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Welchen Vorteil bringts?


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Hi na,

ich bin am überlegen ob es sich für mich lohnt mich privat versichern zu lassen. Ein paar Daten zu mir, ich bin fest Angestellter und 35 Jahre alt.

So richtig sicher bin ich mir dabei nicht, denn die monatlichen Beiträge können ja ziemlich hoch sein.
Also soweit ich weiß, muss man als Angestellter ein gewisses Jahreseinkommen haben (~57.000€), um überhaupt eine Chance zu haben, in die PKV zu kommen. Aber meiner Meinung nach lohnt sich das nicht. Auch wenn man vielleicht günstig einsteigen kann, stehen die hohen Beiträge in keiner Relation zu den Vorteilen, die man gegenüber gesetzlich Versicherten hat.

Klar wird man vielleicht mal vom Chefarzt behandelt, hat nen Einzelzimmer im Krankenhaus oder bekommt ne teuere Behandlung bezahlt, die gar nicht notwendig ist, aber mal ehrlich, wer braucht das schon? Wenn man sich zusätzlich ein wenig absichern möchte, kann man das zum Beispiel auch mit einer Krankenzusatzversicherung machen.

Eine private Krankenversicherung würde für mich nur in Frage kommen, wenn ich selbstständig wäre. Zumal ich es nicht unbedingt gut finde, dass im Bereich der medizinischen Versorgung eine Zweiklassengesellschaft entsteht. Du kannst ja mal die verschiedenen PKV Tarife vergleichen und dir selbst ein Bild von den Kosten machen.

Beste Grüße
Als Kassenpatientin weiß ich nicht wie hoch die Beiträge sind und was für ein Einkommen man haben muss, aber oft sehe ich, dass Privatpatienten oft einen Vorteil beim Arzt haben. Zum einen haben sie echt keine langen Wartezeiten, während KV Patienten schon mal eine Stunde Wartezeit in Kauf nehmen müssen. Auch werden sie gründlicher Behandelt, zumindest dauert die Behandlung beim Arzt doch mal etwas länger, als üblich. Aber ich glaube, die Beiträge sind dann doch ziemlich groß, dass die Vorteile , dann doch nur sehr mager dafür sind.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.979.259 von Frau_Kleinert am 19.05.17 13:29:15Der Aussage von Frau Kleinert, daß Privatpatienten gründlicher behandelt werden, kann ich als Privatpatient voll zustimmen.
Sämtliche medizinischen Errungenschaften und Möglichkeiten werden an uns getestet, die PKV zahlt's ja.
Zum Wohl des Patienten ist das allerdings nicht.
Wenn ich zu meinem Hausarzt gehe komme ich unter 5 Überweisungen zu irgendwelchen Fachärzten nicht raus. Ich werfe die immer alle weg und lebe noch !!!
Nur wenn das Einkommen dauerhaft über 57.600 Euro (4.800 Euro monatlich) liegt, kann man sich als Arbeitnehmer privat versichern.

Die Beitragsbemessungsgrenze ist 52.200 bzw 4.350 Euro monatlich, an dieser bemisst sich der Krankenversicherungsbeitrag in der gesetzlichen Versicherung. Somit ist man bei 700 Euro Monatsbeitrag in der gesetzlichen Versicherung (14,9 - 16,4% Beitragssatz) und kann gegebenenfalls in der PKV sparen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.987.104 von honigbaer am 21.05.17 02:38:26Puh, das ist auf jeden Fall schon ein Sümmchen . Gibt es was dazwischen? Also zwischen KV und PV Patient ? Irgendwelche Zusatzleistungen, von denen man ähnlich, wie beim PV Patient, profitiert?
Die gesetzliche Versicherung muss man natürlich zwangsweise haben, sie dient der Umverteilung anhand des Einkommens, damit auch die ganzen Familien versorgt sind.

Dazu kann man natürlich allerlei Zusatzversicherungen bei den Privatanbietern abschließen und die gesetzlichen Krankenkassen bieten wohl auch gewisse Zusatzbausteine. (Chefarzt, bessere Versorgung mit Hilfsmitteln, Auslandskrankenversicherungen für Reisen nach Nordkorea, Heilpraktiker, Zahnersatz, Einzelzimmer & Chefarzt bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Unfällen.)

Relativ günstig bekommt man wohl noch Krankenhaustagegeld- und Unfallversicherungen.
Öfters eine neue Brille, das bieten heutzutage auch die Optiker an, indem sie gleich einen Rabatt gewähren, wenn man innerhalb von 2 Jahren wieder kommt.

Vielleicht ist auch eine Pflegeversicherung (oder Tagegeld bei Pflegebedürftigkeit) wichtiger, als Extras zur Krankenversicherung?

So oder so, die Versicherungen zahlen zwar gegebenenfalls Geld, aber krank wird man trotzdem, es kann sogar Ärzte und Krankenschwestern erwischen.
Ich bin gelegentlich in einer Privatpraxis auf eigene Rechnung und bekomme dort mit, was es an guten Behandlungsmöglichkeiten und Untersuchungen gibt, von denen ein gesetzlich versicherter nur träumen kann, das betrifft zB auch Medikamente, die weniger Nebenwirkungen haben als die üblichen

Die gesetzlichen Versicherungen zahlen idR nicht alles und vor allem auch nicht viel, so daß die Ärzte idR wenig Interesse zeigen, mit Eieruhren arbeiten und mir als Patienten vorjammern, wie schlecht es ihnen geht und man möge doch diese oder jene selbst zu zahlende Zusatzuntersuchung machen lassen.

Andererseits Im Khs ein Einzelzimmer zu haben, sehe ich nicht unbedingt als Vorteil, denn im Notfall kann der Bettnachbar Hilfe rufen .


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