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Geopolitik trieb Goldpreis höher | Deutscher IFO & italienische Banken im Fokus | Ringgit und Yen in den Schlagzeilen

Eine weitere diplomatische Krise zwischen dem Osten und Westen hat abermals Rage verbreitet. Investoren wurden über das Wochenende über die Sensitivität der geopolitischen Situation zwischen China und den USA erinnert. Der Yen sowie Gold wurden zu den Favoriten der Investoren. Allerdings hat China zugestimmt, die Unterwasserdrohne an die USA zurückzugeben. Nun ist es außerordentlich wichtig das Vertrauensniveau der Trader in Donald Trump zu beachten. Jeder rationale Tweet oder jede rationale Entscheidung könnte alle Verhältnisse gefährden. Der Einfluss des Internets könnte ungemein katastrophal für beide Länder sein. Donald Trump wird beim Überqueren der stürmischen Seen der diplomatischen Beziehungen vorsichtig sein müssen, speziell wenn er ab 2017 im Präsidentenamt sitzt. Darauf basierend könnte es klug sein, wenn Sie Ihr Portfolio diversifizieren. Zudem befindet sich das Edelmetall aktuell auf einem äußerst erschwinglichen Preis.

In Europa liegt der Fokus auf den Wirtschaftsdaten, und die Zahl die der Woche einen Kickstart gibt, ist der Deutsche IFO-Konjunkturtest. Die Wirtschaft Deutschlands erregt die meiste Aufmerksamkeit unter Tradern, da sie der Wirtschaftsmotor der Eurozone ist. Letzte Woche hat der Euro den niedrigsten Level gegenüber dem Dollar erreicht, was es seit 2003 nicht mehr gab. Ferner fördert eine fallende Währung Deutschlands Exporte, aber eliminiert auch die Möglichkeit weiterer Impulse der EZB. Die Erwartungen sind, dass die Parität sich während der folgenden Wochen/Quartale weiterhin abwärts bewegen wird, während die Divergenz der geldpolitischen Maßnahmen den Euro gegen den Dollar abwerten. Die niedrigere Währung könnte dem Vertrauen der Unternehmer in Deutschland auf die Sprünge helfen.

Eine weitere interessante Angelegenheit für Investoren ist der Anleihenverkauf der italienischen Bank Monte Paschi. Die Bank wird ihren Aktienverkauf mit dem Ziel beginnen, bis zum Ende des Jahres 5 Milliarden Euro aufzubringen. Sie akzeptiert institutionelle Orders bis Donnerstag, während sich der Handelskonzern eines etwas aggressiveren Vorgehens bedienen muss, da die frühe Schlusszeit am Mittwoch ist. Die Europäische Zentralbank zeigte keine weitere Gnade bezüglich der Erweiterung der Deadline der Kapitalerhöhung für Monte Paschi, und die EZB ist nicht gewillt bis Januar zu warten.

In Bezug auf Währungen, hat der malaysische Ringgit am Montag große Schlagzeilen gemacht, da die Währung mit der Erreichung der 4,4805 Marke ihren sechsten aufeinanderfolgenden Tag der Wertminderung gegen den Dollar erreicht hat. Das letzte Mal als die Währung so niedrig gegenüber dem Dollar war, war damals bei den US-Wahlen 1998 während der asiatischen Krise. Die Stärke des Dollars seit den US-Wahlen, gekoppelt mit dem Verlust des Investorenvertrauens gegenüber den malaysischen Vermögenswerten, sind die Hauptgründe hinter den Neuigkeiten.

Japan hat seine Daten zur Versorgungsbilanz veröffentlicht, wobei die Zahl war viel besser als die Prognose war. Die japanische Importzahl des Monats November ist um 8,8% zurückgegangen, während die Prognose einen Rückgang von 12,6% vorhersagte. Die Exportzahl fiel wegen der Schwäche des japanischen Yens jährlich um 0,4%. Es besteht kein Zweifel dass der japanische Yen seit den US-Wahlen schwächer wurde, was jedoch die Lage der Bank von Japan stark vereinfacht hat. Die Bank von Japan wollte Strategien zur Schwächung der Währung zu verwenden, aber zu ihrem eigenen Glück brachte die Stärke des US-Dollars den Yen zurück auf den gewünschten Level der Bank.

Der von Asien übergetretene Impuls war nicht besonders positiv und die meisten Märkte schlossen im negativen Bereich. Jedoch traden sowohl die US-Termingeschäfte als auch die europäischen Märkte höher, während der Dollarindex sinkt.

Autor: Naeem Aslam


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Europäische Märkte höher durch chinesische Konjunkturzahl | UK's Produktionsdaten unter der Lupe
Der Impuls der von den asiatischen Märkten auf die europäischen Märkte übergeschwappt ist, hat eine solidere Grundlage dank der Konjunkturdaten Chinas. Mit der Wiedereröffnung der Märkte zum neuen Jahr hat die Erholung des Dollars abermals gegenüber des Währungskorbes nachgelassen. Ein Anstieg an verwirrenden Tweets von Donald Trump innerhalb der letzten paar Wochen hat dem Edelmetall geholfen, das nun weit über der vorigen Resistenz von $1150 tradet. Das schwarze Gold tradet ebenfalls höher als die Daten der OPEC was zeigt, dass die Angebotskürzung sowohl von OPEC als auch nicht OPEC Mitgliedern respektiert wird.

Die in der ersten Januarwoche dominierenden Konjunkturdaten sind die Inflation der Eurozone und die PMI Zahlen des Vereinigten Königreichs. Die steigenden Brennstoffpreise hätten einen Einfluss auf die Inflationszahlen in der Eurozone haben sollen. Die Prognose für die PMI Produktionsdaten des Vereinigten Königreichs ist leicht auf der schwächeren Seite. Der vorige Messwert betrug 53,4 und die Prognose für Dienstag liegt bei 53,3. Ein starker Messwert würde weiterhin bestätigen, dass die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs trotz des Brexits eine gute Entwicklung vorweist.

In Asien, der zweitgrößten Konjunktur der Welt, hat das neue Jahr mit einem Knall gestartet, und eine Wirtschaftsnummer erzeugt, die die Märkte überraschte. Der chinesische Caixin PMI verzeichnete im Monat Dezember seine schnellste Verbesserung innerhalb der letzten drei Jahre. Die Zahl war weit besser als der Messwert im November der 51,9 betrug. Jedoch waren die Dienstleistungsdaten, die ein deutlicheres Bild des Dienstleistungssektors bereitstellen ein wenig niedriger als die Zahl des vorigen Monats. Sie betrug 54,5 währen der Messwert im November bei 54,7 lag.

Im Gesamten zeigen die Daten, dass die Wirtschaft sehr gute Leistungen erbringt und es sind kleinere und mittelgroße Unternehmen, die begonnen haben weit besser abzuschneiden als die größeren Firmen. Die Daten unterstützen das Investorenvertrauen stark und bestätigen, dass die Konjunktur Chinas sich stabilisiert. Trader sind neuerdings besorgt, dass das Wachstum des Staates sich noch immer verlangsamt, aber die am Dienstag veröffentlichte Zahl bestätigte ihnen, dass die Lage sich zum Besseren gewendet hat.

Solange die Binnennachfrage stabil bleibt, hat die chinesische Wirtschaft eine weit bessere Chance ihre Gesundheit zu verbessern und natürlich werden die besseren Exportzahlen gleichermaßen dazu beitragen.

Die optimistischen Konjunkturdaten verbunden mit einer besseren Inlandsverbrauchszahl lindern ebenfalls den Druck auf die Chinesische Volksbank, um ihre Währungspolitik ferner zu lockern. Was jedoch die politischen Entscheidungsträger genau überwachen werden, ist die Beziehung zwischen China und den USA, da der neugewählte Präsident in sein Amt eintritt. Es wurden bereits erste Schritte in dieser zerbrechlichen diplomatischen Beziehung eingeleitet, also werden die nächsten paar Monate durchaus interessant für uns werden.

Autor: Naeem Aslam


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"In Asien, der zweitgrößten Konjunktur der Welt" ... Kann mir mal jemand diesen Satz erklären?
Europäische Märkte konzentrieren sich auf PMI und FOMC Daten | Next warnt vor kniffligem 2017 | Trumps Tweetings einschüchternd für Ford | Öl gewinnt verlorenes Terrain zurück

Die europäischen Märkte traden vor der ausschlaggebenden Veröffentlichung der Konjunkturdaten höher. Diese PMI Daten werden am Mittwoch für Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland bekanntgegeben. Die höheren Ölpreise haben diese Zahlen beeinflusst, jedoch müssen wir uns wohl noch etwas länger gedulden um erheblichere Auswirkungen auf jene Daten zu sehen. Zudem ist der FTSE 100 dabei, seine Gewinne zu erweitern und könnte somit ein weiteres Rekordhoch erreichen.

Santa Claus war nicht besonders großzugig für das britische Unternehmen „NEXT“, was eine weitere Warnung für den Beginn eines harten Jahres aussendete. Die Wintersaison war schwierig für das Unternehmen und die Jahresgewinnprognose wurde als Ergebnis daraus unter Druck gesetzt. „NEXT“ wird als Trendsetter der High Street angesehen und die Firma sagte, dass 2017 ein kniffliges Jahr werden würde und auch, dass die steigende Inflation Konsumenten dazu veranlassen könnte, ihre Ausgaben einzuschränken. Dies ist nichts worüber man sich als Teilhaber der Firma überaus freuen kann.

Dennoch werden Investoren am Mittwoch versuchen, aus dem Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses einige Hinweise über die Position der Zentralbank in Bezug auf die bevorstehende von Donald Trump versprochene Ausgabenpolitik erlangen zu können. Gestützt auf dieses Protokoll werden sie selbstverständlich ihre Positionen anpassen.

Die US-Notenbank hat ihre hawkishe Seite in ihrem Meeting im Dezember gezeigt, als sie darauf hindeutete, dass es im Jahr 2017 drei Zinssatzanstiege geben könnte. Der Dollar hat sich durch diese Neuigkeiten erholt, und Investoren haben ihre Erwartungen entsprechend angepasst. Der Sitzungsbericht am Mittwoch würde sich als noch essentieller erweisen, wenn sich darin ein Hinweis darüber befände, wie die Zentralbank plant mit dem neugewählten Präsidenten zusammenzuarbeiten.

Die US-Notenbank wird bezüglich der Entscheidungen zur Währungspolitik alle Seiten gründlich beleuchten müssen. In Anbetracht dessen, dass es nicht mehr lange dauert ist bis Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten wird, wird dies eine Möglichkeit für Investoren um mehr über den US-Notenbank Plan der Inangriffnahme der bevorstehenden Steuersenkungen und der staatlichen Ausgaben die der gewählte Präsident angekündigt hat, herauszufinden.

Ferner ist der Blick den die Fed auf die Inflation hat wichtig, besonders nachdem die ISM Manufacturing Survey Daten am Dienstag veröffentlicht wurden, welche einen weit stärkeren Messwert zeigten. Sogar der Ölpreis hat sich weiterhin verbessert. Die Verbesserung der Einkaufspreise hat einen Einfluss auf die Endprodukte, was wiederum die Inflationszahl beeinflusst, über welche die US-Notenbank nun nicht länger schweigen kann.

Donald Trump ist mit seinen Tweeting-Fähigkeiten vor seinem Amtseintritt durchaus erfolgreich. Er zeigte, dass er Produkte favorisiert, die in den USA hergestellt wurden. Ferner wirkt er felsenfest davon überzeugt, dass die Firmen die in die USA exportieren hohe Grenzsteuern zahlen sollten. Daher hat Ford Motors seinen Plan verworfen ein neues Werk in Mexiko zu eröffnen, was zeigt, dass Firmen bereits begonnen haben Reaktionen zu zeigen. Dies könnte ein vorzeitiges Zeichen sein, worauf innerhalb der kommenden Tage weitere folgen könnten. Firmen wie Apple werden unter starkem Druck stehen, Jobs zurück in die USA zu verlagern.

In Asien wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch eine wichtige Wirtschaftszahl veröffentlicht. Der japanische Manufacturing Purchasing Manger Index Printer fiel besser aus als die Prognose, was ein besseres Konjunkturbild bestätigte. Der japanische Yen ist mit dem Wachstum des Dollars schwächer, was wiederum dem Nikkei Index zu einigen Gewinnen verholfen hat.

Außerdem hat das schwarze Gold sein verlorenes Terrain wieder gewonnen. Die Dollarstärke sowie Fords Entscheidung das neue Werk nicht zu bilden, hatte einen Einfluss auf den Ölpreis. Investoren waren ursprünglich besorgt darüber, ob Donald Trumps Strategien die Ölnachfrage eindämmen würden oder nicht, da der Transportsektor davon ungünstig beeinflusst werden würde. Allerdings hat die OPEC Angebotskürzung mehr Aufmerksamkeit von Investoren erlangt. Die Rohöl-Inventurdaten die zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden, sind ebenfalls wichtig und könnten den Ölpreis erhöhen, wenn der Bestandsaufbau niedriger ist als die Erwartungen.

Autor: Naeem Aslam


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Blowout-Risiko setzt Dollar unter Druck | Trader sind wachsam nach FOMC-Protokoll

Der Sitzungsbericht des Offenmarktausschusses am Mittwoch war nicht so hawkish wie von vielen erwartet. Dies hatte einen negativen Einfluss auf den König der Währungen - den allmächtigen Dollar. Der Dollarindex hat seinen Schwung verloren und Dollar Bulls ringen darum, die Dollarerholung im Rollen zu lassen – zumindest bis auf weiteres.

Die Schwäche des Dollars hat den Preis des Gelbmetalls in die Höhe getrieben und Trader haben die 1200-Marke als Ziel im Auge. Nur die Reduktion dieser Zahl würde bestätigen, dass das Gröbste in der Vergangenheit liegt.

Ferner warten Trader gespannt auf die NFP-Daten, die am Freitag fällig sind. Am Donnerstag wird ein Teil der Leitindikatoren der bevorstehenden Job-Daten veröffentlicht. Der ADP-Employment und der ISM Non-Manufacturing Report werden am Donnerstag bekanntgegeben, und stellen für gewöhnlich Anhaltspunkte über die Mutter aller Daten bereit - den US Job-Report.
In Anbetracht der Zukunftsfonds der US-Notenbank ist es eindeutig, dass vor der zweiten Hälfte dieses Jahres keine weitere Zinssatzerhöhung erwartet wird. Selbstverständlich könnte sich dies nach der Bekanntgabe der Payroll-Daten ändern, und sich abhängig vom Report in beide Richtungen bewegen.

Mit einem Blick auf den FOMC Sitzungsbericht ist es offensichtlich, dass die meisten Mitglieder ihre Prognosen basierend auf die Aussichten auf die von Donald Trump versprochenen Steuer- und Ausgabenpolitik gemacht haben. Daher ist das Risiko eines Blowouts sehr hoch und zudem kann man die Möglichkeit nicht ausschließen, dass 2017 das letzte Jahr sein könnte, in dem die US-Notenbank den Zinssatz lediglich ein einziges Mal erhöhen könnte.

Alles hängt also davon ab, ob Donald Trump es schafft seine Vorhaben durchzusetzen. Wenn er fehlschlägt, könnte daraus ein Dorian Gray Szenario entstehen, in dem es zu einem ziemlich hässlichen Gemälde führen könnte. Jedoch ist der Markt keineswegs bereit für ein solches Szenario. Die Fed setzt nun einen hohen Preis auf Donald Trump und wenn dieser einhalten kann was er verspricht, könnte der Pfad für die Zinssatzanstiege in den USA noch steiler werden als erwartet.

Allerdings wurden nicht alle politischen Entscheidungsträger von dieser Hoffnung geblendet und haben daher ein schrittweises Vorgehen für die Erhöhung der Zinssätze vorgeschlagen. Wir sind davon überzeugt, dass die Wirtschafsdaten diese Strategie auch gewährleisten sollten.

Zur selben Zeit hat die US-Notenbank ebenfalls gezeigt, dass sie die Stärke des Dollars genau im Auge behält. Ferner ist es die Dollarstärke, die ein höheres Abwärtsrisiko für aufstrebende Wirtschaftsmächte erschaffen könnte. Es besteht kein Zweifel, dass der stärkere Dollar außerdem Unternehmensgewinne verschlingen könnte. Dies sollte während der Earning-Season geschehen, die nicht mehr zu weit in der Ferne liegt.

Es mag nun nicht mehr das vorteilhafteste Vorgehen auf der Wall Street sein ein Dollar-Bull zu sein, denn die US-Wirtschaft müsste auf konstanter Basis Konjunkturzahlen erzeugen, die die Erwartungen übertreffen. Ferner muss Donald Trump seine Versprechen halten. Mit dem Beginn des Jahres 2017 wird zudem eine Menge an übriggebliebenen Angelegenheiten in die Hände des gewählten Präsidenten gelegt.

Autor: Naeem Aslam


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Gedanke: Die US-Notenbank muss die Zinsen erhöhen um im Falle eines wirtschaftlichen Einbruchs in den nächsten 4 Jahren die Zinsen auch senken zu können. Angestrebt werden müsste wohl ein Zinssatz von 3% aber ich glaube nicht, dass sie das schaffen. Wenn man 1,5% bis 2% hinbekommt, wäre das schon sehr gut.

Wie könnte ein solches Szenario aussehen. Wann könnte welcher Zinsschritt erfolgen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.016.952 von sdaktien am 05.01.17 13:16:34
Zitat von sdaktien: Gedanke: Die US-Notenbank muss die Zinsen erhöhen um im Falle eines wirtschaftlichen Einbruchs in den nächsten 4 Jahren die Zinsen auch senken zu können. Angestrebt werden müsste wohl ein Zinssatz von 3% aber ich glaube nicht, dass sie das schaffen. Wenn man 1,5% bis 2% hinbekommt, wäre das schon sehr gut.

Wie könnte ein solches Szenario aussehen. Wann könnte welcher Zinsschritt erfolgen?


Eine sehr gute Frage - Vielen Dank dafür! Wir denken, dass die Zinssatzanstiege stark von den Regierungsausgaben abhängig sind und wir rechnen mit zwei Anstiegen in diesem Jahr. Die Inflation wird sehr stark an Fahrt aufnehmen, und die US-Notenbank wird hauptsächlich damit beschäftigt sein, mit dieser Schritt zu halten. Zudem wird die Fed die Zinssätze bestimmt nicht zu aggressiv anheben, da dies zu viele Schwierigkeiten in den aufstrebenden Märkten verursachen würde.
Europäische Märkte haben trotz ausgezeichneter Wirtschaftsdaten Chinas zu kämpfen
Der FTSE Index hat seine Stärke hauptsächlich durch die schwächere Währung erlangt, was seit dem Brexit-Votum das neue Hauptthema ist. Die Inflation nimmt an Fahrt auf, während der wahre Test für die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs beginnt. Dies befördert die Verbraucherausgaben in eine ungewisse Zukunft.

Wenn man der letzten Tage nach urteilt wirkt es, als wäre dies mit der globalen Inflation verbunden.

Die über Nacht in China veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeigten, dass die Ökonomie sich weiter verbessert hat, denn die chinesischen Erzeugerpreise wiesen im Verlauf des Monats Dezember einen weiteren Anstieg vor. Der Preis stieg dank der des gewählten US-Präsidenten Donald Trumps versprochener Staatsausgabenpolitik in neuer Rekordgeschwindigkeit seit Dezember 2011 an. Die Daten bestätigen zudem, dass sich der Endwert als besser als die Prognose ergab. Ersterer lag bei 5,5% während die Prognose bei 4,5% lag. Dieser Aufwärtstrend sagt aus, dass die zweitgrößte Ökonomie der Welt sich zur Erleichterung der Investoren verbessert hat.

Die Zahl des Erzeugerpreisindex Chinas übermittelte ferner die Nachricht, dass der industrielle Sektor sich innerhalb der kommenden Tage an Gewinnverbesserungen erfreuen könnte, da die Nachfrage das Angebot überholt hat. Der Erzeugerpreisindex war um 1,6% höher seit November. Im Großen und Ganzen lässt sich behaupten, dass die sich verbessernde Inflation in China die Inflationsprognose für den Rest der Welt verbessert hat. In dieser zweiten Woche des Jahres 2017 bietet sich uns also ein recht erfreuliches Bild.

In den USA arbeitet Donald Trump vor seiner Rede am Mittwoch weiterhin daran, einzuhalten was er bezüglich der Schaffung der Arbeitsplätze im Land während seiner Kampagne versprochen hat. Trotz der Verwicklung in deutliche Auseinandersetzungen mit China über die Handelszölle, konnte der gewählte Präsident nach einem Meeting mit Jack Ma eine weitere Million an Jobs sichern. Die Jobs liegen hauptsächlich in kleinen Unternehmen und Landwirtschaften, die ihre Produkte nach China verkaufen werden können.

Der Strom an guten Neuigkeiten ist jedoch noch nicht zu Ende, da sowohl LG als auch Samsung angekündigt haben, dass sie es in Erwägung ziehen, US-Fabriken für die Produktion ihrer Geräte zu errichten, die in den USA verkauft werden würden. Donald Trump hat dem Arbeitsmarkt eine bessere Zukunft bereitet und sein Versprechen über die Erschaffung von Arbeitsplätzen in den USA bei einer Anzahl an weltweiten Hauptakteuren einschließlich Toyota, Ford, und Alibaba eingehalten.

Innerhalb der kommenden Tage wird das Hauptaugenmerk auf seiner Rede sowie darauf liegen, welche Agenda er für seine Präsidentschaft darlegen wird. Der Arbeitsplätze-Deal mit Alibaba wird bestimmt eine Menge an Befürchtungen über einen potentiellen Handelskrieg mit China lindern. Ferner zeigt dieser, dass vielleicht in Zukunft langfristige Ansätze zur Geschäftsentwicklung angenommen werden.
In Anbetracht des Egos des baldigen Präsidenten denken wir, dass er nicht auf die Möglichkeit verzichten wird, seine Errungenschaften ins Glanzlicht zu stellen bevor er ins Präsidentschaftsbüro einzieht. Er wird hervorheben, welch unternehmensfreundliche Person er ist, sowie zeigen welche weiteren Ideen er in Vorbereitung hat.

Auf dem Ölmarkt steuert Rohöl nach der Erreichung der 55er Resistenz in der ersten Januarwoche nun den Support der 51er Marke an. Kuwait hat eine Rolle darin gespielt, dem Markt zu versichern, dass die OPEC-Akteure dabei helfen, das Angebot einzudämmen, was wiederum dem Ölpreis hilft. Die Dollarschwäche spielt ebenfalls eine Rolle im Ölmarkt.

Autor: Naeem Aslam


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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.048.343 von ThinkMarkets am 10.01.17 12:33:38Vielen Dank für die Antwort. Das Szenario von dem ich ausgehe ist eine sehr starke Ausgabenerhöhung bei niedrigeren Steuereinnahmen, verursacht durch Steuersenkungen. Die Auswahl der Kabinettsmitglieder und die bis jetzt sichtbare Agenda der neuen Regierung führen mich zu dem Schluss, dass es eine Wiederholung der Fiskalpolitik unter Bush gibt, in einer verschärften Form.
Zwei Zinsanstiege würden wohl einen Zinssatz von 1,25% bedeuten. Im Falle eines schnellen Abschwungs wär das schon sehr wenig.
Wir nennen den Dienstag "May Day" | Investoren nervös vor Theresa Mays Rede
Es wirkt als wäre das Brexit Votum des Vereinigten Königreichs schon lange her, und doch ist uns die britische Regierung noch Antworten auf einige Fragen schuldig. Dies wird sich allerdings am Dienstag ändern. An diesem Tag dreht sich alles um Theresa May, da sie die Absichten des Vereinigten Königreichs endlich ankündigen wird. Ihre Worte haben das Potential den Markt über die folgenden Monate hinweg zu beeinflussen. Wir nennen diesen Tag "May Day" da die Wichtigkeit dieses Ereignisses nicht unterschätzt werden sollte. Dies ist das erste Mal, dass die Regierung des Vereinigten Königreichs zeigen wird, dass es keine Lockente ist, sondern tatsächlich einen Plan für den Brexit hat.

Bis jetzt hat May die Idee eines harten oder weichen Brexit eindeutig verworfen und auch klar darauf hingewiesen, dass das Vereinigte Königreich neue Deals mit der EU abschließen muss, die für beide Seiten vorteilhaft sind. All dies wird ihr zwar leicht von den Lippen gehen, doch ohne einen soliden Plan wird der Markt es ihr nicht abkaufen.

Am Dienstag hat sie also die Möglichkeit zu zeigen was sie meint, sowie dass sie das Zeug zu einer großartigen Führungspersönlichkeit hat. Die Nation ist gespalten was langfristig nicht gut für die Wirtschaft ist. Sie muss sicherstellen, dass zuerst jeder an Board ist, bevor sie das Vereinigte Königreich tatsächlich vom Schiff springen lässt.

Ein Faktor der ihr wohl helfen wird den Markt zu beruhigen, sind Donald Trumps neueste Aussagen über die Bereitschaft der USA neue Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich abzuschließen. Sie wird sich dies mit Sicherheit zu Nutze machen und Investoren beteuern, dass nicht nur die USA einen Deal mit dem Vereinigten Königreich abschließen möchte, sondern dass es in der Tat eine Menge an wichtigen führenden Wirtschaftsnationen gibt, die dasselbe Bestreben haben.

Natürlich wird ihre Nachricht am Dienstag sehr wichtig für Brüssel sein und den Ton für Verhandlungen angeben. Zudem wird die EU wird nicht besonders erfreut sein mit dem Vereinigten Königreich zu verhandeln, dennoch sind die Themen Reisepasse und Immigration heikle Angelegenheiten, die innerhalb der kommenden Wochen und Monate in vielen Verhandlungen vorhanden sein werden.

Die Trennung des Vereinigten Königreich und der EU könnte ganz leicht zu der heftigsten und teuersten aller Zeiten werden. Im Markt herrschen weit verbreitete Spekulationen dass Theresa May in ihrer Herangehensweise zu einem harten Brexit tendiert. Sie wird wohl ihren Slogan "Brexit bedeutet Brexit" zur Realität machen. Allerdings wird die deutsche Kanzlerin Angela Merkel dem Vereinigten Königreich nicht kampflos Zugang zu Unternehmen innerhalb der Grenzen Deutschlands gewähren. Sie wird sicherstellen, ihre eigenen Ziele bezüglich Immigration zu erreichen.

In der Zwischenzeit erwarten wir, dass die Volatilität des Sterlings hoch bleiben wird und gehen davon aus, dass es am Dienstag große Bewegungen für die Währung geben wird. Eine der wichtigsten Zahlen ist der Support von 1,18 gegen den Dollar. Sollte diese Zahl durchbrochen werden, kann man getrost davon ausgehen, dass das Potential zur Erreichung der 1,15 Marke gegen den Dollar besteht.

Der FTSE wird seine langandauernden Rekordhochs eventuell nicht länger fortführen können, da sich ab Dienstag die Grundlagen der Wirtschaft ändern könnten. Der Irrtum dass Brexit die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs beeinflusst hat, wird aufgehoben werden. Die Schwäche der Währung könnte den FTSE 100 Index eventuell nicht weiterhin antreiben, da Trader das Gesamtbild betrachten werden in welchem die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs wohl wirkt, als würde sie leiden. Man sollte also wohl keine Long Position in einem Markt haben, in dem die Aussichten auf Aufwärtsbewegungen laufend rasch geringer werden.

Autor: Naeem Aslam


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