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PowerCell Sweden AB - Brennstoffzellen aus Schweden (Seite 157)

eröffnet am 03.04.17 10:39:59 von
neuester Beitrag 30.05.21 09:53:46 von

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20.04.17 21:35:43
Die Reformierung von Diesel zielt z.B. darauf ab, LKW mit Strom zu versorgen - und zwar gar nicht mal unbedingt für einen E-Motor, sondern z.B. für Kühltransporte, oder für die Stromversorgung auf Booten. Der Vorteil: der Diesel-Motor muss nicht laufen, um den Strom zu erzeugen. => Kein Lärm, keine Schadstoffemission.

https://www.imm.fraunhofer.de/de/presse-publikationen/diesel…

Im stationären Bereich ist Diesel vor allem leicht verfügbar, d.h. man muss keine H2-Infrastruktur aufbauen:

http://www.powercell.se/wp-content/uploads/2014/11/PowerPac.…
1 Antwort
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20.04.17 20:08:13
Die Kursentwicklung ist ja seit kurzem (auch heute) recht ordentlich.

Weiß jemand die Ursache?

Muß mich mit Firma und Methode noch näher beschäftigen. Aber auf den ersten oberflächlichen Blick hin frage ich mich natürlich, ob die Reformierung von Diesel eine Zukunftstechnologie sein soll. Und wenn doch, für welche Anwendungsfälle? :confused:
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20.04.17 19:59:24
Nordic fuel cell company PowerCell Sweden AB finalises joint venture with Nel ASA and Hexagon Composites
with Nel ASA and Hexagon Composites
...
https://fuelcellsworks.com/news/nordic-fuel-cell-company-pow…
2 Antworten
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09.04.17 16:57:44
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.705.714 von honigbaer am 09.04.17 16:42:09Z.T. sicherlich auch dem Henne-Ei-Problem geschuldet. Die Kostensenkungen kommen mit der Massenproduktion. Die Masse kommt aber erst, wenn die Kosten marktfähig sind. Insofern ist auch nicht gesagt, dass kleine Unternehmen wie PowerCell der Durchbruch gelingen wird. Es muss eben nicht nur entwickelt, sondern auch billig in Masse produziert und verteilt werden und da sehe ich Unternehmen wie Panasonic im Vorteil. Recht vielversprechend klingt auch der Ansatz von Ceres Power:
www.cerespower.com/partnering-with-us/our-capabilities

Im Hinblick auf die Aktien wird man sich m.E. allerdings frühzeitig positionieren müssen. Man hat ja hier bei PowerCell gesehen, was für Kursausschläge erst Vertriebserfolge auslösen.
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09.04.17 16:42:09
Ich finde jetzt meine Quelle auch nicht mehr auf Anhieb, aber hier stehen die 3.000 Gigawattstunden auch:
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article157467190/3000…

Sehr interessant die wenn auch alten Angaben zu Japan, 29.000 Euro für 0,7 Kw und 13.500 Euro Förderung.

Aktuell Vitovalor, Elcore und Hexis sollen jeweils etwa 20.000 Euro kosten, bei 700 Watt, 305 Watt bzw 1 kW elektrischer Leistung. Auch witzig, dreifache Leistung kostet auch ungefähr das Gleiche.

Zum Vergleich noch Dachs Sterling 1 kW 18.000 Euro und Dachs 5,5 kW Gasmotor 22.000 Euro, alles noch ohne Einbau.

Man fragt sich halt, wieso muss das alles so teuer sein. Wenn ich im Baumarkt einen 2 kW Benzinrasenmäher kaufe, kostet der 150 Euro. Also 75 Euro je kW.
Aber ein Motor im Heizungskeller, der auch nur einen Generator antreibt und warmes Wasser produziert, kostet 4.000 Euro je kW.
Und die Brennstoffzelle 20.000 Euro je Kilowatt.

Ich meine, die Anlagen müssten bei größeren Stückzahlen viel billiger sein.
1 Antwort
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09.04.17 15:20:19
Meine Info ist leider nicht aktuell,
www.fr.de/wirtschaft/energie/windkraft-windraeder-werden-im…
aber der Branchenverband hat sicherlich auch aktuelle Werte auf Lager:
www.wind-energie.de/

In Sachen Heizung spielt die Musik wie gesagt in Japan:
www.sbz-online.de/SBZ-2011-6/Japan-nimmt-Vorreiterrolle-bei-…
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09.04.17 13:38:24
Hast Du da mal Zahlen zu den Abschaltungen?
Tatsächlich lese ich jetzt für Schleswig-Holstein 1.100 und 3.000 GWh in 2014 /2015.
Aber wieviel ist das Anteilig? Ich finde jetzt 14% der Leistung in Deutschland entfällt auf Schleswig Holstein und 57.000 bzw 79.000 GWh Einspeisung in Deutschland. Als 9.000 bzw 12.000 für Schleswig-Holstein, dann wären die Abschaltungen bezogen auf die Erzeugung 12% in 2014 und 25% in 2015, also doch sehr viel, muss ich zugeben.

Aber die Spitzen und Flauten treten ja nunmal an einzelnen Tagen auf und dann wäre ein Speicher eben doch nur an 20 Tagen im Jahr ausgelastet. (An der Hälfte der Tage ist sowieso Flaute, die kann man bei der Betrachtung rauslassen.)

Auch die Idee, dass es ja auch Tag-/Nachtschwankungen gibt, ist richtig, und ein Speicher, der die tageweisen Schwankungen ausgleicht, könnte dann anweietern 100 Tagen im Jahr die Nachterzeugung in den Tag retten. Aber er kann nicht beides gleichzeitig, bei vier Tagen Überproduktion mit Abschaltung am Stück, macht eine Entleerung des Speichers keinen Sinn. Und bei 200 Euro je kWh Bleibatterie Investitionskosten bringt das dann 100 kWH im Jahr mit 8 Euro Einspeisevergütung. Also das wird schwierig da windfreie Tage zu überbrücken, von Tag auf Nacht geht gerade so.

Und Wasserstoff erzeugen und einspeisen, ja, Wirkungsgrad 70-80%, Anlagenkosten, die sich amortisieren müssen und dann hat man den wertvollen Strom und wertvollen Wasserstoff so weit runtergewirtschaftet, dass er wie Erdgas zur Wärmeerzeugung eingesetzt werden kann, da berechnet mein Versorger 3,5 Cent je kWH frei Haus.

Das ist ja gerade der Witz, dass die Brennstoffzelle den entgegengesetzten SINNVOLLEN Weg beschreitet, aus wenig werthaltigem Erdgas Strom zu erzeugen.

Die KWK-Förderung wurde ein Jahrzehnt lang vernachlässigt und selbst die letzte Reform, die die Vergütung von 5,41 Cent geringfügig anhob anhob, ist eben so kalkuliert, dass wenig Anreiz besteht, kleine Anlagen zu installieren. Für letztere kann man alternativ 2400 Euro je kW Einmalzuschuss bekommen, statt der Einspeisevergütung. Das entspricht 4.000 kWH Erzeugung jährich, die im Fall von Solar- oder Windkraft mit 300-400 Euro jährlich (!) vergütet würden. Und das auch für riesige Anlagen mit x Megawatt Leistung.

Erklärtes Ziel des KWK Gesetzes sind 110 TWh 2020 und 120 TWh 2025. Also in 10 Jahren etwa 20% mehr Kapazität, das hatte die Windkraft zuletzt in einem Jahr! Vorgabe der Politik somit: Stagnation.

Das ist die Politik, dass deshalb überall weiter alte Gas- und Ölheizungen die Luft verpesten, während mit Großanlagen für Wind- und Sonnenstrom Milliarden gescheffelt werden.
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09.04.17 00:00:34
Wenige Stunden im Jahr? Der Strombedarf sinkt jede Nacht. Bereits 2010 sind ca. 150 Gigawattstunden Windstrom nicht ins Netz gegangen. Seitdem wurde jede Menge Kapazität dazu gebaut. Ob Brennstoffzellen die Lösung sind, kann ich nicht beurteilen, es wäre ja schon mal ein großer Schritt, H2 ins größerem Umfang ins Gasnetz einzuspeisen.

Wenn es politisch gewollt wäre, dass Brennstoffzellen oder KWK keine größere Verbreitung finden, hätte man kein Förderprogramm aufgelegt.

Letztlich denke ich aber vor allem, dass die Situation in Deutschland nicht ausschlaggebend sein wird. Die wichtigsten Märkte sind erst mal Japan, China, Kalifornien, Skandinavien, weil dort der politische Wille vorhanden ist, etwas zu ändern und Länder mit instabilem Stromnetz etc.

Die wichtigsten Spieler sitzen in Japan (Toyota, Aisin, Panasonic), Kanada (Ballard, Hydrogenics), Skandinavien (PowerCell, NEL, Ceres, Hexagon) und UK (ITM, Ceres, AFC) und Hazer (Australien).
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08.04.17 22:26:19
Ich glaube, man muss da sehr vorsichtig sein, bezüglich der Prognosen, was sich lohnen kann.
Ich gebe zu, dass die Medien leider viel Unfug verbreiten und ein eigenes Urteil etwas wissenschaftlichen Sachverstand verlangt.

Power to gas ist meines Erachtens absoluter Humbug. Ist schon richtig, die Abschaltung einer laufenden Anlage ist ineffizient, passiert aber vielleicht für wenige Stunden im Jahr. Will man das mit einer Batterie oder einer Elektrolyseanlage abfangen, muss man aber die Investitionskosten dafür aufbringen. Das mag sich für Photovoltaikbetreiber lohnen, die täglich tagsüber die Batterie laden und deren Speicherkapazität an 180 Tagen im Jahr ausnutzen. Spitzenlast ist da aber ein anderes Thema, an ein paar Peaks im Jahr lässt sich halt schwer was verdienen.

Und Wirkungsgrade, Elektrolyse mag vielleicht noch mit bis zu 80% gehen, die Rückverstromung via Brennstoffzelle, nichts besseres gibt es ja vom Wirrkungsgrad her nicht, kommt aber nur auf 50-60%. Also 2/3 des Stroms gehen einmal auf diese Weise gespeichert verloren. Und das ist ja nur Wasserstofftechnologie, den Irrwitz, dann noch Methan aus dem Wasserstoff machen zu wollen und alles rückwärts, da muss man gar nicht drüber nachdenken.

Die Brennstoffzelle allerdings als Stromproduzent, an Stelle der reinen Verbrennung von Erdgas ist super effizient, nur politisch unerwünscht, denn diese Technologie produziert Strom, der im Wettbewerb mit Solar- und Windstrom steht. Dabei wäre die Brennstoffzelle hervorragend geeignet, die Schwankungen der anderen Erzeugungsquellen auszugleichen, jedenfalls im Winterhalbjahr die fehlende Photovoltaik zu ergänzen. Aber das nutzt ja einen bösen fossilen Energieträger, das kann man nicht zulassen.

Ist halt leider viel mehr Politik, Netz-know-how und Intelligenz gefragt, Technologie wäre ja da.
Statt dessen wird mit Autarkie argumentiert und die Versorger legen lieber mit Subventionen dicke Leitungen, statt sich gegen die Überproduktion an gewissen Stellen zu wehren. Und billiger selbst erzeugter Strom für die Privatkunden, das wäre ja das Ende der Umverstzeilung, wer würde dann noch für demnächst 30 Cent beim Versorger kaufen und den Klamauk finanzieren? Also darf weder Brennstoffzelle noch KWK in den Heizungskellern zu starke Verbreitung finden, indem die Anlagen abschreckend teuer gehalten werden.
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08.04.17 15:23:28
Da wird noch einiges an Überzeugungsarbeit nötig sein. Vaillant pausiert aktuell bei der Weiterentwicklung und Vermarktung von Brennstoffzellen-Anlagen. Viessmann bleibt allerdings dabei.

Im letzten Jahr wurde in Deutschland ein Förderprogramm des Staates aufgelegt:
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestands…
Das könnte sich als viel wirkungsvoller erweisen, als es eine private Initiative je sein könnte. Vorbild dürfte Japan gewesen sein, dort laufen bereits über 100.000 Heizungsanlagen mit Brennstoffzelle. Zu den Herstellern gehört u.a. Aisin Seiki.

Attraktiv sind aber auch andere Märkte: Strom für Mobilfunk-Masten in Regionen ohne Stromnetz bzw. mit häufigen Stromausfällen (und das ist in vielen Regionen der Welt so) oder Power to Gas. Aktuell haben wir die absurde Situation, dass Windparks vom Netz genommen werden müssen, wenn viel Wind weht, weil sonst das Stromnetz überlastet wird. Mit dieser Energie könnte man Wasserstoff erzeugen, der dann rückverstromt wird. Es wird immer wieder behauptet, dass das ineffizient sei. Dabei wird m.E. aber ausgeblendet, dass es noch viel ineffizienter ist, einen Wind- oder Solarpark abzuschalten, wenn dieser richtig hochdreht bei der Stromerzeugung.

Für Unternehmen wie Ballard oder PowerCell sehe ich die größten Chancen aktuell in China. Die Luftverschmutzung ist dort ein riesiges Problem, das auch enorme finanzielle Schäden verursacht und die Regierung scheint gewillt zu sein, etwas dagegen zu Unternehmen.
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