SmallCaps fundamental diskutiert - Austausch über den fairen Wert eines Unternehmens (Seite 87)



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Batteriesegment im Fokus

Im Anschluss an mein letztes Update vom 23.08.2019 hat Manz Anfang November wiederholt die Prognose für 2019 im Rahmen der Q3-Zahlen senken müssen. Demnach waren die Umsätze im dritten Quartal erneut um 3,3% (Q1: +12,1%, Q2: -26,2%) zurückgegangen, sodass nach 9 Monaten ein Umsatzrückgang von 6,5% auf 198,17mEUR zu Buche stand. Hintergrund dessen waren im dritten Quartal insbesondere Umsatzrückgang im Segment Solar (-10,3%), Energy Storage (-4,2%) und Contract Manufacturing (-11,0%), die von erhöhten Umsätzen in den Segmenten Electronics (+2,9%) und Service (+10,8%) nicht kompensiert werden konnten. Im Solar Segment konnten weiter nicht die erhofften Umsätze aus der Abnahme des Großauftrags realisiert werden, während im Energy Storage die zurückhaltendende Investitionsbereitschaft der deutschen und europäischen Automobilindustrie in den Aufbau von Kapazitäten zur Produktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen und -modulen belastete. Im Contract Manufacturing Bereich belastete wie auch bei anderen Unternehmen aus diesem Bereich die Schwäche in der Halbleiterindustrie. Durch die angekündigten Investitionen von TSMC kam es in diesem Segment jedoch bereits zu einer Trendwende, die sich deutlich im Auftragseingang zeigt.

Die geringeren Umsätze haben sich deutlich negativ im Ergebnis niedergeschlagen. So ging das EBIT von 2,10mEUR im Vorjahreszeitraum auf -4,26mEUR zurück. Hier haben sich die geringeren Umsätze im Solar Segment bei unveränderter Kostenbasis, ebenso wie Produktionsunterbrechungen im Segment Electronics in Zusammenhang mit einem Großauftrag bemerkbar gemacht. Auch im Segment Energy Storage belasteten die noch fehlenden Aufträge das Ergebnis aufgrund der aufgebauten Kostenbasis. Nach 9 Monaten resultierte somit ein EBIT-Verlust von -7,69mEUR nach 2,38mEUR ein Jahr zuvor.

Die Investitionszurückhaltung im Segment Energy Storage und die Verzögerungen in der Endabnahme im Segment Solar, in deren Folge Anschlussaufträge ausgeblieben sind, war die Auftragslage nun auch im dritten Quartal mit 50,40mEUR 30,0% (Q1: -42,3%/Q2: -62,6%) unter Vorjahr. Das Solar Segment verzeichnete lediglich Auftragseingänge i.H.v. 0,30mEUR (-98,7%) und das Energy Storage Segment von 1,90mEUR (-67,2%). Im Segment Contract Manufacturing konnte aufgrund der angekündigten Investitionen durch TSMC ein starker Anstieg im Auftragseingang von 158,2% auf 14,2mEUR verzeichnet werden. Der Auftragsbestand im Konzern lag zum 30.09.2019 nun bei 157,50mEUR (-33,3%).

Durch Auftragseingänge bis Anfang Dezember i.H.v. rund 75mEUR (Q4: rund 52mEUR/Q1-3: 23,0mEUR) im Segment Energy Storage ergab sich nun in diesem Bereich eine deutliche Dynamik. Einerseits konnten im vierten Quartal Aufträge von einem Kunden aus dem Consumer Electronics Bereich von knapp 40mEUR erhalten werden (bis Q3 bereits rund 18mEUR), der die Maschinen zur Produktion von besonders kleinen, leistungsfähigen Lithium-Ionen Batteriezellen nutzt, wie sie insbesondere in mobilen Endgeräten eingesetzt werden. Es könnte sich daher um den Kunden Varta handeln, deren wiederaufladbare Lithium-Ionen Zellen laut Commerzbank Recherchen in der neuesten Generation der Apple Air Pods eingesetzt werden. Andererseits konnte Manz im vierten Quartal im Segment Energy Storage einen bereits Anfang 2019 erwarteten Auftrag von einem US-amerikanischen Batteriehersteller aus dem Bereich Electronic Devices mit einem Volumen von ebenfalls rund 20mEUR gewinnen. Zudem bleibt die Sales-Pipeline im Bereich Elektromobilität laut Unternehmensangaben vielversprechend.

Mit Blick auf das kommende Jahr dürfte sich damit im Segment Energy Storage allein aus den im vierten Quartal erhaltenen Aufträgen ein erheblicher Umsatzanstieg ergeben. Weitere Potenziale bieten sich durch Investitionen im Bereich Elektromobilität aus der Automobilindustrie. Ich erwarte daher für 2020 einen Umsatzanstieg von >100%. Weitere Umsatzsteigerungen sollten auch in den Segmenten Electronics (2020e: +6,0%), Contract Manufacturing (+10,0%) und Service (+5,0%) resultieren. Der Solarbereich dürfte aufgrund der Verzögerungen in der Endabnahme der Maschinen aus dem Großauftrag, einhergehend mit einer späteren Vergabe von Folgeaufträgen, erneut rückläufige Umsätze (45,00mEUR vs. 52,09mEUR in 2019) verzeichnen. Somit ergibt sich für 2020 ein Umsatzanstieg von 16,5% auf 324,38mEUR (2019e: 278,56mEUR), einhergehend mit einem deutlichen EBIT-Anstieg von -8,10mEUR (2019e) auf -0,51mEUR. Erst im Jahr 2021 erwarte ich ein positives EBIT von 10,94mEUR, bei einem weiteren Umsatzanstieg von 10,1% auf 357,29mEUR. Aufgrund der geringeren Profitabilität (EBIT-Marge 2021e: 3,1% vs. bislang 4,6%) gegenüber meiner Einschätzung Ende August, ergibt sich auf Basis der überarbeiteten Schätzungen nun ein Kursziel von 34,00€, nach zuletzt 40,00€.
Wochenupdate KW 2/2020 "Top Picks 2020"

Auch in der zweiten Woche des neuen Jahres ist der Verlauf im Portfolio noch holprig. Doch dies dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Die Auswahl bietet auch in diesem Jahr wieder viel Potenzial, welches sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen sollte.

Weitere Details wie immer im Wochenupdate:

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Wochenupdate KW 3/2020 "Top Picks 2020"

In der abgelaufenen Woche konnte das Portfolio nach einem schwachen Jahresstart Boden gut machen und um knapp 1% an Wert gewinnen. Hierzu hat insbesondere die Manz Aktie mit einem Plus von fast 10% beigetragen, nachdem das Unternehmen eine Kooperation im Bereich Lithium-Ionen-Batterien bekannt gegeben hat.

Weitere Details im Wochenupdate:


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Wochenupdate KW 4/2020 "Top Picks 2020"

In der abgelaufenen Woche konnte das Portfolio nicht an die positive Entwicklung der Vorwoche anknüpfen. Dadurch ist die Performance seit Jahresbeginn leicht negativ, wodurch sich jedoch kein Einfluss auf die positiven Geschäftsaussichten der Unternehmen ergibt.

Weitere Details wie immer im Wochenupdate:

http://bit.ly/2NZv82y" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/2NZv82y


EBITDA 2019 enttäuschend, Ausblick gut

S&T hat jüngst vorläufige Zahlen für 2019, einen Ausblick für 2020 sowie ein Update zum Ausblick für 2023 gegeben. Demnach stiegen die Umsätze wie prognostiziert auf 1.145mEUR (+15,6%), während das EBITDA mit 105mEUR (+16,0%) die Prognose von >100mEUR übertraf. Gleichzeitig lag das EBITDA jedoch unter meinen Erwartungen von 114,50mEUR, gleichbedeutend mit einem leichten Rückgang von 0,2% auf 33,30mEUR in Q4. Hier dürften sich noch Ergebnisbelastungen aus der Kapsch-Übernahme bemerkbar gemacht haben. Da sich zugleich die erstmalige Anwendung von IFRS 16 i.H.v. rund 8mEUR im Gesamtjahr positiv auf das EBITDA ausgewirkt hat (ber. EBITDA ca. 97mEUR/+7,1%), ist die Entwicklung auf EBITDA-Basis insgesamt als durchwachsen zu bezeichnen. Für das neue Geschäftsjahr 2020 erwartet der Vorstand eine Umsatzsteigerung auf 1.250mEUR (LSe: 1.267,08) sowie eine Verbesserung des EBITDA auf 130mEUR (LSe: 138,49), wodurch die Marge von 9,2% auf 10,4% deutlich steigen soll. Ein wesentlicher Margentreiber sind dabei die deutlichen Fortschritte bei der Verbesserung der Profitabilität bei der übernommenen Kapsch-Einheit. Während das EBITDA 2019 noch leicht negativ ausgefallen sein dürfte, soll sich die Marge in diesem Jahr bei einem Umsatz von 100mEUR auf 10% erhöhen, im kommenden Jahr auf rund 12%. Außerdem sollten sich positive Ergebniseffekte aus dem zunehmenden Umsatzanteil des IoT Solutions Europa Segments sowie dem steigenden Softwareanteil im Segment IoT Solutions Amerika Segments ergeben.

Mit Blick auf die Prognose für 2023 (Umsatz 2Mrd. €, EBITDA 200mEUR), zeigt sich der Vorstand beim EBITDA nun etwas zuversichtlicher als zuletzt und stellt ein 220mEUR bis 2023 in Aussicht. Zudem wird erstmals auch eine Prognose für das Ergebnis je Aktie gegeben, welches auf über 1,75€ ansteigen soll. Die Anhebung der Ergebniserwartung für 2023 kommt allerdings nicht überraschend, da einerseits die Effekte aus IFRS 16 zu einer höheren Marge führen. Zum anderen wurde mit dem im Rahmen der Halbjahreszahlen kommunizierten PEC-Programm (Profitability, Efficiency, Cashflow) eine Verbesserung der EBITDA-Marge um 2% bis 2023 kommuniziert. Eine weitere leichte Anhebung auf 12% im Jahr 2023 dürfte sich das Management somit für einen späteren Zeitpunkt aufheben. Meine mittelfristigen Annahmen gingen bisher von einer EBITDA-Marge von 11,5% aus. Aufgrund des geringer als erwarteten EBITDAs in 2019 (105mEUR vs. 114,50mEUR) sowie dem unter meinen Erwartungen liegenden Ausblicks für 2020 (130mEUR vs. 138,49mEUR) habe ich meine EBITDA-Erwartungen für 2020 sowie 2021 bei unveränderten Umsatzschätzungen leicht reduziert. Ich erwarte nun für dieses Jahr ein EBITDA i.H.v. 132,67mEUR (10,5% EBITDA-Marge) sowie für 2021 149,89mEUR (10,9% EBITDA-Marge), wenngleich das Kursziel von 30,00€ aufgrund der unveränderten mittelfristigen Margenannahme von 11,5% bestehen bleibt.
Wochenupdate KW 5/2020 "Top Picks 2020"

In der abgelaufenen Börsenwoche hatte der coronavirus negative Einflüsse auf die Börsen und der Dax verlor >4% im Wochenverlauf. Auch das Portfolio konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen, verlor jedoch weniger stark. Vor allem ein Unternehmen konnte in dieser Woche positiv glänzen.

Weitere Details im Wochenupdate:

http://bit.ly/2uPMtnZ" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/2uPMtnZ


Wochenupdate KW 6/2020 "Top Picks 2020"

Nach einer bislang schwachen Entwicklung seit Jahresbeginn konnte das Portfolio nun im Wochenverlauf mit einem Kursplus von 6,9% wieder deutlich Boden gut machen und notiert aktuell 1,4% seit Jahresbeginn im Plus. Unterstützt wurde diese sehr gute Wochenentwicklung insbesondere durch die beiden Werte Centrotec (20,8%) und SNP (+21,4%).

Weitere Details finden sich wie immer im Wochenupdate:

http://bit.ly/2vcm43V" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/2vcm43V


Negative Effekte aus Klimapaket geringer als erwartet

Centrotec hat Ende letzter Woche vorläufige Zahlen für 2019 sowie einen Ausblick für 2020 bekannt gegeben. Mit einem Umsatz i.H.v. 651,0mEUR (+5,9%) lag dieser oberhalb der Prognose von 620-640mEUR (LSe: 639,3mEUR) und zeigt damit, dass sich die Investitionszurückhaltung auf Kundenseite durch das im Dezember beschlossene Klimapaket nicht in dem befürchteten Ausmaße niedergeschlagen hat. Im vierten Quartal konnte, auch durch die Erstkonsolidierung der IVT im zweiten Halbjahr (erwarteter Umsatzbeitrag in HJ2 im niedrigen einstelligen Mio. € Bereich), der Umsatz um 7,6% gesteigert werden. Neben der weiterhin guten Entwicklung im Inlandsmarkt dürfte sich auch im internationalen die Umsatzentwicklung positiv dargestellt haben.

Auf der Ergebnisseite konnte Centrotec wie im Rahmen der Q3-Zahlen prognostiziert, mit 33,0mEUR (+8,5%) das obere Ende des EBIT-Ausblicks von 31-33mEUR (LSe: 32,8mEUR) erreichen. Im vierten Quartal reduzierte sich das EBIT zwar um 8,3% auf 10,9mEUR. Allerdings könnte dies auch durch eine vorsichtige Bilanzierung zurückzuführen sein. Zudem investiert Centrotec derzeit verstärkt in den Ausbau des internationalen Geschäfts sowie die Digitalisierung von Produkten und Prozessen.

Für 2020 rechnet das Management mit einer Fortsetzung des Wachstums, insbesondere auf den internationalen Märkten und stellt einen Umsatzanstieg auf 670-690mEUR (LSe alt: 663,3mEUR) in Aussicht. Für das EBIT erwartet der Vorstand eine weitere Verbesserung auf 34-36mEUR (LSe alt: 34,9mEUR), wenngleich dies auch 2020 noch durch die zuvor genannten Faktoren geprägt sein wird. Derzeit nicht abschätzbare Effekte könnten sich aus dem Corona Virus ergeben, wenngleich der Umsatzanteil in China auch 2019 <4% gelegen haben dürfte und nur ein geringer Anteil von Zulieferteilen von dort bezogen wird. Verzögerungen dürften sich hingegen beim Bau der neuen Produktionsstätte in Jiaxing ergeben (ursprüngliche Fertigstellung HJ1 2020), wenngleich auch dieser Effekt überschaubar bleiben dürfte, sodass in diesem Jahr noch mit Produktionsbeiträgen aus dem neuen Werk zu rechnen sein sollte. Aufgrund der besser als erwarteten Umsatzzahlen für 2019 sowie des über meinen Erwartungen liegenden Umsatzausblicks für 2020 habe ich meine Schätzungen sowohl für Umsatz als auch Ergebnis leicht erhöht. In der Folge rechne ich nun für dieses Jahr mit einem Umsatz i.H.v. 675,4mEUR (alt: 663,3) und für 2021 mit 699,1mEUR (alt: 686,5) sowie einem EBIT von 35,1mEUR (alt: 34,9) respektive 37,2mEUR (alt: 37,0). Insgesamt erhöht sich dadurch das Kursziel leicht von zuletzt 25,00€ auf 26,00€.
Auch 2020 zweistelliges Wachstum

Steico hat Anfang Februar vorläufige Zahlen für 2019 veröffentlicht und zugleich einen Ausblick für 2020 bekannt gegeben. So erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz um 11,5% auf 281,0mEUR (LSe: 285,3mEUR) und erfüllte damit die kommunizierten Ziele eines Wachstums von >10%. Nach dem starken dritten Quartal (+16,8%) hatte sich das Wachstum im vierten Quartal (+2,3%) deutlich verlangsamt, was jedoch auch durch Verschiebungen unter den Quartalen (Q1 +19,8%/Q2 +7,9%) bedingt sein kann. Umsatztreiber dürften wie bereits in der ersten Jahreshälfte unverändert die Produktbereiche ökologische Dämmstoffe, Stegträger und Furnierschichtholz gewesen sein.

Das Ergebnis hat sich ebenfalls sehr gut entwickelt 2019. So stieg das EBITDA um 27,9% auf 56,8mEUR (LSe: 57,3mEUR) und das EBIT um 34,6% auf 31,4mEUR (LSe: 31,7mEUR), wobei darin enthalten auch die bereits im dritten Quartal verbuchte Kompensationszahlung (2,4mEUR) für gestiegene Energiepreise in Polen ist. Bereinigt um diesen Effekt stieg das EBITDA um 22,5%, das EBIT um 23,4% und somit trotz des positiven Einmaleffekts deutlich überproportional. Die EBIT-Marge lag somit bereinigt bei 10,8% (LSe: 10,7%), berichtet bei 11,6% und sollte damit die Prognose einer EBIT-Marge (zur Gesamtleistung) von 10% erreicht haben. Auch im Schlussquartal konnten EBITDA (+6,3%) und EBIT (+18,9%) überproportional ansteigen.

Ebenso für das neue Geschäftsjahr bleibt das Management unverändert positiv gestimmt und erwartet erneut einen Umsatzanstieg von >10%, welcher erneut durch die drei Produktbereiche ökologische Dämmstoffe, Stegträger und Furnierschichtholz getragen werden dürfte. Dazu werden erste Umsatzbeiträge, vermutlich ab dem zweiten Quartal, aus dem neuen Produktbereich Holzbauelemente, welcher in den kommenden Jahren sukzessive ausgebaut werden soll, zusätzlich zum Wachstum beitragen. Zudem ergeben sich hierdurch auch Cross-Selling-Effekte für die anderen Produkte. Für das EBIT wird erneut eine Marge (zur Gesamtleistung) von 10% erwartet, wenngleich dies äußerst konservativ erscheint. Trotz erhöhter Energiekosten (Strompreise/CO2-Zertifikate) sowie eines jährlichen Anstiegs des Lohnniveaus in Polen im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich, sollten sich insbesondere auf EBIT-Ebene weitere Skaleneffekte ergeben. Da die bestehenden Kapazitäten im Bereich der Furnierschichtholzanlagen in Czarna Woda spätestens im kommenden Jahr ausgelastet sein dürften, wird das Management noch in diesem Jahr mögliche weitere Investitionen in diesem Bereich evaluieren müssen. Positive Effekte in den kommenden Jahren sollten sich im Bereich der Dämmstoffe auch durch eine stärkere Förderung bei der Gebäudesanierung in Deutschland (Klimapaket) durch eine höhere Abschreibungsmöglichkeit für private Nutzer ergeben.

Aufgrund des höher als erwarteten Umsatzausblicks für 2020 (LSe: +8,9%) bei gleichzeitig leicht höheren Margen in 2019, habe ich meine Schätzungen überarbeitet und auch erstmals Umsatzbeiträge aus dem Bereich Holzbauelemente berücksichtigt (2020e: 5mEUR, 2021e: 12,5mEUR). Mögliche Effekte aus einer dritten Furnierschichtholzanlage, deren Bekanntgabe zum Ausbau ich noch in diesem Jahr erwarte, sind jedoch nicht berücksichtigt. Folglich ergibt sich für das aktuelle Geschäftsjahr ein Umsatzanstieg von 12,3% auf 315,6mEUR (alt: 306,1mEUR) und für das kommende Geschäftsjahr 2021 von 8,8% auf 343,5mEUR (alt: 324,2mEUR), bei einem EBIT von 37,20mEUR (alt: 36,1mEUR) respektive 44,1mEUR (alt: 41,1mEUR). Da ich zugleich den Eigenkapitalzins aufgrund einem gesunkenen risikolosen Zins reduziert habe, erhöht sich das Kursziel von zuletzt 33,00€ auf 42,00€.
Wochenupdate KW 7/2020 "Top Picks 2020"

Nach einer bereits sehr starken Vorwoche konnte sich das Portfolio auch in dieser Woche erneut positiv entwickeln. Hierzu hat insbesondere die pferdewetten Aktie nach übertroffener Prognose für 2019 beigetragen, während die Easy Software Aktie eine enttäuschende Entwicklung im Anschluss an die Berufung eines zweiten Vorstands verzeichnete. Dennoch notiert das Portfolio seit Jahresbeginn nun 3,6% im Plus.

Weitere Details finden sich wie immer im Wochenupdate:

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