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Verbot von CFD mit Nachschusspflicht (Seite 2)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.940.727 von honigbaer am 14.05.17 15:19:20
Zitat von honigbaer: Die biz Statistik weist etwa 6.000 Milliarden Equity-linked OTC Derivate aus mit etwa 500 Milliarden Marktwert. Bei den Devisen ist es das 10fache, wovon wiederum 5% auf Franken entfallen. Und die Zinsderivate sind nochmal das 10fache der Devisenderivate.

Wieviel die einzelnen Banken an der Frankenfreigabe gewonnen oder verloren haben, erfährt man doch gar nicht. Ob dabei null gar nichts, oder enorm viel passiert ist. Es kann ausreichen, wenn ein "systemrelevantes" Institut ausfällt, und ob Spanien oder Italien dann in der Lage wären einzugreifen?

Und die Zinsswaps sind ein Vielfaches der Devisenkontrakte. Wieso soll die Frankenfreigabe der Super-Gau gewesen sein? Die Frage für das System ist doch, wieviel UNGEDECKTE Nachschusspflichten entstehen und wo.


Ich rede von den Privatkunden und nicht dem Instigeschäft. Da greift die Bafin gar nicht ein. Nochmals: Institutioneller Handel untereinander - ist praktisch gar nicht reguliert. Verstehst Du das nicht? Deine böse Bafin Story greift hier überhaupt nicht.... Es geht einzig und allein, um ein Micky Mouse Geschäft zwischen Wettanbieter und Kleinsthändlern, deren Umsatz wahrscheinlich nicht mal erfassbar ist, weil er so klein ist. Bedeutet, das die neuen Bafinregelungen, völlig irrelevant sind für den OTC Markt, aber sowas von völlig irrelevant.
Polen plant den Hebel auf nur noch 1:25 und Margin mind. 4%... Ich glaube nur noch die Bafin als einzige europäische Aufsichtsbehörde, läßt beim Hebel die freie Wahl... Also auf die Bafin zu schimpfen, ist wirklich weit hergeholt...

http://www.financemagnates.com/forex/regulation/breaking-poland-unveils-plans-limit-leverage-fx/?utm_source=Finance%20Magnates&utm_medium=email&utm_campaign=13.7.2017&utm_content=Breaking
Mal wieder völlig am Thema vorbei.
BAFINs neue Regeln sind bestimmt die teuerste, vielleicht sogar die dümmste antwort auf die Probleme.
Die CFD Kunden kriegen derzeit schon die Rechnung präsentiert.

Natürlich kann man das kritisch sehen, was BAFIN da veranstaltet, gerade weil man die hohen Hebel weiter erlaubt. Das Risiko für den einzelnen Verbraucher mit seiner existenzbedrohenden Nachschusspflicht hat man ja mit dem Regulierungsschritt nur zu den Anbietern verschoben, mögliche Systemrisiken werden hingegen vertagt.

Und auch sinnvolle Ideen bis hin zur CFD-Börse mit Standardkontrakten, als Konkurrenz zur Zertifikate-Industrie mit ihren knock-outs, möchte man scheinbar lieber nicht thematisieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.318.972 von honigbaer am 13.07.17 16:15:08
Zitat von honigbaer: Mal wieder völlig am Thema vorbei.
BAFINs neue Regeln sind bestimmt die teuerste, vielleicht sogar die dümmste antwort auf die Probleme.
Die CFD Kunden kriegen derzeit schon die Rechnung präsentiert.

Natürlich kann man das kritisch sehen, was BAFIN da veranstaltet, gerade weil man die hohen Hebel weiter erlaubt. Das Risiko für den einzelnen Verbraucher mit seiner existenzbedrohenden Nachschusspflicht hat man ja mit dem Regulierungsschritt nur zu den Anbietern verschoben, mögliche Systemrisiken werden hingegen vertagt.

Und auch sinnvolle Ideen bis hin zur CFD-Börse mit Standardkontrakten, als Konkurrenz zur Zertifikate-Industrie mit ihren knock-outs, möchte man scheinbar lieber nicht thematisieren.


Außer IG Markets, die sowieso mehr als dubios am Markt agieren, scheint das bei keinen Broker Auswirkungen zu haben. Systemrisiken kann es gar nicht geben (aber das verstehst Du in 100 Jahren nicht) und das ganze zu einer richtigen Börse zu verschieben, ist ja völlig absurd. Dann gibt es nämlich diese Produktgattung CFD gar nicht mehr.

Aber wenn CFD`s an eine richtigen regulierten Börse stattfinden würde, was ich charmant finden würde, würde es gar keine Broker mehr geben. Zumindest keine CFD Broker mehr. Dann könnten alle CFD Broker dicht machen... Dann könnte der Broker gar nicht mehr an den Verlusten der Kundenpositionen verdienen, sondern nur an profane Gebühren... muha... :cool:

Wenn Dir Nachschußpflicht und regulierte Börse so wichtig ist, dann Handel doch mit Futures...
Warte es mal noch ab.
comdirect hat sich jedenfalls erlaubt, ab 01.08.die Finanzierungskosten auf 4% raufzusetzen und die Margin für Overnightpositionen (soweit Intraday 1-3%) ebenfalls auf 4%.
Monströse Mehrkosten statt "keine Auswirkungen".
Und das für eine Versicherung, von der ein Trader, der nicht dauernd alles auf eine Karte setzt, sowieso nicht proftieren kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.322.299 von honigbaer am 14.07.17 01:18:07
Zitat von honigbaer: Warte es mal noch ab.
comdirect hat sich jedenfalls erlaubt, ab 01.08.die Finanzierungskosten auf 4% raufzusetzen und die Margin für Overnightpositionen (soweit Intraday 1-3%) ebenfalls auf 4%.
Monströse Mehrkosten statt "keine Auswirkungen".
Und das für eine Versicherung, von der ein Trader, der nicht dauernd alles auf eine Karte setzt, sowieso nicht proftieren kann.



Wer handelt denn bei Comdirect CFDs? Was die machen oder nicht machen ist doch völlig egal. Die Finanzierungskosten zu erhöhen ist doch nur abzocke. Die Margin zu erhöhen ist doch das selbe wie ein kleinerer Hebel, das wolltest Du doch auch gerne in Deutschland...
In dem Fall ist das natürlich keine "Abzocke", die Anhebung erfolgt ausdrücklich im Zusammenhang mit der eingeführten Garantie "keine Nachschusspflicht" und ob sie überhaupt ausreichend ist, um die dadurch entstehenden Versicherungskosten zu decken, darf bezweifelt werden. Bei dem ganzen Geschrei um das angebliche Kundenwohl, hat man offenbar schlicht vergessen, dass so eine Zwangsversicherung natürlich ihren Preis hat, der auf alle Kunden abgewälzt werden muss.

Und die Finanzierungskosten sind natürlich (außer für die reinen Daytrader) die maßgebliche Kondition, das weiß man auch bei comdirect, dass das für die Wettbewerbsfähigkeit ausschlaggebend ist. Man nimmt nur in Kauf, dass die Overnight-Finanzierungskunden belastet werden, zu Gunsten der spekulativer agierenden Daytrader.

Und wie gesagt, warte mal ab, wie die Finanzierungskosten in ein paar Monaten aussehen, wer da noch alles nachzieht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.327.507 von honigbaer am 14.07.17 19:11:53
Zitat von honigbaer: In dem Fall ist das natürlich keine "Abzocke", die Anhebung erfolgt ausdrücklich im Zusammenhang mit der eingeführten Garantie "keine Nachschusspflicht" und ob sie überhaupt ausreichend ist, um die dadurch entstehenden Versicherungskosten zu decken, darf bezweifelt werden. Bei dem ganzen Geschrei um das angebliche Kundenwohl, hat man offenbar schlicht vergessen, dass so eine Zwangsversicherung natürlich ihren Preis hat, der auf alle Kunden abgewälzt werden muss.

Und die Finanzierungskosten sind natürlich (außer für die reinen Daytrader) die maßgebliche Kondition, das weiß man auch bei comdirect, dass das für die Wettbewerbsfähigkeit ausschlaggebend ist. Man nimmt nur in Kauf, dass die Overnight-Finanzierungskunden belastet werden, zu Gunsten der spekulativer agierenden Daytrader.

Und wie gesagt, warte mal ab, wie die Finanzierungskosten in ein paar Monaten aussehen, wer da noch alles nachzieht.


Was denn für Versicherungskosten? Da wird nichts versichert im OTC Markt. Wir hatten ja schon das Thema zu genüge. Du verstehst das Geschäft seitens des Brokers nicht.

Aber ich lerne ja immer gerne dazu. Beantworte mal:

a) Bei welchen Versicherer wird versichert?
b) Und was genau wird denn versichert?
c) Und was kostet diese Versicherung denn dem Broker?

:laugh:
Die Versicherung muss der Broker dem Kunden gewähren, er trägt das Risiko. Ob er sich dafür hedgt, scheint ihm überlassen zu sein. Es ist wie bei den Kontrakten selbst auch. Aber da ist das ja auch jenseits Deines Tellerrands und Du kannst Dir nicht vorstellen, dass Chancen und Risiken gehandelt werden.

Die Wahrscheinlichkeit und damit das Risiko hängt natürlich von Margin udn Hebel ab.
Wenn der Euro/Franklen-Kurs sich bei 2% Margin 20% bewegt, über Nacht oder nach Aussetzung, die Wahrscheinlichkeit ist nunmal nicht null. Und bei jedem anderen Instrument auch nicht.

Sag Du mir lieber, hinter welchem CFD Broker eine systemrelevante Bank steht UND bei dem die Overnightkosten billiger als die 2,6% sind, die es bei comdirect derzeit noch sind.

Was für eine Ignoranz, monatelang das Risiko Nachusspflicht der Privatkunden anzupragern, und wenn es dann um die Kosten dieser Riskoverlagerung geht, von nichts zu wissen.
Die Nachschußpflicht habe ich nicht angeprangert, nur das Broker die gegen den Kunden handeln beim Schweizer Franken Desaster diese eingefordert haben. Also MarketMaker wie die Commerzbank, deren Geschäftsmodel es ist, das Händler verlieren und deren Verluste eintüten.

Ich prangere das ganze CFD Model an. Es ist nicht nur moralisch verwerflich, es ist grundsätzlich verwerflich und hat überhaupt keinen ökonomischen Sinn und tendiert zu Manipulationen. Diese Manipulationen wurde ja gerade von den Gerichten aufgedeckt insbesondere nach dem Schweizer Franken Einsturz. (IG Markets, Saxobank etc.)

Und jeder der das ganze Toll findet, soll doch glücklich sein. Aber zu sagen die Bafin wäre ein böser Bub, da muß ich doch wirklich lachen. Denn andere Aufsichtsbehörden wie in den USA oder Kanada verbieten diese Geschäfte und zwar aus den Gründen die ich oben genannt habe. (und keinen anderen Gründen)

Es ist doch absurd, das Geschäftsmodelle aus England sich in Deutschland etablieren konnten, deren Geschäftsgrundlage es ist, Finanzwetten anzubieten, wo der Anbieter die Wettbestimmungen und deren Ausgang bestimmt und möchte das der Kunden sein ganzes Geld verliert. Völlig absurd...

Absurd ist es auch, das FXCM der größte Broker weltweit (damals) von der US Aufsicht wegen Manipulationen (nicht nur einmal) und anderer Delikte geschlossen wurde, die Direktoren einen lebenslangen Berufsverbot aufgelegt bekommen haben, aber in Deutschland weiter Geschäfte anbieten dürfen... trotz rechtskräftiger Verurteilungen...


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