 18:47:09
Beitrag Nr. 4.113 ()
Unglaublich wie Corestate hier zusammengeschossen wird. Mittlerweile neben Daimler eine meiner schlechtesten Positionen im Depot.

Loccodiablo, ich bin sehr gespannt, was die IR Dir antworten wird.
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14.05.20 19:18:59
Beitrag Nr. 4.114 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.680.956 von Locodiablo am 14.05.20 16:01:09du tust mir Unrecht ... ich habe euch allen die Arbeit abgenommen die Jahresabschlüsse der letzten Jahre hinsichtlich des cash flow zu durchforsten.

... wenn das was Du schreibst alles sein sollte, was im Hinblick auf die Fälligkeiten (500 Mio EUR) zur Verfügung stünde, dann verstehe ich die Argumentation von Be_eR nicht.

Meine Frage zielte auf folgendes ab:
Corestate wollte wachsen und ist in der Vergangenheit gewachsen; grösstenteils fremdfinanziert. Argumentierte man nun mit der Veräußerung von Assets zur Rückführung der Fremdverschuldung, drehte man das Rad zurück, einhergehend mit sich vermindernden Umsätzen + Erträgen ... das kann doch nicht Sinn der Sache sein, oder? ... jedenfalls entfiele dann erst recht jedwedes Potential für steigende Aktienkurse.

... da niemand auf meine Frage zum cash flow antwortet, schlussfolgere ich, dass hierzu leider niemand eine Ahnung/Erwartung hat.

VG
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14.05.20 22:37:24
Beitrag Nr. 4.115 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.684.250 von Turbocharlotte1 am 14.05.20 19:18:59
Zitat von Turbocharlotte1: ... da niemand auf meine Frage zum cash flow antwortet, schlussfolgere ich, dass hierzu leider niemand eine Ahnung/Erwartung hat.

VG


Oder es gibt andere Gründe... :rolleyes:

:cool:running
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15.05.20 01:02:59
Beitrag Nr. 4.116 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.684.250 von Turbocharlotte1 am 14.05.20 19:18:59Ich denke, da bringst berechtigte Punkte vor zu Verschuldung und cash flow, ich möchte aber ein wenig ergänzen:

Zur Refinanzierung: Die Verschuldung muss natürlich nicht vollständig zurückgeführt werden, das macht im Umfeld von Niedrigzinsen ja wenig Sinn, und schon gar nicht rein aus dem freien cash flow. Würde nun das Geschäft weiter wachsen, dann spräche ja auch gar nichts gegen eine 1:1 Refinanzierung. (Sollte dann problemlos zu haben sein.)
Korrekt ist natürlich, dass bei schwächerem Ausblick über die nächsten 6-12+ Monate die Verschuldung/EBIT steigen würde und dann schon aus Gründen der Risikostruktur (und dann womöglich kritischer Refinanzierungskosten) eine Verringerung der Schulden Sinn macht, was natürlich bei Auszahlung einer hohen Dividende kaum mehr möglich ist.

Aus der Bilanz geht für mich nicht hervor, wie genau hier die (negativen!) Korrekturen auf den operativen cash flow in 2019 zustandekommen und zu welchem Zeitpunkt diese anfielen. Es ist aber klar, dass hier ggü. 2018 ein deutlicher Rückgang im op. cash flow zu Buche steht.
Mit meinem etwas rudimentären Verständnis in diesem Fach, meiner Glaskugel und den Aussagen von CC würde ich vermuten, dass die größeren Zahlungseingänge beschlossener Geschäfte jetzt im Frühjahr von Kundenseite auch aufgrund deren geschäftlicher Unsicherheit recht kurzfristig veschoben wurden und deshalb nicht mehr ins Geschäftsjahr 2019 fallen. Das ist natürlich besonders ungünstig, weil zum jetztigen Zeitpunkt die Dividende fällig geworden wäre, die natürlich ebenfalls cash flow negativ ist.

Bei derzeitigen cash Beständen von ca. 100mio und sehr unsicherer Marktlage wäre die Auszahlung von ca. 55mio Dividende natürlich enorm riskant, da man dann darauf wetten müsste, dass die Zahlungseingänge für erwähnte Projekte in den nächsten Monaten erfolgen und die nicht komplett gecancelt werden.

Sogesehen würde ich zustimmen, dass diese hohe Dividende von guter Marktlage abhängig war und eben auch den direkten Eingang der Zahlungen für die Projekte in der pipeline erfordert hätte. Dass in 2019 viel des cash flows in Invests ging, verschärft sie Situation. Ja, die Dividende war bei diesen Änderungen und Aussichten in 2020 wohl wirklich nicht realistisch leistbar.

Dass man hier aber prokativ agiert, finde ich (für das Geschäft) sehr positiv. Für das Vertrauen (v.A. bei Dividendeninvestoren) ist es hingegen natürlich wenig zuträglich.
Ich denke, dass man mit dieser Entscheidung der Kürzung, kommenden Sparprogrammen und einem stärkeren Fokus auf stabilere und verlässliche Quellen von Einnahmen (im Sinne von Cash) + (sanfte) Reduzierung des FK-Anteil aber dennoch gut für die Zukunft aufgestellt ist. Gerade, da jetzt mit diesen maßnahmen die Cash-Position auch gut dasteht, um recht problemlos etliche MOnate von schwächerer Konjunktur zu bestehen. (Ist mir persönlich wesentlich lieber als bspw. Divi-Erhöhungen bei BP und Co., die rein schuldenfinanziert sind.)
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15.05.20 01:24:18
Beitrag Nr. 4.117 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.687.748 von Jo87 am 15.05.20 01:02:59Anmerkung, der Korrektheit halber: So ganz geht meine Theorie zu den Korrekturen auf den op. cash flow nicht auf, ich sehe gerade, dass das Geschäftsjahr 2019 hier im Dezember endete, was ja von Corona nicht beeinflusst ist. Weiter ausgeführt ist es dort nicht.

Arg viel ändert sich aber an der Situation nicht: Reklativ klar ist anhand des cash flows, dass man 2019 wohl die Investitionen an den Anschlag gefahren hat, womit jetzt im Frühjahr sicherlich die Zahlungseingänge für diverse Projekte + erfolgsabhängige Boni etc. einkalkuliert waren um dann eben auch die Dividende auszuschütten, ohne die Cash-Position völlig zu dezimieren.

Die Projekte sind verschoben, das Geld ist noch nicht da - und jetzt haushaltet man lieber, als massiv ins Risiko zu gehen und auf vollständige Aufholung in einigen Monaten zu setzen.
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15.05.20 04:16:18
Beitrag Nr. 4.118 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.680.620 von Straßenkoeter am 14.05.20 15:45:23Ich hoffe du bist da nicht investiert Straßenkoeter.
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15.05.20 06:41:42
Beitrag Nr. 4.119 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.687.748 von Jo87 am 15.05.20 01:02:59Royal Dutch Shell hat erstmalig seit dem zweiten Weltkrieg die Dividende gesenkt. Um 2/3. Bislang unvorstellbar.

Man muss doch mal die enorme Schnelligkeit dieser Krise sehen! Wer hier von Lügen des Managements schreibt, den kann man doch nicht ernst nehmen!
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15.05.20 08:28:24
Beitrag Nr. 4.120 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.687.961 von Klaus321 am 15.05.20 06:41:42@Klaus321

Du verdrehst den Zusammenhang.

Der Punkt ist nicht (nur) die Dividendenstreichung, sondern die Tatsache, dass diese kurz vorher, genau gesagt am 24.03.2020 (!), also 8 Tage vor Ende des Q1 2020 noch bestätigt wurde.

Das Management von Shell hat zwar die Dividende gekürzt, nicht gestrichen, allerdings zuvor diese nicht in ungekürzter Höhe bestätigt.

... noch was: Am 12.05.2020 meldete Corestate, dass seit Ende März 2020 deutliche Verschiebungen im Transaktionsmarkt ersichtlich wurden ... genau genommen sind, sofern man Aktien hielt bzw. in/nach dieser Zeit erworben hat, Schadensersatzansprüche zu verfolgen.

VG
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