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Mandelbrot Asset Management: bringt hohe Sophistication überhaupt etwas am Aktienmarkt? (Seite 11)

ISIN: DE000A14N8Q7 | WKN: A14N8Q
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.101.574 von faultcode am 04.11.17 22:00:18
Vom linearen Denken zum nicht-linearen Denken bei Markt-Reaktionen
Ich bin beim Nachdenken über Beitrag Nr. Beitrag Nr. 96 etwas stutzig geworden.

Meine Frage war: würde der Markt wenigstens nur in Tendenz so einfach und damit linear "denken"?
Also, was LOVE verliert, gewinnt CUTE - und alles andere in z.B. 12 Monaten Zeitraum bliebe gleich.

Nehmen wir mal an, LOVE und CUTE sind beides nicht gerade Finanz- oder ähnliche Werte, bei denen das so nicht funktioniert. Also z.B. zwei Konsumwerte, die im Wettbewerb zueinander stehen können, oder auch nicht:



=> man sieht, beide Werte behalten ihr KGV ("P/E") bei einem linearen Zusammenhang.


=> aber wie wahrscheinlich ist das im "realen Marktgeschehen" wirklich?
=> ich denke, geradezu ausgeschlossen:
- CUTE hat erkennbar operativ besser gewirtschaftet und/oder seinen Marktanteil ausgebaut, und
- LOVE hat entsprechend gelitten (warum auch immer)

=> also:
- straft der Markt LOVE ab mit niedrigerem (Ziel-)KGV von 15 statt 20, und
- belohnt CUTE mit einem höheren (Ziel-)KGV von 26,67 statt 20 (was sicherlich nicht mal übertrieben ist...).

=> er nimmt also 25% bei LOVE weg, und gibt es reziprok (als meine Annahme) an CUTE weiter, also 1/(1-0.25) = 1.33 als neuen Bewertungsfaktor, und damit KGV von 20 x 1.33 = 26.67:




=> d.h. der Aktienkurs von CUTE steigt wahrscheinlich (bei allen anderen Dingen in etwa gleich) nicht um 50% an, sondern um 100%!

=> genau dieses neue (Ziel-)Kursniveau von USD200 ist es, was idR (oder eigentlich fast immer) von den meisten Marktteilnehmern notorisch unterschätzt wird, weil in ihrem Kopf einfach linear (und unbewusst) auf nur USD150 extrapoliert wird, statt auf USD200 - ganz ohne ("böse") ETF's.

=> ...und das führt dann letztendlich zum deutlichen Positiv-Momentum bei CUTE über Monate hinweg, gerade in Bullenmärkten wie z.Z.
(wie haben schliesslich +USD37b Marktkapitalisierung dazugewonnen. In Bärenmärkten funktioniert dieses Spiel - wie man leicht annehmen kann - nicht. Grund: auch CUTE kann dann schon froh sein, sein EPS von USD5.00 überhaupt halten zu können.)
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.104.661 von faultcode am 05.11.17 16:50:55
Mandelbrot Market Neutral Germany-Fonds - Update 30.06.2017 (2a): die Aktienauswahl: ein Kuriosum
Ein Kuriosum - und dann ist Schluss mit dem Jahresbericht 2017.

Mir ist in der Vermögensaufstellung zum 30.06.2017 die STEINHOFF INTERNATIONAL HOLDINGS-Aktie (NL0011375019) aufgefallen, also die mit diesem Vertrauens-Schaden: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1230061-31-40/st…

Ich kann ja verstehen, dass der MMNG-Fonds so gut wie keine Fundamental-Analyse macht (obwohl sich das ja seit Juni 2017 geändert haben soll; siehe oben), aber wie soll man hier auf eine Überrendite durch Positiv-Momentum kommen?




=> erklären kann ich mir das nur mit Mean Reversion ("Mittelwertrückkehr"), oder auch so ausgedrückt im Jahres- und wiederholt anderen Berichten:
Zudem kann die Systematik der Trendbewertung umgedreht werden („Contrarian-Strategie“), falls der zugrundeliegende Markt über diese Trendzerlegung berechnet einem Aufwärtstrend unterliegt.

=> wenn das so ist, dann ist dieser Trade bislang voll in die Hose gegangen. Es gibt nicht nur markttechnisch triviale Gründe, warum die Steinhoff-Aktie unter grossen Adressen gemieden - oder sogar möglicherweise geshortet - wird: http://shortsell.nl/short/SteinhoffInternatio/all/archived

Hätte man hingegen nur ganz doof am 30.6.2017 bereits gut gelaufene Lufthansa-Aktien im Depot gehabt, dann könnte man sich bis heute über +40% Buchgewinn freuen... (schade um die Wavelets - die können echt nichts dafür :( )
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.979.466 von faultcode am 19.10.17 02:13:32
Der nächste AI Fonds
https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-11-16/self-lear…

=>
Finnish fund manager FIM is introducing the first investment fund in the Nordic region, where a self-learning algorithm gets to pick all the stocks.

Targeting returns of 3 percentage points above the MSCI World Index, the FIM Artificial Intelligence fund seeks to tease out patterns even an experienced fund manager may not detect, according to Chief Investment Officer Eelis Hein, who oversees 5.6 billion euros ($6.6 billion) in investments at FIM Asset Management.

“This is the next revolution across society, including in investing,” Hein said in an interview in Helsinki. “Investors are hugely interested.”

The “Warren in a box” technology, referring to famous value investor Warren Buffett, is a product of more than two years of work by Acatis Investment GmbH and NNaisense SA, a Lugano, Switzerland-based developer of artificial intelligence.

The algorithm picks 50 stocks from a pre-screened universe of 4,000 liquid, developed-market equities, each with a market capitalization of 1 billion euros or more.

After running what Acatis calls the Warren algorithm, the AI applies a team-building algorithm, churning out a suitably diversified portfolio from the individual stock picks, Kevin Endler, portfolio manager at Acatis, said in a presentation in Helsinki.

The database contains fundamental data on 700 variables going back to 1986. The fund’s allocation takes place every six months and the actual trading is done by a human, FIM said. The fund has already attracted the interest of almost all Finnish pension insurers, Chief Executive Officer Teri Heilala said.

...

Artificial intelligence technology differs from more traditional computer-run investment tools, such as quant software, in that it mimics the human brain’s capacity for learning. When new data comes in, the algorithm modifies its behavior and the patterns it’s trying to detect.

While still niche business, the use of machine learning is becoming more widespread in investing, with money managers including Bridgewater Associates, Renaissance Technologies, Man Group Plc. and Two Sigma Investments using some form of the technology.

Acatis runs another AI-based investment fund developed with NNaisense, the German Acatis AI Global Equities. The fund started in June and is now down 1 percent. Technically, FIM is transforming its existing FIM Nordic fund, with 11.3 million euros in assets, into FIM AI. FIM Nordic had returned 145 percent since its inception in 2001. A typical mutual fund at the Helsinki-based company is managed by a team of one to three people.

“AI may detect non-linear patterns that traditional quantitative analysis is not able to identify,” Hein at FIM said. “It has no emotions: it hasn’t felt fear during a crash nor euphoria when markets are up.”



__
=> Frage:
woher weiss ein AI-Algo, ob ein bisher unentdecktes Muster, auch in wiederholter Form, nicht nur ein statistisches Artefakt darstellt, es also keine theoretische, kausale Unterlagerung hat?

Auch subtile Muster, die diverse statistische Tests wiederholt bestehen, z.B. den t-Test: https://de.wikipedia.org/wiki/T-Test

==> signal-to-noise ratio https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1258587-1-10/mei…
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.234.682 von faultcode am 30.06.17 02:19:39
der "BILD"-Volksfonds mit 20 Milliarden Euro
Zitat von faultcode...Es kann also durchaus sein, dass der Mandelbrot Market Neutral Germany (DE000A14N8Q7), und andere Fonds dieses Asset Managers, lediglich mit dem derzeitigen Bullenmarkt zu tun haben, auch wenn der Artikelautor von 2015 von einem schwierigen Marktumfeld spricht ("...in einem äußerst turbulenten Marktumfeld im Sommer 2015 aufgelegt worden").

=> nein, das Marktumfeld ist eigentlich perfekt, um unbedarften Kleinsparern ihre letzten Mücken noch in Aktien zu schmeissen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kai-diekmann-gr…

..Der Mischfonds soll aktiv vor allem über digitale Kanäle vertrieben werden und deutlich günstiger sein als vergleichbare Konkurrenzprodukte. Die jährlichen Kosten sollen um die 1,4 Prozent des Sparkapitals liegen. Um dem Volksfonds im Netz genügend Aufmerksamkeit zu verschaffen, verhandeln Fischer und Diekmann derzeit mit mehreren Medienhäusern über Kooperationsverträge. Die sollen dem Fintech-Start-up ein entsprechendes Mediavolumen gewährleisten.

"Wir wollen klassische Sparbuchsparer ansprechen. Also Leute, die nur begrenzt Risiko eingehen möchten, aber nicht mehr mit null Prozent Zinsen abgespeist werden wollen", sagten Fischer und Diekmann zur angepeilten Zielgruppe.

Das Anlagemanagement des Mischfonds wird dem sogenannten Total-Return-Ansatz folgen. Erzielt werden sollen überschaubare Renditen zum geringstmöglichen Risiko.



ACHTUNG: "Total Return" --> klingt in meinen Ohren jetzt schon nach Underperformance ggü. einem schnöden, breiten ETF auf 15-Jahressicht. Wenn man solange eigentlich durchhält.


Jährlichen Kosten: 20 Milliarden Euro Anlegergelder x 1.4% = EURO 280 Millionen!! ==> und dann werden bei Aktienquote XX% HDAX und EURO STOXX 50 zu je 80% nachgebildet --- und der Rest in blasenähnlichen EURO-Staats- und Gross-Unternehmensanleihen :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.101.574 von faultcode am 04.11.17 22:00:18
Mögliche Negativfolge von (passiven) indexbasierten ETF's: Denkfaulheit
aus: http://www.finanzen.net/nachricht/etf/anleger-zu-faul-shille…

Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Robert Shiller, hält passive Investments für "schlecht für die Märkte".
...
Im Interview mit "CNBC" redet der Marktexperte Klartext. Passive Investments seien ein "chaotisches System", so Shiller, der eine Wirtschaftsprofessur an der renommierten Yale-Universität ausführt. Seiner Ansicht nach sei diese Art zu investieren ein Belastungsfaktor für die US-Geschäftslandschaft.

Dabei kritisiert Shiller insbesondere die Tatsache, dass Anleger, die in Indexfonds investieren, sich keine Mühe mehr geben, ihr Investment zu hinterfragen und eine gezielte Auswahl der Aktienwerte vorzunehmen. "Die Stärke dieses Landes basiert auf Menschen, die einzelne Unternehmen beobachteten und sich eine Meinung über sie bildeten. All dieses Gerede von Indizes, es verwässert unseren Intellekt. Es wird immer mehr zu einem Spiel", so der Experte weiter.
...
Leute, die sagen, sie werden nicht versuchen, besser als der Markt zu sein, denn der Markt wisse ohnehin alles, kann der Wirtschaftsexperte daher nicht verstehen. "Wie um alles in der Welt kann der Markt denn alles wissen, wenn kaum jemand versucht, ihn zu schlagen?"
...
Smart beta funds by Vanguard --> 2018Q1
auch mit Momentum, neben:
- minimum volatility
- value
- liquidity (*)
- quality factors

https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-11-28/vanguard-…

=>



=> 180°-Wende:
Everyone from legendary founder Jack Bogle to longtime Chief Investment Officer Gus Sauter lambasted the concept for years, saying there’s no better “beta” than market-cap weighted indexes.
...
By actively managing the funds Vanguard has discovered a workaround of sorts, using a rules-based model while retaining its belief that smart beta isn’t passive. The company’s struggle for intellectual purity on the issue was summed up in September by outgoing CEO Bill McNabb.

“I don’t believe in this smart beta concept, I don’t think anything is smart about it,” he told Bloomberg News at the time. “Some of the factor stuff we think is very legitimate.”



__
Der Vanguard Global Liquidity Factor ETF hat es auf die Liquiditäts-Prämie abgesehen und investiert dazu in Aktien, die weniger häufig gehandelt werden, sich aber langfristig als Quelle für eine Outperformance erweisen.

Denn Small Caps performen über längere Zeiträume stets besser als die großen Werte.

aus: http://www.boerse-online.de/nachrichten/etf/Vanguard-Global-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.808.337 von faultcode am 23.09.17 16:29:44
ETF Buyers Make Mistakes That Led to Crisis, Regulator Says
https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-11-29/etf-buyer…

- investors relying on diversification not due diligence: IOSC (International Organization of Securities Commissions)

=> was aber noch nachzuweisen wäre in der Praxis.
AI has become so popular in picking stocks that it’s become ineffective
https://www.marketwatch.com/story/ai-has-become-so-popular-i…

=> in einfachen Worten: Machine vs machine.

=>
...Quant-based investing has become a growing part of the market. A July report from J.P. Morgan estimated that 20% of equity-based assets under management—amounting to trillions of dollars—were in quantitative strategies, although it included “traditional multifactor and smart-beta strategies” in its definition of the category, as well as “the equity portion of cross-asset systematic portfolios.”

...

In April, BlackRock Inc., the world’s largest asset manager, with more than $5 trillion in assets—announced it would overhaul its actively managed equities business by putting a greater emphasis on computer models rather than human managers.

...if everyone is using AI, then does the benefit of using AI evaporate?




Antwort auf Beitrag Nr.: 56.106.344 von faultcode am 05.11.17 22:49:57
Mandelbrot Market Neutral Germany: Performance 1 Monat: -2,77%
lt. WO.

=> ob da immer noch die Steinhoff-Aktie eine Rolle spielt?

Und wieso greifen offenbar die verkauften DAX Futures nicht?

Performance 1 Monat:
- DAX: -1,71%
- MDAX: -2,80% <--- Steinhoff-Effekt
- TecDAX: -0,26%
- SDAX: -1,14%


=> wie dem auch sei; es zeigt sich einmal mehr, dass mich nicht einfach blind Aktien aus einem Auswahlindex in sein Portfolio übernehmen darf. Eine qualitative (manuelle) Vorauswahl ist unabdingbar, will man Fehler vermeiden, von denen man sich nur schwerlich erholen kann.

Dafür ist die Ignoranz der Deutsche Börse AG gegenüber nicht-numerischen Kenngrössen nachweislich zu gross.

__
nebenbei: lt. Jahresbericht zum 30. Juni 2017 waren keine Lufthansa-Aktien im Portfolio (auch nicht z. 31.12.2016). Sie ist doch ein (Positiv-)Momo-Traum - aber nicht im MMNG-Fonds:

"Value"
https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-12-12/even-valu…




=>
...While buying cheap firms has all but flopped in 2017, the past month’s rotation out of technology shares and other momentum strategies has made market watchers reconsider turning up the love for value. This is especially true in Europe, where the strategy is a more crowded part of the market than expensive stocks, Bernstein says.
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